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S TA DT N AC H R I C H T E N F Ăœ R D R E I E I C H Mittwoch, 28. Juni 2017

Nr. 26 B

Auflage 18.520

Gesamtauflage 218.420

Anzeigen: 06106-2839000 / www.dreieich-zeitung.de

Omas Welt der Sauberkeit „WeiĂ&#x;er als weiĂ&#x;“: historische Drogerie-Werbung im Dreieich-Museum 184 Teilnehmer beim Waldlauf am Start Sportlicher Wettstreit bei sommerlichen Temperaturen >> Seite 3

Mit Pinguin den Preis abgeräumt „Icecool“: Das Kinderspiel des Jahres 2017 kommt aus Dietzenbach >> Seite 11

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Museumsleiterin Corinna Molitor verspricht einen faszinierenden Blick in die bunte Reklamewelt in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Konkret ist es der Zeitraum der 1930er bis 1960er Jahre, der mit einer Vielzahl von Originalexponaten in den Fokus der

gerettet werden. Jetzt ermĂśglichen die restaurierten und in einer Wanderausstellung zusammengefĂźhrten FundstĂźcke die Wiederentdeckung eines faszinierenden StĂźcks Kulturgeschichte. Ăœber 100 originale Werbetafeln – darunter viele bekannte, aber auch verschwundene Marken aus dem Drogeriegeschäft – laden ins Dreieich-Museum „zu einer mitreiĂ&#x;enden und unterhaltsamen Reise in eine vergangene analoge Reklamewelt ein“. Auf besonders anschauliche Weise dokumentieren sie die Entwicklung der Konsumwerbung (von der Vorkriegszeit Ăźber die Zeit der Mangelwirtschaft in den Nachkriegsjahren bis hin zum Wirtschaftswunder) und geben gleichzeitig einen spannenden Einblick in die Gesellschaft der je weiligen Zeit. „Die Werbetafeln“, so berichtet Corinna Molitor, „sagen nicht nur Betrachtung gerĂźckt wird. KĂśrperpflege- und Hygieneartikel, Babykost, Gesundheitsbedarf, Haushaltswaren, Wasch- und Putzmittel, Chemikalien, alles fĂźr Garten und Vieh sowie FotografiezubehĂśr: All dies gehĂśrte zum Warenbestand einer gut sortierten Drogerie und wurde auch von Oswald Keutner in der Vor- und Nachkriegszeit in seiner Drogerie in der niedersächsischen Stadt Springe verkauft und beworben. Keutner verstaute Ăźber Jahrzehnte alte Zeitungen, Werbepappen und Plakate in einer alten Scheune, die 1985 abgerissen wurde. Dieser „Schatz“ konnte von Bernd SchĂśnebaum zum GroĂ&#x;teil

viel Ăźber ihre Entstehungszeit aus, sondern regen auch an zum Nachdenken Ăźber wichtige, aktuelle Themen wie beispielsweise Geschlechterrollen, Umweltschutz und die gegenwärtige Situation unserer Konsumgesellschaft. Zugleich lässt die Ausstellung eine Epoche wiederaufleben, in der Plakate nicht nur Werbemittel, sondern echte Kunstprodukte waren.“ Die Präsentation im Dreieich-Museum sei eine Ausstellung fĂźr alle Generationen, in der es fĂźr jeden, ob jung oder alt, Bekanntes und Unbekanntes wieder oder ganz neu zu entdecken und zu bestaunen gibt. Die Ă–ffnungszeiten im Ăœberblick: Samstag von 14 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Während der Burgfestspiele Dreieichenhain im Juli und August ist das Museum jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geĂśffnet.

Kommerz trifft Kunst...

Fotos: Bernd SchĂśnebaum

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DREIEICH (jeh) – Erstmals seit der ErĂśffnung des nunmehr komplett renovierten und neu konzipierten Dreieich-Museums auf dem Gelände der Hayner Burg wird am 1. Juli eine neue Sonderausstellung erĂśffnet. „WeiĂ&#x;er als weiĂ&#x;. Eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte“ lautet der Titel der unterhaltsamen Präsentation, die bis Ende Oktober im Erdgeschoss der vom Geschichts- und Heimatverein Dreieichenhain getragenen Kultureinrichtung besichtigt werden kann.

