UNSER AMTSBLATT
Ausgabe Nr. 3
28. Januar 2024
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Simon Krummradt ist neuer Quartiersmanager: Seite 2
Leon Pfaff im Gespräch: Seite 5
+++ In Berlin gab es einen Staatsakt zu Ehren des verstorbenen Wolfgang Schäuble SEITE 3 +++ Das Jugendbüro lädt zum Spielbasar ein SEITE 4 +++ Ansgar Sailer folgt auf Peter Stöhr als Fachlicher Leiter der Musikschule SEITE 6 +++
„Nichts zu tun, ist keine Option“
Öffentlicher Informationsabend zur Verkehrsplanung in der Moltke- und in der Weingartenstraße MOBILITÄTSWENDE sam Mehr als
„Wir müssen aktiv werden“, erläutert Baubürgermeister Oliver Martini die Dringlichkeit der städtischen Planungen. „Die Radwege sind in einer Zeit entstanden, da gab es noch keine Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger.“ Seit einigen Jahren arbeitet die Stadt nach Zielvorgaben des Landes daran, die Verkehrswende in Offenburg voran zu bringen. Bis 2035 gilt es, 55 Prozent CO2-Ausstoß im Bereich Verkehr einzusparen. „Nichts tun!“, sei die denkbar schlechteste Version, erklärte Martini. Dann bliebe alles beim Alten, der Autoverkehr bei über 50 Prozent, und der Öffentliche Nahverkehr werde in der
FOTO: SANDRA MARTIN
200 Interessierte nutzten die öffentliche Informationsveranstaltung zur Neugestaltung der Moltke- und Weingartenstraße am Dienstagabend im Schillersaal. Stadtplaner*innen stellten das Planungsverfahren vor und präsentierten als Zwischenstand einige mögliche Lösungsansätze. Darunter auch die Idee, Teile der beiden betroffenen Straßen als Einbahnstraße zu führen.
Konstruktiver Austausch über Ausbauvorschläge der Stadt
sogenannten „Nullfall-Prognose“ nur zu etwa sechs Prozent genutzt. Ziel des Klimaschutzszenarios 2035 sei es, im besten Fall den Autoverkehr zu halbieren, den ÖPNV zu verdoppeln und den Anteil an Radfahrenden und Fußgänger*innen auf mehr als 30 Prozent zu erhöhen. Es geht darum, die Verkehrsinfrastruktur „angebotsorientiert“ für alle Beteiligten zu ertüchtigen – mit „maximalem Erhalt des bestehenden Baumbestands“.
Meilensteine Im Jahr 2024 geplant: Detail-Planung mit dem Prüfen unterschiedlicher Varianten. Es folgen Zwischenund Ergebnisberichte. Ende des Jahres im besten Fall: Gemeinderat fasst Baubeschluss.
Zukunftsplan: Wenn alle Genehmigungen vorliegen, kann 2025 die Ausführung geplant werden und das Vergabeverfahren starten. Bau und Umsetzung dann 2026.
Ziel bis 2035: Steigern des Rad- und Fußverkehrsanteils durch attraktive, sichere Radverkehrsanlagen in Ost-West- sowie Nord-Süd-Richtung. Einsparung im Verkehr von 55 Prozent CO2.
Begleitet wird der Prozess von einem sogenannten „Projektbegleitgremium“, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates, der vor Ort aktiven Bürgerinitiative, der Petition und des ADFC. Mit ihren Anregungen werden die neuen Wege mitgestaltet. Michael Scherwitz vom ADFC appellierte, dass der Verkehrsraum sinnvoller aufgeteilt werden könne. Unzufrieden zeigt er sich mit dem langwierigen Verfahren und wünschte sich kurzfristig Besserungen an den besonders heiklen Stellen. Ralph Fröhlich, der eine Petition für den Erhalt der Bäume ins Leben gerufen hat, erhielt Publikumsapplaus für die Anregung: Wenn der Autoverkehr 2035 geringer sei als heute, dann sei es besser, nicht die Bäume zu
entfernen, sondern den Autos den Platz wegzunehmen. Markus Windelberg von der Bürgerinitiative „Moltke-/Weingartenstraße“ betonte, dass die Stadt von Anfang an immer im Blick hatte: „Die Bäume müssen geschützt werden!“ Er sieht „ein gigantisches Potenzial“ in der Einbahnstraßenlösung über die Moltkestraße, da sich in Offenburg ein Ringverkehr anbiete. Aktuell stehe der Prozess der Planung für die Neugestaltung der Moltke- und Weingartenstraße bei Schritt zwei von fünf, so Martini. Im März 2024 trifft sich das Begleitgremium zur nächsten Runde. Eine weitere Öffentlichkeitsveranstaltung ist für Herbst 2024 vorgesehen.
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