S TA DT N AC H R I C H T E N F Ăœ R D I E T Z E N BAC H U N D H E U S E N S TA M M Mittwoch, 21. Juni 2017
Nr. 25 D
Auflage 20.850
Gesamtauflage 218.420
Anzeigen: 06106-2839000 / www.dreieich-zeitung.de
Kampf gegen gierige Raupen Auch Dietzenbach geht wieder gegen den Eichenprozessionsspinner vor Auf zum 67. Heinerfest! Kirmes, Klassik und ein Koch aus dem WeiĂ&#x;en Haus >> Seite 5
Blick hinter die Wiesenmarkt-Kulissen 2x2 Backstage-Karten zu gewinnen >> Seite 7
Lebenqualität geschaffen Am Wochenende ist „Tag der Architektur“ >> Seite 9
BEILAGENHINWEIS Einem Teil unserer Auflage liegen Prospekte der folgenden Firmen bei:
VSG lädt zum Stammtisch ein DIETZENBACH (tmi) – Der Verein fĂźr Sport und Gesundheit Dietzenbach 1964 (VSG) lädt alle Mitglieder und Freunde am Freitag (23.) ab 18 Uhr zu seinem Stammtisch in der SG-Gaststätte in der Offentaler StraĂ&#x;e ein. Der Treff bietet eine gute MĂśglichkeit, Informationen auszutauschen, Ideen und WĂźnsche an den Verein zu richten und in netter Runde gemĂźtlich beisammen zu sitzen. Der Vorstand freut sich auf viele Teilnehmer, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Von Klaus Gßnter Schmidt DIETZENBACH – Eigentlich ist der Eichenprozessionsspinner ein harmloser Nachtfalter. Doch wenn seine Raupen auf Futtersuche massenhaft aus den Baumkronen herabkriechen, ist hÜchste Vorsicht geboten. Sie sind extrem giftig und eine Gefahr fßr den Menschen. Die feinen Härchen auf ihrem Rßcken enthalten ein Nesselgift, das juckende Ausschläge und sogar einen lebensbedrohlichen allergenen Schock hervorrufen kann. In fast allen Bundesländern sind die Schädlinge, die aufgrund des Klimawandels und der steigenden Durchschnittstemperaturen aus ihrer sßdeuropäischen Heimat immer weiter nach Norden vordringen, längst zur Plage geworden. Auch in Dietzenbach geht man seit Jahren gegen die
„Schrauber“ brauchen Räder HEUSENSTAMM (kĂś) – Musik, Tanz, Speis und Trank, Kinderprogramm... Mit dieser Mischung soll ein interkulturelles Sommerfest am Sonntag (25.) auf dem Kirchplatz St. Cäcilia zum Verweilen animieren. Dort, in der Altstadt, werden von 11 bis 17 Uhr auch die „Fahrradschrauber“ anzutreffen sein, eine Gruppe der Ăśrtlichen FlĂźchtlingshilfe. Zeigen, was in der Werkstatt aus alten Rädern gemacht wird... Und zugleich ein Angebot unterbreiten, frei nach dem Motto „Wer Mobilitätsbedarf hat, kann sich einen fahrbaren Untersatz mitnehmen“... Mit diesen Vorgaben blicken die „Schrauber“ dem Fest entgegen. Ihr Aufruf: „Es werden Kinderfahrräder in allen GrĂśĂ&#x;en und auch KinderFahrradsitze gesucht. Wir reparieren, beseitigen eventuell vorhandene Mängel und sorgen fĂźr Verkehrssicherheit.“ Wer einen ausrangierten Drahtesel spenden mĂśchte, erreicht die ehrenamtlichen Helfer in der Werkstatt (am Parkplatz von St. Cäcilia, SchlossstraĂ&#x;e 8) zu folgenden Zeiten: dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr. MĂśglich ist auch eine Kontaktaufnahme per E-Mail: Die-Fahrradschrauber@gmx.de.
