Theaterzeitung März/April 25

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März April 24/25

Morgens Hörsaal, abends kostenlos ins Theater.

�Für Studierende der TU Braunschweig und der HBK Braunschweig ist der Eintritt in Vorstellungen (ausgenommen Premieren und Sonderveranstaltungen) ab drei Tagen vor der Vorstellung frei. Und bis zu zwei Begleitpersonen zahlen nur den halben Preis.

Liebes Publikum,

nach der gelungenen Zusammenarbeit mit dem Herzog Anton Ulrich Museum (HAUM) in der Spielzeit 22/23 zu Person und künstlerischem Wirken Max Beckmanns, folgt jetzt ein neuer Anlass, den Austausch fortzusetzen. Zwischen 11. April und 24. August blickt die Graphik-Ausstellung »True Crime Cast: Macht und Gewalt im Portrait« hinter die offiziellen Fassaden der Macht und ihre (Selbst-) Darstellung. Denn Kunst verbirgt mehr als sie zeigt. Anlässlich der Vorstellung von »Dorian G.« am 12. April im Kleinen Haus des Staatstheaters wird die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Sarah Babin, eine Einführung in das Wesen der Portraitkunst geben. Im Gegenzug wirft Dramaturg Holger Schröder, unterstützt von einem Kollegen des Schauspielensembles, ebenfalls am 12. April einen speziellen Blick auf die im HAUM ausgestellten Portraits einiger Herrscher, die weniger durch Güte und kluge Staatspolitik auffielen, als durch Machtmissbrauch und Unterdrückung. Ein Kombiticket ist an der Vorverkaufskasse des Staatstheaters und im Herzog Anton Ulrich Museum erhältlich.

»Schwerelos« heißt die große Ausstellung von Leandro Erlich, die noch bis zum 13. Juli im Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen ist. Das Tanztheater des Staatstheaters Braunschweig gastiert am 12. April um 15 Uhr mit einer improvisierten Performance in der Ausstellung. Die Tänzer:innen lassen sich unmittelbar auf die spektakulären Installationen des argentinischen Künstlers ein. Diese verführen mit überzeugender Illusionen zum Staunen, laden aber auch ein, sich mit den Beziehungen zwischen Technologie, Raumfahrt, Ökologie oder Migration zu befassen. Im Wechselspiel zwischen bildender Kunst und tänzerischer Bewegung entsteht eine spannungsreiche und in Teilen spontane Aufführung, ein intensiver Dialog der beiden Kunstformen wird sinnlich erfahrbar. Tickets sind über das Kunstmuseum Wolfsburg erhältlich.

Was Ihnen unsere festen Bühnen im März und April zu bieten haben, zeigen wir Ihnen gerne auf den folgenden Seiten.

Bleiben Sie uns gewogen, Ihr Staatstheater Braunschweig

»Don Quijote« auch in Hildesheim

Ende März gibt es die Chance für alle Don Quijote-Fans zu einem wahren Theaterrausch. Nach der letzten Brauschweiger Vorstellung des Tanztheaterabends »Don Quijote« am 28.03. kann man im theater für niedersachsen in Hildesheim am 29.03. um 19:00 Uhr die Premiere des Musicals der mann von la mancha besuchen und am 30.03. um 14:00 Uhr eine Vorstellung des Schauspiels don quijote sowie um 19:00 Uhr eine Vorstellung der Oper don chisciotte. Außerdem lädt rund um diese Trilogie unserer Hildesheimer Kolleg:innen ein vielfältiges Rahmenprogramm dazu ein, sich aus verschiedenen Blickwinkeln dem Kosmos des »Ritters von der traurigen Gestalt« zu nähern.

Tickets unter 05121 1693 1693, per Mail an service@tfn-online.de sowie unter www.mein-theater.live.

Umschlag: Die Zeit ist reif, Tanztheater; Antigone, Schauspiel / JUNGES!
KI Motive von Max Kuwertz
↥ Ausstellung »Schwerelos« im Kunstmuseum Wolfsburg, Foto: Kruszewski

Mephisto

Während rechtspopulistische Parteien und Persönlichkeiten weltweit Regierungsverantwortung übernehmen, wird Klaus Manns Roman von 1936 wieder erschreckend aktuell. Im Großen Haus spielt Götz van Ooyen die Titelrolle in einer Neuinszenierung von Matthias Rippert.

Als der Schauspieler Hendrik Höfgen in Hamburg erste Erfolge feiert, ist ihm die »Provinz« längst zu eng. Er will gesehen werden um jeden Preis. Tatsächlich gelingt ihm der Sprung: In Berlin, wo man in den letzten Tagen der Weimarer Republik ekstatisch feiert und tanzt, glänzt bald auch er. Auf der Bühne wie in den Salons. Er zeigt sich politisch links, plant ein »Revolutionäres Theater«. 1933 scheint dann alles aus. Doch er arrangiert sich, steigt als gefeierter Star des neuen Regimes bald bis zum Staatstheaterintendanten auf. Dass er dafür nicht nur alte Freunde verrät, sondern auch seine politischen Überzeugungen, nimmt er in Kauf. Er verlangt, unpolitisch sein zu dürfen, in einer Zeit, die das unmöglich macht: »Ich bin doch nur ein ganz gewöhnlicher Schauspieler«.

Der 1936 im niederländischen Exil verfasste Roman erzählt von Kunst und Widerstand, fragt nach individueller Verantwortung und zeichnet das Porträt eines Karrieristen. Auch wenn Klaus Mann immer betonte, er zeige einen »Typus«, ist in der Figur des Höfgen Gustaf Gründgens, einst sein Schwager und Weggefährte früher Theater-Experimente, erkennbar. So gut, dass »Mephisto« in der Bundesrepublik lange nicht verlegt werden konnte. Während Gründgens seine berufliche Laufbahn nach dem Krieg fast bruchlos weiterführte, setzte Mann, der in Deutschland nie wieder Fuß fasste, seinem Leben 1949 ein Ende. Seine Studie der »soziologischen und geistigen Voraussetzungen, die einen solchen Aufstieg erst möglich machten«, aber bleibt aktuell. Zumal für eine Zeit, die eine klare politische Haltung im Handeln verlangt.

Nach den erfolgreichen Inszenierungen »Die Reise nach Kallisto« und »State of the Union« inszeniert Regisseur Matthias Rippert erneut am Staatstheater Braunschweig. Die für seine Inszenierung eigens erstellte Bühnenfassung bleibt mit prägnanten, filmschnittartig collagierten Szenen dicht an der Romanvorlage.

