Wie Probiotikas wirken 10
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Eichhörnchen, die unbekannten Bekannten 42
Brennnessel-Chips
Köstlichkeit im Frühling 26
Geisterflüsterer
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Wie Probiotikas wirken 10
Eichhörnchen, die unbekannten Bekannten 42
Brennnessel-Chips
Köstlichkeit im Frühling 26
Geisterflüsterer
Bio-Convenience ist eine Antwor t auf das Bedür fnis nach der schnellen und ökologisch nachhaltigen Küche. Auch die Migros setzt auf das Angebot von Fertigprodukten mit Bio-Label
Zeitknappheit gehörtzuunserem Lebensstil wie das Gähnen zur Müdigkeit: Das eine ist die Folge des anderen. Zwischen Büro, Kinderkrippe, Weiterbildungund Fitnesstraining soll auch noch der gesunde Genuss seinen Platz haben. Bleibt die Frage: Wer kocht? Eine zeitsparende Antwort darauf: Bio Convenience. «Convenient» bedeutet «bequem».Bio-Convenience steht für vorverarbeitete Lebensmittel undkompletteFertigprodukte, die der Bio-Verordnung des Bundes und den Richtlinien des Migros-Bio-Labels entsprechen: Pizza-, Blätter- und Kuchenteige, frische Pasta oder Eierspätzli ausdem Kühlfach,geraffelteRüebli und Sellerie oder auch Sandwiches undFruchtsäfte gehören heutezuden wichtigstenConvenience-Produkten im Migros-Bio-Sortiment «Das Bedürfnis der Kunden nach ethisch und ökologisch einwandfreien Produkten ist unbestritten vorhanden und heute weit mehr alsein Trend», sagt Valentin Kalt, Marketingverantwortlicher Convenience Ready-to-cook. «Migros trägt diesem Konsumentenbedürfnis seit langem Rechnung und folgt dem auch in Produktgruppen wie Frisch-
Neues Bio-Logo der Migros
Die Bio-Produkte der Migros werden aus hochwer tigen Rohstof fen hergestellt. Die Schweizer Produkte stammen von Landbau-Betrieben, die nach den Richtlinien von Bio Suisse zertifizier t sind. Impor t-Produkte entsprechen der europäischen Bio-Verordnung. Die Einhaltung der Richtlinien wird von unabhängigen Institutionen geprüft. Infos: www.migros.ch
convenience konsequent nach.» Damit der Konsument zu Hause seine eingekaufte Bio-Pizza oder -Pasta auch garantiert in nachhaltiger Qualität geniesst, gelten für die Herstellung strengste Vorschriften. Beider Jowa AG in Volketswil,der Produzentin u.a. von
Bio-Teigen, bedeutet das: Einzig biozertifizierte Rohstoffeund die nach der Bio-Verordnung zugelassenen Zusatzstoffekommen zurAnwendung.Bei einem Betrieb, der sowohl biologisch wieauchkonventionellproduziert, muss die Verarbeitung strengstens separiertwerden. «Dieserreichen wir durch eine zeitliche Staffelung und durch eine rigoroseAnlagenreinigung nach jedem Produktionsgang. Hygiene ist bei uns oberste Pflicht», erklärt Claudia Hallauer, die Produktverantwortliche für Bio-Teigebei der Jowa AG ist. Dafür,dass sämtliche Auflagen auch eingehalten werden, sorgen regelmässige Bio-Inspektionen durch unabhängige Kontrollfirmen. Der Bio-Gedanke ist also längst vomFeldindie Fabrik gelangt. Die industrielle Lebensmittelproduktion undder Bio-Gedankestehen für die Ernährungsexpertin Marianne Botta Diener grundsätzlich nicht in Widerspruch. «Solange das Gesamtkonzept stimmt, solangesichBio vomAnbau bis auf den Teller durchzieht, macht Bio-Convenience durchausSinn und entspricht ganz klar den modernen Bedürfnissen.»
25 Jahre Spas s an natürlicher Mode und bequemen Schuhen!
La ss en Si e si ch au f fa st 30 0 Se iten üb er ra sc he n un d entd ec ke n Si e Ihre Li eb lin gs stüc ke
Abb. beispielhaft! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Eichhörnchen, die unbekannten Bekannten 42
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Köstlichkeit im Frühling 26
Geisterflüsterer
Bio-Convenience ist eine Antwor t auf das Bedür fnis nach der schnellen und ökologisch nachhaltigen Küche. Auch die Migros setzt auf das Angebot von Fertigprodukten mit Bio-Label
Zeitknappheit gehörtzuunserem Lebensstil wie das Gähnen zur Müdigkeit: Das eine ist die Folge des anderen. Zwischen Büro, Kinderkrippe, Weiterbildungund Fitnesstraining soll auch noch der gesunde Genuss seinen Platz haben. Bleibt die Frage: Wer kocht? Eine zeitsparende Antwort darauf: Bio Convenience. «Convenient» bedeutet «bequem».Bio-Convenience steht für vorverarbeitete Lebensmittel undkompletteFertigprodukte, die der Bio-Verordnung des Bundes und den Richtlinien des Migros-Bio-Labels entsprechen: Pizza-, Blätter- und Kuchenteige, frische Pasta oder Eierspätzli ausdem Kühlfach,geraffelteRüebli und Sellerie oder auch Sandwiches undFruchtsäfte gehören heutezuden wichtigstenConvenience-Produkten im Migros-Bio-Sortiment «Das Bedürfnis der Kunden nach ethisch und ökologisch einwandfreien Produkten ist unbestritten vorhanden und heute weit mehr alsein Trend», sagt Valentin Kalt, Marketingverantwortlicher Convenience Ready-to-cook. «Migros trägt diesem Konsumentenbedürfnis seit langem Rechnung und folgt dem auch in Produktgruppen wie Frisch-
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Die Bio-Produkte der Migros werden aus hochwer tigen Rohstof fen hergestellt. Die Schweizer Produkte stammen von Landbau-Betrieben, die nach den Richtlinien von Bio Suisse zertifizier t sind. Impor t-Produkte entsprechen der europäischen Bio-Verordnung. Die Einhaltung der Richtlinien wird von unabhängigen Institutionen geprüft. Infos: www.migros.ch
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Bio-Teigen, bedeutet das: Einzig biozertifizierte Rohstoffeund die nach der Bio-Verordnung zugelassenen Zusatzstoffekommen zurAnwendung.Bei einem Betrieb, der sowohl biologisch wieauchkonventionellproduziert, muss die Verarbeitung strengstens separiertwerden. «Dieserreichen wir durch eine zeitliche Staffelung und durch eine rigoroseAnlagenreinigung nach jedem Produktionsgang. Hygiene ist bei uns oberste Pflicht», erklärt Claudia Hallauer, die Produktverantwortliche für Bio-Teigebei der Jowa AG ist. Dafür,dass sämtliche Auflagen auch eingehalten werden, sorgen regelmässige Bio-Inspektionen durch unabhängige Kontrollfirmen. Der Bio-Gedanke ist also längst vomFeldindie Fabrik gelangt. Die industrielle Lebensmittelproduktion undder Bio-Gedankestehen für die Ernährungsexpertin Marianne Botta Diener grundsätzlich nicht in Widerspruch. «Solange das Gesamtkonzept stimmt, solangesichBio vomAnbau bis auf den Teller durchzieht, macht Bio-Convenience durchausSinn und entspricht ganz klar den modernen Bedürfnissen.»
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Abb. beispielhaft! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Liebe Leserin, lieber Leser
Wenn Sam Hess durch die Wälder streift oder zu Besuch in Häusern und Wohnungen ist, sieht er mehr als Sie und ich, denn er hat seit seiner Kindheit eine einzigartige Begabung:
Er sieht Geister. Nun könnte man sagen, das behaupten viele –und viele, die das sagen, machen nicht gerade den Eindruck, alle Tassen im Schrank zu haben. Doch bei Sam Hess, dem Förster aus Leidenschaft, ist das anders. Wer mit ihm spricht, wer ihm begegnet und die Ruhe und Kraft spürt, die ihn umgeben, wer ihm zuhört, wenn er über verlorene, ängstliche, wohlwollende und böse Seelen spricht, die uns umgeben, der weiss mit einem Mal, dass es hinter dem Horizont mehr gibt, als wir ahnen. Tauchen Sie ab Seite 52 ein in die Welt von Sam Hess, Sie können nur gewinnen.
Der Frühling ist eine Naturkraft – lassen wir uns davon mitreissen!
strahlenden Sonne entgegen. Lassen Sie sich davon mitreissen. Der Frühling ist die Zeit der Erneuerung. Aussen mit einer neuen Garderobe, innen mit neuen Gedanken und neuem Schwung. Susanne Fischer-Rizzi, die Kräuterfrau, die zu jeder Jahreszeit am liebsten draussen lebt, erzählt Ihnen ab Seite 26, wie Ihnen mithilfe der Brennnessel ein fulminanter Start in den Frühling gelingt.
Sollten Sie nicht an Geister glauben – macht nichts. Der Frühling steht vor der Tür, und das ist eine Kraft, die wir alle spüren.
Die Natur erwacht. Unbändig treibt sie aus, der immer wärmer
Sam Hess und der kommende Frühling, das sind meine zwei Lieblingsthemen in diesem «natürlich». Aber Sie interessieren sich vielleicht mehr für das geheime Leben der Eichhörnchen oder die wichtige Rolle, die ein gesunder Darm für unser Wohlbefinden spielt. Gut möglich, dass Ihnen auch Remo Vetters Gartentipps wichtiger sind als alle guten Geister dieser Welt oder welche Gaumenfreuden der Seitling bereiten kann – entscheiden Sie selbst. Und lassen Sie mich wissen, was Sie im neuen «natürlich» besonders gefreut hat.
Herzlich, Ihr
Chefredaktor
Gesundheit
8 Allergiker: Praktische Hilfe beim Auswärtsessen
9 Mythos entlarvt: Südeuropäer essen nicht gesünder
10 Leben im Darm: Bifido- und andere Bakterien
14 Pfefferminze hilft bei Gallensteinen
Beratung
18 Sabine Hurni beantwortet Leserfragen
Haus & Garten
24 Pflege für Gartenmöbel
25 Sprossen ziehen: gewusst wie
26 Frühling: Zeit der Erneuerung und der Brennnessel
30 Vom Wald in die Halle: Der Seitling ist ein beliebter Zuchtpilz
36 Remo Vetter: Das gute Leben kommt aus dem Garten
Natur
40 Mond mit goldenem Henkel
41 Hoffnung für den Tiger
42 Was man kennt und doch nicht weiss: Das Leben der Eichhörnchen
46 Passwanderung für Geniesser: über den Chrüzlipass nach Sedrun
Leben
50 Irregeführte Drogenhunde
51 Kleine Wörter, grosse Liebe
52 Sam Hess hat seit seiner Kindheit Zugang zur Zwischenwelt
56 Feen, Fabelwesen und Blumenkinder: Das Gesamtkunstwerk von Mili Weber
Schilter Lebensarena PETA
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- Jeweils 1 Samstag monatlich, 1½ Jahre
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Gut gebaut «natürlich 1-11»
Die Idee, einen Hausbau spirituell zu begleiten, war mir bis anhin unbekannt. Da ich mich selbst schon über Architekten und Handwerker – und vermutlich auch über mich selbst – geärgert habe, las ich den Artikel von Harald Jordan mit grossem Interesse. Das am Anfang erwähnte Beispiel-Paar, das nach zwei Terminen mit einem feinfühligen Architekten merkte, dass kein Hausbau, sondern eine Trennung anstand, hat viel versprochen. Mit den nachfolgenden theoretischen Leitsätzen und den philosophischen Lebensweisheiten Jordans konnte ich aber wenig anfangen. Ich hätte mir konkrete Beispiele gewünscht. Wie erleben Leute solche Beratungen? Was haben Bauherren nach einer spirituellen Begleitung anders gemacht? Wie gestaltet sich das Zusammenarbeiten des Beraters und des Architekten? Lobenswert fand ich den Artikel über Wildtierkorridore. Auch wenn nun hierzulande vermehrt von verdichtetem Bauen gesprochen wird, wird der Platz für Flora und Fauna immer knapper. Mia Baumann, per Mail
Die wilden Kerle «natürlich» 1-11
Es ist dem «natürlich» hoch anzurechnen, dass es auch über Traditionen berichtet, die in letzter Zeit wiederbelebt wurden. Es ist aber schade, dass der Artikel nicht etwas früher erschienen ist, sodass Interessierte Gelegenheit gehabt hätten, diesem urchigen Treiben live beizuwohnen. Zudem hätte im Artikel auch darauf hingewiesen werden können, dass in Hallwil auch anderes Brauchtum gepflegt wird. In Hallwil besteht ein einmaliger Zyklus von fünf Mittwinterbräuchen, deren Ursprünge in graue Vorzeit zurück-
reichen. Bis zu den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts hatten diese Bräuche in etlichen Gemeinden der Region Lenzburg–Seetal Tradition. Nur in Hallwil überdauerten sie in dieser Vielfalt und wurden in den letzten Jahren sogar noch weiterentwickelt. Der ganze Brauchtumszyklus umfasst: Chlauschlöpfen, Chlausjagen, Wiehnachts-Chindli, das Silväschtertrösche (Silvesterdreschen) und eben die Bärzeli. Weitere Bräuche im aargauischen Seetal sind: In Niederlenz werden am Abend des Lenzburger Chlausmärts die Kinder ebenfalls von kostümierten Figuren besucht. Das Spektakel besteht aus zwei Gruppen mit je einem schwarzen und zwei weissen Chläusen. Auch in Niederlenz werden die Chläuse von den besten Chlauschlöpfern begleitet. Auf dem Staufberg oberhalb von Staufen errichten in der Altjahreswoche die Jugendlichen, die die letzte Klasse der Volksschule besuchen, ein hohes Holzgerüst. Am Morgen des 31. Dezembers sammeln die Schulkinder im Dorf die dürren Weihnachtsbäume, Reiswellen und Strohballen ein. Das Material wird den Hügel hinaufgeschafft und auf einem Gerüst aufgeschichtet. Punkt Mitternacht wird mit den Glockenschlägen der Staufbergkirche das Feuer vor vielen Schaulustigen entzündet. Am Silvesterabend versammeln sich kurz vor Mitternacht Kinder und Jugendliche, um gemeinsam mit ihren Betreuern das neue Jahr einzuläuten. Dabei wird mit verschieden grossen Glocken geklingelt. Treicheln sind nicht dabei.
Es bleibt zu hoffen, dass solche Traditionen überleben und an die nächste Generation weitergegeben werden können. René Berner, Boniswil
Briefe an «natürlich» Fragen, Anregungen, Lob oder Kritik sind willkommen. Die Leserbriefe müssen mit der vollständigen Adresse versehen sein. Die Redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen. Schicken Sie Ihren Brief per E-Mail, Post oder Fax an: leserbriefe@natuerlich-online.ch oder: «natürlich», Leserbriefe, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau, Fax 058 200 56 51
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Der Forscher August Forel (1848 bis 1931) gilt als Vater der Schweizer Psychiatrie und als einer der wichtigsten Vertreter der Abstinenzbewegung in der Schweiz. Seine akademische Laufbahn bestritt er als Hirnforscher und Psychiater, daneben trat er als Sexualreformer und passionierter Ameisenforscher auf. Er gründete 1889 die «Trinkerheilstätte Ellikon», die heute unter dem Namen «Forel-Klinik» Suchtabhängige behandelt. Seine Arbeit fand auch international grosse Anerkennung. In einer sehr persönlichen Autobiografie aus dem Jahr 1935, die 2010 leicht überarbeitet neu erschien, beschreibt er seinen breit gefächerten Werdegang und gibt Einblick in sein Privatleben. _ August Forel: «Rückblick auf mein Leben», Römerhof Verlag, Fr. 45.90
Heilpflanzen_ Welche ist die Beste?
So viele Interessenverbände, so viele Meinungen. Und so kommt es, dass sich dieses Jahr gleich zwei Gewächse mit dem Titel «Heilpflanze des Jahres» schmücken können. Der Rosmarin wegen seiner grossen Anwendungsbreite sowohl im kosmetischen als auch im medizinischen Bereich. Und die Passionsblume wegen ihrer prächtigen Blüte und ihrer beruhigenden und angstlösenden Wirkung. tha
Forschung_ Gefahr erkannt
Dsind der Antwort auf die Ursache für den plötzlichen Kindstod einen kleinen Schritt nähergekommen. Bei einer breit angelegten Ultraschall-Untersuchung an mehr als 18 000 Neugeborenen wurde bestätigt, was schon länger angenommen wurde: Babys, die in Bauchlage schlafen, sind gefährdeter. Bei 1,5 Prozent der Babys konnte festgestellt werden, dass die Blutversorgung im Hirnstamm, der unter anderem für den Atemantrieb verantwortlich ist, gestört war, wenn die Babys auf dem Bauch lagen und den Kopf stark abgedreht war. Die eigentliche Ursache für das Sterben ist jedoch noch immer unklar. tha
Allergie_ Soforthilfe im Restaurant
Gäste mit Lebensmittelallergien und -intoleranzen haben es schwer im Restaurant. Enthält die Salatsauce Joghurt – und damit Milchbestandteile? Ist Sellerie in der Gemüsesuppe? Da ist das Essen häufig mehr Qual als Genuss. Hilfe bieten die «Delicardo Foodcards». Das sind visitenkartengrosse Informationskärtchen, auf denen die individuellen Allergien und Unverträglichkeiten vermerkt sind, verbunden mit genauen, klar verständlichen Zubereitungshinweisen für den Koch im Restaurant. Sie können im Internet mit einer umfangreichen und verständlich erklärten Datenbank selbst gestaltet und bestellt werden. hpn _ Informationen und Bestellung www.delicardo.de
Beinahe mantramässig beteten gesundheitsbewusste Menschen nördlich der Alpen die Idee, der gesünderen mediterranen Lebensweise mit Fisch, Olivenöl, Gemüse und Siesta herunter. Und die Wissenschaft hielt mit entsprechenden Studien fleissig mit. Nun aber kommt eine spanische Untersuchung zum Schluss, dass das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung im Mittelmeerraum ebenso hoch ist wie in den USA und gar höher als in Grossbritannien. In Spanien stirbt jeder Dritte an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. In der Schweiz sind es rund 37 Prozent. Die 2270 im andalusischen Malaga untersuchten Personen waren grösstenteils übergewichtig,
bewegten sich zu wenig und hatten zu hohe Cholesterinwerte, wie der Nachrichtendienst Wissenschaft.de schreibt. Besonderes gefährdet seien Leute mit einem geringen Einkommen und wenig Bildung, erklärt Forscher Ricardo Gomez-Huelgas. Positive Faktoren für die Gesundheit wie körperliche Arbeit und Gemüse aus dem eigenen Garten, gehören zum idealisierten und längst überholten Bild des Südländers. Bleibt zu ergänzen, dass die Studie das Klischee des gesünderen mediterranen Lebenstils zwar aus der Welt geschaffen hat, richtig bleibt aber, dass kalt gepresstes Olivenöl, Fisch und Gemüse der Gesundheit durchaus zuträglich sind. tha
Probiotika sind in aller Munde: Sie sind die Renner im Kühlregal und Verkaufsschlager in Tablettenform und sie sollen die Verdauung fördern. Das versprechen zumindest die Hersteller. Was ist dran an den probiotischen Mobilmachern für die Darmflora? Text Marion Kaden
BWie kommen die Bakterien in den Darm?
Die Bakterien-Erstbesiedlung des Darmes wird beim Neugeborenen über die Mutter initiiert. Im Laufe des Lebens kann die Besiedlung Veränderungen unterliegen. Doch das Gros der ursprünglichen Bakterienstämme achtet durch gegenseitige Kontrolle auf ein Gleichgewicht untereinander. Fremde Bakterienstämme (zum Beispiel probiotische Stämme oder Krankheitserreger) werden bei gesunden Menschen nach kurzer Auseinandersetzung wieder hinauskomplimentiert. Um an einer Darmbesiedlung erfolgreich teilhaben zu können, müssen Probiotika folglich in grösseren Mengen, regelmässig und über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Endet ihre Zufuhr, endet auch die Besiedlung. Zur Beruhigung des Nervenkostüms helfen heilpflanzliche Beruhigungsmittel (Johanniskrautpräparate und und -tees) sowie Probiotika, um die gestörte Darmflora umzustimmen. Je nach Vorlieben sind kultivierte probiotische Bakterienstämme (BactoSan pro FOS, biotan) oder Molkeprodukte (Molkosan, Bioforce) einsetzbar. Ihre Wirkung entfalten können probiotische Joghurts jedoch nur, wenn die Milchsäurebakterien lebend in den Organismus gelangen. Forscher der Gastroenterologie des Unispitals in Zürich haben letztes Jahr nachgewiesen, dass die Zahl der vitalen Milchsäurebakterien dramatisch abnimmt, wenn die Kühlkette über mehrere Stunden unterbrochen wird.
lähungen, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung – viele kennen das. Diese Funktionsstörungen der Verdauung können unter anderem mit der Darmflora zusammenhängen. Unter dieser blumigen Bezeichnung verstehen Fachleute die Summe verschiedenster Bakterien und Pilze. Sie bevölkern den menschlichen Dickdarm in unvorstellbaren Massen: «Der Dickdarm eines Erwachsenen ist schätzungsweise mit 100 Billionen Bakterien besiedelt, die aus 400 bis 600 bisher bekannten Arten bestehen können», so Michael Hombach, stellvertretender Leiter Bakteriologie des Instituts für Mikrobiologie an der Universität Zürich. Der menschliche Dickdarm ist Wirt für die Bakterien, zu denen ein wechselseitiges, symbiotisches Verhältnis besteht: Der Mensch liefert im Dickdarm Nährstoffe, mit welchen die Bakterien ihren Stoffwechsel aufrechterhalten. Als Gegenleistung übernehmen diese für den Darm zum Beispiel den Abbau von unverdaulichen Nahrungsbestandteilen. Bakterien produzieren auch Fettsäuren oder das Vitamin K, welches der Körper dann über die Darmwände aufnimmt.