gefräĂ&#x;igen Raupen vor, deren Lieblingsfutter Eichenblätter sind. Dabei setzen die Städtischen Betriebe vornehmlich auf eine prophylaktische Bekämpfung. Mit UnterstĂźtzung eines Fachbetriebes aus Bad Vilbel, der Ăźber die erforderlichen Maschinen verfĂźgt, sind die vom Befall bedrohten Bäume im Stadtgebiet auch 2017 wieder mit mit dem Biozid „Dipel ES“ eingesprĂźht worden. Das Mittel ist nach Angaben der Stadtverwaltung fĂźr den Menschen und andere Tiere unbedenklich. Es kommt bei vielen Anlässen – auch im Acker-, Obst-, GemĂźse-, Wein- oder Zierpflanzenbau – zum Einsatz. Beim gierigen „Spinner“ bewirkt es einen FraĂ&#x;stopp. Zunächst versammeln sich die Raupen in locker miteinander versponnenen Blättern oder Zweigen. Etwa ab Mitte Juni bilden sie die typischen, bis zu einem Meter langen GespinnNester. TagsĂźber ziehen sie sich
in diese Nester zurĂźck, nachts begeben sie sich in prozessionsartigen ZĂźgen auf Futtersuche. Bei massivem Auftreten kĂśnnen selbst mächtige Eichen komplett kahl gefressen werden. Besonders stark betroffen sind in der Regel einzeln stehende Bäume in Wohngebieten, Parkanlagen, Schwimmbädern, auf FriedhĂśfen, Parkplätzen oder an Waldrändern. „Sehr effektiv“ Die prophylaktische Bekämpfung mit einem Biozid habe sich in den vergangenen Jahren als „sehr effektiv erwiesen und einen Befall im Sommer fast vĂśllig verhindert“, teilen die Städtischen Betriebe Dietzenbach mit. Das vorbeugende Handeln sei nicht nur ungefährlicher, sondern auch kostengĂźnstiger als die spätere Entfernung der ausgewachsenen Spinnnester mit den tĂźckischen Brennhaaren. Sollte solch ein Eingriff in Einzel-
Ă–ztas: Abschied vom BĂźrgergespräch DafĂźr mehr Sprechstunden-Termine im Rathaus HEUSENSTAMM (kĂś) – Am letzen Juni-Mittwoch (28.) kann wieder das Angebot „Sprechstunde bei BĂźrgermeister Halil Ă–ztas“ genutzt werden. Von 14 bis 16 Uhr nimmt sich der Verwaltungschef Zeit, um individuelle Gespräche (maximale Dauer: 15 Minuten) mit ratsuchenden BĂźrgern zu fĂźhren. Fragen, Anregungen und Kritik zu Themen mit Heusenstamm-Bezug: DafĂźr hat Ă–ztas im Rathaus ein offenes Ohr. Wer den Service nutzen mĂśchte, kann sich unter der Rufnummer (06104) 6071002 anmelden. „Die Sprechstunden werden sehr gut angenommen. In der Regel fĂźhre ich etwa zehn Gespräche pro Termin. Diese Form der direkten RĂźckkoppelung mit den BĂźrgern werde ich intensivieren“, erläutert Ă–ztas.
Zugleich kĂźndigt er an: „Das Angebot ‚BĂźrgergespräch‘ wird es in Zukunft nicht mehr geben.“ Drei Mal seit seinem Amtsantritt zu Beginn des Jahres 2016 habe er die grĂśĂ&#x;ere Runde zur ErĂśrterung von Themen, die allgemein von Interesse seien, anberaumt. Doch die Zahl der Interessenten, die gekommen seien, habe man jeweils an einer Hand abzählen kĂśnnen. „Da steht der Aufwand fĂźr die FĂźhrungskräfte der Stadtverwaltung, die bei diesen Treffen gemeinsam mit mir anwesend sein sollten, um kompetent Auskunft geben zu kĂśnnen, in keinem Verhältnis zur Resonanz, die diesem Format zuteil wird. Deshalb wird das BĂźrgergespräch gestrichen und die Sprechstunden-Frequenz erhĂśht“, zeichnet Ă–ztas die weitere Marschroute vor.
