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Abseits des Alltäglichen
Der
„ ichJa,
Schmer z berg Red Bull
würde töten.“
Hare Scramble
Wann Christian Bale privat zum Killer wird
N e w G e n e r at i o n
Su p er s ta r Pharrell Williams über die neuen Regeln d e s E r f o l gs
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Mai 2014
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Die Welt von Red Bull
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Eiszeit am Strand
Temperaturen unter null Grad, Eisbrocken an der Küste: zu Gast bei Alaskas Wellenreitern.
finlay mackay (cover), Scott Dickerson
Willkommen!
Pharrell Williams gibt keine Interviews. Pharrell, das erlebte unser US-Autor Andreas Tzortzis beim exklusiven Red Bulletin-Termin in Downtown Los Angeles, führt sie. Im Sinne von: Interessante Frage, die du da stellst, aber hast du schon mal über dies oder jenes nachgedacht? Tzortzis verwarf also seinen Fragenkatalog und ließ sich auf das Spiel der Assozia tionen mit dem „Happy“-Superstar ein. Ergebnis? Ein funkelndes, geist reiches, erstaunliches Gespräch über Musik, Demut, BMX-Biken und die Künstler der Zukunft. „Hör mal zu, ich werde dir erklären, was Erfolg ist“, ab Seite 58.
„Ich suche immer nach Kontrasten.“ Pharrell Williams, SEITE 58
Viel Vergnügen mit dieser Ausgabe! the red bulletin
3
mai 2014
Auf einen Blick Bullevard 0 8 musik-special Von Soul-Diven, Reimemonstern und Stromgitarren aus Schusswaffen.
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Features 26 Kampf der Kälte
Wellenreiten bei Minusgraden mit den Surfern von Homer, Alaska.
Berg der Schmerzen
Hollywoods kompromissloser Charakterkopf über Liebe, Kunst und Tod.
44 Red Bull Hare Scramble
08
Heinz Kinigadner und die Highlights aus 20 Jahren Enduro-Wahnsinn.
54 Trommelfeuer
Die Marathon-Konzerte des ExtremSchlagzeugers Martin Grubinger.
58 Pharrell Williams
Der König Midas der Pop-Welt verrät, wer ihn nicht nur musikalisch inspiriert.
40 Der Grenzgänger
Er spielte Jesus, liebt Motorräder und würde dich im Notfall töten. Christian Bale im großen Red Bulletin-Interview.
70 Fit für die Wildnis Die Musik der Zukunft
Die wichtigsten Pop-Newcomer, Obamas Lieblingssänger, das Heavy-Metal-Buch für Katzenfreunde und noch viel mehr.
Equipment für draußen: vom OutdoorHandy bis zur Prallschutzweste.
86 Read Bull
Die besten Shortstorys. Dieses Mal: Martin Suters „Ganser weiß zuviel“.
Action!
91 Fit wie die Ruder-Profis
Mario Gyr und Simon Schürch, Vizeweltmeister 2013, über Kraftaufbau mittels maximal schwieriger Kniebeugen. 4
54 Donner im Konzertsaal
600.000 Noten an einem Abend: Der Schlagzeuger Martin Grubinger ist der Extremsportler der klassischen Musik.
90 Reisen Im Truck durch Colorado 91 training Muskelkraft fürs Ruderboot 92 pro tools Stand-Up-Paddling 94 Club Das Yaki-Da in Göteborg 95 city-Guide Best of Bern 96 wings for life Tipps zum World Run 98 Musik Was Foster the People hören 100 gaming Futter für die Konsole 102 save the date Events zum Merken 104 TV-Highlights Red Bulls TV-Fenster 106 Magic Moment
the red bulletin
Philip Platzer/Red Bull Content Pool, Fabrizio Maltese/Contour/Getty Images, getty images, lukas mäder, christoph meissner
40 Christian Bale
Brutales Terrain, legendäre Sieger: Heinz Kinigadner über 20 Jahre Red Bull Hare Scramble.
“WELCOME TO OUR WORLD”
Thom Richard ist einer der seltenen Piloten weltweit, die über das Talent, die Erfahrung und den Mut verfügen, an den berühmten Reno Air Races – dem schnellsten Motorsport schlechthin – das Finale zu bestreiten. Weniger als zehn Cracks sind zugelassen, mit 800 km/h, Flügel an Flügel, nur einige Meter über dem Boden, halsbrecherisch um den Sieg zu kämpfen. Für diese Aviatikelite konzipiert Breitling Chronografen, robuste, funktionale und superleistungsstarke Instrumente mit von der COSC – der höchsten offiziellen Instanz in Sachen Zuverlässigkeit und Präzision – Chronometer-zertifizierten Werken. Willkommen in der Welt von Breitling.
CHRONOMAT 44 FLYING FISH
Contributors mit an Bord im Mai
THE RED BULLETIN Österreich, ISSN 1995-8838 Herausgeber und Verleger Red Bull Media House GmbH General Manager Wolfgang Winter Verlagsleitung Franz Renkin Chefredaktion Alexander Macheck, Robert Sperl Editor-at-large Boro Petric Creative Director Erik Turek Art Director Kasimir Reimann Photo Director Fritz Schuster
Scott Dickerson
Finlay MacKay Nachdem er das derzeit so erfolgreiche Basketball-Team der Indiana Pacers fotografiert hatte, flog der Schotte (Kunden u. a.: „New York Times Magazine“, „GQ“) nach Los Angeles, um Pharrell Williams für unsere Coverstory abzulichten. Als größte Herausforderung erwies sich dabei nicht das USMultitalent („Pharrell war super entspannt“), sondern die kalifornische Hitze. „Die Sonne hat mich fertiggemacht“, erzählt MacKay, der tapfer weiterknipste. Das Ergebnis sehen Sie ab Seite 58.
Der Amerikaner gehört zu den glücklichen Menschen, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen konnten: „Ich bin in Alaskas prachtvoller Wildnis aufgewachsen und nicht zuletzt deshalb Fotograf geworden.“ Seine Surf-Begeisterung lässt sich da schon schwieriger erklären: „Manche Menschen werden einfach mit einer Liebe zum Wasser geboren.“ Dickerson spricht – wohlgemerkt! – von der „AlaskaVariante“ des Wellenreitens, dem Surfen bei Minusgraden. Die Fotostory dazu finden Sie ab Seite 26.
Seit er 17 war, wollte er vom Schreiben leben. Das tat Martin Suter zuerst als Werbetexter, später als Kolumnist (lesen Sie ein Beispiel ab Seite 86). Die Krimis um Dandy-Ermittler J. F. v. Allmen machten Suter am Ende als humorvollen Romancier bekannt. Für den Bestseller „Der Koch“ wollte er sich mit einem Rotationsverdampfer belohnen, erzählte er einst im Interview. Auch über penibles Faktenstudium machte er sich lustig: Das meiste, was er für seine Bücher recherchieren muss, finde er im Internet.
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Managing Editor Daniel Kudernatsch Redaktion Werner Jessner (Leitender Redakteur), Lisa Blazek, Ulrich Corazza, Florian Obkircher, Arek Piatek, Andreas Rottenschlager Mitarbeit Stefan Wagner Bullevard Georg Eckelsberger, Sophie Haslinger, Holger Potye, Clemens Stachel, Manon Steiner und das Konsorten-Kollektiv (Raffael Fritz, Marianne Minar, Martina Powell, Mara Simperler, Lukas Wagner) Lektorat Hans Fleißner Grafik Miles English (Ltg.), Martina de Carvalho-Hutter, Silvia Druml, Kevin Goll, Carita Najewitz, Esther Straganz Fotoredaktion Susie Forman (Creative Photo Director), Rudi Übelhör (Deputy Photo Director), Marion Batty, Eva Kerschbaum Senior Illustrator Dietmar Kainrath Lithografie Clemens Ragotzky (Ltg.), Karsten Lehmann, Josef Mühlbacher Herstellung Michael Bergmeister Produktion Wolfgang Stecher (Ltg.), Walter O. Sádaba; Matthias Zimmermann (App) Druck Prinovis Ltd. & Co. KG, D-90471 Nürnberg Finanzen Siegmar Hofstetter, Simone Mihalits Marketing & Country Management Stefan Ebner (Ltg.), Elisabeth Salcher, Lukas Scharmbacher, Sara Varming Abo und Vertrieb Klaus Pleninger, Peter Schiffer; Abopreis 25,90 Euro, 12 Ausgaben/Jahr, www.getredbulletin.com, abo@redbulletin.at Marketing-Grafik Julia Schweikhardt, Peter Knehtl Anzeigenverkauf Alfred Vrej Minassian (Ltg.), Thomas Hutterer, Romana Müller, anzeigen@at.redbulletin.com Anzeigendisposition Sabrina Schneider
Christoph Meissner Martin Suter
Chefin vom Dienst Marion Wildmann
Um die High-Speed-Wirbel des Schlagzeugers Martin Grubinger („Tempomacher“, Seite 54) im Bild festzuhalten, präparierte Fotograf Christoph Meissner die Schlegel des Virtuosen kurzerhand mit LED-Leuchten. „Wir hatten nur zehn Minuten Zeit“, erzählt Meissner über das Shooting im Linzer Landestheater, „Gott sei Dank ist Grubinger ein Vollprofi. Er spielte, bis beide Sticks kaputtgingen – doch da hatte ich mein Bild schon längst im Kasten.“
„ Pharrell war super. Doch Kaliforniens Sonne hat mich fertiggemacht.“ finlay mackay
O∞ce Management Kristina Krizmanic IT Michael Thaler Firmensitz Red Bull Media House GmbH, Oberst-Lepperdinger-Straße 11–15, A-5071 Wals bei Salzburg, FN 297115i, Landesgericht Salzburg, ATU63611700 Sitz der Redaktion Heinrich-Collin-Straße 1, A-1140 Wien Telefon +43 1 90221-28800 Fax +43 1 90221-28809 Kontakt redaktion@at.redbulletin.com Web www.redbulletin.com Erscheinungsweise The Red Bulletin erscheint in Österreich monatlich am Kiosk, im Abo, im alternativen Vertrieb und als Eigenbeilage von und in Kooperation mit folgenden Partnerzeitungen: Kleine Zeitung, Kurier, Die Presse, Salzburger Nachrichten, Der Standard, Tiroler Tageszeitung, Vorarlberger Nachrichten. Weiters wird The Red Bulletin monatlich in folgenden Ländern vertrieben: in Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Kuwait, Mexiko, Neuseeland, der Schweiz, Südafrika und den USA. Leserbriefe bitte an leserbriefe@at.redbulletin.com Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Informationen zum Medieninhaber sind ständig und unmittelbar unter folgender Web-Adresse auffindbar: www.redbulletin.at/impressum
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Das neue ReimeMonster
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jess baumung
Chancellor Bennett ist jung (grad 21), voller Soul und rappt von Kokosbusserln so glühend wie von Zigaretten. Seine Mission: Hip-Hop auf den Kopf zu stellen. Sollte er fortsetzen, was er auf seinem grandiosen Mixtape „Acid Rap“ begonnen hat, tanzt ein ganzes Genre bald nur noch Headspins. Chance hat Köpfchen, eine wandel bare Stimme, feinsinnigen Humor und kann sich alles erlauben – außer zu schnell erwachsen zu werden.
johannes lang
Mit „Acid Rap“ hat es Chance vom Geheimtipp zur großen Nachwuchshoffnung des Hip-Hops geschafft.
q u i z
Wer hat das gesagt? Große Stars, große Worte. Diese Zeilen sind für die Ewigkeit. Bloß von wem?
– Lip p e n n , rote e k c o L . ch b lon d e auch no Au ge n , it a O r a R n D un kle n a ge n k un d sin
Die neue Rihanna. Rita Ora, 23, hat vor, die Queen of Pop vom Thron zu stoßen. Das findet Rihanna gar nicht cool und meidet Rita jetzt auf Partys. Wir würden beiden nicht aus dem Weg gehen.
Warum Musik, Und wie? Ondrea Barbe/Corbis Outline
In „What Difference Does It Make?“ stellen sich PopPioniere den großen Fragen des Musik-Business. Was treibt Klangvisionär Brian Eno an? Wie führt James Murphy sein Dance-Punk- Label DFA? Was tut Disco- Legende Giorgio Moroder gegen Rampenfieber? Fragen, die in der 96-minütigen Doku „What Difference Does It Make?“ von den Musikern höchstpersönlich beantwortet werden. Filmemacher Ralf Schmerberg war im Mai 2013
mit seiner Kamera dabei, als die Red Bull Music Academy für vier Wochen in New York gastierte und dabei Jung musiker und Szenegrößen zusammenbrachte. Um gemeinsam an Ideen zu arbeiten und über ihre große Leidenschaft zu philoso phieren: Musik. Den Film gibt es in voller Länge zu sehen: www.rbma15.com
„I’ve always been famous, it’s just no one knew it yet.“
lady gaga
Rihanna
Beyoncé Knowles
2 „I am a god. Now what?“
Kanye West
Robin Thicke
David Guetta
3 „I believe in free love and that’s just how I feel.“
LANA Del REY
Miley Cyrus
Grimes
AUFLÖSUNG: 1. Lady Gaga; 2. Kanye West; 3. Lana Del Rey
! a t i r y l e v o l , Oh
corbis, getty images(2), Universal Music, Steven Taylor, Alix Malek, Nicole Nodland, sony music, Chad Wadsworth/Red Bull Content Pool(2)
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Global happy. Die Doku feiert das 15-Jahr-Jubiläum der Red Bull Music Academy und hatte zeitgleich Premiere in über 60 Kinos weltweit.
BULLEVARD
E u r o v i s i o n S o n g C o n t e s t
Grusel-Pop
Der einstige „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ bringt jedes Jahr neue Musiktalente auf die Bühne. Manche von ihnen bleiben unvergesslich. Nicht nur wegen der Musik.
super apps Vom edlen Musikgame bis zum DJ-Pult am Handy. Die fünf besten Musik-Apps für dein Smartphone.
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„Hard rock Hallelujah“
Lordi (Sieger von Athen, 2006) Mit Kostümen im Ork-Stil und Plateauschuhen hardrocken sich Lordi auf Platz eins. Zweiter wird Russland mit „Never Let You Go“. Leider!
Céline Dion
„Ne partez pas sans moi“ (Dublin, 1988) Céline Dion fegte schon 1988 alle vom Sessel. Wenn nicht mit ihrer Stimme, dann mit ihrer Frisur. SChweden: 4 Punkte
Ukraine: 10 Punkte
„Waterloo“ (sieger von Brighton, 1974) Napoleon am Dirigentenpult und „Waterloo“ im Ohr. Für ABBA keine Niederlage, sondern der Start einer Weltkarriere.
„Dancing Lasha Tumbai“ (Helsinki, 2007) Ein avantgardistisches Gesamtkunstwerk. Andrij Danylko spielt Verka Serduchka, eine ältere Dame, und hüpft sich in seinem futuristischen Astro nauten-Outfit in die Herzen der Europäer. „Sieben, sieben, ai lju-lju … sieben, sieben, ein, zwei … tanzen!“ Und dafür gab’s nur Platz zwei? Skandal!
Abba
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Verka Serduchka
Du wartest auf die U‑Bahn und hast eine Song-Idee? Mit Figure kannst du binnen Minuten ganze Tracks kreieren.
the red bulletin
picturedesk.com(3), interTOPICS
Nie wieder ein Konzert verpassen! Songkick hält dich über die Tourpläne deiner Lieblingsbands am Laufenden.
Schweiz: 8 Punkte
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Lucky DJ
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Unser Künstler Kainrath ehrt Daft Punk und Avicii.
* KOMA: Kainrath’s Œuvres of modern art
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aufstEigEr DEs jahrEs. Der 4 x 4 sieger bei der Wahl zum auto Bild allradauto des jahres.
opel.at
Verbrauch gesamt in l / 100 km: 4,5– 6,7; CO2-Emission in g / km: 120 – 158
GUANTANAMO | + | METALLICA Heavy Metal in Handschellen: US-Behörden folterten Insassen des Gefangenenlagers in Guantánamo systematisch durch Beschallung mit Metallica-Songs.
Supermarkt | + | 50 cent Musik regt den Konsum an, einzig von Hip-Hop sei laut Shopbetreibern abzuraten. Dessen Gangsterimage würde abfärben und die Zahl der Diebstähle steigen.
Editor
onders ige b e s in e r ie g. .H emdun ammer c ke n t f r Folte rk e ie w d Z r in e r ch n c eflo o u sikalis Vom Da Fälle m e ll o v z r schme
Photographer
s h c u a r b s s i m
Illustratorgetty images(4), picturedesk.com(2), shutterstock(2), Corbis(2) flickr.com
an a t n Gua era mom
B U L L E V AR D
Illustrator
r e f p o Photographer
Editor
Burger | + | Pavarotti Ein Burgerladen in Aus tralien vertreibt herum lungernde Teenager mit klassischer Musik. Die Strategie geht auf, doch leider poltern auch die Nachbarn.
Kim Jong-Un | + | Modern Talking Diktator Kim Jong-un soll während seiner Schulzeit das deutsche Synthie-Pop-Duo Mo dern Talking verehrt haben. Sein Lieblings song: „Brother Louie“.
Dick-, DiktatDick-, or
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B U L L E V ARD
Make music, not war Dem Mexikaner Pedro Reyes fielen tausende Waffen in die Hände, er schweißte die Schießeisen zu Instrumenten zusammen und ging damit auf Tour. „Disarm“ heißt seine Komposition gegen Waffengewalt. Na bumm!
s d n u o S y z a r C
Gemüseorchester Musiker aus der Musikmetropole Wien schnitzen sich Instrumente aus Gemüse. Der Nachteil: Die Instrumente verfaulen, sie müssen für jeden Auftritt frisch angefertigt werden. Dafür gibt es nach dem Konzert Suppe.
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the red bulletin
pedro reyes, Courtesy Lisson Gallery, London(4), Alexander Koller, Anna Stoecher(2)
sp ie le n ilig! Wir e w g n a ?L Ra s se l. K lavie r u c chiniZ d n u D rum s? re n - Git ar Pis tole
Z e i t r e i s e
Best of eines Lebens
Was wir 1989 legendär fanden. Wofür wir uns 1999 nicht geniert haben. Und was uns 2009 die Zukunft wies.
