The Red Bulletin September 2016 - AT

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ÖSTERREICH

ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN

DIE HELDEN DES PAZIFIK

Hol dir den Racer von KTM! Infos im Heft

Diese Männer retten dich aus Teufels Küche

KRISTEN STEWART

Arbeite nur mit Typen, die dich auf Trab bringen

SEPT. 2016 € 2,50

MARCEL HIRSCHER

GIBT GUMMI Auf der Rennstrecke: Unser Ski-Held bändigt das Missing Link zur MotoGP


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Die BMW M6 Modelle: 412 kW (560 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt von 9,9 l/100 km bis 10,3 l/100 km, CO2-Emission von 231 g CO2/km bis 239 g CO2/km.


Freude am Fahren

Symbolfoto

ÄUME. SIE.

BMW M6


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DIE WELT VON RED BULL

62 AIRPOWER16

Österreichs spektakulärste Flugshow gastiert wieder in Zeltweg. Mit dabei: die Red Bull Aces, Wingsuiter.

WILLKOMMEN

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Und jetzt … ran an die knallharten Rollen.

AGNIESZKA DOROSZEWICZ (COVER), FLAVIEN DUHAMEL/RED BULL CONTENT POOL (COVER), JOERG MITTER/RED BULL CONTENT POOL, SONY PICTURES ENTERTAINMENT

Wenn’s hart auf hart geht, wird es oft auf brutal schöne Weise simpel, weiß O’Brien Starr-Hollow, Rettungsschwimmer der US Coast Guard in Alaska, aus persönlicher Erfahrung: „Jeder Mensch ist einfach ein Mensch. Wenn es um Leben und Tod geht, sind wir alle gleich“ (ab S. 26). Ski-Superstar Marcel Hirscher verlässt sich in brenzligen Situationen auf den Selbsterhaltungstrieb. „Der ist sehr gut ausgeprägt“, verrät er beim KTM-Test (S. 48). Hollywood-Beauty Blake Lively mag’s lieber auf die harte Tour (S. 21), und auch Red-Hot-Chili-Peppers-Ikone Flea (S. 42) ist kein Freund von Schmusekursen. Sein väterlicher Rat an alle, die auch so er erfolgreich werden wollen wie er: „Such dir einen Reibebaum!“ Viel Spaß beim Lesen!

BLAKE LIVELY, SEITE 21

THE RED BULLETIN


SEPTEMBER 2016

48 DER RACER

AUF EINEN BLICK

Ski-Ass Marcel Hirscher über sein erstes Mal mit einer KTM 1290 Super Duke R auf der Rennpiste.

GALLERY 12

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HOT SHOTS! Die Fotos des Monats

BULLEVARD 19

IDOLE & IKONEN. Was sie wurden,

was sie sind. Was sie sagen und tun.

FEATURES 26 Save Our Souls!

Die Reportage: 48 Stunden mit der US Coast Guard auf Einsatz in Alaska.

26

42 Helden des Monats

AGNIESZKA DOROSZEWICZ, JUSTIN BASTIEN, DAVID YELLEN, KEFFER

WIR HOLEN DICH DA RAUS

Sie sind die härteste Rettungsschwimmer-Einheit der Welt: 48 Stunden mit der US Coast Guard in (und vor) Alaska.

Flea, Aaron Eckhart, Lady Leshurr, Kristen Stewart.

MEINE RANCH IN MONTANA

Hollywood-Partys? Aber nein, Aaron Eckhart sitzt lieber am Lagerfeuer und schaut in die Wolken.

48 Marcel Hirscher

Unser Ski-Ass testet den Super-Racer von KTM auf dem Salzburgring.

56 Nightlife-Reportage

Ein Blick in die VIP-Areas von Cannes.

62 Wingsuit-Helden

Die Red Bull Aces fliegen Slalom: mit 260 km/h 2000 Meter über Zeltweg.

78 IN 20 SEKUNDEN AUF 410 KM/H

Was passiert, wenn ein 1100-PS-Benzinmotor gemeinsame Sache mit einem 700-PS-Elektromotor macht? THE RED BULLETIN

56 HANDY HOCH IN CANNES!

Der Red Bulletin-Check: wie elf Tage Party-Wahnsinn bei extrem hoher Promi-Dichte Handy-Paranoia ergeben.

ACTION! 71

SEE IT. GET IT. DO IT. Reise, Gadgets, Uhren, Musik und Motor.

93 SPECIAL Active-Lifestyle-Fashion 98 MAKES YOU FLY Magischer Moment

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THE RED BULLETIN BACKSTAGE SEPTEMBER 2016

CONTRIBUTORS MIT AN BORD

KEFFER

Airborne: Fotograf Bastien (li.) im Heli über Alaska

Auf Patrouille mit der Coast Guard Bei unserer Reportage über die Rettungsschwimmer der US Coast Guard in Alaska musste sich Fotograf Justin Bastien mehrfach beweisen. Der Kalifornier flog Patrouille im Helikopter, tauchte in den Trainingspool der Lebensretter und kraulte in den eiskalten Wellen des Nordpazifiks. „Einige Teile meiner Fotoausrüstung haben diesen Job nicht überlebt“, sagt Bastien, der neben dem Red Bulletin auch in „National Geographic“ und „Men’s Fitness“ publiziert. „Aber das Ergebnis war den Verlust wert.“ „S.O.S.“, ab S. 26.

Sein Ruf als stilbildender NightlifeFotograf ö≠net dem Pariser Tür und Tor zu Frankreichs exklusivsten VIPBereichen. Für uns erkundete Ke≠er das filmreife Nachtleben während der Festspiele in Cannes. S. 56.

RED BULLETIN WELTWEIT GISBERT L. BRUNNER

Europas führender Uhrenexperte versorgt The Red Bulletin jeden Monat mit den neuesten BranchenTrends. Dieses Mal: ein von Fidel Castros Zigarre inspirierter LuxusZeitmesser (im Ernst). S. 76.

The Red Bulletin erscheint aktuell in zehn Ländern. Im Bild das Frankreich-Cover mit der Breakdance-Sensationsshow Red Bull Flying Illusion. Alle Ausgaben zum Download: www.redbulletin.com/howtoget

MAKING OF DAS SHOOTING DES MONATS

„Es hilft, keine Angst vor hoher Geschwindigkeit zu haben.“ AGNIESZKA DOROSZEWICZ ÜBER IHR KOFFERRAUM-SHOOTING BEI 140 KM/H Um Marcel Hirschers Rennausflug per KTM standesgemäß zu dokumentieren, nahm die Hamburgerin im Ko≠erraum eines fahrenden Autos Platz und stellte sich dem auch am Gasgri≠ entschlossenen Ski-Helden in den Weg. Schnelle Bilder: S. 48.

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Geblitzt: Fotografin Doroszewicz, Marcel Hirscher, KTM

THE RED BULLETIN



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GALLERY

INSELHÜPFEN ÄGÄISCHE INSELN, GRIECHENLAND FOTO: RONNY SKEVIS

Neue Impulse für Griechenlands Sommer-Tourismus: Der griechische BMX-Profi Panagiotis Manaras machte für seinen spanischen Kumpel Sergio Layos den Guide auf einer ungewöhnlichen SightseeingTour, nämlich zu den besten BMX-Stopps auf den vier Kykladen-Inseln Andros, Santorini, Mykonos und Milos. Im Bild vergnügt sich Layos auf einer Rampe mitten in einem Weinberg auf Santorini. instagram.com/panosmanaras

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RONNY SKEVIS/RED BULL CONTENT POOL



SONNENGRUSS MIRJA GEH/RED BULL CONTENT POOL

LIENZ, ÖSTERREICH FOTO: MIRJA GEH

Bergläufer, Paragleiter, Mountainbiker, Wildwasser­ kanute: Die per Definition „Härtesten unter der Sonne“ treffen sich beim Red Bull Dolomitenmann, dem unge­ wöhnlichsten Staffelrennen der Welt, zur Ermittlung der Allerhärtesten. Der Sonne am nächsten kommen dabei die Paragleiter, die jedoch nicht nur fliegen müssen, son­ dern in den Wechselzonen auch laufen, mit geschultertem Gleitschirm (15 kg schwer). Auftrieb und Antritt am bes­ ten kombinierte bereits dreimal Paul Guschlbauer (Bild), Österreichs Top­Flieger. Dieses Jahr ist er wieder dabei. 29. Red Bull Dolomitenmann, 10. 9., Lienz, Start: 10 Uhr www.redbulldolomitenmann.com

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WELLENGANG HAWAII, USA FOTO: BRIAN BIELMANN

Auslegerkanu-Rennen sind in manchen Weltgegenden so etwas wie große Fußballmatches in anderen. Zu den Regionen mit hoher Bedeutung der flotten Fortbewegung dieses besonderen Bootstyps zählt Hawaii. Dort lebt und paddelt das Red Bull Wa’a-Team. Wie gut es das tut, stellte es mit dem Sieg bei der Hawaiian Airlines Liberty Challenge 2016 in New York unter Beweis. Steuermann Daniel Kekua Chun verrät das Erfolgsrezept: „Erfahrung. Denn Wellengang, Winde, Strömungen … da draußen weißt du nie, was dich erwartet.“ redbull.com

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BRIAN BIELMANN/RED BULL CONTENT POOL


Foto: R. Schedl

DIE OFFENBARUNG

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Gezeigte Fahrszene bitte nicht nachahmen. Beim abgebildeten Fahrer handelt es sich um einen professionellen Motorradfahrer. Das Bild ist auf einer abgeschlossenen Rennstrecke entstanden. Immer Schutzkleidung tragen und die anwendbaren Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten! Das abgebildete Fahrzeug kann in einzelnen Details vom Serienmodell abweichen und zeigt teilweise Sonderausstattung gegen Mehrpreis.

KTM Group Partner


MENSCHEN, DIE UNS INSPIRIEREN

STARPOWER ÉDGAR RAMÍREZ KONNTE HOLLYWOOD AUF DEM ZWEITEN KARRIEREWEG EROBERN. OHNE DABEI JE ZU VERGESSEN, WOHER ER KOMMT.

JOHN RUSSO/CONTOUR BY GETTY IMAGES

Das Leben ist dann doch voller zweiter Chancen. Sehr gutes Beispiel: Édgar Ramírez, der die Hauptrolle in „Amores Perros“ ausschlug, dem Film des damaligen Nobody Alejandro González Iñárritu. Ramírez setzte auf Studium und Diplo­ maten­Karriere. Den Fehler korrigierte er aber mit Meister­ leistungen in „Das Bourne Ultimatum“, „8 Blickwinkel“, „Zero Dark Thirty“, „Carlos – Der Schakal“ und demnächst „Girl on the Train“ und „Gold“. Meist in wenig sympathischen Rollen, aber Ramírez ist mehr als nur ein überzeugender Bösewicht: Er spricht fünf Sprachen und nutzt seinen Ruhm, um auf Missstände in unserer Welt aufmerksam zu machen. Im neuen Streifen „Hands of Stone“ spielt er den legendären Boxer Roberto Durán, der einen Titelfight mit den Worten „¡No mas!“ („Es reicht“) aufgab. Können wir über diesen ebenso talentierten wie sympathischen 39­Jährigen gar nicht sagen.

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BULLEVARD 2016 23 Jahre, tierlieb, bi-gender, Aktivistin – und Ikone der Popkultur: Instagram Top 20, Twitter Top 25, 55. auf Facebook. Für Woody Allens Amazon-Serie kehrt sie vor die Kamera zurück. Viel Vielleicht gibt sie ihrem Lang Langzeitlover Liam Hemsworth bald das Jawort. Gut mög möglich, dass es Miley jetzt ruhi ruhiger angehen lässt. Beweisen muss sie ja nichts mehr.

1992 Der Vater: Country-Star Billy Ray Cyrus. Die Patentante: Country-Legende Dolly Parton. Der Geburtsname: Destiny Hope, was man als doch einigermaßen optimis optimistisches elterliches State Statement werten darf. Nach dem Besuch des Musicals „Mam „Mamma Mia!“ dann der Satz, der den Weg vorgibt: „Das ist es, was ich tun will. Ich will eine Schauspielerin sein.“ Miley ist da acht. Sie geht ihren Weg seither unbeirrt.

2015 „Steh zu deinen Entschei Entscheidungen, solange du nieman niemanden damit verletzt“, sagt sie dem Magazin „Paper“, für das sie die Hüllen fallen lässt. Experimentierfreudig zeigt sie sich bei ihrem fünf fünften Album „Miley Cyrus & Her Dead Petz“: Sie produ produziert es für nur 50.000 Dol Dollar und stellt es kostenlos ins Netz. Einmal mehr geht sie ihren eigenen Weg.

2003 Die kleine Destiny zieht in Tim Burtons „Big Fish“ die erste Rolle an Land. Sie bereitet sich gewissenhaft auf ein Dasein als Kinder Kinderstar vor, nimmt Schauspielund Gesangsunterricht. Den Spitznamen Miley, eine An Anlehnung an „Smiley“, erhält sie von den Eltern. Beim Casting für eine TV-Serie be beweist sie, wie viel Ehrgeiz in ihr steckt: „Zuerst meinten sie, ich sei zu klein und zu jung. Aber ich habe immer weiter vorgesprochen.“

2014

MEIN WEG NACH OBEN VOM KINDERSTAR ZUR AKTIVISTIN ZUR POPKULTURIKONE: WIE ES MILEY CYRUS MIT MUT UND SELBSTVERTRAUEN AN DIE SPITZE SCHAFFTE.

Nach dem Twitter-Rekord setzt sie noch einen drauf: Den Video Music Award fürs Beste Video („Wrecking Ball“, klar) nimmt stellver stellvertretend ein Obdachloser entgegen. Der wird zwar per Haftbefehl gesucht, ihre Message kommt aber an: Medien berichten kaum über Jugendobdachlosigkeit. Unis bieten Miley-Cyrus-Kurse an.

2012

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2011 Nach vier Staffeln „Hannah Montana“, dem Film gleichen Namens und drei Musikalben ist Cyrus um 120 Millionen Dollar reicher und der größte Teeniestar aller Zeiten. Der Preis dafür? Alles, was eine normale Pubertät ausmacht, vom gebrochenen Herzen bis zu missglückten Tattoos, wird zum gefundenen FresFres sen für die Presse: Macht sie jetzt einen auf Britney [Spears] oder, schlimmer noch, auf Lindsay [Lohan]?

2013 „Bangerz“ – das Pop-Album mit Hip-Hop-Anleihen – schlägt wie eine Bombe ein, eine nackte Miley auf dem Wrecking Ball schwingt sich aufs „Rolling Stone“-Cover. Das sexy Twerking mit Robin Thicke bei den MTV VMAs sprengt Twitter-Rekorde. Bei den MTV EMAs raucht sie einen Joint, sagt, dass Gras und Ecstasy glücklich machen. Dem „Rolling Stone“ verrät sie: „Ich weiß, was ich tue, ich weiß, dass ich alle schocke.“

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TIM MÖLLER-KAYA

Mileys ZielstrebigZielstrebig keit zahlt sich aus: Disneys „Hannah Montana“, wo sie ein gewöhnliches Mädchen spielt, das insgeheim ein Popstar ist, geht durch die Decke. Die Klatschblätter Klatsch sind voll von ihr. Miley sagt: „Vor allem will ich mir selbst treu bleiben.“ In dieser Zeit offenbart sie ihrer Mutter ihre PansexuaPansexua lität. Seitdem macht sie sich via Social Media für die LesLes bian/Gay/Bisexual/Transbian/Gay/Bisexual/Trans gender-Community stark.

Videos von Akustik-Coverversionen erobern YouTube, aber erst ihr Kurzhaarschnitt ändert alles. „Die Leute glauben, man fühle sich als Junge, aber eine Frau mit kurzen Haaren strahlt einfach Selbstbewusstsein aus“, sagt sie. „Viele meinen jetzt, ich sei eine Lesbe, aber im Gegen Gegensatz zu manch anderem, was über mich gesagt wird, betrachte ich das als KomKom pliment.“ StoiStoi sches Resümee: sümee: „Haters gonna hate“ – ihren ErEr folg schmälert das freilich nicht.

SONY, GETTY IMAGES(3)

2006


BULLEVARD

DIE HARTE TOUR

COLUMBIA PICTURES

BLAKE LIVELY „GOSSIP GIRL“ WAR MAL. JETZT WILL SIE DIE KNALLHARTEN ROLLEN. Blake Lively, ehemaliger Star der TV-Serie „Gossip Girl“, stand schon für Regisseure wie Oliver Stone, Ben A≠leck und Woody Allen vor der Kamera. Ab November ist sie in Allens Liebesdrama „Café Society“ zu sehen, schon ab Ende August kriegt sie es in „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ als Surferin mit einem Weißen Hai zu tun. Lively wurde für die Rolle von ihrem Mann Ryan Reynolds inspiriert, der in „Buried – Lebend begraben“ (2010) um sein Leben zu kämpfen hatte. „Ich wusste, wie hart es für ihn war. Aber ich wusste, das kann ich auch“, erzählte sie „Entertainment Weekly“. Deadpool vs. Lively im Wasser – so sieht also der Kampf der Geschlechter im 21. Jahrhundert aus.

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„DAS WICHTIGSTE IST SELBSTVERTRAUEN. DER REST KOMMT FAST VON SELBST.“ 21


BULLEVARD

MICHEL BOUREZ DER SURF-PRO AUS TAHITI WIRD VON SEINEN KOLLEGEN „SPARTANER“ GENANNT. WEGEN SEINES AUCH UNTER SURFERN PHÄNOMENALEN KÖRPERS. WAS ES DAFÜR BRAUCHT? BLOSS WASSER, STRAND UND REGIONALE KÜCHE.

5

6,1

HÖHE (IN METERN) DER HÖCHSTEN WELLE, DIE ER JEMALS SURFTE Meterhohe Wasserwände sind Bourez’ Alltag. Doch die Größe allein sagt wenig darüber aus, wie anspruchsvoll eine Welle ist. Die gefährlichsten gibt es in Teahupoo, Tahiti, seiner Heimat. „Eine 2-Meter-Welle hier hat dieselbe Kraft wie eine 4-Meter-Welle anderswo“, sagt er. Für den Dreißigjährigen sind solche Herausforderungen einfach Hürden, die er nehmen muss. Sein Sport ist ein Langzeitprojekt. „Man muss nicht schnell lernen, aber man muss immer lernen.“

MAL TÄGLICH NIMMT ER NAHRUNG ZU SICH: DREI HAUPTMAHLZEITEN, DAZU ZWEI FRUCHT-SMOOTHIES „In Tahiti essen wir viel Gemüse, Reis und Früchte. Wir ernähren uns von Haus aus gesund“, erklärt Bourez. „Um besser zu werden, musst du auf deinen Körper hören.“ In seinem Fall sagt der: ein leichtes Frühstück, ein üppiges Mittagessen und ein leichtes Abendessen – zwischendurch zweimal ein Smoothie, „so kriegt mein Körper den ganzen Tag über auf direktem Weg wertvolle Nährstoffe serviert“.