Ein Viertel mit Schmuddel-Image? Grßne warnen – Bßrger sollen sich einmischen
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DIETZENBACH (kĂś) – Der Bebauungsplan „14/4 – Gewerbegebiet nordĂśstlich der Messenhäuser StraĂ&#x;e“ wurde in der diesjährigen Mai-Sitzung des Dietzenbacher Stadtparlaments auf den Weg gebracht. Was als städtebaulicher Orientierungsrahmen fĂźr das Quartier im Dunstkreis der Kreisquerverbindung gedacht ist, hat die GrĂźnen-Fraktion aufgeschreckt. Deren Vorsitzende Andrea Wacker-Hempel fĂźrchtet, dass mit den neuen konzeptionellen Vorgaben ein Einfallstor fĂźr Ansiedlungen mit Schmuddel-Charakter geschaffen wird. „Wer nicht will, dass dort verstärkt ein Viertel mit Spielhallen, WettbĂźros, Hochzeitshallen, Diskotheken, Swingerclubs und Nachtlokalen entsteht, sollte seinen Widerspruch zu dieser Planung im Rathaus
einreichen“, appelliert WackerHempel an die Kreisstadt-Bewohner, sich aktiv einzumischen. Noch bis zum 30. Juni, so ihr Hinweis, bestehe die MĂśglichkeit, Einblick in den Bebauungsplan zu nehmen und Stellung zu beziehen – sei es in Form von Anregungen, Hinweisen oder Kritik. Das weitere Prozedere beschreibt die Kommunalpolitikerin wie folgt: „Nach der Offenlage des Bebauungsplanes werden alle eingereichten Stellungnahmen zusammengestellt und der Stadtverordneten-Versammlung erneut zur Beschlussfassung vorgelegt. Diese muss dann final Ăźber die Ausgestaltung und Umsetzung des Bebauungsplanes entscheiden.“ Wer Fragen hat, erreicht WackerHempel unter der Rufnummer (06074) 28346.
fällen dennoch erforderlich sein, werde umgehend ein Schädlingsbekämpfer zu Rate gezogen. Mit einem solchen Fachmann habe man eine entsprechende Vereinbarung getroffen, erläutern die Zuständigen in der Kreisstadt. Die Härchen der Raupen haben Widerhaken und bleiben deshalb ßberall hängen. Man darf die bÜsartigen Schädlinge und ihre Gespinnste auf keinen Fall berßhren. Selbst der Aufenthalt in unmittelbarer Nähe ist bedenklich, denn allein durch das Einatmen kÜnnen die feinen Härchen in die Schleimhäute gelangen und Entzßndungen hervorrufen, die insbesondere fßr Asthmatiker gefährlich sind. Auf der Haut ruft das Nesselgift RÜtungen, Reizungen und Quaddeln hervor. Ist es zu einem Kontakt gekommen, gilt die dringende Empfehlung, sofort ausgiebig zu duschen und die Kleidung grßndlich zu waschen. Ratsam ist zudem ein Besuch beim Hausarzt.
Sommerkonzert der Klavierklasse DIETZENBACH (tmi) – Das Sommerkonzert der Klavierklasse von Marcel Jung findet am Sonntag (25.) ab 16 Uhr im Hotel Artrium am Park, WaldstraĂ&#x;e 94, statt. Jung: „Als Lehrer ist es mir wichtig, den SchĂźlerinnen und SchĂźlern eine mĂśglichst professionelle AuftrittsmĂśglichkeit zu bieten. Dies steigert die Motivation und wĂźrdigt zugleich die Arbeit der Kinder.“ Die ZuhĂśrer erwartet ein buntes Programm aus klassischen StĂźcken. Die jĂźngste Teilnehmerin ist vier Jahre alt. Auch zwei Preisträgerinnen des diesjährigen Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ sind zu hĂśren. Als Gäste spielen SchĂźlerinnen und SchĂźler der Pianistin Nami Ejiri. DarĂźber hinaus wird es einen Beitrag auf der Gitarre und der Violine geben. Der Eintritt ist wie immer frei.
