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S TA DT N AC H R I C H T E N F Ăœ R D R E I E I C H Mittwoch, 7. Juni 2017

Nr. 23 B

Auflage 18.520

Gesamtauflage 218.420

Anzeigen: 06106-2839000 / www.dreieich-zeitung.de

Ein Ball im Feld der Politik Jugendparlament wĂźnscht sich die Anhebung der Altersgrenze – Dreieicher Stadtverordnete sollen Farbe bekennen Offene Gärten locken nach Buchschlag Kunst und Kultur in der Villenkolonie >> Seite 2

Segen fĂźr die Traditionspfleger 299. Haaner Pfingstkerb – ein Jahr vor dem Jubiläum >> Seite 3

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BEILAGENHINWEIS Einem Teil unserer Auflage liegen Prospekte der folgenden Firmen bei:

DREIEICH (jeh) – Mit einem Konzept, das in der Einberufung des ersten Dreieicher Jugendparlamentes mĂźndete, demonstrierten Stadtverwaltung und Kommunalpolitik vor zwei Jahren ihren Willen, die gesellschaftliche Einbindung Heranwachsender auf ein neues Fundament zu stellen. Anlass fĂźr diesen Schritt war die im Rathaus gereifte Erkenntnis, dass die in zweijährigem Turnus auf die Beine gestellten „Jugendforen“ als Mittel der Teilhabe junger Menschen kaum FrĂźchte trugen. Ein wichtiger Aspekt: Die Initiative zur Etablierung eines Jugendparlamentes, Ăźber dessen Zusammensetzung alle zwei Jahre neu entschieden wird, kam von den Jugendlichen selbst. Seit den ersten Wahlen, an denen im Herbst 2015 766 der insgesamt 2.889 wahlberechtigten jungen Dreieicher teilnahmen, sind eineinhalb Jahre vergangen: 18 Monate, in denen die 19 Mandatsträger Erfahrungen auf einem fĂźr sie bisher unbekannten Terrain sammeln konnten. Bevor nun Ende 2017 Ăźber die Zusammensetzung des nächsten Jugendparlamentes entschieden wird, haben sich die amtierenden Vertreter intensiv mit der Satzung auseinandergesetzt. Diese wurde 2015 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und dient als Grundlage fĂźr die Arbeit. Nun haben die Jugendlichen einen Vorschlag erarbeitet, der auf eine Ă„nderung

Handwerk im Park Kreative stellen unter freiem Himmel aus DREIEICH (jeh) – AnknĂźpfend an die Erfolge in den vergangenen Jahren, findet am Samstag (10.) und Sonntag (11.) der bereits 16. Kunsthandwerkermarkt im BĂźrgerpark Sprendlingen statt. Das kĂźndigt Organisatorin Ursula Birnschein an. Zahlreiche Kreative haben sich nach ihren Worten fĂźr den zweitägigen Markt angemeldet. Das Angebot reicht von Schmuck und Porzellan bis hin zu Holz- und KeramikArbeiten. NatĂźrlich besteht auch wieder die MĂśglichkeit, den

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Kunsthandwerkern bei der Arbeit Ăźber die Schulter zu schauen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein herzhaft-sĂźĂ&#x;es kulinarisches Angebot und eine Schau des GeflĂźgelvereins Sprendlingen. Am Grill stehen Mitarbeiter der Metzgerei Dey, Kaffee und Kuchen serviert der Verein „Tierhilfe aktiv“. Derweil sorgt Geronimo Sachs mit seiner Band fĂźr die musikalische Unterhaltung. GeĂśffnet ist der Markt am Samstag von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