SO VIELE TURNS AUF EINER WELLE SCHAFFT ER IM WETTKAMPF „Bei Surfwettbewerben geht es nicht darum, wer am längsten auf dem Brett steht“, sagt Bourez, „sondern wie viele Turns du auf einer Welle scha≠st.“ Beim Rip Curl Pro in Australien schaffte er bis zu acht auf einer langen, niedrigen Welle – üblich sind gerade mal drei. Die dafür nötige Beweglichkeit trainiert Bourez mit Sprints im Sand und mit StretchingWorkouts. „Wendigkeit und Balance brauchst du nicht nur beim Surfen, sondern in jeder physisch fordernden Sportart.“

42 LEISTUNGSDATEN

Disziplin Surfer Alter 30 Größe 1,75 m Gewicht 75 kg Erfolge WSL World Championship Tour-Teilnehmer seit 2009; zweifacher Event-Sieger (Margaret River/AUS und Rio/ BRA) und Fünfter in der Gesamtwertung 2014. WSL European Champion 2006

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8

JIU-JITSU-STUNDEN NIMMT ER IM FEBRUAR ZUR VORBEREITUNG Für Bourez gibt es keine Auszeiten: „Ich surfe mindestens zwei Stunden täglich.“ Jeden Februar, also vor Beginn der WSL World Championship Tour, packt er drei Wochen lang jeden Abend zusätzlich zwei Stunden JiuJitsu drauf. „Es hat viel mit dem Surfen gemein“, sagt Bourez. „Wenn du in Schwierigkeiten steckst, musst du ruhig nach einem Ausweg suchen.“

FITNESSTRACKER TRENDS IN FITNESS UND GESUNDHEIT

APP SLEEPCYCLE

Guter Schlaf gehört zu einem guten Leben. Nur fehlt der vielen von uns. Diese App überwacht den SchlafSchlaf rhythmus, damit dich der Alarm nur im Leichtschlaf weckt und du ausgeschlafen in den Tag startest. sleepcycle.com

TECHNIK KITO+

Smartphone-Hülle und Health-Tracker in einem: Misst SauerSauer stoffsättigung im Blut, Hauttemperatur, Herzfrequenz, Atmung, erstellt ein EKG. Die App analyanaly siert (aber nur auf iPhones der 6er-Serie) die Daten. azoi.com

WORKOUT NATÜRLICH STARK

Einer der Trends 2016 ist Muskelaufbau ohne Geräte, Pilates, Calisthenics, BodyBody weight-Übungen. Battle of the Bars 16 (Beginn: 16. Septem September) ist die inoffizielle Fitness-WeltmeisterFitness-Weltmeister schaft in der Disziplin Gerätefreiheit. worldcalisthenics.org

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TREVOR MORAN/RED BULL CONTENT POOL

STRENGTH IN NUMBERS


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BULLEVARD

LASS DICH VON NEGATIVEN GEDANKEN NICHT RUNTER­ ZIEHEN. ÄNGSTE UND ZWEIFEL KÖNNEN ZUR GEHEIMWAFFE WERDEN. WIE? DAS WISSEN DIE EXPERTEN AUF DIESER SEITE. „Meine Schwester Venus hat mir mal gesagt, dass wahre Champions in heiklen Situationen am ruhigsten sind. Das hat mir die Augen geöffnet.“

SERENA WILLIAMS

„Das beste Mittel gegen Lampenfieber? Übung und Erfahrung. Mit jedem Auftritt wird es nämlich besser.“

„Es ist nicht schlimm, Angst zu haben. Es geht darum, sie zu überwinden. Manchmal musst du dich einfach durchboxen.“ EMMA WATSON

„Nichts motiviert mich wie der Gedanke an frühere harte Zeiten.“

„Viele Menschen haben Angst vor bestimmten Ereignissen oder Situationen. Weil sie nicht wissen, wie sie darauf reagieren würden. Ich ver­ suche, den Dingen, die mir Gänsehaut bereiten, wirklich auf den Grund zu gehen. Dann finde ich einen Weg, damit umzugehen.“ CHRIS HADFIELD

WO FOLGEN, LIKEN UND RETWEETEN SCHLAUER MACHEN

MEISTER YODA

CLICKHOLE twitter.com/clickhole

MUHAMMAD ALI

TAYLOR SWIFT

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„Ich hasste jede Minute des Trainings, aber ich sagte mir: Gib nicht auf! Leide lieber jetzt und lebe den Rest deiner Tage als Champion.“

HORIZONT­ ERWEITERUNG

„Wenn wir je gestoppt werden, dann von der Angst. Für einen Moment hatte ich sie auch … dann ging ich in die Umkleide und jagte sie zum Teufel.“ LADY GAGA

Die Macher des SatireUrgesteins „The Onion“ nehmen Clickbaiting kräftig auf die Schippe. Und zwar mit lahmen Listen, übertriebenen Schlagzeilen, sinnlosen Videos („Entzückend! Dieser Achtjährige sieht langsam ein, dass sein Vater gar nicht so besonders ist“) und nichtssagenden Umfragen („Würde ein Pferd gut von dir denken?“).

VISUBAL instagram.com/visubal

Spektakuläre Fotos zeigen den Fußball von seiner besten (und jedenfalls von seiner kontrastreichsten) Seite. Neben den herrlichsten Toren gibt’s alles von Hochglanzporträts bis zu Aufnahmen von Fans. Mit den Trainingsvideos bringst du ja vielleicht sogar dein eigenes Spiel auf Vordermann.

THE WIRECUTTER facebook.com/ thewirecutter

Unglaublich fundierte Analysen von Geräten und Gadgets für deinen aktiven Lifestyle. The Wirecutter heuert schon mal einen Kameramann von „National Geographic“ an, um die beste wasserdichte Kamera zu finden. Du suchst nach der richtigen Ausrüstung für dein nächstes Abenteuer? Hier wirst du fündig. THE RED BULLETIN

NIKE, SARAH BARLOW, PICTUREDESK.COM, GETTY IMAGES (5)

WIE BITTE?

„Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.“


OFFNET AUTOMAGISCH

Der neue Astra Sports Tourer mit sensorgesteuerter Heckklappe. Das Auto des Jahres 2016 überzeugt mit luxuriösen Features der Oberklasse: • Heckklappe öffnet automatisch via Fußbewegung • Stilvolle und geräumige Innenausstattung • Höchste Zuverlässigkeit trifft dynamisches Design Mehr auf opel.at/astra-sportstourer

Verbrauch gesamt in l / 100 km: 3,4 – 6,2; CO2-Emission in g / km: 89 –142. Abbildung zeigt Sonderausstattungen.


SIE KÄMPFEN IN HAUSHOHEN WELLEN UM DAS LEBEN VON SCHIFFBRÜCHIGEN UND FLIEGEN EINSÄTZE IN DIE SCHNEESTÜRME DER BERINGSEE: DOCH DIE RETTUNGSSCHWIMMER DER KÜSTENWACHE VON ALASKA WISSEN, WIE MAN SELBST GRAUSAME ARBEITSTAGE SPIELEND MEISTERT. TEXT: ANDREAS ROTTENSCHLAGER FOTOS: JUSTIN BASTIEN

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Rettungsschwimmer Jon Kreske vor Kodiak Island, südliches Alaska: „Selbst das beste Training gibt nur eine Vorahnung auf die Realität.“



DAS BOOTCAMP DER SCHWIMMER IST GNADENLOS: IN MANCHEN KLASSEN FALLEN ALLE DURCH. Schnellstmรถglich zum Einsatzort: Ein CoastGuard-Rettungsschwimmer springt aus dem Helikopter.

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„DAS SCHIFF WAR BEREITS GESUNKEN. SEINE CREW TRIEB ÜBER EINE MEILE VERSTREUT IM OZEAN.“ Ein Flugmechaniker (re.) an Bord des Eurocopter MH-65 „Dolphin“. Die ­Rettungsteams fliegen hunderte Kilometer weit in den Pazifik.

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BERINGSEE, POLARMEER: DIE RETTER WACHEN ÜBER EIN GEBIET VON DER GRÖSSE EUROPAS. Training vor der Insel Kodiak: Ein CoastGuard-Flugmechaniker und sein Kollege im Beiboot testen die Führungsleine.

n einem Maimorgen um acht Uhr steht Rettungsschwimmer O’Brien StarrHollow vor der Basis der US-Küstenwache in Kodiak, Alaska, und blinzelt in die flache Sonne. In wenigen Minuten beginnt sein Überlebenstraining. „Wir üben den Star Run“, sagt Starr-Hollow, 42, kurze Hosen, ein Mann mit dem Gesicht eines Jungen und der Statur eines Triathleten. Der Star Run ist die Berglaufstrecke der Rettungsschwimmer von Kodiak. Ein Schotterweg, flankiert von Fichten, der sich in engen Kehren auf den Old Women’s Mountain windet. Er endet oben am Flieger Fliegerdenkmal der Stadt – einem fünfzackigen Stern aus Stahl. Die Rettungsschwimmer laufen die 110 Höhenmeter auf vierhundert Metern viermal hintereinander im Drill-Modus. Manche von ihnen übergeben sich, wenn sie am Stahlstern ankommen. Zum heutigen Training hat Starr-Hollow ein Fitnessgerät mitgebracht. „Das ist eine Muringleine“, sagt er und reckt das zerfranste Ende eines Schiffstaus in die Höhe. „Damit bindet man Kutter am Bootssteg fest.“ Die Muringleine ist dick wie eine Anaconda, fünfzehn Meter lang und wiegt fünfzig Kilo. Starr-Hollow will sie hinter sich herschleifen, wenn er auf den Berg läuft. „Ziel der Übung ist es, nicht aufzugeben“, sagt Starr-Hollow. Starr-Hollow schultert das Ende der Muringleine. Er hastet los, vorbei an den Fichten. Die Muringleine zieht er wie den Schwanz eines Tieres hinter sich her. Sie hinterlässt eine Schleifspur im Schotter. Auf Berge laufen, bis man kotzt. Und dann noch fünfzig Kilo Extragewicht draufpacken. Das morgendliche Workout sagt viel über Starr-Hollows Beruf aus. In Starr-Hollows Beruf können Wille und Ausdauer entscheiden, ob man den Tag überlebt. Starr-Hollow ist Helikopter-Rettungsschwimmer der US-Küstenwache. Sein Job ist es, sich über dem Ozean abzuseilen und Schiffbrüchige zu retten, die vor Amerikas Küsten in Seenot geraten. 33


Coast-Guard-Rettungsschwimmer müssen hundert Kilo schwere Fischer, die in glitschigen Trockenanzügen stecken, in Rettungskörbe zerren und in arktischen Stürmen gegen haushohe Wellen ankraulen. Die Ausbildung ist eine der härtesten beim US-Militär: achtzehn Wochen Wasser-Drills an der Schwimmerschule in North Carolina. Gefolgt von siebenwöchigen Schulungen in Notfallmedizin. Die Drop-out-Quote an der Schwimmerschule liegt bei über fünfzig Prozent. Ausdauerschwimmen unter Schlafmangel, psychischer Stress: In manchen Klassen fallen alle Rekruten durch. Auf dem Hügel über Kodiak schleppt Starr-Hollow seine Muringleine zum zweiten Mal hinauf zum Fliegerdenkmal. Er umklammert das Ende jetzt mit beiden Händen, den Blick starr Richtung Stahlstern gerichtet. Hinter ihm quälen sich fünf Rettungsschwimmer-Kollegen auf den Berg. Die meisten von ihnen sind drahtig und zäh. Einige haben die Statur von Ringern. Vom Hügel hat man die beste Aussicht auf die Küstenwachenbasis. Weiße Hangardächer reflektieren die Strahlen der Morgensonne. Hinter dem Rollfeld beginnt der dunkelgraue Ozean. Sein Wasser bedeckt den gesamten Horizont. odiak Island liegt eine Flugstunde südlich von Alaskas größter Stadt Anchorage im nördlichen Pazifik. Eine bergige Insel mit dichten Nadelwäldern. Über die wenigen Straßen rollen dicke Pick-ups mit Rammbügeln. Das Sportgeschäft in der Hauptstadt Kodiak verkauft Pfefferspray zur Abwehr von Braunbär-Attacken. Die Coast Guard Air Station nimmt eine ganze Bucht im Osten der Insel ein. Drei Hangars für Helikopter und Transportflugzeuge, ein mächtiges, mit Holz verkleidetes Kommandogebäude. Das Rollfeld führt direkt am Ozean entlang. Es ist die Startrampe in die gefährlichsten Gewässer der USA. Von Kodiak aus fliegen Rettungshubschrauber ins nördliche Polarmeer, wo Eisschollen groß wie Fußballfelder im Wasser treiben. Im Westen wacht die Coast Guard über die Beringsee, in der arktische Stürme die Wellen zu dunkelblauen Wänden auf auftürmen. Das Einsatzgebiet der Air Station Kodiak er erstreckt sich über zehn Millionen Quadratkilometer. An manchen Tagen bilden sich zwei verschiedene Wettersysteme innerhalb seiner Grenzen. Elf Uhr Vormittag: Starr-Hollow führt durch den Helikopter-Hangar. Er ist frisch geduscht. Sein Training hat er vor dreißig Minuten mit Klimmzügen beendet. Die Muringleine hing dabei um seinen Hals. Starr-Hollow ist der Sohn eines Navy-SEAL. Er wuchs in Montana auf, studierte Forstwirtschaft. Während seiner Zeit im Bootcamp spielte er Saxophon in der Musikkapelle der Küstenwache. Seit acht Jahren fliegt er in die Beringsee, länger als jeder andere Rettungsschwimmer der Basis. Die Coast-Guard-Crews rücken bei Tag und Nacht aus. Wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen, auch bei schlimmstem Wetter. Piloten berichten von 34

CHEF AN BORD: HELI-PILOT JOHN D. HESS ÜBER FLÜGE IN DIE BERINGSEE UND REZEPTE GEGEN PANIK. the red bulletin: Herr Hess, wie bleiben Sie cool, wenn Sie mit Ihrem Helikopter über der Beringsee in einen Sturm geraten? john d. hess: Um für die Air Station Kodiak zu fliegen, braucht man mindestens vier Jahre Praxis als Rettungs­ pilot. Erfahrung hilft.

Und wenn nicht? Drück deine innere Stoppuhr und zähle fünf Sekunden ab, falls du die Zeit dazu hast. Das beruhigt.

Wie bereitet sich Ihre Crew auf heikle Einsätze vor? Wir kritisieren uns gegenseitig. Auch nach ein­ fachen Manövern wie dem Bergen leerer Lastkörbe. Wer Kritik nicht annimmt, ge­ fährdet andere. Kann man die Gefahr in Ihrem Beruf überhaupt abschätzen? Teilweise. Wir nutzen das Prinzip „Risiko vs. Gewinn“: Sind Leben in Gefahr, darfst du mehr riskieren. Was bedeutet „mehr riskieren“? Mehr Leute einladen, zum Beispiel. Der Re­ kord für Coast­Guard­ Helikopter liegt bei 26.

sogenannten Whiteout-Zuständen, bei denen es so stark schneit, dass die Scheinwerfer nur noch Schneeflocken reflek reflektieren. Durch die Cockpitscheibe sieht es dann so aus, als würde man durch eine Schneekugel fliegen. Die Standard-Besatzung eines Sikorsky MH-60 „Jayhawk“ der Küstenwache bilden Pilot, Co-Pilot, Flugmechaniker und Schwimmer. Der Pilot steuert, der Co-Pilot berechnet den Treibstoffverbrauch, der Flugmechaniker bedient die Seilwinde an der rechten Seitentür. Am Ende des finger fingerdicken Stahlkabels hängt der Rettungsschwimmer. „Gute Kommunikation im Team ist überlebenswichtig“, sagt Starr-Hollow. Wie gute Kommunikation geht? „Behandle jeden mit Respekt. Schau Kollegen in die Augen. Gib ehrliches Feedback.“ Die Rettungsteams handeln nach dem Prinzip der „Just Culture“. Ein System, das auch in der Medizin angewandt wird. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem man Fehler ohne Angst vor Bestrafung ansprechen kann, um so die Leistung des gesamten Teams zu steigern. „Neulich merkte ich nach einem Einsatz, dass meine Taschenlampe kaputt war“, sagt Starr-Hollow. „Ich hatte sie vor dem Abflug nicht kontrolliert. Niemand wusste von dem Fehler. Trotzdem sprach ich im Debriefing darüber. Das Zugeben eines Fehlers erleichtert dein Gewissen. Und die Kollegen werden daran erinnert, ihre eigenen Taschenlampen zu prüfen.“ Just Culture sei ein phänomenales System, um in jedem Job besser zu wer werden, sagt Starr-Hollow: „Stell dir vor, du verärgerst einen Kunden, weil du in einer E-Mail die falsche Anrede verwendest. Verschweigst du den Fehler, passiert er vielleicht auch deinen Kollegen. Teilst du ihn, profitiert das ganze Team von deinem Erkenntnisgewinn.“ Es sind die Grundprinzipien der Coast Guard, die Starr-Hollow aufzählt: immer bereit sein, sich jeden Tag gegenseitig fordern. Jede noch so kleine Aufgabe mit Sorgfalt erledigen. Einen Gurt nähen, zum Beispiel. „Jeder Rettungsschwimmer ist an der Nähmaschine ausgebildet“, sagt StarrHollow. „Weil wir die Last-Fallschirme für die Coast Guard warten.“ Tatsächlich stehen in der Werkstatt der Rettungsschwimmer im ersten Stock des Hangars vier Nähmaschinen auf Arbeitstischen. Über die Nähmaschinen sind karminrote Stoffhüllen gestülpt. Die mutigsten Männer der Beringsee haben die Stoffhüllen maßgeschneidert. Und Rettungsschwimmer-Logos an die Seitenteile genäht. THE RED BULLETIN


Rettungsschwimmer Jon Kreske im Trainingspool in Kodiak: „Sie wollen sehen, ob du unter Druck zusammenbrichst.“

Pool-Fitness Ein Rettungsschwimmer der US Coast Guard muss in der Lage sein, dreißig Minuten lang Personen bei schwerem Wellengang aus dem Wasser zu ziehen. Um das FitnessLevel zu halten, trainieren die Schwimmer zusätzlich zu den Ausdauereinheiten zweimal wöchentlich im Pool.