Cover-Granaten lassen Lindenplatz beben Sprendlinger Turngemeinde garantiert den Fortbestand einer liebgewonnenen Tradition: Hooschebaa-Fest mit jeder Menge Musik

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DREIEICH (hsa) – „Operation Wiederbelebung“ gelungen – dem „Patienten“ geht‘s blendend. So oder so ähnlich lautete im vergangenen Jahr die Diagnose, nachdem die Sprendlinger Turngemeinde das traditionsreiche, ursprĂźnglich von den „Freunden Sprendlingens“ ins Leben gerufene Hooschebaa-Fest nach dreijähriger Pause „wachgekĂźsst“ hatte. Denn drei Tage lang ging‘s auf dem Lindenplatz hoch her, genossen zahlreiche Besu-

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BEILAGENHINWEIS Einem Teil unserer Auflage liegen Prospekte der folgenden Firmen bei:

cher die Freiluft-Sause, die ihren Namen dem vor genau 40 Jahren eingeweihten Hooschebaa-Brunnen verdankt. Selbigen ziert eine vom Sprendlinger KĂźnstler Hermann Will geschaffene Bronzefigur, die einen Knaben mit kurzen Hosenbeinen (in Sprendlinger Mundart: Hooschebaa) darstellt. Wer sich mit der Aussprache dieses Dialekt-Begriffs schwertut, sollte das kommende verlängerte Wochenende (30. Juni bis 2. Juli) als SchulungsmaĂ&#x;nahme nutzen.

Denn jede Wette: Je mehr Ebbelwoi man im Schatten der bald 300 Jahre alten Erasmus-AlberusKirche zu sich nimmt, umso leichter geht einem „Hooschebaa“ Ăźber die Lippen. Der OpenAir-Selbstversuch kann am Freitag um 18 Uhr gestartet werden, wird aber vermutlich ab 20 Uhr einem verzĂźckten Lauschen oder enthemmten Abhotten weichen, denn dann dreht die Formation „Pfund“ die Verstärker auf – und die vier reifen Recken um hr-

Sportmoderator Markus Philipp covern sich durch den „GemĂźsegarten“ des ,,Alternative Rock“ wie es besser nicht sein kĂśnnte. Das tat das Quartett bereits im vergangenen Jahr derart brillant, dass die Organisatoren der STG an einer Wiederverpflichtung von „Pfund“ nicht vorbeikamen. Und auch am Samstag setzen die Veranstalter auf Bewährtes: Nach der offiziellen PlatzerĂśffnung um 15 Uhr kĂśnnen die Gäste zunächst selbst gebackene Kuchen

„BĂźhne frei!“ Hayner Burgfestspiele beginnen am 4. Juli DREIEICH (jeh) – Mit einem Musical, das das Werk des USamerikanischen Sängers Michael Jackson feiert, starten am kommenden Dienstag (4.) die Burgfestspiele Dreieichenhain des Jahres 2017. Bis der deutsche Soulsänger Stefan Gwildis den Freiluftreigen im teilĂźberdachten Garten der Hayner Burg am 20. August beschlieĂ&#x;t, darf sich das Publikum wieder auf eine geballte Ladung Kunst und Kultur

freuen. An der Kasse des BĂźrgerhauses Sprendlingen, Telefon (06103) 60031, sowie im Internet auf www.burgfestspiele.dreieichenhain.de gibt es stets aktuelle Informationen zu allen Terminen und Karten fĂźr alle noch nicht ausverkauften Veranstaltungen (die DZ berichtete). An 34 Tagen locken nicht weniger als 36 verschiedene Vorstellungen auf das historische Gelände. In diesem Sinne: „BĂźhne frei!“

