aufgespürt 2016
ZEIT ZU ZWEIT: MIT DEM WINZER „IN DIE GREAN“
KULTOUR: QUER DURCHS WEINVIERTEL
DAS MAGAZIN FÜR WEINVIERTEL-NEUGIERIGE ZUM FRÜHJAHRSAUFTAKT
KULINARIK: WEINVIERTLER GENUSS-STREIFZUG
Katharina Arndt
Nationalpark Thayatal
Amethyst Welt Maissau
Einladung in den Frühling Der erhabenen Ruhe der Region des Weinviertels können die Hektik und das rasante Lebenstempo der Gegenwart nichts anhaben. Im Weinviertel lässt sich das Gefühl für das Wesentliche und das Leben im Hier und Jetzt besonders gut mit einem Besuch bei einem Winzer, den zahlreichen Ausflugszielen, romantischen Kellergassen und den unaufgeregten Hotspots erfahren. Das Weinviertel ist ein weitläufiges, fruchtbares Hügelland, von drei großen Flüssen – Thaya, March und Donau – eingerahmt. Im Herzen ragen die Leiser Berge empor. Wir laden Sie hiermit ein, das weite Land mit uns gemeinsam in dieser Ausgabe von „aufgespürt“ zu erkunden. Keinen besseren Zeitpunkt gibt es hierfür als den Frühling 2016!
2
Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515 info@weinviertel.at www.weinviertel.at
Alle Angaben und Informationen wurden mit großer Sorgfalt recherchiert. Jedoch bestehen keine Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.
EDITORIAL
WILLKOMMEN, ZUR
Im Frühling erwachen Natur und Mensch zu neuem Leben. So gesehen ist das Weinviertel ein „Frühaufsteher“. Denn hier beginnt der Frühling früher. Die Winzer gehen mit ihren Gästen „In die Grean“, auf einem Bankerl sitzt man zusammen, die Kellerwand im Rücken und die wärmende Frühlingssonne im Gesicht. „Genussvolle Gelassenheit“ wollen wir damit vermitteln. Ganz ähnlich „Tafeln im Weinviertel“, wo Spitzenköche eine lange Tafel mitten in die Natur (meist ein Weingarten) stellen, festlich weiß decken und bis zu 100 Gäste mit feinster Küche und ebensolchen Weinen verwöhnen. Unsere Gäste sollen Weinviertler Lebenslust erleben – authentisch, unterhaltsam, komfortabel. Dass wir damit auf einem guten Weg sind, beweist auch die Wahl des Weinviertels unter die Top Ten der österreichischen Tourismusdestinationen*. Machen Sie sich auf „Ins Greane“, in den Frühling im Weinviertel, und lassen Sie sich anstecken von der „Genussvollen Gelassenheit“ dieser Region!
Weinviertel Tourismus/Astrid Bartl
GENUSSVOLLEN GELASSENHEIT IM WEINVIERTLER FRÜHLING
4
Andreas Fleckl
20 24
MIT DEM WINZER „IN DIE GREAN“ 7 IN DIE GREAN GEHEN 8 GENIESSERZIMMER & PICKNICK 9 URLAUBSTIPPS 10 AUF DEN SPUREN NATIONALPARK
DI Hannes Weitschacher, Geschäftsführer * Destinationsstudie der Österr. Hoteliervereinigung 2015, Platz 9 unter den Aufsteigern für das Weinviertel.
ZEIT ZU ZWEIT
VON POLT
THAYATAL
ERSTES GRÜN STATT SCHNEE
12 FRÜHLINGSNEWS AUS DEN TOP-AUSFLUGSZIELEN
14
KULINARIK
WEINVIERTLER GENUSS-STREIFZUG
26 27 28
TAFELN & WIRTSHAUSKULTUR DAC: WEINWUNDER WEINVIERTEL WEINVIERTLER FRÜHLINGSMENÜ, REZEPTE
KULTOUR
QUER DURCHS WEINVIERTEL
PORTRÄTS UND INTERVIEW
18 DER JAKOBSWEG
IST DAS ZIEL
30 TERMINE: FRÜHLING &
FRÜHSOMMER 2016
31 IMPRESSUM
3
IN DIE GREAN GEHEN
ZEIT ZU ZWEIT IM WEINVIERTLER FRÜHLING Weinviertel Tourismus/Astrid Bartl
MIT DEM WINZER „IN DIE GREAN“
4
IN DIE GREAN GEHEN
Was schon vor hundert und mehr Jahren ein Brauch der Weinviertler Winzer war, wird heute immer mehr zum Wochenenderlebnis für entspannte Genießer: „In die Grean gehen“. Barbara Hutter, Fritz Gillinger
Gastgeber und Wirt packen den Picknickkorb – und dann zu zweit hinaus in den jungen Frühling und genießen!
5
Weinviertel Tourismus/Astrid Bartl
IN DIE GREAN GEHEN
Zweimal fein frühstücken gehört für „In die Grean gehen“-Gäste einfach dazu.
Weinviertel Tourismus/Astrid Bartl
Das Grundprinzip ist schnell erklärt: Die „Grean“ (= grün) ist ein traditioneller Brauch aus dem Weinviertel. Die Weinbauern gehen dabei am Ostermontag gemeinsam mit den Lesehelfern des Vorjahres hinaus in die Kellergasse, um dort den jungen Wein zu verkosten und für die Ernte zu danken. Man geht „ins Grüne“, „in die Grean“ also, denn ins Weinviertel kommt der Frühling ja bekanntlich schon sehr bald. Zu den Weinen werden traditionelle Schmankerln wie Osterschinken, Eier, Aufstrich mit Frühlingskräutern, Osterstriezel gereicht. Man plaudert, genießt die Frühlingssonne
Richtung Natur, Richtung Sonne, Richtung Weinviertel. Bald ist man da im Land der genussvollen Gelassenheit. Mit jedem KiloErlebnisse, die seit einigen Jahren nicht meter bleibt die Stadt weiter zurück und mit mehr nur Lesehelfern vorbehalten sind. Im ihr der Trubel einer ganzen Woche. Wer jetzt Weinviertel hat man diesen Brauch zu einem ins Weinviertel eintaucht, für den lässt der touristischen Angebot gemacht. So kann Frühling sein blaues Band flattern. Eigenjetzt jedermann erleben, wie es ist, „in die tlich ist die kurze Fahrt auch schon viel zu Grean zu gehen“. Das Programm ist vielfäl- schnell vorbei, aber neue Genüsse warten: tig und variiert, die Eckpunkte sind jedoch Mit einem herzlichen Lächeln heißen die bei allen „In die Grean gehen“-Angeboten Gastgeber willkommen. gleich. Dazu gehören zwei Nächtigungen in einem qualitativ hochwertigen Beherber- Appetit und Vorfreude sind groß, es geht gungsbetrieb, ein mehrgängiges Frühlings- ins Restaurant. Dort wartet ein 5-gängiges menü mit Weinbegleitung bei einem Wein- Menü auf die erwartungsvollen „In die Grean viertler Gastronomen gehen“-Gäste. Raffisowie eine Riedennierte Frühlingsgewanderung in Begleirichte mit den ersten tung einer Winzerin frischen Kräutern, oder eines Winzers mit jungem Gemüse, mit anschließender Spargel und allen ProWeinverkostung und dukten, die die Region Jause. Selten kann hervorbringt. Die man einer Region, Weinbegleitung und ihren Menschen und die Erläuterungen ihrer Art zu leben und der Kellnerin sind erzu genießen so nahestklassig. Spätestens kommen wie hier. jetzt setzt sie ein, die „genussvolle GelasMan stelle sich vor: senheit“, die so typNach einem lanisch fürs Weinviergen Winter, wenn tel ist. Plötzlich ein die Frühlingssonne freundliches „Griaß die Natur erweckt, euch!“. Der Winzer drängt man hinaus hat am Tisch Platz ins Grüne. Die idegenommen. Er ist der ale Gelegenheit, für Mann, der die Gäste ein Wochenende „in am nächsten Tag die Grean“ zu gehen. mit auf die Reise in Man bricht am Freidie Welt des Weines tagnachmittag auf. nehmen wird. Man
Ein freundliches “Griass euch!”. Der Winzer hat am Tisch Platz genommen.
Die bezaubernde Rebenlandschaft des Weinviertels ist auch exzellenter Schauplatz für ausgedehnte Wanderungen. Vor allem, wenn ein Weinviertler Winzer der Begleiter ist.
6
und freut sich, dass die Tage von Kälte und Nebel vorbei sind.
IN DIE GREAN GEHEN
Weinviertel Tourismus/Christine Wurnig
Beim Heurigen: Wein verkosten, Schmankerln genießen und mit dem Winzer plaudern.
plauscht, man staunt, man lacht und verabschiedet sich: „Bis morgen!“. Genau das Gegenteil von einem lieblosen 08/15-Touristenprogramm. Der nächste Tag, Samstag, fängt ja gut an: Marmelade, Honig, Brot, Gebäck, Speck, Eier, Gemüse, Apfelsaft – alles, was auf den Tisch kommt, hatte keine weite Anreise, stammt aus der Region. Dazu der herzerwärmende Blick auf die Hügellandschaft hinter dem Fenster. Am späteren Vormittag geht’s zum Treffpunkt Weingut: Er ist wieder da, der freundliche Winzer vom Vortag. Wir haben feste Schuhe und eine dicke Jacke für die Riedenwanderung angezogen. Schließlich kann der Wind ja doch noch etwas kühl blasen. Und wenn es regnet? „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Bekleidung!“, sagt man auch im Weinviertel. Es geht los. Es geht „in die Grean“. Der erfrischende Frühlingswind, der Geruch der frischen Erde, das Gezwitscher der Vögel und die knospenden Weinreben laden zu einem ausgiebigen Spaziergang durch die Weinberge. Gemeinsam mit dem Winzer „in die Grean gehen“. Ein Brauch, der unseren beiden Kurzurlaubern noch vor wenigen Tagen völlig fremd war, wird zur persönlichen unvergesslichen Erfahrung. Unterwegs erkärt der Winzer allerhand über den Weinbau. Man erreicht das Weingut, erkundet Produktionsstätten und natürlich den gut und reichlich bestückten Weinkeller. Danach werden mit Genuss der junge Wein und die gschmackigfrische Heurigenjause verkostet. Ersteres spannend kommentiert vom Winzer.
Wolfgang Rieder ist selbst Winzer und Gastgeber, kennt daher die Wünsche und Fragen seiner „Grean-Gäste“. (Der Winzer am Veltlinerhof hat vor einigen Jahren das älteste Haus in Poysdorf, das Eisenhuthaus, zu einem stimmungsvollen Domizil für Gäste umgebaut.) „Man kann stundenlang über den Wein erzählen“, schmunzelt der engagierte Weinbauer, „je nach Interesse des Gastes.“ So erkunden die Großen die Heimat der Trauben, kleine Besucher ritzen in der faszinierenden Kellerwelt ihren Namen in den Lehm, erkunden tastend die dunklen Ecken und lauschen den Erzählungen von der Geschichte der unterirdischen Gemäuer als Zufluchtsort, Proviantlager und Versteck. Man plaudert über die Philosophie des Weinmachens, über den ganz speziellen Weg, den der Winzer für seine Weine geht. Und dann verabschiedet man sich. Zurück ins gemütliche Quartier. Die Gastgeber haben Tipps bei der Hand, was man in der Umgebung unbedingt gesehen haben sollte und bei welchem Wirt man sich stärken kann. Später gerne, aber jetzt ist Ruhen angesagt. Aber nicht im Zimmer, sondern draußen. Die Gastgeberin hat zwei Liegestühle an den entzückendsten Platz im Garten gestellt. Daneben ein Tischchen mit einer kühlen Flasche Traubensaft. Niederlassen, aufatmen und mit allen Sinnen den nahenden Frühling erleben. Es war schön im Garten, man ist sogar für ein knappes Stündchen eingenickt, aber jetzt ins Zimmer. Sich frisch und fit machen für den Abend. Ein Besuch in einem Weinviertler Wirtshaus ist angesagt. Ein Blick auf die Liste der Mitglieder
„In die Grean gehen“ – alter Brauch, neu belebt Sobald am Karsamstag das Knattern der „Ratschen“* verklungen ist und ab Ostersonntag das große Schmausen beginnt, machen sich die Weinviertler Winzerinnen und Winzer auf in ihre Kellergassen. Doch nicht allein. Am Ostermontag – so will es die Tradition – laden die Winzer Mitarbeiter, Lesehelfer und seit Neuem auch Gäste des Weinviertels zu einer ausgiebigen Jause in die Kellergassen. Als Dank für die letzte Ernte und auch ein wenig als Motivation für das kommende Arbeitsjahr. Zum guten Essen gibt’s natürlich den entsprechenden Wein: Früher war’s der Haustrunk, der dabei auf den Tisch kam, heute sind es meist Bouteillenweine, mit denen man auf den nahen Frühling anstößt. „Jetzt geht alles ein bisserl schneller, aber früher war der neue Wein wirklich erst zu Ostern fertig“, weiß Michael Staribacher, Weinviertler Buchautor und ein wahrer Spezialist, wenn es um die überlieferten Bräuche seiner Heimat geht. Das „In die Grean gehen“ hat laut Staribacher seinen Ursprung in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Weinbau war zu dieser Zeit nicht mehr nur dem Adel und den Klöstern vorbehalten, nun konnten auch freie Weinbauern eigene Grundstücke bewirtschaften. Fürs Pressen und Lagern des Weins entstanden bald die ersten Kellergassen, die Winzer beschäftigten Dienstboten und Taglöhner. Das gesellige Beisammensitzen am Ostermontag hat sich vom Pulkautal über das ganze Weinviertel verbreitet. Warum aber genau an diesem Tag? „Der Brauch rührt vom biblischen Emmausgang her“, erklärt der Weinviertler Historiker und Autor Wolfgang Galler. „Die Jünger gingen damals nach der Auferstehung nach Emmaus und begegneten dabei dem Auferstandenen. Der Emmausgang ist ein Spaziergang in die erwachende Natur.“ Der „Emmaus-Gang“ eines Winzers führt natürlich in seine Weinberge und in die Kellergasse. Als erste Möglichkeit, nach dem langen Winter wieder ins Freie, eben ins Grüne zu kommen und die Natur zu genießen.