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5
Jahre
Depeche Mode – Personal Jesus. Wer von Johnny Cash ge covert wird, kann nicht falschliegen. Nirvana – Bleach. Das erste Album der Grunger wurde von Kriti kern gelobt, fand allerdings erst nach dem zweiten Album „Never mind“ seinen Weg in die Charts. Miles Davis – Aura. Die wenigs ten Töne, für die je ein Grammy vergeben wurde. Musik für den Kopf, nicht für den Popo.
Jahre Eiffel 65 – Blue. Wenigstens gibt die Band zu, dass die Farbe Blau genauso willkürlich gewählt wurde wie der Rest des Textes. Lou Bega – Mambo no. 5. Wie konnte Lou Bega mit diesem Klatsch-Rhythmus bloß Monica, Erica, Rita et al. rumkriegen? Christina aguilera – genie in a bottle. Hätten wir wirklich etwas verpasst, wenn wir nicht an der Wunderlampe gerieben hätten?
Lady gaga – just dance. Schon gaga, aber noch harmlos. Die Lady reitet auf Gummiwalen, bald folgen Fleischkleider. Susan Boyle – I Dreamed a Dream. Eine neue Erfolgsformel für Normalsterbliche: Understate ment + Castingshow + YouTube. Singen kann die Dame aber auch. Kraftwerk – der katalog. Als Elektro noch Arbeit war, oder: Früher war doch alles besser.
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B U LL E V A R D
FROM THE MAN WHO BROUGHT YOU SUCH SONGS AS
“WHO” — “WHAT” — “WHEN” — “WHERE”
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“WHY”
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NOW COMES
new York &
Los AngeLes
Corbis
MacH du die Musik! „Song Reader“ heißt das ungewöhnlichste Album von Beck: ein Album mit Noten und Text, aber ohne einen Ton. Spielen und singen müssen die Fans selbst. songreader.net
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Bereits mit 14 wollte Solange es ihrer älteren Schwester gleichtun, doch ihr Debütalbum floppte, und mit 18 wur de sie Mutter. 2012 trat sie endlich ins Rampen licht und gilt heute als Stilikone. In puncto Coolness kann sich Beyoncé einiges von der um knapp fünf Jahre Jüngeren abschauen.
will olan ge e s te r S w lt . h o c h S r in e übe ih re kle b e reit s h c le o y t D S . en tar in S ach groß e S in d e s t cé der n m o u y z e B B n t N o ch is at Quee n und h e h ie z h nac
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i d u d t B is
? r e t s i S , e t s e B e
BULLEVARD
S o n g t e x t e
Ich versteh dich nicht
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david kellner
Was Musiker sagen und was wir hören, passt nicht immer zusammen. Drei große Irrtümer.
Born in the Usa – Leider
Fight for your right, Idiot
Nikita, Mein Lover-Boy
Bruce Springsteen Die ino∞zielle US-Hymne schlechthin. Schon mal auf den Text zwischen den Refrains gehört? „Born in the USA“ erzählt die Geschichte eines Veteranen aus dem Vietnamkrieg, der keinen Job findet. Klingt schon weniger patriotisch.
Beastie Boys Mit ihrem Song „(You Gotta) Fight for Your Right (to Party!)“ wollten sich die Beastie Boys über Partyhymnen wie „I Wanna Rock“ von Twisted Sister lustig machen – und schrieben ungewollt die Mutter aller Partysongs. Dumm gelaufen.
Elton John Wer bei dem Lied an die blonde Schönheit aus der gleichnamigen Fernsehserie denkt, dürfte ein wenig enttäuscht sein. Denn Nikita ist ein russischer Männername und Elton John, wie wir seit spätestens 1988 wissen, schwul.
Heutzutage lässt man schalten! Mit dem Doppelkupplungsgetriebe von HONDA.
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B U L L E V ARD
N e x t S u p e r s ta r
HOLOPHONor
Fast berühmt
visionär Eine Kombination aus Oboe und Hologrammprojektor: Leider wird das Holophonor erst im 31. Jahrhundert erfunden – zumindest wenn es nach den „Futurama“-Autoren geht.
Von diesen drei Talenten werden wir noch hören. Sie kämpfen 2014 um ihren Durchbruch und einen Platz im Popzirkus.
Mø Ein Mix aus Electro, Indie-Pop, Soul und Street Vibes? Zwei Buchstaben reichen: Mø. Das Markenzeichen der Dänin: ihr geflochtener Zopf, den sie wie einen Propeller durch die Luft schwingt. Wir finden: zum Abheben.
Royal Blood Rockmusik ist out? Nicht, wenn man Benji Talent und Mike Kerr hört. Gesang, Bass und Schlagzeug – einfach, aber wirksam. Das fanden auch die Arctic Monkeys, die das Duo prompt als Vorband engagierten.
H i g h -T e c h - S o u n d
Zukunftsmusik
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Roli (Grossbritannien) Auf der sensiblen Klaviatur des Seaboards lassen sich Töne verbiegen und ver zerren wie auf einer Gitarre. Mit einem Fingerwisch übers Brett surfst du durch die Oktaven. Edles Hightech, für das du vielleicht auch noch morgen zahlen wirst. Preis: 8300 Euro.
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Toshio Iwai (japan) Das Tenori-on ist ein hap tischer, LED-betriebener Synthesizer, mit dem durch Zeichnen kunstvoll Töne entstehen. Medienkünstler Toshio Iwai, der eigentlich Videospiele entwickelt, hat das Zauberbrett bereits 2007 gebaut. Der LEDSpaß kostet 1200 Euro.
Eigenharp
Eigenlabs (Gbr.) Die Eigenharp vereint Musikinstrument und Software-Controller in einem Gerät. Das Science-FictionFagott wird per Knopfdruck und über das Mundstück gesteuert. Vielfältige Ton kreationen sollen dadurch möglich sein. Preis, je nach Modell: 400 bis 4500 Euro.
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Wie klingt die Musik von morgen? Hängt davon ab, worauf sie gespielt wird. Ein Blick in die Laboratorien des Instrumentenbaus.
James Marcus Haney
FKA Twigs Mit 17 zog die Eng länderin nach London, um Tänzerin zu werden. Doch stattdessen überzeugte sie als Sängerin: mit zarter Stimme, Trip-Hop-Beats und surrealen Videos. Nun will sie nichts anderes mehr machen. Gut so.
From Metal Cats by Alexandra Crockett, published by powerHouse Books
„Met al von A Cats“. Da s lexan dra C neue Foto Heav ro ybu weich Metal-Mu ckett zeig ch sik t e bei po n Seite. Er er von ihr s e werH ouse cheint im r Book Mai s.
n e z e i M l a t e M Heavy
l s bruta se Jung ie d . h a f ic s o f dem S e ge b e n chen au er Bühn z t d ä f K u A n . ih re ern hige r K sie mit sch e ln , flau sc u le k a t h a c riv H a r te S , doch p gre s siv und ag
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BULLEVARD
P o l i t p o p
Die Musik der Macht
Was hören Menschen, bevor sie Armeen in Bewegung setzen? Was, während sie Steuern erhöhen oder senken? Was, nachdem sie Gesetze unterschrieben haben? Hey! Ba-Ba-Re-Bop! Work it harder, make it better. Do it faster, makes us stronger. Yes, you can try it.
She is standing right in front of me. Speaking words of wisdom. Let it be me! Oh Nikita Chruschtschow, I don’t love you so!
Angela Merkel verehrt die Beatles
Wladimir Putin liebt Elton John
Barack Obama hört Kanye West
Beim Kochen hört die deutsche Kanzlerin Klassik. „La Traviata“ mit Anna Netrebko zum Beispiel. Doch in ihren wilden Jahren war Merkel ein Beatles-Fan, ihre erste Platte der Fab Four kaufte sie in Moskau. Was sie heute noch mit der Band verbindet? Ihre Frisur.
Russlands Präsident gab sich vor Olympia musikalisch betont weltoffen: „Elton John ist eine herausragende Persönlichkeit und ein hervorragender Musiker. Millionen von uns lieben ihn, ungeachtet seiner, ähm, sexuellen Orientierung.“
2009 hieß der US-Präsident den Rapper einen Deppen, weil er die MTV-Preisvergabe an Taylor Swift rüpelhaft unterbrochen hatte. Letzten Dezember dann die Aussöhnung: „Kanyes Musik ist herausragend“, pries Obama, „ich hab viel Zeug von ihm auf dem iPad.“
15.000.000 Sekunden Ruhm 1. Fünf Kanadier, eine Gitarre. Sie covern „Somebody That I Used to Know“ von Gotye (156 Millionen Klicks). 2. Der Michael Jackson unter den YouTube-Stars: ein fünfjähriger japanischer Bub, der holprig „I’m Yours“ von Jason Mraz auf der Ukulele spielt (63 Mio.). 3. Es geht auch ohne Gesangskünste. Das zeigt eine frustrierte Videocutterin aus Taiwan. Sie tanzt nachts zu Kanye Wests „I’m Gone“ ihre Kündigung (17 Mio.).
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Getty Images(3)
YouTube ist längst die größte Casting-Show der Welt. Hier die Top 3 der Klick-Millionäre. Webcam ab!
- Dick Fosbury Revolutionärer Hochspringer –
„Wenn jemand sagt, dass es nicht geht, beweise das Gegenteil.“
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Der neue MAZDA3. Indem er erstmals rückwärts und nicht vorwärts absprang, trotzte Dick Fosbury allen Konventionen und veränderte den Hochsprung für immer. Mazda beweist mit der SKYACTIVTechnologie ebenfalls, dass unkonventionelles Denken scheinbar Unmögliches möglich machen kann – und revolutioniert in Verbindung mit seinem unverwechselbaren KODO-Design sowie dem einzigartigen MZD Connect die Kompaktklasse. Ab sofort als Sport oder Limousine bei Ihrem Mazda Partner erhältlich. MAZDA. LEIDENSCHAFTLICH ANDERS. www.mazda.at
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Wellen aus Eis Die Luft weit unter dem Gefrierpunkt, das Wasser kaum dar端ber. Gerade vier Stunden Licht pro Tag. Dennoch sucht eine kleine Gruppe Verwegener auch im Winter vor Alaskas K端ste nach der perfekten Welle. Fotograf Scott Dickerson ist einer von ihnen. Text: Ann Donahue, Bilder: Scott Dickerson
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„Ich lebe als Fotograf in Homer, einem 5000-Einwohner-Städtchen an Alaskas Südküste. Hier surfen wir auch. Ganzjährig. Klingt schlimmer, als es ist. Das Klima an der Küste ist milder als im Landesinneren. ‚Superkalt‘ nennen wir alles unter null Grad (Fahrenheit wohlgemerkt, das sind minus 17,8 Grad Celsius; Anm.). Unter null wird es wirklich unangenehm. Dann surfen wir auch nicht mehr. Zumindest nicht immer. Wir müssen uns ja nichts beweisen. Das ist keine Machosache oder so. Es geht uns um den Spaß.
Der Kerl auf dem linken Bild ist Kyle Kornelis an einem besonders kalten Wintertag am Strand von Homer. Mir gefällt das Bild, weil Kyle darauf wie ein echter Vierschröter aus Alaska aussieht. Der Gezeitenunterschied an der Küste beträgt viereinhalb bis fünf Meter. Zweimal pro Tag steigt und sinkt der Pegel. Bei Ebbe friert die Wasser oberfläche, bei Flut wird das Eis überschwemmt. So entsteht eine Unterwasser-Eis bank, die bis weit ins Meer hinausreicht. Kennst du Heli-Surfing? Die Bilder oben stammen aus dem Hubschrauber eines Heli skiing-Anbieters, der üblicherweise Skifahrer in die Berge bringt. Als sie eines Tages wegen Schlechtwetter nicht so hoch hinauffliegen konnten, kam ich mit ein paar SurfSachen bei ihnen vorbei, und wir flogen mit den Abenteuerlustigeren unter den Ski touristen zum Surfen an den Strand. Die fanden das großartig.“
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„Wir tragen die wärmsten Sachen, die du kriegen kannst, Wetsuits mit 6 Millimeter Neopren am Körper und 5 Millimetern an Armen und Beinen, Kapuze, dazu Handschuhe und Boots mit 7 Millimetern. Die Wellen entstehen rund 100 Kilometer vor der Küste, für einen guten Swell brauchst du also ordentlich Wind. Aber wir surfen alles, was kommt, von knietiefer Brandung bis zu 3-Meter-Brechern.“
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„Der Kerl auf diesem Bild heiSSt ‚Iceman‘. So nennen ihn alle. Er war 1984 der erste, der hier surf te.“
„Manchmal besuchen uns Leute, die wirklich schon überall auf der Welt gesurft sind. Aber sie sind völlig überwältigt von all dem hier, speziell weil sie die Natur an diesem Ort so intensiv erleben. Du fühlst dich beim Surfen als Teil der Wildnis.“
„Es ist wie überall sonst auch: Manchmal kannst du fünf Tage hintereinander surfen, dann wieder lässt sich drei, vier Wochen lang keine einzige Welle blicken. Wir haben unser ganzes Leben auf die Launen der Natur ausgerichtet: Sobald die ersten Wellen auftauchen, lassen wir alles stehen und liegen und gehen raus.“
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„Warum mich das Surfen nicht mehr losl ässt? Keine Ahnung. Bevor ich selbst damit begann, hat te ich nie irgendjemanden auf einem Bret t gesehen.“
„Eine typische Szene aus dem Leben eines Alaska-Surfers: Die Wellen sind mickrig, aber wir reiten sie trotzdem. Weil das alles ist, was wir haben. Die Hauptsache ist, an diesem unfassbar großartigen Platz ins Wasser zu springen. Die Kälte? Halb so schlimm. Echt. Draußen auf dem Wasser ist mir eigentlich immer warm. Oft sogar so warm, dass ich, wieder an Land, denke: Nichts wie raus aus dem Wetsuit!“
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„Du wirst geboren, um deine Leidenschaf t zu f inden. Meine Leidenschaf t ist das Wasser.“
„Surfen in Alaska heißt vor allem: Da ist niemand außer deinem Kumpel und dir. Rundherum nur Wildnis. Du gewöhnst dich so sehr daran, dass du in anderen Surf-Revieren zuerst mal einen Schock verdauen musst: Du kommst an den Strand, und da sind schon fünfzig Leute im Wasser!“
„Was tun, wenn dir nach einer Session mal kalt ist? Ganz einfach: Du füllst deinen Wetsuit mit heißem Wasser und legst dich auf den Boden. Das Wasser fühlt sich an wie in einem Whirlpool. Wenn du so wie auf dem Bild im Schnee liegst, hält die Wirkung aber nur rund 30 Sekunden an.“
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„Sogar Ian Walsh war mal für ein pa ar Sessions hier. Er war begeistert.“
„Der US-Surfstar Ian Walsh war mal gemeinsam mit den Snowboardern John und Eric Jackson hier, um eine Folge der Web-Serie ‚Brothers on the Run‘ zu drehen. Wir haben sie an Bord unserer ‚MV Mio‘ genommen, des 18-MeterBoots, das wir für unsere Surf-Trips verwenden. Auf ihr haben wir schon einige Stürme überstanden!“
„So sieht es in Homer w ährend eines Schneesturms aus. Ohne Gel ändewagen an den Str and k ommen? Vergiss es.“
„Das ist Kristi Wickstrom, der Hund ist ihrer, glaube ich. Der Mann ist John Langham. Er ist schon über fünfzig! Wir haben hier einige ältere Burschen so wie ihn, die sich das Surfen nicht nehmen lassen. Sieht aus, als würde das Surfen hier heraußen fit halten!“
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„Das Bild oben zeigt Mike McCune und seinen Truck an einem beson deren Tag: In Homer war der Sturm einfach zu stark, also fuhren wir 40 Minuten westwärts in die Cook- Inlet-Bucht. Der Wind reichte auch dort noch für 3-Meter-Wellen, der Strand war übersät mit riesigen Eisklumpen. Es war ein guter Tag! Das rechte Bild zeigt Iceman. Er lebt direkt am Strand in Homer, und an der Außenseite seines Hauses hat er einen Wasserhahn angebracht, an dem sich jeder den Wetsuit mit heißem Wasser auffüllen kann.“ Mehr Surf-Fotos aus Alaska: www.scottdickerson.com
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Ja,
ich würde töten Er war Jesus und Moses, Batman und Bob Dylan, Boxer und Stahlarbeiter. Schauspieler Christian Bale pendelt zwischen den Extremen, am Set und im Privatleben. Doch es gibt auch Situationen, in denen er sich geschlagen gibt.