vertretender Vorsitzender) das Anliegen. Dem einstimmigen Votum des Jugendparlamentes entsprechend soll die Geschäftsordnung im entsprechenden Passus folgenden Wortlaut erhalten: „Das aktive und passive Wahlrecht besitzen alle Jugendlichen, die in Dreieich gemeldet sind. Als Jugendliche gelten hierbei alle BĂźrger, die das 12. Lebensjahr bereits abgeschlossen haben und vor Vollendung des 21. Lebensjahres stehen. Aus dem Jugendparlament scheiden die Jugendlichen vorzeitig aus, die ihren Hauptwohnsitz in Dreieich aufgeben. In einem solchen Fall rĂźckt die Bewerberin oder der Bewerber nach, der die nächst hĂśhere Stimmenanzahl erreicht hat.“ Soweit, so gut. Allerdings sind die Mitglieder des Jugendparlamentes im Rathaus mit ihrem Ansinnen gescheitert – zumindest im ersten Anlauf. Denn wie Boroffka der DZ weiter berichtete, hat der Magistrat den Vorschlag zurĂźckgewiesen. „Doch das ist fĂźr uns noch kein Grund, das Thema auf sich beruhen zu lassen“, betont das Parlamentsmitglied. „Uns ist klar, dass unser Vorschlag nicht mehr vor Beginn der nächsten Legislaturperiode bearbeitet werden kann und damit bereits in diesem Jahr wichtige Vertreter mit Sicherheit aus dem Jugendparlament ausscheiden werden. Aber auch das ist fĂźr uns kein Grund, unseren Vorschlag abzuschreiben. Denn natĂźrlich geht es uns nicht darum, bloĂ&#x; eigene Mandate zu retten. Es geht uns darum dem Jugendparlament in Zukunft eine bessere Arbeit zu ermĂśglichen – ob wir davon selbst betroffen sind oder nicht.“ Warum die Initiative der Jugendlichen (es ist Ăźbrigens die erste grĂśĂ&#x;ere Beschlussvorlage der Heranwachsenden) im Magistrat abgeschmettert wurde, ist fĂźr die Betroffenen um die Vorsitzende Kim Nolting nicht nachvollziehbar. Sie wollen nun, dass die Parteien und Wählergemeinschaften, denen die 45 Mitglieder des Stadtparlamentes angehĂśren und aus denen sich auch der Magistrat um BĂźrgermeister Dieter Zimmer (SPD) speist, Ăśffent-

WĂźnschen sich von der Stadtverordnetenversammlung die Ă„nderung ihrer Geschäftsordnung, konkret, die Anhebung der Altersgrenze fĂźr Wähler und Kandidaten: die 19 Mitglieder des Dreieicher Jugendparlamentes. Foto: Stadt Dreieich lich Farbe bekennen. Denn anders als der Magistrat verhandeln die Stadtverordneten die Drucksachen Ăśffentlich. Zwar ist noch offen, wie der auf die Satzungsänderung abzielende Antrag des Jugendparlamentes auf die Tagesordnung der „GroĂ&#x;en“ gelangt. Dass sich diese dem Ăśffentlichen Diskurs werden stellen mĂźssen, ist laut Boroffka aber unumgänglich. Man werde in Sachen „Altersgrenze“ nicht locker lassen, lautet die Botschaft. Diese wird unterstrichen von einem Goethe-Zitat, das auf der Internetseite des Jugendparlamentes (www.jupadreieich.de) platziert wurde: „Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.“ Wichtige Argumente der Jugendlichen liegen mit dem schriftlichen Antrag auf dem Tisch. In der BegrĂźndung heiĂ&#x;t es nämlich: „Wie die Wahl 2015 gezeigt hat, ist es hierbei unwahrscheinlich, dass es zu einer Ungleichverteilung der Altersstufen kommt. Zeitgleich wĂźrde sich die Kompetenz und Arbeitsbereitschaft des Jugendparlaments erhĂśhen, denn ältere Jugendliche bringen mehr Lebenserfahrung mit und kĂśnnen dem Jugendparlament mit ihrem Wissen tatkräftig zur Seite stehen.“ Und weiter: „DarĂźber hinaus hat die Zusammenarbeit untereinander auch einen sozialen Aspekt: Man erlernt einen geeigneten und respektvollen Umgang Ăźber die Altersgrenzen hinweg. AuĂ&#x;erdem hätte eine Ă„nderung in diesem Sinne einen weiteren praktischen Nutzen.

