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S TA D T N AC H R I C H T E N F Ü R M Ü H L H E I M U N D O B E R T S H A U S E N • A U S D E M H A U S E D E R D R E I E I C H - Z E I T U N G Donnerstag, 6. April 2017

Obertshausen: Feuerwehr feiert 150-jähriges Jubiläum Seite 2

Nr. 14 F

Auflage: 22.340

Gesamtauflage 218.420

Mühlheim: Stadtwald doppelt zertifiziert Seite 3

Anzeigen: 06106 2839000 / www.dreieich-zeitung.de

Sonderthema: Schöner leben und wohnen

Stellenmarkt: Unser Sprungbrett für Ihre Karriere

Veranstaltungen: Kunst und Kultur in der Region

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Sonderthema: Entdecken, Erleben, Genießen Seiten 12/13

Beilagen heute:

„Café Pur“ soll im Juni öffnen SPD sieht sich beim Bahnhofsgebäude am Ziel OBERTSHAUSEN. „Lange Jahre ist es unter dem damaligen Magistrat versäumt worden, das Bahnhofsgebäude (Eigentümerin ist bereits seit einigen Jahren die Stadt) sinnvoll im Interesse der Einwohner zu nutzen, beispielsweise als Bistro oder Café“, finden die örtlichen Sozialdemokraten.

mieren und den Druck auf das Projekt zu erhöhen. Zwischen 2012 und 2015 gewann man mit den Grünen einen weiteren Partner und veranstaltete bei Kaffee und Kuchen rot-grüne Bahnhofsfeste. „Was lange währt, wird endlich gut“, resümiert Parteivorsitzen-

Nutzung wie in Heusenstamm

„LEBENDIGE, GEFÜHLVOLLE Klassikkonzerte auf technisch höchstem Niveau“ kennzeichnen Julia und Christian Zielinski. Dafür erhielten sie als Artis Gitarrenduo mehrere Preise bei internationalen Kammermusik-Wettbewerben in Italien, Spanien, Liechtenstein und Deutschland. Getreu der Idee „die Gitarre ist ein Orchester“ reizen die beiden 1987er-Jahrgänge das Farbspektrum ihrer Instrumente bis an die Grenzen aus. Auf Einladung des Goethe-Instituts konzertierten die Stipendiaten der Hochbegabtenförderung der ING DiBa, des DAAD und des Yehudi Menuhin Vereins „Live Music Now“ als Kulturbotschafter bereits in Brasilien und in Andalusien. „Meisterwerke auf zwei Gitarren“ sind am Freitag (7.) ab 19.30 Uhr in der Dietesheimer Gustav Adolf Kirche, Untermainstraße 2, zu hören. Der Eintritt ist frei, eine Spende erbeten. (mi/Foto: Friedensgemeinde)

„Die SPD hat sich deshalb nachhaltig und mit Erfolg dafür eingesetzt, das Bahnhofsgebäude in ähnlicher Form zu nutzen wie es in Heusenstamm geschehen ist“, so die stellvertretende Vorsitzende Florentina Knüpfer-Genazino. Bereits seit 2009 fordere ihre Partei ein Bahnhofscafé. Zunächst organisierten die Sozialdemokraten zwei Jahre eigenständig ein Bahnhofsfest, um die Bürger über den aktuellen Stand zu infor-

Gedenken an den Mühlheimer Widerstand der Marius Kroh. „Im Juni wird das ‚Café Pur‘ seine Türen öffnen und wir werden zu den ersten Gästen gehören“, verspricht Kroh. Für die SPD sei das Bahnhofscafé ein wichtiger Schritt zu mehr Begegnungsstätten für Jung und Alt, damit die ersehnte Steigerung der Lebensqualität endlich Realität werde. (mi)

„Ferienclub“ und Jugendcamp OBERTSHAUSEN. Der Kinderzirkus ist zwar komplett ausgebucht, aber für den „Ferienclub“ in der zweiten Osterferienspielwoche (10. bis 13. April) gibt es noch freie Plätze. Auf dem Programm stehen Besuche der Commerzbank-Arena, einer Kristallhöhle, eine interaktive Stadtrallye und eine Kräuterwanderung. Der Preis beträgt 60 Euro. Es ist aber auch möglich, sich nur tageweise anzumelden. Das Anmeldeformular und alle weiteren Infos finden sich auf www.kiju-obertshausen.de. Außerdem gibt es noch Restplätze für das europäische Jugendcamp vom 18. bis 22. Juli in Klimkovice/Tschechien. Die Teilnehmer sollen zwischen 13 und 17 Jahre alt sein. Die Gebühr beträgt 100 Euro. Anmeldungen notiert bis spätestens 28. April Kai Hennig von der Kinder- und Jugendförderung, Telefon (06104) 7035603. (mi)

