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2006 – 2017
069
11. Jahrgang · 1 €
277
10. August – 23. August 2017 kanarische inseln
gran canaria
gesundheit
special
Alarmierende Zahlen: 14 Kinder ertrunken
Kanarenumrundung Mit E-Motor
Die bipolare Funktionsstörung
So wird der Sommer noch schöner
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Seiten 14-15
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Forschungsergebnisse
Fischvergiftung durch Mikroalgen Kürzlich wurden in dem renommierten Fachmagazin „Harmful Algae“ die neuesten Erkenntnisse spanischer Wissenschaftler des Ozeanografischen Instituts IEO in Vigo veröffentlicht. Demnach hat man auf Lanzarote und Fuerteventura eine große Konzentration von Mikroalgen festgestellt, die zu einer Art Fischvergiftung namens Ciguatera führen können. Auf den Kanaren wurden fünf verschiedene Dinoflagellaten, oder auch Geißeltierchen, der Spezies Gambierdiscus identifiziert, die das Toxin produzieren können.
IEO
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So sehen die giftigen Mikroorganismen Gambierdiscus unter dem Mikroskop aus.
Teneriffa I Abkommen mit dem WeiSSen Kreuz
Unheilige Allianz: Sex und Tourismus Es ist kaum zu glauben, aber Spanien gehört nicht nur wegen der Sonne und der schönen Strände zu Europas beliebtesten Reisezielen. Auch Sextouristen finden auf der Iberischen Halbinsel ihr Urlaubsparadies. Nach Thailand und Brasilien liegt Spanien derzeit auf Platz Drei des internationalen Sextourismus. Das bestätigte auch der Soziologe Jorge Uroz Olivares, der im Auftrag des spanischen Innenministeriums eine entsprechende Studie leitete. „Spanien entwickelt sich gerade zum Thailand Europas. Es gibt sogar Reiseagenturen, die Spanien direkt als Sex-Paradies anpreisen“, erklärte er vor mehreren in- und ausländischen Medien auf der Basis seiner Studie. Weitere Top-Ten-Länder in Bezug auf Sextourismus sind Indonesien, Kolumbien, Kambodscha, Kenia, die Philippinen und die Dominikanische
Republik sowie als einziges weiteres europäisches Ziel: Holland.
Mehr Geld durch Sex als durch Drogen Die Spanische Regierung schätzt, dass es landesweit über 45.000 Frauen gibt, die sich in mehr als 1.500 Bordellen prostituieren. Dazu kommen zahlreiche Wohnungen, in denen sexuelle Dienstleistungen angeboten werden und die öffentlich kaum in Erscheinung treten. Die Dunkelziffer ist groß. Die meisten Frauen kommen aus Südamerika, Afrika oder den Balkanstaaten. Etwa 90 Prozent werden von ihren Zuhältern zur Prostitution gezwungen und halten sich illegal im Land auf. Genau da sehen Kritiker einen wichtigen Ansatzpunkt. Sex als Urlaubsattraktion – Spanien ist in Europa Nummer Eins für Sextouristen.
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