INTERVIEW
Das Chindernetz setzt sich als Nachfolgeverein der Pro Juventute im Kanton Bern für Kinder und Jugendliche ein.
«Mit dem Namenswechsel werden wir eher als eigenständiger Verein wahrgenommen.» Tanja Bauer, Co-Präsidentin des Chindernetzes Kanton Bern, hat mit uns über die Herausforderungen des neuen Vereins gesprochen. Tanja Bauer, was macht eigentlich das Chindernetz Kanton Bern genau? Das Chindernetz macht sich für Kinder und Jugendliche im Kanton Bern stark. Wir sind mit diversen aktuellen Angeboten wie dem Märchenerzählen im Inselspital, Belebung von öffentlichen Plätzen durch den MitSpielplatz sowie den Wochenplatzbörsen für Jugendliche in Thun vor Ort. Zudem bietet das Chindernetz Kanton Bern mit dem Gotte-Göttibatzen Direkthilfen für finanziell schlechter gestellte Familien und unterstützt gemeinnützige lokale Projekte, die von und für Kinder, Jugendliche und Familien initiiert werden. 6
Bödeli- / BrienzInfo | Januar 2020
Kinder sind nach wie vor eine der am stärksten armutsgefährdeten Gruppen der Bevölkerung. Das führt dazu, dass betroffene Kinder auf Freizeitund Sportangebote verzichten müssen. Diese Aktivitäten sind aber sehr wichtig für die Entwicklung und die Teilhabe an der Gesellschaft, weshalb wir als Verein allen Kindern einen Zugang dazu verschaffen wollen. Wie gestaltet sich der Übergang von Pro Juventute Kanton Bern zum Chindernetz Kanton Bern? Die Mitglieder haben bereits Ende Mai entschieden, den kantonalen Verein eigenständig von der nationalen Stiftung Pro Juventute weiterzuführen. Damit wird garantiert, dass
weiterhin jeder Spendenfranken, welcher der Verein generiert, für Kinder und Jugendliche im Kanton Bern eigesetzt wird. Bewährte Projekte können weitergeführt und neue Angebote entsprechend den lokalen Bedürfnissen entwickelt werden. Den Namenswechsel sehe ich als Chance, da wir nun eher als eigenständiger Verein wahrgenommen werden. Hierbei hat uns das positive Feedback überrascht: Seit der Bekanntgabe des Namenswechsels von Pro Juventute Kanton Bern zum Chindernetz Kanton Bern haben wir bereits über 1000 Mitglieder- und Gönneranmeldungen erhalten. Um unsere Kosten zu decken, bräuchten wir 4000 Mitglieder. 1000 sind aber be-