Christian Bale eilt kein besonders sonniger Ruf voraus, der vierzigjährige britische Oscar-Preisträger gilt als düsterer Charakter mit einem Hang zur Schroffheit. Der Anlass unseres Gesprächs passt beängstigend gut dazu: „Out of the Furnace“ (deutsch: „Auge um Auge“) läuft im Kino an, die Geschichte eines Stahl arbeiters in einem Strudel aus Gewalt und Rache. Treffpunkt für das Red Bulletin-Interview ist das Berliner Regent Hotel. Als das Gespräch beginnt, liegt Bales Gesicht im Schatten, der Raum in trübem Dämmerlicht. Dass sich Bale im Lauf des Gesprächs als witziger, durchaus charmanter Gesprächspartner zeigen wird, ist zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt zu erwarten, so dass Red Bulletin-Autor Rüdiger Sturm eine offensive Gesprächstaktik wählt, einen Pfad der Dunkelheit sozusagen. the red bulletin: Mister Bale, wer Filmstars zu einem aktuellen Streifen befragt, stellt als erste 40
Frage immer eine über biografische Parallelen zur Rolle. Nun spielen Sie in „Out of the Furnace“ einen Mann, der bereit ist, für seine Angehörigen über Leichen zu gehen … Christian Bale: … und Sie wollen nun wissen, ob ich töten würde. Darauf wollte ich eigentlich hinaus, ja. Machen wir’s doch kurz. Ich sage Ihnen: Ja, ich würde töten, absolut. Wenn meine neunjährige Tochter in Gefahr wäre, dann würde ich für sie sterben, und ich würde für sie töten. Bei allem anderen müsste ich wohl ein wenig nachdenken, bevor ich Ihnen verbindlich antworte … aber ich denke doch, dass ich für alles andere, was mir etwas bedeutet, mit meinem Leben geradestehen würde. Von einem Mann, der bereits Batman und Jesus war und dieses Jahr auch als Moses zu sehen sein wird, sollte man auch nichts anderes erwarten. Sie mögen die Alles-oder-nichts-Typen, oder? the red bulletin
Fabrizio Maltese/Contour by getty images
Text: Rüdiger Sturm
, „Meine Tochter lacht mich aus, wenn sie mich in einem Kostüm sieht.“
In meinem Arm steckt Metall drin: 25 Schrauben. Meine Begeisterung ist da wohl ein bisschen mit mir durchgegangen.
einem Kostüm sieht: „Papa, du machst ständig das Gleiche!“ Sie sehen: Es ist alles nicht so aufregend, wie das manche vielleicht denken. Ihr Leben abseits der Schauspielerei ist jedenfalls aufregend. Sie unterstützen die radikalen WalSchützer der Sea Shepherd Conservation Society, die Walfänger rammen und versenken. Und Sie engagieren sich in Menschenrechtsangelegen heiten. Als Sie in China den unter Hausarrest stehenden Bürgerrechtler Chen Guangcheng besuchten, wurden Sie fast von Sicherheitskräften verprügelt. Muss ich das nun als Kompensation für Ihren langweiligen Job sehen? Sehen Sie, ich bin prominent, die Leute kennen meinen Namen und mein Gesicht. Das heißt, ich kann Aufmerksamkeit lenken. Auf Themen, die mir wichtig sind. Und das tue ich in diesen Fällen. Chen Guangcheng ist inzwischen entkommen – und zwar auf eine Art und Weise, gegen die alle Ausbrüche im Film harmlos wirken. Er hat mir erst heute wieder eine SMS geschickt. Und ich liebe es, mich mit Paul Watson, dem Chef von Sea Shepherd, auszutauschen. Auf hoher See? Niemals. Ich hasse Boote. Auf dem Meer kann ich es nicht aushalten. Sosehr Sie Boote hassen, so sehr lieben Sie angeblich Motorräder … Korrekt. Wissen Sie, die befriedigendsten Momente in meinem Leben sind jene, wenn ich komplett in eine Sache versinke. Und zwar so sehr, dass jede Ablenkung lebensgefährlich wäre. Deshalb liebe ich das Motorradfahren so sehr. Motorradfahren ist beinahe ein hypnotischer Zustand. Und dennoch sollen Sie Ihrer Frau zuliebe darauf verzichten. Das stimmt nicht. Ich verzichte wegen dem hier, sehen Sie mal, hier, mein linker Arm. Da steckt Metall drin. 25 Schrauben. Meine Begeisterung ist da wohl ein bisschen mit mir durchgegangen. Phasenweise konnte ich meinen Arm nicht mehr bewegen, weil die Nerven geschädigt waren. Ich könnte nicht fahren, selbst wenn ich wollte. Meine Hand ist immer noch nicht fit, da funktioniert das Schalten nicht. Das ist jetzt über ein Jahr her, aber seither muss ich aufs Motorradfahren verzichten. Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr ich es vermisse. Schade, dass Sie nicht wegen Ihrer Frau darauf verzichtet haben. Wieso? Das hätte eine schöne Frage zum Schluss ergeben: ob Sie stärker sind, der Fighter aus „Out of the Furnace“, oder Ihre Frau. Ach, Sie können sie ja trotzdem stellen. Okay. Also: Wer ist stärker? Eindeutig meine Frau. Das liegt weniger an ihrer Persönlichkeit, sondern daran, dass Frauen besitz ergreifender und aggressiver sind als wir Männer – und das auf viel subtilere Weise. Außerdem sind Frauen stur. Sie sollten mal mit meiner Frau oder meiner Tochter diskutieren! Ich liebe das. Wenn die beiden mir Kontra geben, dann kapiere ich, dass ich nicht der Nabel der Welt bin. Und das ist verdammt gesund. Der Trailer zum Film: outofthefurnacemovie.tumblr.com
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Fabrizio Maltese/Contour by Getty Images
Hahaha, nun mal halblang! Nehmen Sie doch meine Schauspielerei nicht so ernst. Film ist Fake. Der Schlangenbiss beim Dreh von „Rescue Dawn“ – auch ein Fake? Und wie. Die Schlange war nicht giftig, wir hatten die Szene außerdem sehr gut organisiert. Das Beispiel passt nicht. Nur ein einziges Mal hat sich eine Rolle wirklich in die Realität meines Lebens gedrängt. Bob Dylan in „I’m Not There“? Knapp vorbei, hahaha. Es war Jesus. Den spielte ich vor mehreren Jahren in einem TV-Movie. Und Sie konnten auch abseits vom Set Lahme gehen lassen, Tote zum Leben erwecken und übers Wasser laufen? Das hätte mir gefallen. Aber in Wahrheit plagten mich schlimme Albträume und Halluzinationen. Eines Nachts hatte ich das Gefühl, dass mir irgend eine Flüssigkeit auf beide Handflächen tropfte. Ich wachte auf, schaute auf meine Bettdecke, ob da Wasser war – doch da war nichts. Ich wollte wieder einschlafen, doch dann fing es wieder an zu tropfen, und es hörte erst auf, als ich beide Hände unter die Decke tat. Das war das Gespenstischste, was ich je erlebte. Wenn ich davon erzähle, kriege ich heute noch Gänsehaut. Irgendeine Erklärung dafür? Keine Ahnung. Zumal ich doch diese wirklich gesunde Distanz zu meinem Job habe. Sogar meine Tochter hat sie geerbt. Die lacht mich aus, wenn sie mich in
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Philip Platzer/Red Bull Content Pool
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Samo Vidic/Red Bull Content pool(2), Erwin Polanc/red bull content pool, Jürgen Skarwan/Red Bull Content pool
Entscheidend ist, wie früh du dran bist: In 3-Minuten-Intervallen werden die Startreihen losgelassen. Je un verspurter die Linie, desto besser deine Chancen auf den Steilhängen. Dennoch wirst du leiden. Richtig leiden. Es ist bloß eine Frage des Wann, nicht des Ob.
Als wären Berg und Strecke nicht schlimm genug: manchmal gibt es auch
Regen und Schnee.
Zwölf WM-Titel im Trial bereiten dich so einigermaßen auf das Red Bull Hare Scramble vor: Die britische Legende Dougie Lampkin (oben) kämpfte sich im Vorjahr auf Platz 6.
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Der Berg ist
unbarmherzig.
Es ist die pure Erschöpfung, die aus den Gesichtern der Teilnehmer spricht. Nur einer von hundert kommt durch. Sieger müssen aus besonderem Erz geschmiedet sein. Fünffache Sieger erst recht: Taddy Błaz˙usiak, links.
Beim Prolog wünschst du dir ein Bike, das auf den breiten Trassen 200 km/h schnell ist. Am Sonntag hingegen willst du ein möglichst handliches Gerät, das kaum was wiegt. Die Entscheidung musst du selbst treffen. Und dann die Konsequenzen tragen.
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Philip Platzer/Red Bull Content pool(2), Samo Vidic/ Red Bull Content Pool
Er wird dich kriegen.
„ H a r t . Beinh a rt.“ Von den Anfängen zu d e n Favo ri te n von heute: eine Zeitreise mit Heinz Kinigadner*
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„Das Verrückteste am Erzberg war vielleicht, wie alles begonnen hat. Erfunden hat das Rennen der Filmemacher Günter Mair, der Material für sein ‚Offroad-Maga zin‘ auf Eurosport gebraucht hat. Der Berg wäre ein Offroad-Paradies, hat er geschwärmt, einzigartig auf der Welt. Was aber sollte ich dort, der Ex-Motocrosser, der versuchte, endlich Paris – Dakar zu gewinnen? Ich war kein Veranstalter, und der Weg von Tirol in die Steiermark erschien mir verdammt weit, bloß der Schwärmereien eines Journalisten wegen.
Schließlich hat er mich doch weich geklopft, und sicherheitshalber habe ich Andi Werth und Karl Katoch vom Magazin ‚Der Reitwagen‘ mitgebracht, die schon das eine oder andere Motorradrennen organisiert hatten. Der Eindruck des Berges war über wältigend. Wir standen vor Passagen, die ich für absolut unfahrbar hielt. Die beiden hatten Presse-Motorräder mitgebracht, mit denen wir ‚rumgespielt‘ haben, um das Gelände zu erkunden. Ich erinnere mich an eine Suzuki, die am Abend nicht mehr in den Bus passte, weil der Rahmen so verformt war. Mair hatte recht gehabt: Man musste hier ein Rennen veranstalten. 1995 ist beim Prolog alles, was sich irgendwie auf zwei Rädern bewegt hat, Richtung Gipfel gerast: Harleys, Ducatis, Roller, Amateure, Ahnungslose, ein paar Profis. Insgesamt waren 200 Starter dem Ruf des ‚Reitwagen‘ gefolgt, was wir als veritablen Erfolg verbuchten. Das Red Bull Hare Scramble war schon damals eine beinharte Geschichte, von der ich wusste, dass ich als Highspeed-Spezialist dort nichts verloren hatte. In Summe erreichten vierzig Fahrer das Ziel – so viele sollten es nie wieder schaffen. (Mein Ideal wäre ja, dass überhaupt nur einer durchkommt.) Premierensieger war der Südafrikaner Alfie Cox, der die groben
Bernhard Spoettel/Red Bull content pool, marco rossi
Zum Davonlaufen: Bikes, die nicht und nicht auf die nächste Etage wollen.
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Wenige haben geschaff t, es so leicht aussehen zu lassen
wie Chris Pfeiffer.
Tragisch: Graham Jarvis kam dreimal als Erster ins Ziel, wurde aber die ersten zwei Male disqualifiziert, weil er einen Kontrollpunkt ausgelassen hatte. 2013 hat er endlich (regulär) gewonnen. In meinen Augen ist Jonny Walker, Sieger 2012, der Einzige, der ihm 2014 gefährlich werden kann. Graham war in den letzten Jahren der Schnellere, aber Jonny hat seither fahrerisch einen Sprung gemacht. Ich schätze, die zwei machen sich den Sieg untereinander aus. Der normale Teilnehmer wird die Spitze auch dieses Jahr nur beim Start sehen. Je weiter hinten du startest, desto sicherer stehst du im Stau. Für den Großteil der Starter ist das Ziel unerreichbar, und das soll, das wird es auch bleiben.“ Live bei ServusTV: am 1. Juni, 11.00 bis 16.15 Uhr
Nur wenigen Glück lichen ist es vergönnt, das Ziel zu sehen. Die große Mehrheit erfährt von Strecken posten, dass das Rennen vorbei ist, die Schinderei umsonst war. Sie können ja eventuell im nächsten Jahr wieder kommen, wenn sie wollen.
* Der Tiroler Heinz Kinigadner, 54, war zweifacher MotocrossWeltmeister und vielfacher Starter bei der Rallye Paris–Dakar.
Bernhard Spoettel/Red Bull content pool, Mathias Kniepeiss/red bull content pool
Steine von der „Roof of Africa“ kannte – wenngleich in geringerer Konzentration. Schon im ersten Jahr hatten wir die richtige Chemie gefunden: Eine samstägige Vollgas-Glüherei über die breiten Trassen zum Gipfel bestimmte die Startreihenfolge für die Sonntags-Schinderei auf den schwierigsten Pfaden, die wir hatten finden können. Beides war in der Sache konträr, trotzdem musste man dasselbe Motorrad verwenden. (Das war ungefähr der einzige Punkt des Reglements.) Von Anfang an wollten wir auch Amateure am Start haben, die sonst wohl nur als Zuschauer gekommen wären. Zog es in den folgenden Jahren auch ein paar Super stars auf den Erzberg, war das fein, doch der Fokus lag stets auf einer breiten Beteili gung. So ist das Rennen gewachsen, bis wir – sehr bald – eine Obergrenze einziehen mussten. Mehr als 1500 Fahrer wären organisatorisch einfach nicht zu stemmen. Der Erzberg macht sich seine Stars selbst. US-Superstars wie Travis Pastrana und Jeremy McGrath, die meinten, sie würden schnell mal nach Europa fliegen und uns zeigen, wie es geht, haben sich gewaltig die Finger verbrannt. Mich überrascht das nicht: Die Qualitäten, die es in der Steiermark braucht, lernst du nicht im US-Supercross. Trial-Erfahrung ist deutlich nützlicher. Doch selbst Spezialisten wie den zwölffachen Weltmeister Dougie Lampkin hat der Erzberg kleingekriegt. Wenn die Murkserei in den Steinfeldern sogar einen Könner wie ihn verzweifeln lässt, kann man sich ausmalen, wie schlimm manche Passagen sind. Am Erzberg stoßen alle an ihre Grenzen. Nur wenigen ist scheinbare Leichtigkeit gegeben. Chris Pfeiffer war StuntWeltmeister, den Erzberg hat er dreimal gewonnen. Cyril Despres ist als Privat fahrer nach Eisenerz gereist und hat auf Anhieb Platz zwei belegt. Wir haben ihn zum Profi gemacht, er hat sich mit zwei Siegen beim Red Bull Hare Scramble und fünf bei der Rallye Dakar bedankt. Taddy Błażusiak hat seine Karriere dem Erzberg zu verdanken. 2007, am Donnerstag vor dem Rennen, rief mich der Ver anstalter an: Da turne ein Pole mit einer GasGas am Berg rum, so was habe er noch nie gesehen. Er habe sich nicht einmal fürs Rennen angemeldet, sei bloß als Zuschauer hier. Ob ich ihm eine KTM borgen könnte? Der würde garantiert gewinnen. – Na sicher! Weil aber tatsächlich ein Presse-Motorrad unbenutzt herumstand, stimmte ich zu. Und was machte der gute Taddy Błażusiak? Er versägte mit dem serienmäßigen Gerät sämtliche Superstars. In den nächsten fünf Jahren hatte keiner eine Chance gegen ihn.
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AIRE DE BARDENAS - SPAIN
Tempo macher Der Schlagzeuger Martin Grubinger ist der radikale Weltstar der zeit genössischen Musik. Für seinen Job trainiert er wie ein Spitzensportler.
Text: Andreas Rottenschlager, Bilder: Christoph Meissner
s gibt Nächte, in denen Martin Grubinger erschöpft in seinem Proberaum zusammenbricht. Nach bis zu vierzehn Stunden an seinen Schlagwerkzeugen hinter zwei schalldichten Türen packt ihn der Schlaf. „Ich bin schon auf den Tas ten meines Marimbaphons ein genickt“, erzählt Grubinger, „ein anderes Mal lag ich am Boden vor meinem Schlagzeugset.“ Er habe sich daran gewöhnt, an Instrumenten ein zuschlafen, sagt Grubinger: „Du spielst bis zur totalen Erschöpfung. Irgendwann kippt dein Oberkörper nach vorne. Erst Stunden später wachst du wieder auf.“ Grubinger, 30, sitzt in der kleinen Küche im Erdgeschoss seines Hauses in Oberösterreich. Die Wände sind weiß ge strichen. Es riecht nach Kaffee. Für einen Mann, der seine Nächte im Proberaum verbringt, wirkt Grubinger erstaunlich fit: bubenhaftes Gesicht, glatte Haut, gerötete Wangen. An seinen Unterarmen wölben sich dicke Adern. Martin Grubinger ist der radikalste Schlagzeuger der Welt. Er beherrscht mehrere Percussion-Instrumente auf dem Niveau eines Virtuosen. Am Marimba phon, der XXL-Version eines Xylophons, zählt er zu den weltbesten Interpreten. Die „New York Times“ nennt ihn „Meister der Hochgeschwindigkeit“, weil er binnen einer Sekunde 40 Schläge auf dem Fell einer kleinen Trommel wirbeln kann. Grubinger ist der einzige Schlagzeuger, der mehrstündige Marathon-Konzerte für Percussion mit klassischen Orchestern spielt. Sein Puls hämmert dabei mit bis zu 195 Schlägen. Pro Auftritt verliert er zwei Kilogramm Körpergewicht. Im letzten Jahr gab Grubinger 68 Kon zerte auf drei Kontinenten. Sein Spiel prägte eine ganze Instrumentengruppe: Vor Grubinger spielten Schlagzeuger in der hinteren Reihe des Orchesters. Heute schreiben Komponisten Stücke extra für ihn. Einige davon sind so schwierig, dass nur Grubinger sie spielen kann. Was ihn daran reizt? „Die Grenzerfahrung. Ich möchte her ausfinden, was ich aus meinem Körper und dem Instrument herausholen kann. Als Solist spielst du gegen siebzig Musiker im Orchester an. Du musst jede einzelne Note auf den Punkt bringen – über einen Zeitraum von mehreren Stunden. Du brauchst die Fitness eines Ausdauer sportlers, sonst übersäuern deine Muskeln – und dann fehlt dir die Kraft für minuten lange Wirbel. Gleichzeitig musst du mit Gefühl spielen können, um Phrasierung und Lautstärken zu vermitteln.“ 55
Man muss laut und sensibel sein? „Man muss alles können, vom kaum hörbaren Anspielen eines Beckens bis zum Wirbel auf der Pipe-Drum: 140 Dezibel – so laut wie ein Düsenjäger beim Start.“ Grubinger wächst als Sohn eines Professors für Schlagzeug in Thalgau bei Salzburg auf. Als Kleinkind hört er die Schüler seines Vaters im Elternhaus proben. Grubinger sagt, er habe Musik gelernt wie andere Kinder das Sprechen. Mit zwölf schafft er die Aufnahmeprüfung am Konservatorium. Er ist ein Kind, das vormittags Mathe lernt – nachmittags besucht er Kurse an der Uni. Bald inter essiert ihn sein Instrument mehr als Mathe. Mit fünfzehn verlässt Grubinger die Schule – ohne Abschluss, mit 680 Fehlstunden im Klassenbuch. Mit 21 ist er ein Percussion-Virtuose. Er nimmt an Wett bewerben teil, spielt seine ersten inter nationalen Auftritte mit Orchester. Doch das genügt ihm nicht. Deshalb denkt er sich ein unmögliches Programm aus. Sein Plan: sechs Schlagzeug-Konzerte an einem Abend spielen, darunter drei Uraufführungen – alles im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, dem berühmtesten Konzertsaal der Welt. Insgesamt viereinhalb Stunden hochkomplexe Musik – 600.000 Noten an einem Abend. Notenblätter? Grubinger will das Konzert auswendig lernen. „Ich möchte dem Schlagzeug eine neue Identität geben“, sagt er. „Du bringst dich um“, prophezeien seine Professoren. Am 17. November 2006 betritt Martin Grubinger um 18 Uhr die Bühne des Wiener Konzertsaals und postiert sich in einem Halbkreis aus 200 Percussion- Instrumenten: Congas, Bongos, Pauken, Becken. Das Wiener Radio-Symphonie orchester soll ihn begleiten. Grubinger beginnt zu trommeln. Adern treten aus seinem Hals hervor. Schweiß spritzt von seinem Gesicht auf die Felle. In den Pausen taucht er seine Hände in Eiswasser. An große Teile des Abends kann er sich später nicht mehr erinnern. „Ich hatte den Flow-Zustand erreicht. Ich sah mir selber beim Trommeln zu. Meine Hände wussten von alleine, wo sie sich hin bewegen mussten.“
Schlagzeuger Grubinger: „Notenpulte bremsen meine Energie.“
Grubinger schafft den Kraftakt. Als er sich verbeugt, zittern seine Hände. Auf der Website des Konzerthauses vergleicht man seine Leistung mit der Besteigung des Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff. Der Schlagzeug-Marathon macht den Solisten Grubinger berühmt. In Oberösterreich beginnt es derweil zu dämmern. Grubinger blickt aus dem Fenster: Nadelwälder, sanfte Hügel. Vor einem halben Jahr hat er sich mitten in der Provinz das Haus eines Rockstars gebaut. Der Wohnbereich im ersten Stock besteht aus drei verglasten Quadern. Der Proberaum im Erdgeschoss misst 200 Quadratmeter. Mit gewalztem Blei verkleidete Türen bändigen den Schall. Die Fenster sind dreifach verglast. Gästemusiker können hier rund um die Uhr proben. Grubinger hat ihnen Schlafzimmer einrichten lassen. Die hauseigene Lastwagen-Rampe führt direkt in den Probenbereich. „Überlebenswichtig“, sagt Grubinger. Wenn er mit Orchester unterwegs ist, transportiert er sechs Tonnen Equipment. „Du wirst verrückt, wenn du das Zeug in den ersten Stock schleppst.“ Gegen 21 Uhr macht sich Grubinger auf den Weg in den Proberaum. Zeit zum Üben. Der Konzertkalender für 2014 ist bereits randvoll. Übrigens: Wie lernt man 600.000 Noten auswendig? „Du teilst das Konzert in Sätze. Die Sätze teilst du in Einheiten zu je vier Takten. Diese vier Takte übst du – wochen lang, wenn es sein muss – auf der niedrigsten Stufe, die sich auf dem Metronom einstellen lässt: Tempo 35. Du trainierst diese vier Takte, bis sich ein Automatismus einstellt. Dann übst du die nächsten vier.
