hds magazin #9/20: Das Geschäft mit der Distanz

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Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXVIII · 9/2020 · IR/IP · monatlich

hds magazin #9/20 Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol hds-bz.it facebook.com/hds.unione @hds_unione

Das Geschäft mit der Distanz Sehnsucht nach Nähe und Gemeinsinn


Großes Kino

die Ein Abend für haft c s t ir W r le o ir t Süd 2020 t s u g u A . 7 2 , g Donnersta

:30 Uhr hr / Beginn: 19 U 0 zen :0 19 : ss la Ein r Straße 53, Bo e n ro sk d n u m dskron, Sig chloss Sigmun

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Wir laden Sie herzlich ein!

handels- und dienstleistungsverband Südtirol

Philipp Moser

Sandro Pellegrini

Bernhard Hilpold

Präsident hds

Vizepräsident hds

Direktor hds


editorial

Das brauchen wir! Eine Expertenrunde für Wirtschaftsthemen einsetzen, Maßnahmen zur Stärkung der Südtiroler Dörfer und Städte, die Stärkung der regionalen Kreisläufe, Vorteile für Unternehmen mit Südtiroler Steuersitz, Vereinfachungen in der öffentlichen Verwaltung, die Regelung der Sonn- und Feiertagsöffnungen, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und eine faire Steuerpolitik: Diese acht Themen gibt euer Verband der Landesregierung mit auf den Weg für die Phase 3. Es sind Hausaufgaben für die Politik, die wir als zuständiger Interessenverband für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung unserer Sektoren als unerlässlich erachten. Diese Themen sollten in den Strategien, Zielen und Maßnahmen der Landesregierung Berücksichtigung finden. Grundsätzlich gilt es, eine Expertenrunde für alle Wirtschaftsfragen einzusetzen. Diese hilft und unterstützt die Entscheidungsträger, wenn es darum geht, vorauszublicken und sich für den Herbst auf alle Szenarien vorzubereiten. Zu den weiteren Maßnahmen: Südtirols Orte leben von ihrer Attraktivität, Lebensqualität und den Frequenzen der Menschen. Damit dieses Alleinstellungsmerkmal unserer lebendigen Orte aufrecht und diese weiterhin Anziehungspunkte für Menschen bleiben, bedarf es entsprechender Rahmenbedingungen für die dort tätigen Betriebe. Eng damit verbunden ist die Maßnahme der Stärkung der lokalen Kreisläufe. Ein weiterer Punkt betrifft das Vorsehen von Vorteilen bei Steuern und Gebühren sowie die Bevorzugung bei Ausschreibungen für alle Unternehmen, die ihren Steuersitz in Südtirol haben. Es braucht zudem eine Entbürokratisierung, eine effektive Digitalisierung und vor allem Standardisierung der öffentlichen Verwaltung.

titelgeschichte Sehnsucht nach Nähe und Gemeinsinn

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aktuelles hds-Gewinnspiel mit Südtirol 1

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bezirke Ortsgruppe Ritten präsentiert Webseite

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fachgruppen g.g.A.-Anerkennung für Schüttelbrot

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bildung Abwechslungsreiche Kurse

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betriebe informieren Neu in Naturns: Unverpockt

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betriebsberatung Eine Zeit des Umbruchs

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info arbeit Das betriebliche Welfare-Angebot

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Die autonome Regelung der Sonn- und Feiertagsöffnungen bleiben für den hds nach wie vor Priorität. Noch nie waren die Sensibilität und die Geschlossenheit für dieses Thema so hoch wir in der jetzigen Zeit. Die restlichen beiden Themen gehen zwar über die Landeskompetenz hinaus, können jedoch sehr wohl politisch vorangetrieben werden: Zum einen braucht es in Italien eine Flexibilisierung des starren Arbeitsmarktes. Zum anderen muss Druck aufgebaut werden, damit eine Digitalsteuer eingeführt wird. Die Zeit ist reif für eine Websteuer für digitale Großkonzerne, die bis dato hierzulande dank Steueroptimierungen und -verschiebungen in andere Staaten keine Steuern für ihre erwirtschafteten Umsätze zahlen.

REDAKTION, VERWALTUNG UND WERBUNG: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it VERANTWORTLICH IM SINNE DES PRESSEGESETZES UND VERANTWORTLICHER SCHRIFTLEITER: Dott. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) REDAKTION: Dott. Sergio Colombi, Manuela Seebacher, Dott.ssa Hanna Widmann, GRAFISCHES KONZEPT: Gruppe Gut – www.gruppegut.it TITELBILD: gettyimages GRAFIK: Stefano Hochkofler FOTOS: BeyondGreen/Matteo Berto, gettyimages, Helmuth Rier, sxc DRUCKEREI: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen AUFGEGEBEN AM 19. AUGUST 2020 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergegebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. HERAUSGEBER: hds Servicegenossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Eintragung ROC Nr. 14101. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana

Philipp Moser, hds-Präsident

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Das Geschäft mit der Distanz Der Handel muss an dem Wir, an Mehrwerten vor allem aber an der Bedeutung seines Angebots, der Produkte, seiner Geschichte arbeiten.

Sehnsucht nach Nähe und Gemeinsinn

Der Onlinehandel hat im Lockdown im Frühjahr dieses Jahres großen Zuwachs erhalten. Während der Einkauf im Internet in Zeiten von Mundschutzpflicht und Einlassbeschränkungen nicht nur sicher vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, sondern auch bequem erscheint, steht der Onlinekanal dennoch in einigen Qualitäten hinter den stationären Geschäften. Der Vergleich von Online- und stationären Käufen vor und während der Corona-Krise zeigt den Onlinehandel als klaren Gewinner. Während die stationär erledigten Käufe um acht Prozentpunkte auf 58 Prozent sinken, verhält es sich bei Onlinekäufen gegenläufig. Hier geben die Konsumenten an, vor der Krise 34 Prozent der Einkäufe im Durchschnitt online getätigt zu haben –

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während der Krise beläuft sich der Wert auf 42 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Handelsforschung IFH in Köln, die die Rolle des Onlinekanals in der Corona-Krise beleuchtet. Persönlicher Kontakt wird vermisst

Aber: Der Onlinekanal wurde im Laufe der Krise zwar immer beliebter, kann in Beratungs- und Serviceleistungen jedoch noch nicht überzeugen. Insbesondere bei 18- bis 29- Jährigen sind Mängel beim Onlinekauf ein Thema. Das große Manko also: Die fehlende persönliche Beratung von Mitarbeitern im Einzelhandel. Auch wird der fehlende Ausbau von Cross-Channel-Konzepten von den Konsumenten bemängelt.


titelgeschichte

Beim Onlinekauf wird von 21 Prozent der Die Nähe wieder lernen Befragten der fehlende Kontakt zu den Mit- Zurück zum stationären Handel: Dieser arbeitern bemängelt. Auch die daraus re- hatte sich zuletzt mehr und mehr zum neusultierende persönliche Beratungsleistung en Distanzhandel entwickelt. Nämlich mit vermissen 18 Prozent. Darüber hinaus sind Distanz zum Kunden. In Zeiten der soziaauch 14 Prozent mit der Preistransparenz len Distanzierung, des Lockdowns und der im Onlinekanal nicht zufrieden. Auffällig: neuen Hygieneregeln wird das Ladenlokal, In allen Kategorien bewerten die so genann- der klassische Point of Sale, zum eigentten Smart Natives der 18- bis 29-Jährigen lichen Distanzhandel. Jetzt muss er Nähe die fehlenden Leistungen im Onlinekanal wieder lernen. Wie kann das aber gelingen, besonders negativ. und wie kommt man aus dieser DistanzieServiceangebote, die Online- und statio- rungsfalle heraus? nären Einkauf verbinden, werden beson- Der stationäre Handel verschwand vielfach ders von den 18- bis 29-Jährigen vermisst. aus unserem Alltag. Für mehrere Wochen Am größten ist bei den Konsumenten der gab es schlicht und ergreifend keine MögWunsch nach einer Onlineverfügbarkeits- lichkeit mehr, diese Händler zu erleben anzeige, gefolgt von dem Digitalen Ein- – das große Schweigen der Geschäfte. Was kaufszettel sowie Click & Collect-Angebo- bleibt, ist die Sorge, dass wir sie aufgrund ten. von Insolvenzen oder Geschäftsaufgaben, aber auch durch ein verändertes Kauf- und Konsumverhalten teilweise nicht mehr er-

leben werden. Ein Verwandlungsprozess im Einzelhandel, der nicht neu ist, und der schon vor dem Virus schleichend voranschritt. Wege in die Zukunft

Eine Erkenntnis ist – nicht nur in Expertenkreisen – einfach und längst überfällig: Ich muss virtuell zumindest existieren und auffindbar sein. Händler, die in den Onlinehandel investiert oder Allianzen geschlossen hatten, waren auch in Zeiten der Schließung mit ihrem Angebot weiterhin verfügbar.

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Fortsetzung auf Seite 6

Was erwartet sich die Gen Z? Per Video mit Freunden oder Kollegen chatten, online kaufen und sich mit Produkten beliefern lassen. Auch wenn das öffentliche Leben seit einigen Monaten wieder hochfährt, hat Covid-19 viele Veränderungen mit sich gebracht, und vieles, was früher im persönlichen Kontakt geschehen ist, läuft nun digital. Für viele ist dieses digitale Leben noch neu, für die jüngeren Generationen aber waren etwa Onlineshopping und Kommunikation auf verschiedenen digitalen Kanälen schon vor Corona Alltag. Gerade die junge Generation legt viel Wert auf soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit und kauft gerne lokal vor Ort. 80 Prozent der Gen Z gehen laut einem aktuellen Report gerne im stationären Handel einkaufen, sofern es ihre Zeit zulässt. Die junge, oft kaufkräftige Käufergeneration weiß genau, was sie will: Was zählt, ist die Kommunikation

– und zwar nicht nur mit dem Verkäufer im Geschäft, sondern auch auf digitalen Kanälen, wie es junge Kunden aus ihrem Alltag gewohnt sind. Die Gen Z erwartet außerdem individuelle Beratung und außergewöhnlich engagierte Kundenkommunikation. Dieses „Revival“ des Einkaufens vor Ort bietet große Chancen, gerade auch für kleinere und mittlere Händler. Um diese Chance aber auch nutzen zu können, sollten sich Händler auf die Gen Z und ihre Wünsche einstellen.

Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation mstoffella@hds-bz.it

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Auch wenn diese den einstigen stationären Umsatz nicht kompensieren konnten und das Einkaufserlebnis fehlte, so wurden doch neue Kunden gewonnen. Mit den selbstverständlichen Beispielen wie Webseite oder Social Media gebe ich Einblicke, bleibe in Erinnerung, schaffe Anreize und Nähe – auch in Zeiten der Distanz. Es entstehen neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen. Dass sinnliches Erleben oder Inspiration hier weiterhin nicht im Mittelpunkt stehen, sollte zudem den stationär geprägten Händlern weiterhin Hoffnung machen. Weg vom Diktat der Mode

Ein weiterer Aspekt geht für die Fachleute viel tiefer und betrifft vor allem den Modehandel. Die Menschen befreien sich aus Überzeugung (oder Not) vom Diktat der Mode, der kurzlebigen Trends und den wöchentlich getakteten Teilkollektionen. Die Kunden werden erwachsener und sind vielfach bestinformiert. Viele haben in den Wochen des Lockdowns eine Entschleunigung erlebt, die viele Menschen auch als Befreiung vom Konsum empfunden haben. Sie wollen keine Konsumenten, Verbraucher oder Endkunden sein. Was bedeutet das? Die Empfehlungen der Handelsexperten: Der Handel muss seine Haltung und den Umgang mit den Menschen überdenken. Er muss an dem Wir, an Mehrwerten vor allem aber an der Bedeutung seines Angebots, der Produkte, seiner Geschichte arbeiten. Denn auch das gab es in Zeiten des Lockdowns: Solidarität, die Sorge um meinen Lieblingshändler oder -gastronomen. Die Sehnsucht nach dem

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Rauskommen, Bummeln und Lustkauf war spürbar. Auch das sollte der Händler verstehen, in sein Selbstverständnis integrieren und als sich lohnendes Ziel formulieren.

zu etwas verführen wollen. Ich möchte das Gefühl loswerden, dass der Händler nur irgendetwas an mich loswerden möchte, um wieder Platz für neue Ware zu schaffen.“