Crash-Training: Rettungsschwimmer in Kodiak zeigen einem Piloten, wie man sich unter Wasser aus dem Cockpit befreit.

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Wichtige Übungen sind das Ziehen eines Kollegen, der ein Opfer spielt („Buddy Tows“), Geräteschwimmen mit Finnen und Schnorchel sowie die Anwendung von Rettungsgriffen bei panisch um sich schlagenden Überlebenden.

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Nachtschicht im Hangar in Kodiak: Flugmechaniker warten das Heckleitwerk eines Jayhawk-Helikopters.

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KODIAK AIR BASE IN ZAHLEN

8000 Kilometer fliegt eine C-130-­ „Hercules“-Transportmaschine bei vollem Tank. Vier von ihnen unterstützen die Crews bei Suchaktionen.

6Helikopter des Typs MH-60 „Jayhawk“ fliegen für die Sta≠el. Sie suchen mit Infrarotkameras nach Überlebenden.

115 Meter misst der CoastGuard-Kutter „Munro“, auf dem kleinere Rettungshelikopter, z. B. Typ MH-65 „Dolphin“, landen können.

187 Menschen bergen die Crews der Kodiak Air Base im Jahr 2015 in 136 „Search and Rescue“-Einsätzen.


Rettungsschwimmer O’Brien Starr-Hollow (li.) beim Lauftraining in Kodiak. Die Muringleine bringt 50 Kilo Extragewicht.

BIST DU FIT GENUG FÜR DEN PAZIFIK? Hier sind die Mindest werte des monatlichen Fitness-Tests der Rettungs schwimmer:

Outdoor-Fitness: Die Rettungsschwimmer von Kodiak trainieren an der Eisenleiter eines Wassertanks Klimmzüge.

Liegestütze (Hände schul50 terbreit) binnen zwei

Minuten. Sit-ups binnen zwei Minuten. Klimmzüge (je 5 im Unter- und Obergriff). Yards (457 m ) in 12 Minuten kraulen. Yards (22,9 m ) viermal hintereinander tauchen mit je 60 Sekunden Pause pro Länge. Yards (183 m ) eine Person im Wasser transportieren.

60 10 500 25 200 38

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er nächste Tag. Training in der Schwimm­ halle. Rettungsschwimmer Jon Kreske sitzt an der Kante des Fünfmeterturms und macht sich bereit für den Absprung. Er übt den Freifall aus dem Helikopter – die schnellste Ausstiegsvariante, für die Rettung bei ruhiger See. Kreske streckt seine Beine in den Lang­ sitz und stößt sich mit beiden Händen kräftig von der Kante ab. Mit den Füßen voraus taucht er ins Wasser. Im Pool trainieren die Rettungs­ schwimmer das Überleben im Ozean. Kreske, neun Jahre jünger als Starr Starr­ Hollow, erinnert sich noch gut an die Schwimmerschule: „Die wecken dich um drei Uhr früh und lassen dich vier Stunden Workouts machen. Dann musst du sechs Menschen, die Unfall­ opfer darstellen, in einer stockdunklen Schwimmhalle retten. Zwei bewegen sich nicht mehr, die anderen vier schlagen um sich.“ Kreske war in seiner Jugend Pfadfinder und Leistungsschwimmer. Er ist ein Mann mit breiten Schultern und einer erstaunlich sanften Stimme. Man kann sich Kreske gut vorstellen, wie er Verbände an­ legt oder ein verletztes Kind tröstet. Wie er das Bootcamp durchgehalten hat? „Neunzig Prozent sind mental“, sagt Kreske. Um Rettungsschwimmer zu werden, müsse man weder Bodybuilder sein noch besonders schnell schwimmen können. „Die Ausbilder haben nur ein Ziel: Sie wollen wissen, ob du unter Druck zusammenbrichst.“ Eine Übung, die sie erfunden haben, um diese Frage zu beantworten, heißt „Stiergatter“. Ein Panik Panik­ Drill im Wasser. Der Rekrut schwimmt mit verbundenen Augen auf die Ausbilder zu, die im tiefen Ende des Pools einen Kreis bilden. Erreicht der blinde Rekrut den Kreis, drückt der erste Ausbilder seinen Schnorchel unter Wasser. Er stürzt sich auf den Rekruten, wie ein Er Er­ trinkender in Panik, umklammert seine Arme und zieht ihn auf den Boden des Schwimmbeckens. Der Rekrut muss sich aus dem Klammergriff be­ freien und seinen Ausbildner sicher zurück an die Wasseroberfläche bringen. Taucht der Rekrut auf, stürzt sich der nächste Aus­ bilder auf ihn und zerrt ihn unter Wasser. Die Attacken wiederholen sich beliebig oft. Drei Mal. Fünf Mal. Sieben Mal. „Sie wollen sehen, ob du aufgibst“, sagt Kreske. Kreske gab nicht auf. Für die langen Tage in der Grundausbildung hat er eine Strategie entwickelt: „Ich teilte meinen Arbeits­ tag in Abschnitte“, sagt Kreske. „Während des Morgen­ drills denkst du nur bis zum Frühstück. Alles andere blendest du aus. Während des Frühstücks denkst du nur bis zum Ende des Frühstücks. Danach lautet das nächste Teilziel, die erste Pool­Einheit zu überstehen. Mit dieser Methode löst du große Aufgaben, die dich als Ganzes mental erdrücken würden.“ Kreske sagt, seine Strategie funktioniere für Elite­Training ­­Training genau­ THE RED BULLETIN

DAS AUGE: MECHANIKER JAYSON MARRERO ÜBER TEAM­ WORK IN EXTREM­ SITUATIONEN. the red bulletin: Herr Marrero, was macht ein Flugmechaniker? jayson marrero: Er ist der Ingenieur des Helikopters und das Auge des Piloten an der Unfallstelle. Außerdem setzen wir die Schwimmer per Seilwinde ab. Ein schwieriger Job, hier im Nordpazifik.

Was macht Ihr Einsatzgebiet so schwierig? Die Ausgesetztheit, das extreme Wetter. In Florida ist Wind mit 90 km/h ein Tropensturm. In Alaska nennen wir das einen ganz normalen Arbeitstag. Was bedeutet das extreme Wetter für das Teamwork an Bord? Dass du jedes Training ernst nehmen musst. Wir setzen Schwimmer auf Booten ab, die über zehn Meter hohe Wellen rollen. Da bist du besser gut vorbereitet. Wollen die Schwimmer immer ins Wasser? Klar! Das sind Adrenalin-Junkies. Die reißen sich im Training wochenlang den Arsch auf, um für den Ernstfall fit zu sein.

so wie für Arbeitstage mit stundenlangen Meetings. „Aber selbst das beste Training ist nur eine Vorahnung auf die Realität“, sagt Kreske. „Frag Starr Starr­Hollow nach seinem Fall.“ m Ostermorgen des Jahres 2008 wird Starr Starr­Hollow um drei Uhr früh von einem Ret­ tungspiloten aus dem Schlaf gerissen. Starr Starr­Hollow liegt im Feldbett seiner Baracke auf der Pazifik Pazifik­Insel St. Paul. St. Paul ist ein Außenposten der Coast Guard in der Beringsee, 1200 Kilometer westlich von Kodiak. Starr Starr­Hollow ist Teil eines Teams, das dort während der Krab­ benfangsaison Wache hält. Acht Minuten zuvor hat der Trawler „Alaska Ranger“ einen Notruf abgesetzt. Ein Leck im Bug. Die „Alaska Ranger“ sinkt 370 Kilometer südlich der Insel. Starr Hollow springt aus seinem Bett. Starr­ „Nach dem Briefing wusste ich, dass es ernst wird“, erinnert er sich. „In den meis­ ten Fällen retten wir Drei­bis­fünf­ fünf Mann­ fünf­ Besatzungen kleiner Fischerboote“, sagt Starr Hollow. „Die ‚Alaska Ranger‘ war ein Starr­ 189 Fuß langer Trawler (knapp 58 Meter; Anm.). An Bord arbeiteten 47 Menschen.“ In wenigen Minuten hat Starr Starr­Hollow seine Sachen gepackt. Gemeinsam mit seinem Piloten rast er im SUV zum Roll­ feld. Die Nacht ist stockdunkel. Draußen fällt Schnee. Minus 22 Grad. Im Hangar klettern Pilot und Co­Pilot in das Cockpit des Jayhawk Jayhawk­Helikopters und klappen ihre Nachtsichtgeräte über die Augen. Starr Starr­Hollow zwängt sich mit dem Mechaniker hinten in den Fracht­ raum. Der Frachtraum ist nicht größer als der Innenraum des SUVs. 47 Menschen. Kurz nach fünf Uhr morgens schwebt der Jayhawk über der Unfallstelle. Keine Spur von der „Alaska Ranger“. „Das Schiff war gesunken“, sagt Starr Starr­ Hollow. „Die Crew trieb über eine Meile weit verstreut im Ozean. Man sah nur die Blinklichter ihrer Rettungswesten im Wasser. Wie die Lichter einer Flugzeug­ landebahn bei Nacht.“ Starr Hollow legt seine Ausrüstung an: Starr­ Trockenanzug, Schwimmweste, Funkgerät, Signalfackeln, Satelliten­Ortungsgerät, Finnen, Schnorchel. Das Schwesterschiff der „Alaska Ran­ ger“ und der Kutter der US­Küstenwache werden erst in einer Stunde eintreffen. Die Besatzung des Hubschraubers ist allein. 47 Menschen. 39


„JEDER MENSCH IST EINFACH EIN MENSCH. WENN ES UM LEBEN UND TOD GEHT, REAGIEREN WIR ALLE GLEICH.“ Maßarbeit: Je nach Wetter und Wellen schwebt der Helikopter drei bis sechzig Meter über der Unfallstelle.


RUSSLAND

ALASKA

Kodiak

KANADA

10 Millionen km²

USA

Die Air Station Kodiak überwacht das größte Einsatzgebiet aller 17 Coast-GuardBezirke der USA. Die Crews fliegen nach Westen bis an die russische Seegrenze, ins nördliche Polarmeer und nach Süden bis zum 50. Breitengrad. Einsätze erfolgen häufig wegen Notrufen der Fischereiflotte vor Alaska (der größten in den USA), oder es gibt Suchaktionen auf hoher See.

In den Frachtraum passen gemäß Handbuch fünf Überlebende. Oder im Notfall: so viele, wie man irgendwie an Bord packen kann. Der Mechaniker startet die Seilwinde und klickt den Metallhaken am Ende des Kabels in den Stahlring an Starr-Hollows Brustgurt. „Er zeigte auf ein Blinklicht“, sagt Starr-Hollow. „Wir begannen den Einsatz mit dem Mann, den die Strömung am weitesten abgetrieben hatte.“ Starr-Hollow sinkt hinab in den Ozean. Er ist hüfttief im Wasser, als er nach dem Überlebenden greift. Er fixiert den Fischer am Brustgurt. Dann streckt Starr-Hollow den Daumen hoch Richtung Helikopter – das Zeichen für den Flugmechaniker. Mit der Seilwinde zieht er die beiden an Bord. Starr-Hollow hilft dem Überlebenden in den Frachtraum. Dann zeigt der Mechaniker auf den nächsten blinkenden Punkt im Wasser. tarr-Hollow zieht in dieser Nacht sechzehn Menschen aus dem Pazifik. Die Crew des Küstenwachenkutters „Munro“ und das Schwesterschiff der „Alaska Ranger“ bergen sechsundzwanzig. Fünf Seeleute überleben die Nacht nicht. Das „Alaska Ranger“-Unglück ist bis heute eine der größten Rettungsaktionen in der 226-jährigen Geschichte der US-Küstenwache. „Unser Einsatz dauerte bis in den Vormittag“, sagt Starr-Hollow. Er sitzt im Klassenraum der Coast-Guard-Basis. Draußen schieben Flugmechaniker einen Jayhawk auf die Startbahn. Am anderen Ende der Bucht glitzern schneeweiße Berggipfel. „Während einer Rettungsmission funktionierst du wie eine Maschine. Du machst immer weiter, darfst nicht aufgeben“, sagt Starr-Hollow. „Wie wenn du eine Muringleine auf den Berg schleppst.“ Wie ihn seine Arbeit verändert hat? „Du begreifst, dass jeder Mensch einfach ein Mensch ist“, sagt Starr-Hollow. „Der Idiot, der dich im Stau anpöbelt. Die murrende Kellnerin. Wenn es um Leben und Tod geht, will jeder von ihnen zurück zu seiner Familie. Wir alle haben das gemeinsam. Das hat meinen Blick auf die Menschen verändert.“ Aktuelle Missionen: www.uscg.mil

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HEROES

„SUCH DIR EINEN REIBEBAUM!“ FLEA ist ein Rock-Titan. Hier erklärt der Red-HotChili-Peppers-Bassist, warum Konflikte mit Bandkollegen kreativer Treibstoff sind.

ander, dass wir tagelang nicht miteinander redeten. Heute sind wir vernünftiger. Wir nehmen Dinge nicht mehr so persönlich. Weil wir wissen, dass wir füreinander da sind, wenn’s hart auf hart kommt. Beeinträchtigen die vielen Spannungen nicht Ihr Ar Arbeitsverhältnis? Im Gegenteil. Wenn wir zusammen Musik machen, dann verspüren wir immer ein unglaubliches High. Und ich glaube, die Grundlage dafür sind Frust und Wut. Inwiefern? Es ist leicht, jemandem etwas

the red bulletin: Mit Anthony Kiedis verbindet Sie eine vierzigjährige Freundschaft und eine bereits 33 Jahre währende Karriere. Streiten Sie sich eigentlich? flea: Ständig! Über jede ver verdammte Kleinigkeit. Worüber streiten wir eigentlich nicht? Sie nehmen mich auf den Arm. Gar nicht. Aber zugegeben: Wir streiten heute anders als früher. In unseren Zwanzigern waren wir oft so sauer aufein-

zu sagen, von dem du weißt, dass es ihn glücklich macht. Einen Freund zu kritisieren ist unangenehm – aber umso wichtiger, um sich gegenseitig voranzubringen. Was macht eine befruchtende Kreativbeziehung aus? Es muss knistern und rauchen. Schau dir die großen PopPartnerschaften an: Lennon und McCartney, Jagger und Richards – jeder für sich ein Exzentriker, zusammen schufen sie geniale Musik.

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sammen sind, verfügen wir über eine Energie, die alles möglich macht. Aber um ehrlich zu sein, ich habe sein Buch nie gelesen. Weil ich Angst davor hatte. Das müssen Sie erklären. Ich blätterte ein paar Mal darin. Es gab Stellen, die mir schmeichelten. Aber auch welche, über die ich mich richtig ärgerte: „Das stimmt doch gar nicht!“ Jeder erinnert sich anders, das ist klar. Aber ich wollte nicht, dass unsere Freundschaft darunter leidet. Stießen Sie auch auf die Passage über Ihre Schwester? Sie meinen, dass er mit ihr Sex hatte? Das wusste ich bereits. Ich war in besagter Nacht im Nebenzimmer.

„WIE ICH ANTHONY KIEDIS KENNENLERNTE? BEI EINER SCHLÄGEREI. AM ENDE LAGEN WIR UNS LACHEND IN DEN ARMEN.“ bellte mich an: „Lass den Typ los!“ Das lief auf einen heftigen Streit zwischen uns beiden hinaus, der damit endete, dass wir uns lachend in den Armen lagen. Kurz darauf wurden wir jedenfalls Freunde. In seiner Autobiografie „Scar Tissue“ bezeichnet Kiedis Sie sogar als seinen Seelenfreund. Wie sehen Sie das? Stimmt. Wir erlebten so viele erste Male gemeinsam: klauen, mit Mädchen rummachen, Acid nehmen. Wenn wir zu-

Männerfreundschaften sind schon wegen weniger gravierender Dinge zugrunde gegangen … Wenn meine Schwester mit jemandem vögelt, dann doch am liebsten mit meinem besten Freund. Es hat mich irgendwie sogar gefreut. Also dass sie ihn genauso toll fand wie ich. Marcel Anders Neues Album: „The Getaway“; redhotchilipeppers.com THE RED BULLETIN

JAY L. CLENDENIN/CONTOUR BY GETTY IMAGES

S

ie sind neben Mick Jagger und Keith Richards das berüchtigtste Paar der Rock-Welt: Anthony Kiedis und Michael Balzary alias Flea. Mit ihrer Gruppe Red Hot Chili Peppers haben sie in 33 gemeinsamen Jahren 80 Millionen Platten verkauft und sich einen Platz in der Rock and Roll Hall of Fame erspielt. Dennoch: Die Bandgeschichte ist geprägt von vielen Personalwechseln und – bis in die späten 1990er Jahre – ausufernden Drogenexzessen. Wie man bei solchen Stressfaktoren die Kreativität bewahrt? Indem man Konflikte auslebt, erklärt Flea.

Was bedeutet, dass, wer er erfolgreich sein will, sich einen Gegenpol suchen muss? Genau. Such dir einen Reibebaum! Und wichtig: Lebt eure Gegensätze aus. Denn um das Beste aus dir und deinem Partner herauszuholen, darf sich keiner anpassen oder unterordnen. Sonst wird es schnell langweilig. Genau wie in einer Ehe. Gut, aber wie finde ich meinen Gegenpol? Planen kann man das nicht. Wollen Sie wissen, wie ich Anthony kennenlernte? Klar! Bei einer Schlägerei. Ich war vierzehn und vermöbelte einen nervigen Schulkollegen. Plötzlich tauchte Anthony auf und


Flea, 53, Bassist und Beziehungsratgeber: „Ordne dich nicht ­unter, sonst wird es schnell langweilig.“


Aaron Eckhart, 48, nicht mehr Everybody’s Darling: „Vor allem: Was ist deine Message?“


„WAS GENAU IST DEINE MESSAGE?“ AARON ECKHART sitzt lieber am Lagerfeuer und

schaut in die Wolken, als mit anderen Holly Hollywood-Stars Party zu machen.

