S TA DT N AC H R I C H T E N F Ăœ R RĂ– D E R M A R K U N D RO D GAU Mittwoch, 28. Juni 2017
Nr. 26 E
Auflage 30.570
Gesamtauflage 218.420
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Senior trifft Jungspund Neues Projekt in RĂśdermark: WunschgroĂ&#x;eltern gesucht GlĂźcksfall fĂźr die SG Nieder-Roden Mirnes Mesic geht eine weitere Saison auf Torejagd >> Seite 2
Omas Welt der Sauberkeit Historische Drogerie-Werbung im Dreieich-Museum >> Seite 3
184 Teilnehmer beim Waldlauf am Start Sportlicher Wettstreit bei sommerlichen Temperaturen >> Seite 6
BEILAGENHINWEIS Einem Teil unserer Auflage liegen Prospekte der folgenden Firmen bei:
TS-Garten und „FC WeiĂ&#x;-Blau“ RĂ–DERMARK (kĂś) – Der sommerliche Reigen der Bewirtungsaktionen auf diversen RĂśdermärker Vereinsanlagen wird munter fortgesetzt. Die Turnerschaft Ober-Roden kĂźndigt die 23. Auflage ihres Klassikers an: „Willkommen im TS-Sommergarten“ heiĂ&#x;t es vom 30. Juni bis zum 23. Juli auf dem Sportgelände an der Walter-KolbStraĂ&#x;e. Speis und Trank werden werktags von 17 bis 22 Uhr, samstags von 16 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 22 Uhr serviert. Hin und wieder erklingt sogar LiveMusik. FĂźr den ErĂśffnungsabend kĂźndigen die Organisatoren ein VergnĂźgen mit Pauken und Trompeten an. Ergo: Das Orchester des Musikvereins 03 Ober-Roden wird zu einem kleinen Platzkonzert aufspielen. Biergarten-Laune Ebenfalls in Biergarten-Laune präsentieren sich derzeit die Mitglieder und Gäste des 1. FC Germania Ober-Roden. Auch dort, auf dem Platz an der Frankfurter StaĂ&#x;e, kĂśnnen AusflĂźgler verweilen. Am Sonntag, 2. Juli, lockt ab 10.30 Uhr ein FrĂźhschoppen mit weiĂ&#x;-blauen GenĂźssen. „Alle Liebhaber der bayerischen Zunft sind herzlich eingeladen. Sie werden mit Lederhose oder Dirndl nicht alleine sein“, heiĂ&#x;t es in einem AnkĂźndigungsschreiben der Germania.
RĂ–DERMARK (kĂś) – Das Begriffspaar „WunschgroĂ&#x;eltern – Enkelwunsch“ soll kĂźnftig in RĂśdermark bedient werden. Angedacht wird ein Vermittlungsservice, der ältere und junge ErdenbĂźrger zusammenbringt.
gan liefert die Ăœberschrift: „WunschgroĂ&#x;eltern – Enkelwunsch“. „Wir mĂśchten junge Familien und Senioren, die gerne mit Kindern zu tun haben, zusammenbringen“, unterstreicht Heidelbach.
Auf der einen Seite: GroĂ&#x;eltern, die ihre Enkel nur selten sehen kĂśnnen, weil der Nachwuchs weit weg wohnt. Omas und Opas, die aber gerne häufiger Zeit mit Kindern verbringen wĂźrden. Auf der anderen Seite: Eltern, die sich freuen wĂźrden, wenn ein älterer Mensch fĂźr ihre Kinder stundenweise die Rolle des GroĂ&#x;vaters oder der GroĂ&#x;mutter ausfĂźllen kĂśnnte, weil der Seniorenpart der Familie nur selten greifbar ist. Diese zwei Zielgruppen sollen miteinander in Kontakt gebracht werden, um mehr soziales Miteinander in der Stadt zwischen Bulau und Breidert zu praktizieren. Die Ehrenamtsbeauftragte der Kommune, Elke Heidelbach, will gemeinsam mit Beate Rauch vom Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) ein neues Projekt auf den Weg bringen. Der eingangs genannte Slo-
Kochen, basteln, radeln... „Gemeinsam Zeit genieĂ&#x;en“: Orientiert an dieser Marschroute, soll die BrĂźcke Ăźber Generationen hinweg tragfähig sein. Viele Aktivitäten sind denkbar: Hand in Hand kochen und backen, basteln, auf dem Spielplatz toben, Kino- oder Mu-
seumsbesuche planen, Fahrrad fahren... Und auch das Stichwort „Hilfe bei den Hausaufgaben“ ist sicher kein Tabu. „Die Kinder bekommen zusätzliche Aufmerksamkeit und den wertvollen Kontakt zur älteren Generation. Die Eltern haben dann mal etwas Zeit fĂźr Erledi-