Mehrwerte proaktiv kommunizieren

Sozialer Kontakt

Die Mehrwerte des stationären Handels soll- Keine Frage: Die monatelange soziale Diten proaktiv kommuniziert werden – und stanz verändert auch das Verhalten beim wenn diese auch noch so selbstverständ- Einkaufen. Eine Vorhersage zu treffen, ist lich erscheinen. Die Preiskommunikation schwierig. Auf jeden Fall sind mehr Gewird durch Kommunikation mit Mehrwert meinsinn und Nähe gefragt. Die Stärken ersetzt. Geschäftsräume und Verkaufsorte unserer heimischen Handelsbetriebe, viele haben mehr Potenzial als nur mit Ware und davon Klein- und familiengeführte BetriePreisschildern vollgestellt zu werden. Der be, waren immer die Nähe zum Kunden Kunde sucht nach Beratung und nicht nach und der persönliche Service. Dieser MehrVerkaufsgesprächen. wert kommt jetzt auch in diesen besonde„Nach Produkten aus der Region, nach Qua- ren Zeiten mehr denn je zum Vorschein lität, nach Geschichten, nach echter Innova- – und die Bevölkerung beginnt es so richtig tion, den schönen Dingen oder nach etwas, zu schätzen. das mir das Leben erleichtert. Auf keinen Solange der Mensch ein soziales Wesen Fall aber nach etwas, das einfach nur den bleibt, sind der soziale Kontakt und die Beweltweiten Müllberg vergrößert und mein gegnung Bestandteile unseres Lebens und Konto auffrisst“, so meint es ein Handels- auch des Handels. Damit wir kein zweites experte. Und weiter: „Natürlich suche ich Schweigen der Händler erleben. auch nach Erlebnissen, nach Sinnlichem, nach Interaktion und nach dem Überraschenden. Ich suche Händler, die für mich da sind: Die mich als Mensch in den Mittelpunkt stellen! Keine Händler, die mich mstoffella@hds-bz.it


aktuelles

Die Präsidentin der Dienstleister im hds, Barbara Jäger, mit hds-Präsident Philipp Moser ...

Optimismus, positive Einstellung, Ausdauer und langer Atem Dienstleister beschäftigen sich mit dem unternehmerischen Biss. Im Fokus des traditionellen Tag der Dienstleister, der Anfang Juli erstmals als Onlineveranstaltung stattgefunden hat, stand das Motto „Nit lugg lossn – Unternehmerischer Biss“. Der bekannte Neurowissenschaftler Henning Beck zeigte dabei Südtirols Dienstleistern, was man vom Gehirn, dem Meister aller Netzwerke, lernen kann. Rund 700 Unternehmer haben online das Event mitverfolgt. Unternehmertum liegt in den Genen „2020 ist ein Jahr der großen Veränderungen, der sehr großen Herausforderungen, aber auch der größten Chancen“, betont die Präsidentin der Dienstleister im hds, Barbara Jäger, in ihrer Begrüßung. „Es geht um den unternehmerischen Biss, den wir Dienstleister in unseren Genen haben, aber den wir heute mehr denn je brauchen: Optimismus, positive Einstellung, Ausdauer und langen Atem“, so Jäger. „Wir hatten und haben immer noch eine gute Basis. Nun gilt es, Südtirol als Standort für kreative Unternehmen und für junge Menschen noch attraktiver zu entwickeln. Es wird eine ‚Phase danach‘ geben, in der wir alle aufgefordert sein werden, unseren Beitrag zu leisten, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Diese Phase werden gerade Südtirols Dienstleister mit gezielten Maßnahmen stark unterstützen”, meint Jäger. „Es gilt nun diese Phase zu nutzen, um sich für die Zeit danach vorzubereiten, indem auch das WIR-Gefühl gestärkt wird“, ergänzt Vizepräsident Renato Bonsignori.

Kreativität und innovatives Denken „Kein Wirtschaftsbereich ist so vielfältig, heterogen und zugleich dynamisch wie die Dienstleistungen. Viele der bisherigen Geschäftsmodelle sind zum Großteil eingebrochen oder haben sich verändert. Andere, neue Modelle müssen somit gesucht werden, auch um die Mitarbeiter halten zu können. Kreativität und Innovation sind mehr denn je gefragt“, sagt hingegen hds-Präsident Philipp Moser. Gastreferent Henning Beck half u. a. in den USA Start-ups, noch innovativer zu sein und die Tricks des Gehirns zu nutzen, um clever zu denken. In seinem Auftritt verknüpfte er echte Wissenschaft mit packender Unterhaltung und brachte diese spannende Mischung zu Südtirols Dienstleistern. „Nie war unternehmerisches Denken wichtiger als jetzt, in Zeiten in denen sich besonders viel und grundlegend ändert. Neue Ideen zu entwickeln, mutig voranzugehen, die Leute mitzunehmen, macht uns Menschen aus und ist bei aller Digitalisierung die wichtigste Grundlage für gute Produkte und Wertschöpfung. Computer rechnen viel, doch Menschen treffen Entscheidungen und stehen dazu. Das wird in Zukunft noch wichtiger werden“, unterstreicht Beck abschließend.

Dienstleister im hds

Der hds stellt den südtirolweit größten Zusammenschluss an Betrieben der unterschiedlichsten Dienstleistungsbranchen dar. Derzeit sind im hds mit der Dachorganisation der Dienstleister weitere elf organisierte Fachgruppen und Fachverbände. Dazu gehören Eventdienstleister, IT- und Internetdienstleister, Radio- und Fernsehsender, Reisebüros, Makler, Unternehmensberater, Verleger, Werbefachleute, Bikeguides, Dolmetscher sowie Fremdenführer und Reiseleiter.

... und Gastreferent Henning Beck im Studio des hds.

/ bz.it hds - agazin em onlin online l F i m i d e o. rV unte hdsmagazin #9/20

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aktuelles Der hds hilft Vademecum Gewinnspiele Was sind Gewinnspiele? Normalerweise handelt es sich bei Gewinnspielen um ein Marketinginstrument, welches unter verschiedenen, klaren Regeln eine Prämie für einige, aber nicht alle, Teilnehmer vorsieht. Gewinnspiele sind in Italien vom Gesetzesdekret 430/2001 sowie nachfolgende Mitteilungen des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung (MISE) reglementiert. Man unterscheidet zwischen zwei Sorten von Gewinnspielen: B GEWINNSPIELE (concorso a premio): In diesem Fall hängt der Gewinn vom Schicksal, von Auslosungsmechanismen oder von der Fähigkeit der Teilnehmer ab. Die Teilnahme ist vom Kauf eines Produktes abhängig. Der Preis oder die Preise werden nur einem oder einigen Teilnehmern verliehen. Gewinnspiele können eine Maximaldauer von einem Jahr haben. B PRÄMIENAKTIONEN (operazioni a premio): Gewinnen können alle, die ein bestimmtes Produkt kaufen. Klassische Prämienaktionen sind Punktesammlungen, Loyalty Programs und Produkteinkäufe mit einem sofortigen Skonto. Eine Prämienaktion kann max. 5 Jahre dauern. Das Gesetzesdekret macht keinen Unterschied zwischen offline und Online-Gewinnspielen. Wichtig zu beachten ist bei Online- Gewinnspielen, dass der Server, sich physisch auf italienischem Staatsgebiet befindet andernfalls, muss ein Spiegelungssystem verwendet werden. Diese Regelung macht die Organisation von Gewinnspielen über die Sozialen Netzwerke (z. B. Facebook) kompliziert, die Bewerbung eines Gewinnspiels über die Sozialen Netzwerke ist aber generell erlaubt (es wird aber angeraten sich genauer über die Gesetzeslage zu informieren). Gewinnspiele sind territorial begrenzt, auf das italienische Staatsgebiet aber sie können auch auf die Region, Provinz, Gemeinde oder auf die einzelnen Verkaufspunkten begrenzt werden. Die örtliche Begrenzung sowie Voraussetzungen der Teilnahme müssen im Regelwerk veröffentlich werden. Es muss direkt auf die Werbeseite des Gewinnspieles oder in den jeweiligen Verkaufspunkten zugänglich sein.

Wie Gewinnspiele verwaltungstechnisch abgewickelt werden und welche Anmeldungen dafür erfolgen müssen, fasst nun ein neuer, übersichtlicher Leitfaden des hds zusammen. Das Vademecum wurde exklusiv für Verbandsmitglieder und Ortsgruppen zusammengestellt und kann im Bereich Orts- und Stadtentwicklung angefordert werden. Weitere Informationen: Andrea Zuech, T 0471 310 553, azuech@hds-bz.it.

Ausländische Unternehmen können in Italien Gewinnspiele veranstalten, vorausgesetzt sie haben einen Steuersitz in Italien.

vademecum gewinnspiele | Stand: Juli 2020

Neu: Leitfaden 8 für Gewinnspiele Exklusiv für hds-Mitglieder und Ortsgruppen. Gewinnspiele und Prämienaktionen sind für einzelne Betriebe oder Ortsgruppen interessante Marketinginstrumente, die unter verschiedenen, klaren Regeln eine Prämie für einige bzw. alle Teilnehmer vorsehen. Gewinnspiele sind in Italien vom Gesetzesdekret 430/2001 sowie nachfolgende Mitteilungen des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung (MISE) reglementiert. Man unterscheidet zwischen zwei Kategorien von Gewinnspielen. Gewinnspiele (concorso a premio) In diesem Fall hängt der Gewinn vom Schicksal, von Auslosungsmechanismen oder von der Fähigkeit der Teilnehmer ab. Die Teilnahme kann vom Kauf eines Produktes abhängig gemacht werden. Der Preis oder die Preise werden nur einem oder einigen Teilnehmern verliehen. Gewinnspiele können eine Maximaldauer von einem Jahr haben. Prämienaktionen (operazioni a premio) Gewinnen können alle, die ein bestimmtes Produkt kaufen. Klassische Prämienaktionen sind Punktesammlungen, Loyalty Programs und Produkteinkäufe mit einem sofortigen Rabatt. Eine Prämienaktion kann max. fünf Jahre dauern. Das Gesetzesdekret macht keinen Unterschied zwischen Offlineund Onlinegewinnspielen. Wichtig zu beachten ist bei Onlinegewinnspielen, dass der Server sich physisch auf italienischem Staatsgebiet befindet. Diese Regelung macht die Organisation von Gewinnspielen über die Sozialen Netzwerke (z. B. Facebook) kompliziert, die Bewerbung eines Gewinnspiels über die Sozialen Netzwerke ist aber generell erlaubt (angeraten wird auf jeden Fall, sich genauer über die Gesetzeslage zu informieren).

Wieder einen Meilenstein erreicht 1600 Follower auf Instagram. Der hds bedankt sich bei allen Fans, denn kürzlich hat er auf der Plattform Instagram einen Meilenstein geknackt. 1600 Anhänger folgen dem Verband, denn er lässt sie seit Mai dieses Jahres auf der Social Media-Plattform an seinem Leben und an seiner Arbeit teilhaben. NEU: Exklusivität sichern Neuerdings können auch hds-Mitgliedsbetriebe via Instagram Stories Zugriff auf exklusive Inhalte erhalten, die sonst nur auf der hds-Webseite veröffentlicht werden. Wie das geht, wird gleich verraten: Folgen Sie dem hds auf Instagram @hds_unione und teilen Sie entweder mittels Chat-Nachricht oder E-Mail mit, dass Sie hds-Mitglied sind. Der Verband schaltet Sie frei und Sie erhalten in Echtzeit exklusive Nachrichten aus der hds-Welt.´

hwidmann@hds-bz.it

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aktuelles

NEU Lokal einkaufen und gewinnen! Südtirols Orte verfügen noch über ein vielfältiges Angebot an Einkaufsmöglichkeiten – quer durch alle Branchen und Größenordnungen. Mit einem neuen, landesweiten Gewinnspiel möchte der hds Südtirols Bevölkerung animieren und dazu einladen, Südtirols Ortskerne, Dörfer und Städte aufzusuchen, zu bummeln, zu flanieren, zu erleben sowie dort einzukaufen und zu konsumieren. Vom 17. bis zum 27. August richten der hds und der Radiosender Südtirol 1 ein gemeinsames Gewinnspiel aus. An verschiedenen, immer wechselnden Südtiroler Standorten in Dörfern und Städten, die über Radio mitgeteilt werden, soll dabei der Hirsch monni, das Maskottchen der hds-Gutscheinkarte monni card, gefunden werden. Wer den drei Meter hohen monni (im Bild) im Ortszentrum findet, kann dann ein Foto von sich und dem Hirschen machen und über die Südtirol 1-App einschicken. Täglich wird unter den Teilnehmern eine monni card im Wert von 500 Euro verlost.