Regie: Matthias Rippert

Bühne: Fabian Liszt

Kostüme: Alfred Morina

Musik: Robert Pawliczek

Dramaturgie: Katharina Gerschler

Mit Tobias Beyer, Gertrud Kohl, Roman Konieczny, Ivan Marković, Georg Mitterstieler, Robert Prinzler, Lea Sophie Salfeld, Ines Schiller, Heiner Take, Götz van Ooyen, Lina Witte, Ana Yoffe

Premiere im Großen Haus am 08. März 2025, weitere Vorstellungen am 14., 16. und 22. März, 17., 25. und 27. April sowie 01., 10., 16., 25. und 30. Mai

Gustaf Gründgens (hier 1957) in der Rolle, die er seit 1932/33 immer wieder spielte. Foto: Rosemarie Clausen ↥

BuchClub »Nosferatu« und »Mephisto«

Im März und April veranstaltet der Staatstheater BuchClub gleich drei Leserunden im 5kW. Die Lesegruppe »Mephisto« nimmt sich am 05. März und am 23. April um 18:30 Uhr des gleichnamigen Romans von Klaus Mann an. Und der BuchClub »Nosferatu« kommt am 26. März um 18:30 Uhr zum zweiten Mal zusammen, um die Bühnenadaption von Bram Stokers »Dracula« zu besprechen. Der Eintritt ist frei, Zählkarten sind online oder an der Theaterkasse erhältlich.

Benefizkonzert »L’Heure Verte«

Der Braunschweiger Rotaryclub Heinrich der Löwe veranstaltet am Sonntag, den 27. April um 18:00 Uhr im Kleinen Haus des Staatstheaters ein Benefizkonzert zugunsten des Schneiderprojekts »Tailors Academy« für Frauen und Kinder im südlichen Senegal. Dafür geht es zur »L’Heure Verte« nach Paris in das berühmte Café de Flore – dorthin, wo Pablo Picasso, Edith Piaf, Simone de Beauvoir und Eric Satie ihre Spätnachmittage bei einem Glas Absinth verbrachten - wo Worte, Bilder und Melodien in den Gläsern tanzten. Friederike Kannenberg (Mezzosopran) und Burkhard Bauche (Piano) gestalten den Abend mit Musik (Giraud, Satie, Bernstein, Piaf u. a.) und Erzählungen. Eintritt 17€.

Bühnenbild-Animation: Der Aufstieg des Karrieristen Höfgen lässt sich im Bühnenbild von Fabian Liszt auch räumlich mitverfolgen. Den zunächst unerreichbar scheinenden großbürgerlichen Salon, in dem er allenfalls als amüsanter Gast empfangen wird, kann der Schauspieler als neuer Star des NS-Regimes schließlich selbst bewohnen. ↥

Opernjukebox

08. März & 26. April, 21:00, Kleines Haus

An diesen Abenden werden die Sänger:innen aus unserem Ensemble zu Ihrer persönlichen Live-Jukebox. Auf dem Programm stehen natürlich Opernhits und -raritäten, aber auch das ein oder andere Schmankerl aus anderen Genres – das Musikmenü ist bei jedem Termin anders und von den jeweiligen Solist:innen selbst gewählt. Jeder Song kostet (mindestens) einen Euro – wie in der Jukebox eben – und die erwirtschaftete Summe kommt einer sozialen Einrichtung zugute.

Die Vögel

Walter Braunfels’ Erfolgsoper von 1920 feiert seine Braunschweiger Erstaufführung unter der Regie von Kerstin Steeb und der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Srba Dinić.

Mit seinem lyrisch-fantastischen Spiel gelang Walter Braunfels 1920 ein Triumph: Der bekannte Musikkritiker Alfred Einstein schrieb: »Ich glaube nicht, dass über die deutsche Opernbühne je ein so absolutes Künstlerwerk gegangen ist«. Im gesamten deutschsprachigen Raum wurden »Die Vögel« zum Kassenschlager, bis in die 30er-Jahre hinein wurden sie öfter gespielt als die Werke von Richard Strauss. »Die Vögel«, basierend auf der antiken Komödie von Aristophanes, erzählt die fantastische Reise von Ratefreund und Hoffegut, die die Welt der Menschen verlassen und neues Glück in der Heimat der Vögel suchen. Während der Romantiker Hoffegut sich dort auf die tiefe Sinnlichkeit der Nachtigall einlässt, schwingt sich Ratefreund als Verführer mit falschen Versprechungen zum verkappten Herrscher über die Vögel auf. Unter seiner Anleitung erheben sie sich gegen die Menschen und Götter, errichten das sprichwörtliche Wolkenkuckucksheim, eine Stadt in den Wolken und ziehen damit den verheerenden Zorn des Zeus auf sich.

Braunfels’ Komposition lässt das Publikum in die märchenhafte Welt der Vögel eintauchen: Sie macht die traumhaft, romantische Sphäre der Nachtigall, die Listen Ratefreunds sowie die Gewalt der Zeusschen Gewitterstürme erfahrbar. Sein musikalischer Stil vereint eine große Sachlichkeit, bewussten Verzicht auf äußere Effekte und die Orchesterfarben eines Wagner oder Strauss.

Jedoch nahm dieser Erfolg 1933 ein jähes Ende: Es wirkt wie eine Ironie der Geschichte, dass 1921 Max von Schillings, Intendant der Berliner Staatsoper, Braunfels dafür dankte, »dass [er] die deutsche Kunst um dieses echt deutsche Werk bereichert habe.« Aufgrund seiner jüdischen Herkunft aber wurden Braunfels’ Werke als sogenannte »entartete Kunst« vom NS-Regime verboten, ehemalige Freunde und Fürsprecher, wandten sich ab und machten Karriere im NS-Staat. Dass sich Braunfels’ Protagonist Ratefreund auf den Weg zu den Vögeln macht, weil er »nicht mit anseh’n konnt’ […], wie auf Erden die holde Kunst entartet«, setzt der Ironie die Krone auf.

Durch die einzigartige Verbindung von Stoff und Werkgeschichte wird »Die Vögel« zu einer eindrucksvollen Opernparabel, die auch heute noch drängende Fragen nach dem Zusammenleben aufwirft.

Musikalische Leitung: Srba Dinić

Regie: Kerstin Steeb

Bühne & Kostüm: Lorena Días Stephens, Jan Hendrik Neidert

Bewegungscoaching: Valeria Liva

Dramaturgie: Björn Seela

Chor: Johanna Motter

Mit: Galina Benevich, Maximilian Krummen, Ekaterina Kudryavtseva, Michael Mrosek, Mirko Roschkowski, Johannes Schwärsky, Florian Spiess, Isabel Stüber Malagamba sowie dem Chor des Staatstheaters Braunschweig, dem Staatsorchester Braunschweig und der Statisterie

Premiere im Großen Haus am 29. März 2025, weitere Vorstellungen am 13. und 16. April, 03., 09., 17. und 29. Mai sowie 15. Juni

Einführungsmatinee am 16. März 2025 um 11:15 im Kleinen Haus

Großes Haus

Illustration von Samuel Weikopf ↦

WIEDERAUFNAHME TANZTHEATER

Die Zeit ist reif

Viereinhalb Jahre nach der Uraufführung inmitten der Pandemie bringen Gregor Zöllig und sein Ensemble den spektakulären Tanz- und Performance-Parcours »Die Zeit ist reif – Ein Manifest für die Gemeinschaft« zurück ins Große Haus des Staatstheaters.