Stetige Auseinandersetzung
Zwei bis drei Kilo Bakterien trägt jeder Erwachsene im Darm mit sich herum. «Die Darmflora ist ein dynamisches System, das in ständigem Wandel begriffen ist», so Hombach. «Die Zusammensetzung kann sich durch Ernährungsumstellung oder engen Körperkontakt mit anderen Menschen verändern.» In langjährigen Partnerschaften gleichen sich die Bakterienstämme an – durch intimen Kontakt, aber auch durch alltägliche Berührungen werden diese mit den Jahren immer ähnlicher. Die jeweils im Darm ansässigen Stämme kontrollieren sich ununterbrochen gegenseitig, wodurch ein dynamisches Gleichgewicht erreicht wird. Und nicht nur das. Auch der Darm ist zu ständiger Auseinandersetzung mit seinen Bewohnern gezwungen: Zwei Drittel des gesamten menschlichen Immunsystems im und um den Verdauungstrakt herum hat nichts anderes zu tun, als die Symbionten (die kleinere bei einer Symbiose beteiligte Art) unter Kontrolle zu halten. Dieses sogenannte darmassoziierte Abwehr oder Immunsystem reagiert bei gesunden Men
schen sofort auf innere und äussere Reize: Sind zum Beispiel krankmachende oder unbekannte Bakterien oder Erreger in den Dickdarm gelangt, kontert dieser unter anderem mit Durchfall. Mit dem Manöver wird Ungewolltes effektiv und vor allem zügig hinausbefördert. Schon nach zwei bis drei Tagen ist dann der «normale» Status wiederhergestellt.
«Ist der Mensch gesund, ist es der Darm auch», sagt der Volksmund. Ebenso gibt es genaue Vorstellungen vom «perfekten Stuhl». Der darf nicht zu hart, nicht zu weich sein, und stinken darf er ohnehin nicht. Aus wissenschaftlicher Sicht sind derartige Ansichten unsinnig. Denn im Darm finden bakterielle Zersetzungsprozesse statt, die auch stinken können – mehr oder weniger, je nach körperlicher Verfassung oder Nahrungsaufnahme. Die Stuhlkonsistenz unterliegt ebenfalls vielfältigen Einflüssen: Flüssigkeitszufuhr sowie Nahrungszusammensetzung können Farbe, Konsistenz und Geruch beeinflussen. Auch die Stuhlhäufigkeit kann von Mensch zu Mensch stark variieren: Tägliche, zweibis dreimalige oder sogar einmal wöchentliche Stuhlentleerung ist normal. Nur stärkere, anhaltende Schwankungen sollten vom Arzt überprüft werden. Dazu gehören wässriger Durchfall oder unüblich hart erscheinender Stuhl über einen längeren Zeitraum.
Schwankungen beim Stuhl können beunruhigen. Unkenntnis über die komplizierte Darmfunktion oder falsche Erwartungen lassen Menschen dann gerne zu Hilfsmitteln greifen. Wegen der guten Erreichbarkeit des Darms unterliegt er seit jeher förderlichen oder weniger nützlichen Manipulationen: Grosse und kleine Einläufe, Abführ oder besondere Nahrungsmittel hatten zu allen Zeiten Hochkonjunktur. Die modernen Hilfsmittel heissen Probiotika. Sie bestehen aus lebensfähigen Mikroorganismen (Milchsäurebakterien, Hefen, kultivierte, menschliche Fäkalbakterien), die funktions und damit gesundheitsfördernde Effekte auf den Darm haben sollen. Probiotika sind als Zugabe von Lebensmitteln, sogenanntem
Zwei bis drei Kilo Bakterien trägt jeder Erwachsene im Darm mit sich herum.
Functional Food, Nahrungsergänzungsoder Arzneimittel zu haben.
Ungesunde Lebensweise
Von der Wichtigkeit des Einsatzes probiotischer Mittel ist KarlHeinz Rudat überzeugt. Der Heilpraktiker aus Ortenburg in Deutschland verwendet Probiotika, um eine Umstimmung im naturheilkundlichen Sinne vorzunehmen. Probiotika üben einen stimulierenden Reiz auf die Selbstheilungskräfte des Darms aus und damit auf den ganzen Organismus. Dieser kann sich dann, einem Neustart gleich, frisch ausrichten. Rudat beobachtet, dass bis zu 70 Prozent seiner Patientinnen von funktionellen Darmstörungen betroffen sind. Diese hohe Zahl wird auch durch Studien belegt. Seine Erklärung für dieses Phänomen: Moderne Frauen fühlen sich oft mehrfach durch Beruf, Familie und Beziehung belastet. «Stress, nervliche Belastungen – von denen natürlich auch Männer betroffen sein können – schlagen nicht nur auf die Seele, sondern auch auf den Darm», so Rudat. Seiner Ansicht nach führen anhaltende nervöse Spannungszustände zu einer Verkrampfung der Darmmuskulatur und schliesslich zu verringerten Darmbewegungen. Die häufig auftretenden Darmbeschwerden sieht der Heilpraktiker ebenfalls in der modernen Lebensweise begründet: Alltagsstress, übermässiger Konsum von Kaffee, Zigaretten, Alkohol oder zu häufige Verwendung von raffiniertem Industriezucker wirken sich langfristig schädlich aus. «Der Körper übersäuert», erklärt Rudat. Doch nicht nur funktionelle Darmbeschwerden können Folge sein, sondern auch Müdigkeit, diffuse Gelenksschmerzen oder depressive Verstimmungen, berichtet der Heilpraktiker. Massnahmen wie ausreichender Schlaf, Bewegung, vernünftige Ernährung (zum Beispiel der zeitweise Verzicht auf Genussmitteln) können bei Darmproblemen helfen. Ebenso empfiehlt Rudat bei Bedarf eine Ernährungsumstellung. Die Ver
meidung von Hülsenfrüchten oder scharfen Gewürzen sei sinnvoll, genauso wie die Verbannung säurebildender Nahrungsmittel (Zucker, Fruchtsäfte) oder Zitrusfrüchte vom Speiseplan. «Nützlich ist auch, die Essensphasen den natürlichen Arbeitsrhythmen des Darms anzupassen», so Rudat. «Denn dieser arbeitet bei Nachtruhe weniger.» Beim Einsatz von Probiotika oder Milchprodukten (siehe Box) empfiehlt Rudat eine Beschränkung der Behandlung auf etwa 10 bis 12 Wochen. «In dieser Zeit nehmen die zugeführten Bakterien eine bakterielle Aktivierung des Dünndarms vor, die sich als verbesserte Darmbewegung im Dickdarm auswirkt», erklärt Rudat.
Dem generellen Einsatz von Probiotika zur Gesundheitsvorsorge kann Eduard Stange vom Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart nichts abgewinnen: «Es ist nicht gesichert, dass gesunde Menschen durch den Konsum von Probiotika weniger krank werden», kritisiert Stange. «Für Erkrankte mit Entzündungen an der Bauchspeicheldrüse ist die Einnahme von Probiotika sogar lebensbedrohlich.» Auch eine «kranke» Darmflora gibt es für den Gastroenterologen nicht. «Bei älteren Menschen können allerdings Fälle bakterieller Fehlbesiedlung auftreten», so Stange. «Dann wandern Bakterien vom Dick in den Dünndarm. Doch als einzige Massnahme ist dabei die Behandlung mit Antibiotika angezeigt.»
Forschung auf gutem Weg
Kritisch ist auch Michael Hombach von der Universtität Zürich. Als Mikrobiologe distanziert er sich von allen Erklärungsversuchen zur Wirkung von Probiotika. «Wir wissen noch sehr wenig», sagt er und fügt hinzu: «Zugegeben, viele Behandlungen laufen unter dem Motto ‹Wer heilt, hat Recht›.» Doch er verweist darauf, dass alle derzeitigen Theorien zu den Wirkungen von Probiotika nur auf Annahmen basieren. «Die Beweise stehen noch aus», sagt der Mikrobiologe. Er ist jedoch zuversichtlich. Denn in den letzten Jahren hat sich mit den Hilfsmitteln der Genomforschung die sogenannte genetische MikrobiomAnalyse entwickelt. «Sie eröffnet ein neues Forschungsfeld und wird zukünftig sicherlich neue Erkenntnisse bringen», schätzt Hombach. Bis es so weit ist, werben die Produzenten fleissig weiter und versprechen Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden. u
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Ihm läuft die Galle über», sagen wir, wenn jemand ein aufbrausendes, jähzorniges Temperament hat. Die Redewedung stammt aus der Säftelehre, die Hippokrates 400 vor Christus ins Leben gerufen hat. Die Lehre unterteilt die Menschen in vier Typen: Sanguiniker, Melancholiker, Phlegmatiker und Choleriker. Wer also ein aufbrausendes, cholerisches Temperament hat, müsste nach Hippokrates-Lehre demnach häufiger an Gallensteinen leiden (griech. chole für Galle).
Auch die chinesische Medizin verbindet Gallenbeschwerden mit negativen Gemütszuständen: Betroffene würden Wut und Ärger unterdrücken und so die Leberenergie blockieren. Vermutlich haben beide Theorien ihre Richtigkeit. Was sich im Laufe der letzten Jahre wissenschaftlich bestätigt hat, ist die Tatsache, dass häufiger Frauen als Männer an Gallensteinen erkranken. Die Betroffenen sind über 40 Jahre alt, nahmen oder nehmen die Pille und sind oft übergewichtig. So die Statistik.
Steine bleiben oft unbemerkt
Anatomisch gesehen ist die Gallenblase ein kleines Organ, das eng mit der Leber verbunden ist. In der Leber wird der Gallensaft, die Galle, produziert. Von dort gelangt er in die Gallenblase. Essen wir fettige Speisen, stösst die Gallenblase ihren Saft in den Darm aus. Dieser verbindet sich mit den Fetttröpfchen, macht sie so wasserlöslich und verhilft ihnen, über den Darm ins Blut zu gelangen. Der Gallensaft besteht zum grössten Teil aus Wasser. Ausserdem enthält er Gallensäuren, Cholesterin, Salze und Gallenfarbstoffe. Wenn sich die Zusammensetzung des Gallensaftes ändert – wenn zum Beispiel der Cholesterinspiegel steigt und die Säure weniger wird – können sich Gallensteine bilden. Es handelt sich dabei um kleine,
Gallensteine sind hinterhältig. Jahrelang können sie unbemerkt in der Gallenblase sitzen. Doch wehe, wenn sich einer in den Darm zwingen will. Pfefferminz hilft, dass es gar nicht soweit kommt, und wirkt krampflösend.
Text Sabine Hurni
steinartige Kristalle unterschiedlicher Grösse, die hellgrün, gelb oder schwarz sind. Normalerweise bemerken die Betroffenen nicht, dass sie Gallensteine haben. Manchmal werden sie zufällig bei einer anderen Untersuchung entdeckt. Nicht selten bleiben sie jahrelang unbemerkt. Erst wenn die Steine zahlreicher und grösser werden, können sie durch den verstärkten Dehndruck die Gallenblase reizen. Das macht sich mit Druck- und Völlegefühl im Oberbauch bemerkbar, vor allem nach dem Konsum von Kaffee, Alkohol oder fettem Essen. Verirrt sich jedoch ein Steinchen in den engen Gallengang, erleiden die Betroffenen höllische, kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch, die bis in den Rücken ausstrahlen können. Manchmal auch kombiniert mit Fieber oder Übelkeit. Diese schmerzhaften Kontraktionen können Stunden bis Tage anhalten. Glücklicherweise erleben nur gerade zehn Prozent aller Betroffenen diese schmerzhafte Tortur. Um eine weitere Kolik zu vermeiden, wird die Gallenblase nach einem solchen Vorfall chirurgisch entfernt. Andere Behandlungsmethoden sind das Zertrümmern oder das medi-
kamentöse Auflösen der Steine. Was jedoch noch kein Garant ist, dass sich die Salzkristalle nicht wieder bilden können.
Duftender Heiler
Solange das Problem früh genug erkannt wird, kann die Naturheilkunde einen grossen Teil zur Genesung beitragen. Ebenso ist sie zum Schutz vor Rückfällen nach einer Zertrümmerung oder Auflösung der Steine eine gute Hilfe. Eine als Genusstee sehr beliebte, als Gallentherapeutikum aber weniger bekannte Heilpflanze ist die Pfefferminze (Mentha piperita). Das ätherische Mentholöl ist ein sehr wirksames Spasmolytikum, Karminativum und Cholagogum. Das heisst, es löst Krämpfe in den Verdauungsorganen, reduziert Blähungen und erhöht die Produktion von Gallensaft. Menthol hat zudem antimikrobiale und antivirale Eigenschaften. Die Pfefferminze hilft deshalb bei Magenentzündungen, Magen-Darm-Grippe und kolikartigen Beschwerden im Magen- und Darmbereich sowie bei Blähungen. Zudem verzeichnet die Volksmedizin eine leicht beruhigende Wirkung. Deshalb sind Pfefferminzblätter auch in vielen Nerven-
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tees enthalten. Nicht nur weil sie den strengen Geruch anderer beruhigender Heilpflanzen, wie zum Beispiel den Baldrian, geschmacklich übertünchen. Selbst bei Dauergebrauch ist die Pfefferminze frei von schädlichen Nebenwirkungen. Wer den Tee allerdings literweise trinkt, kann eine zu starke Entspannung der Verdauungsorgane herbeiführen. Die Darmbewegungen könnten beeinträchtigt werden, was wiederum Störungen bei der Verdauung auslösen könnte.
Tasse zudecken
Sehr effizient bei Verdauungsproblemen von Erwachsenen ist das ätherische Pfefferminzöl, das tropfenweise eingenommen wird. Doch auch Tee vermag den Magen schnell zu beruhigen. Für die Teezubereitung nimmt man pro Tasse einen Esslöffel getrocknete Pfefferminzblättchen, übergiesst sie mit kochendem Wasser und lässt den Tee zugedeckt fünf bis zehn Minuten ziehen. Bleibt die Tasse unbedeckt, entweicht der Hauptwirkstoff, das ätherische Öl. Der Gehalt an ätherischem Öl variiert von Sorte zu Sorte. Wer den Pfefferminztee therapeutisch einsetzt, tut gut daran, ihn in der Drogerie oder der Apotheke zu kaufen. Im Fachhandel bekommen Sie Produkte mit einem standardisierten Mindestgehalt an ätherischen Ölen. Bei jedem Verkleinern der Teeblätter entweicht ein Teil des ätherischen Öles. Idealerweise kaufen Sie getrocknete, ganze Blätter und verkleinern sie zwischen den Fingern, bevor Sie das Kraut in die Tasse geben. Ob Orangen-, Salbei- oder Ananasminze, Krause- oder Thüringer Minze: Jede Pfefferminzpflanze hat ihr eigenes Aroma und ein leicht individuelles Aus-
sehen. Als offizielle Heilpflanze gilt jedoch nur die Mentha piperita. Es handelt sich dabei um einen Bastard, eine Kreuzung zwischen Mentha aquatica und Mentha spicata. Was heute also als Genusstee, Heilmittel und als Erkältungsmittel konsumiert wird, ist vor 200 Jahren als Laune der Natur auf dem Feld eines Engländers entstanden. Die beiden Arten haben sich zufällig gekreuzt; man befand sie als gut und kultivierte sie fortan als Mentha x piperita, wie der wissenschaftliche Name lautet. Die Vermehrung erfolgt deshalb aus genetischen Gründen über Pflanzenableger und nicht über den Samen. Heute wird die Pfefferminzpflanze vor allem in Griechenland, Spanien und Bulgarien kultiviert. u
«natürlich» im TV
Das können Sie tun, um Gallensteine zu vermeiden: Gewicht halten Da Übergewicht die häufigste Ursache von Gallensteinen ist, sollte Übergewicht reduziert werden. Nulldiäten vermeiden. Gesunde Ernährung Bei der Ernährung auf ballaststoffreiche, abwechslungsreiche Kost achten, viel Trinken und sich regelmässig bewegen. Eiweisse und Fette sollten eher vormittags gegessen werden, Kohlenhydrate eher nachmittags und abends. Zu viel Zucker und raffinierte Kohlenhydrate regen die Bildung von Gallensteinen an. Besser sind Nüsse, Nahrungsfasern und mässiger Alkoholkonsum. Regelmässige Verdauung Liegt eine Verstopfung vor, kann als Abführmittel Bittersalz verwendet werden. Es bewirkt neben der abführenden Wirkung eine Entleerung der Gallenblase.
Mineralstoffe Ein Mangel an Vitamin C, Vitamin E und Taurin kann die Gefahr von Gallensteinbildung erhöhen. Bei Gallensteinleiden können diese drei Nährstoffe allenfalls ergänzt werden.
Gefühlswelt Nach der chinesischen Medizin führt langes Unterdrücken von Gefühlen wie Wut, Ärger oder Niedergeschlagenheit zu chronischen LeberQiDepressionen. Sie können den freien Lauf der Galle beeinträchtigen.
Das können Sie im Akutfall tun: Teefasten Im akuten Stadium einer Gallenkolik ist eine Fastenkur mit Tee angezeigt: Bis die Koliken vorbei sind, wird lediglich Tee getrunken, zum Beispiel Schafgarbe oder Pfefferminz. Danach sollte eine basenreiche, überwiegend vegetarische Vollwertkost bevorzugt werden.
Die Sendung «Gesundheit» mit «Erste Hilfe aus der Natur» auf Tele M1 und Tele 1. Montag, ab 18.20 Uhr, mit stündlicher Wiederholung und auf Tele 1 ab 18.40 Uhr. Montag bis Sonntag gemäss Wochenprogramm.
_ Weitere Infos und Video: www.natuerlich-online.ch
Fette meiden Wer an Gallensteinen leidet, sollte mehrfach erhitzte Fette, in Fett gebratene Speisen strikt vermeiden und generell auf fettige Speisen verzichten. Dasselbe gilt für Kaffee. Oft werden Eier, Schweinefleisch und Zwiebeln schlecht vertragen.
Rettichkur Während 4 bis 5 Tagen kann man täglich 250 Milliliter Rettichsaft trinken, aufgeteilt in zwei Portionen. Danach 2 bis 3 Tage pausieren und wieder von vorne beginnen. Insgesamt dauert diese Saftkur 4 bis 6 Wochen. Der Rettichsaft lässt sich mit der Saftpresse selber herstellen.
Wärme Bei einer akuten Kolik hilft oft Wärme: Eine Bettflasche oder ein Kirschkernsäckchen verwenden.
Haben Sie Fragen?
Sabine Hurni, Drogistin HF und Naturheilpraktikerin mit Fachrichtung Ayurveda und Phytotherapie, und das kompetente «natürlich»-Berater-Team beantworten Ihre Fragen zu Gesundheit, Ernährung, Ökologie, Garten oder Natur.
Senden Sie Ihre Fragen an: sabine.hurni@natuerlich-online.ch oder «natürlich», Leserberatung Neumattstrasse 1, 5001 Aarau
Rat & Tat per Internet Fragen können Sie auch auf unserer Website www.natuerlich-online.ch stellen. Das «natürlich»-Berater-Team ist unter der Rubrik «Berater» online für Sie da.
Fluoreszierende Nuggis für Babys
Wie problematisch sind fluoresziernde Gegenstände? Für unser Baby haben wir leuchtende Nuggis geschenkt bekommen, um sie nachts besser zu finden. Schaden sie dem Kind? Praktisch wären sie auf jeden Fall.
K.
B., Thalheim
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dient die Fluoreszierung vor allem der Mutter, damit sie den Nuggi besser findet. Aber ist das wirklich ein Problem? Dem Kind dient die Beleuchtung in keiner Weise – im Gegenteil. Das Kleinkind muss selbst lernen, sich zu orientieren, seinen Tast- und Geruchssinn zu entwickeln, und dabei sind solche wohlmeinenden Hilfen eher hinderlich. Es gibt jedoch noch entschieden handfestere Argumente, auf solche Nuggis zu verzichten. Fluoreszierende
l Zum Thema Psoriasis («natürlich» 2-11) möchte ich Folgendes ergänzen: Sicherlich muss man Hautkrankheiten von innen heilen. Ich habe aber auch eine wirklich gute Alternative zu Kortisonpräparaten. Es gibt dazu ein interessantes Buch: «Heilung unerwünscht» von Klaus Mertens. Darin ist unter anderem das folgende Rezept. Die Creme hilft, zwar nicht so schnell wie Kortison, dafür ohne Nebenwirkungen und billiger.