Laue Sommerabende genießen Sei ein Teil davon. Auch in Zeiten wie diesen, wollen die Menschen unbeschwert den Sommer genießen. Ohne Sorgen, ohne Gedanken und ohne das Gefühl der Ohnmacht. Um ein solches Gefühl von Leichtigkeit zu verbreiten, haben sich Südtirols Kaufleute viele Gedanken gemacht. Wie, in welcher Form und ob überhaupt, sollen heuer die langen Einkaufsabende stattfinden? Durchstarten und nicht durchhängen, war dabei ihr Motto. So wurden in Eppan, Kaltern, Sarntal, St. Ulrich, Tramin, Lana, Naturns, Schenna, Laas, Schlanders, Bruneck aber auch in Corvara genussvolle und atmosphärische Einkaufsabende auf die Beine gestellt. Aufgrund des Covid-Notstands jedoch ohne größere Rahmenveranstaltungen. „Unsere Unternehmer haben Mut und einen starken Willen. Danke für euren tatkräftigen Einsatz, danke, dass ihr ein bisschen Normalität in unseren Alltag gebracht habt“, lobt hds-Präsident Philipp Moser ihr nachhaltiges Engagement. Südtirols Bevölkerung ist nun aufgerufen, das tolle Angebot mit verlängertem Einkaufsvergnügen und Lustwandeln wahrzunehmen und zu genießen. Denn unseren Lebensraum können wir nur gemeinsam gestalten – mein, dein, unser Lebensraum Südtirol. Alle Termine im Überblick online unter hds-bz.it/abendshopping.

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Die Gutscheinkarte kann mittlerweile in rund 700 Geschäften und Betrieben in ganz Südtirol über das dazugehörige POS-Gerät eingelöst werden. 2019 sind mit der Gutscheinkarte in Südtirols Orten 1.460.000 Euro in Umlauf gebracht worden. Erworben werden kann die Karte von Betrieben als Geschenk für ihre Mitarbeiter, aber auch von Privatkunden. Mehr Infos: www.monni.bz.it

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aktuelles hds-bz.it/bilaterale-koerperschaft

EbK unter neuer Führung 10

Wie vom Statut der Bilateralen Körperschaft für den Tertiärsektor (EbK) vorgesehen, erfolgte vor Kurzem nach zwei Jahren Amtszeit die Übergabe der Präsidentschaft von den Gewerkschaften an die Arbeitgeberseite. Neuer Präsident ist Sandro Pellegrini vom hds, während Antonella Costanzo von der Gewerkschaft Filcams/CGIL – AGB neue Vizepräsidentin ist (hier im Bild). Der Verwaltungsrat wird von Antonella Costanzo, Ulrike Egger, Mauro Baldessari und Alex Piras für die Gewerkschaften sowie von Sandro Pellegrini, Elisabeth Oberrauch, Günther Sommia und Sabine Mayr für den hds gebildet. Steckbrief Die EbK wurde, wie vom gesamtstaatlichen Kollektivvertrag vorgesehen, als territoriale, bilaterale Körperschaft im Jänner 2000 in Bozen von den Gewerkschaftsorganisationen ASGB Handel, Filcams/CGIL – AGB, Fisascat/SGB-CISL und UILTuCS/UIL SGK gemeinsam mit dem hds gegründet und wird von denselben paritätisch geführt. Die Körperschaft fördert gemeinsame Interessen der Arbeitnehmer und Unternehmer innerhalb des Sektors Handel und Dienstleistungen und bietet eine Reihe von Serviceleistungen in verschiedenen Bereichen an.

Lehrlinge erfolgreich ausbilden Der Covid-Ausnahmezustand hat auch Auswirkungen auf die Berufsschulen und insbesondere auf Lehrlinge und ihre Ausbilder. So konnte der Kurs Lehrlinge erfolgreich ausbilden nicht abgehalten werden. Die Landesregierung hat aus diesem Grund beschlossen, die daran geknüpfte Frist zu verlängern. Der Pflichtkurs für Ausbilder kann bis zum 31. Jänner 2021 nachgeholt werden. Auch die Auszubildenden, die im Zeitraum vom 4. März 2019 bis 31. März 2020 einen berufsspezialisierenden Lehrvertrag abgeschlossen haben, können ihren Pflichtkurs im ersten bzw. im zweiten Lehrjahr besuchen.

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VIER NEUE LEISTUNGEN

Um die von der Wirtschaftskrise infolge der CoronaEpidemie gebeutelten Arbeitnehmer und Betriebe zu unterstützen, hat die EbK vor Kurzem vier neue außerordentliche Leistungen ausgearbeitet, die gezielt der Einkommensunterstützung von Betrieben und deren Beschäftigten dienen. B F ür die Beschäftigten sind ein neuer außerordentlicher Elternbeitrag und ein außerordentlicher Wohnbeitrag vorgesehen. In beiden Fällen handelt es sich um eine Einmalzahlung von maximal 250 Euro. Der erste Beitrag geht an Eltern mit bis zu 16 Jahre alten Kindern, während der zweite Beitrag als Mietbeihilfe oder als Unterstützung für das Erstwohnungsdarlehen für Arbeitnehmer konzipiert ist, die in der Zeit von April bis Juni in der Lohnausgleichskasse sind. BD ie für die Unternehmen bestimmten Leistungen betreffen die Durchführung von Sicherheits-/Hygienemaßnahmen am Arbeitsplatz und die Anschaffung von Computern für die Mitarbeitenden für das Smart Working. In diesem Fall können die Beiträge bis zu 40 Prozent der Kosten des Unternehmens, höchstens jedoch 5000 bzw. 2500 Euro, ausmachen. Letzter Einreichtermin der Ansuchen ist der 31. August 2020.

Mehr nen atio Informnter u z.it. ebk.b


aktuelles G SONNTA N SSE GESCHLO

Dem Ziel ein großes Stück näher! Sonn- und Feiertagsöffnungen wieder autonom regeln. Die 12er Kommission hat

Ende Juli grünes Licht für die Durchführungsbestimmung zur autonomen Regelung der Sonn- und Feiertagsöffnungen in den Provinzen Südtirol und Trentino gegeben. Nun wird der Vorschlag der Autonomiekommission an die zuständigen Ministerien für ihre Gutachten zugeschickt. „Wir sind dem Ziel, die Geschäftsöffnungszeiten selbst regeln zu können, ein großes Stück nähergekommen!“, zeigt sich hds-Präsident Philipp Moser zufrieden. „Der Einsatz für dieses Vorhaben geht konsequent und zielstrebig

weiter. Wir bleiben weiterhin am Ball“, betont Moser. Mittlerweile habe die Sensibilität für die Sonntagsruhe Vorrang und oberste Priorität. Der hds plädiert seit jeher für eine lokale Bestimmung der Öffnungszeiten und für geregelte Sonntagsöffnungen im Sinne der Vielfalt des Südtiroler Handels. „Wir brauchen eine auf die Bedürfnisse Südtirols zugeschnittene Lösung, die auch Ausnahmen für die Tourismusorte sowie für Nahversorgungs- und Traditionsbetriebe vorsieht“, meint der hds-Präsident. Eine weitere Voraussetzung für eine eigene Landesregelung und damit die Zuständigkeit für die Öffnungszeiten vom Staat an das Land übergeht, ist nun geschaffen worden.

Endlich Planungssicherheit schaffen Vereinbarkeit von Familie und Beruf neu aufstellen. „Es ist Zeit, an einem zeitge-

mäßen und modernen Schul- und Betreuungssystem zu arbeiten, um berufstätigen Eltern entgegenzukommen und Kindern optimale Betreuung zu gewährleisten“, sagt hds-Präsident Philipp Moser. Um das zu erreichen, geht der klare Aufruf an Politik und Gewerkschaften. „Die Kollektivverträge der öffentlichen Bediensteten sind neu zu gestalten. Es braucht unbedingt neue zeitgemäße und flexible Arbeitsmodelle“, betont der hds-Präsident.

Flexiblere Kinderbetreuung Eine optimale Vereinbarkeit gründet auf folgenden Säulen: die Familien in finanzieller und steuerlicher Hinsicht entlasten und verschiedenste Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit schaffen. „Wo wir aber dringenden Aufholbedarf haben, sind mehr Strukturen für die flexiblere Kinderbetreuung. Wir brauchen hier konkret Ganztagesangebote für Vorschul-, Volks- und Mittelschulkinder von der öffentlichen Hand, damit unser Nachwuchs auch an Nachmittagen betreut und begleitet werden kann. Aber auch über die Sommermonate“, erklärt Moser.

, REINSCHAUENEN! D R SCHLAU WE sinterm Unternehmen Ausbildung zu gigen -tä 24 Inhalte der nen Coach. Die ternen sin en m eh Untern Ausbildung zum nstali einer Infovera Coach werden be trums ler Bildungszen tung des Südtiro h sic e Si vermerken vorstellt. Bitte rmin im Te en tig ch sen wi bereits jetzt die ber um ag, 22. Septem Kalender: Dienst zen. Bo s-Hauptsitz in 19:00 Uhr im hd fach ein e Si n nn schaue Interessier t? Da vorbei!

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Handeln mit Weitblick Für die Betriebe ist es sehr schwierig, Teilzeit anzubieten, weil sie für vormittags Mitarbeiter finden, aber nicht für nachmittags. Hier sind nicht nur die öffentliche Hand gefordert, sondern auch die Sozialpartner. „Für flexible und Ganztagesmodelle braucht es unbedingt auch mehr Weitblick, Flexibilität und Offenheit für diese Themen vonseiten der Gewerkschaften. Unternehmer müssen heute flexibel Rahmenbedingungen schaffen und Anpassungen vornehmen, damit sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Da gehört vieles dazu. Und diese Denkweise braucht es auch bei Sozialpartnern, öffentlichen Einrichtungen und Strukturen“, meint Moser abschließend.

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aktuelles

Betriebe entlasten

Plattform Land blickt auf erfolgreiches Jahr

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Versammlung mit Wahlen. Die Plattform Land hat im Juni auf ihrer Mitgliederversammlung ein positives Fazit gezogen und auf eine umfangreiche Tätigkeit zurückgeblickt. Neuer und alter Präsident ist Andreas Schatzer, sein Stellvertreter ist Leo Tiefenthaler. Ein intelligentes Flächenmanagement und der Erhalt der Attraktivität des ländlichen Raumes sind die Schwerpunkte der Plattform Land, der neben dem Südtiroler Bauernbund und dem Südtiroler Gemeindenverband, das Land Südtirol, die Handelskammer sowie Wirtschafts-, Sozial- und weitere Verbände – mit dem hds insgesamt 15 Mitglieder – angehören. Auszug Tätigkeitsjahr Neu gestartet ist im letzten Jahr das Projekt „FLOW“, das die Stärkung der lokalen Kreisläufe am Beispiel des Vinschgaus zum Inhalt hat. Unter anderem wurden zwei Gerichte mit Zutaten aus dem Vinschgau kreiert. Weitergeführt wurde das Projekt Leerstandmanagement. Mittlerweile betreut die Plattform Land 13 Gemeinden bei der Leerstanderhebung. Ein Schwerpunkt 2019 war auch das Co-Working. So hat die Plattform Land eine bessere Unterstützung dieser modernen Form des Arbeitens gefordert, etwa durch einen Landeszuschuss für die laufenden Kosten und für die Ausstattung. Neuer Ausschuss Auf der Mitgliederversammlung wurde auch ein neuer Vereinsausschuss gewählt. Ihm gehören der Präsident der Handelskammer Michl Ebner, der Präsident des Gemeindenverbands Andreas Schatzer, Landesrat Arnold Schuler, der Landesobmann des Südtiroler Bauernbundes Leo Tiefenthaler sowie der Präsident von CoopBund Heini Grandi an. Präsident bleibt auch für die nächsten drei Jahre Andreas Schatzer, sein Stellvertreter wird wieder Leo Tiefenthaler sein.