In kleinen Gruppen erlebt das Publikum einen Parcours mit elf Stationen vor, hinter, auf und unter der Bühne. Es geht durch die Gänge und Windungen des Staatstheaters Braunschweig: ein ganz besonderer Perspektivwechsel. Gemeinschaft wird von außen und von innen betrachtet, im Liegen mit dem Blick gen Himmel oder von oben mit den Augen auf jene gerichtet, die nicht dazugehören. An den einzelnen Stationen dieses geführten Parcours tun sich doppelte Böden auf und geben den Blick frei auf Konstellationen der Gemeinschaftsbildung und des Zusammenhalts. Entscheidungen treffen wir nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Körper. »Stillstand ist der Tod der gemeinschaftlichen Zukunft«, so lautet die erste These des den Parcours begleitenden Manifests. Zehn weitere Thesen – provokant, inspirierend, hypothetisch – folgen und fassen gedanklich das zusammen, was in Bewegung, Tanz und Performance eine künstlerische Ausdrucksform findet.

Anlässlich der zehnjährigen Jubiläumsspielzeit von Gregor Zöllig in Braunschweig ist das Publikum eingeladen, dieses Schlüsselwerk erneut zu erleben, ein- und abzutauchen, zurückzublicken, zu reflektieren und zu überprüfen, welche Auswirkungen die Thesen im Wandel der Zeit auf uns gehabt haben. Oder den Parcours ganz neu zu entdecken – denn die Aufführungen im Jahr 2021 waren schnell ausverkauft.

Großes Haus

04.,

Inszenierung: Gregor Zöllig

Choreografie: Gregor Zöllig in Zusammenarbeit mit dem Tanzensemble

Bühne, Raumkonzept, Kostüm: Sabine Mader

Dramaturgie: Ira Goldbecher

Mit Michael D’ Ambrosio, Filipa Amorim, Alice Baccile, Francesca Castellari, Brendon Feeney, Giovanni Fumarola, Miriam Kaya, Maria Gabriela Luque, Noriko Nishidate, Dariusz Nowak, Rei Okunishi, Razul Singh Gautam, Tiziano Pilloni, Lucas Roque Machado, Mátyás Ruzsom, Nao Tokuhashi

Vorstellungen am 04., 05. und 06. April 2025 –individuelle Anfangszeiten sind über die Theaterkasse oder die Homepage buchbar

Tanzworkshops für Alle

In den Workshops schaffen musikalische, szenische und tänzerische Improvisationen einen Zugang zu den Inhalten und der Ästhetik der jeweiligen Produktion. Tanzvermittlerin Brigitte Uray bietet an folgenden Terminen an, sich gemeinsam kreativ auf den Vorstellungsbesuch einzustimmen:

»Yesterday« 09.03.2025

»Die Zeit ist reif« 30.03. & 06.04.2025

Jeweils sonntags, Ort: Tanzsaal im Park, Zeit: 15:00 –17:00 Uhr, Kosten: 5 €, erm. 2,50 €, nur nach Anmeldung über brigitteuray@staatstheater-braunschweig.de

Tanz mit! für Kinder

Direkt vor der Premiere von »Supernormal Superpower« am 22. März können Kinder bei unserem Workshop mittanzen. Spielerisch bereiten sie sich so gemeinsam mit Tanzvermittlerin Brigitte Uray auf den Vorstellungsbesuch vor. Ab 7 Jahren, die Teilnahme ist kostenfrei.

14:45 – 15:30 Uhr, Kleiner Tanzsaal, Großes Haus Nur nach Anmeldung über brigitteuray@staatstheater-braunschweig.de

Ludwig van Beethoven Egmont Ouvertüre

Klaus

Dillmann

Oboen-Sonatine

mit Streichorchester (UA)

Johannes Brahms

Sinfonie Nr.4 in e-Moll op. 98

Den Oboisten Albrecht Mayer, Urgestein der Berliner Philharmoniker, verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Staatsorchester Braunschweig. In diesem Konzert erleben wir ihn nicht nur an seinem Instrument, sondern auch als Dirigenten.

Den Kompositionsauftrag für eine Schauspielmusik zu Goethes Trauerspiel »Egmont« erhielt Ludwig van Beethoven vom Wiener Hoftheater im Herbst 1809. Er brachte ihm nicht nur das dringend benötigte Honorar, Beethoven konnte in dieser Musik zudem seine Erfahrungen im französisch besetzten Österreich vertonen. Goethes Stück traf dabei genau Beethovens politische Gefühlslage: Nachdem er anfangs noch Hoffnungen in Napoleons Reformen setzte, war er inzwischen erzürnt über dessen skrupellose Methoden.

Nach Beethovens Ouvertüre wird im 7. Sinfoniekonzert ein Braunschweiger Original uraufgeführt. Der Komponist Klaus Dillmann war von 1955 bis 1988 Solo-Kontrabassist des Staatsorchesters, begleitete in dieser Position selbst unzählige Sinfoniekonzerte. Nun erklingt anlässlich seines 100. Geburtstages seine Oboen-Sonatine in der Fassung mit Streichorchester erstmals an seiner alten Wirkungsstätte.

Als Johannes Brahms seine 4. Sinfonie vollendete, war er längst ein hochgeachteter, verehrter Komponist und konnte zahlreiche Ehrungen sein Eigen nennen. Dennoch wurde der Komponist im Alter nachdenklicher und stiller, was sich in seiner letzten Sinfonie widerspiegelt, die auch als Brahms’ »Elegische« bezeichnet wird. Brahms führt seine Zuhörer:innen von einem balladenhaften Beginn über einen verträumten zweiten und prunkvollen dritten Satz zu einer finalen Passacaglia, in der das Thema in 30 einzigartigen Variationen erklingt.

Musikalische Leitung und Solist (Oboe): Albrecht Mayer Staatsorchester Braunschweig

Sonntag, 09. März 2025, 11:00 Uhr Montag, 10. März 2025, 20:00 Uhr Konzerteinführung

45 Minuten vor dem Konzert in der Hausbar im 3. Rang Staatstheater Braunschweig, Großes Haus

Foto: Joseph Ruben Heicks

Gioachino Rossini Ouvertüre aus der Oper »Wilhelm Tell« Wolfgang Amadeus Mozart Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622

Felix Mendelssohn Bartholdy

Ein Sommernachtstraum op. 61

In seinem zweiten Konzert mit dem Staatsorchester präsentiert der Artist in Residence Daniel Ottensamer mit Mozarts Klarinettenkonzert einen Klassiker der Klarinettenliteratur.

Das einzige Klarinettenkonzert Mozarts gehört zu dessen Spätwerk und wird stets mit seiner Schwärmerei über den warmen Klang der Klarinette und ihre Anpassungsfähigkeit in Verbindung gebracht. Er komponierte das Konzert für seinen Freund Anton Stadler, durch den er über die Möglichkeiten und Eigenarten des Instruments bestens unterrichtet war. Die Melodien umfassen das gesamte mögliche Klangspektrum, auch in den tiefen Registern. Es gehört bis heute zur Visitenkarte und zu den Glanzstücken im Repertoire eines Klarinettensolisten.