* Lärminstrumente aus Holz, die ab Gründonnerstag den Glockenklang ersetzen
7
Retzer Land/weinfranz.at
IN DIE GREAN GEHEN
Genießerzimmer
Weinviertel Tourismus/Wurnig
Es gibt viele Wege im Weinviertel, dem Alltag zu entfliehen, wieder ein wenig zu sich selbst und zueinander zu finden, Zeit zu zweit neu zu erleben. Umso besser, wenn sich auf diesen Wegen viele Gastgeber mit einladenden Genießerzimmern finden – ein Qualitätssiegel, das nur ausgewählte Betriebe erhalten. Die Genießerzimmer im Weinviertel sind die besten Adressen für Gäste, die ihren
8
Urlaub als Gesamtkunstwerk erleben möchten. Gastgeber, die Genießerzimmer anbieten, zeichnen sich durch ihre Liebe zur Region, ihre Freude am Genuss und ihren Einfallsreichtum aus. Bernd Kleinschuster vom Althof Retz ist so ein Gastgeber: „Die Ausstattung muss nicht nur hochwertig sein, sondern auch regionalen Bezug haben“, erklärt er diese ganz besondere Zimmerkategorie. „Das geht von der Kosmetiklinie im Bad bis zum Blumenstrauß im Zimmer, der von der
Wiese vor dem Haus stammt.“ Genießerzimmer sind nur in besonderen Häusern zu finden: Sie haben eine ausgezeichnete Lage und repräsentieren auf einfühlsame Weise die Region, in der sie sich befinden. Die Zimmer sind überdurchschnittlich groß und hochwertig ausgestattet. Besonderes Highlight: Die Gäste haben 3 Wünsche frei. Im Rahmen der Möglichkeiten des Gastgebers werden ganz persönliche Wünsche erfüllt. www.weinviertel.at/geniesserzimmer
Picknick mit Glaskultur
Wem die Stadt zu staubig wird, für den haben die Weinviertler das richtige Rezept parat: Den Schatz an der Hand nehmen und ab ins Grüne, mit einem köstlich gefüllten Picknickkorb, in dem auch ein edler Tropfen nicht fehlen darf. Die besten Tipps für schöne Platzerln und lauschige Ecken gibt’s vom Gastgeber, was in so einen Korb hineinkommt, zählt Markus Bsteh aus Wulzeshofen bei Laa auf: „Ein gschmackiger Rindfleischsalat und kalter Braten, ein bisserl Sulz, hausgemachte Aufstriche und ein gutes Brot, dazu je nach Saison Obst und Gemüse, von Paradeisern und Gurken bis zu Kirschen, Birnen oder Trauben.“ Dazu ein klassischer Vanillepudding als nostalgisches Augenzwinkern, alles umweltfreundlich in Rex-Gläser verpackt. Schneidbrett und Besteck dürfen ebenso wenig fehlen wie Gläser. „Der beste Wein schmeckt nicht aus einem Plastikbecher“, plädiert der Spitzenkoch für Glaskultur auch auf der grünen Wiese. Der Wein – wahlweise auch Apfel- oder Traubensaft – bleibt kühl im Thermofach des Rucksacks. Wer sich das Schmausen mit einem Spaziergang erst verdienen will, der lässt sich Korb und Rucksack an einen vereinbarten Treffpunkt liefern. Und an lauen Sommerabenden kann das Picknick auch einmal zur romantischen Mitternachtsjause werden. Das mache auch nichts, schmunzelt Bsteh: „Dann kann der Korb auch am nächsten Tag zurückgegeben werden.“ Infos: www.weinviertel.at/picknick-im-weinviertel Gutscheine bestellen: www.weinviertel.at/gutscheinbestellung-picknick Picknickwirte: www.weinviertel.at/picknickwirte-im-weinviertel
IN DIE GREAN GEHEN
der Niederösterreichischen Wirtshauskultur zeigt, dass ganz in der Nähe Gasthäuser mit typisch regionaler Küche warten (Reisetipp, Infos zur Niederösterreichischen Wirtshauskultur: www.wirtshauskultur.at). Fein war’s, mit den Wirtsleuten und einigen Einheimischen geplaudert und ein Wiederkommen versprochen.
steckt“, der für seinen Speck berühmt ist. Fantastisch! (Heurigenkalender für die Weinstraßen des Weinviertels: info@weinviertel.at oder +43 2552/3515.) Am Abend schließlich erreicht unser „In die Grean gehen“-Paar sein Zuhause. Man ist satt, müde, zufrieden, vielleicht sogar ein Stück gelassener. Und sicher, dass man wiederkommt, ins Weinviertel.
Das Sonntagsfrühstück spielt alle Stückeln. Man ist wieder überzeugt, dass das Frühstück ja doch die beste aller Mahlzeiten ist. Zumindest bis zum nächsten Essen! Un- Orte der Begegnung und des Genusses: Weinviertler Kellergassen ser „In die Grean gehen“-Paar hat sich noch zu einer Fahrt nach Retz entschlossen. Ins „Weinquartier“. Dort greift man zu den Weinen, die man in den letzten zwei Tagen so lieb gewonnen hat. Fündig wird man sicher, denn immerhin lagern hier rund 500 Weine von 50 Weinviertler Winzern! (Reisetipp) Danach ist ein Besuch des Retzer Erlebniskellers angesagt, ein unterirdisches Labyrinth – 20 Meter tief und 21 km lang. Weil man eine Führung gebucht hat, erfährt man faszinierende Details über diese „Unterwelt für den Wein“. (Reisetipp, weitere Top-Ausflugsziele: www.weinviertel.at/top-ausflugsziele) Weinviertel Tourismus /Petr Blaha
Und schließlich: es geht nach Hause. Im Gepäck ein kleines, frühlingshaftes Gastgeschenk. Aber über einen kleinen Umweg in eine Kellergasse, von denen es im Weinviertel noch so viele gibt. Früher waren die Keller der ideale Lagerplatz für die Rebensäfte, heute sind manche davon Orte der Begegnung und des Genusses. In der Kellergasse unseres Pärchens hat ein Heuriger „ausge-
URLAUBSTIPPS Zeit zu zweit Entspannung und Erholung Die Zweisamkeit wird im Alltag oft wenig zelebriert. Ein gesundes Bewusstsein für die Zeit zu zweit zu schaffen, ist aber ganz wichtig. Das Weinviertel bietet viele genussvolle Möglichkeiten mit dem passenden Spektrum an Ideen, um sich im Bewusstsein zu zweit wieder zu stärken. Ob in der Natur, in einem Wellnessbereich, beim Genuss der Kulinarik, bei einem Glas Wein oder in der idealen Unterkunft. Erholung, Entspannung, zur Ruhe kommen – im Weinviertel ist dies kein Problem. Gönnen Sie sich eine Auszeit vom Alltag! Weiterführende Information und freundliche Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.weinviertel.at/zeit-zu-zweit
In die Grean gehen
Auf den Spuren von Polt
Heute versteht man unter „In die Grean gehen“ das Begrüßen des Frühlings in fachkundiger Begleitung eines Weinviertler Winzers in den Monaten April und Mai. Gönnen Sie sich frische Luft und genießen Sie die Weite der Landschaft! Und das geht im Weinviertel besonders gut, denn während im Bergland noch Frost und Eis herrschen, ist hier bereits das pulsierende Leben des Frühlings überall zu spüren. Der laue und doch erfrischende Frühlingswind, der Geruch der frischen Erde, das sorglose Gezwitscher der Vögel und die knospenden Weinreben laden zu einem ausgiebigen Spaziergang durch die Weinberge. Danach werden mit Genuss der junge Wein und die gschmackig-frische Heurigenjause verkostet.
Begeben Sie sich auf die Spuren von Simon Polt! Begleitet von einem ausgebildeten Kellergassenführer besichtigen Sie die Drehorte der Krimireihe rund um Simon Polt und erfahren Wissenswertes sowie Hintergrundinformationen zur Romanfigur und deren Erfinder Autor Alfred Komarek. Genießen Sie die bestechende Weinlandschaft des Pulkautals auf dem Rad und wandeln Sie kulinarisch auf seinen Pfaden. Frei nach dem Motto des Weinviertels, der „Genussvollen Gelassenheit“, eine der Stärken der Krimifigur.
Weiterführende Information und freundliche Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.weinviertel.at/grean
Weiterführende Information und freundliche Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.weinviertel.at/polt
9
IN DIE GREAN GEHEN
Weinviertel Tourismus/Lois Lammerhuber
AUF DEN SPUREN
VON POLT Wer Alfred Komareks „Polt“-Romane gelesen oder die Verfilmungen mit Erwin Steinhauer gesehen hat, dem sind sie gegenwärtig, die sanften Hügel vor dem weiten Horizont des Pulkautals, die schnurgeraden Rebzeilen und die stillen Kellergassen. Eine Landschaft, wie gemacht für beschauliche Wanderungen und ebensolche Radtouren auf den Spuren des Herrn Gendarmerieinspektors Simon Polt. Nun sind die Polt-Wege fertig, mit Begleitbüchlein, Hinweistafeln und sogar Ruheplätzen für idyllische Pausen, mit sechs Abschnitten und insgesamt 60 Kilometern. Und weil auch ein Polt mit der Zeit geht, lassen sich Informationen und Texte – gelesen vom Autor Komarek persönlich – vom Smartphone abrufen. Das Weinviertel bringt den Ausseer immer noch zum Schwärmen: „Hier sind die Übergänge weich fließend.“ Der Hochsommer sei eindrucksvoll, wenn die Fruchtbarkeit sichtbar werde und der hohe Himmel, dann der lange Herbst, die Erntezeit. Es sei eine sehr sinnliche Landschaft, Bauernland seit mehr als 2000 Jahren. Dazu die Erfahrung des Grenzlandes, exponiert und nun wieder im Begriff zusammenzuwachsen. „Wien ist un-
Der „Polt-Weg“ führt durch jenes Weinviertel, das man in den Verfilmungen der Polt-Romane mit Erwin Steinhauer kennenlernen konnte.
endlich weit weg“, so der Autor, „auch entlang des Polt-Weges gibt es Landschaften, wo man von einem Horizont zum anderen kein einziges Gebäude sieht.“ Wer sich dann, trunken vom Fernblick und vom welligen Grün, auf Polts Spuren in einer der Kellergassen niederlässt, dem empfiehlt Komarek ein Achterl vom jungen Grünen Veltliner, mit seinem Duft und Geschmack nach „Spätsommer, warmem Weinlaub, Kellergasse und ziemlich viel Leichtsinn“.
Schaaatz...
kommst du kuscheln?? Lange nicht mehr gekuschelt? Gönnen Sie sich eine romantische Auszeit zu zweit in der Therme Laa – Hotel & Spa****S und genießen Sie in aller Ruhe Wärme und Zweisamkeit im wohlig warmen Thermalwasser!
10www.therme-laa.at
l. HP • 2 ÜN ink er ght-Dinn li le d n a C • Poysecco • Flasche
ab € .P2.36, p
PROMOTION
Entdecken Sie das Weinviertel und Südmähren mit der Vespa. Sie entscheiden, wohin der Weg Sie führt. Entweder entdecken Sie das malerische Weinviertel mit seinen Kellergassen und historischen Sehenswürdigkeiten oder Sie wandeln auf den Spuren der k. & k. Monarchie und besuchen Südmähren. Mit auf den Weg geben wir Ihnen einen prall gefüllten Picknickkorb voll mit Weinviertler Schmankerln, und am Abend verwöhnen wir Sie mit Köstlichkeiten aus unserer Küche – romantisch mit einem Fondue und klassisch mit einem 4-Gänge-Menü mit Spezialitäten aus der Region.
Info: JUFA Hotel in der Eselsmühle Seefeld 59-60 2062 Seefeld-Kadolz T: +43 5/7083 730 weinviertel@jufa.eu www.jufa.eu
Jufa Hotel
Package • 2 Übernachtungen mit Frühstück in unseren komfortablen Zimmern inkl. DU/WC, TV und Tresor • 1x 4-Gänge-Abendmenü mit Weinbegleitung • 1x Fondueessen • Vespa-Verleih für 6 Stunden inkl. einer Tankfüllung und Leihhelm (pro Zimmer 1 Vespa); bei Schlechtwetter Ganztageseintritt in die Therme Laa • Nutzung der hauseigenen Wellnesslandschaft inkl. Leihbademantel Buchbar 01.05.2016–30.09.2016 3 Tage / 2 Nächte pro Person € 159,–
40.000 Jahre Mensch im Urgeschichtemuseum MAMUZ Schloss Asparn/Zaya! Die Ausstellung im Schloss gibt einen einmaligen Einblick in die Urgeschichte, Frühgeschichte und Mittelalterarchäologie. Das Besondere ist die außergewöhnliche Gestaltung, die mit ihren interaktiven Stationen für viel Abwechslung sorgt, ganz nach dem Motto: Entdecken, staunen, ausprobieren! Das archäologische Freigelände gibt einen Blick in vergangene Lebenswelten – von der Steinzeit bis zur Eisenzeit. Hütten aus Lehm und Holz zeigen Wohnund Arbeitsbereiche wie das Handwerk der Steinschläger, der Bronzegießer oder der Drechsler. Die Gebäude sind in Siedlungen zusammengefasst, ergänzt durch Acker- und Gartenflächen. Bei den historischen Festen zeigt sich das archäologische Freigelände voller Leben – wenn Steinzeitjäger, Kelten oder Hunnen lagern und feiern. Sonderausstellung 2016: News from the Past – präsentiert werden die spektakulärsten Funde der Archäologie in Niederösterreich! • 23./24. April – Keltenfest • 27./28. August – Hunnenfest • 8. Oktober – Nacht der keltischen Feuer Info: MAMUZ Schloss Asparn/Zaya, Schlossgasse 1, 2151 Asparn/Zaya T: +43 2577/84180, info@mamuz.at, www.mamuz.at 20. März–27. November 2016, geöffnet: Di–So 10–17 Uhr (An Feiertagen auch montags geöffnet)
MAMUZ
Dolce Vita im JUFA Hotel in der Eselsmühle
Feine Ausflugsziele im Retzer Land
Weinerlebnis im Vino Versum Poysdorf
Nur eine Autostunde von Wien oder Krems entfernt und auch an die Bahn gut angebunden, liegt das Retzer Land rund um die Weinstadt Retz. Landschaft und Stadt Retz vermitteln südliches Flair: Prächtige Bürgerhäuser am Hauptplatz und das neu renovierte Rathaus bilden einen würdigen Rahmen zum Verweilen und Genießen, heißt es doch schon auf dem Zinnen-gekrönten Retzer Verderberhaus seit Jahrhunderten: „Alles mit der Zeit!“ Unter dem Stadtkern verbirgt sich das größte Geheimnis von Retz: der Retzer Erlebniskeller – Österreichs größter historischer Weinkeller. www.erlebniskeller.at
Vino Versum Poysdorf, das heißt universelles Erlebnis rund um Rebe, Traube und Wein in der Weinstadt Österreichs. Die WEIN+TRAUBEN Welt ist Hauptattraktivität, Zentrum und Treffpunkt für das touristische Angebot der Stadt. In der Traubenhalle erfahren Sie Wissenswertes über den Mythos Traube, im barocken Bürgerspital wird die Jahrtausende umfassende Geschichte der Weinstadt erkundet und das idyllische Freigelände mit dem einzigartigen Pressenmuseum gibt Einblicke in die Hauerarbeit von einst und jetzt. Die Sonderausstellung 2016 widmet sich den europäischen Adelsfamilien und ihren Beziehungen zu Poysdorf. Auch die Weinviertler Herrschaftskeller – wahre Schlösser unter der Erde – werden beleuchtet. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Bernsteinstraße wird die Traktorfahrt des Oldtimerclubs entlang der Bernsteinstraße nach St. Petersburg interaktiv präsentiert. Sehen Sie sich das an!