Platzkonzert am Samstag DIETZENBACH (tmi) – Mit einem Platzkonzert will die Musikervereinigung ihren Bekanntheitsgrad in der Stadt erhĂśhen. Am Samstag (24.) spielt sie von 14 bis 15 Uhr auf dem Europaplatz vor dem BĂźrgerhaus. Das groĂ&#x;e Blasorchester unter der Leitung von Carsten Vinson wechselt sich mit dem Jugendorchester ab, das von RĂźdiger Kling dirigiert wird. Zum Repertoire gehĂśren Swing, Rock, Beat, Tanz- und Filmmusik sowie bekannte Hits und Evergreens, aber auch Walzer, Polkas und Marschmusik. Gesucht werden in beiden Orchestern neue Mitspieler auf allen Blasinstrumenten, E-Gitarre und Schlagzeug. FĂźr Fragen und Informationen stehen die Vereinsmitglieder gern zur VerfĂźgung. Telefonische Auskunft gibt es bei der Vorsitzenden Doris JĂźnger, Telefon (06074) 814204, oder Jugendleiterin Lisa DĂśrr, (0152) 56185806. Im Internet ist die Musikervereinigung unter www. mvdietzenbach.de zu finden.
Banger Blick aufs Eichblatt: Die Problematik „mĂśglicher Befall mit dem Eichenprozessionsspinner“ sorgt alljährlich fĂźr Foto: Jordan Gesprächsstoff.
„WeiĂ&#x;es Dinner“ setzt bunten Akzent Am 24. Juni: Schickes Picknick am Schloss HEUSENSTAMM (kĂś) – Was einst als Experiment an den Heusenstammer „Kultursommer am Schloss“ drangehängt wurde, hat sich mittlerweile zu einem integralen Bestandteil des Festivals entwickelt: Die Rede ist vom „WeiĂ&#x;en Dinner“. Wenn die diesjährige Auflage des Sommerreigens mit Konzerten, Theater-Inszenierungen und literarischen Häppchen vom 23. Juni bis 15. Juli auf mehreren BĂźhnen im Stadtgebiet zelebriert wird, ist das Picknick-VergnĂźgen ein Programmpunkt, der mittendrin zu finden ist. Man kĂśnnte freilich auch sagen: Gleich in der Anfangsphase des Kultursommers wird versucht, mit dem Abend in WeiĂ&#x; einen sprichwĂśrtlich bunten, schillernden Akzent zu setzen. Am Samstag, 24. Juni, kann von 20 bis 23 Uhr im Barockgarten des Schlosses getafelt, geplaudert und gelauscht werden. Den letztgenannten Part bedient das Duo „Soul Incentive“, das die Veranstaltung musikalisch dezent untermalen wird. Ab 19 Uhr wird Einlass gewährt. Der Eintritt ist frei. Das Konzept des „WeiĂ&#x;en Dinners“ ist denkbar einfach, und so lautet die Grundregel schlichtweg: WeiĂ&#x;! Alle Teilnehmer sollten von Kopf bis FuĂ&#x; komplett weiĂ&#x; gekleidet sein. Wie bei einem Picknick Ăźblich, bringt sich jeder seine eigene Ausstattung mit. Dazu gehĂśren
neben Speisen und Getränken vor allem (Klapp-)Tische und StĂźhle, auĂ&#x;erdem weiĂ&#x;e Dekorationsartikel wie Servietten, Kerzen, Blumenschmuck sowie Wohntextilien (Hussen, TĂźcher und Tischdecken). „Da es ein feines Dinner werden soll, werden die Teilnehmer gebeten, auf Plastikgeschirr zu verzichten“, lässt die Stadtverwaltung vorab verlauten. Hinge-
wiesen wird auch auf eine mobile Bar, die zum Ort des Geschehens manĂśvriert wird, um dort Getränke der Kategorie „prickelnd-spritzig“ und Kaffee anbieten zu kĂśnnen. Wer keine eigenen Tische und StĂźhle mitbringen kann oder mĂśchte, hat die MĂśglichkeit, eine Tischgarnitur fĂźr zehn Euro beim kommunalen Fachdienst „Sport und Kultur“ zu ordern. Angela DĂśnges, Telefon (06104) 607-1123, E-Mail angela.doenges@heusenstamm.de, fungiert als Ansprechpartnerin. Ein wichtiges Hinweis: Bei Regenwetter wird der Gaumenschmaus unter freiem Himmel abgeblasen. Bei unsicherer Witterung kann auf der Internetseite der Stadt (www.heusenstamm.de) nachgeschaut werden, ob diniert wird oder nicht.
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