Eingerahmt wird das Konzert des Artist in Residence von zwei dramatischen Werken: Rossinis Oper »Wilhelm Tell« von 1829 markierte einen Schlussstrich im Schaffen des Komponisten – es war seine letzte Oper. Die charakterstarke Ouvertüre mit ihren berühmten Fanfaren wirft einen vom ersten Ton an in die Welt des bekannten Dramas von Friedrich Schiller.

Shakespeares Sommernachtstraum bildet die fantastische Welt der Schauspielmusik des 17-jährigen Mendelssohn, der mit dieser Komposition 1827 ein weltweit berühmtes und unbestritten beliebtes Stück Musikgeschichte schuf. Es entführt das Publikum nicht nur durch den märchenhaften Hochzeitsmarsch in fremde Sphären.

Musikalische Leitung: Srba Dinić

Solist: Daniel Ottensamer, Klarinette (Artist in Residence) Staatsorchester Braunschweig

Sonntag, 20. April 2024, 11:00 Uhr Montag, 21. April 2024, 20:00 Uhr Konzerteinführung 45 Minuten vor dem Konzert in der Hausbar im 3. Rang Staatstheater Braunschweig, Großes Haus

Foto: Andrej Grilc

MÄRZ / APRIL

MÄRZ

Sa0115:00EÖffentliche FührungGH

19:30MSchlaflos, E*1 GH

20:00SAus der Fremde AQ

So0211:00 J!  K PZauberflöten und Glockenspiel KH

19:30SBabettes FestZLM

20:00EMeisterkonzert: Alice Sara Ott GH

Mi0518:30EStaatstheater BuchClub »Mephisto« 5kW

19:30 J!S Achtung Durchlauf!, zu »Mephisto«, A*1 GH

Fr 0709:30 & 11:00 J!  K Zauberflöten und Glockenspiel KH

19:30 M S Im weißen Rössl, ZLM GH

19:30TYesterday, E*2 KH

Sa0819:30S P Mephisto GH

21:00MOpernjukeboxKH

So0911:00O P 7. Sinfoniekonzert, E*1 GH

15:00T Tanzworkshop für Alle, zu »Yesterday«, A*2 TiP

18:00TYesterday, E*2 KH

19:30SState of the UnionGH

20:00SLaios AQ

Mo1020:00O7. Sinfoniekonzert, E*1 GH

Di1119:00ETheaterkreis HB

Do1318:45 J!S Achtung Durchlauf! zu »Antigone« A*1 Nur für Lehrkräfte KH

20:00S Who Wants to live Forever AQ

Fr 1418:45SAchtung Durchlauf! zu »Rex Osterwald« A*1 Nur für Lehrkräfte AQ

19:30S Mephisto, AD* GH Fr

Sa1519:30M Schlaflos, E*1 GH

19:30 S   J ! PAntigone, E*2 KH

So1611:15MEinführungsmatinee zu »Die Vögel« KH

14:30SMephisto GH

18:00TYesterday, E*2 KH

20:00SPRex Osterwald AQ

M Musiktheater

S Schauspiel

T Tanztheater

J! JUNGES! O Staatsorchester

K Konzert

E Extra

Mo1720:00OStaatsorchester unterwegs WOB

Mi1920:00SLaios AQ

Do2017:45J!TAchtung Durchlauf zu »Supernormal Superpower« A*2 Nur für Lehrkräfte KH

20:00SAus der Fremde AQ

Fr 2119:00 J! JUNGES! späti meets Agora: Hell’s Kitchen AQ

19:30TDon Quijote, E*1, N*GH

Sa2214:45J!TTanz mit! für Kinder, zu »Supernormal Superpower«, A*2 KT

16:00J!TPSupernormal Superpower, iAD*, E*3 KH

19:30SMephisto, E*2 GH 20:00SRex Osterwald AQ

So2311:00OKammerkonzert LSS 11:00J!TSupernormal Superpower, iAD*, E*3 KH

19:30 S   J ! Antigone, E*2 KH 19:30M Schlaflos, E*1 GH

20:00S Rex Osterwald AQ

Mo2410:00J!TSupernormal Superpower, iAD*, E*3

KH

Di2509:00 & 11:00 J !S Die Super-Wahl – Wie entscheidest du? KH

20:00EDirektmusik AQ

Mi2617:45J!MAchtung Durchlauf! zu »Die Vögel«, A*1 Nur für Lehrkräfte GH

18:30EStaatstheater BuchClub »Nosferatu« 5kW

19:30S Nosferatu KH

Do2719:30S Nosferatu KH

Fr 2819:30TDon Quijote, E*1 GH

19:30S Nosferatu KH

Sa2919:30MP Die Vögel, E*1 GH

19:30S Nosferatu KH

20:00SLaios AQ

So3015:00T Tanzworkshop für Alle, zu »Die Zeit ist reif«, A*2 TiP

18:00M Schlaflos, E*1 GH

18:00S Nosferatu KH

AQ Aquarium

GH Großes Haus

HAUM Herzog-Anton-Ulrich Museum

HB Hausbar, Großes Haus

KH Kleines Haus

KMW Kunstmuseum Wolfsburg

KT Kleiner Tanzsaal im GH

LSS Louis-Spohr-Saal

MiK Michaeliskirche

TiP Tanzsaal im Park

WOB Wolfsburg

AD* mit Audiodeskription iAD* integrierte Audiodeskription

A*1 Anmeldung: junges@ staatstheater-braunschweig.de

A*2 Anmeldung: brigitteuray@ staatstheater-braunschweig.de

19:00SDoppelkonzert: Emma Naughton & Wolfgang Müller AQ

APRIL

Di0110:00 & 18:00 J! S Die Super-Wahl – Wie entscheidest du? KH

Mi0210:00 J! S  Die Super-Wahl – Wie entscheidest du? KH

20:00SProlog/ Dionysos AQ

Do0311:00, J!T Supernormal Superpower, iAD*, E*3 KH

20:00SLaios AQ

Fr 0410:00 & 19:30 SJ! Antigone, 19:30 mit E*2 , AD* KH

ab 19:00 T WA Die Zeit ist reif, Slots alle 10 min GH

Sa0515:00EÖffentliche FührungGH

18:00SÖdipus/ Haus der Dunkelheit AQ

ab 19:00 TDie Zeit ist reif, Slots alle 10 min GH

19:30E»The Sound of Fire and Water« Musikzug Thune KH

20:00SIokaste AQ

So0615:00T Tanzworkshop für Alle zu »Die Zeit ist reif«, A*2 TiP

18:00 S   J ! Antigone KH

ab 19:00 TDie Zeit ist reif, Slots alle 10 min GH

19:00SRex Osterwald AQ

Mo0711:00 & 15:00 J ! T Supernormal Superpower, iAD*, E*3 KH

Di0809:30 & 11:00 J ! K knistern knuspern rauschen KH

19:00ETheaterkreis HB

Mi0919:30S Nosferatu KH

Do 1019:30S Nosferatu KH

Fr 1119:30S Nosferatu KH

20:00SLaios AQ

Sa1215:00EImpro-Performance im Kunstmuseum Wolfsburg KMW

19:30MSchlaflos, E*1 GH

19:30S Nosferatu KH

E*1 Einführung 45 min vor Beginn

E*2 Einführung 30 min vor Beginn

E*3 Einführung 60 min vor Beginn

N* Nachgespräch mit Daniela Hosser, TU BS, Institut für Psychologie

P Premiere UA Uraufführung WA Wiederaufnahme ZLM Zum letzten Mal

18:00E Führung durch die Ausstellung »True Crime Cast - Macht und Gewalt im Portrait« mit Dramaturg Holger Schröder HAUM

