Juli-Ausgabe der HGV-Zeitung

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46. Jahrgang · Bozen, Juli 2011 · Nr. 7

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»Kräfte bündeln muss die Devise sein« Tourismus im Alpenraum – Astat-Studie zeigte aktuelle Entwicklungen auf Die Studie stellte ein weiteres Mal unter Beweis, dass der Tourismus in Südtirol eine zentrale Rolle spielt. Die neueste Astat-Studie zum Tourismus in den Alpengebieten zeigt, dass Südtirol im Vergleich zu anderen Tourismusregionen in den Alpen gut da steht. Südtirol sticht durch eine überdurchschnittliche Beherbergungsdichte, eine hohe Tourismusintensität und eine gute Bettenauslastung hervor. Nicht im Spitzenfeld zu finden ist Südtirol dagegen bei den Zuwächsen an Ankünften und Nächtigungen.

Attraktiv für Klein und Groß: die Urlaubsdestination Südtirol. Foto: Südtirol Marketing/ Frieder Blickle

Marktauftritt

Fokus auf Qualität

Spedizione in a.p. - 45 % - art. 2 comma 20/b legge 662/96 - Filiale di Bolzano

len mit einer Zunahme von vier Prozent bei den Nächtigungen. Südtirol ist bei diesem Vergleich nicht im Spitzenfeld zu finden. Die Ankünfte stiegen um 2,7 Prozent und die Nächtigungen um 1,7 Prozent. »Diese Daten sind insofern zu relativieren, als dass wir bereits ein sehr hohes Niveau erreicht haben, Zuwächse also schwieriger zu erreichen sind als anderswo«, erklärt Landesrat Berger dazu. Was die mittlere Aufenthaltsdauer betrifft, so liegt diese in Südtirol, dem Trentino und in Nordtirol über dem Durchschnitt von 3,9 Tagen.

Hans Berger, stellvertretender Landeshauptmann und Landesrat für Tourismus, bezeichnet die Zahlen als durchaus aufschlussreich. »Die Daten bestätigen auf der einen Seite unsere Strategie, immer stärker in die Qualität des Angebots der gesamten Destination zu investieren, sie zeigen aber auch, dass noch Luft nach oben ist«, so das Urteil Bergers. Verglichen wurden bei der Studie die Tourismuskennzahlen der Schweizer Kantone Tessin, Graubünden und St. Gallen, von Bayern, Vorarlberg, Tirol und Salzburg sowie von Südtirol, Trentino, Sondrio und Belluno. Das Beherber-

gungsangebot im untersuchten Alpengebiet umfasst mehr als 20.000 Betriebe mit mehr als 800.000 Betten. Im Jahr 2010 verzeichneten fast alle Gebiete einen Rückgang an Beherbergungsbetrieben. In den Kantonen Tessin (-1,7 Prozent) und St. Gallen (-2,6 Prozent), sowie in Bayern (-1,6 Prozent) und Tirol (-1,8 Prozent) liegt der Rückgang über dem Durchschnitt der untersuchten Alpenregionen. Südtirol weist ein Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009 auf

und zählt 4.269 gewerbliche Betriebe. Trotz dem Rückgang der Betriebe blieb die Bettenanzahl gleich, bzw. stieg sogar leicht an. Das lässt auf einen Anstieg der mittleren Betriebsgröße schließen. Die Beherbergungsdichte ist in Südtirol mit 20,4 Betten je Quadratkilometer am höchsten. Neben Südtirol weisen auch die österreichischen Bundesländer Salzburg (16), Tirol (15,9) und Vorarlberg (13,8) eine überdurchschnittliche Beherbergungsdichte auf. Nahezu zwei Drittel der Gäste-

Preisverhandlungen in der Ferienhotellerie

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betten werden von den Betrieben der Drei-Sterne-Kategorie (37 Prozent) und der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorien (27,6 Prozent) angeboten. Letztere verzeichnen auch die höchste Bettenauslastung (durchschnittlich 51 Prozent).

Hohes Niveau erreicht Sowohl die Ankünfte (+ 3,5 Prozent) als auch die Nächtigungen (+0,9 Prozent) verzeichnen in dem untersuchten Alpenraum eine Zunahme. Besonders hervor sticht dabei St. Gal-

Betrachtet man die Hauptmärkte, so zeigt sich, dass der Großteil der Touristen aus Deutschland kommt (43,8 Prozent). Dabei ist der Anteil in Vorarlberg (54,7 Prozent), Tirol (45,9 Prozent), Südtirol (45,9 Prozent) und Salzburg (40,2 Prozent) besonders hoch. Landesrat Berger meint in Bezug auf die Zielmärkte Südtirols: »Ich denke, dass wir durch einen noch stärkeren Marktauftritt und eine engere Zusammenarbeit der einzelnen Tourismusgebiete und -organisationen unser Potenzial noch besser ausschöpfen könnten. Kräfte bündeln, Kosten sparen und die Wirksamkeit des Marketings erhöhen muss unsere Devise sein.« pa


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