Vitamin B12, 7 Gramm
Avocadoöl, 46 Gramm
Dest. Wasser, 45,5 Gramm
Emulsan, 8 Gramm
Kaliumsorbat, 25-prozentige Lösung, 1 ml oder 25 Tropfen
Zitronensäure, 25-prozentige Lösung, 1 ml oder 25 Tropfen A. M., per Mail
Farben seien zwar frei von Giftstoffen, allerdings nicht völlig unbedenklich, denn sie können Allergien auslösen, sagt der be kannte deutsche Dermatologe Dirk MeyerRogge. Die Probleme sind vor allem durch die Tattoo-Welle bekannt geworden, bei der Tätowierungen mit Neonfarben gesto chen wurden, die dann fluoreszieren. Bei Nuggis gibt es jedoch ein weiteres, wesent lich gravierenderes Problem. Viele Baby schnuller sind mit hormonell wirksamen Chemikalien belastet. In allen zehn durch ein Testlabor im Auftrag des Bund für Um welt und Naturschutz Deutschland unter suchten Schnullern wurde Bisphenol A gefunden. Und diese Substanz steht im Verdacht, Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Gehirnentwicklung und Brustkrebs hervorzurufen. Es sollten Kleinkindern also nur Nuggis zugemutet werden, bei denen der Anbieter garantiert, dass sie frei von Bisphenol A sind. Heinz Knieriemen
l Zum Thema Entspannung für den Unterleib («natürlich» 1-11) kann ich Folgendes berichten: Ich habe mich viele Jahre mit Hanf auseinandergesetzt, insbesondere mit den Hanfsamen. Da meine Exfrau auch immer diese schweren Schmerzen bei der «Mens» hatte, konnte ich sie nach langem Hin und Her überzeugen, Hanfsamenöl in die Salatsauce zu integrieren. Bald war sie durchwegs von den prämenstruellen Beschwerden befreit. R. B., Wohlen
l Per Zufall entdeckte ich in einem älteren Heft eine Leserfrage zum Thema Fersensporn. Vor sehr vielen Jahren litt ich auch daran. Als der Sommer kam und die Arztbesuche keine Besserung brachten, handelte ich selber. Ich suchte den Orthopäden auf und liess mir Einlagen anfertigen, die die Ferse entlasten. In geschlos senen Schuhen trug ich sie einige Zeit schmerzfrei. Bald konnte ich ohne Einlagen gehen. Nun sind viele Jahre vergangen und ich hatte nie mehr an das Leiden gedacht. G. Wernli, per Mail
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Ameisenplage
Wir haben immer mehr Ameisen (die kleinen Schwarzen) im Garten. Ich habe schon Dutzende von Nestern ausgehoben und gezügelt. Aber es nützt nichts. Was kann ich gegen die Ameisen unternehmen?
P. I.,
Urnäsch
Ameisen können zu einer Plage werden. Eigentlich sind sie ja nützlich. Sie verbessern den Boden, beseitigen Aas und Pflanzenreste und verbreiten den Samen im Garten. Hundertprozentigen Erfolg gibt es mit biologischen Massnahmen nicht: Deshalb empfehle ich Ihnen verschiedene Methoden zum Ausprobieren.
l Zuerst müssen Sie ein paar Vorsichtsmassnahmen treffen. Wenn Sie Gartenplatten haben, sollten Sie groben Split als Untergrund verwenden. Das erschwert den Ameisen den Nestbau.
Blattläuse an Pflanzen sollte man schnell bekämpfen, weil Läuse die Ameisen anziehen.
l Sie schreiben, Sie hätten schon Nester ausgehoben und gezügelt. Haben Sie alle Tiere erwischt? Ein Trick ist, einen Topf über den Ameisenhaufen zu stülpen. Das Ameisenvolk zieht dann dort hinein und Sie können die Tiere zügeln. Das Zügeln sollte nachts geschehen, dann sind alle Tiere im Bau.
l Sie können das Ameisennest auch immer wieder wässern. Das stört die Ameisen und sie ziehen weg. l Eine weitere, etwas unsanftere Methode ist die mit Backpulver. Streuen Sie um die Kulturen, die vor Ameisen geschützt werden sollen, Backpulver. Die Arbeiterinnen fressen es, das Backpulver geht im Körper der Ameisen auf und tötet sie. Ihre Kameradinnen merken das mit der Zeit und sie meiden diese Kultur.
l Ameisen senden Pfadfinderinnen aus, um Futterquellen für das Nest zu suchen. Sobald diese etwas Nahrhaftes gefunden haben, markieren sie den Weg vom Nest dorthin mit einer Duftspur. Es gibt verschiedene Duftstoffe, welche die Ameisen nicht mögen. Zum Beispiel Zitronenöl, Zitronenschale, Zimt, Nelken, Eukalyptusöl oder Essig. Wenn Sie den Ameisenpfad mit einem von diesen Duftstoffen behandeln (giessen oder streuen), verwirrt das die Ameisen und sie finden den rechten Weg nicht mehr.
l Wenn Sie Ihre Gemüsebeete schützen wollen, pflanzen Sie Tomaten, Lavendel, Farne, Kerbel oder Majoran. Diese Duftstoffe mögen die Ameisen ebenfalls nicht.
l Um heikle Pflanzen herum können Sie Kalk streuen oder zerkleinerte Eierschalen verteilen.
André Töngi, Gartenberater, gartenatelier@postmail.ch
Obst selber dörren
Ich möchte meine eigenen Früchte (Äpfel und Birnen) dörren. Ich bin auf der suche nach einem Bauplan für einen Dörrofen, den ich mit Holz befeuern kann.
E. Z., Biembach
Bei dieser Frage hoffe ich auf ein Feedback aus der Leserschaft. Im Internet habe ich einen solarbetriebenen Dörrofen gefunden (www.solareagle.com/prep/soldehyd.htm). Vielleicht können Sie damit etwas anfangen. Grundsätzlich stelle ich mir das Dörren im Feuer relativ schwierig vor. Die Temperatur darf 60 Grad nicht übersteigen. Sonst werden die Äpfel schwarz. Falls Sie zu Hause einen trocke-
nen, warmen Raum haben, können Sie die Apfel- und Birnenringe auch auf eine Schnur aufziehen und dann trocknen lassen. Das klappt auch draussen an der Sonne. Sabine Hurni
Ich habe seit vielen Jahren eine kalte, rote Nase. Bei Kälte wird es immer schlimmer. Auch meine Füsse sind oft kalt. Liegt es an der Zirkulation? Was kann ich dagegen tun? Ich hab einmal von einer Laserbehandlung gehört. T. S., Safnern
Mit dem Laser bringen Sie vermutlich nur geplatzte Äderchen weg. So wie Sie die Situation beschreiben, kann es sehr gut sein, dass Ihre Durchblutung eher schwach ist und Ihrem Körper die Wärme fehlt. Dagegen können Sie etwas machen: Täglich bewegen zum Beispiel. Morgens ein warmes Frühstück essen und auch sonst wenn möglich nur warme Mahlzeiten und warme Getränke zu sich nehmen. Eine wunderbare Heilpflanze für Sie ist Ingwer. Kochen Sie Wasser auf und geben Sie dann zwei bis drei Scheiben frischen Ingwer in die Tasse. Ingwer wärmt nachhaltig und schafft ein gutes, warmes Körpergefühl. Eine Heilpflanze, die zusätzlich die Durchblutung fördert ist Rosmarin. Sie können ihn zum Kochen verwenden, ihn als Tee zubereiten oder ab und zu ein Rosmarinbad nehmen. Äusserlich könnte Ihnen vielleicht eine Fettcreme helfen.
Fett hält Kälte fern. Je mehr Fettanteil eine Creme enthält, desto weniger kühlt sie auf der Haut aus. Eine fettreiche Creme bildet deshalb einen guten Kälteschutz. Die gibt es unter den Naturkosmetikanbietern wie auch unter namhaften Kosmetikmarken. Lassen Sie sich am besten in der Drogerie beraten.
Das sind alles Massnahmen, die die Durchblutung steigern und die Kälte ein bisschen von der Nase und den Füssen fernhalten. Vielleicht haben Sie auch Lust, sich mal ein bisschen mit der Fünf-Elemente-Küche oder mit ayurvedischen Rezepten auseinanderzusetzen. Beide sind sehr ausgleichend. Oft stellt sich nach einer solchen Mahlzeit eine wohltuende Wärme im Körper ein. Sabine Hurni
Pollenallergie
Wissen Sie, wie sich eine Allergie auf Ambrosiapflanzen behandeln lässt?
P. I., Zürich
Die Ambrosia-Allergie können Sie grundsätzlich behandeln wie jede andere Pollenallergie auch: Also Nasenspülungen verwenden, damit sich die Pollen nicht allzu lange auf der Schleimhaut verweilen, die Haare abends waschen und allenfalls mit einem Stärkungsmittel das Immunsystem fit halten. Gute Erfolge werden mit Präparaten beobachtet, die das Immunsystem stärken und Kalzium enthalten. Vermeiden Sie wenn möglich den intensiven Kontakt mit der Pflanze. Überlassen Sie das Roden jemand anderem. Gegen den Juckreiz oder die tränenden Augen können Sie pflanzliche Heilmittel oder Schüssler-Salze einsetzen.
Sabine Hurni
Saure Früchte
Früchte reizen meine Rachenschleimhäute. Stattdessen esse ich Gemüse, wenig Fleisch, Soja und trinke selten Milch. Kann ich so meinen Bedarf an Vita minen decken? U. A., Zürich
Ihre Frage lässt sich nicht so einfach mit Ja oder Nein beantworten. Denn nicht nur die Zufuhr von Vitaminen und Mine-
ralstoffen ist wichtig, sondern auch der persönliche Bedarf. Dieser ist abhängig von Ihrer Lebensweise, der Stressbelastung und davon, ob Sie rauchen, Kaffee und Alkohol trinken. Wenn Sie das Saisongemüse nur kurz lagern und schonend zubereiten, mehrheitlich Vollkornprodukte essen und wenig Zucker konsumieren, werden Sie kaum einen Mangel an Vitalstoffen davontragen. Grundsätzlich gilt, dass die Mineralstoffe und Vitamine aus den Lebensmitteln für uns am wertvollsten sind. Der Körper kann sie gut verwerten. Falls Sie einen erhöhten Vitamin- und Mineralstoffbedarf haben, weil Sie viel Sport treiben oder sich gestresst fühlen oder oft krank sind, muss die Ernährung umso ausgewogener sein. Zu Spitzenzeiten könnten Sie diese Ernährung mit einem Ergänzungsmittel aufwerten, das folgende Kriterien erfüllt:
1. So wenig Hilfs- und Zusatzstoffe wie möglich (Brausetabletten enthalten Aromastoffe, Brausemittel, Farbstoff usw.). Bei kurzen Einnahmeperioden fällt das nicht ins Gewicht, aber bei einer Dauertherapie wirken sich die Hilfsstoffe ungünstig aus.
2. Regelmässig ausgewogene, abgerundete Vitamin- und Mineralstoffpräparate einnehmen. Die Vitamine können wir zum Teil speichern. Nicht aber die Mineralstoffe.
3. Keine Megadosen. Aus Amerika stammen zum Teil Produkte, die das 1000-fache des Tagesbedarfs enthalten. Das belastet den Körper. Er ist je nach dem so stark mit der Verarbeitung beschäftigt, dass er den Transport anderer Vitamine vernach lässigt.
Auf die Dauer wäre es natürlich befrie digender, wenn Sie herausfinden, was Sie tun können, damit die Schleimhäute nicht mehr derart empfindlich sind. Offenbar war dies nicht immer so. Sabine Hurni
Bringen Sie Ihre Verdauung in Schwung!
Bei einer guten Verdauung sorgen Milliarden Bakterien dafür, dass wichtige Nährstoffe im Darm aufgenommen und die Reste gut eingedickt und ohne Gase mehrmals die Woche problemlos ausgeschieden werden.
Die Bakterien werden unterteilt in verschiedene Bakterienstämme, die sich gegenseitig unterstützen, fördern und stärken. Das heisst sie ergänzen sich derart, dass die Darmflora im Gleichgewicht ist und die Verdauung nicht gestört wird. Einseitige Ernährung, Diäten, Stress, schädliche Keime, Abführmittel oder Antibiotika können jedoch das Gleichgewicht der Darmflora und somit die Verdauung stören.
Das neue BactoSan pro FOS enthält acht probiotische, sich ergänzende Bakterienstämme aus den Familien der Laktobazillen und Bifidobakterien, welche die Darmflora positiv beeinflussen können und dadurch die Verdauung unterstützen können. BactoSan pro FOS wird nur einmal täglich, in einem Glas Wasser aufgelöst, eingenommen.
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Ihre Angaben werden ausschliesslich von der Biotan AG bearbeitet und nicht an Dritte weitergegeben.
Seit über 20 Jahren setzt sich Heinz Knieriemen für «natürlich» kritisch mit den Methoden und den Auswirkungen der Schulmedizin und der Laborwissenschaft auseinander. Im AT Verlag hat er mehrere Bücher herausgegeben, unter anderem über Vitamine, Mineralien und Spurenelemente oder Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und Kosmetika.
Sich gegenseitig anzuschwärzen, ist eine beliebte Methode, um von Missständen in den eigenen Reihen abzulenken. Die NahrungsmittelIndustrie versteht es, Konsumenten mit Zahlen und Grenzwerten zu manipulieren.
Die Konsumentenschutz-Organisation Foodwatch wirft den deutschen Detailhandelsketten in der Schweiz vor, dass sie ihre Kunden mit aufgehübschtem Fleisch betrügen. Starke Worte. Auch ich bin für schonungslose Aufklärung, wenn es darum geht, Konsumenten Entscheidungshilfen zu liefern, die Einfluss auf ihre Gesundheit nehmen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Zusammenhänge erkannt werden. Sonst wirkt der erhobene Zeigefinger eher penibel und gemahnt an die alte Redeweise: Wirf nicht mit Steinen, wenn Du im Glashaus sitzt.
Im Detail wirft Foodwatch den deutschen Handelsketten vor, ihren Kunden Frische vorzugaukeln, ihnen in Wahrheit aber minderwertiges Fleisch unterzujubeln. Auch in der Schweiz werde Fleisch in eine Schutzatmosphäre verpackt, um es länger haltbar zu machen, wird eingeräumt. Im Gegensatz zu deutschen Handelsketten, wo die Haltbarkeit laut dem Schweizer Fleischverarbeiter Bell 20 Tage beträgt, liegt sie hier zu Lande jedoch bei 4 bis 6 Tagen. Ein gescheiter Rat von Foodwatch wäre also gewesen: Kauft grundsätzlich kein in Plastik verpacktes schutzbegastes Fleisch, sondern nur frisches in Bioqualität.
Das für die Schutzatmosphäre verwendete Gasgemisch besteht aus rund 80 Prozent Sauerstoff und 20 Prozent Stickstoff. Der Sauerstoff fördert die Fleischreifung und bewahrt dem Fleisch lange eine schöne rote Farbe, Stickstoff erhöht die Haltbarkeit. Sauerstoff und Stickstoff –
kommt uns da nicht etwas bekannt vor? Ja richtig, Nitrate sind Sauerstoff-Stickstoff-Verbindungen und diese stehen in vielfältigen Beziehungen zu Natur und Mensch. Das Salz der Salpetersäure mit der chemischen Formel HNO3 besteht aus den Elementen Stickstoff (N) und Sauerstoff (O). Nitrat ist ein wichtiges Glied im Stickstoffkreislauf der Natur und dient den Pflanzen als Nährstoff zum Aufbau von Pflanzeneiweiss. Um hohe landwirtschaftliche Erträge zu sichern, wird Nitrat dem Boden als Dünger zugeführt. Nitrat, das die Pflanzen nicht aufnehmen können, wird ausgewaschen und gelangt mit der Zeit ins Grundwasser.
Nitrit, beliebt und ungesund
Nun stellt nicht nur das Nitrat im Grundwasser und Gemüse eine gesundheitliche Bedrohung dar, sondern weit mehr noch das Reaktionsprodukt Nitrit und vor allem die Nitrosamine. Nitrit hat als E 250, 251 und 252 eine Lebensmittelzulassung in der EU, die auch für die Schweiz gilt. Und vom heiklen Zusatzstoff wird rege Gebrauch gemacht. Dies ausgerechnet auch von jenen, die via Foodwatch andere des Betrugs bezichtigen.
Nitrit finden wir vor allem in Cervelats, – mit jährlich 160 Millionen verkauften Stück laut Migros-Erhebung das meistverkaufte Nahrungsmittel der Schweiz, noch vor Brot, Milch und Käse. Ob Bell, Naturafarm, ob Prix Garantie oder Weight Watchers – alle setzen in ihren Produkten wie Cervelats, Wienerli, Schweinswürstli, Lyoner, Streichleberwurst, Brätkügeli,
Schinken oder Schmelzkäse auf den Zusatzstoff Nitrit, auch als Nitritpökelsalz deklariert. Dieses erfüllt unterschiedliche Funktionen: Es wirkt antimikrobiell, also konservierend, es gilt als Umrötungsmittel und ist farbstabilisierend. Das Wichtigste ist jedoch: Nitrit verleiht den Würsten das typische Pökelaroma. Verschwiegen sei jedoch nicht, dass Nitrit auch zur Nahrungsmittelsicherheit beiträgt, indem es die Entwicklung der gefährlichen Botulinum-Gifte verhindert. Trotzdem gilt die Begasung als eine schonendere und weniger heikle Behandlung von Nahrungsmitteln als der Nitritzusatz.
Nitrat, Nitrit, Nitrosamine, eine fatale Folgekette. Das erste Glied der Reaktionskette ist Nitrit (NO2), das umgewandelte Nitrat. Diese Umwandlung erfolgt durch Bakterien. So kann Nitrit sowohl im Boden, im Trinkwasser, in Lebensmitteln als auch im Körper des Menschen aus Nitrat entstehen. Nitrit behindert den Sauerstoff-
transport des Blutes. Besonders gefährdet durch Nitrit sind Kleinkinder. Nitrit kann den Farbstoff der roten Blutkörperchen, das Hämoglobin, so verändern, dass dieses nicht mehr in der Lage ist, den lebensnotwendigen Sauerstoff zu transportieren. Ist ein bestimmter Anteil des roten Blutfarbstoffs durch Nitrit in Methämoglobin umgewandelt, besteht vor allem für Säuglinge im ersten Lebensjahr akute Gefahr, an der sogenannten Blausucht zu erkranken. Der Körper des Erwachsenen verfügt über ein Schutzsystem, das den blockierten Blutfarbstoff wieder in die Sauerstoff transportierende Form umwandelt. Dieses System ist bei Säuglingen noch unzureichend ausgebildet. Die Umwandlung von Nitrat in Nitrit geschieht auch im Trinkwasser, wo für Kindernahrung auch besonders niedrige Nitrat-Grenzwerte vorgeschrieben sind, aber auch durch die Aufnahme nitrathaltiger Nahrung im Körper selbst. Nitrate können in der Reaktionskette über Nitrit
auch Nitrosamine bilden, die als krebserregend gelten. Und hier sind nun alle Altersgruppen gleichermassen gefährdet. Nach unserer Lebensmittelverordnung beträgt der gültige ADI-Wert (Acceptable Daily Intake, tolerierbare tägliche Aufnahme) 3,7 mg Nitrat pro Kilo Körpergewicht und Tag, jener für Nitrit 0,06 mg. Die beiden Werte sind allerdings nicht für Säuglinge anwendbar, zudem berücksichtigen sie auch das Risiko der Nitrosaminbildung nicht, wie in der Lebensmittelverordnung ausdrücklich betont wird. ADI-Werte sind zudem nur für absichtlich im Lebensmittelsektor verwendete Stoffe (Zusatzstoffe) gültig. Der ADI-Wert für Nitrat darf somit nicht auf Gemüse angewendet werden (Nitrat als Inhaltsstoff). Die Folgen dieser auf EU-Normen beruhenden Regelung: Die Kantonschemiker, die sich vehement gegen diesen Schritt der Verharmlosung von Nitrat gewehrt haben, dürfen auch massiv mit Nitrat belastetes Gemüse oder Salat nicht mehr aus dem Verkehr ziehen. u
Die Grenzwerte für Nitrat gelten bei Gemüse und Salat nicht.
Katalog_ Welches Huhn bin ich?
Pro Specia Rara tut viel und Wichtiges für die kulturhistorische Artenvielfalt von Schweizer Tieren und Pflanzen. Nun möchte die Stiftung zusammen mit dem Züchterverein für ursprüngliches Nutzgeflügel einen Klassifizierungskatalog der Rassen Appenzeller Brathuhn, Appenzeller Spitztaubenhuhn und Schweizerhuhn machen. Ziel ist es, gewünschte und ungewünschte Eigenschaften wie Kammform, Gefiederfarbe und Fussform festzuhalten. Dazu werden Fotos dieser drei Sorten gesucht – und zwar auch solche mit abweichenden Merkmalen. tha _ Genauere Informationen: www.prospeciarara.ch oder Pfrundweg 14, Aarau, Tel. 062 832 08 20
Ein kleiner Ratgeber für alle, die ihren Garten auf dem Balkon haben. Das Buch beinhaltet Tipps zum Ziehen und Pflegen zahlreicher Pflanzen in Kübeln, sei es in traditionellen Töpfen oder in ausgefallenen Modellen. Zudem wird erklärt, wie Pflanzen am besten umgetopft, gezogen und beschnitten werden.
_ Anthony Atha: «Garten: Kübelpflanzen», Parragon Köln, 2010, Fr. 6.90
Gartenmöbel_ Putzen und pflegen
Bald schon sitzen wir wieder draussen. Zeit, das Garten- und Balkonmobiliar auf Vordermann zu bringen. Möbel aus Kunststoff reinigt man mit warmem Seifenwasser und einem weichen Schwamm. Nachwischen geht am besten mit einem Mikrofasertuch, so gibt es keine Wasserflecken. Sollte der Schmutz hartnäckig sein, gibt es im Fachhandel spezielle Kunststoffreiniger oder sogenannte Radierer. Aber Vorsicht: Gerade bei billigen Plastikmöbeln kann die Oberfläche rasch verletzt werden – Dreck setzt sich dann erst recht fest. Holzmöbel können mit einer Bürste und Seifenwasser gereinigt werden. Danach – je nach Oberfläche und Holzart – mit einem Pflegemittel (Öl) behandeln. Gegen den Kellermief hilft übrigens Essigwasser. tha
Essen_ Gutes liegt so nah
regionale Vermarktungsorganisationen aus den Kantonen Aargau, Bern, Solothurn, Jura und Zürich, die Bauernverbände der Kantone Bern, Solothurn und Aargau sowie der Verein «Das Beste der Region Zentralschweiz» bündeln ihre Kräfte und präsentieren auf der Website www. regionalprodukte.ch ihre Spezialitäten. Diese stammen aus innovativen Betrieben, die ihr Wissen um fortschrittliche Herstellungsmethoden mit dem Respekt für das traditionelle Handwerk verbinden. Die Website verschafft einen Überblick über regionale Betriebe und Spezialitäten und ihre Verkaufsstellen.