19:30E»Einführung in die Portraitmalerei« durch Dr. Sarah Babin vom HAUM

20:00SDorian G. AQ

So1314:30M Die Vögel, E*1 GH

19:30S Nosferatu KH

Di1519:30 S   J ! Antigone KH

Mi1619:30M Die Vögel, E*1 GH

Do1719:30SMephisto GH

19:30TYesterday, E*2 KH

20:00EQueer Poetry Slam AQ

Sa1918:00 J! PRebellion. Reformation. Revolution. MiK

So2011:00O P 8. Sinfoniekonzert, E*1 GH

Mo2115:00 J! Rebellion. Reformation. Revolution. MiK

20:00O8. Sinfoniekonzert, E*1 GH

Mi2318:30EStaatstheater BuchClub »Mephisto« 5kW 20:00S Who Wants to live Forever AQ

Do2419:00EAgora und Demokratie V: Geld AQ

Fr 2519:30SMephisto, E*2 GH

19:30 S   J ! Antigone KH 20:00SRex Osterwald, E*2 AQ

Sa2616:00 J !  M PDer Zauberer von OzGH

19:00SLaios AQ

21:00MOpernjukeboxKH

So2711:30 J !  M Der Zauberer von OzGH

18:00EKonzert Rotary ClubKH

19:30SMephisto, E*2 GH

20:00SRex Osterwald AQ

Di2919:00 J !   JUNGES! späti: Werkschau der ungezeigten Arbeiten AQ

Mi3020:00S Who Wants to live Forever AQ

Der Zauberer von Oz

Nach dem großen Erfolg von »Annie« in der Spielzeit 22/23 bringt das bewährte Team um Mike Garling (Musikalische Leitung), Markus Schneider (Regie) und Gretl Kautzsch (Bühnenbild) diesen Klassiker des amerikanischen Musicals mit dem Kinder- und Jugendchor »Belcanto« auf die Bühne des Großen Hauses. Begleitet werden sie dabei vom JugendSinfonie-Orchester (JSO) der Städtischen Musikschule Braunschweig unter der Leitung von In-Kun Park und Musiker:innen des Staatstorchesters Braunschweig.

Musikalische Leitung: Mike Garling

In einem Land, wo der Regenbogen den Himmel berührt und alles möglich ist, beginnt Dorothys Abenteuer im magischen Land Oz. Dorothy, mutig und neugierig, wandert durch eine Welt voller Wunder und Gefahren, begleitet von treuen Freunden, die ihre eigenen Träume und Ängste haben. Der gelbe Ziegelsteinweg, der sich durch das Land schlängelt, ist wie ein Lebensweg, voller Überraschungen und Herausforderungen. Die Vogelscheuche, die sich Verstand wünscht, erinnert an die eigene Neugier, den Wunsch, jeden Tag Neues lernen zu wollen. Der Blechmann, der ein Herz sucht, hat das Bedürfnis nach Liebe und Freundschaft, das in jedem wohnt. Der feige Löwe, der Mut finden will, erinnert an die Ängste, die man immer wieder überwinden muss, um stark zu sein.

Auf ihrem Weg lernen Dorothy und ihre Freunde, dass wahre Stärke nur in ihnen selbst liegt und sie die Held:innen ihrer eigenen Geschichten sind. In dieser poetischen Verbindung von Fantasie und Wirklichkeit, von Märchen und Alltag, liegt die zeitlose Botschaft des Musicals »Der Zauberer von Oz«, in Braunschweig präsentiert mit und für Menschen ab 9 Jahren nach dem Roman von L. Frank Baum mit Musik und Text von Harold Arlen und E. Y. Harburg.

Regie: Markus Schneider

Bühne: Gretl Kautzsch

Video: Andreas Schneider

Dramaturgie: Iris Kleinschmidt, Vanessa Zuber

Musikalische Einstudierung: In-Kun Park

Mit dem »Belcanto« Kinder- und Jugendchor im Männergesangverein 1846 e.V., dem Jugend-Sinfonie-Orchester der Städtischen Musikschule Braunschweig und Musiker:innen des Staatsorchesters Braunschweig

Premiere im Großen Haus am 26. April 2025, weitere Vorstellungen am 27. April sowie 01., 04., 11., 12., 18., 19. und 28. Mai

Bühnenbildentwurf von Gretl Kautzsch

Zauberflöten und Glockenspiel

Die Geschichte von Tamino und Pamina und dem Vogelfänger Papageno bis zu Sarastro und der Königin der Nacht: Wolfgang Amadeus Mozarts »Zauberflöte«, für Kinder erzählt und von einem Quartett aus Flöte und Streichinstrumenten gespielt.

Das Kinder- und Familienkonzert gibt Einblicke in die Welt der »Zauberflöte«: zu Prinz Tamino und seiner mutigen Prinzessin Pamina, ohne die er seine Prüfungen nie bestehen würde, zum lustigen Vogelfänger Papageno, dessen berühmtes Lied alle Zuhörer:innen gemeinsam erklingen lassen. Und auch zur sternflammenden Königin der Nacht und ihrem Gegenspieler Sarastro. Dabei steht die Musik von Mozart im Mittelpunkt. Wie in der Oper verleihen die verliebt, wütend oder jubilierend vorgetragenen Melodien der Geschichte ihren Zauber.

Wolfgang Amadeus Mozarts Musik wird bis heute von Jung und Alt gleichermaßen verehrt, er schafft es wie kein anderer, Emotionen und Ereignisse so in seiner Musik zu verpacken, dass diese intuitiv und ohne große Vorerfahrung verständlich werden. Flöte, Geige, Bratsche und Cello bieten dabei ein volles klangliches Spektrum: Von glänzend hell bis zu den tiefsten Tönen kann die gesamte Musik erklingen. Das Publikum wird zum Mitsingen dringend benötigt, aber auch für die besonderen Effekte in der Geschichte ist Mitmachen erwünscht.

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart, Arrangement für Flötenquartett von Wendt/Schmeiser Dramaturgie: Johanna Schatke

Mit Flöte, Geige, Bratsche und Cello des Staatsorchesters Braunschweig

Premiere im Kleinen Haus am 02. März 2025, weitere Vorstellungen am 07. März sowie 01. Juni

Jugendliche »(12-16Jahre)für Rebellion. Reformation.

