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Mein Arbeitsplatz

Dirk Kleinwort: „Wir sind ein Familienbetrieb, hier packt jeder mit an.“

„Ich bin Obstbauer – und das schon in der dritten Generation. Mittlerweile kümmere ich mich nicht mehr um die Außenanlagen, das macht mein Sohn. Ich bin für die Vorbereitungen für die Wochenmärkte zuständig, für den Einkauf von anderen Obstsorten,

DIRK KLEINWORT, OBSTBAUER

Big Apple

Herbstzeit ist Apfelzeit! Doch bevor wir einen frischen Apfelkuchen in den Ofen schieben können, müssen die Früchte natürlich erst geerntet werden. Und die Erntesaison ist gerade in vollem Gange: Bis Ende Oktober müssen die meisten Äpfel vom Baum sein. „Frühsorten pflücken wir schon Ende August, mit den meisten Sorten geht es dann Anfang September los“, sagt Dirk Kleinwort.

Gemeinsam mit seinem Sohn führt er das Obst-Paradies Kleinwort in Wedel in dritter Generation. Gelernt hat er ursprünglich mal Baumöbeltischler, aber bereits vor über 30 Jahren bei seinem Vater auf dem Hof angefangen. „Man wächst in den Job rein. Hier helfen eigentlich alle mit“, sagt er. Ein echter Familienbetrieb und das nicht nur, weil für das Sortieren der Äpfel in Tüten und Kisten. Ich kümmere mich um anfallende Reparaturarbeiten auf dem Hof, um die Vor- und Nachbereitung der Erntetage und was sonst noch alles anfällt. Es ist ein toller Job, aber die Bedingungen werden immer härter.“ sich auch hier in der Landwirtschaft der Personalmangel bemerkbar macht.

Mit knapp zehn Hektar und 15 verschiedenen Apfelsorten ist es der größte Hof in Wedel. Trotzdem gibt es deutlich größere Höfe: „Wir sind klein und familiär. Wir versuchen, fast alle Äpfel im Hofladen und auf Wochenmärkten zu verkaufen. Mit Großhandel haben wir nur wenig zu tun“, erzählt Dirk Kleinwort.

Während der Ernte hilft er auch, besonders bei den Vorbereitungen, bevor die Helferinnen und Helfer zum Pflücken losziehen. Vorbereitungen, Reparaturen, Einkäufe und Organisation, damit ist er meistens beschäftigt. Oder damit, die Äpfel aus den 300 Kilo-Kisten vom Feld umzu- sortieren in kleinere Kisten für den Markt und fünf-Kilo-Tüten. Auch auf den Wochenmärkten ist er immer mit dabei: „Das ist eigentlich das Schönste, wenn man seine eigene Ware dann gut verkaufen kann“, sagt er.

Um die Betreuung der Außenanlagen und dementsprechend Frostschutz, Kontrollen und wenn nötig Schädlingsbekämpfung, aber auch dem Anbinden, Schneiden und Stutzen der ungefähr 25.000 Apfelbäume kümmert sich die nächste Generation.

Tipp: Wer sich selber genauer anschauen möchte, wo die Äpfel herkommen und frisch vom Baum pflücken möchte, kann am 10. September beim Apfelfest auf dem Hof vorbeischauen!

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