Retzer Windmühle Selbstbewusst steht das Wahrzeichen von Retz inmitten von Weingärten weit sichtbar auf einem Hügel im Nordwesten der Stadt: die einzige vollständig funktionsfähige Windmühle Österreichs! Tipp: Brotbacken für Gruppen und Schulklassen. www.windmuehle.at
Info: Retzer Land Büro und Tourismusinformation Retz Hauptplatz 30, 2070 Retz T: +43 2942/20010 oder +43 2942/2700 www.retzerland.at www.weinstadt-retz.at
Info: Vino Versum Poysdorf Brünner Straße 28, 2170 Poysdorf T: +43 2552/20371 www.vinoversum.at Geöffnet: 20. März– 15. November 2016 Täglich 10–18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr
Vino Versum Poysdorf
Weitere Highlights in der Weinstadt Poysdorf • Kellergassenführungen • Traktorrundfahrten • Schlumberger Sektwelt • Weingüter erleben
Weinviertel Tourismus/Astrid Bartl
Kommt Zeit, kommt Rad 400 km Themen-Radwege bringen Genuss-Radler in die Städte, Dörfer und Kellergassen. Begleitet wird man dabei vielfach von Weinreben und Wein. Was liegt näher, als z.B. dem Weinviertel DAC und dem Chardonnay einen eigenen Themen-Radweg zu widmen! Tipp: Mieten Sie ein Elektro-Bike im Retzer Stadtamt. T: +43 2942/2223-34 oder +43 664/3004757
11
TOP-AUSFLUGSZIELE
FRÜHLINGSNEWS AUS DEN Weinviertel Tourismus/Rita Newman
TOP-AUSFLUGSZIELEN
Eine Pracht: die Bauerngärten im Museumsdorf Niedersulz.
Gerade im Weinviertel sind es oft die versteckten Ziele, die einen Besuch lohnen. Selbstverständlich hat aber auch das Weinviertel Ausflugsziele aufzuweisen, die jährlich zigtausende Besucher anlocken. Fritz Gillinger
12
Woran erkennt man, dass das Frühjahr begonnen hat? Am Wetter, klar. Aber nicht nur die Natur erwacht im Weinviertel, auch die Top-Ausflugsziele des Landes können es gar nicht mehr erwarten, ihre Türen zu öffnen und den Gästen ihre neuen Attraktionen zu zeigen. Da ist zum Beispiel das MAMUZ auf Schloss Asparn/Zaya, in dem 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte in einer interaktiven Ausstellung miterlebt werden können. Anfang Mai (30. April/1. Mai 2016) geht hier das Aktivwochenende „Kräuterwissen“ über die Bühne. Schon seit Jahrtausenden nutzen die Menschen die Eigenschaften der Natur. An diesem Wochenende können große und kleine BesucherInnen von 10–17 Uhr im Freigelände im MAMUZ Schloss Asparn/Zaya entdecken, welche Kraft in oft unscheinbaren Pflanzen schlummert. Im MAMUZ Museum in Mistelbach werden ergänzend wechselnde Highlight-Ausstellungen gezeigt: 2016 steht unter dem Zeichen der geheimnisumwitterten Landschaft rund um Stonehenge (Start: 20. März 2016).
„Secret Lights – Das Geheimnis leuchtender Steine“, so der Name einer Sonderausstellung im Top-Ausflugsziel Amethyst Welt Maissau, die sich ab 27. Februar 2016 mit geheimnisvollen lumineszierenden Mineralien auseinandersetzt. Unscheinbare Steine, die bei ultraviolettem Licht in leuchtenden Farben erstrahlen. Zu einer viel beachteten Attraktion im Weinviertel hat sich das Museumsdorf Niedersulz entwickelt. In diesem größten Freilichtmuseum Niederösterreichs wird das bäuerliche Alltagsleben lebendig, der „Lebende Bauernhof “ begeistert Jung und Alt. Am Samstag, 23. April 2016, startet die Museumsdorf-Saison mit dem Pflanzenmarkt. Biologisch gezogene Pflanzenraritäten werden hier zum Verkauf angeboten. Im Vino Versum Poysdorf, der Erlebniswelt rund um die Traube, beginnt die Saison am Palmsonntag, 20. März 2016. Zusätzlich zur Sonderausstellung „Die Fürsten von Poysdorf“ werden 2016 gemütliche Traktor-Touren zu fürstlichen Schauplätzen angeboten. Also, nichts wie rein in den Weinviertler Ausflugsfrühling!
TOP-AUSFLUGSZIELE
ALLE TOP-AUSFLUGSZIELE IM WEINVIERTEL Amethyst Welt Maissau Dauerausstellung schöner Mineralien im Edelsteinhaus der Amethyst Welt Maissau. Weiters: Schaustollen, Schatzgräberfeld und größter Mineralien- und Energetik-Shop Österreichs.
Nationalpark Thayatal Vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Die direkte Anbindung an den tschechischen Národní park Podyjí ermöglicht grenzüberschreitenden Naturgenuss.
Liechtenstein Schloss Wilfersdorf Dauerausstellung über die Geschichte der fürstlichen Familie Liechtenstein. Wechselnde Sonderausstellungen und Vernissagen.
www.np-thayatal.at
www.liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at
Fossilienwelt Weinviertel (Foto Nr. 2) Urzeiten – vor 17 Millionen Jahren – mit Haien, Seekühen und Riesenaustern leben heute bei einer Multimediashow wieder auf.
MAMUZ Schloss Asparn (Foto Nr. 4) Interaktives Erlebnismuseum. Fundobjekte aus der Mittelalterarchäologie und aus der Landessammlung der Ur- und Frühgeschichte.
www.fossilienwelt.at
www.mamuz.at
Retzer Erlebniskeller Weitverzweigtes Labyrinth aus Kellersystemen unter der Weinstadt Retz. Unterirdische Abenteuer auf 20 km Länge.
MAMUZ Museum Mistelbach In Mistelbach werden in jährlich wechselnden Ausstellungen Highlights aus 40.000 Jahren Menschheitsgeschichte beleuchtet. 2016: „Stonehenge. Verborgene Landschaft.“
www.amethystwelt.at
Der Heldenberg (Foto Nr. 3) Hier setzt man Helden ein Denkmal. Dazu zählen auch Lipizzaner, die hier eine Ausbildungsstätte haben. Greifvogelstation und Oldtimerausstellung! www.derheldenberg.at
Therme Laa (Foto Nr. 6) Entspannung und Wellness für die Familie bei jedem Wetter. Verschiedenste Thermal- und Massagebecken im Innen- und Außenbereich.
www.erlebniskeller.at
www.therme-laa.at
Schloss Hof (Foto Nr. 1) Einst Prinz Eugens prachtvoller barocker Landsitz. Barockgärten, idyllischer Meierhof mit Tieren. Neu ab März 2016: 2 Erlebnispfade auf dem Gutshof.
www.mamuz.at
Museumsdorf Niedersulz (gr. Foto li.) Das größte Freilichtmuseum Niederösterreichs zeigt das Alltagsleben eines Weinviertler Dorfes. Rund 80 Gebäude und Bauerngärten. www.museumsdorf.at
Fotos: Tom Lamm, Benjamin Epp, Weinviertel Tourismus/Christine Wurnig, Eveline Hollinger, MAMUZ, Vino Versum, Therme Laa
www.schlosshof.at
Vino Versum Poysdorf (Foto Nr. 5) WEIN+TRAUBEN Welt mit Weinmarkt, Piazza, Traubenhalle, historischem Ecksteinhaus und Traubenkino. www.weinundtraubenwelt.at
1
2 4
3
5
6
13
Alexander Seidl
KULTUR
Volle Ladung: Die 8 von Skolka geben Gas und verleihen der Weinviertler Musikszene frischen Drive.
14
KULTUR
KulTOUR
QUER DURCHS WEINVIERTEL Die Essenz des Weinviertels spiegelt sich nicht nur in den sanften Hügeln und romantischen Kellergassen wider, sondern auch tief in den Herzen der Künstler, Liedermacher und Musiker, die diesen wunderschönen Flecken Erde ihre Heimat nennen. Melanie Sklenitzka
den Wirtshäusern, Heurigen und Kellern des Weinviertels und bringt sie im Duo oder mit Band auf die Bühne. Damit die Bretter, die die Welt bedeuten, auch regelmäßig gut besucht sind und das Publikum nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Lachen animiert werden soll, wurde 2015 das Weinviertel Kabarett ins Leben gerufen. In Ernstbrunn, Kleinweikersdorf, Falkenstein und Zistersdorf treten regelmäßig nicht nur bekannte Kabarettisten, sondern auch vielversprechende Nachwuchstalente auf. So gaben sich bereits Klaus Eckel, Andrea Händler, Reinhard Nowak, Mike Supancic und viele mehr die Ehre – und die nächsten Granden der österreichischen Kabarett-Szene werden sicher nicht lange auf sich warten lassen. Der Kleinkunst im Weinviertel sagt man eine große Zukunft voraus. Die bühnenreife KulTOUR führt weiter nach Ziersdorf, wo der Jugendstilsaal des
Weinviertler Blasmusik am Fuße der Burgruine Falkenstein.
Konzerthauses Weinviertel nach einer Generalsanierung einen zweiten Frühling erlebt. Einst stand er im Ruf, der schönste Ballsaal zwischen Wien und Prag zu sein, jetzt beheimatet er die Bühne für eine Vielzahl an KünstlerInnen wie Otto Schenk, Erika Pluhar Andreas Vitasek, Willi Resetarits oder Erwin Steinhauer. Von Klassik über Kabarett bis hin zu Theater und speziellen Kinder- und Jugendvorführungen – im Streichersaal des Konzerthauses Weinviertel findet so gut wie alles seinen Platz. Seinen Namen hat der Saal übrigens nicht von Geige & Co., sondern von Prof. Ludwig Streicher, einem der bedeutendsten Kontrabass-Solisten der Welt! Kultur & Kulinarik in malerischer Kulisse Im nördlichen Weinviertel, genauer gesagt in Asparn an der Zaya, wurde aus dem ehemaligen Gutshof des Schlosses 2003 mit viel Einsatz von Michael Rosenberg und Monika Langthaler-Rosenberg eine der lebendigsten und stimmungsvollsten Kulturstätten der Region: der Filmhof Wein4tel. Eingebettet in das sogenannte „Stettle“, ein Ensemble aus Schlossanlage, Kirche und Minoritenkloster, hat der Filmhof nicht nur ein ganzjährig bespieltes Theater- und Filmzentrum zu bieten, er wartet auch mit
„Eine akustische Mühle für feinen Musikkaffee” Jimmy Schlager, Weinviertler Musiker
Daniela Matejschek
Musik und Humor verbinden „de Leit“ Das musikalische Weinviertel hat aber nicht nur talentierte Newcomer wie die lebhaften Skolka, sondern auch renommierte „alte Hasen“ zu bieten. Einer davon ist Jimmy Schlager. Er ist Singer-Songwriter, Chansonier und musikalischer Erzähler, Komponist, Arrangeur, Moderator und Musiker und bringt mit seinen Liedern und Programmen die Seele des Weinviertels zum Vorschein. „Eine akustische Mühle für feinen Musikkaffee“, wie er selbst sagt. Er ist aber bestimmt auch nicht böse, wenn man seinen Liedern und Erzählungen bei einem Glas Wein lauscht … Seine unterhaltsamen und berührenden Geschichten holt sich der gebürtige Ebenthaler aus
Weinviertel Tourismus/Heidemarie Lahofer
Wenn der Frühling ins Land zieht, die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und ein Hase vorsichtig die Nase aus dem taufeuchten Gras hebt … – dann schreit Judy von Skolka schon einmal „Gemma, Gemma!“ ins Mikro, und ihre sieben Mannen legen mit einer unverwechselbaren Mischung aus Ska und Polka los. Mit Posaunen, Trompeten, Bass und groovigen Gitarrenriffs beweisen sie, dass es im Weinviertel nicht immer so ruhig zugeht, wie es auf den ersten Blick scheint …
Jimmy Schlager, Sänger, Autor und Komponist mit Witz und Hirn.