Das Konzert, das ihn berühmt macht, dauert viereinhalb Stunden. Grubinger spielt alle 600.000 Noten auswendig. 56
arathon-Konzerte lernt man wie eine M Choreographie.“ Keine Notenpulte? „Ich mag keine Notenpulte. Sie stehen zwischen mir und dem Publikum. Notenpulte blockieren meine Power.“ Wer Grubingers Power verstehen will, braucht nur die beiden Wörter „Planet Rudiment“ in die Suchleiste bei YouTube tippen. Grubinger hat das Stück selbst geschrieben. Meist spielt er es als letzte Nummer bei seinen Konzerten. „Rudiments“ sind Technikübungen, wie sie Schlagzeug-Schüler im Unterricht lernen – „Planet Rudiment“ steigert die Technik ins Extrem. In dem Video steht Grubinger vor einer schwarz gestrichenen Pipe-Drum. Er holt tief Luft, dann lässt er seine Schlegel auf das hart gespannte Trommelfell prasseln. Grubinger steigert die Geschwindigkeit, bis seine Sticks zu Schemen verschwimmen. Dazwischen lässt er die Stöcke immer wieder in seiner Hand kreisen: Er zeigt Stick Tricks – so schnell, dass das Auge kaum mitkommt. Während er wirbelt, kniet Grubinger sich vor die Trommel. Er rollt seinen linken Stick auf seine linke Schulter und lässt ihn am Fell hüpfen, indem er ihn mit der rechten Hand anspielt. Ein kniender Weltklasse-Schlagzeuger beim einhändigen Speed-Trommeln. Grubinger steht auf. Er steigert sich in ein Wirbel-Finale. Brustmuskeln zucken. Sein Gesicht verzerrt sich zu einer Fratze – jetzt trommelt er mit Maximalkraft: „Drrr-Drrr-Drrr-Drrr“ – ein Geräusch wie Maschinengewehrfeuer. Das Stück be endet er mit einem einzigen knallenden Schlag auf die Metallkante der Trommel. „Zack!“ Grubinger schnappt nach Luft. In weniger als vier Minuten hat er die Essenz seiner zehnjährigen KonzertKarriere getrommelt: Speed, Präzision und Virtuosität – angereichert mit einem Schuss Wahnsinn. www.martingrubinger.com the red bulletin
Universalgenie Pharrell WilliamS: Designer, Produzent, Musiker, Künstler.
Hör mal zu: Japanische Miniatur-Skulpturen, unerhörte Sounds und großartige Visuals aus Los Angeles, ein einzigartiger BMX-Rider: Pharrell Williams stellt exklusiv in The Red Bulletin seine vier derzeit stärksten Inspirationen vor. 58
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Doch davor spricht er im großen Interview über seine Philosophie – und verrät, wie der Superhit „Happy“ entstand.
Ich werde dir erklÄren,
was Erfolg ist Interview: Andreas Tzortzis, Porträts: Finlay MacKay
Ich suche nach Kontrasten. Es sind wenn sich Gegensätze vermählen.
magische Momente,
„Wenn deine Stimme wie Samt klingt und die Leute gewöhnt sind, dich in samtigen Stücken zu hören, dann probiere ich harten, rauen Sound.“ 60
llein der Hut, ich meine: dieser Hut!, wäre es schon. Aber dann der Kerl dazu, wenn er flüsternd über Erfolg ablästert, über die Absurdität des Einen-Hit‑machen-Wollens: Abgeklärter, gelas sener, souveräner kannst du dir einen Superstar nicht vorstellen. Pharrell Williams, demnächst 41, bestreitet seit 23 Jahren einen guten Teil des Soundtracks unseres Lebens, er hat uns durch chillige Partys begleitet, durch atemlos fummelnde Nächte und entspannte Cruises durch die Nachbarschaft. Nach 23 Jahren bist du in dieser Branche entweder deine eigene Legende, belächelter Dinosaurier oder tot. Oder du bist Pharrell Williams: 2013 landete er zwei internationale Hits („Get Lucky“, „Blurred Lines“), die ihm vier Grammys einbrachten, darunter sein zweiter als Producer of the Year. Dazu kam natürlich der weltweite Party-Starter „Happy“ samt Oscar-Nominierung und einem Haufen anderer Preise für das dazugehörige 24-Stunden-Musikvideo. Ob Hut oder „Happy“ oder jetzt sein neues Album, das erste Solo-Album seit acht Jahren: Hat Pharrell Williams die Gabe, Hypes zu erschaffen? Nein, sagt er. Nichts, was er tut, folgt einem Plan, sagt er. the red bulletin: Was ist das Erste, worauf du achtest, wenn jemand in dein Studio kommt? pharrell williams: Darauf, was die Leute wirklich meinen, wenn sie darüber reden, was sie gerne täten. Du musst hinter die Oberfläche hören können, hinter das, was sie sagen. Als Nächstes achte ich auf die Energie, die sie in diesem Moment ausstrahlen. Du weißt schon, ob sie etwas beschäftigt, das können Banalitäten sein wie eine Taxifahrt, ein Streit oder sonst was. Und drittens achte ich auf den Klang ihrer Stimme. Weißt du, ich suche immer nach Kontrasten. Wenn deine Stimme wie Samt klingt und die Leute gewöhnt sind, dich in samtigen Stücken zu hören, sage ich: Probieren wir mal einen harten, rauen Sound. Dann wird es interessant. Wenn sich Gegensätze vermählen, sind das die magischsten Momente, Wie Erdnussbutter und Schokolade in Reese’s Peanut Butter Cups (legendär köstliche US-Süßigkeit; Anm.). Bei diesem ganzen Rumprobieren, wenn du immer die schrägsten Kombinationen versuchst … Hast du überhaupt keine Angst, danebenzugreifen? Hm? Wie?
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P h a r r e l l e m p f i e h lt „Ich lerne. Immer. Jeden Tag. Nichts ist so spannend, wie neue Menschen, neue Orte, neue Ideen zu entdecken. Die Welt aus neuen Perspektiven zu sehen. Ich glaube an die Verpflichtung, sich selbst herauszufordern. Auch das scheinbar Richtige immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Lernen ist ein anderes Wort für leben. Ich möchte euch auf den nächsten Seiten vier der großartigsten Inspirationen vorstellen, die es derzeit weltweit gibt.” Coarse „False Friends“ 2010
#1
„Ich erinnere mich genau an das erste Mal, als ich diese Figuren sah. Ich fühlte mich mit einem Schlag wie ein Kind. Außerdem lernte ich durch die Designer-Toy- Kultur neue Künstler kennen. Von Jeff Koons bis KAWS.“
Sie sehen aus wie Spielzeugfiguren. Gleiche Größe, selbes Material. Doch Designer Toys sind nicht zum Spielen da, sondern zum Sammeln. Sie verbinden Pop- und Hochkultur, Comic-Fan und Kunstsammler. Designer Toys werden von angesehenen Designern und Künstlern in aufwendigen Kleinstauflagen produziert – und erlangen dadurch innerhalb kürzester Zeit hohen Sammlerwert. So erzielen die 30 Zentimeter großen Totenkopf-Micky-Mäuse des US-Künstlers KAWS Preise in der Kategorie eines Gebrauchtwagens. Das Museum Design Exchange in Toronto widmet den bunten Kunststoffzwergen nun ihre erste große Ausstellung. „This Is Not a
Toy“ läuft bis 19. Mai und zeigt die Anfänge der Kultur – die Figuren des Künstlers Michael Lau aus den 1990er Jahren – bis zu den detaillierten Miniskulpturen renommierter Künstler wie Takashi Murakami und Yoshitomo Nara. Co-Kurator der Werkschau ist Designer-ToySammler Pharrell Williams. „Ich erinnere mich genau an das erste Mal, als ich diese Figuren sah. Ich fühlte mich mit einem Schlag wie ein Kind“, sagt er. „Außerdem lernte ich durch die Designer-Toy- Kultur neue Künstler kennen. Von Jeff Koons bis KAWS. Es war wie ein verrücktes Portal in eine andere Welt aufzustoßen.“ dx.org
florian obkircher
THIS IS NOT A TOY Design
Wenn’s dir darum geht, ganz an der Spitze zu stehen, dann such dir ein anderes Business. Die Währung
in unserem Biz sind Emotionen.
Ganz einfach zu scheitern, meine ich? Äh … Ich meine, Scheiße zu bauen. Ich meine die Angst, dass ein Song vielleicht kein Hit wird. Dass eine Modelinie eventuell floppt. Denkst du über so was in der Art nach? Beschäftigt dich das? Hey, ich verstehe echt nicht, was du meinst, Mann. Mein Gehirn kann diese Frage nicht verarbeiten. Ich meine: Wenn man etwas tut, das man liebt, wovor sollte man sich dann fürchten? Vor negativen Reaktionen, zum Beispiel? Wenn Ruhm und Erfolg deine Dinge sind, klar, dann kann das passieren. Aber wer … Okay, ich versuch’s andersrum. Du stehst ganz oben, seit so vielen Jahren, und hast keine Angst, diesen Platz zu verlieren? Dass eines Tages dieser Instinkt nicht mehr da sein könnte, diese Selbstverständlichkeit, die richtigen Dinge zu tun? Okay, jetzt kann ich zumindest verstehen, was du meinst. Aber in meinem Leben spielt das trotzdem keine Rolle. Wenn’s dir in erster Linie darum geht, ganz an der Spitze zu stehen, dann such dir ein anderes Business. Die Währung in unserem Biz, ich meine die Währung, die wirklich zählt, sind Emo tionen. Keine Zahlen oder so ein Scheiß. Wenn ein the red bulletin
Song funktioniert, sollte man einfach dankbar sein. Und sich nicht feiern lassen wie einen beschissenen Superhelden. Wie entsteht dann das, was man Erfolg nennt? Man kann Erfolg in unserem Geschäft nicht kon trollieren. Für mich heißt das – und das ist eine ganz logische Sache –: Ich mache es nicht wegen des Erfolgs. Ich mache es, weil ich das Gefühl habe, dass es sich gut anfühlt und dass es ein paar Leute mögen könnten. Und ganz abgesehen davon: Definiere mal Erfolg. Na? Das ist einfach. Erfolg … Gar nichts ist einfach. Hör mal zu, ich werde dir erklären, was Erfolg ist. Erfolg bedeutet, dass – nach dem ich getan habe, was ich getan habe, und viele andere Leute ihre Beitrag geleistet haben –, okay, also wenn du mit allem fertig bist, dass dann Leute für deinen Song voten, dass sie ihn sich im Radio wünschen, dass sie ihn mit einem Freund teilen, dass sie ihn kaufen, dass sie ihn runterladen. Das ist es, was du Erfolg nennst. Aber was hab ich damit zu tun? Ich kann doch nicht kontrollieren, was die Leute da draußen machen. Ich kann nur kontrollieren, was ich mache. Logisch? Logisch. 63
lt Pharrell empfieh
BANKs
SingerSongwriter
Chorgesang setzt ein, sphärisch, feingliedrig. Dazu ein zarter Piano-Akkord, zischelnde Beats – und eine faszinierende, elegant verrauchte Stimme. Schon mit den ersten Takten ihrer Platte „London EP“ stellt die 25-jährige Musikerin aus Los Angeles klar: Sie ist gekommen, um zu bleiben. Denn ihre Songs sind das längst überfällige Bindeglied zwischen soulig-warmem R ’n’ B-Gesang und frostiger Elektronik. Reduziert, schimmernd, sexy. Als hätte Lana Del Rey eine Nacht mit James Blake im Tonstudio verbracht. Obwohl ihre Debütsingle erst vor einem Jahr erschien, zählt Banks bereits Stars wie Pharrell Williams und Katy Perry zu ihren Fans. Letztere machte ihr im Herbst via Twitter eine Liebeserklärung, also vor immerhin 50 Millionen Zeugen.
Jillian Banks, so heißt die Künstlerin mit vollem Namen, macht Musik, seit sie fünfzehn ist. Die Initialzündung: Eine Freundin schenkte ihr ein Spielzeugkeyboard, das ihr helfen sollte, über die Scheidung ihrer Eltern hinweg zukommen. Sie begann zu spielen und hörte seither nicht mehr auf. „In meinen Songs konnte ich alles herauslassen. Gemeinheiten, Geheimnisse, Aggressionen – es war unglaub-
… als hätte Lana Del Rey eine Nacht mit James Blake im Tonstudio verbracht.
lich befreiend“, erinnert sie sich. „Und ich wurde süchtig danach.“ Erst als sie das Psychologie-Studium beendet hatte, teilte sie ihre Musik mit der Welt – und lud ihren Song „ Before I Ever Met You“ auf die Online-Plattform SoundCloud. Dort entdeckte ihn der britische Radio-DJ und Meinungs macher Zane Lowe und spielte das Stück in seiner Sendung auf BBC Radio 1. Sein Kommentar: „Hier ist Jillian Banks. The next big thing.“ Er behielt recht: Nur wenige Monate später hatte Banks ihren Plattenvertrag in der Tasche, das Reizwäsche- Label Victoria’s Secret verwendete ihr Stück „Waiting Game“ für seine neue Kampagne, im Jänner wählte die BBC Banks unter die Top-Newcomer des Jahres. Ein verlässlicher Gradmesser: Preisträger vergangener Jahre waren Frank Ocean, Adele oder Florence + The Machine gewesen. Derzeit hat sich Banks in London etwas zurückgezogen. Um ganz in Ruhe an ihrem Debütalbum arbeiten zu können, das noch im Laufe dieses Jahres erscheinen soll. Mit ihr im Studio: angesagte Elektronik-Produzenten wie Totally Enormous Extinct Dinosaurs, Lil Silva und Shlomo, der bei der neuen Single „Brain“ am Mischpult saß. Den Rummel um ihre Person bekommt sie nur am Rande mit. Soziale Netzwerke seien nicht ihre Sache, meint sie. Das überlässt sie lieber ihrem Management. Was aber nicht heißt, dass ihr die Fans egal wären. Auf Facebook gab sie sogar ihre private Telefonnummer bekannt. Mit der Ansage: „Wenn ihr plaudern wollt, ruft mich an!“ Gab es denn schon Momente, in denen sie diese ungewöhnliche Offenheit bereut hat? „Bis jetzt noch nicht, die meisten schreiben sehr nette Nachrichten“, sagt sie lächelnd. „Am liebsten sind mir die SMS, in denen mir Leute sagen, meine Songs hätten sie aufgebaut, als sie sich einsam fühlten.“ Wer der jungen Musikerin selbst die Meinung sagen möchte, nur zu. Ihre amerikanische Telefonnummer: (+1) 323 362-2658. hernameisbanks.com
florian obkircher
#2
„Hier ist Jillian Banks. The next big thing aus Los Angeles.“
Als ich noch jünger war, klar, da habe ich die Sache anders gesehen, weil rund um mich viele Leute ihr Glück am Erfolg gemessen haben. Klar, man möchte für seine Arbeit gewürdigt werden. Aber seine Arbeit wirklich gern zu haben, sie supergut machen zu wollen, von mir aus auch süchtig danach zu sein, das ist wichtig. Das ist gut. Wenn du nach dem Erfolg süchtig wirst, bist du am Arsch. Klingt alles überzeugend. Aber du kannst mir nicht erzählen, dass du bei der Arbeit nicht danach schielst, was vielleicht Erfolg haben könnte. Dafür bist du doch viel zu sehr Profi. Okay, du verstehst mich also doch nicht. Nun, ich mache das alles ja schon eine ganze Weile und habe festgestellt, dass es eine Sache gibt, die mir immer
Scheiß drauf. Was du beschrieben hast, ist ein Hamsterrad. Ständig mit jedem konkurrieren und hoffen, dass es dein Song an die Spitze der Charts schafft.