A

DAVID YELLEN, ALEX DE MORA

aron Eckhart ist 48 und hat sich in Hollywood als aufrichtiger Mann einen Namen gemacht, den das Schicksal gern mal vor heiklere Lebensauf Lebensaufgaben stellt. Wie auch in den beiden bewegenden Biopics, die demnächst anlaufen: In „Sully“ über die spektakuläre Notwasserung des US-Air US-Airways-Fluges 1549 (zu sehen ab 1. Dezember) spielt er Kopilot Jeffrey Skiles (als Kapitän Chesley Sullenberger: Tom Hanks). Und in „Bleed for This“ (vorläufig nur auf US-Leinwänden) trainiert er Profiboxer Vinny Pazienza (Miles Teller), der 13 Monate nach einem Genickbruch wieder in den Ring steigt. Beide Rollen sind anspruchsvoll und intensiv, beide leben von dem Druck, für das Schicksal anderer verantwortlich zu sein. So viel Verantwortung im Job braucht ausreichend Gegengewicht im Privatleben, sagt der gebürtige Kalifornier. the red bulletin: Du hast einmal gesagt: „Umso ein­ facher mein Leben ist, desto besser.“ Wäre kompliziert und luxuriös nicht manch­ mal spannender? aaron eckhart: Ich ver verstehe „einfach“ im Sinn von „unaufgeregt“. Je älter du wirst, desto wichtiger wird es, dich selbst zu kennen. Am Anfang meiner Karriere wandte ich viel von meiner Energie dafür auf, Everybody’s Dar Darling zu sein. Das mache ich jetzt nicht mehr. Ich verstelle THE RED BULLETIN

mich nicht mehr. Und dabei ist meine Ranch in Montana sehr hilfreich. Wie das? Dort verbringe ich Stunden über Stunden damit, das Wasser im Bach zu beobachten. Holz sammeln, Feuer machen, Wolken ansehen. Nichts entspannt mich wie das. Alle Sorgen sind wie weggefegt. Das ist Glück. Und wirklich einfach, nicht? Klingt nach einem Men­ schen, der im Gefühl lebt, im Leben alles erreicht zu haben. Ganz und gar nicht. So eine Karriere ist ja auch eine Auf Aufgabe, die man ernst nehmen muss. Du musst dir Gedanken darüber machen, wer du bist. Und vor allem: Was ist deine Message? Wer löst diese Heraus­ forderung besonders gut? Sean Penn. Absolut. Er ist mutig, er steht zu seinen Überzeugungen, er lässt seinen Worten Taten folgen. Und er ist Aktivist. Wie sieht’s mit deiner politi­ schen Botschaft aus? Ich versuche Dinge eher gesamthaft zu sehen. Das Ver Verbindende zu stärken anstelle des Trennenden ist etwas, das ich auch in meinen Filmen umzusetzen versuche. Solche Prinzipien sind es doch, die im Mittelpunkt stehen, ganz egal ob Religion, Politik oder Hautfarbe aktuell das Thema sind. Warum müssen wir immer kämpfen? Mir gefällt die Message, dass wir alle gleich sind. Nora O’Donnell sully-movie.com sully-movie.com; bleedforthisfilm.com

Lady Leshurr, 23, Twitter-Inspirierte: „Wer gegen den Strom schwimmt, wird immer Hass ernten.“

„STEH ZU DIR SELBST, MANN!“ LADY LESHURR ist die Rap-Entdeckung des Jahres. Weil die wortgewaltige Britin weiß, wie man Negativität in Kreativität umwandelt.

the red bulletin: Ihr Musikvideo „Queen’s Speech Ep.4“ hat 30 Millionen Views auf YouTube. Wie schafft man das, ganz ohne Unterstützung einer Plattenfirma? lady leshurr: Indem ich mache, was im Hip-Hop derzeit verpönt ist: Ich fluche nicht. Statt über Drogen und Gewalt rappe ich Wortspiele über Nachrichten und Twitter-Trends. Aber das reicht doch nicht, um so erfolgreich zu sein? Doch. Aber nur, wenn du dabei authentisch bist. Drogen und Gewalt gibt’s nun mal in meinem Leben nicht. Darüber zu rappen wäre also total unglaubwürdig. Steh zu dir selbst, Mann! Sie gelten in der Rap­Szene nicht als Everybody’s Darling. Wer gegen den Strom schwimmt, wird immer Hass ernten. Der Trick ist, Negativität in Kreativität zu verwandeln! Nimm die Zeile aus „Queen’s Speech“: „How could you talk my name and you ain’t even brushed your teeth?“ Die Idee dazu kam mir, als ich morgens ein Twitter-Hassposting las. Florian Obkircher Nächster Gig: Bestival (8. – 11. 9., Isle of Wight); Live-Stream auf: redbull.tv

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Kristen Stewart, 26, bereut die „Twilight“Saga nicht und will mit Typen arbeiten, die sie auf Trab bringen.


„ICH MAG MENSCHEN, DIE MICH SCHOCKIEREN“ KRISTEN STEWART steht zu „Twilight“, dreht trotzdem mit Woody Allen und erklärt, warum sie ein Baum mit Rädern sein möchte.

FABRIZIO MALTESE/CONTOUR BY GETTY IMAGES

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he red bulletin: Sprechen wir mal über Ihre Jugend­ sünden … kristen stewart: Und die wären? „Twilight“. Aber ich bin stolz auf diese Filme! Ich werde mich hier sicher nicht von ihnen distanzieren. Botschaft angekommen: keine Reue. Aber Ihre Kar Kar­ riere seitdem spricht eine andere Sprache: Sie haben gefeiertes Kunstkino gedreht und den französischen Film­ preis César erhalten (für „Die Wolken von Sils Maria“ [2014]; Anm.). Bei Ihrem nächsten Film „Café Society“ haben Sie mit Woody Allen gearbeitet. Aber ich habe mich emotional immer voll reingehängt und meine ganze Kraft gegeben – egal für welches Projekt. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie sich für ein Projekt? Geld? Ruhm? Menschen. Ich will mit Typen arbeiten, die mich auf Trab bringen. Wie passiert das? Wenn du Teil einer Gruppe von Leuten bist, die alle das THE RED BULLETIN

gleiche Projekt lieben, dann kriegst du eine Energie ab, die dich süchtig macht. Dieses ge­ meinsame Gefühl berührt und bewegt dich. Es sei denn, du bist ein Soziopath. Was für einen Menschentyp suchen Sie genau? Ich mag es, mich mit Men­ schen zu umgeben, die mich schockieren können. Denen laufe ich hinterher. Das gilt für alle meine Freunde. Die sind nicht träge und selbst­ zufrieden, sondern sie fordern was von mir – aber sie sind auch bereit, zu geben.

ich in der Schulzeit mit Leuten befreundet, mit denen andere nichts zu tun haben wollten. Und von welchen Leuten halten Sie sich fern? Nur ein Beispiel: Vor mehreren Jahren besuchte ich eine Highschool­Party mit ein paar Freunden, die noch zur Schule gingen. Und ich fühlte mich absolut unwohl. Das war ein Zimmer voller Leute, die nicht sprachen. Das heißt, sie unter­ hielten sich, aber sie sagten dabei überhaupt nichts. Was wollen Sie selbst er­ reichen, wenn Sie kommu­ nizieren? Ich möchte einfach verstanden werden. Mir ist echt wichtig, dass meine Punkte rüber rüber­

oder eine Panikattacke habe, kann ich damit ganz einfach den Reset­Knopf drücken. Ich sage mir: Mensch, geh raus, geh laufen, und du wirst sehen, dass der Körper mächtiger als der Verstand ist. Sie fühlen sich also mit Adrenalin und Tempo wohl? Nicht nur. Ich schreibe auch Gedichte und spiele Gitarre. Jemand hat mich mal gefragt, ob ich mich eher mit einem Baum oder mit einem Auto identifiziere. Und? Weder ganz das eine noch ganz das andere. Beide haben ihre negativen Seiten. Der Baum hat Wurzeln, also gut durchdachte Vorstellungen,

„MENSCH, GEH RAUS, GEH LAUFEN, UND DU WIRST SEHEN, DASS DEIN KÖRPER MÄCHTIGER ALS DEIN VERSTAND IST.“ Seit wann laufen Sie solchen Leuten hinterher? Da war ich vierzehn oder fünfzehn – das ist das Lebens­ stadium, wo ich mir zum ers­ ten Mal dachte: „Ich bin nicht so cool und so smart, wie ich sein könnte. Ich kriege nicht die Herausforderungen, die ich nötig habe. Ich brauche Leute, die mir dabei helfen können.“ Nur dass die nicht gerade in der Mehrheit sind. Natürlich nicht. Darum war

kommen. Ich will sie selbst kapieren, damit ich sie Ihnen erklären kann. Das heißt, ich möchte die Wahrheit ver ver­ mitteln. Wenn mir das gelingt, ist meine Welt in Ordnung. Was tun Sie, wenn sie nicht in Ordnung ist? Die beste Lösung: körperliche Aktivität. Schwitzen. Damit fühle ich mich wieder lebendig und im Einklang mit mir selbst. Wenn ich mal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe

die sich aber nicht ändern. Das bedeutet also auch: Er steht für Stagnation. Aber nach­ dem sich die Zeiten ändern, müssen sich auch unsere Vorstellungen wandeln. Das Leben bewegt sich ständig vorwärts. Das wiederum gilt für das Auto – nur dass es keine Zeit hat, um über die Dinge nachzudenken. Langer Rede kurzer Sinn: Ich wäre gerne ein Baum auf Rädern. Rüdiger Sturm 47


Wir kennen diesen Blick. Allerdings kommt er normalerweise durch eine Skibrille.


„Wie ich mei nem motorischen Werkzeug kasten ei n neues Tool hi nzugefügt ha be.“

MARCEL HIRSCHER ü ber sei n erstes M a l m it ei ner KTM 1290 Su per Du ke R.

KRATZEN AM KNIE Text: M a rc e l H i rs c h e r m i t We rn e r J e s s n e r  Foto: Ag n i e szka D o ro szew i cz

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otorradfahren liegt bei uns in der Familie. Mein Vater fährt, mein Bruder fährt, ich fahre. Allerdings fahren wir allesamt ausschließlich im Gelände. Im normalen Straßenverkehr Motorrad zu fahren, halte ich für genauso sinnvoll und sicher, wie während der Weihnachtsfeiertage kurz vor Liftschluss eine Piste voller betrunkener Urlauber runterzurasen. Mir ist lieber, wenn alle in die gleiche Richtung unterwegs sind. Motorradfahren hat bei mir immer und fast ausschließlich auf der Motocross-Strecke stattgefunden. Da weiß ich, was ich tue, und die Leute um mich wissen es in der Regel auch. Das Bewegungsmuster am Cross-Bike ist jenem am Ski sehr ähnlich: Du kippst jeweils die Hüfte zur Außenseite der Kurve und balancierst mit dem Oberkörper aus. Die Auslösung ist fast eins zu eins vergleichbar, plus natürlich, dass du am Crosser das innere Bein wegstreckst und, ganz wichtig: Der kurveninnere Arm muss durchgedrückt sein, damit das nach was ausschaut. Lustig auch: Am Motorrad machen mir Sprünge nichts aus, während ich auf Skiern Luftstand eigentlich nicht so gern habe. Ich bin halt mehr ein Techniker, weniger die Wildsau aus Natur. Am Motocross-Bike fährst du bei einem neuen Sprung jemandem nach, der das kann, und wenn du seinen Speed hast, dann klappt das in der Regel auch. Du kannst dich rantasten. Bis zum vierten Gang Vollgas springe ich eigentlich alles, nur ab dem fünften und mehr als 40 Metern bin ich nicht mehr dabei. 50

Ich b i n meh r ei n Tech n i ker, wen iger d ie Wi ldsau aus Natu r.“ Das gilt auch auf der 1290 Super Duke R, bei KTM quasi das Missing Link zwischen den Straßenbikes und dem MotoGP-Modell von 2017.



Die Abkürzung zum Erfolg: Jeremy McWilliams, Ex-Racer, Fahrinstruktor, Test­ pilot und Mastermind hinter der KTM 1290 Super Duke R


„Schnell zu fahren, weil man es muss, ist etwas ganz anderes, als so schnell zu fahren, wie man will.“

Es geht sogar so weit, dass ich mich in der Luft am Bike wohler fühle als auf Skiern. Springen mit Skiern ist diffiziler. Nicht nur, dass dir da keiner voraus­ fahren kann, ist es auch viel schwieriger, korrekt zu landen. Beim Motocross kannst du aktiv etwas dazu beitragen, über den Sprung zu kommen. Beim Ski­ fahren kannst du aktiv nur dazu etwas beitragen, nicht zu weit zu springen. Wenn du nach 30 Metern landen sollst, ist es ausgesprochen blöd, erst nach 100 aufzukommen. Ich gebe das auch ganz offen zu: Die Streif in Kitzbühel schnell runterzufahren, finde ich beschränkt lus­ tig. Schnell zu fahren, weil man es muss, ist etwas ganz anderes, als so schnell zu fahren, wie man will. Ich muss zwar mit allem, was ich zu fassen kriege, um die Wette fahren, aber es geht mir dabei nicht um die Geschwindigkeit an sich, nur ums Schnellsein. Ist das verständlich? Nun bin ich aber auch vehementer Anhänger von MotoGP – solang ich dabei auf der Couch liegen kann. Wie Marc Márquez und Konsorten Kurven mit schwänzelnden Bikes am absolut letzten Drücker anbremsen und dabei mit dem Stiefel das Grip­Level ertasten, ist mehr als beeindruckend. Mein Favorit ist Valentino Rossi, und mit jedem Jahr, das ich länger im Ski­

Ich muss mit allem, was ich zu fassen kriege, um die Wette fahren.“ THE RED BULLETIN

weltcup unterwegs bin, steigt mein Respekt vor diesem Typen. Ich habe meinen Körper jetzt fünf Jahre lang aus­ gequetscht wie eine Zitrone und merke, dass da nicht mehr so viel Saft drin ist und der erst wieder „nachwachsen“ muss. Und Rossi macht das … wie lange?, zwanzig Jahre und mehr und ist noch immer an der absoluten Weltspitze. In vielerlei Hinsicht ist MotoGP mit dem Skisport vergleichbar: Wir bewegen uns ohne viel Schutz dermaßen am Limit, dass manchmal sogar wir die Zeitlupe brauchen, oft sogar mehrere Male, um zu verstehen, wie wir diesen Schwung fahren konnten, ohne zu stürzen. Ich finde, MotoGP­Piloten geht es da oft ähn­ lich. Blicktechnik, Schwung, Fahrtechnik, Feinmotorik, Gewichtsverlagerung, da kommen so viele Parameter ins Spiel, die man korrekt zusammensetzen muss, und mich hat einfach interessiert, wie nahe man diesem Zustand als, sagen wir: am­ bitionierter Hobbyfahrer, der nicht völlig patschert ist, kommen kann. Mein Res­ pekt vor anderen Sportarten ist überaus groß. Keiner kann alles. Wenn du dich in einem Metier nicht auskennst, dann halte dich mit deiner Meinung zurück. Ich ahne beispielsweise, dass es auch beim Curling sehr hart ist, auch nur in die Nähe der Weltspitze zu kommen, darum spare ich mir jegliche „Expertise“. Die Idee, mit KTM auf dem Salzburg­ ring einen Tag lang eine Straßen­Renn­ maschine auszuprobieren, geistert schon länger in meinem Kopf herum. Ich war nicht nervös, weil ich gewusst habe, dass es um nichts geht, nicht im absoluten Sinn. An meinem allerersten Tag auf der Rennstrecke überhaupt würde ich keine 53


Wenn du auf der Straße so fährst wie im Gelände, schaffst du nicht einmal die erste Kurve.

M ei n Sel bst­ erha ltu ngstrieb ist seh r g ut ausgep rägt.“ Rundenrekorde aufstellen, das war mir klar. Darum war ich locker. Mein Ziel war, Spaß zu haben, mir eine Herausforderung aufzuerlegen und eine neue Art der Be­ wegung zu erlernen. Ein kleines Kratzen am Knie zusätzlich wäre schön, denn von den Rittern der Stammtische weiß man ja, wie peinlich Schleifpads am Leder ohne Schleifspuren sind. Freund Hiasi Walkner, unser Dakar Dakar­Held, hat jüngst von einem Typen erzählt, der sich Pads aus Holz angefertigt hatte und danach mit rauchenden Knien ins Wirtshaus gekommen ist. So hat eben jede Sportart ihre Trophäe, und mit dem Rennmotor Rennmotor­ rad ist es eindeutig der Kratzer am Knie. Soll ich es jetzt schon verraten? Okay. Ja, es hat gekratzt. Einmal, und nur kurz, aber es hat gekratzt. Ohne Jeremy Mc­ Williams’ Coaching wäre das aber vermut­ lich nicht passiert. Ich muss zugeben, mir hat der Name im ersten Moment nichts gesagt, aber wenn man ihn googelt, merkt man schnell, was das für ein Kapazunder ist. Der Kerl ist heute 52 Jahre alt und hat 15 WM­Saisonen am Buckel. Er ist MotoGP gefahren und hat die früheren Zweitakt­Bestien gebändigt. Noch immer fährt er Rennen auf höchstem Niveau, daneben ist er KTM­Entwicklungsfahrer und leitet eine Rennfahrerschule. (Außer (Außer­ dem hat er im Film „Under the Skin“ mit Scarlett Johansson mitgespielt, aber das nur nebenbei.) Zur Begrüßung ist er gleich einmal die komplette Zielgerade am Salzburgring am Hinterrad runtergedonnert, dabei drei Gänge durchschaltend. Jeremy hat mir das Leben an diesem Tag sehr erleichtert. Es sind die vielen kleinen Tricks, die er im kleinen Finger hat – und die ich mir mühsam erarbeiten müsste –, die das Lernen mit ihm so effizient machen. Er musste mir an einem einzigen Tag meinen Motocross­Fahrstil austreiben und ins Gegenteil verkehren, so seltsam das klingt. Wenn du auf der Straße so fährst wie im Gelände, schaffst du nicht einmal die erste Kurve. Grund­ 54

sätzlich bin ich ein schneller Lerner, was Motorik betrifft. Snowboarden habe ich auch an einem einzigen Tag erlernt, aber das hier war viel schwieriger im Vergleich. Auf dem Rennmotorrad schiebst du die Hüfte nicht nach außen wie im Ge­ lände, sondern zum Kurvenmittelpunkt. Mach das einmal, wenn alle Instinkte das Gegenteil schreien! Oder die Sache mit der korrekten Position der Stiefel am Bike: Anfangs stand ich bequem außen auf den Fuß­ rasten, leichte V V­Stellung. Halleluja, bin ich erschrocken, als die Zehen in Schräg­ lage den Asphalt berührt haben! Wenn du dann aber im vierten Gang einlenken und die Bremse nicht berühren sollst, weil sich das Bike sonst aufrichten und einen ganzen Rattenschwanz an Pro­ blemen lostreten würde, wird es mental schwierig. Da musst du dich entscheiden: Überwinde ich mich, oder bleibe ich in meiner Komfortzone und rolle langsam durch? Im Rennsport wäre die Antwort klar, aber nicht heute, nicht hier. Nicht als Einsteiger, nicht, wenn es nur um Spaß geht und nicht um Rundenzeit. Wenn mein Gefühl sagt, dass ich nach­ lassen soll, lasse ich nach. Da bricht mir kein Zacken aus der Krone. Mein Selbst­ erhaltungstrieb ist durchaus sehr gut ausgeprägt. Was ich aber vor allem gelernt habe: Ich muss mich vor hohen Geschwindig­ keiten nicht fürchten, solange es gerade­ aus geht. Jeremy hat zwar gemeint, dass die Augen am Tacho nichts verloren haben, sondern auf die Straße gehören, aber selbst wenn das Gesichtsfeld auf einem Naked Bike wie der über 170 PS starken KTM 1290 Super Duke R im höchsten Gang deutlich verschwommen ist, sind sogar 220 km/h im Prinzip easy. Über die Geschwindigkeit auf Geraden unterhalten sich nur Maulhelden. Das, was zählt, ist der Rest. Und den erlernst du nicht an einem Tag. Mein Vater hat schon recht: Üben, üben, üben.