15
KULTUR
Tafeln im Weinviertel
Von Juni bis August decken wieder einige der besten Köche des Weinviertels an den schönsten Plätzen der Region, mitten in der Landschaft, stilvolle Tafeln und servieren feine Gerichte aus regionalen Produkten mit passender Begleitung von Weinviertler Weinen. Getafelt wird unter freiem Himmel – in Kellergassen, zwischen den Reben, in märchenhaften Schlosshöfen oder mit Blick ins weite Land. Serviert wird bei jeder Tafel ein fünfgängiges Menü mit Weinbegleitung, regionalen Fruchtsäften und Mineralwasser. Musikalisch werden die Tafeln von authentischer Weinviertler Livemusik untermalt. Weiterführende Information und freundliche Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.weinviertel.at/tafeln-im-weinviertel
Reinhard David
Eine der beliebtesten Veranstaltungsreihen der Region ist „Tafeln im Weinviertel“. Kein Wunder, spricht es doch gleich mehrere Sinne an: Kulinarik und Musik können hier in einzigartiger Umgebung genossen werden. Weinviertler Spitzenköche kredenzen an langen, weißen Tafeln inmitten von prächtigen Kulissen edle Menüs und erlesene Weine. Dazu gibt’s wechselnde musikalische Live-Darbietungen. Ob auf Schloss Maissau, mit Blick aufs Dreiländereck, im Schatten der Retzer Windmühle oder in einer der Kellergassen – Tafeln im Weinviertel ist ein Erlebnis für alle Sinne. Besonders dann, wenn die letzten Sonnenstrahlen hinter den Hügeln verschwinden und sich die Nacht friedlich über das Weinviertel legt. (Package siehe rechts.)
URLAUBSTIPP
Wer auch inmitten landschaftlicher Idylle und entspannter Atmosphäre auf Kultur und Musik nicht verzichten will, der ist im Weinviertel genau richtig. Die zahlreichen Schauplätze und Bühnen sind ebenso wie die Weinviertler KünstlerInnen unvergleichlich und bezaubern durch ihren ganz eigenen Charme. Manchmal ruhig und nachdenklich, manchmal voller Energie und Lebensfreude – jedenfalls unvergesslich.
kulinarischen Genüssen auf. Besonders in den ersten warmen Frühlingsnächten ist der gemütliche, durch alten Baumbestand geschützte Hof mit Lagerfeuer und romantischer Beleuchtung der perfekte Ort, um einen Film- oder Theaterabend bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen und die historische Kulisse zu genießen. Der Filmhof Wein4tel ist Mitglied des Theaterfestes NÖ und des Kinosommers NÖ und wartet jährlich mit einer Theater-Eigenproduktion auf, abgerundet mit Kabarett und einem Kinoprogramm abseits des Mainstreams.
„Auf geht’s!“ – Skolka singen auch über typische Weinviertler Kirtagsstimmung.
PROMOTION
Der Heldenberg ist eine einzigartige Ausflugsdestination, 5 Attraktionen an einem Ort, Sehenswürdigkeiten für die ganze Familie: Die Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule sind hier ganzjährig in den Stallungen und beim Training zu besichtigen. Die Radetzky-Gedenkstätte ist die letzte Ruhestätte der Feldmarschalle Radetzky und Wimpffen. Ein Streifzug durch das Leben von Radetzky in dreidimensionalen Zinnfigurendioramen, bis zum Begräbnis am Heldenberg. Die schönsten Automobile bei Koller’s Oldtimern zeigen 125 Jahre Automobilgeschichte, angefangen bei der Kutsche bis zum Automobil. Das Steinzeitdorf und der Kreisgraben bieten Einblicke in das Leben in der Jungsteinzeit. Für die Familien das neue HeldenbergSpiel – Geschicklichkeit für Groß und Klein – und der Streichelzoo. NEU am Heldenberg: Der Falkenhof Aigner zeigt einheimische Jagdvögel bei spannenden Flugvorführungen und in den Volieren.
Im westlichen Weinviertel gelegen, eröffnet sich das Schmidatal – geprägt von einer jahrtausendealten Geschichte. Rätselhafte Kreisgräben, die imposante Radetzky-Gedenkstätte, historische Baujuwele wie das Konzerthaus Weinviertel und der historische Hauptplatz in Sitzendorf oder die prächtige Kirche des Jakob Prandtauer in Ravelsbach prägen das Bild. Die Funde der Keltensiedlung am Sandberg bei Roseldorf haben große geschichtliche Bedeutung. Der Brandlhof in Radlbrunn ist eine lebendige Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Abseits stark befahrener Straßen eröffnet sich dem Radfahrer der Reiz der Region. Rund 100 km beschilderter Radwege bereiten großes Radvergnügen. Die Wanderwege des Schmidatals führen zu den schönsten Aussichtspunkten, oder Sie stehen plötzlich vor dem Bisongehege, einem Erlebnis der besonderen Art. Lassen Sie sich von der Schmidataler Gastlichkeit verwöhnen! Gemütliche Zimmer, köstliche Schmankerln und hervorragende Weinspezialitäten laden zum Verweilen ein.
Geöffnet April und Oktober Di–So 9–17 Uhr, Mai–Sept. bis 18 Uhr Lipizzaner, Koller & Falkenhof ganzjährig geöffnet, November–März nur Sa und So 9–17 Uhr
16
Spanische Hofreitschule/Julie Brass
Info: Der Heldenberg Wimpffen-Gasse 5, 3704 Kleinwetzdorf T: +43 2956/81240, www.derheldenberg.at
Info: Landschaftspark Schmidatal Wimpffen-Gasse 5 3704 Kleinwetzdorf T: +43 2956/81240, F: +43 2956/81240-20 info@schmidatal.at www.schmidatal.at
LPS/Stefan
Der Landschaftspark Schmidatal Eine Region mit bewegter Geschichte
Eveline Hollinger
Der Heldenberg Der Berg der Superlative
KULTUR
INTERVIEW „DAUNZBOA MUASS’ SEI!“ … so weit sind sich die acht Mitglieder von Skolka einig, was den Anspruch an ihre Musik betrifft. „Daunzboa“ heißt darum auch ihr aktuelles Album.
Florian Schulte
hat. Für unsere ersten Lieder hatten wir noch Schießbude und dann geht’s ab auf die Tanzenglische Texte, aber im ureigenen Dialekt singt fläche … sich’s einfach leichter … Ihr seid auch immer wieder unterwegs Abgesehen vom Dialekt, wie spürt man in Deutschland. Wie erklärt ihr einem deutschen Fan, warum er unbedingt Ska, Polka und Reggae ist eine ungewöhn- das Weinviertel in eurer Musik? liche Kombination, vor allem für eine Südmährische Musik und Polka waren schon einmal das Weinviertel besuchen sollte? Weinviertler Band. Wie ist euer wohl immer im Weinviertel daheim – das merkt man Da müssten wir, zumindest in Norddeutschland, auch in unseren Songs. Wir sind alle „echte erst einmal die Sprachbarriere überwinden! einzigartiger Stil entstanden? Wir haben fast alle Blasmusik-Vergangenheit Weinviertler“, im Grenzgebiet aufgewachsen, Nein, Spaß beiseite: Einfach weil’s bei uns so und eigentlich als Ska-Punk-Coverband begon- und leben auch heute noch hier. Natürlich haben schön ist! Das Weinviertel strahlt gleichzeitig nen, bevor wir uns an eigene Kompositionen auch einige unserer Texte Bezug zur Heimat: Gemütlichkeit und Gelassenheit aus. Wir haben gewagt haben. Jeder von uns hat unterschiedli- „Auf geht’s“ beschreibt zum Beispiel die typische eine traumhafte Landschaft, man kann herrlich che Einflüsse mitgebracht. Diesen Mix hat man Weinviertler Kirtagsstimmung – wenn auch ein entspannen und dabei so viel entdecken. Man anfangs noch ziemlich gespürt, bis sich im Laufe bisschen augenzwinkernd. Die Mädels machen kann wandern, Rad fahren – und natürlich der Zeit unser jetziger Stil herauskristallisiert sich hübsch, die Burschen treffen sich an der Wein trinken. Verratet ihr uns noch eure Geheimtipps? Die für euch schönsten oder spannendsten Plätze im Weinviertel? Eines unserer Lieblingslokale im Weinviertel ist das „Alte Depot“ in Mistelbach, ein Szenelokal und Kulturtreffpunkt. Wir sind gern draußen im Freien – da gibt’s zum Beispiel unser supergeheimes „Chill-Platzerl“ in der Nähe von Herrnbaumgarten und den Thayastrand in Laa/Thaya, wo auch unser Video zu „Gemma, Gemma!“ gedreht wurde. Das Weinviertel ist voll von solchen schönen Platzerln. Und natürlich verbringen wir gern Zeit in den Kellergassen – das hat lange Tradition, ist aber auch in unserer Generation wieder sehr angesagt!
Die junge Weinviertler Band Skolka im Interview. Schauplatz: das Alte Depot in Mistelbach, Szenelokal und „Chill-Platzerl“ der Gruppe.
Frühlingserwachen zum Anhören
Seit 2013 steht der Bandname Skolka für eine rasante Mischung aus lebhafter Polka und mitreißendem Ska. Mit groovigen Gitarrenriffs und heißen Beats, mit Posaunen und Trompeten füllen die acht Weinviertler regelmäßig die Tanzflächen in Clubs und vor den Bühnen einschlägiger Festivals. Die herrlich ehrlichen Mundart-Texte, gesungen von Sängerin Judy, machen Skolkas Sound wohl einzigartig und lassen den Hörer das kulturelle Frühlingserwachen des Weinviertels erleben. Als inoffizielle Botschafter des Weinviertels ist die Band viel unterwegs – das „Rock am Meer“-Festival in Kroatien, das Buskers Festival am Wiener Karlsplatz und eine extensive „Summa Tour“ mit Auftritten auch in Deutschland erwiesen sich als grenzüberschreitende Erfolge: Allein im Jahr 2015 standen um die 40 Shows am Programm. Skolkas erste EP „Gemma, Gemma!“ erschien 2013, der Song erreichte Platz 34 der Austria Top 40, ihr Debütalbum: „Daunzboa“.
SKOLKA-GEHEIMTIPP Wein und Wanderwonnen im Veltlinerland
Das sonnige Veltlinerland mit den sanft gerundeten Weinbergen, romantischen Kellergassen und verträumten Weinorten ist ideal zum Wandern und Walken auf den Spuren des Grünen Veltliners. Ein gepflegtes Wegenetz garantiert Wandergenuss mit moderaten An- und Abstiegen. Wer sein Wissen rund um den Wein und seine Bedeutung für das Veltlinerland vertiefen möchte, ist in dieser Region genau richtig. Beispielsweise der 3-Schwesternweg verbindet die Orte Poysdorf, Herrnbaumgarten und Falkenstein auf wunderschöne Art und Weise. Weiterführende Information und freundliche Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf, T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.weinviertel.at/3-schwestern-weg
17
Weinviertel Tourismus/Manfred Horvath
PILGERN
DER JAKOBSWEG IST DAS ZIEL Sie wollen das Weinviertel für sich entdecken und das im eigenen Tempo? Der Jakobsweg Weinviertel liegt vor Ihnen! Lisa Buchinger
Der Jakobsweg Weinviertel ist ein Teilstück Karnabrunn etwa führt eine Treppe, auf der des internationalen Jakobswegenetzes und seit 1679 – dem Baujahr der Kirche – wohl führt quer durch den nordöstlichen Teil Nie- schon hunderttausende Pilgerinnen und derösterreichs, bePilger geschritten ginnend in Drasensind. Errichtet wurde hofen an der tschedie Karnabrunner chischen Grenze, und Kirche von Graf Juschließt an den Jalius Bucceleni zum kobsweg Göttweig– Dank an Gott dafür, Melk in Krems an dass die Grafenfamider Donau an. lie von der Pest verDie Faszination beim schont geblieben war. Gehen in der Natur: Der Legende nach Auch wenn man in hatte der Graf im der Gruppe unterTraum einen DornMarlene Hödl, Pilgerbegleiterin wegs ist, kann man busch gesehen, der ganz bei sich sein. ihm den Ort für die So ist mancher Wanneue Kirche weiderer schweigsam, lässt sich in der nächsten sen sollte. Auf einem Ausritt fand er diese Etappe aber gerne wieder auf ein Gespräch ein. Stelle auf dem Hügel über Karnabrunn, der wunderbare Weitblick über das Gebiet Das Weinviertel zeigt entlang des um Großrußbach überzeugte den frommen Jakobswegs nicht nur seine hügelige, vom Grafen. Weinbau gestaltete Landschaft. Es erzählt auch viel von seiner Geschichte, von den Das geistige Zentrum des Weinviertels Menschen, die seit Jahrtausenden hier ge- befindet sich in Großrußbach. Das dortige lebt haben. Die Stätten, die zur Rast einladen, Bildungshaus ist zudem überaus angenehmer strahlen Kraft aus: Zur Wallfahrtskirche in und günstiger Quartiergeber. Auch für Perso-
„Ich genieße es, unseren Gästen das Weinviertel auf dem Jakobsweg zu zeigen.”
18
Weinviertel Tourismus/Heidemarie Lahofer
PILGERN
INTERVIEW „MICH HAT DER ,VIRUS PILGERN‘ ERFASST!“ Marlene Hödl, zertifizierte Pilgerbegleiterin Warum wird man Pilgerbegleiterin? Ich pilgere selbst schon seit dreißig Jahren nach Mariazell. Zum 50. Geburtstag habe ich mir den Traum erfüllt, den spanischen Jakobsweg bis Santiago de Compostela abzugehen. Wenn einen der Virus einmal erfasst, kommt man nicht mehr davon los. Mittlerweile bin ich in Pension und genieße es, unseren Gästen das Weinviertel auf dem Jakobsweg zu zeigen. Dazu habe ich mehrere Module im Bildungshaus Großrußbach besucht und darf mich nun zertifizierte Pilgerführerin nennen. Was ist der Vorteil, wenn man mit einer zertifizierten Pilgerführerin wie Ihnen unterwegs ist? Ganz klarer Vorteil ist das Wissen und die Erfahrung, die ich mitbringe. Ich kann viel über die jahrtausendealte Geschichte des Weinviertels erzählen. Ich meine, es ist auch ein enormes Maß an Sicherheit, in der Gruppe unterwegs zu sein. Zudem sind die Wege zwar gut beschildert, doch für Personen, die sich noch nie mit Wanderkarten auseinandergesetzt haben, kann es schwierig sein. Ein weiterer Bonus: Ich habe immer ein Begleitfahrzeug mit, das wir an fixen Punkten treffen. So kann jeder etwas Gepäck „abgeben“.