the red bulletin
was zurückgibt: meine Neugierde. Meine Neugierde auf neue Melodien, auf neue Sounds. Das ist es, was ich kontrollieren kann, und darauf konzentriere ich mich. Erfolg ist nichts, worauf man stolz sein darf. Erfolg ist etwas, wofür man dankbar sein muss. Wie für ein Geschenk. Oder einen Lottogewinn. So was. Nun ja … aber ohne dich, ohne den Künstler, gäbe es den Song ja nicht. Der Song ist ja nicht vom Himmel gefallen. Ist er nicht dein Werk? Also spirituell gefragt: Bist du nicht mindestens so was wie ein Vermittler? Und damit doch wieder Verursacher von Erfolg? Sagen wir so: Ich bin Teil eines Prozesses. Darauf können wir uns einigen. In dem Moment, wo du für dich beanspruchst, Vermittler zu sein, bist du ja wieder der Allmächtige, weil du es warst, der etwas von A nach B gebracht hat. Es ist anders. Es ist wie in einem Ameisenbau. Jeder hat seinen Job. Mein Job ist es, hinzuhören und zu versuchen, das, was ich höre, zu kanalisieren. Kanalisieren, das ist gut, ja, das ist ein gutes Wort. Ich mache Songs nicht. Songs werden. Es gibt einige Produzenten da draußen, die glauben, dass es möglich ist, Hits zu fabrizieren; dass eine bestimmte Akkordfolge, ein bestimmter Hook, von jemand Bestimmtem gesungen, Erfolg garantiert. Hahahaha. Na klar. Aber sie verdienen damit ihre Ferraris und Maseratis und Millionen-Dollar-Villen. Scheiß drauf. Was du da beschreibst, ist ein Hamsterrad. Ständig mit jedem konkurrieren und hoffen, dass es dein Song an die Spitze der Charts schafft. Während er natürlich genauso klingt wie alle anderen. Scheiße ist das. Ein Scheißleben. Scheißmusik. Ich mag das Zeug, das anders ist. Und weißt du, was? Ich bin nicht der Einzige. Individualität ist alles, was zählt. Hat die ganze Welt kapiert. Außer den Typen im Musikbusiness. Die Welt der Musik ist der einzige Ort, an dem es Menschen gibt, die dem Irrglauben anhängen, dass eine Formel für Erfolg existiert. … und Hollywood. Dort werden solche Formeln auch gehandelt. Film ist anders. Film hat Festivals, auf denen IndieFilme gefeiert werden. Film hat außerdem den Vorteil, dass er zwei Sinne anspricht, Musik bespielt nur das Gehör. Das war übrigens der Grund für die Krise des Musik-Business, wusstest du das? Ganz einfache Sache im Kern: Die Denkmuster haben sich verändert, die Kids wollen Visuals. Deswegen hat YouTube mehr Publikum als alle Radiostationen zusammen. Aber du hast schon immer visuell gedacht. Die meisten Musiker sind so. Ich bin da keine große Ausnahme. Ich erinnere mich an ein Interview, das du mit Spike Lee geführt hast. Ihr habt darüber geredet, wie wichtig die Nummer „Fight the Power“ (von den Hip-Hoppern Public Enemy; Anm.) in seinem Film „Do the Right Thing“ (von 1989; Anm.) war. Was tun Songs mit dem Gefühl, das man von einem Film bekommt? Bei einem Film bereitet der Regisseur zwei verschie dene Sinneseindrücke für dich auf, er ist der Kurator dieser beiden Sinne. Bei Musik bleibt der optische 65
P h a r r e l l e m p f i e h lt „Wenn Kunst keine Message hat, was bleibt ihr dann? Das ist etwas, was Cyrcle. sehr gut verstehen. Sie erschaffen poetische Visuals, die dich sofort faszinieren. Cyrcle. haben Street Art auf ein neues Level der Kreativität gebracht.“
#3
the red bulletin: Seit 2010 macht
ihr als Cyrcle. Kunst. Wie habt ihr zusammengefunden? torres: Bevor ich Davey traf, war ich Graffiti-Sprayer und suchte die Straßen von L. A. nach freien Wänden ab. Davey brachte mir dann Grafik-Design und Typographie näher. Unsere Idee war, all das zu vereinen. Ihr bemalt Wände, macht Kurzfilme und baut Totenkopf-Skulpturen aus Blumen. Gibt’s einen roten Faden im Werk von Cyrcle.?
torres: Der rote Faden ist, dass es
keinen gibt. Am Anfang jedes Projekts steht ein Konzept. Dann suchen wir nach dem passenden Material: Textil, Holz, Glas, Farbe, je nachdem. Dann verbringen wir viel Zeit vor dem Computer. Und dann schlägt Daveys große Stunde: Mit der Elektrosäge in der Hand blüht er auf! leavitt: Ich liebe es, Werkzeug zu kaufen. Am Anfang arbeiteten wir mit einer Baumarkt-Billigsäge, demnächst legen uns wir einen Laser-Schneider zu. Es geht aufwärts, hahaha! Das Handwerk bringen wir uns selbst bei – mithilfe von YouTube-Videos. Die letzten Jahre wart ihr ständig auf Reisen. Welche Stadt findet ihr am künstlerfreundlichsten? torres: Am meisten Spaß hatten wir auf den Azoren. Als Street Artist fühlst du dich dort frei, als gäbe es keine Gesetze. Wir waren ständig von Kindern umzingelt, die uns einluden, ihre Häu-
„DEr rote Faden unserer Arbeit ist, dass es keinen roten Faden gibt.“
ser zu bemalen. Deren Eltern meinten dann: Klar, könnt ihr gern machen. Bezahlt wurden wir mit einer Handvoll Gras. Ist das nicht unglaublich? Wie überträgt man eine Zeichnung im Notizbuch auf eine Häuserwand? torres: Mit Projektoren werfen wir das Motiv auf die Fassade und malen die Umrisse nach. Als ich noch schlichte Graffiti machte, malte ich einfach drauflos. Aber gerade wenn du mit Typographie arbeitest, muss jeder Strich perfekt sitzen. Sonst ist das ganze Kunstwerk im Arsch. In letzter Zeit malen wir am liebsten im Holz-
schnitt-Stil. Mit vielen Schattierungen und Schraffierungen. Das wäre ohne Projektoren unmöglich. Euer Motto lautet „We Never Die“. Pharrell Williams’ Band heißt N.E.R.D., was für „No one Ever Really Dies“ steht. Zufall? leavitt: Pharrell ist ein Bruder im Geist. Er könnte sich damit zufriedengeben, erfolgreicher Hip-Hop-Produzent zu sein. Aber das macht er nicht. Er sucht ständig nach neuen Herausforderungen in neuen Kunstfeldern. Genau wie wir. cyrcle.com florian obkircher
Das Künstlerduo aus Los Angeles vereint Graffiti mit Grafik-Design, kolossale Motive mit präziser Detail arbeit. Ein einfaches Konzept, aber David „Rabi“ Torres und David „Davey“ Leavitt setzen es seit vier Jahren beeindruckend um. Etwa indem sie eine Häuserfassade im feingliedrigen Holzschnitt-Stil bemalen, als hätte Albrecht Dürer selbst Hand angelegt. Oder wenn sie die US-amerikanische Kolonial geschichte mit überdimensionalen, detailreichen Pop-Art-Drucken nacherzählen. Oder wenn sie ihre eigenen Kunstwerke zersägen und in bienenwabenartigen Puzzles neu zusammensetzen.
CYRCLE, Theonepointeight
CYRCLE. Street Artists
Was heißt: „nicht am Punkt“? Shit war das! Erst als mir die Ideen ausgegangen waren, funktionierte es.
Teil deiner eigenen Vorstellung überlassen. Dein Geist kann sich selbst etwas ausmalen. Da sind Filme sozusagen bevorzugt. Aber ich denke, dass die Musik industrie das verstanden hat und am Aufholen ist. So viele Indie-Künstler sagen heute: „Ich will nicht eurer Vorstellung überlassen, was ich fühle, wenn ich diesen Song mache. Ich möchte es euch zeigen.“ Gibt es einen bestimmten Künstler, der das deiner Ansicht nach besonders gut hinbekommt? Irgendeinen jungen Typen, den in drei Jahren die ganze Welt kennt? Du musst gar nicht mal suchen. Denn weißt du, was? Sogar auf dem Level vom ganz großen MainstreamPop gibt es Künstler, die den Dreh raus haben. Denk nur an Beyoncé. Ihre Visuals waren so stark, dass ihr Marketing schlicht in ein paar Tweets und ein paar Pics auf Instagram bestand. Beyoncé hat die Platten industrie zum Umdenken gebracht … zumindest den smarteren Teil davon. Hast du dir am Anfang deiner Karriere mit den Regeln der Plattenindustrie schwergetan? Ich war siebzehn, Mann! Ein Kind. Ich hatte keinen Schimmer, was wirklich ablief. Ich wusste nur, was mich antrieb. Und das ist dasselbe, was mich heute noch antreibt, nämlich Musik, die mich packt, Musik, bei der ich nicht anders kann, als mir einfach zu denken: „Wow, phantastisch.“ Du hast 2014 ein neues Album am Start, das erste Solo-Album seit acht Jahren. Woher wusstest du, dass jetzt die richtige Zeit dafür ist? Ich wusste es gar nicht. Ich weiß nie irgendetwas. Wissen ist gefährlich, weißt du, mit strikt festgelegten Dingen hatte ich nie Erfolg. Du musst dich auf dich selbst verlassen. Auf deine Erfahrungen und deine Erinnerungen an deine Erfahrungen. Ich bin jetzt vierzig … Ich habe gelernt, einfach offen zu sein, und diese Offenheit ermöglicht mir, Erfahrungen zu machen. Wenn mir die Idee für eine Melodie zufliegt, dann versuche ich, mich sofort darauf einzulassen, weil sie mir vielleicht kein zweites Mal kommen wird. Wissen ist also … Ohnmacht? Kein schlechter Gedanke. Wenn ich mit einer fest gelegten Einstellung reingehe, blockiere ich all die Dinge, die mich weiterbringen. Vielleicht verpasse ich das Beste, was mir je passierte, nur weil ich nicht the red bulletin
offen genug war. Verstehst du das? Als ich damals die Wahnsinnsgelegenheit bekam, am ersten Teil von „Ich – Einfach unverbesserlich“ (Animationsfilm von 2010; Anm.) zu arbeiten, musste ich lernen, einfach hinzuhören. Ich hatte das Gefühl, ich kann Songs machen und alles … aber nein, Mann, die Songs wussten schon, was sie wollten. Ich musste sie einfach geschehen lassen, durfte sie bestenfalls begleiten. Wenn du dich selbst weglässt, dein Ego, deine Persönlichkeit, und nur dein Gefühl ranlässt, dann kommt das beste Zeug raus. Glaub mir das. War es schwierig für dich, diese Lektion zu lernen? Es war eine großartige Lektion. Ohne sie hätte es „Happy“ nicht gegeben. Ich hatte davor neun ver schiedene andere Songs für diese eine kleine Szene. Neun? Und alle nicht am Punkt? Was heißt „nicht am Punkt“? Shit war das! Erst als mir die Ideen ausgegangen waren, funktionierte es. Erst nach diesen neun Anläufen war mein Kopf frei und offen, und ich begriff endlich: „Okay. Gru war ein grimmiger Bösewicht im ersten Teil. Jetzt ist er happy.“ Also wie schreibt man einen Song über jemanden, der happy ist und deswegen gnadenlos gute Laune hat? Und dann kam der Song. „Because I’m happyyyy …“, hörst du es nicht? Aber du hattest die Grundzüge des Songs, eine Idee, eine Vorstellung? Ich hatte gar nichts. Genau deswegen hat es geklappt. Erzähl uns was über dein neues Album. Ich bin vom Gefühl ausgegangen. Ich habe mich nicht rundherum umgesehen, was gerade passiert, was dieser Typ macht oder jener, wer in den Charts oben ist und wer unten. Keine Einflüsse von außen. Die ganze Musik basiert nur auf Gefühlen, nicht auf Gedanken. Und das ist es, was ich so daran mag. Denn wann immer ich in meinem Leben über etwas zu viel nachgedacht habe, habe ich es verkackt. Du überlegst also: „Wie klingt Euphorie? Wie klingt Traurigkeit? Wie klingt Kichern?“ Im Prinzip ja, nur überlege ich eben nicht. Ich meine, du weist Emotionen Klänge zu? Ja, aber das ist nichts Besonderes. Das machen alle Musiker. Nur macht es jeder von uns auf seine eigene Art. Und diese Art illustriert, wer du bist. Die Art, wie du Dinge tust, macht aus dir denjenigen, der du bist. Wir sprechen alle dieselbe Sprache, aber wir ver wenden die Worte unterschiedlich, jeder auf seine eigene Art. Genauso ist es bei der Musik. Zumindest wenn es echte Musik ist, klar. Warum heißt dein neues Album „Girl“? Das hat schon seinen Grund. Aber gehen wir einen Schritt zurück. Ich will dir erklären, wie ich arbeite. Am Beginn des Entstehungsprozesses standen die 67
lt Pharrell empfieh „Ein Rad zu fahren ist keine Kunst, sagen Sie? Nun, hier ist Nigel Sylvester: Was er mit seinem BMX-Bike tut, hat weniger mit Sport oder Entertainment zu tun. Es ist Kunst. Nicht weniger als Kunst. Er ist wie ein verrückter Wissenschaftler, der die Grenzen der menschlichen Möglich keiten nicht akzeptiert.“
BMX-Rider
Als Nigel Sylvester mit dem BMXRad durch seine Nachbarschaft in Queens, New York, kurvte und seine Tricks trainierte, erntete er alles andere als Respekt. „Die Leute machten sich über mich lustig“, sagt er. „BMX wird dort ja als weißes Ding wahrgenommen, ,Weißbrot!‘ riefen sie mir nach und lachten. Die hatten von der Kultur keine Ahnung.“ Üblicherweise machen sich BMXRider bei Contests einen Namen in der Szene. Diese Möglichkeit gab es für Nigel in Queens nicht. Also setzte er auf YouTube. Und tat gut daran. Seine spektakulären BMX-Clips aus den Straßen New Yorks machten Fans und Sponsoren gleichermaßen auf ihn aufmerksam. Darunter auch der Radhersteller Brooklyn Machine Works. Einer ihrer Investoren hatte die Firma auf das junge Talent aufmerksam gemacht: Pharrell Williams.
ein wichtiger Teil unserer Kultur. Übrigens ist ja auch er schon lange Teil unserer Kultur. 2001 fuhr er mit einem BMX-Rad durch das Musikvideo „Pro vider“ (von Williams’ Band N.E.R.D.; Anm.). Ich war damals noch sehr jung, und ich erinnere mich, wie es mich in meiner Leidenschaft bestärkte. Weil er ein BMX-Fahrer war, der aussah wie ich. BMX-Kultur war in meiner Gegend überhaupt nicht angesagt. Die Leute nannten mich „Weißbrot“ und machten sich über mich lustig. Diese Spötter hatten von der Kultur keine Ahnung. Was hat dir damals Kraft gegeben? Dieses Gefühl von Freiheit, Mann. Auf
the red bulletin: Was bedeutet das
für deinen Sport, wenn sich Pharrell Williams engagiert? nigel sylvester: Wahnsinnig viel. Als er sich für Skateboarding starkmachte, fingen die Kids in meiner Nachbarschaft plötzlich damit an. Weil er es tat, war Skateboarding automatisch cool. Das zeigt seinen Einfluss. Warum ist das so? Er ist Musikproduzent. Und Musik ist
„New York City war sozusagen meine Leinwand, ich malte mit dem Bike meine Bilder in die Stadt.“
dem BMX-Rad kann ich mich verwirk lichen. Als Kind mochte ich Kunst und Musik, ich spielte Basketball und Football. Alles toll. Aber irgendwas an diesen Rädern zog mich magisch an. Ich trainierte hart und merkte, wie ich immer besser wurde. Das war ein tolles Gefühl. Gab es Vorbilder? Ja. Jungs wie den BMX-Profi Dave Mirra. Er hob den Sport auf ein neues Level. Und ich dachte, wenn er das kann, dann kann ich das auch. Aber meine Situation war anders. Ich musste die Sache anders angehen. Bedingt durch meinen Hintergrund und meine Umgebung. Was meinst du damit? Der traditionelle BMX-Weg ist: Du trainierst hart, damit du Sponsoren findest, machst bei Contests mit und wirst umso berühmter, je mehr du gewinnst. Bei mir war das anders. Ich hatte keine Möglichkeit, an Wettkämpfen teilzunehmen. Ich hatte keinen Zugang zu den Skateparks, in denen diese Contests stattfanden. Wie hast du die Szene dann auf dich aufmerksam gemacht? Damals wurde Street-Riding immer
opulärer: Treppengeländer runter p fahren, mit dem Rad die Umgebung trickreich erkunden, all das. Das tat ich. New York City war sozusagen meine Leinwand, ich malte mit dem Bike meine Bilder in die Stadt. Ich machte kurze Filme und stellte sie auf YouTube. Mit jedem der Videos versuchte ich etwas Neues zu kreieren – und dadurch jedes Mal neue Menschen zu erreichen. Sehr bald stießen auch große Firmen auf meine Clips und meinten: „Wow, der Junge ist krass anders.“ Aber bei den X Games war ich bis heute noch nicht. Was erwartest du dir von der Zusammenarbeit mit Pharrell Williams? Ich möchte möglichst viele Kids für den Sport begeistern und ganz allgemein das Standing der BMX-Gemeinde verbessern. Mit einem Aushängeschild wie Pharrell geht das. Da erreichst du ein viel breiteres Publikum und hast die Chance, der Welt zu zeigen, worum es in der BMX-Kultur wirklich geht. Viele haben nämlich ein ziemlich klischeehaftes Bild von unserer Szene. Und das will ich ändern. nigelsylvester.com
Andreas Tzortzis
#4
nigel sylvester
Es geht immer darum, auf das
Einzigartige
abzuzielen.