Das ist der richtige Weg. „Um die Südtiroler Betriebe in diesem schwierigen Jahr zu entlasten, ist die Reduzierung von Steuern, Gebühren und Abgaben der richtige Weg“, kommentiert hds-Präsident Philipp Moser den Beschluss der Landesregierung, die Gemeindeimmobiliensteuer Gis für 2020 um 50 Prozent für alle Betriebe zu reduzieren. „Gerade im Handel, in den Dienstleistungen und in der Gastronomie sind viele Betriebsinhaber auch Eigentümer der Geschäftsimmobilie. Aufgrund der wochenlangen Pflichtschließung fehlte der Umsatz und auch jetzt kämpfen viele Unternehmen mit schwachen Umsatzentwicklungen. Somit fehlt auch das Geld für die laufenden Kosten. Das macht immer mehr Betrieben arg zu schaffen“, berichtet Moser voller Sorge. Jetzt geht es darum, den Worten Taten folgen zu lassen.

Futurum digital Neues Konzept, tolle Umsetzung. Die Bildungsmesse Futurum ist immer wieder eine gute Gelegenheit, um Jugendlichen und deren Eltern die Ausbildungsentscheidung zu erleichtern und die vielfältigen Schul-, Berufs- und Studienmöglichkeiten aufzuzeigen. Heuer hat die Futurum ein neues Konzept erarbeitet. Digital informieren, digital kommunizieren und so berichtet sie auch mit einer speziellen Webinar-Reihe über Ausbildung, Studium, Anerkennung von Studien- und Berufstiteln, Beruf und Bewerbung. Interessant für Betriebe Auch für hds-Mitgliedsbetriebe ist die Bildungsmesse eine tolle Chance: Bei JobInfo können sich die Unternehmen per Imagevideo präsentieren und sich in Live Chats mit Jugendlichen, über Tätigkeiten und Berufsfelder im Betrieb, austauschen. Mehr Infos dazu unter www.wifo.bz.it/events.

enardin@hds-bz.it

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esse ngsm u d l i B rum Futu z.bz.it / in v o r p . w w w uturum f


bezirke

RITTEN

Vor Ort - Handel und Dienstleistung Neue Webseite ist jetzt online. Lange schon galt die Aufmerksamkeit der Rittner hds-Ortsgruppe der Schaffung und Erhaltung von gesunden lokalen Kreisläufen, von lebendigen, attraktiven und lebenswerten Dorfkernen. Nun rückt sie das heimische Netzwerk aus Einzelhandel und Dienstleis-

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tung auf vorort.it ins Rampenlicht. Auf der Onlineplattform präsentiert das Team rund um Ortsobmann Gerhard Prantner seine Werte, aber auch gemeinsame Aktionen und Events. „Unsere Vision ist es, die Qualität des Lebensraumes am Ritten durch eine gezielte

Wirtschaftsentwicklung der Orte zu steigern“, unterstreicht Prantner. Dabei spielen auch andere ortsrelevante Tätigkeiten wie etwa die Dienstleistungen, Gastronomie und ortsgebundenes Handwerk eine wichtige Rolle. „Mit gezielten Aktionen, Kampagnen und Projekten wollen wir das Shoppen im Ort schmackhaft machen. Begeistern konnten wir für unsere Mission schon 49 Rittner Betriebe aus den verschiedensten Sparten, die in unserem Onlinebranchenbuch gelistet sind“, resümiert zufrieden der Ortsobmann. Der hds gratuliert seiner Ortsgruppe zur gelungenen Initiative und wünscht viel Erfolg.

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bezirke

Hand in Hand für ihre Stadt: v. l. Daniel Schönhuber, Roland Griessmair und der Kommandant der Ortspolizei Bruneck, Stefan Haidacher.

BOZEN

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BRUNECK

City Maut Bozen

Ein gelungener Willkommensgruß

Nichtansässige sollen zahlen. Trotz der erheblichen Schwierigkeiten, mit denen Betriebe nach dem coronabedingten Lockdown konfrontiert waren, hat die Bozner Stadtverwaltung die Einführung eines „Road Pricing“ für die Zufahrt zur Landeshauptstadt erwogen. Im Rahmen mehrerer Treffen, an denen Gemeindevertreter, Interessenvertreter und Wirtschaftsverbände teilgenommen haben, wurde das Thema ausführlich besprochen. Auf den Tisch kam dabei auch die Frage der so genannten Locker und Delivery Points, also der automatischen Zustell- und Sortierstationen für die Paketzustellung. Der hds hat dazu vorgeschlagen, diese nicht nur im Stadtzentrum, sondern auch in den peripheren Stadtvierteln zu erproben und in einem zweiten Schritt vorzusehen. Eine City Maut für Bozen lehnt der Verband hingegen strikt ab.

Free Parking Bruneck. An den letzten beiden Samstagen im Juni konnten in der Rienzstadt im Pustertal alle oberirdischen kostenpflichtigen Parkplätze sowie auch das Parkhaus Bruneck Stadtzentrum kostenfrei genutzt werden. Ein tolles Angebot, das dem hds dank der guten Zusammenarbeit und der Unterstützung durch Bürgermeister Roland Griessmair sowie der Ortspolizei Bruneck gelungen ist. „Wir konnten viele Besucher für unsere Stadt begeistern und sie von unseren vielen Shoppingmöglichkeiten und der feinen Gastronomie überzeugen“, freut sich hds-Ortsobmann Daniel Schönhuber. „Der Lockdown war besonders für den stationä-

Vorgeschichte und Ergebnis Laut öffentlicher Verwaltung wäre eine City Maut weniger belastend als die Parkplatzgebühren; aber in der Praxis würden diese Kosten noch zu den Parkgebühren hinzukommen. „Auch für das Image der Stadt wäre die Einführung neuer Abgaben absolut nachteilig, vielmehr sollten zu diesem Zeitpunkt bestehende Gebühren abgeschafft werden“, betont hds-Ortsobmann, Simone Buratti. Er fordert die Gemeindeverwaltung auf, anstelle neuer Belastungen positive Willkommenssignale zu setzen.

mmacaluso@hds-bz.it

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BOZEN STADT UND LAND

Treue, Zufriedenheit, Loyalität hds-Ehrendiplom für 30 Jahre Mitgliedschaft. In Deutschnofen wurde Ende Juli im Rahmen der Ortsversammlung dem Mitgliedsbetrieb Wolfgang Saltuari das hds-Ehrendiplom für 30 Jahre treue Mitgliedschaft verliehen. Die Urkunde überreicht und im Namen des hds gedankt hat die Bezirksleiterin Judith Müller.

ren Handel, die Dienstleister und die Gastronomie schmerzhaft. Diese Maßnahme für die Wirtschaft im Stadtzentrum war unser konkreter Beitrag als Stadtgemeinde“, sagt zufrieden Bürgermeister Roland Griessmair. „Diese letzten Monate haben uns allen gezeigt, wie wichtig der Zusammenhalt untereinander ist. Free Parking Bruneck als Mehrwert für alle, der den Wert der lokalen Nahversorger nochmals unterstreichen konnte“, betont Schönhuber abschließend.

wmarinoni@hds-bz.it


fachgruppen hds-bz.it/handelsagenten

(im Bild). „Die Tatsache, dass Videokonferenzen gut angenommen werden, veranlasst uns, diesen Weg auch auf lokaler Ebene einzuschlagen, denn die Ergebnisse sind zweifelsohne positiv, vor allem wenn es um die Besprechung von einzelnen Fachthemen geht.“ „Gleichzeitig ist es allerdings wichtig, baldmöglichst die direkten Kontakte wiederherzustellen. Der Mensch ist ein soziales Wesen und das Fehlen des zwischenmenschlichen Miteinanders hat psychologisch verheerende Auswirkungen. Für die Zukunft brauchen wir auf jeden Fall die richtige Mischung aus virtuellen und realen Begegnungen, nicht nur in der Kommunikation, sondern auch in der täglichen Arbeit“, erklärt De Filippi abschließend.

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HANDELSAGENTEN UND -VERTRETER

Videokonferenzen und Webinar: viele Vorteile Ein digitales Instrument für eine digitale Zukunft. Manchmal kann man aus Zeitgründen nicht an einer Versammlung oder Besprechung teilnehmen, manchmal aber auch, weil man die wenige Freizeit einfach nur anders nutzen will. In den letzten Monaten, die durch die Coronavirus-Pandemie gekennzeichnet waren, haben sich allerdings alternative Versammlungsformen durchgesetzt, die die Einhaltung der Abstandsregeln erlauben und auch das Problem der Kapazitätsbeschränkungen der Sitzungssäle lösen können. Die vor der Krise kaum genutzten Instrumente – Videokonferenz und Webinar – erweisen sich nun als geeignete Mittel zur Bewältigung der Herausforderungen dieser besonderen Zeit. Nicht zu leugnen ist unter anderem der Vorteil, dass eine Videokonferenz extrem schnell einberufen werden kann, ohne auf die Teilnahmebestätigung von Gästen und Rednern warten zu müssen, die oft eine langfristige Terminplanung haben und von außerhalb der Region anreisen müssen. Ein Risiko der „traditionellen“ Meetings ist in der Tat, dass nach Festlegung des Termins und nach Eingang der Bestätigung der Teilnehmer und Referenten die geplanten Themen vielleicht nicht mehr aktuell sind oder dass sich inzwischen andere Fragen ergeben haben, die ebenfalls einer Diskussion bedürfen. Auch die kürzere Dauer von Videokonferenzen ist für die Teilnehmer von Vorteil. Um das bestmögliche Ergebnis – sowohl was das Niveau der Aufmerksamkeit als auch der Teilnahme anbelangt – zu erreichen, wird eine Höchstdauer von einer Stunde empfohlen. „In letzter Zeit hat der nationale Verband FNAARC Confcommercio eine Reihe von sehr erfolgreichen Videokonferenzen veranstaltet und darauf sind wir sehr stolz“, freut sich der Präsident des Landesverbandes der Handelsagenten und -vertreter im hds, Vito De Filippi

cwalzl@hds-bz.it

HANDELSAGENTEN UND -VERTRETER

Gehen Sie wählen! Enasarco-Wahl im Herbst. Nur eine starke und qualifizierte Vertretung in der Stiftung Enasarco kann auch in Zukunft sicherstellen, dass die Mittel vorrangig zugunsten der Handelsagenten und -vertreter eingesetzt werden. Das gilt besonders für die EnasarcoRente, aber auch für Ergänzungsleistungen und Ad-hoc-Beiträge für die Branche. Die Neuwahl der Organe der Stiftung Enasarco musste im Frühjahr aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Die Wahlen finden nun im Herbst statt. Als Kandidaten der Region Trentino Südtirol gehen Vito De Filippi, Präsident der Handelsagenten und -vertreter im hds, und Filippo Muraglia, Vizepräsident der Fnaarc Trient, ins Rennen. Die Onlinewahl der Stiftung Enasarco kann auch im Fnaarc-Büro in Bozen durchgeführt werden. Infos: Fachgruppenleiterin Christine Walzl, T 0471 310 514, cwalzl@hds-bz.it.

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fachgruppen hds-bz.it/informatiker hds-bz.it/werbefachleute hds-bz.it/unternehmensberater hds-bz.it/handelsagenten

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IT- UND INTERNETDIENSTLEISTER WERBEFACHLEUTE

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HANDELSAGENTEN UND -VERTRETER

Unsere UNTERNEHMENSBERATER Neustart: kreativen Talente Hohe Kompetenz, hoher Geldbetrag von morgen vorgesehen hohe Qualität Coding4Kids für künftige Programmierer. Mit Coding4Kids hat eine Gruppe von Unternehmen aus den Fachgruppen der IT- und Internetdienstleister und der Werbefachleute Target im hds den Nagel auf den Kopf getroffen: Die ProgrammierKurse für Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren waren innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. „Das war ein Megaerfolg, damit hatten wir so gar nicht gerechnet. Bereits in den ersten zwei Wochen haben sich über 120 Jugendliche eingeschrieben und damit die Gelegenheit ergriffen, während der Sommerzeit spielerisch in die Technik von morgen hineinzuschnuppern. Für manche Kurse gab es sogar lange Wartelisten“, freuen sich Alexander Fill 1 (r. im Bild), Präsident der IT- und Internetdienstleister im hds, und Arnold Malfertheiner (l.), Präsident der Werbefachleute Target im hds. In mehreren einwöchigen Ferienworkshops lernten die jungen Talente von morgen, unter der Leitung von erfahrenen Experten mit viel Spaß und Kreativität die Welt des Programmierens kennen. Coding4Kids soll sich in den kommenden Jahren als fester Bestandteil etablieren. Ganz nach dem Motto früh übt sich, sind solche Trainingseinheiten ein wichtiger Beitrag zur digitalen Aufklärung.