Der Moment, als es am Knie gekratzt hat, war eigentlich unspektakulär. Ich bin die Kurve gefahren wie immer, vielleicht um ein, zwei km/h mehr, dann hat es einfach gekratzt. Nicht, dass es mir so wichtig gewesen wäre, aber es hat gezeigt, dass die Lernkurve passt und ich meinem Schrank voller motorischer Fähigkeiten ein weiteres Werkzeug hinzugefügt habe. Ob ich dieses Werkzeug beim Ski­ fahren jemals brauchen werde, weiß ich nicht. Aber die Rennstrecke sieht mich wieder, so viel ist fix. Produziert mit freundlicher Unterstützung von KTM, Shoei, Alpinestars und dem Salzburgring. MotoGP von Österreich, 12. – 14. 8., Red Bull Ring www.projekt-spielberg.com Live bei ServusTV: Warmup Talk (Fr., 18:40–19:20 Uhr), Qualifikation (Sa., 12:30–15:55 Uhr), Rennen Moto3 bis MotoGP (So., 10:30–15:20 Uhr)

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GEWINNSPIEL

HOL DIR DEN RACER VON KTM! Zeig uns, wie viel Rennsport in dir steckt – und gewinne eine KTM RC 390. Poste jetzt ein Foto oder Video mit dem Hashtag #racinggenes auf Facebook, Twitter oder Instagram. Die 10 kreativsten Posts werden auf www.redbulletin.com/KTM zum Voting freigegeben – wer am Ende die meisten Stimmen hat, gewinnt das Bike! Alle Infos sowie die Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel findest du auf www.redbulletin.com/KTM . Voraussetzung ist die Einhaltung der StVO bzw. SVG und nicht die Gefährdung von Leib und Leben.

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Vor dem Gotha steigt aus einem Porsche 918 Spyder mit Dubaier Kennzeichen ein traumhaftes Wesen. Routine in diesen Tagen.

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NACHT REGIE

DREI NÄCHTE IN CANNES. UM ZU PRÜFEN, OB DORT IMMER NOCH VERRÜCKT G E F E I E R T W I R D . U N S E R M A N N V O R O R T: P A R T Y- F O T O G R A F K E F F E R .

Text: Hans Hammer und Rüdiger Sturm  Fotos: Keffer


E Der Club des Hotels 3.14 gilt unter besonders hübschen Pariserinnen als Geheimtipp für einen netten Ausflug ans Meer.

K A R L IST EIN WA HR ER G E N T L E M­ A N . D E N N E R H Ä LT I N JEDEM ARM EIN MÄDCHEN.

Im Bild: der Soundcheck eines Konzerts und mehrere Dutzend schwimmende EuroMillionen (im Hintergrund)

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lf durchgeknallte Tage und Nächte im Mai: ­Filmproduzenten, Stars, Party­people aus aller Welt ­pilgern nach Cannes an die französische Riviera. O∞ziell zum Filmfestival. Ino∞ziell zu einem PartyFestival mit (super)star­ gespicktem Casting. Wir ersuchten einen ­Experten, einen ausführ­ lichen Blick zu werfen: den Fotografen Keffer, der seit über einem Jahrzehnt die Pariser Party-Kultur dokumentiert wie kein anderer. „Rick Ross ist heute im Gotha“, sagt er wenige ­Minuten nach unserer ­Ankunft an der Riviera. „Ich besorg uns mal einen VIP-Zutritt.“ Das ist kein schlechter erster Satz. Rick ist US-Rapper, 35 Millionen Dollar schwer. Und der Gotha Club ist die ­erste Adresse in Cannes,


wenn es um gesellschaftlich anspruchsvolleres ­Entertainment geht. Man findet hier mehrere soziale Schichten, genauer gesagt sind es drei. Ebene eins des Gotha: der Dancefloor. Eventuell zugänglich, falls man ­jemanden kennt oder in guter Begleitung ist. Ebene zwei: die VIP-­ Zone. Um es sich hier an einem Tisch mit einer ­guten Flasche gemütlich machen zu können, sollte man wohlhabend sein. Zum Beispiel so wohl­ habend wie Karl. „Als Teenager kam ich mit Papa her“, sagt er. Karl ist ein Gentleman, denn er hält in jedem Arm ein Mädchen. Außerdem ist er ein treuer Mensch. „Ich habe Papas Geschäft übernommen und komme trotzdem ­immer noch. Aber jetzt zahle ich die Rechnung!“

Er findet das sehr lustig. Die Rechnung strebt ge­ rade der Dimension einer Lotus Elise entgegen. Und dann gibt es noch Ebene drei, unter Freunden salopp Ultra-VIP genannt. 50.000 Euro pro Tisch. Wer nicht letztens auf einer Oscar-Shortlist stand, wird beim Hinausgehen besonders zuvorkommend behandelt. Von zwei eleganten Herren mit ernsthaft trainiertem Körper, die höflich um einen Blick ins Smartphone ersuchen.

Oben: Philippe und Clara, Performerinnen. Einer der beiden ist keine Frau. Rechts: Tänzerin und DJane Nubia macht es sich auf dem Sofa bequem.


„Das Handy hat alles verändert“, erklärt Keffer. „Nicht nur in Cannes. Die Stars fürchten sich davor, in privaten Situationen ­fotografiert zu werden.“ Nächster Tag, Azur­ himmel über der hippen Terrasse des UCG-Film­ verleihs. Man hat von hier einen sehr ordentlichen Blick über die Bucht von Cannes. Das Folkpop-Duo Lilly Wood and the Prick haben sich für ein Konzert angesagt. Es ist 16 Uhr, also höchste Zeit, mit dem Feiern zu anzufangen. Backstage tri≠t Keffer auf DJane Nubia. Nubia ist mit Lilly Wood (die eigent­ lich Nili Hadida heißt) ebenso befreundet wie mit dem Prick (der auch nicht wirklich so heißt [für Inter­ essierte: Benjamin Cotto]) und tanzt auf einem Sofa. An der Wand hängen Bas­ quiat-Originale im Wert mehrerer Bruttonational­ produkte, als wären es Posterdrucke. 60

Nubia empfiehlt den Club des Hotels 3.14 (das ist der mit dem Dach-Pool von Instagram). Dort soll sich Keffer abends ein­ finden. Zu einer der tollen Burlesque-Show, erst­ klassiger elektronischer Musik und wundervollen Mädchen. Keffer gefällt es dann dort sehr gut, er möchte aber kein vor­ schnelles Urteil fällen, deswegen bleibt er bis Tagesanbruch vor Ort. Am nächsten Abend soll die Lage im Nikki Beach ­einer Überprüfung unter­ zogen werden, dem Club am Strand des Carlton, wo die Stars gern einkehren. Zum Beispiel Robert De Niro, der, um die Taxi­ kosten der Heimfahrt zu sparen, seinen Film „Hands of Stone“ gleich dort ­feiert. Aber De Niro ver­ schanzt sich, abgeriegelt vom Sta≠ des Nikki Beach.

Oben: Blick aus der Ultra-VIP-Ecke des Gotha, DJ Luciano legt auf. Rechte Seite: Tisch und Flasche kommen auf 50.000 Euro. Dafür ist kein Musikbeitrag extra zu entrichten.


PAUL ALLENS PART Y IST DIE BEGEHRTESTE IN GANZ CANNES: 100 % PROMINENTE, 0 % KAMERAS

Willy Cartier, fran­ zösisches Model und Schauspieler, Gesicht von Luxusmarken und hippen Musikvideos

Beim Blick hinaus auf den Hafen fällt ein Schiff auf. 126 Meter lang, an Bord finden ein Basketball­ feld, drei Helikopter und ein U-Boot Platz. Besitzer der „Octopus“ ist Paul ­Allen, der gemeinsam mit Bill Gates Microsoft grün­ dete. Allen liegt aktuell in der Weltrangliste der reichsten Menschen der Welt zwar nur auf Platz 51, aber 17,5 Milliarden Dollar Vermögen helfen, Trost zu finden, zum Beispiel durch das Veranstalten einer Party. Allens Party ist die begehrteste des Festivals, 100 Prozent berühmte Gäste und null Prozent Kameras. Dorthin will ­jeder. Außer Keffer natür­ lich, denn ohne seine ­Kamera geht ein Fotograf mit Anstand nirgend­ wohin, sagt er. thenightday.com


Sie definieren den Windschatten neu: Skydiver der Red Bull Aces bei einem ĂœberholmanĂśver


RYAN SAWYERS/RED BULL CONTENT POOL

PURE PILOTEN Bei der AIRPOWER16 in Zeltweg schieร en W i n g s u i t- F l i e g e r m i t 2 6 0 k m / h d u r c h einen Slalomkurs in 2000 Meter Hรถhe: Red Bull Aces zeigen eine Exhibition. Tex t : C l e m e n s M a k a n a k y 63


Helikopter „stehen“ in der Luft – sie halten die 24 Meter hohen Slalomtore.

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RYAN SAWYERS / RED BULL CONTENT POOL, CHRISTIAN PONDELLA/RED BULL CONTENT POOL

„A

m Start herrscht ein Gerangel wie beim Skicross“, erzählt Marco Waltenspiel, der einzige Österreicher in der Elite des jüngsten Rennsports der Welt. Etwas amerikanischer formuliert es Katie Hansen, die schon bei den ersten Testflügen von Red Bull Aces vor zwei Jahren mit dabei war: „Das ist der Inbegriff von richtigem badass Skydiving.“ Und Luke Aikins, das Mastermind hinter dem neuen Rennformat, tut so, als wäre das alles ganz normal: „Im Grunde genommen ist es ein Slalom.“ Red Bull Aces ist das erste 4-Cross-Race für Wingsuit-Flyer. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 260 km/h schießen die Besten ihres Fachs durch einen etwa 1,5 Kilometer langen Slalomkurs. Der Schnellste gewinnt. Bis heute gab es erst zwei offizielle Red Bull Aces-Events – beide in Kalifornien, zuletzt im Herbst 2015. Zwei echte Wettkämpfe, die zugleich aber auch so etwas wie lebensgroße Praxistests waren. Ergebnis: zuerst ungläubiges Staunen, dann pure Euphorie. Vor allem bei den Teilnehmern. Luke Aikins hatte mit seiner Idee ins Schwarze getroffen. Der 42-jährige Texaner sieht auf den ersten Blick nicht wirklich aus wie der Typ „verrückter Extremsportler“. Er strahlt vielmehr die unerschütterliche Ruhe eines Mannes aus, der in seinem Leben bereits 19.000 Fallschirmsprünge gemacht hat. Und danach

„ I m m e r, w e n n i n e i n e r Sportart Athleten u n d Te c h n o l o g i e auf einem Level sind, gibt es einen E n t w i c k l u n g s s p r u n g .“ LUKE AIKINS


manches Mal auf einen Burger gegangen ist. Unter Skydivern genießt Aikins das Ansehen eines erfahrenen großen Bruders, für manche ist er gar eine Art junger Guru. Er hat einer Generation von Fallschirmspringern und BASE-Jumpern die Physik der fallenden Körper beigebracht. Und mit den besten Wingsuit-Fliegern trainiert, immer auf der Suche nach der perfekten Flughaltung und dem schnellsten Anzug. In der Community kennt, respektiert und pusht man einander eben.

Es ist ein Kampf um jeden Meter. Wer einen schlechten Start erwischt, kann nur noch hoffen.

AUS DEM REGELBUCH SO FUNKTIONIERT DIE RED BULL ACES EXHIBITION, DAS ERSTE 4-CROSS-RACE FÜR WINGSUIT-FLYER.

50 m

0–3 m: No-Flight-Zone 3–46 m: regulärer Korridor

Tor 1 ca. 2000 m

24 m

Tor 3 ca. 1400 m

StartHelikopter Höhe: ca. 2100 m

Tor 2 ca. 1700 m Vier Wingsuit-Piloten stürzen sich gleichzeitig aus dem Start-Heli. Sie müssen die Slalomtore in einem bestimmten Abstand (von 3 bis 46 Metern) umkurven. Wer als Erster Tor 4 passiert, hat gewonnen. Simpel.

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Landezone Tor 4 = Ziel ca. 1100 m

Luke Aikins ist aber auch einer der Menschen, die gern um zwei Ecken weiterdenken. Und er ahnte, dass es für Wingsuit-Flying ein großes, begeisterungsfähiges Publikum gibt: „Bei Red Bull Aces ging es mir zuallererst darum, der Welt zu zeigen, was wir Skydiver zu leisten imstande sind. Das, was wir normaler normalerweise irgendwo in den Bergen zu unserem eigenen Vergnügen machen, transferieren wir mit Red Bull Aces in einen freien Himmelsausschnitt – damit man von unten zusehen kann. Und machen daraus ein Wettrennen mit einfachen Regeln.“ Diese Regeln sind tatsächlich schnell erklärt: Vier Athleten springen gleichzeitig aus dem Starthelikopter und passieren auf dem Weg nach unten vier Tore – den beflaggten 24 Meter hohen Teil von Seilen, die an in der Luft „stehenden“ Hubschraubern baumeln. Die beiden schnelleren Flieger eines jeden Rennens steigen in die nächste Runde auf. So verkleinert sich das Teilnehmerfeld, bis die vier Finalisten ermittelt sind. Apropos Praxistest: Im Rahmen der AIRPOWER16 in Zeltweg (2./3. September) können erstmals auch europäische Zuschauer eine Red Bull Aces Exhibition verfolgen. Wenn Luke Aikins von den Red Bull Aces-Teilnehmern spricht, dann verwendet er meist das Wort „Piloten“. WingsuitPiloten. Es ist nicht nur Zeichen des Respekts für die Männer und Frauen, die sich diesem atemberaubenden Rennsport verschrieben haben. Sondern auch ein Hinweis an uns Zuseher: Der Wingsuit ist weit mehr als irgendein Action-Gear. Er lässt Körper und Können eines Menschen zu einer perfekten Einheit verschmelzen, zu einem märchenhaften Flugapparat. Wie es ist, ein Pilot ohne Maschine zu sein, erklärt Miles Daisher – auch ein Red THE RED BULLETIN

JOERG MITTER / RED BULL CONTENT POOL

„Du musst deiner Linie folgen und damit fertig werden, dass drei andere neben, ober oder unter d i r d a s a u c h w o l l e n .“


Der neue Renault MEGANE

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Endlich wieder in Zeltweg zu sehen: die Flying Bulls, Flug­ geschichte in Aktion

Bull Aces-Mitstreiter der ersten Stunde – so: „Es ist immer ein Hin und Her zwischen Fallen und Gleiten. Gehst du mehr in die Vertikale, holst du dir Geschwindigkeit. Aber dann musst du wieder gleiten, um vorwärtszukommen.“ Das Verhältnis Fallen zu Gleiten beträgt heutzutage bei Wingsuit-Piloten auf guten Passagen 1:3. Heißt: Während sie 100 Meter fallen, gleiten sie 300 Meter vorwärts. Bei Red Bull Aces ist durch die Kurssetzung ein umgekehrtes Verhältnis von etwa 2:1 vor vorgegeben – die ideale Mischung aus hoher Geschwindigkeit und enger Kurvenlage.

„Wa s w i r n o r m a l e r w e i s e z u u n s e r e m Ve r g n ü g e n machen, das machen wir nun so, dass man von u n t e n z u s e h e n k a n n .“

Zu sehen live auf redbull.tv am 2. September

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AIRPOWER16

Vom historischen Fluggerät bis zum modernen Kampf­ jet: Am 2. und 3. September 2016 begeister t die AIRPOWER16 in Zelt weg Liebhaber der Aeronautik.