Keimlinge und Sprossen sind dekorativ und kleine Kraftpakete. Sie liefern wertvolles Eiweiss, Vitamine und Mineralstoffe. Sie sind aber auch leicht verderblich: Tipps für den Kauf und das selber Ziehen.
Keimlinge und Sprossen enthalten reichlich Ballaststoffe und hochwertiges Eiweiss, jedoch nur wenig Kalorien. Durch den Keimvorgang steigt zudem der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen sprunghaft an. Die gekeimten Samen und die Sprossen mit den grünen Blättchen sind ideal zur Nährstoffversorgung in den Wintermonaten – und sie bereichern einen Salat ebenso wie ein Sandwich. Damit Sie die Winzlinge gefahrlos geniessen können, sollten ein paar Dinge beachtet werden: l Vorsicht bei Sprossen und Keimlingen aus Plastikbeuteln. Das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hat festgestellt, dass solche im Supermarkt
erhältlichen küchenfertige Produkte leicht verderblich und oft mit krankmachenden Listerien, Salmonellen und Kolibakterien belastet sind. Deshalb: Vor dem Verzehr gründlich waschen. l Sicherer und günstiger ist es, Sprossen und Keimlinge selber zu ziehen. Hierfür eignen sich besonders kleinere Samen (zum Beispiel Kresse, Sesam, Senfkörner, Rettich) sowie Getreidearten (Hafer, Weizen, Roggen) und Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Erbsen, Linsen, Soja- und Mungobohnen). Man benötigt dafür ein Glas mit breitem Rand, ein Stück Mulltuch und ein Gummiband zum Verschliessen. Watte als Unterlage ist aus bakteriologischen
Gründen nicht geeignet. Es gibt auch spezielle Boxen, die es erlauben, Keimlinge in mehreren Etagen zu ziehen. Wichtig: Die Keimlinge gut belüften und regelmässig (mindestens einmal täglich) spülen und gut abtropfen lassen.
l Erbsen, Sojabohnen und Kichererbsen vor dem Verzehr blanchieren und danach sofort verbrauchen. Der Grund: Während des Keimvorgangs entstehen bei diesen Hülsenfrüchten TrypsinInhibitoren (hemmen Eiweiss abbauende Enzyme und können rote Blutkörperchen verklumpen), die der Körper nicht oder nur schlecht abbauen kann. Durch kurzes Erhitzen werden sie unschädlich gemacht. MM
Die Heilpraktikerin und Autorin Susanne Fischer-Rizzi macht sich für «natürlich» Gedanken philosophischer und praktischer Art zu den vier Jahreszeiten: Der Frühling steht vor der Tür. Text Susanne Fischer-Rizzi
Bald schmilzt der letzte Schnee: Dann duftet es wieder nach lebendiger Erde, warmem Lehm, jungen Knospen und zarten Blüten. Die Luft ist samtig-warm. Die Natur ist erwacht und haucht ihren verheissungsvollen und belebenden Atem aus. Ein besonderer Zauber liegt über dieser Jahreszeit. Er inspiriert dazu, sich neu zu entdecken und alte Muster zu sprengen. Jeder Frühling ist eine Chance, unsere Verbindung zur Natur zu vertiefen und zu erneuern.
Das Leben synchronisieren
«Warte nicht, bis sich die Blüte öffnet, unterstütze sie mit Deinem Erblühen,» heisst es in einem japanischen Sprichwort zum Frühling. Es lädt uns zu einer persönlichen Verbindung mit dem Kreislauf der Natur und den Jahreszeiten ein. Wir sind dabei nicht Zuschauer, sondern verbinden unser Leben mit der lebendigen Kraft der Natur. Besonders im Frühling, wenn uns eine freudige und erwartungsvolle Aufbruchstimmung erfasst, fällt es leicht, die Jahreszeit mit unserem eigenen Leben zu synchronisieren. Wir folgen den Spuren der Natur und kommen uns dabei selbst auf die Spur: «Was brauche ich, um mich zu entfalten und zu erblühen? Kümmere ich mich genügend um mich selbst und um die Menschen, die ich liebe? In welchen Situationen spüre ich besonders meine Lebendigkeit? Was hingegen raubt mir meine Kräfte oder schränkt mich ein?»
Die aufblühende Erde und das eigene Leben werden zu ineinanderfliessenden
Welten, die sich gegenseitig beleben. Planen Sie Ihre Zeit draussen in der Natur, im Garten – planen Sie, wie sie das Leben in diesem Frühling und im ganzen Jahr gerne erleben möchten. Steht Ihnen der Sinn nach Erneuerung und Wachstum oder möchten Sie Vorhandenes verfestigen und bekräftigen? Sind Sie offen für Überraschungen und möchten auf bisher unbekannten Pfaden wandeln? Sehnen Sie sich nach sinnlichen Freuden wie Farben und Düften? Wollen Sie liebevoll pflegen oder dem Chaos grosszügig etwas Raum geben? Möchten Sie der Natur und Ihrem eigenen Leben vertrauensvoll folgen? Diese persönliche Verbindung zur Natur macht Sie zu ihrem respektvollen Assistenten. Und sie gibt auch die Möglichkeit, sich liebevoll und sinnvoll für die Umwelt einzusetzen. Vielleicht tauchen in Ihnen Fragen auf wie: Braucht der Wald, durch den ich wandere, Unterstützung? Wer setzt sich für den Erhalt der hiesigen Vogelwelt ein? Was passiert mit dem Müll, der hier liegt? Welche Umweltorganisation in meiner Nähe könnte ich unterstützen?
Unverwüstlicher Ureinwohner Der Frühling mit seiner erneuernden Kraft gibt uns die Möglichkeit, etwas wahrzunehmen und uns um etwas zu kümmern, dem wir bisher wenig Beachtung geschenkt haben. Ein gutes Beispiel dafür sind die sogenannten Unkräuter. Ohne sie zu beachten, laufen wir über sie hinweg, wir würdigen sie mit keinem Blick, obwohl sie uns ihre Heilkraft gratis anbieten: der
Löwenzahn direkt vor der Haustür, die Gundelrebe an der Mauer, das Gänseblümchen am Rand des Weges.
Eine der heilkräftigsten Pflanzen des Frühjahrs ist die Brennnessel. Sie ist der Feind vieler Gärtnerinnen und Gärtner. Schauen Sie einmal, wo überall die Brennnessel in Ihrer Umgebung wächst. Sie werden staunen. Die Pflanze ist kein Unkraut, sondern ein Urkraut und ist ein unverwüstlicher Ureinwohner des einheimischen Lebensraumes. Lebenskraft und Vitalität scheinen bei dieser Pflanze besonders stark zu strömen. Sie passt sich an und widersteht hartnäckig und mit wilder Entschlossenheit dem gnadenlosen Jäten. Sie ist ein schönes Beispiel für Entschlossenheit und Durchsetzungskraft in der Natur. Die Brennnessel erfüllt ihre Arbeit und ihren Auftrag mit grossem Einsatz: Sie reinigt die Erde, sie gleicht gestörte Bodenverhältnisse aus und gilt deshalb als Pflanze, welche die Qualität des Bodens stark verbessern kann. Die Brennnessel ist ein guter Humusbildner. Zudem ernährt sie die Raupen seltener Schmetterlingsarten wie das Tagpfauenauge, den Admiral oder den Kleinen Fuchs. Diese Pflanze ist es wert, dass wir sie in ihrem Wirken unterstützen und ihr im Garten einen Ehrenplatz überlassen. Als Dank dafür wird sie uns mit ihren Heilkräften unterstützen. Sie kann nämlich nicht nur den Boden, sondern auch unserem Körper entgiften und reinigen. Die Brennnessel zählt zu den wichtigsten Entgiftungspflanzen des ein-
Die Autorin
Susanne Fischer-Rizzi studierte Philosophie und liess sich zur Heilpraktikerin ausbilden. Seit rund 30 Jahren veranstaltet sie Seminare und hält Vorträge über Heilpflanzenkunde und Aromatherapie. Zudem ist sie Autorin von zahlreichen im AT-Verlag erschienenen Büchern zu den Themen Mensch, Tier, Wildnis und Natur. Sie lebt im Allgäu.
Brennnessel-Chips –
Knabberzeug für ganz Wilde
«Brennnessel-Chips? – bäh, das mag ich nicht!»
So reagieren die Kinder in den Wildniserlebnisgruppen jeweils bei der Ankündigung dieses Gerichts. Und dann können sie nicht genug davon bekommen ... Von da an betrachten sie Brennnessel mit anderen Augen.
Zutaten für 3–4 Personen
125 g Butterschmalz
1 Schüssel frisch gepflückte, möglichst junge, einzelne Brennnesselblätter (evtl. mit Handschuhen pflücken), Meersalz, Cayennepfeffer oder Paprikapulver, gemischt, oder Kräutersalz.
Zubereitung
Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen und die Blätter unter ständigem Rühren darin anrösten, bis sie leicht gekraust und knusprig sind. Aus der Pfanne nehmen, das Fett abtropfen lassen und die Chips mit einer Mischung aus Salz und Cayennepfeffer oder Paprika bestreuen. Heiss servieren. Passt auch gut als Beilage zu Eintopf oder Kartoffel.
Kochutensilien
Weite Pfanne, Baumscheibe oder Brett zum Abtropfen.
Feuer
Kleines Feuer mit niedriger Flamme.
«Warte nicht, bis sich die Blüte öffnet, unterstütze sie mit Deinem Erblühen.»
heimischen Heilpflanzenschatzes. Besonders die frischen, grünen Blätter dieser Pflanze enthalten viele wirksame Heilstoffe. Diese helfen, Schlacken des Stoffwechsels über die Niere auszuleiten, unseren Körper zu entsäuern und ihn gleichzeitig zu revitalisieren.
Die Brennnessel besitzt eine starke Beziehung zum Eisen. Sie hat geradezu eine Vorliebe für dieses Metall und kann darüber die Qualität von Böden regulieren, die zu eisenhaltig sind. Durch ihren eigenen Eisengehalt besitzt diese Pflanze eine ganz spezifische Wirkung auf den menschlichen Blutkreislauf. Sie regt die Blutbildung an und hat sich deshalb in der Therapie von Eisenmangel bestens bewährt. Die jungen Brennnesselblätter können, frisch
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oder getrocknet, für Tees verwendet werden. Besonders wirksam ist der frische Pflanzensaft. Dieser wird in kleinen Mengen – 1 bis 2 Esslöffel täglich – verdünnt mit Buttermilch eingenommen. Die Brennnessel kann ihre vitalisierende Kraft auch in Form von schmackhaftem Wildgemüse an uns weitergeben. Sie wird hierfür zu Spinat, Pesto, Suppen und Gemüse verarbeitet.
Lassen Sie sich vom Frühling anstiften, draussen zu kochen und zu schmausen, im Garten oder an einer Feuerstelle. Das Kochen im Freien wird Ihnen eine besondere Möglichkeit schenken, sich sinnlich mit der neu erwachenden Natur zu verbinden. Denn dort, wo wir kochen und essen, sind wir – zumindest zeitweise – zu Hause. Die Natur ist dann kein fremder Ort mehr. Wir fühlen uns behaglich verbunden mit
ihr. In der Küche unter freiem Himmel ist Platz für alle: Das Feuer lädt zum Zusammensitzen, Plaudern und Zuhören ein. Frische Brennnesseln für ein feines Essen am Lagerfeuer findet man fast überall. Sammeln Sie jedoch nicht direkt an der Strasse oder an gedüngten Flächen. Verbinden Sie sich mit der wilden Heilkraft der Brennnessel und geniessen Sie selbstgemachte Brennnessel-Chips (siehe Rezept linke Seite). u
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Fü rb ef re ites At men
Vom Wald in die Halle: Einst wuchs der Austernseitling nur im Wald, heute wird er weltweit gezüchtet. Zusammen mit dem Kräuterseitling ist er ein beliebter Speisepilz.
Text Vera Sohmer
Läuft Ihnen beim Gedanken an Pilze an Portweinsauce das Wasser im Mund zusammen? Dann sollten Sie der Pilzmischung ein paar Seitlinge beifügen. Sie verleihen dem Gericht eine feine, würzige Note – und eine frische, knackige Konsistenz. Denn Seitlinge sind Delikatessen mit Biss. Es ist fast so, als hätte man Streifen von Kalbfleisch mitgeschmort.
Der Seitling wird auch als Pleurotus bezeichnet. Der Begriff kommt aus dem Griechischen – «pleura» heisst die Seite, «us» das Ohr. Eine durchaus passende Bezeichnung: Die Pilze haben oft ohrförmige Kappen, die Stiele sind fast immer an der Seite. Die Gattung Pleurotus umfasst weltweit zirka 30 Arten. Darunter jene zwei, die in unseren Küchen immer beliebter werden: Pleurotus ostreatus, der Austernseitling, und Pleurotus eryngii, der Kräuterseitling.
Der bekanntere von beiden ist der Austernseitling, ursprünglich ein wild wachsender, auf der ganzen Welt verbreiteter Waldpilz. Bereits in den 1960er-Jahren wurde in Ungarn eine Anbaumethode auf Strohgrundlage entwickelt, erklärt Pilzzüchter Patrick Romanens. Das habe der industriellen Seitlingzucht den Weg bereitet. Angebaut werden heute weltweit rund eine Million Tonnen pro Jahr, hauptsächlich in China. Seit einigen Jahren wird der Austernseitling auch in der Schweiz kultiviert.
Patrick Romanens züchtet den Pilz nach Bio-Richtlinien, er verwendet keine chemisch-synthetischen Fungizide und keine Insektizide. 20 Kilogramm pflücken er und seine Angestellten jeden Tag – und zwar von Hand. Austernseitlinge wachsen in Traubenform, ihre grau-beigefarbenen bis dunkelbraunen Hüte liegen wie Dachziegel übereinander. Bei der Ernte werden die Pilze einzeln abgeschnitten und zum Verkauf in Holzkistchen oder Kartonschalen verpackt.
Empfindliche Pilze
Auch Kräuterseitlinge werden in der Gossauer Firma gezüchtet. Diese sind ertragreicher: 50 Kilo können pro Tag geerntet werden. Für die Zucht sind die äusseren Bedingungen sehr wichtig: Luft-
Tipps für den Kauf und die Küche Kräuterseitlinge (Bild oben) werden auch als Königsausternpilze bezeichnet. Man sollte sie nicht waschen, nur mit Küchenpapier abwischen. Braune Verfärbungen am Stiel mit dem Gemüseschäler entfernen. Im Kühlschrank bleiben Kräuterseitlinge bis zu sieben Tage frisch, wenn man sie mit einem Tuch abdeckt. Die Pilze können gebraten, gedünstet, geschmort, frittiert, grilliert oder mariniert werden. Das Aroma ist zart und liegt zwischen Champignon und Eierschwamm. Kräuterseitlinge bleiben nach dem Garen bissfest, die Konsistenz erinnert an den Steinpilz. Verwenden kann man alles, vom braunen Hut bis zum dicken, cremefarbenen Stiel. Beliebt ist er auch als Fleischersatz.
Austernseitlinge (Bild links) sind im Handel auch unter dem Namen Pleos bekannt. Wegen ihrer fleischähnlichen Konsistenz ist zudem vom «Kalbfleischpilz» die Rede. Muschelpilz ist eine weitere Bezeichnung. Austernseitlinge sind saftig, aromatisch und bissfest. Verwenden kann man Hüte und Stiele. Letztere jedoch sind ziemlich zäh. Wer mag, kann sie fein schneiden, das gibt einem Gericht Biss. Auch hier gilt: Nicht waschen, vorsichtig mit Küchenpapier abwischen oder mit dem Pinsel säubern. Die holzigen Stielenden abschneiden. Austernseitlinge haben auf ihren Hüten manchmal einen weissen, pelzigen Belag, ähnlich dem Schimmel auf dem Weichkäse. Dieser Belag beeinträchtigt weder den Geschmack noch die Gesundheit. Es handelt sich dabei nur um Sporen, die wieder zum Pilzgeflecht (Myzel) keimen. Austernseitlinge halten einige Tage im Kühlschrank. Sie sollten nicht in Plastiktüten, sondern in Kartonschachteln oder Papiersäcken lagern. Entgegen der landläufigen Meinung lassen sich Austern wie Kräuterseitling bedenkenlos aufwärmen.
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feuchtigkeit und Temperatur müssen exakt stimmen, Hygiene ist oberstes Gebot. «Pilze sind empfindliche Organismen, Schimmel ist ihr grösster Feind», erklärt Romanens. Er könne ganze Kulturen zerstören. Der heikelste Arbeitsschritt in der Pilzzucht ist das «Spicken». Dabei wird der Nährboden, ein Substrat auf Holzbasis, mit der Pilzbrut geimpft. Dafür braucht es absolute Sauberkeit: In den «Spickraum» gelangt man nur, wenn man drei Vorräume passiert hat. Im ersten müssen Stiefel und Socken ausgezogen und deponiert werden. Im zweiten wird geduscht, im dritten saubere Wäsche und Schutzkleidung angezogen.
Draussen in der Natur ist der Kräuterseitling weniger heikel. Er wächst im mediterranen Raum, auch mal am Strassenrand oder auf Bergwiesen. Den Namen verdankt er seinem bevorzugten Wachstumsort, den stärkereichen Wurzeln von Kräutern. Vor allem neben der Heilpflanze Mannstreu fühlt sich der Pilz wohl, weshalb der Kräuterseitling auch MannstreuSeitling genannt wird.
Besonders beliebt sind Kräuterseitlinge bei ernährungsbewussten Feinschmeckern, denn die Pilze haben reichlich Eiweiss, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Zudem sind sie bekömmlich und kalorienarm. Und schmackhaft sowieso (siehe Tipps für die Küche und Rezepte). Auch Austernseitlinge haben punkto Nährstoffe einiges zu bieten: Sie enthalten Vitamin C und Vitamine der B-Gruppe. Besonders reich sind sie an Folsäure.
Grosse Bedeutung haben Austernseitlinge zudem in der Volksheilkunde, vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin. Die Liste der Anwendungen ist lang. So soll der Pilz cholesterinsenkende und tumorhemmende Wirkung haben. Nach Angaben des Pilzforschers und Buchautors Jan Lelley beugen Austernseitlinge zudem Arterienverkalkung vor, unterstützen das Herz-Kreislauf-System und helfen bei Bluthochdruck. Sie werden auch gegen Darmentzündungen und -geschwüre eingesetzt. Darüber hinaus sollen sie die Lebenskraft erhöhen, verjüngend wirken sowie ein probates Aphrodisiakum sein. Kurzum: Der Seitling hat es in sich. u
_ www.natuerlich-online.ch/surftipps
Seitlinge selber züchten – eine Anleitung
Kräuter oder Austernseitlinge lassen sich zu Hause auf Baumstämmen züchten. Es braucht aber Experimentierfreude und Geduld, denn die Hobbyzucht ist anspruchsvoll. Ob tatsächlich Pilze spriessen, hängt von der Holzqualiltät, der Witterung sowie der Pflege ab.
Und so wird es gemacht
Man wählt am besten dünne Stämme von Laubbäumen, die von Herbst bis Frühling gefällt wurden. Geeignet sind Weich und Harthölzer. Auf einem Stück Stamm von etwa einem Meter Länge werden ungefähr 30 Löcher gebohrt, regelmässig verteilt und zehn Zentimeter tief. Anschliessend wird die Körnerbrut, die Pilzsamen, mit einem Trichter in die Löcher eingefüllt, etwas anpressen, dann die Löcher mit Wachs oder einem Holzzapfen verschliessen. Die Stämme müssen draussen stehen, die Aussentemperatur sollte zwischen 15 und 25 Grad betragen. Zugluft, direkte Sonne und Austrocknen vermeiden. Aufpassen, dass die Stämme nicht mit Plastik in Berührung kommen, dann sammelt sich Feuchtigkeit an – es schimmelt. Nach zirka sechs Monaten oder wenn sich die ersten Pilze zeigen, können Sie die Stämme in einem geschlossenen Raum aufstellen. Temperaturen zwischen 10 und 18 Grad sind ideal. Reif zur Ernte sind die Pilze, wenn sich ihre Hüte vollständig geöffnet haben. Wichtig: Die Baumstämme alle vier bis sechs Wochen befeuchten. Am besten legt man sie für 24 Stunden ins Wasserbad.
Rezepte für 4 Personen von Brigitte Aeberhard
Pilzpiccata mit Gemüsenudeln
100 g getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt
2 dl Gemüsebouillon
1 Knoblauchzehe
½ EL Oregano
200 g Gruyère AOC
3 Eier
0,5 dl Weisswein
Salz, Pfeffer
300 g Rüebli
300 g Lauch
250 g Nudeln
3 bis 4 EL Olivenöl
400 g Austernseitlinge
3 EL Mehl
Zubereitung
Tomaten in Streifen schneiden, mit 1 dl Bouillon, Knoblauch und Oregano fein pürieren. Gruyère fein reiben, mit Eiern, Weisswein, Salz und Pfeffer verrühren. Rüebli und Lauch in lange, dünne Streifen schneiden. Nudeln in viel Salzwasser al dente kochen. Ein Esslöffel Öl erhitzen, Rüebli und Lauch darin anbraten. Restliche Bouillon dazugiessen, 3 bis 5 Minuten garen. Abgetropfte Nudeln und Tomatensauce zufügen, alles gut mischen und erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, warm stellen. Etwas Öl erhitzen. Pilze leicht bemehlen, in der Käsemasse wenden, dabei den Teig etwas festdrücken. Portionenweise bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Warm stellen, bis alle Pilze fertig gebraten sind. Mit den Gemüsenudeln servieren.