Interessante Webinare begeistern. Mit der Vision Südtirols Unternehmen im Netzwerk zu beraten, haben sich die Unternehmensberater bereits vor einigen Jahren zusammengeschlossen. Die Vernetzung und der Austausch der Berater und Trainer standen dabei immer im Fokus. Und so haben die Unternehmensberater im Zeitraum Ende Mai/Anfang Juni im Rahmen dieser Plattform eine gemeinsame Kommunikationstätigkeit entwickelt und eine äußerst interessante Webinar-Reihe ins Leben gerufen. Mitarbeitermanagement in stürmischen Zeiten mit Barbara Jäger (Business Pool), Virtual Leadership mit Thomas Pohl (Fischer Consulting), Customer Intelligence für Handel, Gastronomie und Hotellerie mit Hannes Lösch (Limendo Consulting), Frische Ideen für aktiven Kundenkontakt in Social Media-Kanälen mit Maria Gufler (Eisath Marketing & Sports) und Aspekte der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Marktforschern mit Helmuth Pörnbacher (Apollis Institut für Sozialforschung und Demoskopie): die gewählten Inhalte waren facetten- und sehr aufschlussreich für die Teilnehmer an den Bildschirmen. Im Herbst soll die Webinar-Reihe mit neuen spannenden Inhalten fortgesetzt werden. Der hds gratuliert zum innovativen Konzept, zur qualitativ hochwertigen Idee und wünscht weiterhin viel Erfolg.

lsala@hds-bz.it lsala@hds-bz.it

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Gute Nachrichten. Zur Bewältigung der Wirtschaftskrise in Zusammenhang mit Covid-19 hat der gesamtstaatliche FnaarcVerband mit anderen Berufsverbänden und Sozialpartnern ein Abkommen unterzeichnet, das die Freigabe von bis zu 30 Prozent des dafür vorgesehenen Fonds Firr (Fonds für Abfindungen bei Vertragsauflösung) der Enasarco vorsieht. Die Stiftung hat dafür einen Fonds über ca. 450 Millionen Euro vorgesehen. Die Auszahlung der Geldmittel erfolgt in drei Tranchen zu je 10 Prozent, immer unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität der Stiftung.

cwalzl@hds-bz.it


fachgruppen hds-bz.it/verleger hds-bz.it/eventdienstleister

EVENTDIENSTLEISTER

Die neue Normalität ... ... mit kleinen Lichtblicken. „Aufgrund der Covid-19-Bestimmungen finden Veranstaltungen derzeit nicht bzw. eingeschränkt statt …“. Wer kennt nicht diesen Satz, der uns fast tagtäglich verfolgt? Events werden organisiert, abgesagt oder aber ganz aus dem Programmkalender entfernt. Trotzdem konnten sich auch heuer Theater – und Kulturliebhaber freuen: Unter Einhaltung strengster Sicherheitsauflagen wurden in ganz Südtirol einige wenige Aufführungen abgehalten. Der hds und die Fachgruppe der Eventdienstleister gratulieren dazu und betonen, dass es an der Zeit sei, Lockerungen zuzulassen. „Ansonsten steht unsere Branche vor dem Aus und damit verbunden sehr viele Arbeitsplätze. Landesrat Philipp Achammer hat die Situation erkannt und Lohnausgleich bis Ende Dezember und einen Härtefond zugesagt. Ohne diese Zusagen und finanziellen Unterstützungen werden wir es nicht schaffen“, betonen die Präsidentin der Eventdienstleister Katrin Trafoier und Vizepräsident Oskar Stricker (im Bild).

lsala@hds-bz.it

Die Ausgabe von 2019 auf dem Bozner Waltherplatz war ein voller Erfolg.

VERLEGER

Tolle Bücher, gute Preise, ein spannendes Event Bücherbazar 2020 in Bozen. Bis Ende August gibt es sie noch zu kaufen: schöne zeitgeschichtliche Bücher und Tirolensien, aber auch Kochbücher, Wanderführer und Belletristik zu atemberaubend niederen Preisen. Die Verleger im hds haben heuer lange überlegt, ob sie den Bücherbazar überhaupt durchführen sollen. Nach langem Hin und Her und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen steht nun endlich das Bücherzelt auf dem Walterplatz in Bozen. Dominant ist es und ein echter Hingucker, denn es ist weitaus größer als in den letzten Jahren.

EVENTDIENSTLEISTER

Herausforderungen und neue Wege #restartsüdtirol. Neu starten bedeutet sich neu zu erfinden, sich an die Herausforderungen anzupassen, mit denen wir aktuell konfrontiert werden. Damit dieser Neustart auch erfolgreich ist, hat vor Kurzem die IDM zusammen mit der Messe Bozen ein interessantes Webinar abgehalten. Herausforderungen und neue Wege für die Südtiroler Veranstaltungsbranche leistete einen positiven Beitrag zum smarten Restart der Südtiroler Veranstalter- und Eventbranche.

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lsala@hds-bz.it

Unser Credo „Trotz der schwierigen Situation wollen wir für unsere Kunden da sein. Sie sind uns wichtig. Das ist unser Credo, nach dem wir leben und arbeiten. Und mit dem Bücherbazar wollen wir ein Zeichen setzen und das Gefühl vermitteln, ein Stück Normalität ist zurück. Wir wollen die Freude am Lesen wecken und unsere eigene Leselust weitergeben: in Worten, Bildern und Büchern. Lebenserinnerungen, Sagengeschichten, Literatur, hochwertige Bildbände, Bücher zur Zeitgeschichte, Witzebücher, Freizeitführer und und und … Unsere Sommerhighlights sind viele, die es gilt zu erkunden und zu erfahren“, betont der Präsident der Verleger im hds, Hermann Gummerer. „Besuchen Sie den Bücherbazar in Bozen. Schon in den vergangenen Jahren haben wir viele Freunde guter Bücher in unser Zelt gelockt. Ganz nach dem Motto: tolle Bücher, gute Preise und ein spannendes Event“.

Die mitwirkenden Verlage sind A. Weger, Alpha-Beta, AthesiaTappeiner, Curcu Genovese, Edition Raetia und Folio. Der Bücherbazar wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bozen durchgeführt.

ezoeschg@hds-bz.it

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fachgruppen hds-bz.it/wanderhaendler

WANDERHÄNDLER

Unsere Mühen haben sich gelohnt

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Laufzeit der Konzessionen bis 2032. Endlich, es ist so weit! Die Konzessionen werden noch in diesem Jahr um weitere 12 Jahre erneuert. „Ein langer, steiniger Weg liegt hinter uns. Seit 2010, mit Umsetzung der Richtlinie Bolkestein in Italien, haben wir um die Erneuerung unserer Standplatzkonzessionen gebangt und gekämpft. Nun steht es fest und unsere Mühen haben sich gelohnt: mit Inkrafttreten des Gesetzes ,Rilancio‘ (Nr. 34 vom 19. März 2020) sind die Weichen für die Erneuerung der Konzessionen um weitere 12 Jahre gestellt“, freut sich Präsident Andreas Jobstreibizer. „Umso schöner ist es, dass dies jetzt geschieht, wo

wir, wie viele andere auch, die extreme Belastung des Lockdowns erlebt haben und nun versuchen einen Neustart hinzulegen, wohlwissend, dass dies nicht so leicht sein wird“, unterstreicht Jobstreibizer. Die nächsten Schritte Die Autonome Provinz Südtirol muss bis 30. September 2020 die Umsetzung der Richtlinien zu den Konzessionserneuerungen festlegen. Bereits im Juli haben dazu einige Gespräche mit den zuständigen Landesämtern stattgefunden. Bis Jahresende müssen die Gemeinden den bürokratischen Ablauf des Verfahrens organisieren, damit mit 1. Jänner 2021 alle Konzessionsinhaber die Konzession mit der nächsten anfallenden Frist, dem 31. Dezember 2032, erhalten.

Danke an unseren Dachverband in Rom „Ein großes Lob und danke für die tolle Leistung geht an unseren nationalen Dachverband in Rom, Confcommercio FIVA. In erster Linie danken wir Präsident Giacomo Errico und Generalsekretär Armando Zelli. Letzterer hat unermüdlich daran gearbeitet, dass wir heute gemeinsam dieses tolle Ergebnis feiern können“, betont Jobstreibizer abschließend.

cwalzl@hds-bz.it

WANDERHÄNDLER

Erleichterungen Cosap-Beiträge ausgesetzt. Die Gemeinden Bozen und Meran haben für den Zeitraum März bis Dezember 2020 die anfallenden Abgaben für die Besetzung von öffentlichen Flächen (Cosap) für alle Märkte erlassen. Die Befreiung gilt für Kioske und fixe Standplätze. Der hds begrüßt die Entscheidung und dankt den beiden Bürgermeistern, Renzo Caramaschi und Paul Rösch, sowie dem Bozner Stadtrat für Wirtschaft, Stephan Konder, und seinem Meraner Kollegen, Nerio Zaccaria, Referent für Marktwesen, für ihren Einsatz. Der Verband erhofft sich, dass auch andere Gemeinden dem lobenden Beispiel folgen.

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WANDERHÄNDLER

Sommer, Sonne, Märkte Ein wahres Einkaufserlebnis. Dank der vielen Wanderhändler im hds war im Juli und August in Südtirols malerischen Dörfern und Städten gar einiges los. In allen Landesteilen boten sie auf den Sommermärkten ein ausgewogenes Sortiment aus traditionellen sowie modernen, qualitativ guten Waren an: ein wahres Paradies für Erkunder, Shoppingliebhaber und Genießer.

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fachgruppen hds-bz.it/baecker hds-bz.it/handel hds-bz.it/gastronomie

BÄCKER

Südtiroler Schüttelbrot erhält g.g.A.-Anerkennung Wertschätzung für einzigartiges Produkt. Der lange Zertifizierungs- und Überprüfungsprozess zur Anerkennung der geografischen Herkunft des Südtiroler Schüttelbrotes als geschützte geographische Angabe (g.g.A.) wurde im Juli erfolgreich abgeschlossen: Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union ist die Qualität und Einzigartigkeit der Südtiroler Brotbacktradition nun offiziell bestätigt.

Stolz und Freude „Für unsere Berufsgruppe sowie für den gesamten lokalen Lebensmittelsektor ist das g.g.A.-Siegel für das Südtiroler Schüttelbrot ein wohlverdienter Meilenstein. Südtirols Brot und Backwaren erfüllen in jeder Hinsicht höchste Qualitätsstandards, angefangen bei der Güte ihrer Zutaten bis hin zur Einzigartigkeit der Rezepte“, unterstreicht Johann Trenker (im Bild), Präsident des Verbandes Südtiroler Schüttelbrot g.g.A. und Landesinnungsmeister der Südtiroler Bäcker im hds. Das Verfahren zur Anerkennung als g.g.A-Produkt hat vor fast fünf Jahren begonnen und umfasste zahlreiche Schritte und Kontrollen auf staatlicher und europäischer Ebene. Damit wurde das Schüttelbrot nun in den kleinen Kreis der anerkannten und geschützten Lebensmittel aufgenommen. „Obwohl die g.g.A.-Bezeichnung in erster Linie das geografisch genau abgegrenzte Herstellungsgebiet betrifft, berücksichtigt sie auch die Qualität des Produktes und seinen historisch-kulturellen Ursprung. All diese Aspekte erfüllt das Südtiroler Schüttelbrot voll und ganz“, freut sich Trenker.

EINZELHANDEL, GASTRONOMIE

SIAE und SCF: Abo-Kosten gesenkt Der hds informiert. SIAE und SCF haben die Gebühren für Jahres- und Saisonabonnements für Ambient-Musik im Jahr 2020 gesenkt. Damit kommen sie dem Wunsch der Unternehmer entgegen, die aufgrund der erzwungenen Covid19-Betriebsschließung keine Musik abspielen konnten. Die Einzahlungsscheine werden neu zugeschickt, für bereits bezahlte Abonnements wird die Ermäßigung zum Zeitpunkt der Erneuerung 2021 angerechnet. hds-Mitgliedern steht dank einer Sondervereinbarung ein Rabatt von 25 Prozent zu.