Die Jakobsmuschel war und ist das Symbol der Santiagopilger und gilt auch heute noch als Symbol der Pilger entlang von Jakobswegen. Dieses Zeichen in Form einer Kette kann bei Weinviertel Tourismus bestellt werden (Preis: 3,50 Euro).
nen, die dort nur eine Nacht verbringen, bietet das Haus einiges: eine Reihe von Abendveranstaltungen, meditative Spaziergänge im Gartenlabyrinth und einiges mehr. Oder man begibt sich mit Franz Knittelfelder, dem Direktor des Bildungshauses Großrußbach, auf einen Rundgang durch die alten Gemäuer. Fürs leibliche Wohl empfiehlt er nicht nur das reichhaltige Frühstück mit Frischkornbrei und Joghurt, sondern auch die Weinverkostung bei lokalen Winzern. Denn auch auf einer spirituellen Reise darf das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Den Jakobsweg Weinviertel zu entdecken ist entschleunigend, es bedeutet dem Alltag zu entfliehen und nicht auf die Uhr zu schauen. Durch das Gehen lässt sich der Lauf der Zeit akzeptieren. Manche Kirche hier im Weinviertel wurde im 14. Jahrhundert gebaut – da rücken individuelle Sorgen in die Ferne. Pilgern, so scheint es, ist das „Mehr“ beim Wandern, der „Sinn“ des Gehens. Es bedeutet trotz vorgegebenem Pfad den eigenen Weg zu gehen und dessen Herausforderungen anzunehmen. Das Weinviertel eröffnet jedem Pilger die Möglichkeit, sein eigenes Tempo zu finden – ob sportlich oder spirituell, jung oder alt, allein oder als Gruppe.
TERMINE RUND UMS PILGERN IM WEINVIERTEL 21./22. Mai 2016
Schnupperpilgern Vom Start nach Mistelbach 2 Tage | 31 km Pilgerbegleiter Alfred Kaller
Wem würden Sie eine Pilgerwanderung im Weinviertel empfehlen? Eigentlich jedem – man muss sich immer auf die jeweilige Gruppe einstellen. Nach einem Tag besteht bereits ein Teamgefühl. Was ist für Sie der kraftvollste Ort entlang des Jakobswegs im Weinviertel? Besonders schön finde ich die Jakobskirchen. Solche Stätten wurden als Wallfahrtsorte für arme Leut’ errichtet, die sich eine Pilgerreise an Orte wie Lourdes nicht leisten konnten.
17.–19. Juni 2016
Weiterführende Information und freundliche Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.jakobsweg-weinviertel.at
17./18. September 2016
Weitere Infos: Bildungshaus Schloss Großrußbach Dir. Franz Knittelfelder T: +43 2263/6627 www.pilgerweg.cc
Aufbrechen, Unterwegs sein, Ankommen Drasenhofen–Großrußbach 3 Tage | 66 km Pilgerbegleiterin Marlene Hödl Schnupperpilgern Vom Start nach Mistelbach 2 Tage | 31 km Pilgerbegleiter Alfred Kaller
22.–25. September 2016
Pilgern entlang der Weinberge Großrußbach–Krems 4 Tage | 85 km Pilgerbegleiter Karl Hochfelsner
Das Bildungshaus veröffentlicht in Zusammenarbeit mit den Pilgerbegleiter/innen jährlich ein umfangreiches Pilgerprogramm!
19
Nationalpark Thayatal/B. Prokupek
NATUR
NATIONALPARK THAYATAL
ERSTES GRÜN STATT SCHNEE Im TOP-Ausflugsziel Nationalpark Thayatal lässt sich’s eins werden mit der erwachenden Natur. Mit Vogelgezwitscher im Ohr und Sonne im Gesicht wird die Wanderung auf komfortabel markierten, grenzüberschreitenden Wegen zum Naturlehrstück und sinnlichen Vergnügen gleichermaßen. Anita Ericson
20
NATUR
Zaghaft recken die ersten Frühlingsboten ihre weißen Spitzen aus dem dunkelbraun gewordenen Laub. Als ob sie fragen würden: „Ist der Winter schon vorbei?“ – Ende Februar ist das vielerorts in Österreich eine vorwitzige Frage, aber im Weinviertel gar nicht so unberechtigt, denn hier beginnt der Frühling, wenn weiter westlich noch tiefer Winter herrscht. Da heißt es dann im Nationalpark Thayatal im Norden des Weinviertels Schneeglöckchen statt Schneeflecken und auch sonst ist kein Halten mehr: Leberblümchen, Gefingerter Lerchensporn, Seidelbast, Lungenkraut, Schlüsselblumen und Küchenschelle begrüßen leuchtend die schöne Jahreszeit.
Die Sinne öffnen sich in den milden Strahlen der Märzsonne, zarter Veilchenduft steigt in die Nase. Ein omnipräsentes Summen zeugt von der Sammeltätigkeit der Bienen, aber auch die ersten Schmetterlinge delektieren sich am jungen Nektar. Ob all dieser Fülle hat der Grünspecht leicht lachen, aber auch wir blühen im Frühling regelrecht auf. Wenn die Natur erwacht, alle Zeichen auf Werden und Wachstum setzt, nimmt die Lebenslust überhand. Die zunehmend höher stehende Sonne wärmt nicht nur den Rücken, sondern auch die Seele! Besonders gut gelingt das mit den Frühlingsgefühlen natürlich mittendrin in der Natur wie etwa beim Wandern im TOP-Ausflugsziel Nationalpark Thayatal.
Der „Einsiedlerfelsen“ im Nationalpark Thayatal bietet einen perfekten Fotoblick auf die Thaya.
21
Fotos: Mark Graf, Nationalpark Thayatal/B. Prokupek
NATUR
Ewald Kahlbacher
22
Ein Kaleidoskop der Vielfalt eröffnet sich dem aufmerksamen Nationalparkbesucher: Frühlingsboten (oben), Wildkatzen (links) und der legendäre Schwarzstorch (unten).
gelangen durch einen kurzen Kriechtunnel zu einer Sichtkuppel, die Augenkontakt mit den seltenen Tieren ermöglicht. BesucherHighlights sind die Schaufütterungen, bei denen Frieda und Carlo zuvor versteckte Futterstücke geschickt aufspüren und dabei elegant und schnell zwischen Büschen und Bäumen umherklettern. Rund ums Nationalparkhaus laden ein Abenteuerspielplatz, die Naturforscherwerkstätte und der Waldviertler Bauern- und Kräutergarten zum Verweilen ein. Zwischen Ostern und Allerheiligen bietet der Nationalpark zudem an den Wochenenden ein spannendes Exkursionsprogramm. Marek
In den mannigfaltigen Lebensräumen an der wilden Thaya zeigt sich der Lenz von beeindruckender, sich stetig verändernder Vielfalt: Der zierliche Flaum der Laubbäume verwandelt sich binnen kürzester Zeit in dichtes Blätterwerk, statt der gelben Blüten vom Dirndlstrauch zeigen sich die weißen der Vogelkirsche, Bärlauch weicht den Maiglöckchen. Der scheue Schwarzstorch hat sein Nest wieder in Schuss gebracht, zur Futtersuche gleitet er in elegantem Segelflug über die Thayaschlingen hinweg. Frösche, Kröten und Unken sind an den Laichplätzen eingetroffen und locken abends paarungswillige Partner mit lauten Rufen. Das Konzert dazu zwitschern Blaumeise, Waldlaubsänger, Erste Anlaufstelle für Gäste ist das NaKuckuck & Co. tionalparkhaus bei Hardegg, wo man sich mit Wanderunterlagen und Naturinfos versorgen Der frühlingshafte Rahmen für Wan- kann. In der Ausstellung „Natur-Geschichderungen durch dieses wunderschöne Stück ten“ (eröffnet am 19. März) holt man sich Niederösterreich, das zu jeder Jahreszeit einen virtuellen Vorgeschmack auf das, was fasziniert: Bis zu 150 Meter tief hat sich hier es anschließend zu erleben gibt: Ein riesidie Thaya eingegraben und dabei charakte- ges Luftbild lädt dazu ein, das Tal aus Sicht ristische Talmäander ausgebildet. Entlang eines Schwarzstorchs zu überblicken. Mittels dieser Flussschleifen sind die unterschiedli- Tablet-Technologie tauchen Besucher in die chen Lebensräume – Wiesen, Hangwälder, Landschaft ein. Trockenrasen oder Felsen – eng verzahnt. Sie bieten Platz für zahlreiche seltene Tier- und Sie ist wieder da! Bevor man nun endgülPflanzenarten, vom Schwarzstorch bis zur tig die Wanderstiefel schnürt, lohnt noch Smaragdeidechse, zu deren Liebesspiel im Mai die Wildkatzenanlage im Außengelände sich das Männchen ins schönste Farbkleid des Nationalparkhauses einen Besuch. Im wirft. Wegen seiner Randlage zu Tschechien großzügigen Schaugehege lassen sich die blieb das Tal weitgehend vom menschlichen beiden Zookatzen Frieda und Carlo beim Eingriff verschont, nur ein paar Burgen ha- Herumklettern und Faulenzen beobachten. ben Geschichte(n) zu erzählen. Heute führen Die Wildkatze galt in Österreich bereits als 60 km Wanderwege durch das grenzüber- ausgestorben, 2007 konnte man sie im Naschreitende Schutzgebiet und ermöglichen tionalpark anhand von Haarproben erneut naturnahe Frühlingserfahrungen. nachweisen – eine echte Sensation. Kinder
NATUR
DIE SCHÖNSTEN FRÜHJAHRSWANDERUNGEN URLAUBSTIPP
D. Manhart
Umlaufberg Der Berg wird fast zur Gänze von der Thaya umflossen, der Ausblick am Überstieg ist eindrucksvoll und das Wahrzeichen des Nationalparks. Gute Chancen auf Schwarzstorch-Sichtungen, am Überstieg je nach Zeitpunkt gelb blühende Dirndlsträucher, bunte Schwertlilien, Smaragdeidechsenbalz.
Entdecken Sie den grenzüberschreitenden Nationalpark Thayatal - Podyjí mit dem Mountainbike entlang des Iron Curtain Trail
Die durchaus anspruchsvolle Tour entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs dreht sich um den einzigartigen Nationalpark Thayatal - Podijí, eine der besterhaltenen Landschaften dank der früheren verbotenen Zone entlang der Grenze. Sie besuchen das Nationalparkzentrum Hardegg, fahren durch die kleinste Stadt Österreichs, kommen an Resten des Eisernen Vorhangs und Bunkern vorbei und haben die Gelegenheit, die mittelalterlichen Städte Retz und Znaim kennenzulernen.
Einsiedlerfelsen Der Weg führt über zwei Aussichtspunkte zu einer hohen Felswand neben der Thaya, auf der sich die einfache Steinbehausung eines Einsiedlers aus Kreuzritterzeiten erhebt. Zauberhafte Schneeglöckchenteppiche zeitig im Jahr, etwas später bunte Vielfalt an in Blüte stehenden Sträuchern, dazu klopft der (Schwarz-)Specht. Wildkatzenwanderweg Ein Teil des Einsiedlerwegs ist als Lehrpfad gestaltet: entlang des Weges haben sich elf Wildkatzensilhouetten im dichten Gebüsch oder auf Bäumen versteckt – sie vermitteln Wissenswertes über diese scheuen Waldtiere.
Weiterführende Information und freundliche Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.weinviertel.at/rad-angebote
Aussichtspunkt am Henner Der Hennerweg ist ein kurzer, kinderwagentauglicher Rundweg, der vom Nationalparkhaus auf ebenem Weg durch die naturnahe Wald-Wildnis des Nationalparks zu einem Ausblick hoch über Stadt und Burg Hardegg führt. Informationen: Nationalparkhaus Thayatal, 2082 Hardegg T: +43 2949/7005-0, www.np-thayatal.at Geöffnet 19. März–30. Sept. tgl. 9–18, 1. Okt.–2. Nov. 10–17 Uhr
Nationalpark Thayatal, Christian Übl
Frisches Grün am Ufer der Thaya
Naturprogramm-Beispiele gefällig? Am Karsamstag, 26. März, ruft man beispielsweise zum „Grenzüberschreitenden Nationalparkwandern“ auf der Marathondistanz von 42 Kilometern. Wem die Kondition dafür so früh im Jahr noch fehlt, der wählt die 18 Kilometer lange Frühlingswanderung zur Ruine Kaja. Am Ostersonntag wird es deutlich gemütlicher, eine kurze Wanderung folgt unter Leitung eines Rangers der Spur des Osterhasen, der mitten im Wald die Eier versteckt hat.
Hoppla! Völlig neue Perspektiven eröffnen sich für die jungen Gäste des Nationalparks Thayatal.
Fast zwei Monate später steht eine tschechisch-österreichische Wanderung mit dem Österreichischen Touristenklub am Programm. Sie führt heuer von Retz in die Schwesterstadt Znaim, die Hauptstadt Südmährens und am östlichen Rand des Nationalparks gelegen. Am 1. Mai findet in Österreichs letzter Perlmuttdrechslerei in Felling das bereits traditionelle Perlmuttfest statt – passend dazu startet beim Forsthaus Felling eine geführte, aussichtsreiche Nationalpark-Wanderung. Mitte Mai, am Pfingstsonntag, schließlich heißt das Motto „Von Rebläusen, Drahteseln und Wildkatzen“. Die von Ranger Hannes Reiser begleitete Fahrt geht von Retz mit dem Reblaus-Express und per Fahrrad ins Nationalparkhaus, wo die Ausstellung „Natur-Geschichten“, ein wenig zu Fuß in der Wildnis schnuppern sowie die Schaufütterung der Wildkatzen am Programm stehen.
23
Florian Schulte
KULINARIK
WEINVIERTLER
GENUSS-STREIFZUG TEXT: FRITZ GILLINGER FOTOS: FLORIAN SCHULTE REZEPTE: SEVERIN WEBER LOCATION: WEINGUT EBNER-EBENAUER
24
Fr체hlingssuppe mit Weinviertler Gem체se, Beiriedschnitte vom Weinviertler Weiderind mit B채rlauchpesto und Buchteln mit Hollerkoch. Rezepte auf Seite 28.