Flugfans aus ganz Europa werden Anfang September in die Steiermark pilgern. Die AIRPOWER16 ruft – und hunderte der atemberaubendsten Fluggeräte, der akrobatischsten Piloten und der besten Crews der Welt kommen. Die Dichte an Höhepunkten und Höhenflügen wird am Fliegerhorst Hinterstoisser – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Red Bull Ring – groß sein. Einige seien an dieser Stelle aber hervorgehoben: Das „lebendige Flugzeugmuseum“ der Flying Bulls präsentiert seine gesamte Flotte – darunter Raritäten wie den Weltkriegsjäger Lockheed P-38 „Lightning“. Oder eine ohrenbetäubende „Corsair“. Flying Bulls-Chefpilot Raimund Riedmann: „Wir werden auch zum ersten Mal einen großen Formationsflug mit unterschiedlichen Flugzeugtypen zeigen. Die Alpha Jets und die verschiedenen alten ‚Warbirds‘ werden gemein-

sam in der Luft sein und Manöver wie die kubanische Acht präsentieren.“ Das Österreichische Bundesheer führt unter anderem seine beiden bekanntesten Maschinen vor – den Eurofighter „Typhoon“ und die große „Hercules“. Die Segelflugakrobaten des BlanixTeams werden die Besucher hingegen ganz lautlos zum Staunen bringen. Und nicht zuletzt darf man sich auf einige der weltbesten Kunstflugstaffeln freuen – wie die Frecce Tricolori aus Italien. Die „Piloten ohne Maschinen“ der Red Bull Aces (Story nebenan) werden übrigens an beiden Veranstaltungstagen eine Exhibition zeigen: zwei Showruns, die dem Publikum ein Gefühl der enormen Geschwindigkeit und der erstaunlichen Präzision dieser Ausnahmeathleten geben werden. Alle Teilnehmer und das vollständige Programm der AIRPOWER16 finden Sie unter: www.airpower16.at

ARON SUVEG/RED BULL CONTENT POOL

Womit wir wieder beim „Gerangel“ wären – das Red Bull Ace Marco Waltenspiel, 32 Jahre alt und aus Oberndorf bei Salzburg, aber relativiert: „Da wir alle mit der gleichen Geschwindigkeit fliegen, ist die Verletzungsgefahr bei Kollisionen relativ gering.“ Weil man aber auch durch den kleinsten Zusammenstoß schnell aus der Flugbahn geworfen werden kann, achten die Piloten darauf, einander nicht in die Quere zu kommen. „Während des Fluges ist der gegenseitige Respekt so groß, dass jeder dem anderen genügend Platz lässt.“ Katie Hansen, die junge Kalifornierin, beschreibt es ein Stück wilder: „Zuerst musst du deine perfekte Linie finden, dann musst du versuchen, ihr zu folgen, und dann musst du damit fertig werden, dass drei andere Leute neben, hinter, ober oder unter dir genau das Gleiche wollen.“ Kein Zweifel: Wingsuit Racing ist jetzt ein Ding. Eine neue Sportart ist in der Realität angekommen. Vielleicht schneller, als man es erwarten konnte. Was ist da passiert in den letzten Jahren? Luke Aikins, dieser feine Analytiker seines Fachs, erklärt das Phänomen mit einer Fortschrittsformel des Spitzensports: „Sind in einer Sportart die Athleten und die Technologie auf einem ähnlichen Level, gibt es immer einen Entwicklungssprung. Beim Wingsuit-Fliegen ist die Technologie der Anzüge zunächst hinter dem Können der Sportler hinterher hinterhergehinkt. Jetzt stecken die Top-Flieger in ehrgeizig designten Wingsuits – und diese Kombination bringt unseren Sport zur Zeit so schnell nach vorne.“ Oder, um es mit Marco Waltenspiel auf den Punkt zu bringen: „Dieser Sport ist total surreal.“


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AC T I O N ! TRAVEL

TIEF LUFT HOLEN

Es geht ohne Sauersto≠gerät ins Meer. Ziemlich weit runter sogar. Wir lernen Apnoetauchen.

PETER PLATTNER

Und erfahren gleich in Lektion eins: Dort unten im Meer machen Kälte, Druck und Sauersto≠mangel kurzen Prozess mit dir. Es sei denn, du erweckst einen Reflex, der seit Urzeiten in dir schlummert.

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GEAR

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TRAVEL

Tiefenentspannt: Am Meeresgrund wartet eine neue Welt darauf, entdeckt zu werden.

Streber wissen: Auf der kleinen Insel Elba vor der toskanischen Küste war Napoleon 300 Tage im Exil, bevor er Paris zurückeroberte. 1976 lockte die Insel mit dem kristallklaren Wasser erneut einen besonderen Mann an: Jacques Mayol. Mit nur einem Atemzug tauchte er 100 Meter tief, brach Rekorde und kehrte, längst tot geglaubt, an die Oberfläche zurück. Der Druck hätte ihn umbringen müssen, so die Mediziner. Eigentlich. Doch: Mayols Blut strömte von den Gliedmaßen zu den lebenswichtigen Organen, sein Herz pumpte nur noch 24 Schläge die Minute. Ein Tauchreflex, den man davor nur von Delfinen gekannt hatte. „Mein Vater überlebte, weil Menschen dieselben Reflexe wie Meeressäuger haben“, erklärt Jean-Jacques Mayol. Er muss

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Elba, ITALIEN Marina di Campo Tief Luft holen und eintauchen: teammayol.com

es wissen, immerhin erzählte ihm sein Vater davon, bevor er 2001 starb. In einer hinter Felsen verborgenen Bucht liegt die Tauchschule, in der Mayol jun. dieses Wissen nun weitergibt. „Vergesst das Tauchzeug! Ihr werdet nackt ins Wasser gehen.“ So beginnt der Unterricht für vier nervöse Schüler, die ohne Finnen, Masken und Neoprenanzug etwas verloren dastehen. Und jetzt? Runtertauchen, Steine heben und den Unterwasser-Moonwalk machen. Eine halbe Minute später sind alle wieder an der Oberfläche, schnappen hastig nach Luft. Den ersten Test haben sie damit allesamt verkackt. „Nach dem Auftauchen müsst ihr gleichmäßig atmen, sonst riskiert ihr, bewusstlos zu werden!“ Für Apnoetaucher ist Hast die größte aller Gefahren. Und sie droht paradoxerweise vor allem im Flachwasser. Taucher können eine Armlänge unter der Wasseroberfläche das Bewusstsein verlieren und es nie wiedererlangen. „Beschissen, nicht?“ Kopfnicken der Gruppe. Apnoetaucher, hören sie, sollten darum auch nie allein tauchen. Fast genauso wichtig ist der Atemrhythmus. „Atme doppelt so lange aus, wie du einatmest“, sagt Mayol und führt einen eigenartigen Bauchtanz vor. Sieht zwar beknackt aus, aber plötzlich können die Schüler doppelt so INSIDER-TIPP lange unter Wasser bleiben und mehr als „Nach dem Auf­ tauchen darfst du nur Steine heben. Zwei Tage später niemals schnell und hastig atmen“, sagt stehen die vier am kleinen Strand von Mayol. „Denn so bekommst du nicht Pomonte, bereit für genügend Luft und ihre letzte Prüfung: kannst bewusstlos einen Tauchgang werden.“ zum Wrack des 1972 gesunkenen Handelsschiffs „Elviscott“. „Fundament des Apnoetauchens ist mentale Stärke. Unser Verstand spielt verrückt, wenn wir ihn nicht kontrollieren“, sagt Mayol und gibt letzte Anweisungen: die Lungen immer wieder tief mit Sauerstoff füllen, ein letztes Mal Luft holen, auf gut acht Meter Tiefe dann der Druckausgleich. Die nächsten 30 Meter gibt es keinen Weg zurück. „Wenn du in Panik gerätst, ist es aus.“ Mayols Sohn Michael führt einen Schüler zum Schiffswrack. Zwei Minuten vergehen. Dann tauchen sie auf, sind ruhig, fast schon gelassen. Mayol grinst: „Irgendwann ist das Wasser ein Teil von dir.“ Er atmet tief ein und verschwindet selbst im Meer. Werden wir ihn je wiedersehen? Schon möglich, doch sicher nicht in den nächsten drei Minuten.

STILLE WASSER

Wo du noch abtauchen kannst

Haiflüsterer

In der Shark School auf den Bahamas lernst du Haie von ihrer besten Seite kennen – zumindest solange du dich an die Anweisungen des Verhaltensforschers Dr. Erich Ritter hältst. sharkschool.org

Abgewrackt

Das Passagierschiff „Yongala“ sank 1911 vor Queensland, Ostaustralien. Seitdem ist der berühmte Tauchspot bei Touristen mindestens genauso beliebt wie bei Meeresbewohnern. yongaladive.com.au

Blaue Tiefe

Das 94 Meter tiefe Blue Hole nahe Dahab, Ägypten, am Golf von Akaba gilt als gefährlichster Tauchspot der Welt – gerade deshalb lockt es auch so viele Taucher an. freedivedahab.com

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PETER PLATTNER(2), GETTY IMAGES, IMAGO(2)

ACTION


ACTION

GEAR

SCHIESS LOS

Mit dem Smartphone und ein wenig Zubehör lassen sich Bilder in einer Qualität machen, die vor kurzem noch undenkbar war. Superstar der neuen Generation: das neue Sony Xperia X. Verwackeln war gestern. Der reaktionsschnelle prädiktive Autofokus weiß sogar, wohin sich das Motiv bewegt. (Bevor es das Motiv selbst weiß.)

Blitzstarter In schnappschussrettenden 0,6 Sekunden lässt sich die Kamera des Sony Xperia X vom Standby- in den Aufnahmemodus schalten. Und dort spielt sie mit 24 Megapixel Auflösung in einer Liga mit hochwertigen Spiegelreflexkameras. Selfie-Fans werden die Timeline ihrer Freunde mit makellosen Aufnahmen der 13-Megapixel-Frontkamera verver schönern. (Entsprechendes Motiv vorausgesetzt.) sonymobile.com

Upgrade Die Kameras von iPhone und iPad sind gut. Noch besser macht sie DxO One. Objektiv und lichtstarker Bildsensor (20 MP), 112 Gramm leicht, einfach angeklemmt, gesteuert via App. dxo.com

Scharfmacher

Lichtnahrung

Flugmodus

Das Sony ILCE-QX1 ist der beste Freund des Xperia X. Objektiv anklippen, mit UnschärfeEffekten oder Zoomobjektiven spielen und die Fotos gleich am Handy bearbeiten. sony.at

Bitte recht sonnig: Der Akku des EasyAcc SolarLadegeräts (mit 15.000 mAh) lädt Smartphones bis zu fünfmal komplett auf. Reicht dann auch für ehrgeizige Belichtungszeiten. easyacc.com

Für fotografische Puristen, die mit ihrer Kamera weder SMS schreiben noch tindern möchten: der Klassiker Leica Q mit Alu-Gehäuse und riesigem Vollformat-Sensor (24 Megapixel). leicashop.com

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ACTION

GEAR „Versteckte Ö≠nungen auf den Seiten saugen Luft an, um Computer und Batterien zu kühlen.“

„Kein Fahrer, dafür aber vier wuchtige Radhäuser und eine sexy Central Processing Unit.“

könnte man meinen, es handle sich um Benzinautos auf Steroiden. Über 300 km/h, unglaubliche Aerodyna­ mik und keine Fahrer – das ist schon ein abgefahrenes Erlebnis. Bei die­ sem Speed wird es auch kostspielige Kollisionen geben, aber hey, that’s racing!“

Was ist Roborace?

INNOVATION: BERECHENBARE FAHRER

Robocar, das erste selbstfahrende Rennauto der Welt, könnte eine neue Ära des Motorsports erö≠nen. DIE MASTERMINDS Daniel Simon (li.), 41 & Justin Cooke, 35 Daniel Simon weiß, wie die Zukunft fährt. Der deutsche Automobil­ designer schuf die Lichtrenner für „Tron: Legacy“ sowie das Bubble Ship in „Oblivion“ und war der ideale Mann, um mit Justin Cooke an einem neuen Kapitel in der Motorsportgeschichte zu arbeiten. Die Begegnung der beiden war die Geburtsstunde von Roborace. roborace.com

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Justin Cooke: „Der erste fahrerlose elektronische Rennwettbewerb der Welt. Die selbstfahrenden Rennwagen in der Größe von F1­Autos haben einen Nvidia­Drive­PX­2­Computer an Bord, der pro Sekunde Billionen von Recheneinheiten ausführt. Jedes Team muss ihn eigenständig pro­ pro grammieren. Wir geben ihnen allen ein weißes Blatt Papier, und ihr Code ist der einzige Wettbewerbsvorteil, den sie sich holen können. Es geht also nicht darum, wie viel Geld man in einen Windkanal investiert, sondern wer die findigsten Ingenieure hat.“

Also können die Autos denken?

Justin: „Es gibt zwei Möglichkeiten. Du scannst die Strecke und fütterst die künstliche Intelligenz mit allen wichtigen Informationen. Oder du pro­ grammierst die Maschine, von allein zu lernen und nach jeder Runde bes­ ser zu werden, in jeder Kurve schlauer zu werden. Es hängt vom Team ab: Welche Kenntnisse bringt es mit? Was hat es technisch drauf?“

Wenn nur Computerchips zerbröseln können, wird Racing dann extremer?

Justin: „Auf jeden Fall! Bei der Be­ schleunigung und dem Fahrverhalten

Apropos unglaubliche Aerodynamik, wie sehr ist der Look auch eine Style-Frage? Daniel Simon: „Es geht nicht bloß um ein technisches Kräftemessen, dafür würde niemand zahlen. Es muss emotional sein, obwohl wir die größte emotionale Komponente entfernt haben: Hamilton und Rosberg ver­ sohlen sich nicht mehr gegenseitig den Hintern. Die Intention war, etwas Schlankes und Schönes zu kreieren, das trotzdem unglaublichen Abtrieb und Fahrdynamik besitzt. Keine ein­ fache Aufgabe für die Ingenieure, aber das Ergebnis ist so revolutionär wie einst der Mondrover.“

Wie werden sich die Autos weiterentwickeln?

Justin: „Im Mittelpunkt steht unser Wunsch, die fahrerlose elektronische Technologie ständig weiterzuent­ wickeln und populär zu machen. Also fragten wir uns: Was kommt im Rennen am spektakulärsten rüber? Das selbstfahrende Auto von Google machte Millionen von Meilen, klar, aber meist nur mit 18 km/h. Bei uns sind es 300 km/h – und die verän­ dern alles! Wir haben zu Beginn viel von Vögeln und Fischen gelernt – was die Natur getan hat, um sie schnell und wendig zu machen. Wir hätten in allen unseren Entwürfen noch futu­ ristischer sein können, aber wenn man es übertreibt, verwirrt das die Leute. Unser Ziel ist, den Menschen die Angst vor der ‚Roboterinvasion‘ zu nehmen. Ich glaube, die nächsten Jahre werden der Wahnsinn. Daniel hat dazu schon tolle Ideen.“

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HERI IRAWAN

„Der Unterboden entscheidet über die Stärke des Abtriebs und bietet Batterien Platz.“



ACTION

GEAR

UHREN

Redaktion: Gisbert L. Brunner

GEROLLTE REVOLUTION

Zenith El Primero Chronomaster 1969 Cohiba Edition

Die Chronomaster 1969 Cohiba Edi­ tion ist der Zigarre nachempfunden, aber trotzdem bis zu 100 Meter wasserdicht.

Manchmal fragt man sich, was Fidel Castro in über zwei Jahren Guerillakampf gegen Batista so geraucht hat. (Wir tippen auf selbst angebauten Tabak.) Mit der Revolution endete aber die Zeit des Darbens: Castro kostete die Mischung des Zigarrenrollers Eduardo Rivera, entflammte augenblicklich und sicherte die Produktion für sich und seine Amigos. Den Siegeszug der Cohiba konnte nicht einmal diese nur wenig sozialistische Exklusivität bremsen. Bis heute wird sie von Hand gerollt und in einem prächtigen Anwesen aus den 1920ern gefertigt. Die Schweizer LuxusUhrenmanufaktur Zenith würdigt das 50-jährige Jubiläum der Cohiba mit einem Modell mit Havanna-braunem Zifferblatt samt Cohiba-Motiven. Das automatische El-Primero-Uhrwerk schuf Zenith bereits 1969 – drei Jahre nachdem der Máximo Líder seine ersten Cohibas im Humidor sortierte. Die Auflage ist auf 500 Uhren in Edelstahl und 50 in Roségold beschränkt. zenith-watches.com

GUT GEBRÄUNT

Für den Gentleman gilt: No brown after six. Aus­ genommen sind Zigarren, Schokolade und Uhren. IWC Pilot’s Watch Double Chronograph Edition „Antoine de Saint­Exupéry“ Exupéry“ Dieser auf 1000 Stück limitierte 44-mmEdelstahl-Chronograph mit Split-SecondFunktion ist dem Piloten und Autor („Der kleine Prinz“) gewidmet. iwc.com

Montblanc Heritage Spirit Date Automatic Oft entsteht Perfektion aus Einfachheit. Diese dezente 39-mm-Armbanduhr besticht mit einem eleganten braun-roségoldenen Zifferblatt. Die Glasrückseite enthüllt das komplexe Uhrwerk. montblanc.com

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Swatch Schoggi Die Schweizer sind für zwei Dinge berühmt: großartige Uhren und erlesene Schokolade. Dass beide harmonieren, beweist Schoggi („Schokolade“) mit sonnengeschliffenem 34-mm-Zifferblatt und scharlachrotem Sekundenzeiger. Zum Dahinschmelzen. swatch.com

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ACTION

WHEELS MOTORMERCH

Vollsto≠ ohne Sto≠: MX-5, die Rundumsorglos-Evolution

Accessoires mit Akzenten

iXOOST VuOTTO Diese Formel-1-Abgaskrümmer sind ideale Docking-Lautsprecher für dein iPhone. Das Fundament wurde aus einem Aluminiumblock gefräst und mit einem Cosworth-V8-Nachbau versehen. ixoost.it

KAPUZENSWEATER

Mazda MX-5 RF: Zusätzlich zum Sto≠dach gibt es den Roadster-Klassiker nun auch als Targa mit Blechdach.

Nur zehn Sekunden dauert es, bis sich das neu konstruierte Heck hebt, die Dachplatte zurückschiebt, die Heckscheibe hinter den Sitzen verschwindet und sich das Heck wieder absenkt: Dann ist aus dem Coupé Mazda MX-5 RF („Retractable Fastback“) ein Cabrio mit Targadach geworden. Es geht auch in die Gegenrichtung und sogar während der Fahrt bis 10 km/h. Eleganter und beiläufiger als der MX-5 RF wirft kein offenes Auto seine Kapuze über die Schultern, weder in Blech- noch in Sto≠-Ausführung: Die Form des RF ist sowohl im geö≠neten als auch im geschlossenen Zustand über jede Kritik erhaben. Besonderes Lob verdienen die Designer für die tropfenförmig auslaufende B-Säule, was die klassisch-elegante Dachlinie in Szene setzt.

Den Techniker in uns fasziniert, dass mit Blechdach im Alltag viele Vorteile verbunden sind, verliert doch etwa der Ko≠erraum nichts von seinem Volumen. Endlich ist es möglich, ganzjährig MX-5 zu fahren, ohne um sein verletzliches Sto≠dach fürchten zu müssen – selbst bei Schnee und Eis. Lediglich 40 Kilo Mehr Mehrgewicht und fünf Millimeter Höhen-Plus sind im Ver Vergleich zum konventionellen MX-5 zu addieren. Als Motorisierung ist in Österreich ein 2-Liter-Benziner mit 160 PS sowie einer mit 1,5 Litern (130 PS) vorgesehen, wenn die ersten RF Anfang 2017 ins Land rollen. Dann wird auch der Aufpreis auf das konventionelle Modell feststehen. Insider rechnen mit rund 2500 Euro finanziellem Mehraufwand. mazda.at

Koenigsegg hat es auf den Thron der Supersportwagen abgesehen.