genieĂ&#x;en, ehe ab 16.30 Uhr „Die Steirer“ zu den Instrumenten greifen. Wer mit ihrer zĂźnftigen Musik nicht so viel anfangen kann, kĂśnnte stattdessen an einer Planwagenfahrt teilnehmen, die ebenfalls um 16.30 Uhr startet und als ein „besonderes Highlight fĂźr Familien“ angekĂźndigt wird. Gegen 20 Uhr entert dann „Agnetas Affairs“ die BĂźhne, eine ABBA-Coverband, von der es in einer Pressemitteilung heiĂ&#x;t, dass sie den Lindenplatz zum Beben bringen wird. Ebendort steigt am Sonntag noch ab 11 Uhr ein FrĂźhshoppen, der vom Jugend- und dem Musikorchester der Sprendlinger Turnge-

meinde musikalisch umrahmt wird. Das Ende der dreitägigen Mammut-Veranstaltung, die auch kulinarisch jede Menge zu bieten hat, markiert dann um 12 Uhr die Verlosung der Tombola-Hauptpreise. An dieser nimmt teil, wer zuvor eines der 3 Euro teuren Festbändchen erworben hat. Zu gewinnen gibt‘s unter anderem hochwertige Grills, Fahrräder sowie Gutscheine. Und wer dann „Hooschebaa“ nicht „so wunderschĂśn dunkel-nasal aussprechen kann wie wir Ureinwohner Sprendlingens“ – so hatten es die „Freunde Sprendlingens“ einst formuliert –, hat vermutlich nicht genug Ebbelwoi zu sich genommen.

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DREIEICH (jeh) – Wenn das Gemeinwesen am Hengstbach in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiert und auf vier bewegte Jahrzehnte zurĂźckblickt, dann mĂśchte auch der CDU-Ortsverband Buchschlag nicht abseits stehen: Dies ist die Botschaft, mit der sich die Stadtteil-Abteilung der Union dieser Tage zu Wort gemeldet und frĂźhzeitig auf eine fĂźr den 20. August geplante Veranstaltung aufmerksam gemacht hat. Organisator ist der Verein „MainOldtimer“, die Partei leistet SchĂźtzenhilfe. „40 Oldtimer gehen fĂźr 40 Jahre Dreieich auf Tour“, heiĂ&#x;t es an besagtem Sonntag. Damit wird nach Angaben des lokalen Parteivorstandes (unser Foto zeigt Mitglieder des CDUHelferteams mit Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt, im Goldreif auf dem Foto) an die vor fĂźnf Jahren erfolgreich auf die Beine gestellte „Buchschlag Ausfahrt“ angeknĂźpft. Die Idee: 40 Fahrzeuge, die vor 1977 (dem Jahr der Hessischen Gebietsreform) gebaut wurden, ma-

chen sich gemeinsam auf groĂ&#x;e Fahrt. Das Konzept: „Jedes Team bekommt beim Start ein Bordbuch mit der Beschreibung der Strecke und verschiedenen Aufgaben. Die Strecke ist so beschrieben, dass sie einfach zu finden ist. Und damit es nicht zu langweilig wird, mĂźssen unterwegs ein paar Fragen beantwortet werden. Einige witzige SonderprĂźfungen runden die Tour ab.“ Los geht es um 9.30 Uhr auf dem Hofgut Neuhof, die Ausfahrt ist etwa 160 Kilometer lang und fĂźhrt laut Einladung „durch den wildromantischen Odenwald“. Zum Abschluss am Nachmittag geht es dann durch alle Dreieicher Stadtteile bis zum Ziel. Dieses befindet sich am Buchschlager „Schneckenbrunnen“, wo die Teilnehmer mit einem StraĂ&#x;enfest in Empfang genommen werden. Wer einen Oldtimer hat und dabei sein mĂśchte, der kann sich ebenso wie jeder weitere potenzielle Helfer auf der Seite www.mainoldtimer.de anmelden. Foto: CDU Buchschlag


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