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der Altersgrenze fĂźr Wähler und Kandidaten abzielt. GewĂźnscht wird eine Anhebung um drei Jahre, beschlossen werden muss auch dies vom Stadtparlament. Derzeit ist dies der Status quo: Wahlberechtigt sind alle 12 bis 18 Jahre alten Dreieicher, aus diesem Kreis rekrutieren sich auch die potenziellen Jugendparlamentarier. Vorgesehen sind bis zu zehn Sitzungen pro Jahr; beschlossen ist die Zahlung einer sogenannten Aufwandsentschädigung in HĂśhe von zehn Euro pro Zusammenkunft und Mitglied. Laut Satzung haben die Jugendvertreter – vergleichbar dem Ausländerbeirat – im Miteinander mit der Stadtverordnetenversammlung ein AnhĂśrungs- sowie ein Vorschlags- und ein Rederecht. Das ist unter anderem deshalb wichtig, weil die Jugendlichen selbst Ăźber keinen eigenen Etat verfĂźgen, mit dem sie gewĂźnschte Projekte anschieben kĂśnnten. Im städtischen Haushalt ist lediglich ein Budget in HĂśhe von 5.000 Euro vorgesehen, mit dem die Arbeit des Gremiums finanziert wird. Im Gespräch mit der DreieichZeitung machte LĂĄszlo Boroffka deutlich, warum sich alle seine Mitstreiter wie auch er selbst eine Neujustierung der Altersgrenze wĂźnschen. Während sich das Einstiegsalter (zwĂślf Jahre) nach den Erfahrungen der vergangenen Monate bewährt habe, mache es nach Ăœberzeugung des gesamten Jugendparlamentes Sinn, auch Dreieicher jenseits der Volljährigkeitsgrenze in die politische Arbeit fĂźr junge Menschen in der Stadt am Hengstbach einzubinden. Man sei Ăźberzeugt, von der Erfahrung älterer Vertreter profitieren zu kĂśnnen. Wer beispielsweise 19 Jahre alt sei und sich bereits zwei Jahre in dem Gremium engagiert habe, dem sei auf Basis der vorhandenen Satzung eine erneute Kandidatur verwehrt. Damit gehe Kompetenz und Wissen verloren, das bei einer Veränderung der Altersgrenze noch fĂźr zwei Jahre genutzt werden kĂśnnte – sofern die Person wie bei jeder anderen Wahl die Wahlberechtigten Ăźberzeugt und erneut ein Mandat ergattert, skizziert Boroffka (seines Zeichens 2. stell-

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Ob ihres Alters ist es vielen Abgeordneten des Jugendparlaments momentan nicht mĂśglich, an wichtigen Sitzungen der AusschĂźsse oder der Stadtverordnetenversammlung teilzunehmen, da diese meist abends stattfinden. Dieses Problem lieĂ&#x;e sich durch eine Ă„nderung der Altersgrenze umgehen.“ Und schlieĂ&#x;lich wĂźrde die Anhebung der Altersgrenze in Zukunft einen weitaus besseren Ăœbergang zwi-

schen den Legislaturperioden ermĂśglichen, da bereits angesammeltes Wissen und Erfahrungen durch Wiedergewählte leichter ausgetauscht werden kĂśnnten. Nun liegt der Ball im Feld der Dreieicher Kommunalpolitik. Die nächste Ăśffentliche Vollversammlung des Jugendparlaments findet am 28. Juni ab 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses an der SchulstraĂ&#x;e statt.

Quiz zu Dreieich Jugendparlament: Event-Tag im BIK-Haus DREIEICH (jeh) – Wenn das Jugendparlament am kommenden Sonntag (11.) von 10 bis 22 Uhr zum Event-Tag in die Räume des städtischen BIK-Hauses an der Hainer Chaussee in Dreieichenhain einlädt, dann stehen nicht nur ein DJ-Workshop sowie Seminare zu den Themen „Werbekampagne gestalten“, Kochen, Gummibärchen-Herstellung und Grafikdesign auf dem Pro-

gramm. Es locken auch mehrere Quizrunden, bei denen Fragen zu Dreieich zu beantworten sind (ab 13, 15, 17, 19 und 21 Uhr). AuĂ&#x;erdem werden bei freiem Eintritt auch mehrere Filme gezeigt: „PETS“ (FSK 0) ab 14 Uhr, „Mission Impossible: Rogue Nation“ (FSK 12) ab 16 Uhr und „The Purge“ (FSK 16) ab 19.30 Uhr. FĂźr Essen und Getränke wird ganztägig gesorgt.

Sommer-Gutschein

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Alles zum Selbernähen!

FRANKFURT am Main Sonntag, 11. Juni 2017

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Dz b 023 by Dreieich-Zeitung/Offenbach-Journal - Issuu