The Sound of Fire and Water

Gastspiel des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Thune 05. April, 19:30 Uhr, Kleines Haus

Die Feuerwehr arbeitet mit dem Motto »Retten, Löschen, Bergen, Schützen« – in Braunschweig gehört aber auch »Musizieren« dazu! Und so vielseitig wie die Arbeit der Feuerwehr ist auch die gespielte Musik. Natürlich klassische Blasmusik, aber auch Filmmusiken, Märsche, Polkas, Swing, Klassik und auch Lieder, die sich nicht in eine einzige Genre-Schublade stecken lassen. Genießen Sie die abwechslungsreiche Arbeit der Feuerwehr auf eine neue Art und Weise.

Rebellion. Reformation. Revolution.

JUNGES!

19. & 21.04.25, Michaeliskirche Braunschweig

Eine Stückentwicklung von und mit Jugendlichen zum Thema Widerstand und Umbruch. Anlässlich des 500. Todestages des Reformators Thomas Müntzer machen wir uns in Kooperation mit der evangelischen Michaeliskirche Braunschweig auf die Spurensuche nach seiner Idee gesellschaftlicher Neuordnung.

In Musik, Szene und Choreografie erforschen die Jugendlichen ihre Utopien, Wünsche für ein Zusammenleben und die Frage, was nach der Revolution passiert. Das Stück wird am 19. & 21. April 2025 in der Michaeliskirche in der Echternstrase 67 präsentiert und ist am 03. Mai in Hannover Teil des Programmes des Deutschen Evangelischen Kirchentags.

Revolution.« gesucht: Intensiv-Probenphase vom 10. bis 19. April in der Michaeliskirche Braunschweig. Anmeldung und Informationen unter  junges@staatstheater-braunschweig.de.

Supernormal Superpower

Der preisgekrönte Choreograf Alessandro Schiattarella kreiert ein interaktives Tanzstück für Publikum ab 6 Jahren zusammen mit den Tänzerinnen Gina Laskowski und Ellen Walther. Alle Vorstellungen finden mit integrierter Audiodeskription statt. Gina: »Bist du schon mal aus einer Box ausgebrochen? Und wer entscheidet eigentlich, wer in welcher Box ist?« – Ellen: »Ich wünsche mir, dass alle Boxen barrierefrei sind.« – Gina: »Kann man nicht einfach die Boxen abschaffen?«. Ellen und Gina schauen sich an, schauen sich um und lassen gleichzeitig die ordentlich aufgestellten Boxen vor sich auseinanderfallen, brechen aus ihrer puppenhaften Form aus, klettern über die Boxen hinweg, umfahren sie akrobatisch mit dem Rollstuhl und entdecken eine Karte. Was hat es mit dieser auf sich und werden sie damit ihre Supernormal Superpower entdecken?

Auf humorvolle, spielerische und akrobatische Weise setzt sich das Tanzstück mit Fragen von Normativität, Erwartungshaltungen und starren Idealen auseinander. Die Wahrnehmungen des eigenen und anderer Körper und deren Positionen innerhalb einer Gesellschaft werden hinterfragt. Wer oder was entscheidet eigentlich darüber, wer Teil dieser Welt sein darf, beachtet und geachtet wird?

Der Choreograf und Tänzer Alessandro Schiattarella entwickelt seit 2014 weltweit eigene preisgekrönte choreografische Projekte und ist erstmalig am Staatstheater Braunschweig zu Gast.

In seinen Arbeiten verhandelt er seine eigene Behinderung und will bestehende Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten hinterfragen.

Choreografie: Alessandro Schiattarella

Musik: Eugenio Fabiani

Bühne & Kostüm: Julia Burkhardt

Dramaturgie: Miriam Beike Choreografische Assistenz: Victoria Antonova

Vermittlung: Brigitte Uray

Audiodeskription: Manfred Wildhage

Mit Gina Laskowski und Ellen Walther

Premiere im Kleinen Haus am 22. März 2025, weitere Vorstellungen am 23. und 24. März sowie 03. und 07. (hier zwei Vorstellungen) April

Tanz mit! für Kinder »Supernormal Superpower«: 22. März, 14:45 – 15:30 Uhr Kleiner Tanzsaal, Großes Haus Ab 7 Jahren

Nur nach Anmeldung über brigitteuray@staatstheater-braunschweig.de

Fotos: Oliver Schirmer

Antigone

Roland Schimmelpfennigs gefeierte Neuübertragung des 2500 Jahre alten Stücks von Sophokles findet eine so zeitgemäße und direkte Sprache, dass uns der Konflikt ganz nah rückt. Neuinszenierung von Jörg Wesemüller mit sieben Schauspieler:innen und zehn Menschen aus Braunschweig als Bürger:innenchor.

Im Streit um die Herrschaft über Theben haben sich die Brüder Etéokles und Polyneikes gegenseitig getötet. Nun übernimmt ihr Onkel Kreon die Macht und erlässt ein Gesetz, nachdem Polyneikes als Angreifer Thebens nicht bestattet werden darf.

Antigone beerdigt diesen dennoch und leistet so Widerstand – auch um den Preis des Todes. Damit geraten das gesellschaftliche System und die Positionen jedes einzelnen darin ins Wanken. Wie verhält sich eine Gesellschaft zu diesem Kampf?

Neben den Schauspieler:innen des Staatstheaters Braunschweig tanzen und spielen in der Inszenierung zehn Menschen aus Braunschweig zwischen 15 und 85 Jahren als Bürger:innenchor auf der Bühne.

Regie: Jörg Wesemüller

Bühne: Jasna Bošnjak

Choreografie: Lina Gómez

Kostüme: Julia Burkhardt

Musik: Ale Hop

Licht: Lennart Illmann

Dramaturgie: Miriam Beike, Judith Sünderhauf

Vermittlung: Merlin Mölders, Emily Warringsholz

Mit: Mariam Avaliani, Valentin Fruntke, Amy Lombardi, Klaus Meininger, Mattias Schamberger, Merten Schroedter, Saskia Taeger

Bürger:innenchor: Matilda Bauer Avilez, marie Jesske, Agnes Koller, Leyla Demirkaya, Mariana Rauch, Steffen Busse, Yasmin Streckrodt, Dörte Hartmann-Kerl, Emilia Ghisu, Peter Recke, Leo Kirchner, Jule Marie Eggers, Jeannette Schmid, Lotta Paulina Müser, Lenja Johanna Gloger

Premiere am 15. März um 19:30 im Kleinen Haus, weitere Vorstellungen am 23. März, 04., 06., 15. und 25. April, 01., 04. (Doppelvorstellung, abends mit Audiodeskription), 09., 11., 18., 23., 25. und 28. Mai sowie 12. Juni

Der AnthropolisMarathon!

The Rise and Fall of Theben. In einer einzigen Woche.

Das Antiken-Projekt von Roland Schimmelpfennig am Hamburger Schauspielhaus war die Theatersensation der letzten Saison: Ungeheuer. Stadt. Theben. Eine Serie in fünf Folgen. In unserer Braunschweiger Antiken-Woche (02. bis 06. April) wird dieser Aufstieg und Zerfall einer Zivilisation so gezeigt:

Dionysos

als szenische Lesung im Aquarium am 02.04. um 20:00 Uhr

Europa wird entführt. Theben wird gegründet. Pentheus wird zerfleischt.