Pilz-Linsentopf
150 g schwarze BelugaLinsen
150 g Kräuterseitlinge
150 g Champignons
1 Zwiebel
200 g Knollensellerie
1 Lauch
3 EL Olivenöl
1 EL Tomatenpüree
1,5 dl Orangensaft
6 dl Gemüsebouillon
2 EL Aceto balsamico
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
50 g Rucola
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Linsen mit Wasser bedeckt bei schwacher Hitze 25 bis 30 Minuten köcheln. Linsen in einem Sieb abtropfen lassen und mit kaltem Wasser abschrecken.
Pilze in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel fein hacken. Sellerie in 5 bis 7 Millimeter grosse Würfeli schneiden, Lauch in ein Zentimeter breite Ringe schneiden.
2 Esslöffel Öl erhitzen, Pilze darin bei guter Hitze 3 Minuten anbraten. Restliches Öl zufügen, Zwiebel, Sellerie und Lauch 2 Minuten dünsten. Tomatenpüree zugeben, mit Orangensaft ablöschen. Bouillon dazugiessen, 10 Minuten köcheln.
Linsen in die Suppe geben, aufkochen. Mit Aceto balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken. Rucola grob schneiden und über die Suppe streuen.
Pilze unter der Kartoffelhaube
1 kg Kartoffeln
30 g Butter
3 dl heisse Milch
Muskatnuss
Salz, Pfeffer
200 g Kräuterseitlinge
200 g Austernseitlinge
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl
1 dl Gemüsebouillon
2 dl Rahm
2 Bund Petersilie
1 TL Thymian
50 g Haselnüsse
Kartoffeln in der Schale weich kochen. Etwas ausdampfen lassen, schälen und durchs Passevite treiben. 20 g Butter und heisse Milch darunterrühren, mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen.
Pilze in kleine Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Pilze in 2 Esslöffeln heissem Öl 2 Minuten anbraten. Restliches Öl zufügen, Zwiebel und Knoblauch kurz mitbraten. Mit Bouillon ablöschen. Rahm dazugiessen, 5 Minuten köcheln. Petersilie fein schneiden. Pilze mit Petersilie, Thymian, Salz und Pfeffer würzen.
Knapp die Hälfte des Kartoffelpürees in eine Gratinform füllen. Pilzmischung darauf verteilen. Restliches Kartoffelpüree nach Belieben in einen Spritzsack füllen und auf den Pilzen verteilen. Restliche Butter in Flöckchen schneiden, darüberstreuen.
10 Minuten im 220 Grad heissen Ofen überbacken. Haselnüsse grob hacken, über den Gratin streuen und weitere 5 bis 10 Minuten garen.
Seitlinge und Krautstiele aus dem Wok
1 Chilischote
2 Knoblauchzehen
2 bis 3 cm frischer Ingwer
600 g Krautstiele
200 g Rüebli
200 g Kräuterseitlinge
200 g Austernseitlinge
1 EL Sojasauce
2 EL Austernsauce
2 EL Zitronensaft
1 TL Sesamöl
1 TL Zucker
3 EL Öl
0,5 dl Gemüsebouillon
2 EL Sesamsamen
Chilischote evtl. entkernen, mit Knoblauch und Ingwer fein hacken. Krautstielblätter von den Stielen schneiden. Blätter und Stiele separat in ein Zentimeter breite Streifen schneiden. Rüebli schälen, in Juliennes schneiden. Pilze in Stücke oder Streifen schneiden. Sojasauce, Austernsauce, Zitronensaft, Sesamöl und Zucker zusammen verrühren. Ein Esslöffel Öl in einem Wok oder einer grossen Bratpanne erhitzen. Chili, Ingwer, Knoblauch, Krautstiele und Rüebli zufügen, etwa 3 Minuten Rührbraten. Aus der Pfanne nehmen. Restliches Öl erhitzen, Pilze zufügen und bei guter Hitze ca. 2 Minuten braten. Krautstielblätter dazugeben, unter Rühren braten, bis sie zusammenfallen. Bouillon, Gemüse und Sauce in die Pfanne geben, mischen und 1 bis 2 Minuten fertig garen. Sesamsamen darüberstreuen und z. B. mit Reis servieren.
Im März ist Remo Vetter neidisch auf die Unterländer: Während dort die Gärtner ihre Arbeit bereits aufnehmen, liegt im Appenzell noch Schnee. Darum gräbt er seine Beete vorerst nur im Kopf um.
Text Remo Vetter
Der Autor
Remo Vetter wurde 1956 in Basel geboren. 1982 stellte ihn der Heilpflanzenpionier Alfred Vogel ein. Seither ist Vetter im Gesundheitszentrum in Teufen (AR) tätig, wo er mithilfe seiner Familie den Schaukräutergarten von A. Vogel hegt.
Die ungetrübte, ungekünstelte und unbefangene Freude der Kinder, die den meisten von uns mit dem Ende der Kindheit abhandengekommen ist, kann man im Garten im Umgang mit den Pflanzen wieder finden. Diese unschuldige Freude ist ansteckend und lässt andere für Augenblicke am gärtnerischen Erlebnis teilhaben.
Frühling ist für mich die Zeit des freudigen Aufbruchs, der Erneuerung und des Neubeginns: Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf. Wir bestaunen die ersten Schlüsselblümchen, Veilchen, Gänseblumen. Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn, Huflattich und Sauerampfer beglücken uns bereits in der Küche. Und den ersten Salat aus dem eigenen Garten zu pflücken, ist für mich stets von Neuem mit einem Glücksgefühl verbunden.
Der Garten wartet jetzt darauf, neu entdeckt zu werden. Vertrautes und Unbekanntes gibt es entlang der Beete, auf den Wegen und in den verwunschenen Ecken zu erforschen. Der Frühling ist die Zeit, um zu hegen und pflegen. Aber ich spüre auch schon das Versprechen des Sommers, wenn wir wieder im Schatten unter der Linde lesen, träumen oder gesellige Abende verbringen werden können. Allein der Gedanke daran erfüllt mich mit Freude und Elan.
Wieder in der lockeren Erde zu hacken, ist wunderbar. Aus der Erde fliesst Kraft, so oft wir sie mit der Hacke berühren, denn wir züchten in unseren gut gehackten und mit Liebe gepflegten Gärten ja nicht nur Rüben und Kartoffeln, Mais und
Bohnen, sondern das gute Leben. Gärtnern macht einfach glücklich.
Das hat sich herumgesprochen: In der Schweiz werden die Städte immer grüner. Gemüsegärten auf Hausdächern und komplett bepflanzte Fassaden sind zwar noch selten, aber auch bei uns gibt es bald auf jedem Balkon ein kleines Kräutergärtchen oder zumindest ein Kräuterkistchen. Das mag auch damit zusammenhängen, dass Kochen in den letzten Jahren schick wurde. Wir haben wieder mehr Lust auf Frisches, Gesundes und Bodenständiges. Es gehört zum modernen Lebensstil, den eigenen Basilikum auf den TomatenMozzarella-Salat zu streuen. Voller Stolz erzählt man seinen Gästen, dass man die Tomaten auf dem Balkon selbst gezogen hat.
Den Rhabarber treiben wir im mit Stroh gefüllten Topf voran.
Wichtige Arbeiten im März l Jetzt mit Aussaaten und Pflanzungen im Freien beginnen.
Kartoffeln, Zwiebeln, Schalotten und Topinambur dürfen in die Erde.
Auch der Rhabarber kann jetzt mit einem Treibtopf oder einem grossen, umgestülpten Blumenkübel forciert werden. Wir füllen die Treibtöpfe mit Stroh und können meist schon im März 30 Zentimeter lange zarte Stängel ernten. Einige Saaten keimen bei niedrigen Temperaturen. Dennoch gilt es, die zarteren Pflänzchen vor allem nachts mit Folie abzudecken oder im Frühbeet vorzuziehen. Unkraut, das im Winter gewachsen ist, beseitigen wir und bringen Kompost und Dünger aus.
Eine Düngung vor der Aussaat oder der Pflanzung bekommt jedem Boden gut. Wir brauchen Algenkalk, Hühnermist und Steinmehl. Tierischen Dünger liefern uns die Milchschafe und hin und wieder gibt es etwas Kuhmist vom Nachbarn.
Die Aussaaten in Frühbeet und Saatschalen laufen jetzt auf Hochtouren. Empfindliche Aussaaten, die konstante Temperaturen brauchen, wie zum Beispiel Auberginen, Peperoni, Tomaten, Chili und Kürbis, ziehen wir im Haus und warten bis es draussen wärmer wird. Wir säen in genügend grosse Töpfe, damit die Pflanzen möglichst gut bewurzeln und ungestört wachsen können, denn jedes Umpflanzen unterbricht den Wachstumsprozess.
l Verwerten und ernten
Die letzten robusten GrünkohlPflanzen, die bei uns auch den strengsten Winter überstehen, ernten wir jetzt und bereiten damit feine Eintöpfe zu.
Der Lauch sieht etwas mitgenommen aus, denn er stand fast den ganzen Winter im Schnee auf dem Beet. Wir verbrauchen ihn jetzt frisch zu Suppen und Gratins.
Den ersten Mangold, der im vorigen Sommer ausgesät wurde, ernten wir jetzt.
Die letzten Pastinaken geniessen wir zusammen mit Karotten und Kartoffeln als stärkendes und wärmendes Gratin.
Der im September gesäte Wintersalat, der im Frühbeet überwintert hat, ist erntereif und versorgt uns mit wertvollem Grün. Späte Rosenkohlsorten tragen noch Röschen. Die obersten zarten Blätter und Triebspitzen dünsten wir als Gemüse. Der Knollensellerie, den wir im SandErdeGemisch eingeschlagen haben, geht langsam zur Neige. Wir lieben KnollensellerieBratlinge, ebenso den köstlichen Salat. Wir lassen übrigens meist einige Kartoffeln der letzten Saison im Boden, decken sie mit Stroh ab und haben so früh etwas auf dem Tisch. Böse Zungen behaupten, wir hätten die Kartoffeln beim Ernten übersehen.
l Obstbäume und -sträucher
Im März ist die letzte Gelegenheit, wurzelnackte Apfel und Birnbäume und Beerensträucher zu pflanzen. Für spätere Pflanzungen nehmen wir Containerpflanzen, die einfach zu pflanzen und gerade für Anfänger bestens geeignet sind.
l Unkraut jäten
Wenn die Temperaturen steigen und der Boden sich erwärmt, keimt auch das Unkraut. Problematische Arten wie Ackerwinde und Quecke müssen unbedingt ausgegraben werden. Auf gar keinen
Fall mit der Bodenhacke oder dem Kultivator bearbeiten, das vermehrt die Wurzelunkräuter und lässt sie zur Plage werden. Normale Unkräuter haben in unserem Garten gar keine Chance, da wir den Boden mehrmals wöchentlich mit der Pendelhacke proaktiv durchlüften und so den unerwünschten Pflanzen keine Wachstumsmöglichkeit geben. Wenn immer möglich Gründüngungen einsäen.
l Gründüngung
Der Einsatz von Gründüngungspflanzen ist sehr einfach. Wir verwenden hauptsächlich Phacelia und lassen kein Stück Boden unbepflanzt. So können sich keine Unkräuter ansiedeln. Das Säen und Schneiden der Bodendecker ist viel weniger aufwendig, als das Unkraut zu jäten. PhaceliaSamen streuen wir nur oberflächlich auf die Erde. Wenn die Pflanze ihren Dienst als Bodenverbesserer und Nährstofflieferant geleistet hat, kippt sie um, wird von den Würmern in den Boden eingearbeitet und führt den Mikroorganismen reichlich organische Substanz zu. Die Gründüngung erspart uns einen ganzen Kompostiervorgang, der mit dem Schneiden, Umsetzen und Ausbringen des fertigen Kompostes viel Arbeit bedeu
tet. Die Pflanze zieht ausserdem Insekten an, die unsere Blüten bestäuben. Seit wir sie einsetzen, wimmelt es in unserem Garten von Schmetterlingen, Hummeln und Bienen; Phacelia ist die perfekte Bienenweide.
Ein intaktes Bodenleben ist das A und O. Als wir unseren Garten vor vielen Jahren antraten, fanden wir einen schweren, verdichteten und undurchlässigen Lehmboden vor. Es gelang mir damals nur mit grossem Kraftaufwand, den Stiel meiner Hacke fünf Zentimeter tief in den Boden zu stecken. Durch die Einsaat von Gründüngungspflanzen ist der Boden heute viel lockerer, der Stiel lässt sich problemlos 25 bis 30 Zentimeter tief in die Erde stossen. Neben Phacelia säen wir zur Bodenverbesserung vor allem Leguminosen, also Hülsenfrüchte. Geben und Nehmen haben bei den Hülsenfrüchten Tradition: Mit ihrem unterschiedlich ausgeprägten Wurzelsystem führen sie dem Boden Stickstoff zu. Das Wurzelsystem bildet dabei Wurzelknöllchen, sogenannte Knöllchenbakterien. Sie binden den Stickstoff, der in der Luft vorhanden ist. Die Pflanze wiederum speist die Bakterien mit Kohlenhydraten, die diese für ihr Wachstum brauchen. u
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Ärger mit Blaualgen
Immer wieder gerne lese ich Ihre Beiträge im «natürlich». Nun habe ich eine Frage. Wir haben einen Naturgarten, wie er im Buche steht, der uns immer wieder Freude macht, aber auch ein Ärgernis beinhaltet. Vor ein paar Jahren hat es angefangen. Auf dem Kiesplatz vor dem Briefkasten begann es mit dem «Gschludder», wie ich das bezeichne. Leider vermehrt es sich rasant, mittlerweile habe ich es auf dem ganzen Grundstück. Das seltsame Gewächs liegt auf dem Boden, ohne irgendwie mit dem verbunden zu sein. Wenn es regnet, quillt es auf, kann sogar total schleimig werden, und bei Trockenheit schnurrt es völlig zusammen und ist dann nur noch ein unscheinbarer bräunlicher Belag, der sich leicht abheben lässt. Ich habe schon Stunden damit verbracht, diese Dinger zusammenzulesen. Wenn ich es nicht tue, so habe ich auf den Wegen bei Nässe eine glitschige Masse. Ich hoffe, Sie können mir sagen, um was es sich handelt und ob man das eindämmen kann.
Christine LienhartRacine, Bassersdorf
Dem Foto, das Sie mir geschickt haben, entnehme ich, dass es sich um Nostoc handelt. Das ist eine Gattung von Cyanobakterien, die früher auch Blaualge genannt wurde. Es gibt leider keine Patentlösung dagegen. Mann könnte Nostoc ausrotten, in dem man ihm das Licht wegnimmt und die Fläche trocken hält. Am besten würde man wohl etwas neuer Kies auf dem Weg aufschütten. Zusätzlich
könnte eine pH- Wert-Erhöhung auch einen positiven Effekt haben. Dazu können Sie Napfsteinmehl einsetzen, das es unter anderem von der Firma Biogarten in Grossdietwil gibt.
Wir haben im letzten Frühling einen Feigenbaum gekauft und auf dem Balkon so gut wie möglich gepflegt. Bevor der Winter kam, haben wir das Bäumchen in einen KellerVorraum gestellt, damit es nicht erfriert.
Im Keller war es mit bis zu 18 Grad aber relativ warm und auch sehr hell. Unser Feigenbaum hat dort zuerst alle Blätter verloren, aber kurz danach wieder begonnen, neue Äste mit viel Blättern auszutreiben.
Wir dachten, dass ihm die winterliche Ruhepause fehlt, und haben ihn in die deutlich kältere und dunklere Garage gezügelt. Dort verliert er jetzt wieder seine neuen Blätter – er denkt vermutlich, dass schon wieder der Herbst kommt? Etwas haben wir vermutlich falsch gemacht. Was können wir tun, um das arme Bäumchen zu retten?
L. Jäger, Zumikon
Ja, Ihre Feige hat jetzt sicher einen Frühling und gleich darauf wieder Herbst verspürt und entsprechend reagiert. Aber keine Angst, es besteht noch Hoffnung. Feigenbäume sind zum Glück nicht so heikel. Grundsätzlich gilt: Feigenbäume im Topf oder Kübel erst so spät wie möglich einräumen, sie vertragen etwas Frost. Im Winter nicht düngen und nur ganz wenig giessen, damit die Erde nicht austrocknet. Möglichst früh wieder ins Freiland bringen. Feigen sind je nach Standort bis minus 15 Grad frosthart, da sie Laub abwerfend sind. Eine Überwinterung ist deshalb auch – mit einem Schutz aus Laub, Stroh oder Folie – im Freiland oder auf dem Balkon möglich.
Bis jetzt bin ich der Meinung gewesen, dass man Rhabarber ab Mitte Juni nicht mehr essen sollte, da sie eine Substanz abgeben, die Bauchschmerzen auslöst.
Nun hörte ich aber, dass man Rhabarber in den Monaten ohne R (also Mai bis August) ohne Probleme ernten könne. Auch erntete ich nie alles, um der Pflanze nicht die ganze Kraft zu nehmen – doch auch das scheint überall anders gehandhabt zu werden. Was stimmt nun?
In den Sommermonaten umschwirren in der Küche übrigens sofort winzig kleine Fliegen frische Früchte. Irgendwie scheinen sie ein extrem schnelles Verfaulen der Früchte zu bewirken. Was sind das für Fliegen, und was kann man gegen sie tun?
Beatrice Ziörjen, per Mail
Zu Rhabarber gibt es unzählige Meinungen. In Irland, meine Frau stammt von dort, pinkelt der Puka, ein kleiner Gnom, nach dem 21. Juni über den Rhabarber und macht ihn so ungeniessbar. Ich glaube nicht an diese Sage und ernte den Rhabarber bei uns bis Anfang Juli, lasse immer genügend stehen und gebe dem Rhabarber dann eine zünftige Kompostgabe. Das lässt ihn erstarkt in den Spätsommer gehen. Das hat sich über die Jahre wunderbar bewährt. Ich pflanze jedes Jahr einige neue Stöcke, um auch genügend ernten zu können. Momentan sind es etwa 20 aktive Stöcke, welche wir so pflegen und deren Stängel wir geniessen können.
Bei den von Ihnen erwähnten Fliegen handelt es sich wohl um die sogenannten Taufliegen, häufig auch Frucht-, Obst oder Essigfliegen genannt. Sie sind nicht direkt dafür verantwortlich, wenn Obst fault, sondern sie werden von den gärenden Substanzen des Fäulnisprozesses angezogen. Geben Sie in ein Glas etwas Essig mit einem grossen Spritzer Spülmittel und stellen Sie es neben das Obst. Die Fruchtfliegen werden sich darin fangen lassen.
_ Haben Sie Fragen rund um Garten und Balkon? Remo Vetter gibt Ihnen die richtigen Tipps. Schreiben Sie an: «natürlich», Gartenberatung
Neumattstrasse 1, 5001 Aarau oder remo.vetter@natuerlichonline.ch
Sterngucker im März_ Goldener Henkel
In der Nacht vom 14. auf den 15. März erreicht der Mond etwa um Mitternacht eine spezielle Phase, so dass der goldene Henkel gesehen werden kann. Das ist ein Randgebirge, das bereits von der Sonne beschienen wird und sich in der noch dunklen Nachtseite des Mondes als gut sichtbare Lichtbrücke abhebt. Der Name dürfte auf sehr frühe Beobachtungen zurückzuführen sein; man glaubte einen Griff am Mond zu sehen. In Wirklichkeit handelt es sich um das nördliche Randgebirge (Montes Jura) der Kraterformation der Regenbogenschlucht (Sinus Irdium) mit knapp 300 Metern Durchmesser. Je nach Gebiet kann der goldene Henkel jeweils 10 Tage nach Neumond für einige Stunden beobachtet werden. Dieses Mal – klare Sicht vorausgesetzt – in unserer Umgebung. Er ist bereits mit einem Feldstecher sehr gut zu erkennen. Andreas Walker
DVD_ Unsere Ozeane
VPhysik_ Fragile Schönheit
Die detaillierte Auseinandersetzung mit den genauen physikalischen Unterschieden zwischen Raureif und Reif verschieben wir auf den nächsten Winter. Für den Betrachter mit romantischer Ader sind beide Phänomene von zauberhafter Schönheit. Die Zutaten: kalte Oberflächen und feuchte Luft oder Niederschlag. Beschert uns der März noch ein paar klare Nächte mit tiefen Minustemperaturen, kann man sich morgens entweder beim Scheibenkratzen ärgern oder aber auf einem Spaziergang in der Natur die Pracht der vergänglichen Eiskristalle bewundern. tha
ier Jahre dauerten die Dreharbeiten für «Unsere Ozeane». Die Filmemacher widmeten sie den Kreaturen des Meeres: Krebsen, die ihren Körper in Muscheln verstecken; Möwen, die sich im atemberaubenden Sturzflug auf einen Fischschwarm stürzen; Buckelwale, die das Wasser mit ihrem gewaltigen Schlund nach Plankton durchsieben. Die Mischung aus Wissensvermittlung und beeindruckender Bildsprache ist nahezu perfekt. Dank des zurückhaltenden Kommentars kann der Zuschauer vollständig in die faszinierende MeeresWelt eintauchen. rbe
_ Jacques Perrin: «Unsere Ozeane», Universum Film, 2010, 97 Minuten, Fr. 29.90
Gratis: Die praktischen eBooks von «natürlich»
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile fünf eBooks gratis zum Download. Ob in «Gut essen!», «Die 20 besten Heilkräuter», «Fit in den Frühling», «Wandern und Geniessen» oder «Naturheilkunde für werdende Mütter»: Die eBooks bieten eine Fülle von Anregungen, Hilfe und wichtige Informationen für ein gesundes, nachhaltiges und genussvolles Leben.
Die eBooks können Sie gratis herunterladen, ausdrucken und per Mail an Freunde verschicken.