CDU schĂźttelt sich: Hartung gewählt Kritik der FDP: „Schmierentheater“ RĂ–DERMARK (kĂś) – In einer auĂ&#x;erordentlichen Mitgliederversammlung der RĂśdermärker Christdemokraten ist der Stadtverordnete Ralph Hartung zum neuen Vorsitzenden des CDUStadtverbandes gewählt worden. Der 46-Jährige tritt die Nachfolge von Patricia Lips an, die wenige Wochen nach der diesjährigen BĂźrgermeisterwahl das Handtuch geworfen hatte. Schwarz-GrĂźn Mit der personellen Zäsur endet ein parteiinterner Machtkampf, der während des BĂźrgermeisterWahlkampfes und im Anschluss daran ausgefochten wurde. Wie mehrfach berichtet, konnten sich die BefĂźrworter einer Fortsetzung der schwarz-grĂźnen Koalition im Stadtparlament durchsetzen. Der Erste Stadtrat JĂśrg Rotter und der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Gensert entpuppten sich als fĂźhrende KĂśpfe des siegreichen FlĂźgels. Lips und ihr Vorgänger als hiesiger Bundestagsabgeordneter und prägender Kopf der RĂśdermark-CDU, Wolfgang Steiger, hatten das Nachsehen. Fazit: Die Ăśrtliche Union wurde kräftig durchgerĂźttelt. Sie hat sich nach all dem heftigen Zwist geschĂźttelt und verkĂźndet halb trotzig, halb zweckoptimistisch: Mit Hartung werde nun wieder auf einen sachpolitischen Kurs umgeschwenkt. Indes: Die FDP sieht sich im RĂźckblick auf den Koalitionspoker zu einer Klarstellung veranlasst. Wenn Gensert Ăśffentlich verkĂźnde, „von der FDP und den Freien Wählern kam nichts“, dann sei dies eine „plumpe Darstellung“, der eindeutig widersprochen werden mĂźsse, betont der Fraktionsvor-
sitzende der Blau-Gelben im Stadtparlament, Tobias Kruger. Sein Urteil: Die Union habe nach der verlorenen BĂźrgermeisterwahl (Carsten Helfmann unterlag Amtsinhaber Roland Kern) niemals ernsthaft mit einer Abkehr von SchwarzGrĂźn und einer Hinwendung zu einem Mitte-Rechts-DreierbĂźndnis geliebäugelt. Es seien lediglich kurze AlibiGespräche mit Freidemokraten und Freien Wählern gefĂźhrt worden. Ein inszeniertes „Schmierentheater“ zur „Beruhigung der Parteibasis“ hätten Gensert und sein Anhang im Sinn gehabt, unterstreicht Kruger. „Postenplanung“ Die FDP bleibe ihrer Linie einer „vernĂźnftigen, vorausschauenden und bĂźrgerlichen Politik fĂźr RĂśdermark“ treu. Die CDU hingegen habe bei ihren ScheinAvancen die Maske fallen lassen. „Im Vordergrund standen eindeutig die eigene Postenplanung und -sicherung sowie der Wunsch nach einer bequemen Mehrheit. Politische Inhalte waren sekundär“, behaupten Kruger und sein Fraktionskollege Dr. RĂźdiger Werner mit Blick auf die Union. Das Credo des Duos: „Uns geht es darum, dass RĂśdermark vorankommt, dass der in vielen Bereichen vorhandene Stillstand durchbrochen wird. Wir haben unsererseits deshalb bewusst in allen Gesprächen keinerlei Personalforderungen gestellt. Wir wollten und wollen stattdessen mit unseren Inhalten und Argumenten Ăźberzeugen“, beschreiben Kruger und Werner die Marschroute der Freidemokraten.
gungen, während die WunschGroĂ&#x;eltern ihre Erfahrungen und ihr Wissen an die Kinder weitergeben“, betonen Heidelbach und Rauch, welche Ăœberlegungen ausschlaggebend sind. Ein einschränkender Aspekt aus Sicht des Duos: „Die Aktion ist nicht als Vermittlungsstelle fĂźr Babysitter sowie Haushalts- oder Gartenarbeitshilfen gedacht.“ Das seien andere Kategorien, die von anderen Anbietern bedient wĂźrden. Wer sich näher informieren mĂśchte, kann mit Heidelbach, Telefon (06074) 911-671, und Rauch, Rufnummer (06074) 68966, Kontakt aufnehmen. Mit Hilfe eines Fragebogens, der Erwartungen und Vorstellungen abgleicht, werden Wunschomas und -opas ausfindig gemacht und einer oder mehreren Familie(n) zugeordnet. Ein wichtiger Hinweis: Es erfolgt keine Bezahlung, doch Fahrtkosten und Auslagen kĂśnnen nach Absprache von den Eltern erstattet werden. Da sich die WunschGroĂ&#x;eltern unentgeltlich auf dem sozialen Sektor tummeln, sind sie Ăźber die Ehrenamtsversicherung des Landes Hessen unfall- und haftpflichtversichert.