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Ursprung und Zutaten Der Name Schüttelbrot steht für den typischen Handgriff, der zu seiner Herstellung notwendig ist. Es wird bereits in einem Dokument aus dem Jahr 1610 erwähnt, doch reichen seine Ursprünge mindestens bis ins Mittelalter zurück. Als klassisches Vorratsbrot ist das Schüttelbrot dazu bestimmt, lange gelagert und bei Durststrecken wie im Winter oder in arbeitsreichen Zeiten wie bei der Ernte, wo wenig Zeit zum Kochen und Backen blieb, gegessen zu werden. Seine Grundzutaten sind Roggenmehl, Wasser, Hefe, Salz sowie Gewürze wie Kreuzkümmel, Fenchelsamen, Anis und Koriander. Je nach Herstellungsgebiet kann es einen anderen Geschmack oder ein anderes Erscheinungsbild annehmen – bleibt aber stets auf den ersten Blick als Schüttelbrot erkennbar. Die Ursprünge reichen mindestens bis ins Mittelalter zurück.

pblasbichler@hds-bz.it

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hds-bz.it/arbeit

s: r I n fo Meh ds -bz.it h ne@ loeh

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AUSWERTUNGEN • Analyse mittels Business Intelligence-Instrumenten und Pivot-Tabellen • Darstellung mit Grafiken • Filter und Gruppierungen frei strukturieren

handels- und dienstleistungsverband Südtirol


weiterbildung hds-bz.it/kurse

Persönliche Kompetenzen FÜHRUNGSKOMPETENZ SELBSTSTEUERUNG

Bildung macht hungrig Stillen Sie Ihren Wissenshunger mit diesen Weiterbildungskursen

Persönliche Kompetenzen DER TEXTPROFI – DREI TAGE FÜRS SCHRIFTLICHE IM BETRIEB

Sie schauen auf ein weißes Blatt Papier und wissen nicht, wo Sie anfangen oder gar wie Sie den Text formulieren sollen. Lösen Sie diese Schreibblockade, fangen Sie einfach an und kommen Sie in den Fluss. Denn beim Schreiben gilt es, das jetzt Wichtige mit den richtigen Worten dem richtigen Menschen zu schreiben. Wie Sie Stolpersteine vermeiden können, erfahren Sie aus erster Hand von Annamarie Huber. Nehmen Sie sich Zeit am 30. September, 21. Oktober und 11. November. Alle drei Weiterbildungstermine finden in Bozen von 09:00 bis 17:00 Uhr statt. Es lohnt sich!

Aus der Hirnforschung ist bekannt: Stress engt die Wahrnehmung ein und fördert Automatismen, die nur mit dem entsprechenden Bewusstsein zu vermeiden sind. Die Persönlichkeitsentwicklung, als Grundlage für erfolgreiche, agile und situative Führung, ist somit zentrales Element eines Workshops mit Manfred Andergassen. institute. Durch die Arbeit an der eigenen Person entsteht ein differenziertes Selbstbild, das durch Rückmeldung der Gruppe mit dem Fremdbild abzugleichen ist mit dem Ziel, die eigene Effizienz und Effektivität zu erhöhen. Ihr Termin in Bozen: 15. September von 08:30 bis 17:30 Uhr. Die hdsweiterbildung freut sich auf Ihre Teilnahme!

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Marketing & PR MIT PR GEPLANT UND ZIELGERICHTET VERTRAUEN BEI KUNDEN AUFBAUEN

Vom Konzept bis zur erfolgreichen PR-Maßnahme und das alles über eine gute Pressearbeit: Die PR-Beraterin & diplomierte Fachtrainerin Silvia Schroffenegger verrät Ihnen an vier Freitagen vom 18. September bis 9. Oktober die großen und kleinen Geheimnisse einer guten Öffentlichkeitsarbeit. Diese beginnt bereits mit einer guten internen Kommunikation und einem einheitlichen visuellen Erscheinungsbild. PR-Aktionen und Events tun ihr Übriges dazu, um sich einen guten Ruf zu verschaffen. So geht es bei ausgeklügelten PR-Kampagnen nicht zuerst um das Produkt, sondern wie es dem Nutzer Mehrwert bringt. Der Grundlehrgang der hdsweiterbildung findet in Bozen von 08:30 bis 12:30 Uhr statt.

Marketing & PR PROJEKTMANAGEMENT KOMPAKT

Ein Projekt gliedert sich in viele einzelne Bausteine: Vorbereitung, Auftrag, Planung, Durchführung und Abschluss. Da jedes Projekt auch einmalig ist, muss der Projektleiter ein klares Ziel mit zeitlich und monetärer Begrenzung vorgeben und formulieren. Mehr über den Projektplan und die einzelnen Projektphasen erfahren Sie im Kompaktkurs mit Beraterin und Referentin Heidi Peer. Ihr Termin in Bozen am 23. September von 08:30 bis 17:30 Uhr. Melden Sie sich an!

Infos und Anmeldung: T/F 0471 310 323/325, hdsweiterbildung@hds-bz.it, hds-bz.it/spezialisierungskurse.

Verena Kasal

Jasmin Sandri

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betriebe informieren

Top Company Award 2020

Die hds-Wanduhr zur Eröffnung: v. l. Daniel Schönhuber mit NaveS-Manager Daniel Wierer.

Eine nachhaltige Entwicklung in Naturns: v. l. Andreas Petrini, Marion Tribus, Tanja Telser mit dem hds-Bezirksleiter Walter Zorzi.

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regional, NaveS biologisch, saisonal startet durch Der Umwelt zuliebe – Unverpockt in Naturns. Biologisch, regional und nachhaltig einkaufen kann man seit Mitte Juli im Unverpockt am Schlossweg in Naturns. Die beiden Geschäftsleute, Marion Tribus und Andreas Petrini, haben viel Herzblut in ihr Projekt gesteckt. Viel Holz, viel Licht, viel Liebe zum Detail und der Umwelt zuliebe auch nur lose und plastikfreie Produkte. Auf 130 Quadratmetern Verkaufsfläche lässt sich gut stöbern und finden, was das Herz begehrt. Frisches Gemüse von der Sozialgenossenschaft Vinterra in Mals, duftende Körperseifen und Deodorants in der Dose von der Seifenmanufaktur Sauberkunst oder aber nachhaltige Rasierhobel – Unverpockt ist der erste Naturnser Einzelhandelsbetrieb mit Lebensmitteln und Kosmetikprodukten ohne Einwegverpackungen. Auf einen Drink zur Eröffnung mussten die zahlreichen Besucher Corona-bedingt zwar verzichten, dafür erhielten sie jedoch 10 Prozent Rabatt auf alle Waren. Der hds wünscht den beiden Newcomern viel Erfolg für ihr nachhaltiges und modernes Konzept.

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Ein Freudentag für Reischach. Die Nahversorgung in Reischach wurde in den letzten 50 Jahren von der Familie Wilhelm mustergültig gewährleistet. Ihr gilt ein besonderer Dank, für das Engagement und die großartige Arbeit. Im Sommer ist im frisch renovierten Geschäft die Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol eingezogen. NaveS bietet exzellenten Service und ausgezeichnete Qualität zu fairen Preisen. Das Angebot reicht von einem breiten Lebensmittelsortiment, regionalen Südtiroler Produkten, frischem Obst und Gemüse bis hin zu CoopProdukten. „Dank NaveS ist in Reischach ein neuer, gemütlicher Treffpunkt entstanden. Das ist für uns ein wahrer Glücksfall!“, freut sich Bezirkspräsident Daniel Schönhuber und selbst Reischacher mit Leib und Seele. Der hds wünscht der neuen Führung viel Erfolg und gute Geschäfte.

Unternehmen mit höchster Mitarbeiterzufriedenheit ausgezeichnet. Gerade in Zeiten der Krise heben sich gut geführte und mitarbeiternahe Unternehmen hervor. Nur mit einem soliden Fundament und guter Kommunikation lässt sich ein solch komplexes Gefüge mit zahlreichen verschiedenen Persönlichkeiten, wie es Unternehmen nun mal sind, erfolgreich durch schwierige Zeiten navigieren. Die HR-Beratungsagentur Business Pool aus Bozen verleiht jedes Jahr, und so auch heuer, den Top Company Award. Anhand einer internen Umfrage, die sich an die Mitarbeiter der jeweiligen Unternehmen richtet, wird erhoben, in welchen Betrieben die höchste Mitarbeiterzufriedenheit herrscht. Der hds gratuliert dem Mitgliedsbetrieb Die Küche by Untermarzoner aus Eppan. Das Küchenstudio hat 2020 in der Kategorie Small Enterprises mit bis zu 30 Mitarbeitern den ersten Platz belegt. Hier im Bild v. l. hdsOrtsobmann Patrick Peruzzo mit Tanja Untermarzoner, Bezirksleiterin Judith Müller und Bezirkspräsident Christian Giuliani.


rechtsberatung hds-bz.it/recht hds-bz.it/handelsagenten hds-bz.it/kurse hds-bz.it/datenschutz

Handelsagent und Geschäftsanbahner: wesentliche Unterscheidungsmerkmale Trotz zahlreicher Ähnlichkeiten, weisen die Figur des Handelsagenten und jene des Geschäftsanbahners maßgebliche Unterschiede auf, insbesondere was die diesbezüglichen Rechtsnormen anbelangt. Generelle Unterschiede Handelsagent ist ein selbstständiger Gewerbetreibender, der damit betraut ist, dem Auftraggeber (Mandantenfirma) in einer bestimmten Zone regelmäßig Geschäfte zu vermitteln. Der Geschäftsanbahner (procacciatore d’affari) hingegen, vermittelt dem Auftraggeber Geschäfte bzw. eventuelle Neukunden, wobei seine Tätigkeit gelegentlich und sporadisch erfolgt. Beim Geschäftsanbahner handelt es sich um eine atypische Figur. Während der Agenturvertrag ausdrücklich im Zivilgesetzbuch geregelt ist, ist die Figur des Geschäftsanbahners vom Gesetzgeber nicht explizit vorgesehen. Die anwendbaren Normen und Prinzipien werden deshalb zum Teil der Rechtslehre und zum Teil der Rechtsprechung entnommen. Aus diesem Grund liegt dem Geschäftsverhältnis zumeist kein „wirklicher“ Vertrag zugrunde. Die Tätigkeit basiert in den meisten Fällen auf ein einfaches Auftragsschreiben (lettera d’incarico). Unterschiede im Detail Im Unterschied zum Handelsagenten, welcher an einen bestimmten Auftrag (Mandat) gebunden ist, Geschäftsabschlüsse in einem gewissen Einsatzgebiet zu fördern bzw. in die Wege zu leiten, fokussiert sich der Geschäftsanbahner darauf, auf mögliche Kunden hinzuweisen und den Geschäftsabschluss somit anzubahnen. Sofern im Agenturvertrag ausdrücklich vorgesehen, finden auf das Agenturverhältnis zusätzlich zu den Normen des Zivilgesetzbuches auch jene des jeweiligen Kollektivabkommens Anwendung.

Im Gegensatz zum Handelsagenten, weist die Figur des Geschäftsanbahners grundsätzlich kein Exklusivrecht (diritto di esclusiva) auf. Letztgenannter ist nicht dazu verpflichtet, der Auftraggeberfirma z. B. Informationen hinsichtlich der Marktverhältnisse potenzieller Kunden zu erbringen. Dem Geschäftsanbahner wird zumeist auch kein bestimmtes Einsatzgebiet anvertraut. Schlussendlich sei darauf hingewiesen, dass die unterschiedliche Rechtslage sich auch auf die Folgen nach Vertragsauflösung auswirkt. Lediglich dem Handelsagenten stehen nach Vertragsbeendigung gegebenenfalls Ausgleichsentschädigungen zu, für den Geschäftsanbahner gilt dies nicht.

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Die Rechtsberatung bietet den hds-Mitgliedern als Dienstleistung individuelle Beratungen zum Thema an.

Lisa Baumgartner, Rechtsberatung, T 0471 310 423, lbaumgartner@hds-bz.it

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Privacy leicht gemacht hds organisiert Workshop in Bozen. Am 25. Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung der EU 2016/679 in Kraft getreten. Personenbezogene Daten müssen dementsprechend verarbeitet und Mindestanforderungen im Sinne des Datenschutzkodex erfüllt werden. Der hds organisiert mit Experten einen Workshop exklusiv für Mitglieder, in dem die Vorschriften erklärt und die ausgehändigten Unterlagen gemeinsam vor Ort ausgefüllt werden. Die Termine sind: B 22. September in italienischer Sprache B 24. September in deutscher Sprache. Melden Sie sich online unter hds-bz.it/kurse in der Kategorie Datenschutz an.