egriffe „festlich“ und „feierlich“. Und ich wollte B auch, dass sich alles urgent anhört, dringend. „Dringend“ ist ein, äh, interessantes Wort im Zusammenhang mit Musik. Ich meine, nach „dringend“ klingt eine Feuerwehrsirene. Urgent bedeutet: Hey Mann, was ist das?, wenn du die Musik hörst. Also stehenbleiben und hinhören. Dass sie jetzt gehört werden muss. Das meint es. Es geht immer darum, auf das Einzigartige abzuzielen. Und dein eigenes Gefühl als Kompass zu verwenden. Wir sind so ignorant gegenüber unseren Gefühlen ge worden. Doch dein Gefühl ist wie ein … es verbindet dich mit deiner Seele, deinem Geist. Unsere Gefühle sind erstaunlich. Du merkst, wenn jemand hinter dir steht, selbst wenn er kein Geräusch macht. Du kannst einen Raum betreten und merkst, wenn dich jemand nicht leiden kann. Du kannst einen Raum betreten und merkst, ob zwischen zwei Leuten was läuft. All das sind Gefühle. Mit diesem Album hatte ich vor, mich auf diese Macht der Gefühle zu konzentrieren. Das Album heißt „Girl“. Weil es für Frauen gemacht wurde? Oh ja. Frauen waren gut zu mir und meiner Karriere. the red bulletin
Was musst du an einer Frau verstehen, um einen Song für sie zu schreiben? Nun, ich glaube, meistens bekommen wir Songs zu hören, die über und nicht für Frauen geschrieben wurden. Es ist wie bei den meisten Produkten, ver stehst du? Sie sind nicht wirklich für Frauen gemacht, sie zielen lediglich auf ihre Unsicherheiten ab. Aber wie machst du es denn dann richtig? Mein Ansatz ist ganz klar dieser: Geh an die Sache ran, während du wirklich sie vor deinem geistigen Auge hast. Dann schreibst du nicht etwas an sie ran oder um sie rum, verstehst du? Dann schreibst du etwas für sie. Es gibt immer auch so etwas wie die Frage, ob ein Künstler mit seiner Kunst etwas bezwecken will. Ist das dämlich? Oder beschäftigt dich diese Frage doch irgendwie? Meine Hoffnung ist, dass die Leute sagen, dass sich die Musik gut anfühlt. Das ist es. Das klingt aber einigermaßen bescheiden. Oh, Mann, ganz im Gegenteil! Denn wenn es sich gut anfühlt, dann müssen die Leute nicht nachdenken. Sie können einfach nur fühlen. Die Leute sind es leid, zu denken. Nimm nur das Internet: immer und über all News, tragische News. Ich glaube einfach, dass die Menschheit, wir alle, im Augenblick ein bisschen ausgebrannt ist. Wir wollen einfach dazu zurück kehren, zu fühlen. Wir brauchen das auch. Wenn du dich umsiehst: Das ist der Grund, warum Drogen immer mehr die Macht übernehmen. Weil die Leute fühlen wollen. Weil ihr Geist mit so viel Kacke über flutet ist. Amokläufe in Schulen, Sextourismus, Kid napping, nukleares Wettrüsten, die ganze Scheiße. Und diese ganze Scheiße ist auch allgegenwärtig. Es ist direkt da in dieser „Fernbedienung“, die früher mal ein Telefon war und die inzwischen zwanzig neue Features hat, ohne die du nicht mehr leben kannst. Das Telefon an sich, mit Leuten zu sprechen ist wahr scheinlich das unwichtigste. Aber davon abgesehen, bekommst du einfach ständig all diese Bilder und all diese News, was einen dazu bringt, so viel zu denken, dass wir die Wichtigkeit des Fühlens nicht mehr wahr nehmen. Deshalb wollte ich Musik machen, von der ich hoffe, dass die Girls sie fühlen. Gefühle sind es, die uns noch immer zur überlegenen Spezies auf diesem Planeten machen. Gefühle, nicht Gedanken. Das hast du aber nicht immer so gesehen. Ich habe Musik immer gefühlt, schon als ich ein kleines Kind war. Aber dass sie der Schlüssel ist, habe ich erst in den letzten zehn Jahren oder so begriffen. Denn davor drehte es sich um Privatflüge, Ferraris, Schmuck, all diesen Scheiß. Ferraris werden alt. Sie verlieren an Wert, sobald du sie einen Meter fährst. Ich mag Ferraris, wirklich. Aber ein Ferrari zählt nicht. Den kannst du nicht mitnehmen, wenn du abtrittst. Du nimmst deine Gefühle mit und die Erlebnisse, die dir diese Gefühle verschafft haben. Und auch das, was man anderen gegeben hat. Yeah, das ist Reichtum, Mann, du hast es kapiert. Das Coolste, worüber du reden kannst, ist deine Reise, wo du warst und ob du eine gute Zeit hattest. Das Wichtigste ist, dass du dann zurückblickst und sagst: „Mann, war das geil.“ Mehr über Pharrell Williams und seine Leidenschaft für die BMX-Kultur bei den The Red Bulletin Presents auf YouTube
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Ganser weiß zuviel Von Martin Suter 86
ls Ganser an Scheiwilers Tür klingelt, steigt sein Puls. Er blickt Ursi von der Seite an und sieht, daß es ihr ähnlich geht. Sie hat die schmalen Lippen, wie immer, wenn sie angespannt ist. Bei Scheiwiler privat eingeladen zu sein ist ein Privileg, das nicht vielen zuteil wird. Ganser ist jetzt schon seit fast sechs Jahren in der Firma, seit über zwei davon in der erweiterten Geschäftsleitung. Und noch nie hat er mit Scheiwiler mehr als die zwei, drei privaten Sätze gewechselt, um die man bei zufälligen Begegnungen am Kaffeeautomaten, im Lift oder in der Herrentoilette nicht herumkommt. Ganser hat das nie persönlich genommen, denn Scheiwiler ist dafür bekannt, daß er sein Privatleben vor der Öffentlichkeit abschirmt, auch vor der firmen internen. Um so ergriffener war er, als er in der internen Post dessen handschriftliche, formelle Ein ladung zu einem „Abendessen im kleinen Kreise“ vorfand. Ursi hat sich extra ein neues Kleid gekauft, und er sich vom Flughafen Barcelona drei Krawatten mit the red bulletin
tina berning
read bull
gebracht und sich schwergetan mit der Entscheidung, welche er tragen solle. Scheiwiler öffnet persönlich, begrüßt sie zere moniell und führt sie ins Wohnzimmer, wo bereits zwei ihnen unbekannte Ehepaare auf dem Kelim stehen und verlegen an ihrem Blanc Cassis nippen. Der Abend verläuft steif. Scheiwiler ist so unnahbar wie immer, und seine Frau versucht ver geblich, das Eis zu brechen, das die Unterhaltung immer wieder einfrieren läßt. Und da geschieht etwas Schreckliches. Ganser muß die Toilette aufsuchen, und Frau Scheiwiler ruft ihm nach: „Hinterste Tür, rechts!“ Oder rief sie „zweithinterste“? Ganser versucht es mit der hintersten und findet sich im Elternschlafzimmer wieder. Aber statt sofort kehrtzumachen, bleibt er fasziniert vor dem Bett stehen. Hier, denkt er, hier schläft also der große, der unergründliche, der gefürchtete Scheiwiler. Hier erholt er sich von seinen folgenschweren Ent scheidungen, hier schöpft er Kraft für die Stahlbäder des Topmanagements. Und wie er so voller Ehrfurcht auf Scheiwilers Kopfkissen starrt – er erkennt es an den drei Manage mentbüchern und der neuesten Ausgabe der Haus zeitung auf dem Nachttisch –, sieht er, so halb unter die Daunendecke gekuschelt, etwas Rosarotes liegen und brav auf sein Herrchen warten: ein rosarotes, schon ein wenig abgeschmustes Plüschschweinchen. Wie hypnotisiert steht Ganser vor Scheiwilers Ehe bett und starrt auf das rosarote Plüschschweinchen auf dem Kissen. Es sieht aus, als hätte es schon länger keine Waschmaschine gesehen. Vielleicht noch gar nie. Könnte es sein, daß der Mann, dessen Name auf Gansers Hierarchieebene nur mit gedämpfter Stimme ausgesprochen wird, nicht nur mit einem rosaroten Plüschschweinchen schläft, sondern auch seiner Frau verbietet, es zu waschen? Macht er ihr eine Szene, wenn sie es trotzdem tut? Ist es vorstellbar, daß er manchmal am Morgen nicht deshalb etwas unausgeruht wirkt, weil er die halbe Nacht von der Sorge um die Weltwirtschaft getrieben wurde, sondern weil er sich die halbe Nacht mit seiner Frau über den Sauberkeitsgrad von … the red bulletin
Ganser erstarrt. Ist es möglich, daß Scheiwilers rosarotes Plüschschweinchen auch noch einen Namen trägt? Grunzi? Stinki? Ringelschwänzli? Muß er sich tatsächlich das Ehepaar Scheiwiler bei einem Ehe streit vorstellen, bei dem es darum geht, daß Grunzi nach Lenor duftet statt nach Scheiwiler? Ein gekünsteltes Auflachen aus der Richtung des Wohnzimmers, wo Scheiwilers und ihre Gäste beim Kaffee sitzen, reißt ihn aus seinen Gedanken. Vielleicht irrt er sich. Vielleicht ist die Seite mit dem Schweinchen gar nicht die von Scheiwiler. Aber ein Blick auf das andere Nachttischchen zerstört diese Hoffnung: Die Vorstellung, sein CEO lese vor dem Einschlafen „Frau mit Herz“ und „Glückspost“, taugt kaum zur Wiederherstellung seines Respekts vor Scheiwiler. Das ist wohl das Allerschlimmste an seiner Ent deckung: der Respektverlust. Nie mehr wird er sich seinen Boss ohne das rosarote Plüschschweinchen vorstellen können. Immer, wenn dieser in Zukunft seine gefürchteten Donnerwetter über das ein geschüchterte Management niedergehen läßt, wird Ganser ihn mit Grunzi im Arm schmollend am Daumen lutschen sehen. Und immer, wenn Scheiwiler auf Geschäftsreise ist, wird er ihm die Daumen drücken, daß er am Security Check nicht mit Stinki erwischt wird. Würde er mit der Bürde dieses Wissens weiter leben können, fragt sich Ganser. Würde er dicht halten? Würde er der Aufgabe gewachsen sein, dafür zu sorgen, daß Scheiwiler nie, nie im Leben erfährt, daß es in der Firma jemanden gibt, der das Geheimnis von Ringelschwänzli kennt? Gerade als es ihm gelingt, sich vom Anblick des lächelnden Kuschelschweinchens loszureißen, sagt Scheiwilers Stimme hinter ihm: „Die Toilette ist eine Tür weiter.“
Martin Suter Geboren 1948 in Zürich, Schriftsteller und einst Werbetexter und Creative Director. Wurde bekannt mit seiner Kolumne „Business Class“ in „Weltwoche“ und „Tages-Anzeiger“ („Das Magazin“). Sein aktueller Roman „Allmen und die verschwundene María“ erschien soeben bei Diogenes.
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MP3-Player f端r den richtigen Beat unter Wasser: PROFI-GEAR, Seite 92
Dein Programm im Mai
ac t i o n ! R E i s e n / E q u i p m e n t / P a r t y / W o r k O u t / c i t y g u i d e / MUSI k / E v e n t s / TV Wie man 435 PS als Inspirationsquelle n端tzt? Die Antwort erfolgt auf Seite 90.
Im Sand spielen! In der W端ste von Colorado wartet eine Off-Road-Erfahrung der besonderen Art.
drivenexperienes.com
ReiseN, Seite 90
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Action!
travel
AprèsWüste Wie man den Sand wieder aus den schuhen kriegt
Im Wasser Tausche staubige Rennstrecken gegen die reißenden Stromschnellen des Dolores River: Das Adventure Center des Gateway Resort bietet Rafting, Kayaking und Tubing. gatewaycanyons.com
Durch die Wüste heizen In den Canyons von Colorado warten PS-starke Geländewagen darauf, entschlossen bewegt zu werden. Wüsten gelten generell ja nicht als Orte, an denen man besonders viel Spaß hat. Dass es sich hierbei um ein ungerechtfertigtes Vorurteil handelt, wird jeder bestätigen, der je an Bord eines Pro-Baja-Trucks, von den 435 PS eines V8-Motors auf 140 km/h beschleunigt, über sandige Geländekuppen bretterte. Driven Experiences heißt das Unternehmen, das sich der segensreichen Aufgabe verschrieben hat, auf einem Trainingsgelände in der Emerald-Wüste Offroad-Kurse durchzuführen, die den Begriff „Offroad“ neu definieren. „Irres Tempo. Und je länger man draußen ist, desto mehr Schlaglöcher hat die Strecke“, erklärt Travis Nailor, ein Teilnehmer. „Ein Erlebnis, das süchtig macht.“ Eine durchaus repräsentative Einschätzung, wie Instruktor Andrew Hendricks bestätigt: „Selbst erfahrene Straßenrennfahrer sind erstaunt, wozu diese PS-Monster imstande sind. Die meisten Rookies sind zu Beginn ängstlich, aber am Ende des Tages muss man sie regelrecht aus dem Auto zerren.“ Angeboten werden verschiedene Pakete. So ist abhängig von Budget und Anspruch auch das gesamte Streckenareal buchbar. Die meisPreise reichen von ten Leute nehmen im nahen Gate600 Dollar für eine way Canyon Resort (Zimmer ab 8-Runden-Fahrt bis 450 US-$/Nacht) Quartier, auch zu 2600 Dollar für aufgrund des – der exponierten den ganzen Tag. Wüstenlage geschuldet – eher Infos auf: drivenexperiences.com k argen Beherbergungsangebots. 90
In Colorado ist die Adrenalinproduktion ein wichtiger Wirt schaftszweig.
In der Luft Lust auf eine neue Perspektive? In Colorado werden Flüge im Helikopter oder der Cessna angeboten. Atemberaubende Blicke über faszinierende Gebirgslandschaften und tiefe Schluchten sind garantiert. gatewaycanyons.com
Insidertipp Learning to fly „Wenn du auf eine Kuppe zusteuerst und nicht weißt, was dahinter ist, hast du ein mulmiges Gefühl. Das ist normal, nichts, wofür du dich schämen musst. Aber scheiß drauf. Einfach Ruhe bewahren und am Gas bleiben“, rät kein Geringerer als Chuck Dempsey, die kalifornische OffroadRacing-Legende. „Abheben und den Flug genießen. Nach der Landung fühlst du dich wie der König der Welt.“
Vollgas!
„Unsere Trucks sind eine harte körperliche Herausforderung für die Fahrer“, sagt Andrew Hendricks. „Wenn jemand wirklich das Maximum aus dem Fahr erlebnis rausholen möchte, rate ich ihm, spätestens die Woche davor hart an seinem Köper zu arbeiten.“
Zur Erde Obwohl rund 320 Kilometer vom Highway 50 entfernt, lohnt sich ein Abstecher zu den Zip-Lines bei Salida – bis zu 210 Meter lange Seilrutschen führen über bis zu 60 Meter tiefe Schluchten. captainzipline.com
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Sand & Getriebe
Action!
workout
Ruder-Weltklasse im Leichtgewichts-Doppelzweier: Mario Gyr (li.) und Simon Schürch
Hart am Wasser
Kraftaufbau: Gyr und Schürch beim Indoor-Workout
T R o c k e n tr a i n i n g Nicht nur für Ruderer: Beinstrecker- und Gleichgewichts-Training. Anfänger-Tipp: Übung vorerst nur bis Position 2 ausführen und wieder aufrichten.
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lukas maeder(3), shutterstock
Heri Irawan
Rudern Was hinter dem Erfolg der Ruder-Vizeweltmeister Mario Gyr und Simon Schürch steckt. „Ruderer sind anders als die meisten Ausdauersportler“, sagt der Schweizer Mario Gyr, mit Landsmann Simon Schürch Silbermedaillengewinner bei der Ruder-WM 2013, „denn wir brauchen stets unsere Maximalkraft, bei jedem Ruderschlag. Plus die Puste für viele Ruderschläge. Wie wir unsere Kraftausdauer trainieren? Zu 60 Prozent am Wasser, zu 40 Prozent in der Kraftkammer.“ Schürch: „Die Beine sind beim Rudern das Wichtigste, sie erzeugen die meiste Power. Meine Beinstrecker stärke ich indoor in der Beinpresse oder mit Kniebeugen mit einer 105-Kilo-Hantel auf den Schultern. Auch sind wir täglich bis zu drei Stunden am Wasser. Programm: lange Ausdauer- und kurze Sprinteinheiten. Und Techniktraining: zum Verbessern der Ruderschlag-Synchronisation. Denn je synchroner der Ruderschlag, desto stabiler das Boot. Und desto schneller werden wir.“ the red bulletin
Je ruhiger die Ausführung, desto besser: auf einem Bein stehen, das andere nach vorn strecken.
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Kniebeugung des Standbeins. Tipp: Oberkörper zugleich vorbeugen.
S h a k e IT! Benzin für den Körper
Power-Proteine
Maximale Kniebeugung, dann auf einem Bein wieder aufrichten. Übung fünf Mal wiederholen.
„Für den Körper des Ruderers gilt: so viel Muskeln und so wenig Fett wie möglich. Nach harten Workouts ist ein Protein-Shake genau richtig. Er füllt leere Glykogenspeicher auf und liefert den Muskeln Aminosäuren. Und du wirst satt ohne schlechtes Gewissen.“
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Action!
Profi-Gear
Wasser fest Drei innovative Begleiter in und auf dem Wasser
Standesgemäß Mit 82 cm Breite ist das Board extrem kippstabil. Kleine würfelige Flächen am Deckpad gewährleisten gri∞gen Halt.