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Klassisches Understatement-Tool: Dieses Armband besteht aus Titan, Rotgold und sogar Diamanten und beherrscht – mittels „radio-frequency identification“ – Supersportwagen. (Nicht im Kaufpreis inbegriffen.) senturionkey.com

Superleggera RS-9.1 Der neue Sparco-RennSparco-Renn anzug, superleicht und dreilagig, fährt so ziemlich der gesamten Konkurrenz um die Ohren. Eagle-StretchEagle-Stretch gewebe im ÄrmelÄrmel umschlag und RückenRücken einsatz sorgen für tolle Strapazierfähigkeit und Atmungsaktivität. sparco.it

STRASSEN IM STURM

Das schwedische Wort „regera“ bedeutet „regieren“, und nicht weniger hat Koenigsegg mit seinem ersten Hybrid vor. Wozu der schwedische Luxusschlitten wirklich fähig ist, wird den meisten aber verborgen bleiben: Ein 5-Liter-Verbrennungsmotor mit zwei Turboladern und 1100 PS macht gemeinsame Sache mit einem 700-PS-Elektromotor und sorgt dafür, dass dieses Megacar in 2,8 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und die Höchstgeschwindigkeit von 410 km/h in unter 20 Sekunden erreicht. Am Heck des Plug-in-Hybrids befindet sich ein Akku-LadeanAkku-Ladean schluss, darunter ein Fishtail-Auspu≠ aus Titan. Und wunderschön ist der Regera auch noch – wann flitzt er endlich über die Straßen? koenigsegg.com/regera

Senturion Key

Der Regera wiegt nur 1470 Kilo. Das abnehmbare Dach verstaut man im Ko≠erraum vorn.

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S H OW U S

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Zeig uns, wie viel Rennsport in dir steckt! Poste jetzt ein Foto oder Video mit dem Hashtag #racinggenes auf Facebook, Twitter oder Instagram und gewinne eine KTM RC 390. Die 10 kreativsten Posts werden auf www.redbulletin.com/KTM zum Voting freigegeben – wer am Ende die meisten Stimmen hat, gewinnt das Bike! Facebook “f ” Logo

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ACTION

CULTURE TV

„Du trägst weder Hut noch Bart. Willst du in diese Gang oder nicht?“

SWEET CHRISTMAS!

Das ist die Catchphrase von Luke Cage. Was muss man noch über den Helden wissen?

Heldeneinsatz

G7-GIPFEL

Bei einem Remake von „Die glorreichen Sieben“ kann man viel verlieren und wenig gewinnen. Regisseur Antoine Fuqua wagte es dennoch. Hand aufs Herz, wie glorreich ist das Remake im Vergleich zum Original von 1960? Aber so was von! Es orientiert sich an Akira Kurosawas „Die sieben Samurai“ von 1954, was bekanntlich die japanische Vor­ lage der „Glorreichen Sieben“ war, und handelt wieder von Out­ casts. Der Grundton ist aber moderner: Es gibt keinen Western­ Slang, niemand spuckt Tabak. Zudem sind die Charaktere vielfältiger: Denzel Washington in der Hauptrolle, an seiner Seite Lee Byung­hun, ein Südkoreaner, Manuel Garcia­Rulfo, ein Mexi­ kaner, und Martin Sensmeier mit indianischen Wurzeln. Wie hast du deine sieben gefunden? Das war nicht einfach. Ich musste zunächst mal Denzel auf ein Pferd bekommen. Dann suchten wir einen neuen Steve McQueen und fanden ihn in Chris Pratt, der viele andere Angebote hatte, aber auf Western abfährt. Ich wollte auch Ethan Hawke und Denzel wieder zusammenbringen (beide spielten in Fuquas „Training Day“ [2001]; Anm.). Als Ethan das hörte, war er sofort dabei: „Egal was für eine Rolle, ich mache es.“ Die glorreichste Szene im Film? 200 Pferde stürmen Richtung Stadt auf das große Finale zu. Es war großartig, die Szene aus mehreren Perspektiven zu filmen. Mein Favorit sind aber die Jungs, als sie die Straße entlang­ schreiten und einen Plan aushecken, um die Stadt zu beschützen – das sind für mich die glorreichen Sieben! Und dann noch James Horners letzter Soundtrack … Ich war am Boden zerstört, als er starb. Er hinterließ mir aber ein Geschenk: sieben Songs zum Skript. Als ich sie meiner Crew vorspielte, waren alle begeistert. Ich hab keine Ahnung, wie er das gemacht hat – er sah keine einzige Sekunde des Films. „Die glorreichen Sieben“ starten am 30. September im Kino.

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PSEUDO-COWBOYS

„Die sieben Samurai“, weniger glorreich nachempfunden. „¡Drei Amigos!“ (1986) Gleiche Story, statt sieben glor­ reichen Kämpfern sind es aber drei Vollpfosten, verkörpert von Chevy Chase, Martin Short und Steve Martin. Der Film schuf das neue Subgenre „Schauspieler versuchen sich als Helden“ („Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“, „Das große Krabbeln“, „Tropic Thunder“). „Sador – Herrscher im Weltraum“ (1980) Executive Producer Roger Corman nannte es „Die glor­ reichen Sieben im All“. Aus der Originalbesetzung spielte Robert Vaughn, der Soundtrack kam von James Horner. New­ comer James Cameron über­ nahm die Spezialeffekte.

Vincent statt Morpheus Als Fan der 70er­Comicreihe „Luke Cage: Hero for Hire“ hätte Quentin Tarantino in den frühen 90ern fast einen Film über seinen Helden gedreht – und wollte Laurence Fishburne da­ für. Zum Glück schwenkte er dann auf „Pulp Fiction“ um.

„The Ridiculous 6“ (2015) Adam Sandlers Western­ komödie hatte mehr mit dem Titel gemein als beabsichtigt. Die Zuschauer verliehen 0 % auf Rotten Tomatoes.

Nicname Nicolas Cage hieß ja mal Coppola und ist der Neffe von Regisseur Francis Ford Coppola. Weil er es allein schaffen wollte, nahm Comicfan Nic den Superhelden­Nachnamen an. Mit Mar­ vel ist er ohnehin vertraut: Er spielte Ghost Rider und fast auch Superman. Die neue Serie „Luke Cage“ kommt am 30. September auf Netflix. netflix.com

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PICTUREDESK.COM(3), GETTY IMAGES

FILM

Viele Schauspieler kämpften schon um die Rolle des Marvel­Superhelden mit unzerstörbarer Haut – aber keiner so hartnäckig wie Isaiah Mustafa (der in den USA für Old Spice wirbt). Er produzierte einen Fan­Trailer mit sich in der Hauptrolle und stand sogar für eine Marvel­Parodie zur Verfügung.


CULTURE

ACTION

KUNST IN KLEINEN DOSEN

DIETMAR KAINRATH

Dietmar Kainraths spitze Feder

QUALIFIKATIONS-BEGINN DER UEFA-LÄNDER FÜR DIE FUSSBALL-WM 2018: 4. 9. 2016

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CULTURE

PLAYLIST BEARTOOTH

FUGENLOS Led Zeppelin und Spirit reklamierten den „Stairway to Heaven“-Riff für sich, aber: Eigentlich war’s Johann Sebastian Bach. Und er inspirierte nicht nur die beiden …

Beartooth-Konzerte sind nichts für Zartbesaitete: pickelige Jugendliche im Moshpit, ein entschlossener Geruchsmix im Raum (Bier, Schweiß, Adrenalin). „Genau so hab ich’s gern“, grinst Caleb Shomo, Mastermind der US-Hardcoreband. Die letzten acht Jahre sind die Fans gemeinsam mit ihm durchgedreht – zuerst zum Trancecore seiner ersten Band Attack Attack!, ab 2013 dann zum straighteren Sound von Beartooth. Zur Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Aggressive“ verrät der 23-Jährige, welche musikalischen Naturereignisse ihn zum Ausrasten bringen. beartoothband.com

Rage Against the Machine

Slayer

„Guerrilla Radio“

„Repentless“ (vom gleichnamigen Album)

„Als Kind hörte ich oft Classic Rock, denn meine Eltern spielten das andauernd. Das änderte sich schlagartig, als ich diesen Song in ‚Tony Hawk’s Pro Skater 2‘ hörte – meine Ohren bluteten! Die Gitarrenriffs sind so heavy, die Energie so atemberaubend. Ich spürte, wie das Adrenalin in meinen Körper schoss. Immer wenn ich einen Song schreibe, versuche ich ihm eine solche Power zu geben.“

„Am meisten bewundere ich an Slayer, dass sie einen Scheiß auf neue Trends geben. Seit 35 Jahren liefern diese Thrashmetal-Titanen die heftigste Headbang-Mucke überhaupt. Nimm dieses Meisterwerk aus ihrem aktuellen Album: Es beginnt mit einem epischen Gitarrenriff, der sich durch den ganzen Song powert – dieses Kreischen, dieses Chaos, es ist so erbarmungslos. Ich liebe es!“

AC/DC

Motörhead

„Whole Lotta Rosie“

„Love Me Like a Reptile“ (vom Album „Ace of Spades“)

„Wenn man von energiegeladenen Bands spricht, kommt man an AC/ DC nicht vorbei. Angus Young fegt mit 61 wie ein Irrer über die Bühne. Seine Bühnenpräsenz beeinflusste meine Performance enorm. Ich bin nicht sicher, ob Axl Rose (der auf der Tour für Sänger Brian Johnson einsprang; Anm.) Klassikern wie ‚Whole Lotta Rosie‘ gerecht wird, aber sie live sehen lohnt immer, überall und jedenfalls. Meine absolute Lieblingsrockband.“

„Das erste Mal hörte ich diesen Song vor sechs Jahren, wir waren damals auf Tour, als unser Gitarrentechniker ihn mir vorspielte. Das machten wir dann jede Nacht vor den Shows. Mit Lemmys rauer Stimme und der verzerrten Bassgitarre motiviert dich dieser Song wie kein anderer. Lemmy war der ultimative Badass-Rocker, der noch kurz vor seinem Tod letztes Jahr auftrat. Mich inspiriert, wie sehr er liebte, was er tat.“

Slipknot „People = Shit“ (vom Album „Iowa“) „Der Song ist so krank! Superschnelle Passagen, langsame Headbang-Riffs, und beim Refrain brüllt die ganze Band immer wieder ‚People equals shit‘ (‚Menschen sind Scheiße‘). Ihre Texte sind so roh und ungefiltert – ich liebe sie. Ich weiß nicht, ob wir Masken und Feuer (zwei von Slipknots Kennzeichen; Anm.) in unsere Shows einbauen würden, aber musikalisch und lyrisch hatten sie großen Einfluss auf den Beartooth-Sound.“

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PROCOL HARUM „A WHITER SHADE OF PALE“ Der Klassiker von 1967 erinnert stark an Bachs „Air“ aus der 3. Orchestersuite, besonders die absteigenden Akkordfiguren im Intro – sie sind fast identisch mit dem Werk des deutschen Komponisten.

THE BEACH BOYS „LADY LYNDA“ Ober-Beach-Boy Brian Wilson erzählte einmal, dass Bachs Musik die Hitsingle „California Girls“ inspiriert habe. „Lady Lynda“ geht noch weiter, beginnt sogar mit einer Cembalo-Melodie, die auf „Jesus bleibet meine Freude“ basiert.

GADGET Nura

Das Headset des Start-ups aus Australien verspricht ein absolut individuell abgestimmtes Hörerlebnis. Beim ersten Aufsetzen spielt es Töne, auf die deine Hörschnecke mit elektrischen Signalen antwortet. Das Gerät ermittelt dadurch deinen persönlichen Frequenzbereich und erstellt ein optimales Hörprofil für dich. nuraphone.com

MUSE „PLUG IN BABY“ Das Intro ihrer Hitsingle aus dem Jahr 2001 gilt als eines der größten Rockgitarrenriffs der jüngeren Zeit. Aber nur wenige wissen, dass Matt Bellamys Geniestreich eigentlich Bachs Orgelstück „Toccata und Fuge in d-Moll“ zu verdanken ist.

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MYRIAM SANTOS

ACTION


www.pacha.com


ACTION

„Auf Platz 3 fahre ich sogar, wenn man mir eine Hand auf den Rücken bindet.“ Marc Márquez’ selbstbewusste Ansage, bevor er erstmals MotoGP-Weltmeister wurde

RED BULL TV

CHOOSE YOUR OWN ADVENTURE

Red Bull TV zeigt exklusive Dokumentarreihen, Filme und Live-Events.

ON ANY SUNDAY: THE NEXT CHAPTER AVAILABLE NOW ON RBTV 1971 kam ein Film in die Kinos, der Stars wie Steve McQueen und ihre Leidenschaft zu Motorrädern porträtierte: „On Any Sunday“. Gut 40 Jahre später zeigt „The Next Chapter“ aktuelle Motorradstars wie Marc Márquez, Travis Pastrana und Robbie Maddison.

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CULTURE RED BULL TV-HIGHLIGHTS

CRANKWORX

LIVE 20. & 21. AUGUST, 20.00 Die weltbesten Slopestyle-Mountainbiker zeigen, was sie können: im Bikepark schlechthin in Whistler im kanadischen British Columbia.

BESTIVAL MUSIC FESTIVAL

LIVE 9. – 11. SEPTEMBER, 18.00 2004 rief der legendäre DJ Rob Da Bank das Festival auf der Isle of Wight ins Leben. Das Bestival präsentiert das perfekte Line-up für „Season of Festivals“ von Red Bull TV.

SO SIEHST DU RED BULL TV ÜBERALL Red Bull TV ist ein innovativer Multi-Platform-Channel mit unterhaltsamem, inspirierendem Programm „beyond the ordinary“. Red Bull TV ist auf einer Vielzahl von Geräten jederzeit und überall zu sehen. Alle Infos: redbull.tv

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GOLD&GOOSE/RED BULL CONTENT POOL(2), BARTEK WOLINSKI/RED BULL CONTENT POOL, STEVE STILLS/RED BULL CONTENT POOL(2), ERIK VOAKE/RED BULL CONTENT POOL

Marc Márquez, Testfahrt auf seiner Honda in Sepang, Malaysia

RED BULL HARDLINE

LIVE 18. SEPTEMBER, 21.00 Die besten Mountainbiker der Welt messen sich in Dinas Mawddy, Wales, auf dem wohl härtesten Downhill-Kurs des Jahres.

AUSTIN CITY LIMITS MUSIC FESTIVAL

LIVE 30. SEPTEMBER – 2. OKTOBER, 21.00–05.00 Austin, Texas, ist eine Livemusik-Metropole. Warum das so ist? Sieh dir einfach den Event im Zilker Park an. 2016 spielen hier LCD Soundsystem, Kendrick Lamar und Radiohead, um nur einige zu nennen.

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ACTION

CULTURE

LEBENS-SPIELE MARK NAUTA

EXTRALEBEN

Der Game-Designer arbeitete an „XCOM 2“ und hauchte dem totgesagten Rundenstrategie-Genre neues Leben ein. Hier erzählt Nauta, wie es dazu kam. DAS SPIEL, DAS MICH INSPIRIERTE „MASS EFFECT“

„Für mich war schon vorher klar, dass ich Game-Designer werden möchte. Aber erst die ‚Mass Effect‘-Reihe öffnete mir die Augen dafür, wozu das Medium ‚Game‘ in der Lage ist, wenn man alle Möglichkeiten nutzt. Es schuf diese faszinierende Welt voller zwiespältiger Charaktere und verpackte sie in solides Gameplay.“

„,XCOM 2‘ war mein erstes großes Projekt. Nicht schlecht für den Anfang, oder? Davor machte ich bei Studentenprojekten und Game-Jams mit. Dabei entstanden der Koop-Shooter ,Tetrapulse‘ und ,Groovy Tuesday‘, ein Musikspiel mit einem Rollschuh fahrenden Elefanten. Dass ich jetzt bei den Strategiespielen gelandet bin, verdanke ich bestimmt den Dance-Moves des Elefanten.“

MEIN ERSTES SPIEL „WORLD OF ILLUSION STARRING MICKEY MOUSE AND DONALD DUCK“

NAUTAS TOP-TIPP „,XCOM 2‘ belohnt deine Aggressivität. Wenn sich also eine Gelegenheit ergibt, den Aliens eins auf den Deckel zu geben, dann darfst du nicht zögern. Selbst auf die Gefahr hin, damit vielleicht die eigene Truppe in Gefahr zu bringen.“

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„Ich zockte das Spiel gemeinsam mit meiner Schwester, wir lösten Rätsel und entdeckten die Welt. Der Sega Mega Drive und legendäre Spiele wie ,Sonic‘ und ,Road Rash‘ bedeuteten mir alles. Ich war damals gerade mal fünf, aber da wurden die Weichen gestellt. Seitdem spielen Games eine Hauptrolle in meinem Leben.“

Sega Mega Drive Arcade Ultimate Portable Wunderbar sentimentales Oldschool-Gaming für unterwegs: 2,8-ZollDisplay, aufladbarer Akku und 20 vorinstallierte Klassiker, darunter „Sonic the Hedgehog“.

MEIN AKTUELLER FAVORIT „ROCKET LEAGUE“

„Ob ,Rocket League‘ oder ,Civilization V‘-Marathon – Multiplayer bedeutet für mich, mit Kumpels im ganzen Land in Kontakt zu bleiben. Natürlich spiele ich auch gern allein, aber hey, wer möchte nicht den Ball im Tor des besten Freundes versenken?“

DAS SPIEL FÜR DIE EINSAME INSEL „SUPER SMASH BROS. MELEE“

„15 Jahre spiele ich ,Super Smash Bros. Melee‘ bereits, und ich bereue keine einzige Stunde davon. Auch nach Jahren kann man sich noch verbessern, wie die vielen Contests zeigen. Jetzt hoffe ich nur, dass kein absoluter Newbie gemeinsam mit mir auf einer einsamen Insel strandet.“

Atari Flashback 6 In den 70ern war das Atari 2600 der Tod aller Familienabende. Jetzt kehrt es als Plug-andPlay-Konsole zurück, mit zwei originalgetreuen Joysticks und 100 Spielen von „Space Invaders“ bis „Centipede“.

Sinclair ZX Spectrum Vega+ Basiert auf dem Heimcomputer Sinclair ZX Spectrum, der Gaming in den 1980ern prägte. Mit Crowdfunding konnte ZX-Erfinder Clive Sinclair die Handheld-Konsole mit 1000 Klassikern finanzieren.

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DAS ERSTE SPIEL, AN DEM ICH ARBEITETE „XCOM 2“

Zocken wie in guten alten Zeiten mit Retro-Konsolen im neuen Outfit


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EVENTS

Snowboarder Benjamin Karl beweist beim Dolomitenmann 2015 Qualitäten am Mountainbike.

