Bulletin SKWJ/ASJS - 1/13

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EXCURSION

Bulletin

Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus Association suisse du journalisme scientifique Swiss Association of Science Journalism

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1 | 13 JANUAR 2013 EDITORIAL

Liebe Mitglieder

Tier des Jahres 2013: Geburtshelferkröte (Foto: Pro Natura / Dave Augustin)

Chers membres Bienvenue dans l’année du crapaud accou­ cheur! Le journalisme scientifique est-il mena­ cé de disparition, tout comme cet amphibien sa­ cré animal de l’année 2013 par Pro Natura? Notre pratique comme «vrais» journalistes estelle fragilisée par une nouvelle espèce invasive: les acteurs de la communication scientifique? C’est la question qu’a posé – sans avoir utilisé cette métaphore animale un peu forcée – Beate Kittl, membre du comité de l’ASJS lors du der­ nier congrès ScienceComm. Elle a demandé moins de «direct to consumer communication» et davantage de journalisme scientifique indé­ pendant. Mais que celui-ci se fasse de plus en plus rare n’est pas seulement à imputer au manque d’argent dans les rédactions et pour les pigistes. C’est aussi la faute aux journalistes scientifiques eux-mêmes qui ne prennent pas toujours leur rôle assez au sérieux et hésitent à attaquer les puissants. Voilà une bonne résolu­ tion pour la nouvelle année... 1 | sk wj-bulletin 1/13

Willkommen zum Jahr der Geburtshelfer­ kröte! Sind wir Wissenschaftsjournalis­t­ innen und -journalisten auch so bedroht wie das von der Pro Natura zum Tier des Jahres 2013 gekürte Geschöpf? Oder ist es zumindest unsere Tätigkeit als «echte» Journalisten? Weil eine invasive Art – die Wissenschaftskommunikatoren – das ­Ter­rain erobert? Natürlich ist dieses mein Bild schief – und bösartig oben drein. Trotzdem f­orderte Vorstandsmitglied ­Beate Kittl an der letzten ScienceComm weniger Direct-­­to-­Consumer-Kommuni­ kation und mehr starken, unabhängigen und vor allem «journalistischen» Wissen­ schaftsjournalismus. Schuld an dessen Marginalisierung sei aber nicht nur das fehlende Geld in den Redaktionen und für Freie, sondern durchaus auch, dass wir selber unsere Rolle nicht immer ernst ge­ nug nehmen, dass es uns zuweilen an ge­ sunder Distanz und Skepsis fehlt. Da hät­ ten wir also einen Vorsatz fürs angebro­ chene Jahr… Die Rede von Beate Kittl lest ihr auf Seite 2. Immer mehr Journalisten tragen ihr Büro quasi auf sich, als Smartphone oder Tablet. Und darauf gibt es eine Menge von kleinen Helferchen: die sogenannten Apps. Christophe Ungar stellt unter den tausenden von Apps zum Thema Wissen­ schaft einige vor. Und dann schauen wir zurück, auf den Tag des Wissenschaftsjournalismus 2012 in Berlin, auf unser aus Vorstandssicht rundum gelungenes Gesundheitsseminar zum Thema DMS-5 (die vielzitierte «Bi­ bel» der Psychiater, die 2013 vollständig überarbeitet herauskommen soll – mit dramatischen Folgen, wie einige unserer Speaker warnten) und schliesslich auf die Wissenswerte, an der es u. a. Medien­ schelte gab.

Mit Veranstaltungen des Klubs geht es be­ reits im März wieder weiter: Es steht ein Besuch am Swiss Institute of Bioinforma­ tics SIB an. Zwar haben wir in einer der letzten Nummern des Bulletins bereits ein­ mal über das SIB berichtet, aber der Be­ such vor Ort soll nun plastischer werden lassen, wie wichtig die Bioinformatik heu­ te für viele Wissenschaftszweige, von der Medikamentenentwicklung bis zur Erfor­ schung terroristischer Netzwerke, gewor­ den ist. Mit Vor- und Rückschauen ist die Band­ breite dessen, was wir im Bulletin gerne publizieren möchten, aber bei Weitem noch nicht abgedeckt. Deshalb der Aufruf an alle Klubmitglieder: Meldet euch, wenn ihr eine Geschichte fürs Bulletin habt: Recherchen, Essays, Kommentare, Polemiken, Analysen, Interviews, Arbeits­ berichte, alles ist willkommen. Für auf­ wendigere Geschichten insbesondere von freien Kolleginnen und Kollegen haben wir sogar ein kleines Bisschen Geld zur Verfügung. Mehr dazu auf Seite 14. Auf ein ertragreiches wissenschaftsjour­ nalistisches 2013 freut sich Pascal Biber

INHALT / SOM M AIRE

Editorial .................................................1 Plädoyer für echten Journalismus .............2 Science-Apps .........................................5 Tag des Wissenschaftsjournalismus ..........7 Gesundheitsseminar ................................9 Wissenswerte ......................................11 Seminair at SIB .....................................13 In eigener Sache ...................................14 News / neue Mitglieder..........................15


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