Kläranlage: Vorzeige-Komplex in Rodgau RODGAU (kĂś) – Der Tag der offenen TĂźr, zu dem kĂźrzlich auf das Gelände der Rodgauer Kläranlage eingeladen wurde, bot interessante An-, Ein- und Ausblicke. Das sanierte RegenĂźberlaufbecken (Foto) und das neue Blockheizkraftwerk standen ebenso im Fokus wie technische Details, die sich rund um das Stichwort „Reinigung des Abwassers“ ranken. Dass in jĂźngster Zeit rund vier Millionen Euro investiert wurden, um den Komplex technisch auf Vordermann zu bringen und gute Filter-Ergebnisse
unter Ăśkologischen und Ăśkonomischen Vorzeichen fĂźr die Bewohner der Kommune zu gewährleisten: Das erfuhren die Besucher bei Info-Rundgängen mit Anlagenleiter Adolf Linhart und dessen Kollegen. Das Ergebnis der Ausbau-Offensive kann sich nach Einschätzung der Fachleute mehr als sehen lassen. „Eine der modernsten Kläranlagen Deutschlands“, so ihr Hinweis, verrichte an der HauptstraĂ&#x;e im Rodgauer Stadtteil Weiskirchen zuverlässig ihren Dienst. Foto: Jordan
Birne, Lavendel... Und LiebesglĂźck? RODGAU (kĂś) – Mit der TragikomĂśdie „Birnenkuchen mit Lavendel“ wird am Dienstag, 4. Juli, die Frauenfilm-Reihe der Rodgauer Sozialdemokratinnen fortgesetzt. Ab 19 Uhr flimmert die franzĂśsische Kino-Produktion in den Saalbau-Lichtspielen in JĂźgesheim Ăźber die Leinwand. Eintrittskarten sind an der Tageskasse erhältlich. Hof in der Provence Zum Inhalt: Die Witwe Louise, Mutter zweier Kinder, kĂźmmert sich um ihren Birnen- und Lavendelhof in der Provence, hat aber mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Eines Tages fährt sie aus Versehen vor ihrem Haus einen Fremden an. Pierre kann die Blessuren rasch verschmerzen. Er entwickelt sich zu einem treuen Begleiter. Ja, mehr noch: Er beschert Louise neben dem monetären auch noch einen amourĂśsen Spagat mit ungewissem Ausgang.
Bouffier Ăźberreicht Landesehrenbrief an Rosel Jung RODGAU (tmi) – Mehr als 4.000 Gäste waren zur GroĂ&#x;kundgebung des VdK Hessen-ThĂźringen auf dem Hessentag in RĂźsselsheim gekommen. Das Motto des 57. Landestreffens lautete: „Soziale Spaltung stoppen!“. Im Vorfeld der Bundestagswahl mĂśchte der Sozialverband ein deutliches Signal fĂźr einen Kurswechsel in der Sozialpolitik setzen: „Immer weniger Menschen haben Anteil an Wohlstand und wirtschaftlicher Entwicklung“, so der Landesvorsitzende Paul Weimann (Zweiter von rechts). Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bedankte sich in seiner Ansprache fĂźr die gute Arbeit, die beim VdK geleistet werde, und sicherte dem Landeschef zu, dass er, wie in den vergange-
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nen Jahren, weiterhin den Verband unterstĂźtzen wolle. Dessen Anregungen nehme er sehr ernst, betonte Bouffier. HĂśhepunkt der Veranstaltung war die Vergabe von sechs Landes-Ehrenbriefen durch den Ministerpräsidenten. Den Vorsitzenden des Ortsverbandes JĂźgesheim-Hainhausen, Marco Hyba (rechts), freute es besonders, dass seine Vorstandskollegin Rosel Jung mit der Auszeichnung gewĂźrdigt wurde. Bouffier erinnerte an das Ăźber 40-jährige Wirken von Rosel Jung im FĂźhrungsgremium. Nach der Ăœbergabe von Landesehrenbrief und -nadel gab es GlĂźckwĂźnsche von Weimann und Hyba sowie einen groĂ&#x;en Applaus der Besucher. Foto: Jochen Schneider/VdK
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