„Unsere Weine sind unbeeinflusst, brauchen Zeit, um sich zu entwickeln, sind keine Blender, wirken nachhaltig und sind langlebig!“ – so wohldurchdacht beschreiben die Weinviertler Winzer Marion und Manfred Ebner-Ebenauer ihre Weine. Unbeeinflusst, keine Blender, nachhaltig, langlebig – was das steil aufstrebende Weinviertler Winzer-Paar aus Poysdorf über seine Weine sagt, kann man gleichermaßen auch auf das gesamte Weinviertel und seine Menschen übertragen. Deutlich sicht- und vor allem schmeckbar wird das in den kulinarischen Gesamterlebnissen, die das in dieser Hinsicht so reich beschenkte Land seinen Gästen bietet. Nicht nur die Reben fühlen sich auf Österreichs mit Abstand größtem Weinbaugebiet überaus wohl, im weiten Hügelland zwischen Donau, March und Thaya gedeihen auch andere Köstlichkeiten wie feiner Spargel, aromatischer Kürbis und knackige Zwiebeln. Vor allem: Es „gedeihen“ hier auch Menschen, die mit diesem reichen Geschenk der Natur würdig umzugehen wissen: International hoch geschätzte Winzerpersönlichkeiten, haubengekrönte Köche, erfolgreiche Wirtshauskulturwirte, findige Genussproduzenten und Landwirte. Das Ergebnis ist ein Schlaraffenland für Freunde der regionalen und saisonalen Genüsse. Unbeeinflusst, keine Blender, nachhaltig, langlebig – Severin Weber, Chef und Koch der „Genusswerkstatt sieben:schläfer“ in Falkenstein, ist so ziemlich das Gegenteil von einem Blender. Typisch weinviertlerisch eben. Die „Genussvolle Gelassenheit“, die das Weinviertel seinen Gästen in den touristischen Texten verspricht, löst dieser Mann ein. Wenn Severin darangeht, seine Zutaten einzukaufen, dann kann er das in einem Umkreis von wenigen Kilometern tun. „Als Koch im Weinviertel bin ich in der glücklichen Lage, nahezu alles aus der Region zu bekommen“, erzählt er, und seine Augen beginnen zu leuchten.
Weinviertel Tourismus/Christine Wurnig
Das Weinviertel ist reich beschenkt an kulinarischen Rohstoffen – von den Trauben bis zum Kürbis, vom Biorind zum Spargel. Was dazukommt: Hier sind auch Menschen am Werk, die sich dieses Geschenks als würdig erweisen.
shutterstock
KULINARIK
Frühlingssuppe mit Weinviertler Gemüse, Beiriedschnitte vom Weinviertler Weiderind mit Bärlauchpesto und Buchteln mit Hollerkoch als würdigen Abschluss.
Biogemüse, Brot, Bärlauch, Wild und natürlich der Wein – alles hier ist „vor der Haustüre” erhältlich. „Das Rindfleisch zum Beispiel bekomme ich von Familie Zehetner von der BOA Farm Beefcattle in Wildendürnbach, gerade einmal 10 Kilometer von mir entfernt. Es ist eine Freude zu sehen, wie liebevoll die Familie Zehetner ihre Arbeit mit Freilandrindern und -schweinen betreibt.“ Severin Weber kann da noch lange weitererzählen: vom Biogemüse, das im Garten von Erika und Hermann Fritz ebenfalls in Wildendürnbach wächst, von Philipp Stoiber, dem Handwerk-Bäcker, dessen Bäckerei mitten am wunderschönen Stadtplatz von Laa/Thaya liegt, von den üppigen Auen, aus denen Severin den Bärlauch holt, und, und, und. Alles frische und wohlschmeckende Zutaten für Severin Webers regionale Küche. Das Ergebnis kann etwa ein waschechtes Weinviertler Frühlingsmenü sein, wie Severin Weber es für „aufgespürt“ zubereitet:
Und die Weinbegleitung? Was Winzerin Marion Ebner-Ebenauer dazu empfiehlt? „Einen Grünen Veltliner DAC Hermanschachern etwa.“ Ein Lagenwein, wie alle Weine aus dem Hause Ebner-Ebenauer. „Wir wollen den jeweiligen Charakter unserer Böden in den Vordergrund stellen“, erzählt die aus einer Wiener Gastronomenfamilie stammende Marion, die „schon mit 15 Jahren wusste“, dass sie Winzerin werden wolle. „Viele sind erstaunt über die Vielfalt der Böden im Weinviertel. Alleine in unseren Weingärten haben wir neben dem klassischen Weinviertler Löss auch Muschelkalk, Lehm, Sand und Schotter.“ Diese Vielfalt plus die Tatsache, dass das Weingut über 25 bis 60 Jahre alte Rebstöcke verfügt, sind also beste Voraussetzungen. „Sie sind das Drehbuch unserer Weine, das die Natur schreibt“, so Marion und Manfred Ebner-Ebenauer. Die Regie dabei führt freilich das Winzer-Paar selbst. Was bedeutet: Lese ausschließlich per Hand, pumpenfreies Arbeiten, lange Maischestandzeiten etc. Heraus kommen Weine mit Ecken und Kanten, mit Charakter eben. Neben der Weingutslinie mit den Lagenweinen werden noch drei Weine gefüllt: die Black Edition Grüner Veltliner, Chardonnay und Pinot Noir. Weine, die auch international geschätzt werden. Und wie! 70 Prozent der Erzeugungen aus dem Hause Ebner-Ebenauer gehen ins Ausland, der Jahrgangssekt Blanc de Blancs Zero Dosage 2008 wurde im Dezember 2015 gar vom amerikanischen Fachmagazin Wine Enthusiast mit 95 von 100 Punkten geadelt. Der nach traditioneller Methode ausschließlich aus Chardonnay-Trauben hergestellte Sekt bewegt sich damit in einer Liga mit Champagner-Giganten wie Roederer, Dom Pérignon, Taittinger und Krug. – Sekt mit Weltgeltung, made im Weinviertel.
25
KULINARIK
Unbeeinflusst, keine Blender, nachhaltig, langlebig – Dass sowohl bei den Weinen als auch gastronomisch einiges in Bewegung gekommen ist im Weinviertel, ist an allen Ecken und Enden spürbar. Und auch hier sind wieder – ganz im Weinviertler Stil – keine Blender am Werk, man arbeitet nachhaltig und langlebig. Manfred Buchinger ist so einer. Doyen der Weinviertler Kochriege und ständig sprudelnde Ideenquelle. Schon 1999, als die „neue Regionalität“ noch nicht einmal in den Windeln lag, zog es den 2-Hauben-gekrönten Chefkoch der „Vier Jahreszeiten“ vom Wiener Hotel Intercontinental in seine Heimat. Seit damals ist Buchingers Alte Schule in Riedenthal bei Wolkersdorf das Mekka der Freunde des unkomplizierten Genusses auf höchster Ebene. Mit der (spät-)ausgebildeten Köchin und Bestseller-Autorin Eva Rossmann hat Buchinger eine kongeniale Küchenpartnerin gefunden und die „Alte Schule“ zu einem Ort
gemacht, an dem man Weinviertler Kochtradition und Gastfreundschaft aufs Angenehmste erleben kann. Immer leicht gegen den Strich gebürstet und immer mit einer Portion Humor versehen. Typisch Weinviertel eben. Und Buchinger ist nicht allein: Karl Polak etwa, Chef des Hotel Restaurants Zur Linde, kocht gleich beim Bahnhof in Mistelbach groß auf, in Grubers Wirtshaus in Stockerau, erlebt man Wirtshausatmosphäre wie im Bilderbuch, das Goldene Bründl erfreut in Oberrohrbach mit feinen Speisen und einem wunderbaren Gastgarten, Gabriele und Franz Amstätter vom gleichnamigen Gasthaus in Hausleiten leben Weinviertler Gastfreundschaft mit regionalen Speisen und einer Top-Weinkarte, im Gasthaus an der Kreuzung in Guntersdorf überzeugt Familie Hausgnost nicht nur mit Bodenständigem und Wildspezialitäten, sondern auch mit einer eigenen Vinothek, und im Restaurant und Wirtshaus Weiler in Laa/Thaya wird österreichische Küche modern interpretiert. Auf selbiges kann man sich auch in Wagner’s Wirtshaus in Hollabrunn freuen: cooles Ambiente, klassische Wirtshausküche plus erfrischende internationale Einflüsse. Ebenfalls in Hollabrunn, und zwar mitten im Zentrum, steht das Gasthaus zum Goldenen Engel. Petra Rammel führt dieses älteste Gasthaus der Stadt bereits in dritter Familiengeneration und bietet bodenständige Küche und eine großzügige Weinkarte. Ein Dorfwirtshaus im besten Sinne des Wortes ist das Gasthaus mit Gästehaus Bsteh in Wulzeshofen, wo man im Frühling Bio-Spargel mit Chilisauce genießen kann, im Gasthaus Grüner Baum in Zistersdorf spannt Georg Kruder den Bogen
Tafeln im Weinviertel
Bei der Weintour im Frühling wird der aktuelle Jahrgang der Weinviertler Weine präsentiert.
von österreichischer Hausmannskost über Mediterranes bis zu modernen Kompositionen, und in Stockerau bietet die Küche des Drei Königshof Regional-Saisonales plus eine ordentliche Portion Internationalität. Keine Frage, dass in einer Region namens Weinviertel auch die Heurigenkultur höchste Höhen erreicht. Rund 40 Heurigenbetriebe entsprechen hier den strengen Kriterien der Top-Heurigen Niederösterreich. Darüber hinaus laden noch hunderte weitere Heurige in verträumten Kellergassen und beschaulichen Weindörfern zu Speis und Trank ein. „Für jeden etwas dabei“, möchte man sagen. Klingt vielleicht platt, aber hier im Weinviertel stimmt’s einfach – das Essen, das Trinken, das Zusammensitzen, das Ankommen und Angenommenwerden. Ganz unbeeinflusst, ohne Blender, nachhaltig und langlebig. Ganz Weinviertel eben.
Wirtshauskultur im Weinviertel
Essen im Freien, genau genommen mitten im Weinberg, das ist schon seit Jahren das Erfolgsrezept von „Tafeln im Weinviertel“. Grenzüberschreitende Ausblicke kann man etwa beim „Tafel-Ereignis“ von Roland Krammer, dem Wirt der Gastwirtschaft Neunläuf in Wilfersdorf, genießen: Die Tafel des Neunläuf-Wirtes steht am 1. Juli 2016 in der Kellergasse „Alte Geringen“ in Ketzelsdorf bei Poysdorf, und von dort kann der Blick der Gäste ins Dreiländereck Österreich-Tschechien-Slowakei schweifen. Wenn, ja wenn man nicht zu sehr mit den Köstlichkeiten auf dem Teller und im Glas beschäftigt ist. Neben regionalen Köstlichkeiten aus dem Familienbetrieb Neunläuf werden die Weingüter Hugl-Wimmer und Gut Kellerstöckl Schuckert (beide: Poysdorf) für die Weinbegleitung sorgen. Das Weingut Hugl-Wimmer ist übrigens der Ausgangspunkt dieser „Tafel“, denn von hier werden die Gäste mit dem Traktor in die Kellergasse chauffiert. Das gibt’s auch in verlockende Genusspakete verpackt, eine oder zwei Übernachtungen, Kellergassenführung, Genusstour inklusive. Martin Weiler wiederum kocht nach den fünf Elementen auf und bittet dazu mitten in die Blumenpracht des Ökoflugfelds in Kottingneusiedl.
Rund 250 Mitgliedsbetriebe hat die Niederösterreichische Wirtshauskultur. Mehr als 20 davon stehen auf Weinviertler Boden. Wirtshäuser, die das typische grüne Wirtshauskultur-Schild tragen, bieten echte niederösterreichische Küche, gehobene Qualität und gepflegtes Ambiente. Seit November 2014 ist der Obmann dieser mit Abstand stärksten Gruppe unter allen derartigen Vereinigungen Österreichs ein Weinviertler Wirt Harald Pollak, Top-Wirt 2013 vom Retzbacherhof, in dessen Wirtshaus in Unterretzbach regionale und authentische Speisen mit höchstem Qualitätsanspruch serviert werden. Rita Newman
www.wirtshauskultur.at/weinviertel
Weinviertel Tourismus/Seymann
www.weinviertel.at/tafeln-im-weinviertel
26
Weinviertel Tourismus/Astrid Bartl
Neues Selbstbewusstsein: Marion und Manfred Ebner-Ebenauer sind prototypisch für das neue Selbstbewusstsein, das durch die Weinviertler Winzerszene geht. Spätestens seit der Königsidee für einen Grünen Veltliner Weinviertel DAC im Jahre 2001 (siehe Kasten Seite 27) geht’s steil bergauf mit dem Ruf der Weinviertler Winzerinnen und Winzer: Immer öfter erscheinen auf den Weinkarten der Top-Restaurants Weinviertler Namen wie Bauer (Jetzelsdorf), Fidesser (Platt), Hardegg (Großkadolz), Gschweicher (Röschitz), Minkowitsch (Mannersdorf), Pfaffl (Stetten), Poller (Röschitz), Prechtl (Zellerndorf), Schwarzböck (Hagenbrunn), Setzer (Hohenwarth), Taubenschuss (Poysdorf), Uibl (Ziersdorf), Rieder (Kleinhadersdorf) oder Zillinger (Ebenthal).