Laios

im Aquarium am 03.04. um 20:00 Uhr

Das Orakel weiß es vorher: Laios trifft seinen Sohn Ödipus. Und überlebt das nicht.

Ödipus & Iokaste

als szenische Lesungen im Aquarium am 05.04. um 18:00 Uhr und um 20:00 Uhr

Ödipus ist schuldlos schuldig: am Mord, am Inzest, an der Pest. Und muss all das selbst herausfinden. Die Söhne Etéokles und Polyneikes lernen auch von Iokaste das Verhandeln nicht. Und ziehen gegeneinander in den Krieg.

Antigone

im Kleinen Haus am 06.04. um 18:00 Uhr

Weiblicher Widerstand gegen patriarchale Herrschaft. Individuum gegen Staat. Nichte gegen Onkel. Bis zum Tod.

Rex Osterwald

Politikerstudie trifft auf Kasperletheater in einem furiosen Monolog von Michel Decar. In der Hauptrolle: ein T-Rex! Eine Koproduktion mit dem Braunschweiger Theater »Grand Guignol«.

Rex Osterwald, ein T-Rex, weiß die Klaviatur politischer Rhetorik bestens zu bedienen. Er nimmt uns mit auf eine Reise durch dieses Land, in dem zu vieles im Argen liegt. Sein Slogan »Lasst uns diese unerträgliche Gegenwart endlich abschaffen« scheint jedenfalls auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Er verwahrt sich gegen Unterstellungen, zum Beispiel die, er sei ein T-Rex. Er beschwört den Geist eines nationalen Aufbruchs und offenbart mit wachsendem Furor auf ungeheuerliche Weise seine wahre Natur.

Michel Decar hat einen beklemmenden und gleichzeitig sehr unterhaltsamen Monolog geschrieben, der über die aktuellen politischen Entwicklungen geradezu hinweg zu fegen scheint … Katharina Binder und Simon Paul Schneider vom Theaterkollektiv »Grand Guignol« arbeiten mit den Mitteln des Kasperlespiels und wissen daher, wie man plakatives Auftreten effektvoll in Szene setzt.

Regie: Katharina Binder, Simon Paul Schneider

Bühne: Simon Paul Schneider, Emilia Schmucker

Raum: Wolf Gutjahr

Kostüme: Emilia Schmucker

Musik: Matze Kloppe

Dramaturgie: Holger Schröder

Mit: Luca Füchtenkordt, Matze Kloppe

Premiere im Aquarium am 16. März 2025, weitere Vorstellungen am 22. und 23. März sowie 06., 25., und 27. April

Die Produktion wird unterstützt von der Stiftung Niedersachsen

Kostümentwurf von Emilia Schmucker

Aquarium im März / April

Einmal passierte es mir, da saß ich sonntagmorgens in einem Linienbus in einer gräulichen Stadt nahe der Nordsee. Der Busfahrer meldete per Durchsage, er habe sich vertüddelt, sei sonst nicht auf dieser Route unterwegs, kenne sich nicht mehr aus – wer helfen könnte zurück auf den rechten Weg? (Handtelefone gab es, aber smart waren sie noch nicht.) Ich fand das umwerfend, allein … der Bus sollte zum Bahnhof. Und ich hatte es knapp. Es hat dann noch gereicht. Fast zwei Jahrzehnte später, letzthin, war ich wieder im Zug. Erheblich verspätet verließ der Frankfurt. Zwanzig Minuten später standen wir im dunklen Nichts. Vielleicht der einzige Ort ohne Licht und Landschaft; könnte sein, zu sehen war nichts. Dann kam die Durchsage. Ja, man stehe. Und zwar so lange bis man wisse wie es weitergehe. Man sei fehlgeleitet. Und das nenne ich mal die philosophische Steigerung meines Abenteuers an der Wesermündung. Ich bin fest davon überzeugt, nicht nur wir und dort waren fehlgeleitet. Das trifft ja fast alle dieser Tage. Je vehementer die Gewissheit, desto gewisser der Irrtum. Fast alle nahmen’s gleichmütig. Und fast alle holten sich erstmal ein Bier im Bistro. Kann dauern. Und immer noch frage ich mich, ob das nicht eine Metapher war. Allein – für was? Wann merke ich mein Fehlgeleitsein? Wer stellt die Weichen? Gibt es den freien Willen? Nach einem Manöver »Wenden eines Zuges in zwei Zügen« waren wir nach eineinhalb Stunden – in Frankfurt. Solches kann Ihnen im Aquarium nicht widerfahren. Denn dort wissen wir erstens exakt, was wir tun. Zweitens würden wir im abweichenden Fall keine Durchsage machen. Sondern drittens erstmal weiterfahren.

Christoph Diem

Schauspiel

Aus der Fremde 01.03. & 20.03.

Rex Osterwald 16.03. (Premiere), 22. & 23.03., 06., 25. & 27.04.

Dorian G. 12.04. (zum letzten Mal)

Who Wants to Live Forever 23. & 30.04.

Antike

Laios 09., 19. & 29.03., 03., 11. & 26.04.

Dionysos (Szenische Lesung) 02.04.

Ödipus (Szenische Lesung) 05.04.

Iokaste (Szenische Lesung) 05.04.

Musik

Direktmusik »Schwierige Orte« 25.03.

Musik bei Freunden: Wolfgang Müller und Emma Naughton 30.03.

Diskurs // Agora

Agora und Demokratie trifft JUNGES! späti 21.03.

Queer Poetry Slam 17.04.

Agora und Demokratie: Geld 24.04.

JUNGES! späti 29.04.

Schlaflos

Opernballade von Peter Eötvös nach »Trilogie« von Jon Fosse 01., 15., 23. und 30. März sowie 12. April (zum letzten Mal), Großes Haus

Zwischen Road-Movie und Weihnachtsgeschichte angesiedelt, erzählt die Opernballade von einem jungen Paar, das nach einem Platz in der Gesellschaft sucht. Eötvös’ klangschöne Musik setzt der vermeintlichen Perspektivlosigkeit die Macht der Liebe entgegen. Die packende Musiktheater-Adaption »Trilogie« des Literatur-Nobelpreisträgers Jon Fosse wurde »Uraufführung des Jahres 2021«. Kooperation mit der Oper Graz.

»Es ist ein magischer Fluss, in den der Zuhörer eintaucht.« (Salzburger Nachrichten)

Im weißen Rössl

Musiktheater / Schauspiel Singspiel in drei Akten 07. März, Großes Haus

Zum letzten Mal: Im »Weißen Rössl« am Wolfgangsee spielen die Gefühle verrückt: Leopold liebt Josepha, die aber ein Auge auf Dr. Siedler geworfen hat, der … bis am Ende der Kaiser eingreifen muss.