_ Die eBooks von «natürlich» kostenlos auf www.natuerlich-online.ch
Artenvielfalt_ Gewinner und Hoffnungsträger
Obwohl die Zahl der bedrohten Arten Jahr für Jahr wächst, 2008 waren es weltweit knapp 17 000, letztes Jahr bereits 18 351, kann der WWF auch gute Nachrichten in Sachen Artenvielfalt berichten. Strengere Gesetze, rigorosere Kontrollen, aufgewertete Lebensräume und weitere von Menschenhand geplante und realisierte Massnahmen tragen Früchte: So hat sich hierzulande der einst ausgerottete Biber nun wieder seinen Platz genommen. Zwischen Genfersee und Bodensee wurden rund 1600 Stück gezählt; geschützt bleibt das Tier weiterhin. Auf der Liste der bedrohten Arten soll sein Status auf «verletzlich» abgestuft werden. Auch der Eichelhäher, Ende des 19. Jahrhunderts in Europa als angeblicher Schädling fast ausgerottet, ist wieder da. Bei den Schweizer Vogelwarten wurden noch nie so viele dieser blauschwarz gefiederten Singvögel gezählt. Abzuwarten bleibt die Entwicklung beim Tiger. Nachdem die Population auf lediglich 3200 Tiere gesunken ist, einigten sich die 13 sogenannten Tigerstaaten (zum Beispiel Bangladesch, Indien, Russland), die Zahl bis in 12 Jahren zu verdoppeln. Die Wilderei soll konsequent verfolgt, der Handel mit Tigerprodukten unterbunden und der Lebensraum besser geschützt werden – ein Lichtblick und hoffentlich mehr als nur ein Lippenbekenntnis. tha
Das Eichhörnchen ist eines der bekanntesten und beliebtesten Wildtieren unseres Landes. Erstaunlich und traurig zugleich, dass es trotzdem zu den wenig erforschten Vertretern der einheimischen Fauna gehört.
Text Heini Hofmann
Das Eichhörnchen ist populär: Einerseits, weil es recht häufig vorkommt, andererseits, weil es sich auffällig possierlich benimmt. Zudem hat es – wie Schwalbe, Amsel, Spatz und Ratte – vor dem Menschen keinen allzu grossen Respekt. Und schliesslich hat es einen Tagesablauf, der ungefähr dem unsrigen entspricht, sodass man das Tierchen auch zu Gesicht bekommen kann – wesentlich einfacher jedenfalls als Kulturflüchter oder gar nachtaktive Tiere.
Langschläfer
Eichhörnchen sind ausgesprochene Tagtiere mit gewöhnlich zwei Aktivitätsphasen: Beim Morgengrauen werden sie munter, über Mittag halten sie Siesta, am Nachmittag sind sie wieder aktiv und vor Sonnenuntergang gehen sie schlafen. Im Herbst verkürzt sich ihre Mittagsruhe zunehmend und wird schliesslich ganz aufgehoben, das heisst die beiden Aktivitätsphasen verschmelzen zu einer einzigen, die mit fortschreitendem Einwintern zusehends zusammenschrumpft und sich auf den späteren Morgen beschränkt. Entgegen weitverbreiteter Meinung macht das Eichhörnchen – ganz im Gegensatz etwa zu dem ihm verwandten Murmeltier – keinen Winterschlaf. Allerdings schränkt es seine Aktivität in der kalten Jahreszeit stark ein und verlässt das Nest erst spätmorgens und lediglich für kurze Zeit. Dabei verrichtet es nur das Unvermeidliche: Nahrungssuche und Notdurft. Schnee und tiefe Temperaturen allein schrecken es nicht zurück, doch meidet es stürmische und niederschlagsreiche Schlechtwetterperioden.
Zum Klettern geboren
Noch gehört das Eichhörnchen zu den schlecht erforschten einheimischen Wildtieren. Löbliche Ausnahmen in unserem
Land bilden Arbeiten aus dem Zoologischen Institut und der ethologischen Station der Universität Bern sowie Untersuchungen an der Universität Neuenburg. Studien an Eichhörnchen in der freien Wildbahn sind deshalb nicht einfach, weil sich die Tiere meist unbeobachtbar in Baumkronen aufhalten und weil Männchen und Weibchen sich bezüglich Aussehen, Färbung, Grösse und Gewicht kaum unterscheiden lassen.
Eindrücklich ist die Anpassung der Eichhörnchen an ihr Leben auf den Bäumen. Die anatomischen Proportionen mit dem geschmeidigen Körper, dem leichten Knochenbau, den sehr muskulösen Hinter und den äusserst geschickten Vorderbeinen mit den langen, gebogenen Krallen an Zehen und Fingern machen die Eichkatzen zu wahren Kletterkünstlern, die sich nur selten am Boden aufhalten. Trifft man sie, wie zum Beispiel in Pärken dennoch am Boden an, zeigen diese zahmen Tiere beim Futterbetteln atypisches Verhalten.
Den lateinischen Gattungsnamen, Sciurus vulgaris, erinnert an die poetische Umschreibung, welche die Griechen dem Tier gaben: Skiouros. Zu Deutsch, der sich mit dem Schwanz Schattengebende. Es ist die perfekte Kalenderblattpose: Aufrecht auf einem Ast sitzend, manierlich eine Haselnuss oder einen Tannzapfen in den Vorderpfoten haltend und den buschigen Schwanz – einem Sonnenschirm gleich –Sförmig über den Rücken geschlagen. Allerdings: Das Schattenspenden dürfte wohl die unwichtigste Aufgabe dieses mächtigen Schwanzes sein. In erster Linie dient er als Steuerruder bei weiten Sprüngen oder als Balancierstange beim Klettern, dann auch als optischer Signalgeber bei der Balz und schliesslich als Kälteschutz im Winter. Ein weiteres typisches Merkmal des Eichhörnchens sind die
adretten Haarbüschel auf den Ohren. Ähnliche Ohrpinsel weist unter den einheimischen Wildtieren nur noch der Luchs auf.
Die Roten und die Schwarzen
Auf dem besagten Kalenderbild prangt meist ein rotes Eichhörnchen. In Wirklichkeit variiert die Färbung von Rot über Braun bis Schwarz, jedoch stets mit weisser Körperunterseite. In tief gelegenen Ländern (zum Beispiel Deutschland) überwiegt die rote, im hügeligen und Bergland dagegen die dunkle Varietät. Deshalb trifft man in der Schweiz – und dies bereits im Mittelland, noch deutlicher aber in den Bergen – vorwiegend dunkelbraune bis schwarze Individuen an.
Zudem wird, im Frühling und im Herbst, die Färbung durch den zweimaligen Haarwechsel beeinflusst. Beim Übergang vom Sommer zum Winterfell verändern sich nicht nur Länge und Dichte den Haare, sondern es treten vermehrt weissgraue Haare auf, wodurch die Färbung gedämpft wird, sodass rote Tiere grauer und die braunschwarzen heller erscheinen.
Ihr Heim, das Kugelnest
Da Freilandbeobachtungen an (nicht zahmen) Eichhörnchen überaus schwierig sind, weiss man – beispielsweise über ihre Lebensräume – noch recht wenig. Das
Rechter Vorderfuss (mit vier schlanken Zehen).
Rechter Hinterfuss (mit fünf schlanken Zehen).
Beide Abbildungen in natürlicher Grösse.
Eichhörnchenspur: Fortbewegung am Boden immer in Sprüngen (Hinterfüsse seitlich vor den Vorderfüssen).
Auch Nussknacken will gelernt sein! Jungen, unerfahrenen Eichhörnchen gelingt dies erst nach mühsamen Versuchen, wobei sie anfänglich ganz unsystematisch an der Haselnuss herumnagen, bis irgendwo ein Loch entsteht. Erwachsene Eichhörnchen dagegen gehen gezielt vor: Dem
Faserverlauf der Nussschale folgend nagen sie zuerst eine Rille. Wenn an deren tiefster Stelle ein Loch entsteht, führen sie dort die unteren Schneidezähne ein und sprengen –die Kerbwirkung ausnützend – die Schale mit einer Hebelbewegung, indem sie den Kopf ruckartig hochreissen.
Wohngebiet eines Männchens soll etwa zehn Hektaren, dasjenige eines Weibchens etwa halb so gross sein. Ungefähr in dessen Zentrum befindet sich das Nest von leicht abgeflachter Kugelgestalt, mit einem äusseren Durchmesser von zwanzig bis fünfzig Zentimetern, meist in einer starken Astgabelung direkt am Stamm und in der Regel fünf bis zehn Meter über dem Boden.
Die Nestkugel besteht aus einem Zweiggeflecht und ist innen mit Gras, Moos und Baumbast ausgepolstert. Der Bau eines Nestes dauert wenige Tage. Meist besitzt ein Tier neben dem Hauptnest noch Reservenester, die als Unterschlupf bei Störungen rund ums Hauptnest oder auf der Futtersuche dienen.
Verrückte Hochzeit
Eichhörnchen gelten als nichtsoziale Tiere, die als Einzelgänger leben, mit wenig Kontakt zu Artgenossen. Jedes erwachsene Tier hat sein eigenes Nest, das es gegen andere verteidigt. Dieses Verhalten ändert sich erst zur Paarungszeit. Wenn der Winter das Zepter nicht mehr fest in der Hand hält, wird der Wald zum Schauplatz der verrückten Eichhörnchenhochzeit. Zuerst verjagt das Weibchen das werbende Männchen, dann flieht es vor ihm, was zu wilden Verfolgungsjagden während mehrerer Tage führt, bis sich das Weibchen in seinem Hauptnest begatten lässt. Nach erfolgter Paarung verjagt das Weibchen das Männchen wieder, und beide leben erneut getrennt. Kurz gesagt: Eichhörnchen
Bildfolge v.l.n.r.: Haselnuss, profimässig geöffnet von erwachsenem Eichhörnchen, ungezielt bearbeitet von unerfahrenem Eichhörnchen, säuberlich aufgenagt von Waldmaus und kräftig aufgehackt vom Specht.
frauen brauchen ihre Männer nur zur Hochzeit.
Nach 38 Tagen Tragzeit werfen jüngere Weibchen einmal im Jahr zwei bis drei, ältere oft zweimal jährlich drei bis fünf Junge, sodass Nachwuchs von Ende Februar bis Ende August eintreffen kann. Eichhörnchen kommen als ausgesprochene Nesthocker zur Welt, rosafarben, nackt, blind, kaum sechs Zentimeter lang und knapp zehn Gramm schwer. Nach ein paar Tagen beginnen sie sich zu färben; eine komplette Jugendbehaarung tragen sie nicht vor zwei Wochen, und die Augen öffnen sich erst nach rund einem Monat.
Wenn sie ungefähr sechs Wochen alt sind, verlassen die winzigen, jetzt über hundert Gramm schweren Eichkätzchen das Nest, trinken aber noch bei der Mutter. Von ihr lernen sie auch, was essbar ist: Sie angeln sich Nahrungsbrocken aus ihrem Maul. Auf ihren Ausflügen erkunden sie den Baum, auf dem sie geboren sind, dann die benachbarten Bäume und schliesslich das ganze Revier. Die Mutter zieht sich nun zunehmend zurück und überlässt die Jungen dem Schicksal. Mit etwa sieben Monaten sind die Eichkätzchen erwachsen, und mit acht bis zehn Monaten sind junge Weibchen bereits geschlechtsreif, werfen aber gewöhnlich erst im zweiten Lebensjahr.
Überleben ist Glückssache
Die grosse Nachwuchsrate der Eichhörnchen ist notwendig, weil, wie man vermutet, nur etwa ein Viertel bis ein Fünftel der
Eichhörnchenfrauen brauchen ihre Männer nur zur Hochzeit.
Jungen ein Jahr alt wird und offenbar weniger als ein Prozent aller Tiere fünf Lebensjahre erreicht. Ein Hinweis mehr, wie grausam hart der Überlebenskampf in der Natur ist und wie wenig wir uns dessen eigentlich bewusst sind – sein wollen. Noch fehlen genaue Untersuchungen über die Gründe dieser hohen Selektion. Als sicher gilt, dass die klassischen «Erbfeinde» Baummarder und Habicht höchstens regulierend, nicht aber dezimierend eingreifen.
Gravierender wirken sich die durch den Menschen hervorgerufenen Umweltveränderungen aus, früher allenfalls auch die Jagd; doch eine Jagdstatistik bezüglich Eichhörnchen gab es nie. Inzwischen ist diese Überlegung ohnehin müssig geworden. Seitdem das neue Jagdgesetz die lustigen Kobolde des Waldes gesamtschweizerisch und ganzjährig unter Schutz gestellt hat. Wichtiger als jagdliche Aspekte waren wohl schon immer umweltbedingte. Nicht zu vergessen – heutzutage – die Verkehrstoten. Vor allem aber scheinen negative klimatische Einflüsse (langfristige Schlechtwetterperioden) und, oft indirekt dadurch gefördert, Parasitosen unter Umständen drastische Folgen zu haben. Schon junge Eichhörnchen sind häufig von Zecken und Milben, gelegentlich auch von Flöhen und sehr oft sogar von Eingeweidewürmern befallen.
Ein einzelliger Darmparasit mit dem exotischen Namen «Eimeria sciurorum» beispielsweise, der eine ansteckende und meist tödlich verlaufende Krankheit (Kokzidiose) hervorruft, kann katastrophale Auswirkungen haben. So fielen beispielsweise 1943 in Finnland rund eine Million Eichhörnchen der Kokzidiose anheim.
Notvorräte: geplanter Zufall Eichhörnchen mögen hauptsächlich Samen, Früchte und Knospen verschiedener Bäume. Magenuntersuchungen an Tieren aus dem Schweizer Mittelland zeigten, dass an erster Stelle und ganzjährig Samen (Zapfen) von Kiefern und Fichten stehen, Ende Sommer ergänzt durch Buchnüsse, im Winter und Frühling aufgebessert durch Knospen und Blüten der Nadelhölzer. Auf dem Menüplan stehen natürlich auch Beeren, Haselnüsse, Pilze, Blätter und Wurzeln, ja selbst tierische Nahrung wie Ameisenpuppen, Käfer, Insekten aller Art, gelegentlich sogar Vogeleier oder Jungvögel.
Im Herbst, wenn das Nahrungsangebot gross ist, legen die Eichhörnchen fleissig Futtervorräte an, durch Vergraben in Wurzelnähe oder Lagern in Baumhöhlen. Da sie sich all diese Verstecke nicht merken können, suchen sie im Winter an solch typischen Stellen nach dem Zufallsprinzip,
werden mal fündig, mal nicht, wodurch sie nebenbei zur Samenverbreitung beitragen.
Der optimale Lebensraum für Eichhörnchen ist ein Mischwald mit engem Kronenschluss und dichter Strauchschicht. Entmischte, unterholzarme, in Parzellen zerschnittene und von Strassen durchpflügte Waldungen bieten kaum mehr eine Lebensgrundlage.
Speziell wichtig für die Sicherstellung der Ernährung ist das Vorhandensein verschieden alter Waldbäume; denn Samen (Zapfen) werden erst nach zehn oder mehr Jahren getragen und auch nur in unregelmässigen Abständen von mehreren Jahren. Arten und Altersmonokulturen, die bei uns mehr und mehr die Mischwälder verdrängen, können, so vermutet man, zu eigentlichen Hungerfallen werden; einmal bieten sie Futter im Überfluss und führen dadurch zur Vergrösserung der Eichhörnchenbestände, ein andermal bewirken sie durch extremen Futtermangel Populationszusammenbrüche.
Kein Wunder, wenn gelegentlich Schäden auftreten, weil die Eichhörnchen auf Ersatznahrung umsteigen und Bäume schälen, um an das saftige Gewebe unter der Rinde heranzukommen. Überstürzte Abschussaktionen, wie sie früher gelegentlich vorkamen, waren deshalb nichts anderes als glücklose Symptombekämpfung. u
Rauhe, steile Bergwelt im Urner Etzlital, verspielte, wilde Wasser im Bündner Val Strem – eine Wanderung der Gegensätze und zum Geniessen.
In ohrenbetäubendem Lärm geht es den Berg hoch. Der kleine gelbe Bus ist randvoll, und der Motor muss alles geben, um die Ladung Wanderer und die Schulreisegruppe fahrplangemäss von Amsteg nach Bristen hinaufzubringen. Im engen Tunnel dringt das Dreiklanghorn durch Mark und Bein, und im Freien hallt es hundertfach von den Felswänden jenseits der Schlucht zurück, vermischt mit dem aufgeregten Geschrei der Schülerschar. Kurz nach Bristen, bei der Talstation der Golzern-Seilbahn, trennen sich die Wege; jene mit Turnschuhen und rosa Rucksäcken verschwinden in der Talstation, jene mit schwereren Schuhen und ebensolchen Rucksäcken machen sich auf ins hintere Maderanertal oder ins Etzlital Richtung Chrüzlipass.
Verlassenes Bergdorf
Ruhe ist nun eingekehrt. Steil, sehr steil sogar, geht es bergwärts bis man zur Naturstrasse gelangt, die ins Etzlital führt. Immerhin ist es herrlich schattig im Wald, unten rauscht der Etzlibach, und nach einer guten Stunde erreicht man den Vorderen Etzliboden, wo sich das Tal fast zu einer kleinen Hochebene weitet und sich die Kühe am frischen Frühsommergras gütlich tun. Ganz am Anfang des Etzlibodens liegt Porthüsler. Heute nur noch eine Handvoll Gaden und Häuschen, war dies um das Jahr 1850 ein veritables kleines Bergdorf mit mehr als zwanzig Häuschen, bewohnt von etwa 45 Seelen, inklusive Sägerei und Schnapsbrennerei. Der Hauptteil der Siedlung lag damals westlich des Bachs, und es wurden Kartoffeln, wahrscheinlich auch Hanf, Flachs und Gerste angebaut. Zwischen 1868 und 1896 zerstörten Lawinen eine Reihe der Häuser, Geröll und Schutt stauten das Wasser und liessen die Wiesen versumpfen. Heute lebt niemand mehr in Porthüsler, der ganze Etzliboden wird aber im Sommer zur Kuh-
und Rinderweide. Deren Produkte –Joghurt, Molke und Käse – gibt es für pausenhungrige und durstige Wanderer auf dem Hinteren Etzliboden zu geniessen.
Im Schatten der Grünerle
Wie eine gigantische Treppe ist der Weg von Bristen zum Tagesziel, der Etzlihütte, angelegt, und der Etzliboden war nur die erste Stufe. Auf einem guten Weg geht es über die nächste Steilstufe auf den Rossboden, dann auf Gulmen, auf die Müllersmatt und schliesslich zur Etzlihütte. Der Aufstieg auf dieser Seite des Chrüzlipasses hat den Vorteil, dass man sich an heissen Tagen immer wieder im kühlen Schatten der Grünerlen ausruhen kann. Auf der Bündner Seite des Passes hingegen gibt es praktisch überhaupt keine Bäume und damit auch keinen Schatten. Ähnlich wie die Legföhre hat auch die Grünerle sehr elastische Stämme und Zweige. Sie kann so auch dicke Schneelasten tragen, verhindert das sonst häufige Abrutschen des Schnees und bietet erst noch Unterschlupf und Nahrung etwa für den Schneehasen. An lichteren Stellen leuchtet das Lila des Wald-Storchschnabels aus dem Grün, daneben sind die zarten weissen Blütenblätter der HainSternmiere auszumachen, und immer wieder entdeckt man auch das Gefleckte Knabenkraut. Früher wurde ein Präparat dieser Orchidee als sogenannter Salepschleim bei Husten, Mund- und Rachenentzündungen, zur Kräftigung und auch bei Durchfällen bei Kindern eingesetzt. Heute ist die Pflanze geschützt, das Pflücken nicht mehr erlaubt.
Die Etzlihütte liegt nur einige Minuten abseits der direkt auf den Chrüzlipass führenden Route, und es lohnt sich auf jeden Fall, hier eine Nacht zu verbringen. Eine erste kleine Hütte wurde hier bereits im Jahr 1911 eingeweiht, und nach zahlreichen Erweiterungen steht heute eine
schöne, komfortable Hütte für 75 Personen bereit. Sie liegt auf einem Rücken etwas erhöht über der Müllersmatt, einem malerischen Bödeli, durch das sich der Etzlibach geruhsam und in weiten Kehren windet, bevor er schäumend und tosend ins Tal schiesst. Von der Müllersmatt erreicht man auf einem guten Weg, stets der nördlichen Talseite folgend, etwas weg von der schroffen Geröllwüste, die das Tal ausfüllt, in etwa einer Stunde den Chrüzlipass. Über die historische Bedeutung dieses Passes, der das Urnerland mit dem bündnerischen Tujetsch verbindet, sind sich die Experten nicht ganz einig. Die einen schreiben ihm eine wichtige Rolle zumindest bis zur Eröffnung der Gotthardroute zu (erst um 1200 wurde mit dem Bau der Teufelsbrücke die Schöllenen passierbar). Der Chrüzlipass wäre dann insbesondere für das bereits um das Jahr 700 gegründete Benediktinerkloster in Disentis wichtig gewesen: Via Lukmanier pflegten die
Mönche ihre Beziehungen zum Süden, und der Chrüzlipass wäre dazu die logische Fortsetzung im Norden gewesen. Andere Fachleute bestreiten dies, und zwar aus dem einfachen Grund, dass es keine Beweise dafür gibt. Sie gehen davon aus, dass der Pass stets nur von lokaler Bedeutung war, etwa als Übergang für Pilger oder für Hirten, die ihre Tiere über den Pass trieben. Für diese zweite Variante spricht auch die Tatsache, dass es für den Chrüzlipass offensichtlich keinen rätoromanischen Namen gibt und auch nie einen gegeben hat.