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BetrieBsgründung

Sie haben sich entschlossen selbstständig zu werden? Wir begleiten Sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit: • Wir klären alle Voraussetzungen für die Gründung ab. • Wir beraten Sie darüber, wie und wo welche Tätigkeit machbar ist. • Wir geben Ihnen einen Überblick über das Marktumfeld. • Wir geben eine Einschätzung über die Rentabilität. • Wir informieren über die richtige Gesellschaftsform. • Wir erledigen für Sie die bürokratischen Schritte für die Eröffnung. Kontakt: beratung@hds-bz.it, hds-bz.it/beratung handels- und dienstleistungsverband Südtirol


betriebsberatung hds-bz.it/beratung

Geschäftsmodelle überdenken Eine Zeit des Umbruchs. Die CoronaZeit hat nicht nur das private tägliche Leben auf den Kopf gestellt, sondern auch den Betriebsalltag und somit gesamte Betriebe vollständig verändert. Unternehmer und Mitarbeiter wurden fast von einem Tag auf den anderen gezwungen, sich einer neuen Realität anzupassen und die Routine wurde mit einem Mal unterbrochen. Betrieben, in denen langsame Prozesse und starre Hierarchien vorherrschten und der Wille sich zu verändern nicht gegeben war, wurde plötzlich eine ganz andere Seite aufgezeigt und es wurde klar, wie wichtig es ist, sich an die sozialen Veränderungen und die Gegebenheiten des Marktes anzupassen. Starre, alt her gebrachte Systeme wurden kräftig durchrüttelt und Mitarbeiter wurden zur Eigenverantwortung gezwungen, indem sie im Homeoffice arbeiteten. Es galt autonom, oft ohne formalem Genehmigungsprozess zu arbeiten und alte Regeln waren irrelevant. Unternehmerisches, verantwortungsbewusstes Denken war um so gefragter. Die Krise hat gezeigt, wie schnell sich Dinge ändern können, wenn es sein muss. Die neue Situation, die das Leben grundlegend geändert hat, hat gezeigt, wie rasch sich die Märkte ändern. In vielen Bereichen hat sich das Konsumverhalten komplett verändert und Betriebe haben sich dem entsprechend angepasst. Es hat

in manchen Bereichen einen regelrechten Innovationsschub gegeben. Notgedrungen haben Betriebe mit ganz neuen Geschäftsmodellen begonnen, denken wir an die Lieferservices und Onlineshops, die wie die Pilze aus dem Boden schossen. Betriebe, die auf die neue Situation nicht reagierten und keine neuen Wege beschritten, hatten ihr Geschäft zu und blieben ohne Umsatz – teils mit verheerenden Folgen. Offen sein für das Neue Nicht jedes neue Geschäftsmodell hat sich sofort als rentabel erwiesen, und einiges alt Bewährtes hat sich wieder eingependelt. Doch das Bewusstsein, wie schnell sich die Dinge ändern können und dass derjenige, der sich am besten anpassen kann, die Nase vorn hat, ist geblieben. Es hat sich gezeigt, wie gefährlich es ist, die Augen vor der Entwicklung zu verschließen und zu denken, dass man im eigenen Betrieb immer alles richtig macht und alles so bleiben kann. Umso stärker ist klar geworden, dass jeder Betrieb, egal ob klein oder groß, sich intensiv mit der Frage zu beschäftigen hat, wo er steht, wie und wohin er sich entwickelt und wo sich neue Horizonte eröffnen.

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deren Umsetzung der Betrieb hat. Um zu erkennen, wie zukunftsträchtig neue Produkte oder Dienstleistungen sind, gilt es neben der Idee einen Blick auf die betriebswirtschaftliche Seite zu werfen, die Zahlen zu analysieren und zu bewerten. Dabei ist Expertenwissen gefragt. Der hds hat ein fundiertes Wissen im Sektor Handel und Dienstleistungen und gibt dieses Wissen als gezielte Beratungsleistung weiter. Die Betriebsberatung im hds analysiert Ihre Ideen im Detail und es werden die Rahmenbedingungen für die neuen Ansätze geklärt. Es werden die notwendigen Informationen gegeben und Umsetzungsvorschläge für unternehmerische Entscheidungen geliefert, um Ihre Ideen zu verwirklichen. Vereinbaren Sie einen Termin mit der Betriebsberatung des hds.

Franz Josef Dorfmann, Betriebsberatung, T 0471 310 424, fdorfmann@hds-bz.it

Expertenwissen für Ihren Betrieb Noch eines hat die Krise gebracht: Unternehmer hatten Zeit, sich Gedanken über die Entwicklung zu machen und kamen so auf neue Ideen. Kommen neue unternehmerische Ideen auf den Tisch, tut sich gleich die Frage auf, welche Voraussetzungen für

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steuerberatung

Die bisherigen normalen Abzüge für Arbeiten, auf die in Art. 119 Bezug genommen wird, bleiben anwendbar mit den Bedingungen, Grenzen und den Prozentsätzen des Abzugs, die vor dem Gesetz Nr. 34/2020 gegolten haben.

hds-bz.it/steuern

Subjekte, die den Abzug anwenden können

Der Ausgabenabzug von 110 Prozent

B Kondominien, B natürliche Personen außerhalb der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit: Sie können den Abzug für Umbauarbeiten auf maximal zwei Immobilieneinheiten anwenden. Neu ist, dass nicht mehr die Verwendung der Immobilie (Erstwohnung oder anderes) entscheidend ist, es werden die Katasterkategorien A1, A8 und A9 ausgeschlossen. Absetzbare Kosten

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Die Neuheiten. Mit Umwandlung in Gesetz des Dekret Nr. 34/2020 (Decreto Rilancio) wurden einige Änderungen betreffend den neuen Abzug von 110 Prozent beschlossen. Der Abzug betrifft Maßnahmen zur energetischen Wiedergewinnung, Reduzierung des Erdbebenrisikos und eine Reihe von Zusatzarbeiten, die gleichzeitig mit den genannten Maßnahmen durchgeführt werden. Es wird bestätigt, dass der Abzug für Ausgaben gilt, die vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2021 getätigt werden und in fünf jährliche Raten aufgeteilt werden müssen. Unter ausschließlicher Bezugnahme auf die von IACP-gleichgestellten Subjekten durchgeführten Arbeiten, gilt der Abzug auch für Arbeiten, die vom 1. Jänner 2022 bis 30. Juni 2022 getätigt werden.

B A rbeiten an der Wärmedämmung der Gebäudehülle (vertikalen/horizontalen/geneigten undurchsichtigen Oberflächen), mit einem Einfall von mehr als 25 Prozent der Brutto-Dispersionsfläche des Gebäudes selbst, wobei Isoliermaterialien, die den Umweltschutzkriterien laut MD 11.10.2017 entsprechen, verwendet werden müssen. B Austausch bestehender Heiz-/Klimaanlagen mit zentralisierten Systemen zum Heizen/Kühlen/Warmwasser, zum Kondensieren mit einem Wirkungsgrad von mindestens der Klasse A oder mit einer Wärmepumpe, Hybrid- oder Geothermie-Systemen, auch in Kombination mit der Installation von Photovoltaikanlagen und zugehörigen Speichersystemen. B Mikro-KWK- oder Solarkollektoranlagen.

Abzug 110 Prozent - Art. 119, GD Nr. 34/2020 Art der Ausgaben

Ausgaben vom 01.07.2020 bis 31.12.2021

Wärmedämmung an vertikalen/horizontalen/schrägen undurchsichtigen Oberflächen, die die Gebäudehülle betreffen, mit einem Einfall von mehr als 25 Prozent der Brutto-Dispersionsfläche

B maximal 50.000 Euro, wenn eine Immobilieneinheit oder ein Mehrfamilienhaus B maximal 40.000 Euro bei bis zu acht Immobilieneinheiten im Gebäude B maximal 30.000 Euro bei mehr als acht Immobilieneinheiten im Gebäude

Eingriffe an gemeinsamen Gebäudeteilen, um die bestehende Heiz-/Klimaanlagen zu ersetzen durch: B zentralisierte Systeme der Heizung/Kühlung/Warmwasser mit Wirkungsgrad mindestens der Produktklasse A gemäß EU-Verordnung 811/2013 oder Wärmepumpe, einschließlich Hybrid- oder Geothermie-Anlagen B Mikrokogenerator- oder Solarkollektoranlagen B Anschluss an Fernwärmesysteme nach Art. 2, Absatz 2, Buchstabe tt), GD 102/2014, ausschließlich für Berggemeinden, gemäß Richtlinie 2008/50/EG

B maximal 20.000 Euro bei bis zu acht Immobilieneinheiten im Gebäude

Ausgaben an B Einfamilienhäusern B Immobilieneinheiten in Mehrfamilienhäusern mit unabhängigem Zugang für den Austausch bestehender Heiz-/Klimaanlage durch: - Systeme zum Heizen/Kühlen/Kondensieren der Warmwasserversorgung mit einem Wirkungsgrad, der mindestens der Produktklasse A gemäß EU-Verordnung 811/2013 oder Wärmepumpe, einschließlich Hybrid- oder Geothermie-Anlagen - Mikrokogenerator- oder Solarkollektoranlagen - Biomassekessel mit Leistungen, die mindestens denen der 5-Sterne-Klasse gemäß Ministerialerlass 186/2017 ausschließlich für nicht mit Methan betriebene Gebiete in Gemeinden, die nicht von den Vertragsverletzungsverfahren gegen die Verpflichtungen gemäß Richtlinie 2008/50/ EG entsprechen - Anschluss an effiziente Fernwärmesysteme nach Art. 2, Absatz 2, Buchstabe. tt), GD 102/2014, ausschließlich für Berggemeinde gemäß Richtlinie 2008/50/EG

B 1 10 Prozent Maximale Ausgaben 30.000 Euro

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B maximal 15.000 Euro bei mehr als acht Immobilieneinheiten im Gebäude


Es wird bestätigt, dass die oben aufgeführten Eingriffe: B die Mindestanforderungen erfüllen müssen, die in noch zu erlassenen Dekreten festgelegt werden, B eine Verbesserung von mindestens zwei Energieklassen oder die höchste Energieklasse erreichen müssen.

Armin Dalceggio, Leasingexperte in der Raiffeisen Landesbank Südtirol

Umwandlung des Abzugs in ein Steuerguthaben/Rabatt auf der Rechnung

Olivia Holzner, Steuerberatung, T 0471 310 413, oholzner@hds-bz.it

INFO B Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78). - Nationale Veränderung Mai 2019 – 2020 ist gleich - 0,4 % (75 % = - 0,3) und Juni 2019 – 2020 ist gleich - 0,3 % (75 % = - 0,225). - Veränderung in Bozen Mai 2019 – 2020 ist gleich + 0,1 % (75 % = + 0,075) und Juni 2019 – 2020 ist gleich + 0,6 % (75 % = + 0,45).

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LEASING FÜR UNTERNEHMEN

Maßgeschneiderte Finanzierung Das heutige Geschäftsleben erfordert schnelle und flexible Investitionen, was in der Regel mit hohen Kosten verbunden ist. Raiffeisen Leasing stellt – vor allem auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – eine interessante Alternative zu herkömmlichen Finanzierungen dar. Denn das Grundprinzip von Leasing besteht darin, nicht das Eigentum an einem Objekt zu erwerben, sondern nur das Nutzungsrecht. Die Leasinggesellschaft kauft das gewünschte Objekt in deinem Auftrag an und stellt es dir für den Leasingzeitraum gegen Ratenzahlungen zur Verfügung. Am Ende der Laufzeit kann das Objekt gegen eine geringe Bezahlung erworben werden. Leasing schont die Liquidität des Unternehmens, die Kreditlinien werden nicht belastet und die Kosten sind kalkulierbar. Es ermöglicht die steuerliche Absetzbarkeit von Immobilien in 12 Jahren. Zudem wird auch die Mehrwertsteuer zu 100 % mitfinanziert. Durch eine Konvention mit der Autonomen Provinz Bozen können die Fördergelder des Rotationsfonds auch für das Leasing in Anspruch genommen werden. Für weitere Informationen melde dich unverbindlich bei deinem Berater in der Raiffeisenkasse.

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Werbemitteilung. Vertragsbedingungen entnehmen Sie den Informationsblättern in Ihrer Raiffeisenkasse und im Internet im Abschnitt Transparenz.