»... eine rotzfreche, hoppla-jetzt-komm-ich-Grotesk-Revue durch die Zeitenwende, weit entfernt von der HeimatfilmAttitüde mit Alpenglühn. Da muss man einfach hingehen und sich amüsieren« (Radio Okerwelle)

Schlaflos, Foto: Thomas M. Jauk
Im weißen Rössl, Foto: Björn Hickmann

Yesterday

Tanztheater von Jasmin Vardimon

07., 09. und 16. März, 17. April, 02., 10., 16. und 30. Mai sowie 05. Juni, Kleines Haus

Jasmin Vardimons Schlüsselwerk »Yesterday«, das sie mit dem Braunschweiger Tanztheater-Ensemble neu einstudiert hat, ist eine künstlerische Reflexion über das Wesen der Erinnerung. Ihre choreografische Handschrift setzt auf körperliche Intensität und emotionalen Ausdruck, während Live-Projektionen und Animationen die Bühne in eine multidimensionale Erzählwelt verwandeln.

»Der Abend lohnt sich. Starke britische Tanzkunst, re-made in Braunschweig.« (Braunschweiger Zeitung).

Nosferatu

Schauspiel mit Popmusik nach dem Film von F. W. Murnau 26., 27., 28., 29. und 30. März sowie 09., 10., 11., 12. & 13. April, Kleines Haus

»Nosferatu – Symphonie des Grauens«, basierend auf Bram Stokers Roman »Dracula«, wird heute als Meisterwerk der Filmgeschichte gefeiert. Nach »Wenn die Gondeln Trauer tragen« und »City Lights« hat das Regieteam mit der Live-Band um Pär Hagström erneut einen populären Filmstoff für die Bühne adaptiert.

»Die poetische, oft leise, manchmal aufgerockte Inszenierung entfaltet ihre Wirkung als skurrile Horror-Show. Rasender Applaus am Schluss« (Braunschweiger Zeitung)

Yesterday, Foto: Björn Hickmann
Nosferatu, Foto: Björn Hickmann

Laios

von Roland Schimmelpfennig

09., 19. und 29. März sowie 03., 11. und 26. April, Aquarium

Das Orakel weiß es vorher: Laios trifft seinen Sohn Ödipus. Und überlebt das nicht. In luftiger, hochpoetischer Sprache erzählt Roland Schimmelpfennig in seiner gefeierten Neuübertragung (Stück des Jahres 2024 im Fachmagazin Theater Heute) eine Geschichte zwischen den Zeiten. Regisseurin Alexandra Holtsch bringt das mit Mariam Avaliani, Georg Mitterstieler und Saskia Taeger furios auf die Bühne des Aquariums.

»Riesenapplaus« (Braunschweiger Zeitung).

Foto: Joseph Ruben Heicks ↦

Aus der Fremde

Sprechoper von Ernst Jandl 01. und 20. März, Aquarium

Regisseur Christoph Diem und sein Team haben das literarische Schmuckstück über die Schaffenskrisen eines Schriftstellers erstmals in Braunschweig auf die Bühne gebracht. »er«, Schriftsteller, lädt »sie«, ebenfalls Schriftstellerin, tagtäglich zum Abendessen ein. Das Schreiben fällt ihm schwer und »er« kämpft mit seinen Depressionen genauso wie mit dieser »papierenen Zeit…«.

»Die Inszenierung entwickelt die beiden rastlos lethargischen Sprechmaschinen nach und nach zu strahlend lebendigen Figuren (…) und zeigt im melancholischen Miteinander die zärtliche Offenheit der Liebesbeziehung.« (taz)

Foto: Joseph Ruben Heicks ↦

Pop Meets Classic

Musikalische Leitung: Mino Marani Künstlerische Leitung: Christian Eitner 26. April, 20:00, VW-Halle

Mit »The Final Pop meets Classic« endet ein besonderes Konzertformat, das seit 2007 Grenzen gesprengt und klassische Musik und Pop verbunden hat. Das Staatsorchester Braunschweig teilt sich ein letztes Mal mit der »Pop Meets Classic«- Band die Bühne und begrüßt zum Abschied Künstler und Künstlerinnen wie Silent Radio, Tom Gaebel, Emily Rose und Wildes Holz. Time to say goodbye…

Foto: Rüdiger Knuth ↦

Service

Kasse

Kassenhalle, Großes Haus

Am Theater, 38100 Braunschweig Di – Fr 10:00 – 19:30 | Sa 10:00 – 14:00

Telefon 0531 1234 567 | Fax 0531 1234 570 besucherservice@staatstheater-braunschweig.de www.staatstheater-braunschweig.de

Buchung für Schul- und Kindergartengruppen: schulgruppen@staatstheater-braunschweig.de

Die Veranstaltungskasse öffnet im Großen und im Kleinen Haus eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Ermäßigungen

Tickethotline 0531 1234 567

Vorverkauf

Für fast alle Veranstaltungen der Spielzeit 24/25 sind Karten erhältlich. Termine mit kurzem Vorlauf gehen am 1. des Vormonats in den Verkauf, für Abonnent:innen, StaatstheaterFreunde und Besitzer:innen der TheaterCard zwei Werktage vorher.

Der Vorverkauf für den Burgplatz 2025 mit „La Traviata“ läuft!

Detaillierte Hinweise zu Ihrem Besuch lassen wir Ihnen bei Ihrem Kartenkauf oder rechtzeitig vor der Vorstellung per E-Mail zukommen.

, die nicht jede:r kennt …

TheaterCards

Wählen Sie zwischen der TheaterCard, mit der Sie für nur 69,00 € bei allen Veranstaltungen 30 % sparen, der kostenlosen TheaterBonusCard, mit der Sie am Ende jeder Spielzeit eine Gutschrift in Höhe von 3 % Ihrer Ticketeinkäufe erhalten oder der StarterCard für Berufsschüler:innen und Studierende, mit der Sie für einmalig 29,00 € alle Veranstaltungen für nur 5,00 € besuchen können. Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen sind von diesen Regelungen ausgenommen.

Herausgeber

Staatstheater Braunschweig

Am Theater, 38100 Braunschweig

Generalintendantin

Dagmar Schlingmann

Verwaltungsdirektor

Stefan Mehrens

Redaktion

Presse- und Marketingabteilung, Dramaturgie, Vermittlung, Künstlerisches Betriebsbüro, Orchesterbüro, Besucherservice

Umschlagmotive: Max Kuwertz

Gestaltung Lisa Blädtke

Redaktionsschluss 06.02.25

Änderungen vorbehalten

Theaterreisen für Gruppen

Bei der Planung und Buchung Ihrer Theaterreise beraten wir Sie gern. Entdecken Sie tagsüber Braunschweigs Sehenswürdigkeiten oder bummeln Sie durch die zahlreichen Passagen und Quartiere. Am Abend genießen Sie in unserem Haus Musik, Tanz oder Schauspiel. Gern vermitteln wir Ihnen auch eine Stadt- oder Theaterführung.

»Aus der Fremde«, »Babettes Fest«, »Don Quijote«, »Im weißen Rössl«, »Der Zauberer von Oz« und »Die Zeit ist reif« werden gefördert von

»Rex Osterwald« wird unterstützt von

Blumensponsoring

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Audiodeskription »Antigone« und »Supernormal« werden unterstützt von

Das Staatstheater Braunschweig ist eine Einrichtung des Landes Niedersachsen und wird gefördert von der Stadt Braunschweig.

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