11./12. September Red Bull Dolomitenmann Lienz 29. Auflage des härtesten Staffelbewerbs der Welt für Bergläufer, Paragleiter, MountainMountain biker und Wildwasserkanuten – Letztgenannte werden nach schwieriger Route in der Drau mit geschultertem Boot für den spektakulären Zielsprint am Lienzer Hauptplatz sorgen. Abwechslungsreich das Rahmenprogramm (Eintritt frei!): Open-Air-Konzert von Norman Stolz (Freitag) und Virginia Ernst (Samstag), Showfly mit Alexander Balzer und MTB-Trial-Show mit Tom Öhler und Fabio Wibmer. redbulldolomitenmann.com

18. – 20. August FM4 Frequency Festival St. Pölten

8. September Powernerd B72, Wien Sie sehen aus wie Daft Punk und mixen ausufernde Gitarrensoli mit herrlich kitschigen 1980erSynthie-Pop-Melodien. In Szenekreisen werden Powernerd schon als das nächste große Ding gefeiert. Zu Recht? Lässt sich im B72 überprüfen, wenn das Wiener Trio sein Debütalbum „Nerd Power“ präsentiert. facebook.com/pwrnrdmusic

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Das FM4 Frequency ist der Allrounder des Festivalsommers. Nicht nur, dass ziemlich jedes Genre zwischen Hardcore-Punk und Handtaschen-House abgedeckt wird: Die 130.000 Besucher können tagsüber im Traisenfluss baden oder auf der Talent-Bühne selbst aktiv werden. Neben Haupt-Acts wie Deichkind, Limp Bizkit und Massive Attack gibt’s viele neue Talente zu entdecken. Die Highlights: Pop-Prinzessin Dua Lipa (Bild), Rap-Newcomer Anderson .Paak und das Blues-Punk-Sextett Fat White Family, aktuell Englands wildeste LiveBand. Wer bei der Pop-up-Show des Red Bull Brandwagens (20. 8., 18 Uhr) auftritt, wird hingegen erst kurz vor dem Event selbst verraten. frequency.at

Jungstar Dua Lipa

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DAVID ROBINSON/RED BULL CONTENT POOL, CLEMENS SCHNEIDER, DAVID ROBINSON/RED BULL CONTENT POOL, ERICH MÜLLEGGER

ACTION


27. August Red Bull 400

So war’s 2015: Skispringer Andreas Kofler in der Gegenrichtung unterwegs

Bischofshofen

Wie weh 400 Meter Laufstrecke tun können, beantwortet heuer zum zweiten Mal das Red Bull 400 auf der Paul-Außerleitner-Schanze, dem größten Bakken der Vierschanzentournee, in Bischofshofen. Zunächst geht’s den bis zu 35 Grad steilen Auslauf hinauf, ehe die Entscheidung im Anlauf der Schanze fällt, teilweise auf allen vieren. Der Eintritt für Besucher ist frei. 2015 brauchte Sieger Ahmet Arslan (TUR) 3:17,9 Minuten. redbull.at/400

Weitere Pflichttermine in den nächsten Wochen

20

August Champions Hockey League

28. August Ötztaler Radmarathon

5. September Sunn O))) + Big Brave

Start und Ziel: Sölden

Arena, Wien

Seit 1982 stellen sich hier Hobby­ und Profisportler einem der an­ spruchsvollsten Radrennen Euro­ pas: 238 Kilometer Streckenlänge, 5500 Höhenmeter, bis zu 18 Pro­ zent Steigung. Nach gut sieben Stunden Fahrzeit sollte der Sieger gegen 13.30 Uhr ins Ziel kommen. oetztaler­radmarathon.com

Pflichttermin für alle Metal­Fans und Lärm­Fetischisten: Mit ihren brachialen Gitarrenriffs im Zeit­ lupentempo gilt Sunn O))), die stets in Mönchskutten auftretende kalifornische Kult­Combo des Drone­Doom­Genres, als die wohl lauteste Live­Band der Welt. sunn.southernlord.com

Am Red Bull Ring zu sehen: Superbikes mit 1000 cm³

20./21. 8. Internationales Rupert Hollaus Gedächtnisrennen Red Bull Ring, Spielberg Für Rennfahrer und Motorradliebhaber aus ganz Europa ist der Termin am Red Bull Ring ein Fixstern. Zu sehen gibt’s historische WM­Motor­ räder bis Baujahr 1990 (125 bis 750 cm³), Seitenwagen sowie moderne Bikes bis Baujahr 2016 aus den Klassen Supersport, Superbike oder BMW Boxer Challenge. Mit gültiger Eintrittskarte hat man auch Zutritt ins Fahrerlager. projekt­spielberg.com

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SAVE THE DATE

Los geht’s für den EHC Red Bull Salzburg in der besten europäischen Eishockeyliga: Auftakt­ gegner in der CHL ist der englische Meister Sheffield Steelers. Wei­ ters in der Gruppe: HV71 Jönköping aus Schwe­ den (Heimspiel am 7.9.). 20. 8., Eisarena Salzburg

10. – 13. August Calle Libre Wien

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August Faaker See Triathlon Triathlon am maleri­ schen Kärntner Faaker See. Vier Bewerbe stehen für Profis und Einsteiger zur Wahl (Aquathlon, Volkstri­ athlon, olympische Dis­ tanz und Staffelbewerb). Die Anmeldung ist noch bis 19. 8. möglich. 26./27. 8., Faaker See

Beim größten Wiener Street-ArtFestival Calle Libre lassen sich heimische Gra∞ti-Künstler von Sprayern aus Südamerika inspirieren. In Live Paintings werden vor Publikum gemeinsam riesige Häuserwände im sechsten Bezirk und entlang des Donaukanals gestaltet, schon jetzt eine der größten Gra∞ti-Freiluft-Galerien Europas. Neben Künstlergesprächen im Museumsquartier und Workshops, bei denen die Besucher den richtigen Dosenschwung erlernen können, gibt’s am 13. August eine große Abschlussparty mit FoodTrucks und DJ-Sounds in der Alten Post. callelibre.at

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September Nuke Festival Um ihr aktuelles Best­ of­Album „Vier und Jetzt“ zu feiern, kom­ men Die Fantastischen Vier für ein Konzert nach Österreich. Beim Nuke treten sie neben Stars wie The 1975 und AnnenMayKantereit auf. 3. September, Messegelände, Graz

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ACTION

HOW TO

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Beobachte Pflanzen

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Achte auf die Elemente

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Erkenne Gefahr am Wellengang

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Meide nächtliche Expeditionen

„Beobachte die Vegetation an feuchten Plätzen und an trockenen. So kannst du anderswo an der Flora erkennen, ob das ein feuchter oder trockener Platz ist – auch wenn er das im Moment nicht sein sollte. So kannst du eine Art Feuchtigkeitskarte erstellen. Und noch ein Tipp: Bäume wachsen waagrechter auf der Südseite eines Hügels und senkrechter auf der Nordseite.“

„Die Tuareg-Nomaden zeigten mir: Wenn Wind über Sand weht, entstehen ungleichförmige Rippelmarken – auf der windzugewandten Seite sind sie flach, auf der windabgewandten tief. Dasselbe Spiel am Strand: Bei ungleichmäßigen Rippeln fließt Wasser von der flachen zur tiefen Stelle, aber nicht zurück. Ungleichmäßige Rippel mit flacher Oberfläche deuten auf Tidengewässer hin, gleichmäßige Rippel sind ein Zeichen von Wellenbrechern. Willst du ins Wasser, achte nächstes Mal darauf. Noch ein Tipp: Wenn an einer Stelle das Wasser nur rausströmt, solltest du dort nicht schwimmen – es handelt sich oft um eine gefährliche Rippströmung.“

Klar, GPS und Navis sind super, aber: ohne Akku? Wenn du also in der Wildnis bist, dann vergiss Google. Und denk an Gooley. An Tristan Gooley, Abenteurer und Autor von „Der natürliche Kompass“. Von der Berechenbarkeit modernen Reisens gelangweilt, lernte er von den Inuit, Tuareg und Dayak, Borneos indigenem Volk, sich bei der Navigation auf die Natur zu verlassen. „Die Natur“, sagt Gooley. „ist mir heute ein Wegweiser.“ Seither führte er Expeditionen auf fünf Kontinenten und überflog und durchsegelte solo den Atlantik. Sein Know-how bringt dich nicht nur sicher zurück, es zeigt dir auch den Weg zu dir selbst: „Wenn mich auf einem Marsch Sterne, Bäume und Tiere leiten, erlebe ich denselben Nervenkitzel wie als Knirps im Schlauchboot.“ naturalnavigator.com

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Lerne zuerst zu sehen …

„Unser Gehirn registriert zuerst Bewegungen, weil sie Gefahren oder Chancen bedeuten. Erst dann erkennen wir Formen und Farben. Dieses Verhalten lässt sich aushebeln. Wenn du von links nach rechts blickst, schaltet dein Gehirn auf Autopilot, das haben wir vom Lesen. Wenn du jedoch von rechts nach links blickst, wirst du aufmerksamer – die Augen senden Signale auf andere Weise ans Gehirn, damit es besser aufpasst.“

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… und dann höre auf zu sehen

„Zum Bestimmen der Windrichtung schließt du die Augen und drehst den Kopf so lange, bis du den Wind gleichmäßig auf beiden Seiten der Nase spürst. Lass deine Augen geschlossen und fahr mit einem Karateschlag durch den Wind – die Hand sollte sich beidseitig kalt anfühlen. Öffne deine Augen – der Wind kommt aus jener Richtung, in die deine Hand zeigt. Wetterumschwünge werden dich jetzt nicht mehr überraschen.“

„Die Reflexion der Abendsonne im Wasser trägt Information in sich: je breiter, desto höher die Wellen. Die Reflexion ist oft ungleichmäßig, an diesen Stellen herrscht rauer Seegang oder stärkerer Wind. Dasselbe Prinzip gilt übrigens auch bei Mondschein auf hoher See oder bei einer Straßenlaterne an einem Dorfteich.“

„Die Tuareg sind nie nachts unterwegs. Den Grund dafür zeigten sie mir auf einem Spaziergang, als sie mich nach dem Rückweg fragten. Ich wusste nicht weiter, obwohl ich die Grundregeln befolgte. Ich wusste um die Himmelsrichtungen. Mir war klar, dass wir 20 Minuten lang in eine Richtung und 20 weitere nach Westen liefen – aber der Mondschein verändert die Landschaft dramatisch. Der Mond muss sich nur um 15 Grad verschieben, und schon ist die Wüste ein anderer Ort.“

THE RED BULLETIN

MARK THOMAS

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Simply

C

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Das C


ACTIVE WEAR

ANZIEHUNGS-ANZIEHUNGS KRAFT Früher gaben Arbeitskleidung und militärische Uniformen die Richtung vor für das, was uns die Fashion-Industrie auf den Leib schneiderte. Heutzutage ist der Sport Trendsetter für technologischen und modischen Fortschritt.

Ed Scott gründete seine Firma 1958 mit dem ersten Alu-Skistock. Aktueller Stand der Evolution: dieser 25 Icon Hoody. scott-sports.com

Meere retten geht auch so: Im Ocean Crew Sweater verwendet O’Neill Eco-Textilien aus angespülten Plastikflaschen. oneill.com

Ob Pullunder, Socken oder dieses Men Originals Tennis Tee: Argyle-Look garangaran tiert zeitlos sportliche Optik. adidas.com

Das Polohemd wurde für Tennisspieler erfunden. Dieses Exemplar darf man auch abseits des Courts tragen. olymp.com

SHIRTS Atmungsaktives und schnell trocknendes Gewebe im Colour-Blocking-Look: Dry-PiquéPoloshirt mit Technikstudium. uniqlo.com

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Das T-Shirt als (zu Recht) gut verstecktes Unterhemd hat ausgedient. Und Sweatshirts sind nicht mehr der Grund, weshalb man beim Training ins Schwitzen kommt. Mit Schick haben sich die Nützlinge und ihre Träger emanzipiert: Ob Büro oder Nachtclub, sie sind überall zu finden.

„Athletic Grey“ färbt oft Militär-Trainingskleidung, der Mont Blanc Raglan Sweater steht auch Pazifisten gut. howl-london.com

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ACTIVE WEAR

HOSEN Jogging- und Trainingshosen sind schon längst in. Aber erst seit dem Athleisure-Boom musst du nicht mehr Kanye heißen, um sie auch in einem schicken Restaurant tragen zu dürfen.

Diese Arbeitshose der Skateboarding-Kollektion zeigt, wie gekonnt Levi die Mottos Arbeitskleidung und Jugendkultur vereint. levi.com

Famaro Tourenhose: für den schnellen Ausund Einstieg top – der lange Ventilationszipp am Oberschenkel. northland-pro.com

Die tailliert geschnittene Trainingshose Trefoil Football Club bringt Käfig-Kick-Schick in den neuen Athleisure-Trend. adidas.com

Die federleichte (153 g) Alpine Houdini schützt vor Wind und Wetter, bleibt dabei aber atmungsaktiv. patagonia.com

Eden Sweatpants im zeitlosen Frottiergewebe der US-Militär-Sportkleidung machen auch unsoldatisches Leben gemütlich. finisterre.com

Die Sweatpant Todd Snyder X Champion Classic ist schlicht zu : zu gemütlich für schicke Orte. Zu schick für gemütliche Orte. toddsnyder.com

Belvidere Pant: ideal für den TV-Nachmittag wie für den Abenteuerausflug. Plus: Sie passt in ihre eigene Seitentasche. burton.com

Moto Sweatpants mit geripptem Kniepolster und elastischem Beinabschluss werden in Los Angeles von Hand genäht. aviatornation.com

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ACTIVE WEAR Was Adidas draufhat, beweist einmal mehr der Ultra Boost Uncaged: Primeknit-Obermaterial sorgt für sockenähnliche Passform, die Stretchweb-Außensohle holt maximale Energie aus jedem Schritt. adidas.com

Der Air Huarache Ultra ist ein Revival des Nike-Klassikers von 1991. Besonderheit: Die Mittelsohle übernimmt auch die Funktion der Außensohle und macht den Schuh unfassbar leicht. nike.com

DynaFlyte? Klingt mehr nach Kampfjet als nach Schuh – hier aber aus gutem Grund. Denn Asics’ Impact Guidance System lässt den Fuß bei jedem Schritt schneller abrollen. asics.com

SCHUHE Vom Converse All-Star bis zum Nike Air Jordan: Sneaker haben Sport und Mode nachhaltig geprägt. Revolutionen in Material und Technik heben die aktuellen Modelle auf das nächste Style- und Performance-Level.

Die ersten Vans Sk8-Hi kamen 1978. In fast vierzig Jahren haben sich die Skate-Klassiker kaum verändert: Canvas-Obermaterial, Schaft und Wa≠elsohle sind gleich cool geblieben. Skaterhimmel! vans.com

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Auch zwanzig Jahre nach seinem Launch ist der Instapump Fury OG mit der verblüffenden „The Pump“-Technologie und dem großartigen Design noch so stylish und angesagt wie am ersten Tag. reebok.com

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ACTIVE WEAR

ACCESSOIRES Zu stilsicherem und funktionellem Sport-Equipment gehört mehr als Sto≠ und Nähte. Ob Fitness-Uhren, Sport-Sonnenbrillen oder Backpacks: Diese Accessoires dürfen bei keinem deiner Abenteuer fehlen.

Vor über einem Jahrhundert begann Julbo mit dem Bau von Brillen, damals zum Schutz der Augen von Kristallsuchern in den Bergen rund um Chamonix. Diese Version brilliert am Strand. julbo.com Der robuste Woodford Daypack macht beim Hipster-Flohmarkt ebenso gute Figur wie auf freier Wildbahn. jack-wolfskin.com

Die Fitbit Blaze vereint alle wesentlichen Fitness- und Tracking-Funktionen in einer wirklich schicken Smartwatch. fitbit.com

Die Baseballkappe ist die Ikone alltagstauglicher Sportswear – ganz besonders natürlich in zeitlosem Grau. soliver.eu

Sensoria Smart Socks sind wirklich clever: Eingebaute Sensoren senden Schrittzahl und Tempo an eine App. sensoriafitness.com

Bei Kälte wärmt eine klassische Haube am besten. Kann durch den gerollten Rand kurz und lang getragen werden. salomon.com

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Wenige Brands kombinieren Extremsport und High-End-Style so smart wie Nixon – hier am Beispiel des Gürtels Enamel Icon II. nixon.com

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ACTIVE WEAR

Series One: enger Schnitt für perfekte BeBe wegungsfreiheit, scharfer Look als Extra obendrauf. reebok.com

Exo 3L Finn: Verschweißte Nähte (Wasser(Wasser säule: 15.000 mm) halten das garstige WetWet ter garantiert draußen. northland-pro.com

Ortles Hybrid Jacket: Der hoch geschnittene Kragen lässt bei der Bergtour garantiert kein Wasser an den Körper. salewa.at

Hoodie Xenox X mit PrimaLoft-Füllung: isoliert für die Polar-Expedition, designt für den Stadtspaziergang. rab.equipment

Legacy Insulator: Dichtes Fleece-Gewebe und Einsätze mit PrimaLoft-Isolierung lassen dem Nordwind keine Chance. hellyhansen.com

JACKEN Golis Polartec Jacket: wetterfest, komfortabel und vor allem sehr warm bei sehr wenig Gewicht. buffwear.com

THE RED BULLETIN

Der Anorak war einst ein biederes Symbol der Zweckmäßigkeit: Er hielt warm und trocken – und das sah man ihm auch an. Hightech-Materialien und moderne Ästhetik machen aus der neuen Anorak-Generation wahre Vorzeigeobjekte.

Der Anorak des X-Games-Champions Seb Toots macht dich nicht zum besseren, aber zum hübscheren Snowboarder. oneill.com

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MAKES YOU FLY

Was macht ein fünffacher X-Games-Sieger, wenn ihm nach neuen Inspirationen ist? Er baut sich einen eigenen Bike Park. Und was, wenn es sich dabei um den venezolanischen Superstar Daniel Dhers handelt? Dann baut er ihn sich aus Salz. In der 10.000 Quadratkilometer großen Salztonebene Salar de Uyuni im Hochland von Bolivien fand sich jede Menge entsprechendes Baumaterial. instagram.com/danieldhers

BMX-Künstler Daniel Dhers, 31, testet seine Quarterpipe aus Salz auf 3600 Meter Seehöhe.

DIE NÄCHSTE AUSGABE DES RED BULLETIN ERSCHEINT AM 13. SEPTEMBER 2016. 98

THE RED BULLETIN

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SALAR DE UYUNI, BOLIVIEN, 11. APRIL 2016

„Lunge und Augen brennen, der Rachen kratzt: ein geiler Tag.“


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