Farbige Blumenwiesen
Wie auch immer, auf dem Chrüzlipass lässt es sich herrlich ausruhen – in den grasigen Halden hat es genug Platz, sich genüsslich hinzulegen und die Bergwelt auf sich wirken zu lassen. Liegt man unter den schattigen Felsblöcken unterhalb des Chrüzlistocks, erhebt sich linker Hand der Bergkranz um die Etzlihütte mit dem Sunnig und dem Schattig Wichel, geradeaus steigen die senkrechten Granitplatten des Gwasmet und des Witenalpstocks in den Himmel, und zur Rechten thront der mächtige Oberalpstock. Wer geduldig ist und ein Fernglas dabei hat, hat hier gute Chancen, Steinwild und Gemsen zu sehen. Das Steinwild hält sich häufig im Gebiet
An- und Rückreise Mit dem Zug bis Erstfeld und von dort mit dem Postauto nach Bristen KIBG. Ausgangspunkt Bristen, Talstation der Golzernseilbahn.
Endpunkt Sedrun. Von dort mit der Bahn via Oberalp-Pass oder Disentis zurück.
Wanderzeit Zwei Tage, möglich in einem Tag, aber sehr lang (8 Stunden).
Schwierigkeitsgrad 2
Weg mit durchgehendem Trassee. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen. Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen.
Höhendifferenz, Distanz 1520 Meter Aufstieg, 910 Abstieg, 15 Kilometer.
Route
1. Tag Vom Ausgangspunkt teilweise recht steil nach Herrenlimi und dann auf einer Naturstrasse bis zum Hinteren Etzliboden. Von dort auf einem gut ausgebauten Wanderweg über Müllersmatt bis zur Etzlihütte. 1220 Meter Aufstieg, 4 Stunden. Übernachten in der Etzlihütte.
2. Tag Von der Hütte wieder nach Müllersmatt absteigen und hoch zum Chrüzlipass. Auf der Bündner Seite auf gutem Weg eine steile Runse hinab und dann, oft dem Bach entlang, durch das Val Strem nach Sedrun. 370 Meter Aufstieg, 980 Abstieg, 4 Stunden.
Alternative Kürzerer erster Tag: Mit dem Taxi bis zum Hinteren Etzliboden, Telefon 041 883 14 80 oder 079 229 40 22
Berghäuser und Hütten zum Übernachten
Etzlihütte SAC-Lager, bewartet Juni bis Oktober, Telefon 041 820 22 88 oder 079 355 12 60, www.etzlihuette.ch
Karten Landeskarte 1: 25 000, 1212 Amsteg; Landeskarte 1: 50 000, 256 oder 256 T Disentis
Weitere Informationen
Verkehrsbüro Bristen, Poststelle, 6475 Bristen, Telefon 079 403 27 34, www.bristen.ch
Sedrun Tourismus, Via Alpsu 62, 7188 Sedrun, Telefon 081 920 40 30, www.sedrun.ch
des Chrüzlipasses auf, auch im hinteren Val Strem, nie aber um Spillaui westlich der Etzlihütte. Die Gemsen sind im ganzen Gebiet um den Pass zu Hause – die beiden Arten gehen sich aber doch gerne aus dem Weg.
Das Val Strem hat einen deutlich anderen Charakter als das Etzlital. Es ist ein perfektes Beispiel eines durch Gletscher
ausgehobelten U-Tals, dessen Form kaum ein Lehrbuchzeichner ebenso schön hinkriegen könnte. Im Talabschluss, am Fuss des Oberalpstocks, liegt noch ein kleiner Gletscher, und während der Schneeschmelze stürzen hier und dort Bäche über Felsstufen. Das Tal ist im Gegensatz zur Urner Seite völlig unbewaldet, und im Frühsommer überziehen farbige Blumenwiesen den Talboden. Die Krönung dieses lichten, harmonischen und naturnahen Tales ist aber die Strem. Wie in manch anderem Gebirgstal bestanden auch hier Pläne, die ungezähmten Wasser in Dohlen verschwinden zu lassen und durch lange Stollen einem Stausee zuzuführen. Glücklicherweise kam es aber nie dazu, und so darf die Strem noch heute um mächtige Felsbrocken tanzen, über Felsplatten schiessen oder in einer Schwemmebene nach Lust und Laune herumtändeln, als
Gewinnen Sie
Gewinnen Sie dreimal zwei Übernachtungen für zwei Personen im Hotel Krüzli in Sedrun. Geniessen Sie die Aussicht auf die herrliche Bergwelt, das heimelige Hotelzimmer und die feinen Bündner Spezialitäten. Als Zusatzpreis gibt es dreimal zwei Paar X-SOCKS Trekking Silver. www.kruezli.ch
Wettbewerbsfrage
Wo befindet sich das über 1300 Jahre alte Benediktinerkloster?
u Sedrun u Amsteg u Disentis Richtige Antwort auf den Coupon übertragen und einsenden.
Die Gewinner werden unter den richtigen Einsendungen ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
wolle sie diese Ruhepause auskosten, um sich dann mit neuer Kraft und Lust über die nächste Felskante zu stürzen. Mit den Bildern dieses prächtigen Naturschauspiels im Kopf wandert man gemütlich Richtung Sedrun, dem Endpunkt dieser abwechslungsreichen Tour entgegen. u
Wir gratulieren!
Auflösung aus Heft 1-2011: Gais
Je zwei Übernachtungen für zwei Personen im Hotel Idyll in Gais haben gewonnen:
• Brigitte Hunziker, Holziken
• Angela Meier, Kreuzlingen
• Esther Zuber, Grellingen
Das Buch «Die schönsten Passwanderungen in den Schweizer Alpen» von Heinz Staffelbach stellt 30 lohnende und abwechslungsreiche Routen vor: von der eintägigen Genusswanderung bis zur hochalpinen 3-Tages-Tour. Alle Wanderungen sind in Wort und Bild beschrieben. Bestellen Sie das Buch aus dem AT-Verlag zum Vorzugspreis von Fr. 49.90 statt Fr. 59.90.
Senden Sie mir:
«Die schönsten Passwanderungen in den Schweizer Alpen», à Fr. 49.90, inkl. MwSt., plus Fr. 6.90 Versandkosten u Ich nehme nur am Wettbewerb teil
Wettbewerbslösung: u Sedrun u Amsteg u Disentis
Name Vorname
Strasse, Nr.
PLZ/Ort
Datum Unterschrift 3-2011
Falls ich gewinne, brauche ich folgende Sockengrösse u 35 – 38 u 39 – 41 u 42– 44 u 45 – 47 Das Leserangebot ist gültig bis 28. April 2011 und gilt nur für die Schweiz. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März 2011. Coupon einsenden an: AZ Fachverlage AG, Lesermarketing, « Chrüzlipass», Postfach, 5001 Aarau, oder unter www.natuerlich-online.ch
Wohnen_ Stroh als sinnvoller Baustoff
Im letzten September berichteten wir über den Architekten Werner Schmidt, der mit seinen Häusern aus Stroh auf grosses Interesse stösst. Nun lädt die Firma WohnWeise zu einem Informations- und Besichtigungstag ein. Im aargauischen Merenschwand kann am Samstag, 19. März, der Rohbau eines mit Strohballen gebauten Ökohauses besichtigt werden. _ Informationen auf www.wohn-weise.ch oder über Telefon 062 212 99 77
Forschung_ Falsche Fährte
Dass Drogenhunde immer wieder falschen Alarm geben, kann laut US-amerikanischen Forschern damit zu tun haben, dass sie sich beeinflussen lassen. Wie Wissenschaft.de meldet, haben die Forscher festgestellt, dass die Tiere schon auf kleinste Verhaltensänderungen ihrer Halter reagieren. Konkret: Ist das Herrchen überzeugt davon, an einem bestimmten Ort Drogen zu finden, springt die Idee auf den Hund über. Vermutlich geben Körperhaltung und die Mimik des Menschen dem Tier ungewollt Hinweise. Um genauere Antworten zu finden, haben die Wissenschaftler weitere Experimente geplant. tha
Lesen_ Sammlerglück
Sind wir nicht alle Sammler? Irgendwie kann der Mensch nicht anders: Er sammelt, selbst wenn es nur Erinnerungen sind. Das Buch «Sammlerglück» porträtiert in Wort und Bild mehr als 20 leidenschaftliche Sammler und Sammlerinnen und gibt Einblick in ihr Gemüt und ihr Leben; ein Panoptikum interessanter und eigenwilliger Menschen. _ Ulrich Halder, Regula Tanner, Hansueli Trachsel: «Sammlerglück», Hier + Jetzt 2010, Fr. 48.–
Nahrung_ Neue Richtlinen für Sojaimporte
Der steigende Fleischkonsum sowie das Fütterungsverbot von tierischem Eiweiss haben die Produktion von Soja in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Die Ausweitung des Soja-Anbaus in Südamerika ist mitverantwortlich für die Zerstörung von Tropenwäldern und Savannen. Nun hat sich das neu gegründete Soja-Netzwerk bestehend aus Detailhändlern, Verbänden und Rohstoffhändlern vertraglich verpflichtet, bis ins Jahr 2014 mindestens 90 Prozent des importierten Sojas aus verantwortungsbewusster Produktion zu beziehen. tha _ www.nachhaltigkeit.org
Sprachforschung _Kleine Wörter für die Liebe
Klein, aber oho: Sprachwissenschaftler der University of Texas haben herausgefunden, dass sogenannte Funktionswörter wie «etwas», «und», «das» oder «ein» als Indikator für die Beständigkeit einer Beziehung funktionieren. Konkret: Je ähnlicher die verwendeten Funktionswörter, desto grösser die Chance, dass zwei sich verstehen und mögen. Wie wissenschaftaktuell.de berichtet, untersuchte James Pennebaker eine Gruppe von Studentin-
nen und Studenten bei einem SpeedDating. Ausgetauscht haben sich die Teilnehmer vor allem über die Uni, das Studium und ihre Herkunft. Inhaltlich waren die Themen für die Forscher insofern relevant, als dass sie sich durch die ähnlichen Gesprächsstoffe ausschliesslich auf den Gebrauch der Funktionswörter achten konnten. Es zeigte sich, dass jene Paare, die eine hohe Übereinstimmung im Gebrauch dieser Wörter hatten, Monate später
viermal so häufig noch Kontakt hatten, als jene, bei denen kaum eine Übereinstimmung stattfand. Ähnliches stellten die Wissenschaftler auch bei Leuten, die sich im Internet in einem Chatroom trafen, fest. Frisch Verliebte tun demnach vielleicht gut daran, nicht nur die Schmetterlinge im Bauch, sondern die artikulierten Gefühlsäusserungen auf der Zunge wahrzunehmen. tha
Berichtet jemand von Geisterbegegnungen, löst dies gewöhnlich Schmunzeln bis Befremden aus. Für Sam Hess gehören Geister zum Alltag, bereits als Kind entdeckte er seine Hellsichtigkeit.
Kaum jemand würde offen sagen, dass er Angst vor Geistern hat. Doch insgeheim fürchten sich selbst Leute, die nicht an sie glauben vor ihnen. Seit jeher wurde in allen Teilen der Welt über Geistererscheinungen berichtet. Und auch heute erzählen Menschen über diesbezügliche Erfahrungen. Nichtsdestotrotz ist das Thema Totengeister ein Tabu. Es ist eine gesellschaftliche Verhaltensregel, die das Thema mit einem Verbot belegt, jedoch nicht direkt thematisiert. Dadurch wird es der allgemeinen Diskussion entzogen. Zwar wird am Tabu um das Sterben und dem Leben danach seit einigen Jahrzehnten gerüttelt. Aber für jene, die keine diesbezüglichen Erfahrungen gemacht haben, wird es eine Sache des Glaubens bleiben, liegt es doch in seinem Wesen, dass es sich weder logisch erfassen noch wissenschaftlich beweisen lässt. Fest steht nur, dass es immer wieder hellsich-
tige Menschen wie Sam Hess gibt, der seit Kindheit erlebt, was manchen verborgen bleibt – und viele doch immer wieder beschäftigt.
Bei unserem ersten Treffen fiel mir Sam mit seiner ruhigen und zurückhaltenden Ausdrucksweise angenehm auf. Ich lernte ihn später als einen bodenständigen Menschen kennen, der aus eigener Erfahrung spricht und es ohne Umschweife tut. Dabei erinnert er mich an jene «Alpenphilosophen», von denen Paracelsus oder der Arzt und Botaniker Albrecht Haller sagten, dass ihre Bildung aus dem Herzen gewachsen sei und nicht aus Büchern erlernt wurde und sie die Welt durch achtsames Beobachten, geistiges Schauen und tiefes Nachsinnen erkennen. Nicht zuletzt weil er als Hirtenknabe und später als Förster viel und oft allein in der Natur war, hat Sam ein Gottesbild, das sich nicht auf Vorschriften stützen muss. So sah er bereits als Unterstufenschüler, dass während der Messe die Umgebung des Altars heller wurde «als würde gerade die Sonne aufgehen».
Den Geistern ihren Willen lassen
Der Sohn einer Försterfamilie kann seit früher Kindheit Naturgeister wie Elfen, Zwerge und Feen sowie Totengeister sehen; er ist mit Engeln verbunden, arbeitet nebenberuflich als Naturheiler, leitet Kurse über Waldmystik und macht sogenannte Hausreinigungen. Bei diesen geht es darum, Bewohner von Wohnungen und Häusern von Geistwesen zu befreien.
Nach alter Tradition verwendet Sam dabei unter anderem Räucherungen mit Baumharzen und Kräutern. Er sieht sich allerdings nicht als «Geisterjäger», wie er irrtümlich auch schon genannt wurde. So wie Gott uns den freien Willen gegeben habe, lasse er jedem Wesen, sei es Mensch oder Totengeist, seinen Willen, lautet einer von Sams Grundsätzen. Er sagt den Geistern, die er bei Hausreinigungen antrifft, bloss, dass sie das Haus verlassen sollen, weil sie dessen jetzige Bewohner stören, überlässt es aber ihnen, wohin sie gehen wollen. Aus seinen eindrucksvollen Erlebnissen lernte Sam schon früh eine zweite, geistige Welt kennen und begriff, dass das materielle Weltbild der gebildeten Leute auf Illusionen aufgebaut ist. «Die meisten Menschen halten das, was ihnen vorgesetzt wird, für wahr und wirklich, obwohl sie die Theorie der Wissenschaft nicht verstehen», sagt Sam Hess. Unsere Welt sei zu einer Welt der Wissenschaftler geworden, die nur das scheinbar Beweisbare gelten lassen, obwohl sie selbst voller Zweifel und Unsicherheiten seien. «Was ausserhalb der materiellen Dimension existiert und insbesondere nach dem körperlichen Tod folgt, lässt sich halt nicht beweisen. Deshalb halten die meisten Leute das wissenschaftliche Weltbild für eine unumstössliche Wirklichkeit und beachten dabei die eigene Wahrnehmung kaum.»
Zwischen Diesseits und Jenseits
Sam Hess verwendet den Begriff «Zwischenwelt» für den Zustand, in dem sich die Seelen der Verstorbenen nach dem körperlichen Tod befinden, bevor sie sich von ihrem Vorleben auf der Erde lösen und in die Anderswelt eingehen können. Nach seiner Erfahrung entsprechen die Zwischenwelten den Umständen, in denen die Verstorbenen im Diesseits lebten. So wie Diebe unter Diebe geraten, finden sich ehrliche Menschen ebenfalls wieder unter ihresgleichen. Weder ein göttliches noch dämonisches Wesen, sondern allein ihr Vorleben sei dafür verantwortlich, dass sie sich gegenseitig Hölle oder Himmel bereiten.
Normalerweise verlassen die Verstorbenen bald die Zwischenwelt, um weiterzuziehen; sei es, weil sie sich wegen altersbedingter Müdigkeit oder Krankheit bereits zu Lebzeiten allmählich vom Körper losgelöst haben oder sich nie ausschliesslich mit ihm und der materiellen
Leserangebot
Unseren Leserinnen und Lesern bieten wir das Buch über Sam Hess «Wanderer in zwei Welten», erschienen im AT-Verlag, zum Spezialpreis von Fr. 23.90 (zzgl. Porto) statt Fr. 29.90 an. _ Bestellen Sie das Buch mit dem Talon auf Seite 11.
Welt identifizierten. Während sie meistens nur wenige Tage als Geistwesen in ihrer Zwischenwelt verweilen, kann es für andere bisweilen Jahrhunderte dauern, bis sie endlich loslassen können. Dabei befinden sie sich nach Sams Erfahrung oft in einem einsamen, bedrückenden Zustand und suchen ständig nach einem Ausweg aus ihrer schwierigen Situation. Diesen finden sie allerdings erst, wenn sie ihre Fehler und Irrtümer erkannt haben. Bis zu diesem Punkt versuchen manche von ihnen alles, um sich auf die eine oder andere Weise von der Energie der Lebenden zu «nähren» und damit weiterhin die Illusion eines irdischen Lebens aufrechtzuerhalten.
Nach Sams Überzeugung verweilen viele der Geistwesen in ihren Zwischenwelten, weil sie zeitlebens stets im Rahmen des Gewohnten verharrten und dies nach dem Tod aus blosser Gewohnheit weiterhin tun. Im Rahmen seiner heiltherapeutischen Tätigkeit arbeitet er oft mit Menschen, die sich nicht von ihren selbst gemachten Denk- und Verhaltensmustern lösen können. Obwohl viele durchaus erkennen, dass ihre Gewohnheiten die eigene Entwicklung hemmen und sie in ihrer unangenehmen Lage festhalten, würden sie die Kraft nicht aufbringen, um dies zu ändern. Dasselbe erfährt er bei den Geistwesen, die er insbesondere bei den Hausreinigungen antrifft. Weitere Gründe für ihr Verweilen sind starkes Anhaften an das eigene Lebenswerk oder belastete Beziehungen. Oft werden sie auch von ihren Hinterbliebenen mit gut gemeinter Verehrung festgehalten.
Während meines ersten Gesprächs mit Sam fragte ich, wie es sei, wenn man überall Geistwesen sieht. «Ich musste lernen, mich abzugrenzen», antwortete er, «sonst wären doppelt so viele Menschen auf der
Strasse.» Vor allem an Orten, wo sich viele Leute aufhalten, wie etwa in Einkaufszentren oder Bahnhöfen sieht er zahlreiche Geister. Sie schliessen sich dort an die reichlich vorhandene Lebenskraft an und fühlen sich dadurch selbst lebendig. Beliebte Aufenthaltsorte seien ebenfalls Kirchen, Gasthäuser oder Friedhöfe. Weshalb sie an diesem Ort der Trauer verweilen, wisse er auch nicht, sagte Sam einmal. «Wahrscheinlich können sie nicht anders, weil ihr Geist zeitlebens derart von der Vorstellung geprägt war, bis zum jüngsten Tag auf dem Friedhof liegen zu müssen. Aber was dort liegt, sind bloss Reste der sterblichen Hülle. Die Seele ist nicht mehr mit der Materie verbunden und könnte längst weitergehen.» In der freien Natur sehe er selten Totengeister, weshalb in Einkaufszentren tagsüber weit mehr dieser Wesen umgehen, als nachts in einem abgelegenen Waldstück.
Als Sam davon sprach, dass Geister zum Teil massive Gegenstände verschieben oder umstürzen, fragte ich ihn, wie es denn möglich sei, dass körperlose Wesen auf die materielle Welt einwirken können. «Weil sie in der Zwischenwelt nicht in den Grenzen eines materiellen Körpers leben», antwortete er, «verfügen sie über die
«Wer den körperlichen Tod nicht fürchtet, lebt freier und glücklicher.»
Fähigkeit, stoffliche Dinge energetisch zu bewegen.» Ebenso häufig komme es vor, dass Geistwesen Ereignisse in der Welt der hier Lebenden zu beeinflussen vermögen, sei dies im guten wie im schlechten Sinn. Sam erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass man häufig Leute sagen höre, dass die verstorbene Grossmutter oder andere Verwandte in der geistigen Welt ein gutes Wort eingelegt hätten.
Die Furcht vor dem Tod Geistwesen können allerdings auch ausgesprochen manipulierend oder gar intrigant wirken, um Lebenden ihre eigenen Vorstellungen aufzudrängen. Keinen Körper mehr zu haben, bedeute nicht, dass sie sich anders verhalten als im vergangenen Leben. Ihre Ratschläge und Absichten sind demnach weder weiser noch uneigennütziger als die von lebenden Menschen. «Wir müssen unsere Entscheidungen stets selbst treffen und uns nicht von vermeintlichen Ratschlägen aus dem Jenseits dazu verleiten lassen, Dinge zu tun, die dem eigenen Wesen oder den eigenen Absichten widersprechen», ist Sam überzeugt. Schlussendlich hätten stets die Lebenden die Folgen zu tragen. Deshalb versucht er auch nicht wie ein Medium, Geistwesen zu kontaktieren, denn diese würden dadurch wieder an ihr vergangenes Leben erinnert und in der Zwischenwelt festgehalten.
Sam Hess ist überzeugt, dass die Furcht vor Geistern eigentlich jene vor dem Tod ist. Er steht in unserem Leben wie kaum etwas anderes für das Unbekannte, das uns erschreckt und davon abhält zu erkennen, was der körperliche Tod tatsächlich ist. Diese Urangst sei einzig und allein selbst gemacht, bekräftigte er während unserer Gespräche immer wieder. Doch wenn wir für unser Leben dankbar sind, schwinde diese Angst und mache echter Freiheit und Freude Platz. Es ist deshalb eines von Sams wichtigsten Anliegen, darauf hinzuweisen, dass sich niemand vor dem Sterben respektive den Totengeistern zu fürchten braucht. Der körperliche Tod sei nicht das Ende des Lebens, sondern vielmehr ein Tor in eine andere, uns trotz der vielen Überlieferungen und Berichte nach wie vor unbekannte Welt. Unbekannt, weil wir in unserem physischen Körper an diese materielle Welt gebunden sind und deshalb all das, was sich dahinter verbirgt meistens nicht erkennen können. u
Der Autor Pier Hänni ist Autor, Übersetzer und leitet Wander- und Erfahrungsgruppen. Er beschäftigt sich seit über dreissig Jahren mit Naturmystik, Mythologie und Volksphilosophie und erforscht die mystische Dimension verschiedenster Landschaften der Schweiz. Er lebt hoch über dem Thunersee im Berner Oberland. www.alpenmagie.ch
Das Mili Weber-Haus in St. Moritz erzählt vom Leben der gleichnamigen Künstlerin. Sie suchte die Antworten auf die grossen Fragen des Lebens in der Natur.