Energiee∞zient Die Paddel aus Carbon sind kraftsparende 440 Gramm leicht und haben einen höhenverstellbaren Schaft.
Ciamillo lunocet Die einer Delfinschwanzflosse nachempfundene Mono-Schwimmfinne ermöglicht Geschwindigkeiten bis 12 km/h. caw-designs.com
Gloryfy G3 Beach JP An der Innenseite der unzerbrech lichen Brille können Schwimm körper angebracht werden – so geht sie im Wasser nicht verloren.
Eva Walkner (34) gewann 2012 den Freeride-World-TourBewerb in Fieberbrunn (Tirol).
Wasserbrett
www.gloryfy.com
Am See Freeskierin Eva Walkner findet im Sommer Kraft und BAlance auf einem aufblasbaren Stand-UpPaddleBoard.
Speedo Aquabeat 2.0 Eingenetzt Zwei Gepäcknetze bieten Platz für Verpflegung und Ausrüstung bei ausgedehnten Tagestouren.
Der MP3-Player mit 4 GB Speicher ist bis 3 Meter wasserdicht und damit der ideale Begleiter beim Schwimmtraining. www.speedo.de
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claudia ziegler
Ihr luftgefülltes Stand-up-Paddleboard Grand Tour hat Eva Walkner auf Reisen immer dabei. „Was gibt’s Schöneres, als im Sommer entspannt über einen See zu gleiten?“, meint die Freeriderin über das 13 Kilo leichte Brett, das sich in einem 82 × 40 cm großen Rucksack verstauen lässt. Neben dem Spaß kommt aber auch der Trainingseffekt nicht zu kurz. „Mit dem SUP schule ich die koordinativen Fähigkeiten und fordere speziell die Muskulatur in Rücken und Oberarmen.“ www.croslake.com
GORAN BREGOVIC
HMBC I DJANGO 3000
HERBERT PIXNER PROJEKT
IRISHSTEIRISH I DA BLECHHAUFN XXL ANIADA A NOAR I FEDERSPIEL I DIE TANZGEIGER U.V.M.
www.spielbergmusikfestival.at
28. - 31.08.2014 AM SPIELBERG www.kleinezeitung.at
Action!
Feierabend
Ladies first Drei junge Musikerinnen, die den Sound ihrer Heimatstadt Göteborg prägen.
Yukimi Nagano Die Sängerin der Synthie-Soul-Band Little Dragon zählt Damon Albarn von Blur zu ihren Verehrern. Das vierte Album, „Nabuma Rubberband“, erscheint am 13. Mai. little-dragon.net
Party im Prunkhaus
Bis zu 750 Tänzer vergnügen sich auf den fünf Floors.
Um 1900 bewohnte eine Adelsfamilie das fünfstöckige Gebäude an Göteborgs Prunkstraße Avenyn. Heute beherbergt es den besten Club der Stadt. Der feinen Vergangenheit ist Yaki-da aber immer noch verbunden: DJs legen in Räumen mit antiken Polstermöbeln auf, Bands spielen vor Samtvorhängen. Die Idee dazu kam Betreiber Sebastian Kapocs 2010. „Es gab in Göteborg zwei Arten von Partys: die mit toller Underground-Musik und warmem Bier. Und die mit gutem Service und schnöseligem Sound“, sagt er. „Wir wollen beide Welten zusammenbringen.“ Das heißt: Auf der Terrasse finden LiveKonzerte statt. Im „Wohnzimmer“ legen junge House-DJs wie John Talabot auf. In der Kaffee-Bar läuft Hip-Hop und Soul. Und im Restaurant werden um zwei Uhr früh noch Steaks serviert. Ganz dem Clubnamen gemäß. Der ist walisisch und bedeutet: Wohl bekomm’s! Yaki-da Storgatan 47 411 38 Göteborg, Schweden www.yaki-da.se
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Feiern mit der grünen Fee Die Absinth-Bar im Yaki-da ist für ihre grünen Kreationen bekannt. Die zwei beliebtesten Cocktails zum Selbermachen.
Strindberg Margarita 3 cl Absinth (bevorzugt: La Fée) 1 cl Cointreau Limettensaft 1 TL Zucker Sodawasser Dario Espiga 2,5 cl Absinth 1,5 cl Apfelkorn Limettensaft 1 TL Zucker Apfelsaft 1 EL Ingwer, frisch gerieben
Anna von Hausswolff Die Konzerte der 27-jährigen Göteborgerin muten an wie Mitternachtsmessen. Ihr Hauptinstrument ist die Kirchenorgel, ihre Musik nennt sie Funeral-Pop. Nachzuhören auf „Ceremony“.
Scout Klas Inspiriert von ita lienischen Horrorfilmen, zimmert die Red Bull Music Academy-Absolventin gespenstische Klangräume zwischen verstolperten Hip-HopBeats und feiner Elektronik. www.soundcloud. com/scoutklas
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yaki-da.se(5), Anders_Nydam
G öteborg Abtanzen zwischen A ntiquitäten, Headbangen unterm Kristallluster: Yaki-da ist Salon und Club in einem.
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Stadtnahe BikeDownhill-Strecke. Mit zwei Kilometer Länge und Sprüngen bis zu zehn Meter Weite. Gratis-Bonus: eine Bike-Waschanlage am Ende des Trails.
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Johannes Lang, albert Exergian, Sascha Bierl
DJ Carol Fernandez: Schweizer HouseMusic-Export
Das Motto meiner Stadt? G elassenheit B ern Wo man in der entspanntesten Hauptstadt der Welt günstig trinkt und spät isst – und wo man sich die unvergesslichen Souvenirs holt. Als Kind nahm Carol Fernandez Klavierunterricht am Berner Konservatorium („Heute pepp ich meine Sets mit Keyboardeinlagen auf“), spielte als Teenager DJ im Plattenladen ihres Vaters („Ich demolierte alle Plattenspielernadeln, er war stinkwütend!“), hatte mit 22 den ersten Auftritt an den Turntables („Ein kleiner Club. Ich war sooo nervös: 10 von 15 Stücken verkackte ich“) und ist heute die meistgefragte DJ der Schweiz: „Ich habe 90 Auftritte pro Jahr. Und komme in der Schweiz und Europa ein wenig rum. Doch am liebsten kehre ich in meine Heimatstadt Bern zurück. Warum? Alles hier ist easy-going. Keine gehetzten Gesichter auf der Straße, dafür idyllisches, entspanntes und familiäres Flair, Welche Hauptstadt bietet das heute noch?“ Carols Top-Five-Spots für den Bern-Trip. djcarol-fernandez.com
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TOp Five Meine City-HIGHLIGHTS
1 Club Bonsoir Aarbergergasse 33/35 War mal der Plattenladen meines Vaters! Nun treten da Underground-Stars und junge Talente auf. Der Club ist mit Secondhand-Möbeln bestückt, und die Drinks sind gar nicht teuer.
ist kein Geheimtipp, aber zumindest das goldene 38.000-LiterFass im Lokal muss man gesehen haben. Wenn ich hier mal nicht auflege, schlürfe ich in der Galerie gemütlich einen Cocktail.
4 Adriano’s Bar & Café Theaterplatz 2 Der beste Kaffee der Stadt! Der Laden hat innen keine Tische und ist immer rappelvoll. Viele Berner kommen sogar extra nach dem Essen auf einen Macchiato oder Lungo hierher.
3 Kornhauskeller Kornhausplatz 18 Okay, dieses Kellerrestaurant samt Galerie mit Lounge und Bar
tauchsport-kaeser.ch
Bungee-Jump Stockhorn
2 pronto Restaurant
Aarbergergasse 26 Bern ist schon tagsüber eine ruhige Stadt. Nachts ab zwei Uhr herrscht überhaupt tote Hose. Ausnahme: das Pronto. Mit echt guten Pizzen, Pide und Kebabs.
Aaretauchen In der fischreichen Aare, die die Altstadt von Bern umfließt, kann man die Eigenheiten des Tauchens in Fließgewässern erleben. Kurse: vom Schnuppertauchen bis zur Tauchlehrerausbildung.
5 Blacksheep tattoo
Gerechtigkeitsgasse 5 In dem Tattoo-Laden arbeiten wahre Körper-Künstler. Sie zeichnen deine individuellen Motivwünsche auf Block vor und stressen nicht rum. Mein neues Tattoo ist von dort: ein Notenschlüssel auf Klaviertasten.
Ein Sprung aus e iner Gondel in 134 Meter Höhe über einem Bergsee – für viele ist Stockhorn der atemberaubendste Bungee-JumpSpot der Welt. www.stockhorn.ch
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Action!
world run
Die 6 größten Lauf-Irrtümer
Am Asphalt laufen ist schlecht? Dehnen bei Muskelkater gut? AnläSSlich des wings for Life World Run räumt das Red Bulletin mit den hartnäckigsten Lauf-Mythen auf.
„Laufen auf Asphalt schadet den Gelenken.“ Wahrheit
Mythos
„Lauftraining ist nur mit Pulsuhr sinnvoll.“ Wahrheit
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„Dehnen hilft bei Muskelkater.“ Wahrheit
Keine wissenschaftliche Studie belegt das. Vielmehr bauen regelmäßige Läufer einen dickeren Knorpelschutz auf – egal auf welchem Boden sie trainieren. Dazu senkt Asphalt das Risiko des Umknöchelns.
Nichts gegen objektive Leistungsmessung, aber der Körper ist keine Maschine. Er ist abhängig von Psyche, Schlaf oder Tages form. Also: Sagt er „langsamer“, dann bitte die Pulsuhr ignorieren.
Glauben Sie das ja nicht! Ein Muskelkater sind kleine Einrisse im Muskelgewebe, die durchs Dehnen nur noch weiter einreißen. Was tatsächlich hilft: Wärmebehandlung oder lockeres Laufen.
Mythos
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„Ausdauertraining macht dich langsamer.“ Wahrheit
Nur wenn man jahrelang keine Sprints und nur Longruns absolviert, können sich „schnelle“ Muskelfasern in „langsame“ umwandeln. Gezieltes Speedtraining zwischendurch wirkt dem entgegen.
„Wer unter 30 Minuten läuft, verbrennt kein Fett.“ Wahrheit
Fett verbrennen wir stets, selbst im Schlaf. Nach 30 Minuten Laufen häufig effektiver, weil dann bei vielen die Kohlenhydrat speicher leer sind. Fürs Abnehmen ist aber eine negative Energiebilanz entscheidend.
„Eine Woche vor dem Bewerb soll man (fast) gar nicht laufen.“ Wahrheit
Obacht: Eine zu starke Trainingsreduktion knapp vor dem Wettkampf lässt die Aus dauer nach dem Wettkampf oft einbrechen. Besser: Trainingsumfang um die Hälfte kürzen und zwei Tage vor dem Lauf ruhen.
Finde dein ideales Laufziel mit dem Wings for Life Goal Calculator auf: www.wingsforlifeworldrun.com/de/about
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the red bulletin
craig Kolesky/Red Bull Content Pool, Christophe Launay/Red Bull Content Pool, Alessandro Dealberto/Red Bull Content Pool, Balasz Gardi/Red Bull Content Pool sascha bierl
Mythos
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World-Runner
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ANME L DEN
F ünf Top-Athleten über ihre Teilnahme am globalen Lauf-Event
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„Kilometer fressen, solange ich nur kann.“ Surf-Legende Robby Naish über sein konkretes Ziel
„3-mal die Woche Trai ning. Samt Langlaufen.“ Luc Alphand, einstiger Skistar und Ex-Motorsportler, über seine Vorbereitung
„Mein Ziel? 80 Kilo meter – und gewinnen.“ Ultrarunner Giorgio Calcaterra über seine Streckenplanung
Der Weltlauf W ings for Life World Run Ein Startschuss für sechs Kontinente: Am 4. M ai 2014 steigt der erste globale Laufbewerb der Sport geschichte. Die Zielgruppe: alle, die sich mit der ganzen Welt messen wollen. Wie’s funktioniert? Hier die Fakten: 1. Der Modus
4. Die Wertung
Am 4. Mai 2014 starten um 10 Uhr UTC (koordinierte Weltzeit) gleichzeitig bis zu 35 Läufe in bis zu 33 Ländern. Nach 30 Minuten beginnen „Catcher Cars“ die Teilnehmerfelder von hinten aufzurollen. Wer weltweit als Letzter überholt wird, gewinnt.
Der letzte Mann und die letzte Frau weltweit werden zu globalen Champions gekürt und gewinnen eine ganz spezielle Weltreise. In jedem Land werden nationale Sieger ermittelt. Jede Läuferin, jeder Läufer kann online vergleichen: Wer hat global mehr Strecke geschafft als ich?
2. Die Jäger
„Ein Signal setzen – auch als Nichtläufer.“ Formel-1-Star i. R. und Laufmuffel David Coulthard über seine Motivation
„Erhebend, wenn Tau sende für uns laufen.“ Triathlet und Rollstuhlfahrer Marc Herremans über den Wings for Life World Run
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Die Catcher Cars erhöhen anhand global festgelegter Intervalle sukzessive ihre Geschwindigkeit. Wird ein Läufer überholt, scheidet er in dem Moment aus. Dabei wird automatisch seine erreichte Laufdistanz ermittelt.
3. Die Strecken Es gibt fünf globale Strecken kategorien: Küsten-, Fluss-, Stadt-, Natur- und Aussichtsläufe. Aktuelle Wetterinformationen, detaillierte Streckeninfos sowie den Weg-ZeitKalkulator – mit dem man die angestrebte Laufgeschwindigkeit im Rennen berechnen kann – bietet die Event-Website.
5. Die Teilnehmer Von Anfängern bis zu Top-Athleten und Promis (wie David Coulthard oder Robby Naish): Dabeisein, Spaß am Laufen und der gute Zweck stehen im Vordergrund. Jeder Läufer hilft!
6. Die Mission Der Wings for Life World Run steht unter dem Motto „Running for those who can’t“. Sämtliche Einnahmen kommen der Wings for Life-Stiftung für Rückenmarksforschung zugute, die weltweit wissenschaftliche Projekte zur Heilung von Querschnittslähmung unterstützt.
Fordern Sie die Welt beim Wings for Life World Run! OnlineAnmeldung bis 20. April 2014 unter: www.wingsforlifeworldrun.com
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Action!
laden & Lauschen
Gehört Gesehen
Playlist Jeff Buckley lehrte ihn Singen, die Beatles zeigten ihm Alices Wunderland. Mark Foster über die fünf Songs seines Lebens.
Hörproben auf www.fosterthepeople.com
1 The Beach Boys
2 The Beatles
3 Jeff Buckley
Als ich den Song als Kind im Radio hörte, war ich hin und weg. Die Harmonien, der Gesang, so etwas hatte ich noch nie gehört. Wenig später kamen die Beach Boys nach Cleveland – und ich erlebte mein erstes Konzert überhaupt. Bei den Grammys 2012 schließlich mit meiner Lieblingsband auf der Bühne zu stehen war der größte Moment meines Lebens.
Für mich der beste aller Popsongs. Simpel und tiefgründig zugleich. Mein liebster Moment: wenn das Stück nach zwei Minuten unerwartet in Orchesterlärm umschlägt. Der Song nimmt dich auf eine Reise mit. Großartig, weil es auch textlich ums Reisen geht. Wie die Beatles diese zwei Ebenen miteinander in Einklang bringen, ist schlicht genial.
Ich hörte den Song zum ersten Mal in einer Live-Aufnahme, als ich 19 war (sechs Jahre, nachdem Buckley ertrank; Anm.). Ich brach in Tränen aus, weil ich das Gefühl hatte, Buckley habe in dem Song seinen Tod vorausgesagt. Ich sang das Stück damals beim Hören so oft mit, dass ich heute sogar sagen würde: Jeff Buckley brachte mir das Singen bei.
4 Radiohead
5 The Beatles
Das seltsame ZeichentrickMusikvideo von „Paranoid Android“ war das Highlight im MTV-Programm meiner Jugend. Den Song selbst fand ich noch genialer. Er besteht aus drei Teilen, wie eine klassische Komposition. Beim Hören denke ich mir noch heute, ich sollte mit dem Musikmachen aufhören. Mit dem Stück haben Radiohead Gottes Fuß gestreift.
Für diesen Song braucht man Kopfhörer. Nur damit bekommt man all die psychedelischen Soundflächen und den BandleierEffekt der Bassgitarre in voller Pracht mit. Diesen Effekt versuche ich seit Ewigkeiten nachzuahmen, bisher ohne Erfolg. Wenn ich „I Am the Walrus“ höre, fühle ich mich wie der von John Lennon besungene Humpty Dumpty auf LSD.
„God Only Knows“
„Paranoid Android“
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„A Day in the Life“
„I Am the Walrus“
Playgroup
DJ-Kicks „Das Label wollte mein Gesicht am Cover meiner MixCD. Fand ich banal. Deshalb kritzelte ich die Namen der Acts auf eine Wand und stellte mich verstohlen davor.“
„Grace“
S’Express
Theme From … „Mein erstes Cover von 1988 wurde glatt zum Nummer1-Hit. Der Zug stellt einen Riesenpenis dar. Kindisch, aber irgendwie charmant.“
S c h a ll- M as sag e gadget des Monats
Woojer Der Subwoofer für unterwegs: Häng die streichholzschachtelgroße Plastikbox zwischen MP3-Player und Kopfhörer, klipp sie dir aufs T-Shirt und lass dir vom Bass die Brust massieren. Der Clou: Der Woojer wandelt Schallwellen in Vibra tionen um – und überträgt sie direkt auf den Körper.
Icarus
UL-6 „Erst designte ich das Cover, dann zerfetzte ich die Hüllen und setzte sie wieder neu zusammen. Jedes Exemplar ist ein Einzelstück.“ Die Ausstellung zum Thema Vinyl läuft bis 16. Mai; Infos unter www.12mail.fr
the red bulletin
florian obkircher
Gottes Fuß und Humpty Dumpty
Als Achtzehnjähriger zog Mark Foster nach Los Angeles. Sein Ziel: eine Karriere als Musiker. Doch die ließ auf sich warten. Jahrelang kellnerte er in Bars und schrieb Werbejingles. 2010 stellten er und seine Band Foster the People dann den Song „Pumped up Kicks“ online. Ohne große Erwartungen, wie er heute sagt. Doch die luftige IndiePop-Hymne brachte den Durchbruch: einer der Songs des Jahres 2011, Platz 3 der US-Charts, fünf Millionen verkaufte Exemplare. Das Debütalbum „Torches“ wurde für zwei Grammys nominiert. Dieser Tage erscheint das Nachfolgewerk „Supermodel“. Welche Stücke Mark Foster als Musiker prägten, erzählt er hier.