TOP-Heurige im Weinviertel
Unzählige Heurige gibt es im Weinviertel, 40 davon wurden mit dem Gütesiegel „TOP-Heuriger“ ausgezeichnet. Heurige mit diesem Zeichen müssen geprüfte Qualität mit mehr als 50 Kriterien aufweisen, sich jährlichen Mystery Checks unterwerfen und prämierte Weine und Moste aus eigener Produktion ebenso anbieten wie saisonale regionale Schmankerln aus der Region. Die Speisenauswahl soll vielfältig sein, von traditionell bis vegetarisch und kreativ-leicht, die Betreuung durch die Heurigenfamilie muss durch jährlich verpflichtende Qualitäts-Schulungen auf hohem Niveau bleiben. www.top-heuriger.at
KULINARIK
„Der Frühling ist mit seinem Farbenspiel die mit Abstand schönste Jahreszeit im Weinviertel. Aber nicht nur die Natur erwacht, man sieht wieder Leute auf den Bänken, Radfahrer, Wanderer mit Picknickkörben – kitschig schön im besten Sinne des Wortes.“ Marion Ebner-Ebenauer, Winzerin, Poysdorf
„Meine Gäste sitzen oft schon im März – eingehüllt in kuschelige Decken – im Gastgarten und genießen Bärlauchgerichte und frische Weine mit Blick auf die Burgruine Falkenstein und die erwachende Natur.“ Severin Weber, Koch, Falkenstein
Weinviertel Tourismus
DAC: Weinwunder Weinviertel
Das Regionale Weinkomitee Weinviertel war das erste, das sich – bereits mit dem Jahrgang 2002 – für die Einführung einer DAC (Districtus Austriae Controllatus) entschieden hat. Mit dem Grünen Veltliner als Leitsorte. Logisch, denn immerhin sind 52 Prozent der Weinviertler Weingärten mit dieser Sorte bestockt. Die Bezeichnung Weinviertel und den Zusatz DAC dürfen deshalb nur mehr gebietstypische Grüne Veltliner von hellgelber oder grüngelber Farbe tragen, die fruchtig, würzig und pfeffrig im Geschmack sind. Sie müssen trocken mit mindestens 12 Volumsprozent ausgebaut werden, Holz- und Barriquetöne sind nicht erlaubt. „DAC Reserve“-Weine weisen mindestens 13 Volumsprozent auf, sind trocken und kräftig. Ein zarter Botrytisoder Holzton ist erlaubt. Wo man Weinviertler Weine verkosten kann? Natürlich bei den Winzern selbst, in den rund zehn Vinotheken des Weinviertels und bei zahlreichen Verkostungsveranstaltungen.
Ein paar Beispiele: Weintour 1. April 2016, 18 Uhr Wein.Tour.Opening im Eisenhuthaus 18 Weinviertler Spitzenwinzer präsentieren ihre Weine im ältesten Haus von Poysdorf. Eisenhuthaus, Oberer Markt 10, 2170 Poysdorf Weinviertel DAC Jahrgangspräsentation Einige Weinviertler Winzer gehen auch auf Tour und stellen den neuen Jahrgang Weinviertel DAC 2015 in Österreich und Süddeutschland vor. Di, 1. März 2016, 15–21 Uhr, Hofburg Wien Hofburg, Heldenplatz, 1014 Wien, www.hofburg.com Di, 8. März 2016, 15–20 Uhr SALZBURG, Amadeus Terminal 2, Salzburg Airport W. A. Mozart, Innsbrucker Bundesstr. 95, 5020 Salzburg www.amadeus-terminal2.com Do, 17. März 2016, 15–20 Uhr LINZ, Design Center Linz, Empore Europaplatz 1, 4020 Linz, www.design-center.at Mi, 6. April 2016, 15–20 Uhr GÖTZIS, Kulturbühne Ambach, Saal & Foyer Am Bach 10, 6840 Götzis, www.ambach.at Do, 7. April 2016, 14–16 Uhr Fachpublikum, 16–20 Uhr öffentlich, Tonhalle, Grafinger Straße 6, 81671 München www.weinvierteldac.at
URLAUBSTIPP Zum Weinkenner werden
Sie verbringen ein Wochenende bei einem ausgesuchten Winzer am Hof, verkosten direkt die Weinviertler Weine und lernen dabei die Vielfalt der Aromen und Böden kennen. Eine urige Winzerjause gehört unbedingt mit ins Programm. Weiterführende Information und freundliche Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.weinviertel.at/o-weinkenner-weekend
27
KULINARIK
WEINVIERTLER FRÜHLINGSMENÜ Rezepte zu Bild auf Seite 24 Frühlingssuppe mit Weinviertler Gemüse, Nüssen und frischen Kräutern
Beiriedschnitte vom Weinviertler Weiderind mit frischen Kräutern, Pfeffer-Erdäpfeln und Bärlauchpesto
2 kleine Zwiebeln, 500 g Kohlrabi, 250 g mehlige Erdäpfel, 40 g Butter, 800 ml Gemüsefond, 1 Prise Muskatnuss, 4 Handvoll Kräuterblätter (z.B. Petersilie, Estragon, Dille, Schnittlauch, Kresse), 50 g Haselnusskerne, 300 ml Schlagobers, 300 g frische Erbsen, Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
4 Beiriedschnitten vom Weinv. Weiderind, 40 ml Olivenöl zum Anbraten, frische Kräuter (Thymian, Rosmarin, Salbei), grobes Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 600 g gekochte heurige Erdäpfel (nicht geschält) Bärlauchpesto: Muskatnuss (gerieben), 30 g Parmesan, 200 ml Olivenöl, 270 g Bärlauch, Salz
Zwiebeln bzw. Schalotten schälen und klein schneiden, Kohlrabi und Erdäpfel schälen und grob würfeln. 40 g Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig andünsten. Kohlrabi und Erdäpfel zugeben und kurz mitdünsten. Mit Suppe ablöschen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Kräuter hacken. Nüsse grob hacken, in einer beschichteten Pfanne ohne Fett unter Wenden goldbraun rösten und beiseitestellen. Obers zur Suppe geben und alles fein pürieren. Erbsen zufügen und weitere 2 Minuten leicht köcheln lassen. Die Kräuter unterrühren. Die Frühlingssuppe in ein bauchiges Glas füllen, mit Brotwürfeln und Nüssen bestreuen. Dekorieren mit frischen Kräutern und Kapuzinerkresse.
Für das Bärlauchpesto Bärlauch putzen, waschen und trocken tupfen. Bärlauch mit Olivenöl, Parmesanstücken, Salz, Muskatnuss und Pfeffer aus der Mühle aufmixen. In einer Grillpfanne Olivenöl erhitzen, gekochte Heurige der Länge nach halbieren und mit der Schnittseite in die Pfanne legen, bis sie goldbraun sind, dann umdrehen und nochmals anbraten. Erdäpfel aus der Pfanne geben, auf einen Teller legen und mit Pfeffer bestreuen. Erdäpfel zum Rasten ins Rohr schieben. In der selben Pfanne die Beiriedschnitten beidseitig scharf anbraten, mit den Kräutern belegen und ebenfalls ins Rohr zum Rasten stellen. Beiriedschnitte mit Meersalz würzen und mit den Pfeffererdäpfeln auf Teller anrichten. Kräuter dazugeben und mit Bärlauchpesto servieren. Severin Webers Tipp: Mit Speckfisolen anrichten!
Buchteln mit Hollerkoch Buchteln: 30 g Germ, 500 g Mehl (glatt) , 120 g Butter (warm), 250 ml Milch (lauwarm), 5 Eidotter, 60 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Päckchen Vanillezucker, 50 g Butter (flüssig, zum Bestreichen), 40 ml Öl (für die Form), 160 g selbst gemachte Marillenmarmelade Hollerkoch: 50 dag Hollerbeeren, 10 dag Zwetschken, 1 Apfel, 2 EL Rotwein, Vanillezucker, Zimt, Zitrone, Nelke, 1 EL Maisstärke Für die Buchteln aus Germ, Zucker, Mehl und einem Schuss lauwarmer Milch ein Dampfl zubereiten. An einem warmen Ort ca. 20–30 Minuten gehen lassen, bis sich die Größe des Dampfls verdoppelt hat. Das Dampfl gemeinsam mit dem Mehl, der warmen Milch, den Eidottern, einer Prise Salz, Zucker, Vanillezucker und der warmen Butter mit den Händen oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig für die Buchteln mit einem Geschirrtuch zudecken, an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Danach zusammenschlagen, durchkneten, nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen, die Buchteln werden noch zarter. Backrohr auf 180 °C vorheizen. Germteig dünn ausrollen und mit einem Keksausstecher oder Glas Kreise ausstechen. In die Mitte einen EL Marmelade platzieren und die Buchteln gut verschließen. Buchteln dicht nebeneinander in eine ausgebutterte Auflaufform setzen. Nochmals an einem warmen Ort etwas gehen lassen. Danach mit Butter bestreichen und für ca. 30 Minuten backen, das Hollerkoch vorbereiten. Holler mit anderen Zutaten ca. 5 Min. auf kleiner Flamme kochen, pürieren und zu den Buchteln servieren.
Rezepte von Severin Weber
Das Weinviertel ist in den letzten Jahren auch zur Wellnessdestination geworden. Besonders beliebt: die Therme Laa (Foto rechts), in deren Erweiterung derzeit investiert wird. Die neue Saunawelt bietet traditionellen Saunagenuss und viele Ruhezonen sowie Außen-Thermalpool und kaltes Tauchbecken. Über eine Glas-Panoramabrücke ist die Therme mit dem 4-Sterne-Superior Hotel & Spa Laa verbunden. Bis Ende 2016 wird die Therme Laa ausgebaut, es entsteht ein neuer Spa-Bereich für 140 Gäste. www.therme-laa.at
Auch das Hotel Althof Retz erweitert seinen Wellness-Bereich. Neu 2016: der 2,5 Millionen Euro-„Vino-Spa“, ein moderner Zubau, in dem Wellness rund um das Thema Wein geboten werden soll. Zu den Highlights zählen der Weingartenpool am Dach mit Blick auf die Retzer Windmühle, Windmühlensauna, Dampfbad „Wilder Wein“, Weinlauben-Bio Sauna, Barrique Infrarotkabine sowie die Massage- und Beautyanwendungen mit SanVino Weinkosmetik. www.althof.at
28
Christian Woeckinger
RUNDUM GESUND UND WOHL FÜHLEN
PROMOTION
Stonehenge. Verborgene Landschaft.
Amethyst Welt Maissau – Die Erlebniswelt für die ganze Familie!
Voller Mysterien ist der Name STONEHENGE. Es ist das wohl berühmteste prähistorische Monument, um das sich zahllose Sagen und Legenden ranken. Weltweit erstmalig wird im MAMUZ Museum Mistelbach eine Ausstellung über die verborgenen Kultplätze rund um Stonehenge gezeigt, inklusive der neuesten Forschungsergebnisse zum noch viel größeren und älteren Steinkreis bei Durrington Walls. In der Ausstellung werden Originalfunde zu sehen sein, die die Britischen Inseln bislang noch nie verlassen haben. Gigantische Steinmodelle in Originalgröße zum Anfassen und Originalsteine, wie sie in der Kultanlage verwendet wurden, sowie digitale Animationen zur umgebenden Landschaft versetzen Besucher in die mystische Welt unserer Vorfahren vor mehr als 4.000 Jahren. Doch schon lange vor Stonehenge gab es in Europa, insbesondere im Weinviertel, noch größere Monumentalbauten: die Kreisgrabenanlagen. Entdecken Sie ein Stück der religiösen Welt unserer Vorfahren!
Diese außergewöhnliche Welt rund um das einzigartige Amethystvorkommen präsentiert Ihnen ein Gesamterlebnis der besonderen Art! Tauchen Sie ein in die Welt der edlen Steine: Besichtigen Sie den Amethyststollen und entdecken Sie die größte freigelegte Amethystader der Welt! Im Edelsteinhaus sehen Sie eine der schönsten Edelsteinsammlungen aus aller Welt, mit der faszinierenden Darstellung vom Rohedelstein zum fertigen Schmuckstück. Während die Jüngsten im Schatzgräberfeld nach Herzenslust schürfen, können die Eltern in aller Ruhe bei der Energietankstelle oder dem Chakrenweg im Amethyst Park Kraft tanken. Im größten Edelsteinshop Österreichs finden Sie verführerische Schmuckstücke, Edelsteine und eine riesige Auswahl an Geschenken. In der Schmuckwerkstätte fertigen wir Ihr zauberhaftes, individuell handgefertigtes Schmuckstück!
Info:
Info:
MAMUZ Museum Mistelbach, Waldstraße 44–46, 2130 Mistelbach
Amethyst Welt Maissau, Horner Straße 36, 3712 Maissau
T: +43 2572/20719, info@mamuz.at, www.mamuz.at
T: +43 2958/84840, office@amethystwelt.at, www.amethystwelt.at
20. März bis 27. November 2016, geöffnet: Di–So 10–17 Uhr
Ganzjährig geöffnet von 10–17 Uhr, Mai–September bis 18 Uhr
MAMUZ/atelier olschinsky
Martin Sommer
(An Feiertagen auch montags geöffnet)
Liechtenstein Schloss Wilfersdorf als Infozentrum & Start in die grenzenlose Liechtensteinregion Weinviertel-Südmähren In der Liechtensteinausstellung begibt man sich auf eine Zeitreise, die eine beinahe 900-jährige Geschichte dieser Fürstenfamilie eindrucksvoll nachvollzieht. Aus der Stammregion, dem Weinviertel, über das Schloss Wilfersdorf, in dem jene zwei Generationen lebten, welche den Bestand der Familie bis heute ermöglichten, entwickelte sich diese Familie bis zur reichsten Adelsfamilie in Europa. Das Weinschloss Wilfersdorf wird im Schlosskeller mit Heurigen und Vinothek erlebbar. Ausgestattet mit jenen Informationen, die in Wilfersdorf vermittelt werden, führt die historische Spurensuche weiter zu den ehemaligen Liechtenstein-Schlössern Valtice/Feldsberg und Lednice/ Eisgrub, somit in jenes Areal, das als „Der Garten Europas“ in das UNESCO Welterbe aufgenommen wurde. Für grenzenloses Rad- und Wandererlebnis in der Liechtensteinregion sorgen von Wilfersdorf aus der Fürstenweg und die Liechtensteinroute.