Anstatt den Abzug in der Steuererklärung zu verwenden, kann alternativ die Abtretung des Steuerguthabens oder ein „Rechnungsrabatt“ beantragt werden: BW iedergewinnungsarbeiten (Instandhaltung/Restaurierung und konservative Restaurierung/Renovierung), B Energieeffizienz, einschließlich 110 Prozent, B antiseismische Maßnahmen, einschließlich 110 Prozent, B Wiederherstellung oder Restaurierung der Fassade (Fassadenbonus), B Installation von Photovoltaik-/Solaranlagen, B Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Es wurde vorgesehen, dass die Option bei jedem Arbeitsfortschritt ausgeübt werden kann. Die Option muss der Agentur der Einnahmen ausschließlich in elektronischer Form mitgeteilt werden.

B Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im Mai 0,625000 und im Juni 0,750000.

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info arbeit hds-bz.it/betriebswelfare

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Welfare in Krisenzeiten: Betriebliche Benefits können den Wiederaufschwung begünstigen Gastbeitrag von Easy Welfare Edenred

Familie, Elternschaft, Gesundheit, Vorsorge und Smart Working. Gäbe es ein Glossar dieser Gesundheitskrise, dann dürften diese Begriffe auf keinen Fall fehlen. Diese in Zeiten von Coronavirus häufig erwähnten Begriffe machen die Veränderungen, mit denen wir aufgrund des PandemieNotstands in unserem Alltag konfrontiert sind und die sich in einigen Fällen auch auf unsere Arbeitsweise und Arbeitsmittel auswirken, ganz besonders bemerkbar. Wunsch nach neuen Angeboten Die Pandemie und die damit verbundenen neuen Bedürfnisse haben einen gemeinsamen Nenner: Der Wunsch der Arbeitnehmer nach neuen Welfare-Angeboten.

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Öffentliche Welfare-Leistungen, aber auch betriebliche Angebote. Gerade die betrieblichen Welfare-Leistungen, haben vielen Unternehmen in den letzten Monaten bei der Wiederaufnahme der Produktion und beim wirtschaftlichen Aufschwung geholfen und gleichzeitig auch den Wünschen und Bedürfnissen der Arbeitnehmer Rechnung getragen. Edenred Italia – der italienweit führende Anbieter von betrieblichen Welfare-Leistungen für Beschäftigte und hds-Partner – hat seine wichtigsten Einsatzbereiche und die Rolle dieser Leistungen während der Krise untersucht.


info arbeit

Welche Vorteile bringt ein Welfare-Plan dem Unternehmen? BF örderung/Belohnung der Beschäftigten für bestimmte Projekte, Betriebsergebnisse, soziale Zwecke BE inmalige Zahlungen für alle Beschäftigten zur Unterstützung/ Förderung, zur allgemeinen Verbesserung oder für die Erreichung eines Betriebsergebnisses

Unterstützung für Familien, Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf – diesen Themen gilt das Hauptaugenmerk der Beschäftigten. Arbeitnehmer auf allen Ebenen, angefangen von den Beschäftigten mit Kindern, wünschen sich arbeitsrelevante Nebenleistungen, Schulungs-, Freizeit- und Unterhaltungsangebote. Der Paradigmenwechsel infolge der langen Lockdown-Phase hat auch zu einer verstärkten Nachfrage nach Fernangeboten geführt und die Anbieter von betrieblichen WelfareLeistungen zu einer Anpassung ihres Serviceangebots veranlasst. Parallel zum Unterstützungsbedarf der Familien ist auch die Nachfrage nach Gesundheitsschutz- und Präventionsleistungen gestiegen, wobei der Fokus vor allem bei serologischen Tests und Covid-19-Abstrichen liegt. Unternehmerisches Umdenken Edenred Italia beobachtet eine echte Revolution bei den Bedürfnissen der Beschäftigten, was wiederum auf Seiten der Betriebe zu einem kompletten unternehmerischen Umdenken geführt hat. Während es vonseiten der Arbeitnehmer eine starke Nachfrage nach sozialer Unterstützung gibt, haben die Unternehmen ihrerseits gezielte Investitionen gefördert und setzen auf Kosteneinsparungen mit dem Ziel, wieder das wirtschaftliche VorkrisenNiveau zu erreichen.

B Aufbau einer Welfare-Plattform mit der Einrichtung von eigenen Serviceleistungen (Sommer Camp/ Angebote für Eltern, Unterstützung für Betreuung/Pflege, Ausbildung usw.) B Nutzung von Steuervorteilen durch steuer- und beitragsfreie Auszahlungen an Mitarbeiter

Sie möchten in Ihrem Betrieb WelfareLeistungen für Ihre Mitarbeiter einführen? Wir bieten Ihnen BU nterstützung bei der Ausarbeitung und Einführung eines Welfare-Reglements und Hilfestellung bei rechtlichen und steuerlichen Aspekten

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B eine personalisierte digitale Welfare-Plattform (von Edenred Italia) für eine maximale Flexibilität bei der Verwaltung der Benefits BB egleitung und Hilfestellung bei der Nutzung des Welfare-Kontos seitens der Nutzer und Überwachung des Plans

In beiden Fällen haben sich betriebliche Welfare-Leistungen mit eigenen Plänen und dank einem Steuersystem, das eine komplette Steuer- und Beitragsentlastung vorsieht, als erfolgreiches Instrument erwiesen. In dieser Krisenzeit haben viele Betriebe gezielte Welfare-Pläne für einzelne Kategorien von Beschäftigten aktiviert, wie etwa für Mitarbeiter mit wichtigen Funktionen für die Aufrechterhaltung der unternehmensrelevanten Prozesse während des Notstands. Weiters wurden Welfare-Modelle geschaffen, um die Kaufkraft der Mitarbeitenden zu stärken oder jene Beschäftigtengruppen zu unterstützen, die besonders hart von den Pandemiefolgen getroffen sind, etwa Personen, die direkt gesundheitliche Folgen in Verbindung mit dem Coronavirus erlitten haben.

Kontakt: Sabine Mayr, T 0471 310 559, smayr@hds-bz.it

Fortsetzung auf Seite 30

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info arbeit hds-bz.it/betriebswelfare

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Beitrag zum Neustart der Wirtschaft Das betriebliche Welfare kann auch den Konjunkturaufschwung fördern. In dieser wirtschaftlich sehr schwierigen Zeit können Welfare-Leistungen in der Tat einen Beitrag zum Neustart der Wirtschaft leisten; denn die Empfänger der Leistungen können durch die Einlösung der Benefits vor allem die vom Notstand besonders hart getroffenen Branchen unterstützen, wie z. B. den Handel, das Dienstleistungsgewerbe und den Tourismus. Hier handelt es sich nur um einen Teilüberblick über die in den letzten Monaten ausgearbeiteten Ideen und Angebote zur Bekämpfung der Pandemiefolgen für die Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund tritt der Begriff der sozialen Verantwortung der Unternehmen wieder in den Vordergrund, so dass sich – wie schon der aufgeklärte Unternehmer Adriano Olivetti seinerzeit meinte – „sogar der Begriff Reichtum ändert“. Angesichts der Corona-Gesundheitskrise gewinnt seine Botschaft neue Aktualität: „Die Fabrik“, erklärte Olivetti Anfang des 20. Jahrhunderts, „darf nicht nur auf die Gewinnkennzahlen achten. Sie muss Kultur, Dienstleistungen und Demokratie fördern. Ich denke, die Fabrik muss für den Menschen da sein und nicht der Mensch für die Fabrik“.

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Bestandsaufnahme des betrieblichen Welfare-Angebots mit dem Observatorium Easy Welfare Edenred Analyse des betrieblichen Welfare-Angebots, Bewertung der Inanspruchnahme und der wichtigsten Trends. Das von Easy Welfare Edenred entwickelte Analyseinstrument vermittelt einen Komplettüberblick über die betrieblichen Welfare-Leistungen und bietet sich somit als echtes Barometer für das System der Flexible Benefits an. Als internationaler Anbieter und Marktführer in Italien für betriebliche Welfare-Leistungen untersucht Edenred seit Jahren das Welfare-Angebot; die Ausgabe 2020 basiert auf einer Stichprobe von 470.000 Leistungsempfängern, die von der Gruppe im gesamten italienischen Staatsgebiet betreut werden.

Die Konsolidierung der Daten ergibt interessante Erkenntnisse über den Markt und einen Überblick über die Innovationsfaktoren und die Schwachstellen im Rahmen einer Komplettanalyse des betrieblichen Welfare-Angebots. Ergänzt wird das Konzept durch die Präsentation von einigen besonders gelungenen Beispielen mit den direkten Aussagen von Vertretern von Unternehmen, die mit Erfolg betriebliche Welfare-Pläne eingeführt haben. Das Observatorium von Easy Welfare Edenred ist daher für die Praxis bestimmt und verknüpft eine quantitative Untersuchung mit dem Angebot von betrieblichen Lösungen, die auf eine maximale Ausschöpfung der Vorteile vom betrieblichen Welfare abzielen.

Durchschnittliches Welfare-Guthaben pro Kopf

645 €

2017

780 €

860 € + 10 % im Vergleich zu 2018

2018

2019

Zusammensetzung der Welfare-Ausgaben

33,8 % Bildung 22,4 % Freizeitbereich 18,1 % Fringe Benefit 12,7 % Zusatzvorsorge 7,6 % Gesundheitsversorgung 3,7 % Mobilität 1,2 % Familiäre Betreuungsleistungen 0,5 % Darlehen und Kredite


info aktuelles hds-bz.it/beratung hds-bz.it/arbeitssicherheit

Veröffentlichungspflicht für öffentliche Beiträge Digital auch über den hds. Mit Gesetz vom 4. August 2017, Nr. 124 wurden Veröffentlichungspflichten zulasten bestimmter Kategorien von Rechtssubjekten eingeführt, die von der öffentlichen Hand Subventionen, Unterstützungen, wirtschaftliche Vergünstigungen, Beiträge oder Beihilfen, in Form von Geldmitteln oder Sachleistungen erhalten, welche keine Gegenleistung, Entgelt

oder Schadenersatz darstellen. Die Veröffentlichung muss auf eigenen Internetseiten oder digitalen Portalen erfolgen und kommt zur Anwendung, wenn der ausbezahlte Gesamtbetrag eines Jahres mindestens 10.000 Euro beträgt. Falls das Unternehmen keine eigene Internetseite hat, kann die Veröffentlichung auch auf digitalen Portalen der Berufsverbände erfolgen. Bei Versäumnis der Veröffentlichungspflicht drohen empfindliche Verwaltungsstrafen. Lässt der Begünstigte auch die Frist von 90 Tagen verstreichen, in der er weder der Veröffentlichungspflicht noch der Bezahlung der Geldstrafe nachkommt, hat dies die Rückerstattung des gesamten erhaltenen Betrages an die auszahlenden Körperschaften zur Folge.

NISF/INPS: Zugang nur mehr über SPID Gut zu wissen. Das NISF/INPS wird ab dem 1. Oktober schrittweise seine eigenen Zugangspasswörter auslaufen lassen und den Zugang nur mehr über das öffentliche digitale Identitätssystem „SPID“ erlauben.

SPID BEANTRAGEN

Was Sie benötigen, um SPID anzufordern: B E-Mail-Adresse, B Mobiltelefonnummer, B gültigen Ausweis, B Gesundheitskarte. Wählen Sie einen dieser Anbieter aus: Aruba, Infocert, Intesa, Namirial, Poste, Register, Sielte, Tim, Lepida.

VERÖFFENTLICHUNG GEMÄSS TRANSPARENZBESTIMMUNGEN

Möchten Sie Ihre Beiträge auf der hds-Webseite veröffentlichen? Dann schicken Sie bitte das vollständig ausgefüllte Onlineformular an pr@hds-bz.it. Für Fragen zum Ausfüllen können Sie sich an Ihren Bezirksleiter wenden. Für weiterführende Informationen zum Thema bietet die hds-Betriebsberatung in Bozen einen Beratungsdienst an: fdorfmann@hds-bz.it.

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ARBEIT IN N CORONA-ZEITE tz. In m Arbeitsschu Maßnahmen zu eben tri Be n rden in de letzter Zeit wu n Arre he sic r zu rollen vermehrt Kont efahr d Ansteckungsg beitssituation un t. Um hr fü mer durchge für die Arbeitneh nahaß M n de erblick zu einen klaren Üb geben, zu us vir na ro s Co men rund um da en auf alle Information d an rb Ve r de t ha geen m m avirus zusa hds-bz.it/coron n re Ih it m h gen Sie sic fasst. Bitte log ein. Zugangsdaten

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Ich setze auf lokale Dienstleister. Sie schaffen Arbeitsplätze und lokales Wachstum. Vorbild sein. Verantwortung ßbernehmen.

eine Initiative des

lebensraum.bz.it


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