MEHR INFOS AUF SEITE 13

MÜHLHEIM. Die Rote Armee war im März 1945 im Osten bereits bis nach Ungarn herangerückt. Die westlichen Alliierten, unter der Führung der Amerikaner, hatten den Rhein überschritten, Frankfurt eingenommen und kamen aus Richtung Offenbach immer näher an das von 9.000 Einwohnern dicht besiedelte Mühlheim heran. Um weiteres unnötiges Leid und Blutvergießen zu vermeiden, taten sich am 26. März einige Männer zusammen, um die kampflose Übergabe der Stadt vorzubereiten. Es wurden Panzersperren abgebaut, Wehrmachtssoldaten entwaffnet und Hitlerjungen eingesperrt, vor allem um den immer näher heranrückenden Amerikanern klarzumachen, dass von Mühlheim keine Gefahr mehr ausgeht.

Osterstand für guten Zweck

EINEN PILGERWEG DER BESONDEREN ART absolvierten zwölf Kinder und fünf Betreuer der evangelischen Friedensgemeinde Mühlheim mitten in der Passionszeit. Los ging es im Garten der Dietesheimer Gustav-Adolf-Kirche, wo zunächst die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem erzählt wurde. Danach zog die Gruppe los in Richtung Mühlheim und machte auf dem Weg am Mainufer an sechs Pilgerstationen Halt, an denen in Lesungen, Liedern, Gebeten und Symbolen die biblische Geschichte vom Leidensweg Jesu bis hin zum Kreuz kindgerecht wiedergegeben wurde. Seinen Abschluss fand der Kinder-Kreuzweg im Gemeindehaus in der Büttnerstraße, wo die Ostergeschichte in Worten und in Form eines „Oster-Dioramas“ Thema war. (mi/Foto: Friedensgemeinde)

OBERTSHAUSEN. Das Kinderhilfswerk terre des hommes („Erde der Menschlichkeit“) in Deutschland wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Eine der 120 deutschen Arbeitsgruppen besteht seit Jahrzehnten in Obertshausen. Regelmäßig machen deren ehrenamtliche Mitglieder mit ihren Aktionen auf die Hilfe für Kinder in Not aufmerksam. Und so statten die Mitglieder auch in diesem Jahr wieder einen Stand aus, bei dem man käuflich alles Schöne für einen herrlich gedeckten Ostertisch nebst passendem Schmuck erwerben kann. Die Arbeitsgruppe bietet am Freitag (7.) von 10 bis 18 Uhr und am Samstag (8.) von 10 bis 15 Uhr vor der Post in der Obertshausener Beethovenstraße (bei schlechtem Wetter gegenüber neben dem Rewe-Getränkemarkt) Selbstgebasteltes, Selbstgebackenes, Marmeladen aus eigener Herstellung sowie Geschenke für den kleinen und größeren Geldbeutel an. Der Erlös fließt ohne Abzüge in Projekte des Kinderhilfswerkes. Nähere Auskünfte über die Arbeit von terre des hommes erhält man am Osterstand oder auf der Homepage www.tdh.de. Natürlich freut sich die Arbeitsgruppe auch über neue Mitstreiter. Infos erteilt die Vorsitzende, Barbara Welnowski, Telefon (06104) 41390. (mi)

Auf das Hissen von weißen Fahnen stand die umgehende Hinrichtung wegen Landesverrats. Das bezahlten vier Bürger mit ihrem Leben. Im verlassenen (Alten) Rathaus versuchten einige Einwohner die Kapitulation vorzubereiten, als plötzlich SS-Leute auftauchten, die auf die weiße Beflaggung, unter anderem an der St. Markus Kirche, aufmerksam wurden. Die Handlanger Heinrich Himmlers eröffneten umgehend mit einer Maschinenpistole das Feuer auf Wendelin Kadner (44), Wilhelm Glock (41), Engelhard Beetz (38) und Richard Müller (26). Wilhelm Wissmann wurde dabei schwer verletzt, in der Folge musste ihm ein Bein amputiert werden. Beim Gedenken am Mahnmal auf dem Platz des Mühlheimer Widerstandes erinnerte Stadtverordnetenvorsteher Harald Winter kürzlich nicht nur an die Opfer und Verfolgten der Nationalsozialisten und derer, die in Mühlheim Widerstand leisteten. Er thematisierte auch die auf dieser Welt nach wie vor existierenden Diktaturen und

nicht-demokratischen Systeme, unter denen zahlreiche Menschen zu leiden haben. (mi/Fotos: Stadt Mühlheim)


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