Es ist die verträumte Gegenwelt zum mondänen St. Moritz: Im Wald oberhalb des Sees, umgeben von Arven und Lärchen, steht das Mili WeberHaus, Hort einer Kunst der leisen Töne. Unzählige Kunstliebhaber, aber auch Berühmtheiten haben das Haus besucht, von Farah Diba über den Scheich von Kuwait bis zu Charlie Chaplin. Doch wer war diese Mili Weber, die von 1891 bis 1978 gelebt hat? Im zweisprachigen Biel wurde Berta Emilie, genannt Mili, am 1. März 1891 als Nesthäkchen in eine wohlbehütete Kindheit hineingeboren, von der sie später schwärmte: «Auf der ganzen Welt hat niemand – nein, gar niemand – solch liebe Eltern, solch gute Schwestern und liebe Brüder.» Obschon die Familie nicht auf Rosen gebettet war, bemühte sie sich, die Begabungen der Kinder zu fördern, so dass sich schliesslich vier von sechs der Malerei, Bildhauerei und Architektur verschrieben. Die Mentorin von Mili wurde ihre Halbschwester Anna, von der sie später sagte: «Sie war mein Ein und Alles. Sie war so weise und so gut.» Die um neunzehn Jahre ältere Anna war eine erfolgreiche Kunstmalerin und zugleich erste Lehrerin der Kunstgewerbeschule Biel. Obschon Mili nur den einen Wunsch hatte, es ihrer Schwester gleichzutun, liess sie sich von dieser überzeugen, zuerst einen «richtigen» Beruf zu erlernen. Also wurde sie Kindergärtnerin.
Von der Schwester gefördert
Doch es dauerte nicht lange, bis Mili zur Malerei zurückkehrte. Anna schenkte ihr Ölfarben und führte sie bei einem befreundeten Kunstmaler ein, der ihr vorausahnend prophezeite, entweder bleibe sie beim Porträt und der Figurenmalerei oder sie gehe «ins Märchen». Schwester Anna nahm sie 1912 mit nach München, wo sie selbst von einem Verlag einen grossen Auftrag erhalten hatte. Milis Mallehrer in München war ein Österreicher, herzlich und anspornend: «Sie sind a Mensch und i bi a Mensch. Sie habn ihre Auffassung. I hob die meine, i zeig ihnen nur die Fehler.»
Und plötzlich – der Sommer 1914 nahte – sprach man von Krieg. Kaum waren die beiden Schwestern nach Biel zurückgekehrt, brach der Erste Weltkrieg aus. Alles Liebliche blieb Erinnerung. Doch die Malerei ging weiter, intensiver denn je. Neben Aufträgen für Kinderporträts fing
Mili an, kleine Märchenaquarelle zu malen, Elfen und Pilze mit Kindergesichtern. Der jüngste Bruder arbeitete zu dieser Zeit als Architekt bei Nicolaus Hartmann in St. Moritz, Erbauer des Segantini und Engadiner Museums sowie des Direktionsgebäudes der Rhätischen Bahn in Chur. Dies veranlasste die Familie, ihren Wohnsitz 1917 nach St. Moritz zu verlegen.
Frohe Märlein ohne Gewalt
Die Verlage, für die Anna arbeitete, wurden auch auf Mili aufmerksam, sodass auch sie Aufträge erhielt. Sie schuf neben Porträts und Aquarellen auch Malbüchlein zu den grimmschen Märchen, Wandbilder und Postkartenserien. Das von ihrem jüngsten Bruder erbaute Haus an der Via Dimlej wurde für die Malerin zum idealen Arbeitsort voller Ruhe und Inspiration. Mehr und mehr widmete sie sich der Märchenthematik und malte diese in leisen Tönen, auf ihre Weise interpretiert: frohe Märlein ohne Gewalt und Grausamkeit.
Doch immer wieder gab es Zäsuren im Leben der Mili Weber, so als 1924 ihre geliebte Schwester Anna starb. Solche Schicksalsschläge, wie später auch die stillen Jahre im Engadin während des Zweiten Weltkrieges, der Tod ihres Vaters und jener des letzten Bruders, der sie tatkräftig unterstützt hatte, liessen ihr Schaffen noch intensiver werden. Davon zeugen die bewegenden Aquarelle, die tiefsinnigen Bildgeschichten, die fantasievollen Miniaturen, aber auch die Malereien, mit denen die Künstlerin Wände, Decken, Balken und Möbel, ja sogar Hausorgel und Badezimmer in eine einzige Fabelwelt verzauberte und so ihr Haus zum Gesamtkunstwerk machte.
Ein Augenleiden verunmöglichte Mili Weber im hohen Alter zunehmend das Malen, da ein Grauschleier die Farben trübte. Doch ihr freundlichsonniges Lächeln behielt sie, und auf die Frage, ob es sie nicht bedrücke, die eigenen Bilder nicht mehr sehen zu können, meinte sie gelassen, dass sie diese in ihrem Herzen trage. Dank einer noch zu Lebzeiten gegründeten Stiftung bleibt dieses «Kunsthaus im Wald» der Nachwelt erhalten. Still und leise, wie sie gelebt hatte, starb Mili Weber 87jährig am 11. Juli 1978 in ihrem Märchenhaus. Ihr Gesamtkunstwerk ist und bleibt gemalte Ehrfurcht vor der Schöpfung und Liebe zur Kreatur. u
Die Tiere des Waldes sind gute Freunde
Mili Weber war die Herzlichkeit selber, sowohl ihren Mitmenschen als auch der Natur und ihren Geschöpfen gegenüber, was sich in ihrem Werk unverkennbar widerspiegelt. Die Kraft für ihr Schaffen tankte Mili Weber in der Natur, mit der sie eng verbunden war. Das belegt auch ihr Zugang zu den Tieren des Waldes. Das von ihr grossgezogene Rehlein Fin, dem sie eine Erzählung in Buchform widmete, kam später sogar mit seinem Nachwuchs wieder zu Besuch. Auch andere Rehe und sogar Hirsche, aber auch Eichhörnchen und Vögel scharten sich ums Haus und holten ihre Leckerbissen. Sie schrieb in einem ihrer letzten Briefe: «So lebe ich hier allein und die Tiere des Waldes sind meine Freunde und Gefährten.»
In ihren Bildern beseelte sie die Natur mit Kinderfiguren, anfänglich in Form personifizierter Blumen. Später mutieren die Gestalten mit den runden Köpfchen und den staunenden Augen zu eigentlichen «Seelchen», wie etwa die Kirschenkinder, – Mixturen von exaktester Naturbeobachtung und nativ-naiver Fantasie. Ob Zeichnungen, Aquarelle oder Ölbilder, ob Plastiken und Miniaturen, ob Bilder- und Buchtexte oder Musikkompositionen für die Hausorgel – alles was Mili Weber erschaffen hat, ist durchströmt von ihrer ureigenen, naturverbundenen Weltanschauung, die in den Polaritäten des Lebens immer vom Bösen zum Guten und vom Schatten ins Licht führt.
_ Das Mili Weber-Haus an der Via Dimlej 35 in St. Moritz kann nur nach Voranmeldung besichtigt werden: Telefon 079 539 97 77
Fuss- und Rückenmassage-Gerät
Für eine angenehme und wirksame Behandlung von müden und schmerzenden Füssen.
Mit wenigen Handgriffen kann dieses einzigartige Gerät in ein hochwirksames Rückenmassagegerät umgewandelt werden. Dafür müssen nur die justierbaren Füsse gedreht und das Gerät an eine Stuhllehne gehängt werden.
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Wellness für zu Hause
Massage- und Anti-Cellulite-Gerät
Dank dem rotierenden und oszillierenden CelluliteMassage-Aufsatz ist dieses Gerät einzigartig und kann auch zur Behandlung von Muskelverkrampfungen eingesetzt werden. Vier verschiedene Aufsätze werden mitgeliefert. Die eingebaute Infrarot-Funktion ermöglicht eine Massage, bei der die Wärme bis tief ins Muskelgewebe vordringt. Die Geschwindigkeit der Massagebewegung kann individuell angepasst werden, damit auch sensible Muskelbereiche stimuliert werden können.
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Professionelle Maniküre und Pediküre können Sie von nun an auch selbst machen. Das Maniküre- und Pediküre-Set von Ardes ist ideal für den Heimgebrauch und gut zu bedienen. Das Set besteht aus sieben verschiedenen Aufsätzen für die Hand- und Fusskosmetik. Des Weiteren verfügt das Produkt über zwei Geschwindigkeitsstufen. Die Wahl der Laufrichtung ist ebenfalls einstellbar. Sie erhalten die Geräte in einer stabilen und kompakten Aufbewahrungsbox.
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Wer singt denn da?
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«KooKoo – die singende Vogeluhr» ist eine Wanduhr, die zu jeder vollen Stunde 10 Sekunden den Gesang eines heimischen Singvogels erklingen lässt. Eine aussergewöhnliche und besonders schöne Art und Weise, die Zeit zu messen.
Je dunkler es im Raum wird, desto leiser werden auch die Vogelstimmen. Bei Dunkelheit schaltet sich die Uhr dann komplett ab.
Eine informative Begleitbroschüre beschreibt zusätzlich die besonderen Merkmale, die Stimme und die Lebensräume der abgebildeten Vögel.
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Nie mehr Ärger mir verkochtem oder pampigem Reis. In einem Durchgang kann ganz leicht ein vielfältiges, gesundes und nahrhaftes Menü zubereitet werden.
Der Reiskocher mit Glasdeckel für 10 Portionen schaltet, sobald der Reis fertigt gekocht ist, automatisch auf Warmhaltefunktion und hält ihn servierbereit. Der antihaftbeschichtete, herausnehmbare Garbehälter ist leicht zu reinigen und spülmaschinengeeignet. Mit dem aufsetzbaren Dampfeinsatz lassen sich hervorragend Gemüse, Fisch und Poulet zubereiten. Zudem ist der Reiskocher mit einem Gehäuse mit wärmeisolierden Griffen und einem abnehmbaren Kabel ausgestattet. Als Zubehör werden ein Dosierbecher und ein Löffel mitgeliefert.
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Zwischen den Welten
Wanderer in zwei Welten Sam Hess – Begegnungen mit Totengeistern und der anderen Dimension des Lebens.
Pier Hänni zeichnet mit seinem Text das einfühlsame Porträt eines Menschen, der auf natürliche Weise in der Tradition eines Sehers und Heilers aufwuchs und so lebt, wie diese im Alpenraum seit Menschengedenken gewirkt haben. Durch vielfältige eigene Erfahrungen, ergänzt durch Hinweise von wissenden Menschen sowie Lektüre einschlägiger Schriften, hat sich Sam Hess einen Hintergrund geschaffen, in den sich die vielen im Buch beschriebenen Begegnungen mit Geistwesen in einen grösseren und zeitlosen Rahmen fügen. Der Text entstand nach zahlreichen Gesprächen mit Sam Hess und gemeinsamen Besuchen von Geisterorten. Seine aussergewöhnlichen Erlebnisse mit Geistwesen und ihren Zwischenwelten vermitteln beispielhaft, was Geistwesen sind, weshalb sie sich bemerkbar machen und was wir von ihnen lernen können. 192 Seiten; Format 13,5 3 22 cm
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5. 6. – 11. 6. Biken/Wandern/Entspannen
2. 7. – 9. 7. Singen von Herzen
24. 7. – 30. 7. Yogaferien im Tessin
30. 7. – 5. 8. Yogaferien im Tessin
5. 8. – 11. 8. Yogaferien im Tessin
11. 8. – 14. 8. FineArt Printing & Imaging 14. 8. – 20. 8. Sommergarderobe selber nähen 18. 9. – 24. 9. Zeit zum Paar-Sein
8.10. – 15.10. Malwoche: Vom Motiv zum Bild 15.10. –16.10. Heissi Marroni – mit E. Bänziger 16.10. –22.10. Wandern in ital. Atmosphäre
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Impressionen der Natur
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Des einen Schatz, des anderen Leid Bodenschätze und Menschenrechte 12. 3. 2011, 10 Uhr Matthäuskirche
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Tel. 041 410 13 40
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Teilnahmebedingungen: Gleiche Gewinnchancen für telefonische oder schriftliche Teilnahme. Mitarbeiter der AZ Medien Gruppe AG und Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preise werden nicht in bar ausbezahlt. Es wird keine Korrespondenz geführt.
Lösung des Rätsels aus dem Heft 2-2011
Das etwas andere Albergo
Eine spezielle Atmosphäre erwartet die Gäste in der Casa Santo Stefano in Miglieglia, am Fusse des Monte Lema, inmitten eines wildromantischen Wandergebietes. Individuelle und gepflegte Zimmer in zwei stilvoll renovierten Tessinerhäusern aus dem 18. Jahrhundert bieten Entspannung und Ruhe. Die alten Küchen mit ihren offenen Kaminen, die hellen Loggien und eine herrliche Terrasse laden zum Verweilen ein. Ein heller Seminarraum steht zur Verfügung. Perfekt für Seminare und Individualgäste. _ Christian und Angeli Wehrli, Casa Santo Stefano, Tel. 091 609 19 35, www.casa-santo-stefano.ch
Per März 2011 übergibt Margrit Krähenbühl die Boutique Naturel an Christina Büchi: Es wird neue Designer zu entdecken geben, Schuhe aus pflanzengegerbtem Leder, Accessoires runden das Sortiment ab. Mode-Eintagesfliegen gibt es in der Boutique Naturel nicht, dafür umso mehr Schneiderkunst und Langlebigkeit. Eine langfristige Kundenzufriedenheit ist das erklärte Ziel von Christina Büchi. Abseits von Hektik und Kaufverpflichtungen sollen sich die Kundinnen und Kunden in aller Ruhe Zeit nehmen können.
_ Boutique Naturel, Luzernstrasse 15, 4950 Huttwil, Di. bis Fr. 9:00 –12:00, 13:30 –18:30, Sa. 9:00 –16:00 Uhr
Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Verstopfung und Durchfall sind typische Symptome, die durch eine gestörte Darmfunktion auftreten können. Auch Allergien und ein geschwächtes Immunsystem stehen oft im Zusammenhang mit einer geschwächten Darmflora. Für einen Aufbau des Darms eignet sich eine Kombination aus Probiotikas, L-Glutamin und Huminsäure. Huminsäure ist ein noch wenig bekanntes Naturprodukt: Sie bildet auf dem Darm einen beruhigenden Schutzfilm und bindet Schadstoffe. Zudem spielt auch die Aminosäure L-Glutamin eine wichtige Rolle: Sie liefert den Zellen der Darmschleimhaut Energie. _ Mehr Informationen auf www.naturefirst.ch Nature First Apotheke, Zürich, Tel. 044 496 60 30
Dinkel und Soja, eine ideale Kombination
Dinkel vereinigt viele Vorteile einer gesunden Ernährung: leicht verdauliche Kohlenhydrate, eine ideale Eiweisszusammensetzung, hochwertiges Fett mit ungesättigten Fettsäuren sowie Vitalstoffe wie Vitamine, Minerale und Spurenelemente. Soja, eine Eiweissquelle für Vegetarier, ist bekannt für sein hochwertiges Eiweiss. Es enthält 8 wichtige Aminosäuren und im Gegensatz zu Fleisch keine Harnstoffbildner, sogenannte Purine. Mit den neuen Dinkel-Soja-Vollkorn-Teigwaren ist MORGA eine ideale Kombination gelungen. Sie lassen sich gut kombinieren und begeistern mit ihrem leicht nussigen Geschmack. _ Erhältlich in Drogerien, Reformhäusern sowie im Bio- und Lebensmittelfachhandel
Die Lebensarena PETA ist eine Lebensschule für Erwachsene mit Vergangenheitsbewältigung und Selbsterfahrung. In der psychologischen Lebensberater-Ausbildung werden Grundkenntnisse der Individual-Psychologie, der Transaktionsanalyse sowie gelebte Spiritualität vermittelt. Der Inhalt der Gesundheitsberater-Ausbildung lenkt die Aufmerksamkeit auf körperliche, geistige und seelische Zusammenhänge. Durch mehr Wissen und die dazugehörige Achtsamkeit auf allen Ebenen kann die Gesundheit aktiv beeinflusst und gefördert werden. _ Lebensarena PETA, 6422 Steinen Tel. 041 832 17 34 oder 044 881 36 16 www.lebensarena-peta.ch
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31. Jahrgang. ISSN 2234-9103
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Zweisamkeit ist zu wenig
Wenn Menschen mehr als nur eine Person lieben, nennt man das Polyamory.
Regula Heinzelmann, heute 55, lebt seit 30 Jahren so – mit dem Einverständnis ihrer Partner.
Saubere Sache
Einfacher und unkomplizierter als man denkt: Wer keinen Garten hat, kompostiert einfach auf dem Balkon.
Weitere Themen
West-TCM kombiniert traditionelle chinesische Medizin mit westlichen Heilkräutern. Warum die West-TCM immer mehr Anklang findet.
l Meret Bissegger: Tessiner Köchin und Kräuterfrau l Laut und bedrängt: der Kuckuck hat es nicht leicht l Sagenumwobenes Val de Travers: Wanderung zur Quelle der Areuse
«natürlich» 04-2011 erscheint am 31. März 2011
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Mein Kellerabteil ist fünf Quadratmeter gross. Ich nenne es die «Kammer des Grauens». Wenn ich hinabsteige, werde ich kurzatmig, Schweiss tritt mir auf die Stirn. Dort unten riecht es nach Schlauchboot und dem Igluzelt, das ich nach meinem letzten Open Air vor fünf Jahren nass eingepackt habe. Und meine Nase sagt mir auch, dass hier ständig irgendetwas mit Fell vor sich hin stirbt. Fünf Quadratmeter! Ich staune jedes Mal, was hier alles rein passt. Die ganze Höhe und auch die Diagonalen wollen fachgerecht genutzt sein. Das braucht Fingerspitzengefühl. Meistens hilft aber auch Gewalt.
Die fünf Quadratmeter Karsumpel, das bin ich!
Ich hebe vieles auf. In einer Kiste mit der Aufschrift «wird vermutlich einmal wertvoll» schlummern beispielsweise ein original Swissair-Schöggeli, ein Videorecorder mit einer leeren VHS-Kassette und eine vom Grünspan zerfressene Münze, die ich als Zehnjähriger am Strand von Biarritz ausgegraben habe. Ich kann mich schlecht trennen. Ich bin nostalgisch. Andere würden sagen, ich verbeisse mich geradezu in die Vergangenheit – wie ein Pitbull. Pfui! Aus! Aus!
Simon Libsig erlebt im Keller eine geistige Metamorphose: Durch systematisches Umschichten wird aus tiefer Angst grosse Freude. finde ich Neocolor-Zeichnungen, die meine Mutter für mich aufbehalten hat. Ich nehme sie heraus und betrachte sie im schummrigen Kellerlicht. Dann lege ich sie in der Kiste «wird vermutlich einmal wertvoll» ab. Mein Blick fällt auf ein Paar rote Skischuhe: Es war im Apès-Ski in Davos, als ich mir das Wadenbein brach. Ich bin unschlüssig, schreibe aber mal «evtl. eBay» auf ein Post-it und klebe es an die Schuhe. So, was haben wir noch? Drei Stunden später sitze ich immer noch auf dem Kiesboden meines Kellerabteils, umringt von meinen Lieblingsstofftieren und lese Liebesbriefe, geschrieben in Schnürlischrift. Im Hintergrund läuft die Hitparadensendung vom 3. 5. 1986, die ich damals auf Tonbandkassette aufgenommen hatte, ein paar Räucherstäbchen verbreiten Sandal-Duft und lassen meine Augen tränen. Ich bin sehr zufrieden mit mir. Ich habe jeden Gegenstand, der sich in meinem Kellerabteil befindet, kritisch unter die Lupe genommen. Keiner schien mir, auch nach reiflicher Überlegung, gänzlich unnütz. Vielleicht unordentlich versorgt, das ja, aber sonst allemal noch brauchbar. Um Ordnung in das Chaos zu bringen, habe ich systematisch umgeschichtet. Ich habe mein Kellerabteil gedanklich in drei Zonen eingeteilt, und jeden Gegenstand seiner Bestimmung entsprechend verschoben. In Zone 1 befinden sich Dinge, die repariert werden müssen. In Zone 2 sind alles Sachen, mit denen man noch etwas anfangen kann, und sei es auch nur sie der Heilsarmee zu spenden. Und Zone 3 nenne ich die «indifferente Zone». Ein einfaches System, aber man muss erst mal drauf kommen. u
Ein guter Freund hat mir zum Jahresbeginn das Buch «FengShui gegen das Gerümpel des Alltags» geschenkt. Ich habe zwar erst den Klappentext gelesen, aber ich habe Folgendes verstanden: So wie es in meinem Keller aussieht, so sieht es auch in mir drin aus. Diese fünf Quadratmeter Karsumpel, das bin ich! In mir herrscht ein Chaos aus Plastiktüten, Ordnern und Kartonkisten vollgestopft mit, mit – ja mit was eigentlich? Im ersten Ordner
Simon Libsig (1977) kann lesen und schreiben. Mit dieser Fähigkeit gewann der Badener bereits mehrere Poetry Slams und den Publikumspreis Swiss Comedy Award 2009. www.simon-libsig.ch