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Nr. 35 B · 1. September 2011
Dreieich-Zeitung Dreieich und seine Stadtteile Burgfestspiele enden mit Erfolgsbilanz Während sich das Team der „Bürgerhäuser Dreieich“ auf die neue Spielzeit 2011/2012 vorbereitet, darf erst einmal ein Fazit gezogen werden: In Sachen Burgfestspiele Dreieichenhain fällt es ausgesprochen positiv aus weiter auf Seite 5
Massive Unwetterschäden in der Region weiter auf Seite 2
„Dreieichhörnchen“ beweisen langen Atem Dreieich (DZ/jh) – Raus aus dem Zimmer, rein in die Natur: Kürzer lässt sich die Botschaft der „Dreieichhörnchen“ nicht auf den Punkt bringen. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1998 hat sich die Kinder- und Jugendfarm am Reuterpfad zu einem Refugium entwickelt, in dem Freizeitgestaltung zwanglos und ohne Hürden mit dem Lernen, Erfahren und Erleben natürlicher Zusammenhänge verbunden wird. Keine Frage: Die Farm am Rande des Naherholungsgebietes „Baierhansenwiesen“ ist eine gelungene Mischung aus Abenteuerspielplatz und Freizeitbauernhof, die mit kommunaler Förderung auf den Schultern eines Fördervereins getragen wird. Wenn am kommenden Samstag, 3. September, ab 12 Uhr das diesjährige Sommerfest gefeiert wird, dann kann auf einen besonderen Geburtstag verwiesen werden. Denn gegründet wurden die „Dreieichhörnchen“ vor 25 Jahren.
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ederführend organisiert wird das bunte Treiben, zu dem bis 18 Uhr mit einem vielfältigen Programm eingeladen wird, von einem Team um Katja Vogel. Das macht deutlich, wovon der Farmgedanke lebt: Nämlich vom ehrenamtlichen Engagement des Vereinsvorstandes und vieler helfender Hände. Die „Dreieichhörnchen“ mit rund 300 Mitgliedern stehen als private Initiative für eine Idee, die in den 1980er Jahren aus Baden-Württemberg nach Unsere Beilagen heute:
Hessen getragen wurde, die in Dreieich auf fruchtbaren Boden fiel und die seither in vielen anderen hessischen Kommunen aufgegriffen wurde – auch in Langen, Rödermark und Offenbach. Als Mann der ersten Stunde darf der Dreieicher Pädagoge Willy Juch betrachtet werden, der 1986 an der Wiege der „Hörchen“ stand und der noch heute als nimmermüder Werber für das „Spiel- und Lernparadies“ namens Jugendfarm auftritt. Und es ist Juch, dem allgemein zugerechnet wird, dass sich die Farm zum Vorzeigeprojekt entwickelt hat. Mit diesem wirbt die auf Betreiben aus Dreieich gegründete AJAH (der Arbeitskreis Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze in Hessen) landesweit für außerschulische Spiel- und Lernorte in freier Natur. Gegenwärtig ist die Freizeiteinrichtung in Sprendlingen montags bis samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Besuch ist für Kinder, Jugendliche und deren Eltern kostenlos, lediglich eine Haftpflicht- und Unfallversicherung ist nötig. Sie kostet 5
Euro im Jahr. Eine Mitgliedschaft in dem von Silvia Kestem geführten Förderverein (7 Euro für Familien) ist kein Muss, wird aber natürlich ger-
ne gesehen. Vor allem tatkräftige Erwachsene, die sich für den Fortbestand der Anlage einsetzen, kann es nach den Worten Juchs nie genug geben. Mit Blick auf die vergangenen 25 Jahre weiß der Lehrer um den langen Atem, der bisweilen nötig ist. Die lange Suche nach einem geeigneten Gelände (Größe: rund ein Hektar), der zermürbende Streit mit Nachbarn, das Ringen um die Unterstützung aus der Stadtkasse: In allen Fällen hilfreich, wenn nicht sogar Voraussetzung für das Überwinden von Hürden, ist laut Juch die breite politische Unterstützung, die das Projekt von Anfang an über alle Parteigrenzen hinweg erfahren habe. Dieses sei nicht zuletzt die Grundlage für den alljährli-
Ein Engpass droht Während kaum noch Geld für den öffentlichen Wohnungsbau fließt, wächst im Land der Bedarf an sozial verträglichen Mieten weiter auf Seite 7
chen Zuschuss in Höhe von 70.000 Euro, den die „Dreieichhörnchen“ für die Bezahlung von zwei hauptamtlichen Betreuern (Karin Johannsmann und Florian Streb) erhalten. Klar ist: Schon das Kürzen dieser Mittel käme dem Todesstoß gleich. Bereits mit dem jetzigen Etat seinen die stetig wachsenden Aufgaben – etwa bei der Zusammenarbeit mit Ganztagsschulen – nur schwer zu stemmen. „Wir leben teilweise von der Substanz“, sagte Juch vor einigen Wochen bei einem Rundgang, der die Schauplätze der „Dreieichhörnchen“-Saga in den Fokus rückte. Viel erreicht, viel zu tun: Auf diesen Nenner lässt sich am Reuterpfad das Fazit zum 25. Geburtstag brin-
DIE FAHRGASS’ SWINGT: Bei angenehmen Temperaturen stieß die diesjährige Ausgabe des von der Werbegemeinschaft Dreieichenhain organisierten verkaufsoffenen Sonntags am vergangenen Wochenende auf reges Interesse. Livemusiker und Straßenkünstler, Geschäfte und Aussteller boten ein „Rundum-Wohlfühlpaket“ für die zahlreichen Besucher der Hayner Altstadt. Näheres rund um das „beswingte Straßenfest“: siehe Seite 6. (DZ-Foto: Jordan)
gen. Unter anderem wartet seit Jahren das längst genehmigte Farmhaus auf seinen Bau – doch auch hierfür fehlt (noch) das Geld. Deswegen den Kopf in den Sand zu stecken, ist der „Hörnchen“ Ding nicht. Und so schwingen sie sich weiter von Ast zu Ast, auch wenn die Abstände bis zum nächsten sicheren Halt mitunter groß und die Kraftanstrengung erheblich ist... (weitere Informationen zum Sommerfest und den Dreieichhörnchen: siehe Seite 5)
Kulturelle Vielfalt lockt Dreieich (DZ/jh) – „Zusammen-
halten – Zukunft gewinnen“, lautet das diesjährige Motto der Interkulturellen Wochen, die auch in Dreieich vom 1. September bis zum 31. Oktober mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen und Aktionen zelebriert werden. Das Programm, geschnürt in der Regie des städtischen Integrationsbüros, kann einem Faltblatt entnommen werden, das unter anderem in der Stadtbücherei und im Rathaus erhältlich ist. Nähere Informationen erteilt Karin Scholl im Integrationsbüro, Telefon (06103) 601-282, EMail karin.scholl@dreieich.de. Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie wird von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Ausländerbeiräten und Initiativgruppen unterstützt und lokal organisiert.
Auftrag: Auftrag: 009174377/082/38 009170385/082/38 Spaltigkeit/Höhe: Spaltigkeit/Höhe: 01/050 01/025 Bearbeiter: Bearbeiter: Wilfried Wilfried Bender Bender
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