Eine Ausstellung in Paris widmet sich dem Werk des Musikers und Designers Trevor Jackson. Der Brite über drei Plattenhüllen aus seiner Werkstatt.
getty images
Mark Foster, 29, Kopf der kali fornischen IndiePop-Band Foster the People
p ro m ot i o n
Must-haves!
1 TOPEAK Weatherproof RideCase Die wetterfeste Schutzhülle ist passgenau für das iPhone 5 designt und sorgt für optimalen Schutz sowohl auf dem als auch abseits des Bikes. Das durchsichtige, stabile Touch-Fenster ermöglicht vollen Zugriff auf alle DisplayFunktionen. Für einfachste Befestigung am Lenker, Vorbau oder der Headset-Kappe sorgt der integrierte QuickClick Fixer. Die mitgelieferte RideCase Mount lässt sich im Winkel einstellen und erlaubt eine Rotation des iPhone 5 in Landschafts- oder Porträt ansicht. Mehr Info auf:
www.gigasport.at
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2 AUF DER ÜBERHOLSPUR Die ROAD RACE von POLICE überzeugt durch ihre schnittige Optik. Das roségold- beschichtete Edelstahlgehäuse mit gehärtetem Mineralglas und der 10-bar-Wasserdichtheit bildet das Fundament für diesen Chronographen. Dank dem Uhrenband im ReifenprofilLook findet sich ein cooler Zeitmesser auf dem männlichen Handgelenk wieder!
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Die Bösen, das sind die a nderen, und wir helfen ihnen ins Jenseits: „Wolfen‑ stein: The New Order“.
Aufstand W olfenstein Der klassische Ego-Shooter im futuristischen Retro-Gewand. Es sind, ach, schwere Zeiten: Seit Februar ’49 regiert das „Totenkopf-Regime“, dessen Hang zu Finsternis & Gewalt sogar die PräsidentenPorträts am Mount Rushmore zum Opfer gefallen sind. Doch 1960 erhebt sich eine unerschrockene Gruppe Aufständischer gegen die grausamen Machthaber. In „Wolfenstein: The New Order“ führt man als B. J. Blazkowicz eine multinationale Widerstandsbewegung gegen die Herrschaft des Bösen an. Das Genre des Ego-Shooters wäre ohne den 1992 erschienenen PC-Titel „Wolfenstein 3D“ wohl nicht das, was es heute ist. Ein Jahr später setzte derselbe Entwickler (id Software)
mit dem düsteren 3D-Shooter „Doom“ den technischen Maßstab all dieser rasanten, blutigen Kampfspiele. Ohne diese beiden Vorreiter gäbe es heute vermutlich keine Blockbuster wie „Half-Life“, „Halo“, „Battlefield“ oder „Call of Duty“. In „Wolfenstein: The New Order“ findet man Retro-Steampunk-Kriegsmaschinen mit futuristischen Elementen, einen wunderbar narbengesichtigen, sadistischen Oberbösewicht, General Totenkopf, und effektreiche, klaustrophobische „Run & Gun“-Action, die allerdings nicht zur monotonen Ballerei verkommt. Erscheinungs termin: dritte Mai-Woche, erhältlich für Xbox One, Xbox 360, Windows, PS3 und PS4. wolfenstein.com
o u t n ow
Wii bittet „Bayonetta 2“ als rettung?
Ursprünglich plante Nin‑ tendo im laufenden Ge‑ schäftsjahr 9 Millionen Wii-U-Konsolen abzuset‑ zen. Nun ruderte man zu‑ rück und würde sich mit 3 Millionen begnügen. Im Kampf gegen Xbox oder PlayStation sollen Exklusivtitel wie die Fantasy-Action „Bayonetta 2“ helfen – als Beweis, dass Nintendo mehr als „Mario“ ist … Ob das Grund genug für den Kauf einer Wii U ist? platinumgames.com
100
Doppelter Spaß
Zwei Screens, eine Mission „Salvaged“ ist auf Weltraum-Mission: Der galaktische Bergetrupp repariert Raumschiffe, wehrt rivalisierende Teams und Alien-Angriffe ab. Für das Echtzeit-Strate‑ giespiel wird neben einem PC auch ein Android- oder Apple-Ausgabegerät benötigt. Der große Bildschirm zeigt den Blickwinkel der Crew, der kleine Über‑ sichtskarten, Schiffs‑ pläne und Statistiken. Erhältlich ab November.
salvagedgame.com
S p i e l- F i l m Games zu legendären Science‑Fiction-Filmen
The Amazing Spider-Man 2 Auf Teil 1 des Films basierte ein Open-World-Adventure, das der‑ art erfolgreich war, dass nun dasselbe Team an Teil 2 ran‑ durfte. Release: 29. April. theamazingspidermangame.com
Alien: Isolation Survival-Horror wie aus dem 1979er-Klassiker „Alien“, dessen DNA-Spuren sich ja in fast allen Grusel-Games nachweisen lassen. Verfügbar ab Ende 2014. alienisolation.com
Transformers: Rise of the Dark Spark Im Sommer kommt Teil vier des Roboter-Spektakels in die Kinos – diesmal mit Mark Wahl‑ berg in der Hauptrolle. Im abge‑ leiteten Third-Person-Shooter heißt der Kampf ebenfalls Mann gegen Maschine. transformersgame.com
the red bulletin
wIR laUFen, FüR alle, dIe nIcht laUFen können. Jetzt anmelden! an eInem taG. zUR Selben zeIt. aUF deR Ganzen welt.
4. maI 2014, 12:00 UhR St. pölten / dOnaUtal
wInGSFORlIFewORldRUn.cOm
Action!
Events
Alle in einem Boot bei diesem einzig artigen Staffel rennen im Ötztal
save the date Weitere pflichttermine in den nächsten Wochen
5 mai
Red Bull Flying Bach Zur Musik von Johann Sebastian Bachs „Wohl temperiertem Klavier“ zeigen die Berliner Breakdance-Weltmeister Flying Steps akrobatische Powermoves. 5./6. 5., Salzburg, Großes Festspielhaus
10 mai
Erstmals findet in der steirischen Hauptstadt ein Lauf nur für Mädchen und Frauen statt. Streckenlänge: 5 km, Start und Ziel: im Grazer Augarten.
2./3. 5., Sölden
Peak to Creek Je ein Bergsteiger, Skifahrer, Mountainbiker, Bergläufer, Kletterer, Rennradler und Kajakfahrer bilden bei diesem weltweit einzigartigen Outdoor-Staffelrennen über 85 Kilometer im Herzen Tirols Siebener-Teams. Zumindest den spektakulären Zieleinlauf im OutdoorPlayground „Area 47“ (nach einer 6,8 km langen Rafting-Fahrt, bei der alle Teammitglieder im Boot sitzen) sollte man sich nicht entgehen lassen. www.peaktocreek.at
ab sofort für iOS, Android
Cure Runners Nie wieder ein Minus am Konto: Was wie ein spannendes Action-Game anmutet, bringt Jugend lichen spielerisch den Umgang mit Geld nahe. cure-runners.at
102
10. 5., Graz www.ladiesrun.at
3. 5., Ischgl
10. 4., Wien, Brut
Ischgl Closing
DENA
Die Wintersaison im Skisportort Ischgl verabschiedet sich mit einem Spektakel. Zum 20-JahrJubiläum der „Top of the Mountain“-Konzerte präsentiert der Entertainer Robbie Williams (inklusive 40-Mann-Orchester) auf der Idalp in 2300 Meter Höhe sein neues Nummer-1-Album „Swings Both Ways“. www.ischgl.com
In ihrem ersten Musikvideo „Cash, Diamond Rings, Swimming Pools“ tanzte Berlins neue RapQueen im Neon-Outfit und mit Goldketten durch ihr Heimatviertel Neukölln. Zwei Jahre und eine Million YouTube-Klicks später stellt die gebürtige Bulgarin nun ihr knallbuntes Debütalbum „Flash“ in Wien vor. Für Hip-Hop-Fans ohne stilistische Scheuklappen ein Pflichttermin. www.denafromtheblock.com
11 mai
Everlast Seinen Durchbruch hatte Erik Schrody 1992 mit der Hip-Hop-Band House of Pain. Heute ist der 44-Jährige solo unterwegs: mit Songs zwischen Country, Latin und Blues. 11. 5., Graz, Orpheum
the red bulletin
zooom.at/Leo Rosas, John Wright, Zelinda Zanichelli, Stefan Lozar/Red Bull Content Pool, Johanna Rauch, john carter
Ladies Run Graz
23.–25. 5., Porecˇ, Kroatien
Lighthouse Festival Der Wiener Club Pratersauna macht samt Partycrowd einen Abstecher nach Kroatien und veranstaltet dort ein Festival zwischen Meeresrauschen und House-Beats. Mit dabei: Axel Boman, Joyce Muniz (Bild unten), Kollektiv Turmstraße u. a. www.lighthousefestival.tv
25. 4.–3. 5., Krems
Donaufestival Zwei Wochenenden im Zeichen der Avantgarde: Beim Donau festival wird das Publikum von Künstlern wie Klang-Terrorist Stephen O’Malley, Electro-Aktivis tin Peaches (Bild), Techno-Pionier Jeff Mills, Porno-Performerin Annie Sprinkle und Sound- Architekt Oneohtrix Point Never gefordert – und belohnt. www.donaufestival.at
25. 4.–4. 5., Podersdorf
Surf Worldcup Podersdorf Die Eröffnung der europäischen Surfsaison am Neusiedlersee hat mittlerweile Tradition. Neben sportlicher Action bei Windsurf Freestyle, Tow-in-Europameisterschaft sowie PKRA-Kitesurf-Slalom und Freestyle Show erwartet die rund 100.000 Besucher ein reichhaltiges Programm, unter anderem werden Trendsportarten präsentiert und können gleich ausprobiert werden. Das Partyvolk darf sich auf 26 DJs, 16 Bands, fünf überdachte Floors und speziell auf das Ö3-Konzert von Echo-Preisträger Cro freuen. www.surfworldcup.at
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Action!
TV-Highlights
M ust See
Volles Programm
Helden auf ihrem Bildschirm
das red bull tv-fenster bei servus-tv Der spanische Triathlet Josef Ajram (li.) startet beim Wings for Life World Run in Barcelona.
Freeride World Tour
Zurück aus der Tiefe Nach einem gescheiterten Tauchgang kämpft sich Herbert Nitsch zurück ins Leben. 30. 4., 21.15 Uhr
Sonntag, 4. 5., 10.30 Uhr
Wings for Life World Run LIVE „Laufen für diejenigen, die es selbst nicht können“: unter diesem Motto steigt ein noch nie da gewesener Laufevent, der Wings for Life World Run. Wo? Auf der ganzen Welt! Zehntausende Athleten gehen auf beinahe 40 Strecken auf sechs Kontinenten zeitgleich ins Rennen, alle mit demselben Ziel: die Rückenmarksforschung voranzutreiben. ServusTV sendet für Sie live vom Start und nimmt Sie danach mit auf eine Weltreise zu den einzelnen Schauplätzen.
The Tough One 2014 Samstag, 19. 4., 20.15 Uhr
Jäger des Augenblicks Mittwoch, 9. 4., 21.15 Uhr
Mittwoch, 16. 4., 21.15 Uhr
Samstag, 19. 4., 10.30 Uhr
Defeating Oceans Seven
Rowing the Pacific
UCI World Championship
Der ehemalige Rugby-Profi Stephen Redmond stellt sich der ultimativen Herausforderung für Schwimmer – dem Oceans Seven.
Zwei Freunde, ein Ruderboot und 189 Tage auf See. Diese Dokumentation zeigt eine ungewöhnliche Reise von Japan nach Amerika.
Nach einjähriger Pause sind die Mountainbiker zurück in Südafrika. In Pietermaritzburg fällt der Startschuss zur Saison 2014.
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Im Februar 2010 bricht Sportkletterer Stefan Glowacz gemeinsam mit seinen langjährigen Partnern Kurt Albert und Holger Heuber zu einer Expedition zum Tafelberg Roraima im Dschungel Südamerikas auf. Der Aufstieg zum Felspfeiler „La Proa“ erweist sich als ultimative Herausforderung, welche die drei Männer nicht nur an ihre physischen, sondern auch an ihre psychischen Grenzen führt.
Hartes Geläuf und reichlich Schlamm. Eine echte Herausforderung für die Enduro-Elite um Graham Jarvis. 3. 5., 9.30 Uhr
Sie finden ServusTV mit dem Red Bull TV-Fenster nicht auf Ihrem Fernsehgerät? Rat und Hilfe zum Nulltarif unter
0800 100 30 70 the red bulletin
Samo Vidic/Red Bull Content Pool, maria ziegelböck, Predrag Vuckovic/Red Bull Content Pool, Ocean Seven, Discovery, Hoshi Yoshida, Klaus Fengler, Damiano Levati/Red Bull Content Pool
Das große Finale steigt 2014 im Schweizer Verbier. Mit dabei: Free skier Markus Eder. 19. 4., 9.30 Uhr
Sonntag | 13.04. live
16:00
© Andreas Schaad/Red Bull Content Pool
RED BULL AIR RACE WORLD CHAMPIONSHIP 2014.
DAS EINZIGARTIGE LUFTFAHRTSPEKTAKEL LIVE. ServusTV überträgt alle acht Saison-Rennen des spektakulären Events. Vor atemberaubenden Kulissen wie Abu Dhabi und Las Vegas kämpfen unter anderen die Top-Piloten Matthias Dolderer (DE) sowie Red Bull Air Race-Routinier Hannes Arch (AT) um den Weltmeistertitel. Nächster Stopp: Rovinj, Kroatien. Kostenfreie Service-Hotline 0800 100 30 70 | www.servustv.com
Wir wünschen Ihnen bessere Unterhaltung.
Magic Moment
Tallinn, Estland, 22. Februar 2014
„ Dieser Trick ist nur für Superman möglich? Nicht, wenn die Welt kopfsteht!“ Simon Stricker, Skateboarder
Die nächste Ausgabe des Red Bulletin erscheint am 13. Mai 2014. 106
the red bulletin
Jaanus Ree/Red Bull Content Pool
Einmal der Schwerkraft trotzen: Für den Schweizer Skater Simon Stricker wurde dieser Traum Realität, auch wenn ein wenig nachgeholfen wurde. „Die Kamera-Crew hat in einer alten Industriehalle zwei Tage an diesem genialen ‚gekippten‘ Set gearbeitet“, verrät der 22-Jährige. „Das ist nicht einfach ein Foto, das ist ein Gesamtkunstwerk!“
HOLEN SIE SICH DIE WELT NACH HAUSE Begeben Sie sich mit Terra Mater, dem Natur- und Wissensmagazin, auf eine spannende Reise durch Raum und Zeit: zu entlegenen Orten, exotischen Völkern und erstaunlichen Naturphänomenen.
wassermenschen Wie das „venedig afrikas“ gegen den untergang kämpft
DER BISON KEHRT ZURÜCK
NEPALS LEBENDE GÖTTINNEN
Die Rettung eines amerikanischen Mythos
Wie der Kumari-Kult aus Kindern Gottheiten macht WEISSE HAIE, HAUTNAH Mit einem Forscher den Rätseln des Raubfischs auf der Spur BRASILIEN UND DIE LIEBE ZUM FUSSBALL Bilder, die ein Land erklären GEFAHR AUS DEM ALL Wie die Erde vor Asteroiden geschützt werden soll UNBEKANNTE MEGACITY 24 Stunden in Chinas Monsterstadt Chongqing DEr lETzTE KöNIG voN AMErIKA Julio pinedos kurioses Reich in bolivien E I N E P U B L I K AT I O N V O N E I N E P U B L I K AT I O N V O N DAS GroSSE FlATTErN Rendezvous mit 12 Millionen Flughunden
AFRIKAS ZAUBERGARTEN Der größte Sumpf des Kontinents im Südsudan FREIHÄNDIG FAHREN Warum das Auto jetzt neu erfunden wird TÖCHTER DES MEERES Das Matriarchat der Taucherinnen von Jeju-do
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GEFAHR AUS DEM ALL Wie die Erde vor Asteroiden geschützt werden soll BRASILIEN UND LIEBE ZUM FUSSBALL Bilder, die ein Land erklären 17.03.14 DIE 13:46 WEISSE HAIE, HAUTNAH Mit einem Forscher den Rätseln des Raubfischs auf der Spur
e i n e p u b l i k at i o n v o n
KEHRT ZURÜCK
Wie der Kumari-Kult aus Kindern Gottheiten macht
LEBENDE GÖTTINNEN NEPALS
DAS GroSSE SSE FlATTErN F Rendezvous mit 12 Millionen Flughunden DEr lET ETz zTE Kö K NIG voN AMErIKA Julio pinedos kurioses Reich in bolivien olivien
Die Rettung eines amerikanischen Mythos UNBEKANNTE MEGACITY 24 Stunden in Chinas Monsterstadt Chongqing
FOTOS: YUANLING WANG, PASCAL MAITRE
DER BISON DAS ERWARTET SIE IN DER AKTUELLEN AUSGABE
DIE STADT DER WASSERMENSCHEN
CHINAS MONSTERSTADT CHONGQING
Vor rund 300 Jahren flüchtete eine Gruppe Bauern vor Sklavenjägern in den Nokoué-See im westafrikanischen Benin. Dort errichteten sie im seichten Wasser die Pfahlbautensiedlung Ganvié. Heute kämpft das „Venedig Afrikas“ mit massiven Umweltproblemen.
Eine Stadt der Superlative im wilden Westen Chinas: 32 Millionen Einwohner auf der Fläche Österreichs. Doch obwohl Chongqing die am schnellsten wachsende Stadt der Welt ist, kennt sie außerhalb Chinas kaum jemand.
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