Schloss-Lust? Nur eine Autostunde von Wien entfernt, im Herzen des Weinviertels, liegt das Schlosshotel Mailberg. Das Schloss befindet sich seit dem 12. Jahrhundert im Besitz des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens und bietet heute 21 stilvolle Gästezimmer. Umrandet von malerischen Weinbergen, weiten Feldern und romantischen Kellergassen, lässt sich die Hektik des Alltags vergessen. Wohnen Sie in den liebevoll renovierten Gästezimmern, wandeln Sie auf den Spuren der Malteser-Geschichte bei einer Schlossführung, erkunden Sie das Pulkautal mit einem eBike und verkosten Sie regionale Weine in der Schlossvinothek. Das Schloss präsentiert sich ebenso als ideale Location für professionelle Tagungen, Seminare, Familienfeiern und Hochzeiten. Info: Schlosshotel Mailberg 2024 Mailberg 1 T: +43 2943/30301 reservierung@schlosshotel-mailberg.at
Info:
www.schlosshotel-mailberg.at
Liechtenstein Schloss Wilfersdorf
www.facebook.at/SchlosshotelMailberg
Hauptstraße 1, 2193 Wilfersdorf T: +43 2573/3356, office@liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at
(ab 1. April–1. November) Di–So und an Feiertagen 10–16 Uhr
Schlosshotel Mailberg/Point of View
Öffnungszeiten:
Hans Huysza
www.liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at
29
VERANSTALTUNGEN
TERMINE: FRÜHLING & FRÜHSOMMER 2016 FEBRUAR//MÄRZ
URLAUBSTIPP Weintour Weinviertel
Ab 27. Februar 2016
Große Weinverkostung im Weinviertel! Ein Wochenende rund um die Weinkultur, das Erleben des Weinviertels im Frühling und den Genuss mit allen Sinnen. An diesem Wochenende feiern die Weinstraßen-Betriebe den Frühling im Weinviertel: Pfeffrige Weine, gepflegte Wirtshauskultur, spannende Ausflugsziele und gemütliche Quartiere sorgen für ein genussvolles Wochenende.
Secret Lights
Amethyst Welt Maissau, Horner Straße 36, 3712 Maissau Ganzjährig von 10–17 Uhr Mai–September bis 18 Uhr „Das Geheimnis leuchtender Steine“ entlockt die Sonderausstellung 2016 der Amethyst Welt Maissau. Bei Tageslicht unscheinbare Mineralien zeigen nämlich erst bei ultraviolettem Licht ihre Farbenpracht.
Weiterführende Information und Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.weintour.at
T: +43 2958/84840 od. office@amethystwelt.at www.amethystwelt.at
20. März 2016
23. April 2016
Saisonstart Vino Versum Poysdorf
11. Pflanzenmarkt im Museumsdorf Niedersulz
Vino Versum, Brünner Straße 28, 2170 Poysdorf, Mo–So 9–18 Uhr Das Vino Versum Poysdorf startet „fürstlich“ in die neue Saison! Schnuppertouren und Themenführungen durch die Sonderausstellungsräume „Die Fürsten von Poysdorf“, Musik, Kinderprogramm u.v.m. erwartet die Gäste.
10–17 Uhr, 2224 Niedersulz 250 Beim MuseumsPortal, dem Eingangsgebäude, werden biologisch gezogene Pflanzen aus dem Museumsdorf und der Region verkauft. Neben den Raritäten findet sich dort auch ein Informationsstand von „Natur im Garten“ mit vielen Tipps und Wissen rund um das häusliche Grün.
T: +43 2552/20371 od. info@vinoversum.at www.vinoversum.at
T: +43 2534/333-14, www.museumsdorf.at
Poysdorfer Weinparade
Kolpinghaus Poysdorf, Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf Die Weinparade ist Österreichs größte Regionalweinmesse. Präsentiert werden die besten Weine aus dem Veltlinerland, Südmähren und der Slowakei. T: +43 50259/41200 od. weinparade@lk-noe.at www.weinparade.at
26. Mai–5. Juni 2016
Retzer Weinwoche
Sparkassengarten, 2070 Retz Verkostungsmöglichkeit von 700 Spitzenweinen der Region im Retzer Sparkassengarten. Prämierung der Sortensieger und Top-Winzer, Wahl zum „Winzer des Jahres“. T: +43 2942/3557, www.retzer-weinwoche.at
JUNI// JULI 12. Juni 2016
In Velo Veritas Eröffnung „Kummet“-Ausstellung: Start und Ziel: 2120 Wolkersdorf So, 24. April 2016 Muttertags-Frühschoppen am Dorfplatz: Die dritte Auflage der Radtour durch das Weinviertel bietet für Sportliche und GeSo, 8. Mai 2016 nießer gleichermaßen Angebote. Auf jährlich neu angelegten Etappen lässt sich mitunter 6. Mai 2016 Lange Nacht der Kellergasse Unbekanntes entdecken. Besonders dabei ist die Verwendung historischer Rennräder mit Kellergassen des Weinviertels Mit Fackeln und Laternen ausgestattet, machen Stahlrahmen. - -
APRIL//MAI 1. April 2016
Wein.Tour.Opening
Das Wein.Tour.Opening findet an 3 Orten statt: Eisenhuthaus, Oberer Markt 10, 2170 Poysdorf / Restaurant Schlosskeller, 2024 Mailberg 1, 18.30 Uhr / Weinquartier & Weinbar Retz, Hauptplatz 4–5, 2070 Retz, 19 Uhr In Mailberg, Poysdorf und Retz beginnt das Weintour-Wochenende schon am Freitag mit besonderen Eröffnungsfesten. Viele Winzer präsentieren dabei ihre ausgezeichneten Weine und geben bereits einen Vorgeschmack auf die kommenden beiden Tage. Kulinarische Köstlichkeiten und kulturelle Highlights machen den Abend zu einem wunderschönen Erlebnis.
sich die Weinviertler Kellergassenführer mit office@inveloveritas.at, www.inveloveritas.at ihren Gästen auf eine Entdeckungsreise in die unterirdischen Gewölbe der Weinviertler Keller URLAUBSTIPP und geben einen Einblick in die geheimnisvolle In Velo Veritas Welt der „Dörfer ohne Rauchfang“. Das Weinviertel wird wieder zur Nabe der Radwelt T: +43 2552/3515, www.weinviertel.at
T: +43 2552/3515, www.weintour.at
und zum radlerischen Klassik-Treffpunkt! 2016 bildet Wolkersdorf die Kulisse für die vierte Auflage von „In Velo Veritas“. Die Rundfahrt auf klassischen Rennrädern entwickelte sich in den letzten drei Jahren zu einem Fixpunkt für Freunde des Radsports. Gefahren wird mit klassischen Rennrädern bis Baujahr 1987/88. Voraussetzung sind Riemenpedale und Rahmenschaltung. Offene Züge sind erwünscht! 3 Strecken stehen zur Auswahl: Epische 210 km, Anspruchsvolle 140 km und Genussreiche 70 km. Da es sich um eine Radausfahrt handelt, gibt es keine Zeitnehmung. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Package für Sie im Rahmen dieser Veranstaltung.
2. & 3. April 2016
Weintour Weinviertel
In Velo Veritas/Peter Provaznik
Diverse Weinkeller im Weinviertel, 10–19 Uhr Die Betriebe der Weinstraße Weinviertel öffnen ihre Kellertüren und präsentieren den neuen Jahrgang. Kommentierte Weinverkostungen, Keller(gassen)führungen u.v.m. stehen am Programm.
30
14. Mai 2016
Weiterführende Information und Beratung erhalten Sie bei: Weinviertel Tourismus Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf T: +43 2552/3515, info@weinviertel.at www.inveloveritas.at
Weinviertel Tourismus/Moedl
VERANSTALTUNGEN
18. Juni–26. August 2016
Tafeln im Weinviertel
Diverse Orte im Weinviertel An langen, weiß gedeckten Tafeln servieren Weinviertler Köche in Form eines 5-GangMenüs unter freiem Himmel beste kulinarische Genüsse. Winzer reichen dazu den passenden Wein. Zum Beispiel ein Menü in Pollaks Retzbacherhof zum Thema „Tafeln in der Veltlinerhochburg“ mit Weinbegleitung aus den Weingütern Gruber, Jordan und Maurer. T: +43 2552/3515 oder info@weinviertel.at www.weinviertel.at/tafeln-im-weinviertel
JULI//AUGUST
22. Juli–13. August 2016
7. Juli–28. August 2016
Felsenbühne, 2134 Staatz-Kautendorf, 20.30 Uhr Im Sommer 2016 steht mit ARTUS – EXCALIBUR wieder ein Musical aus der Feder des erfolgreichen amerikanischen Komponisten Frank Wildhorn auf dem Spielplan der Felsenbühne Staatz.
NÖ Märchensommer
Felsenbühne Staatz: Artus – Excalibur
Schloss Poysbrunn, Zum Leidenden Heiland, 2161 Poysbrunn, Weinviertel Kirtag Freitag 16 Uhr Kellergstetten, 2170 Poysdorf Samstag, Sonntag jeweils 11 & 16 Uhr Der Kirtagsbrauch im Weinviertel wird neu Juli & August 2016 wird „Aladin und die belebt. So stehen Tanzmusik, Bandltanz und Wunderlampe – neu erleuchtet“ gespielt. Der T: +43 676/4622050, office@felsenbuehne-staatz.at Kirtagskegeln am Programm. Stoff wird dem Publikum als Wanderthea- www.felsenbuehne-staatz.at T: +43 2552/20371-28, www.poysdorf.at ter vermittelt. Die Aufführung ist also nicht statisch auf einer Bühne, sondern findet an 23. Juli 2016 28. Juni–6. August 2016 verschiedenen Stätten in und rund um das Klassik unter Sternen – Festspiele Stockerau Schloss statt. Notte Italiana Dr. Karl Renner-Platz, 2000 Stockerau, Klassik Schloss-Festival Kirchstetten, T: +43 699/13441144 od. info@maerchensommer.at 20 Uhr www.maerchensommer.at Kirchstetten 1, 2135 Neudorf, 20.30 Uhr Die Komödie „Der Diener zweier Herren“ von Berühmte und gern gehörte italienische Arien, Carlo Goldoni gilt als Höhepunkt der Comme- 8. Juli–21. August 2016 Duette, Ouvertüren und vieles mehr von Pucdia dell’arte. Wortwitz, Verwechslungen und Historisches Handwerk cini, Verdi, Donizetti, Rossini etc. stehen im Liebesaffären gibt es im Sommer jeden Mitt- Urgeschichtemuseum MAMUZ Mittelpunkt. Darüber hinaus bilden berühmte woch bis Samstag auf der Stockerauer Fest- im Schloss Asparn/Zaya, Schlossgasse 1, klassische Ohrwürmer, die sich mit Italien bespielbühne. 2151 Asparn/Zaya schäftigen, den Rahmen zu einem perfekten Im Asparner Urgeschichtemuseum können Konzertgenuss unter freiem Himmel. T: +43 2266/67689, www.festspiele-stockerau.at den ganzen Sommer alte handwerkliche Fer- T: +43 2523/8314-15, www.schloss-kirchstetten.at tigkeiten erlernt und wiederentdeckt werden. 7.–24. Juli 2016 Kurse finden statt zu Themen wie Bogenbau, 28. Juli–15. August 2016 Festival Retz Schmieden von Pfeilspitzen und Messern, Oper: Don Pasquale Hauptplatz 30, 2070 Retz, 19.30 Uhr Die Verbindung von Literatur und Musik ei- Spinnen, Lederverarbeitung und urzeitlichem Klassik Schloss-Festival Kirchstetten, nerseits sowie die Neu- und Wiederentdeckung Kochen und Braten. Kirchstetten 1, 2135 Neudorf, 20.30 Uhr des gemeinsamen österreichisch-tschechi- T: +43 2577/84180 od. buchung@mamuz.at In der Opera buffa von Gaetano Donizetti schen Kulturraumes stehen im Mittelpunkt. www.mamuz.at wird der geizige, alternde Don Pasquale eines 2016 gelangt Georg Friedrich Händels „JephBesseren belehrt: Sein Neffe Ernesto und desta“ zur Aufführung, ein szenisches Oratorium sen arme geliebte Norina ertüfteln eine Inin drei Akten. trige, um am Ende die Zustimmung zur Heirat von Don Pasquale zu erhalten. T: +43 2942/2223-52 od. office@festivalretz.at
26. Juni 2016
www.festivalretz.at
T: +43 2523/8314-15, www.schloss-kirchstetten.at
Impressum Für den Inhalt verantwortlich: Weinviertel Tourismus GmbH, Kolpingstraße 7, 2170 Poysdorf, T: +43 2552/3515-16, www.weinviertel.at | Projektleitung: Renate Schnutt, MA | Redaktion & Produktion: LWmedia, Ringstraße 44/1, 3500 Krems, T: +43 2732/82000, www.lwmedia.at, Geschäftsführung: Erwin Goldfuss | Chefredaktion: Fritz Gillinger | Art-Direktion: Martin Bauer | Grafik: Lisa Hauer | Text: Anita Ericson, Lisa Buchinger, Fritz Gillinger, Barbara Hutter, Melanie Sklenitzka | Titelfoto: Weinviertel Tourismus/Astrid Bartl | Fotos: Florian Schulte, Andreas Fleckl , Weinviertel Tourismus/Astrid Bartl, Retzer Land/weinfranz.at, shutterstock, Archiv LWmedia, Weinviertel Tourismus/Christine Wurnig, Weinviertel Tourismus/Lois Lammerhuber, Jufa Hotel, MAMUZ, Vino Versum Poysdorf, Weinviertel Tourismus/Rita Newman, Tom Lamm, Benjamin Epp, Eveline Hollinger, Therme Laa, Alexander Seidl, Daniela Matejschek, Weinviertel Tourismus/Heidemarie Lahofer, Reinhard David, Spanische Hofreitschule/Julie Brass, LPS/Stefan, Weinviertel Tourismus/Manfred Horvath, Nationalpark Thayatal/B. Prokupek, Nationalpark Thayatal/Mark Graf, Ewald Kahlbacher, Marek, NP Thayatal/Christian Übl, D. Manhart, Weinviertel Tourismus/Seymann, Christian Woeckinger, MAMUZ/atelier olschinsky, Martin Sommer, Hans Huysza, Schlosshotel Mailberg/Point of View, Weinviertel Tourismus/Moedl, Weinviertel Tourismus/Petr Blaha, In Velo Veritas/Peter Provaznik | Illustrationen: Lisa Hauer, Katharina Arndt (Landkarte) | Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Stand: Dezember 2015
31
WEIN ZU WASSER UND WASSER ZU WEIN: Alles andere als ein Wunder.
Das Wasser zum Wein. Das Wasser zum Essen.
#jungbleiben