NR. 35 | 27. August 2015| www.travelinside.ch
Wie krisenresistent ist der Kunde?
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In diversen Ferienregionen kriselt es. Die Buchungssituation unterscheidet sich gemäss Retailern von Destination zu Destination stark.
Die Swiss Travel Awards zeichnen Unternehmen/Marken der Touristikbranche aus. Die Gewinner werden durch eine Online-Umfrage bei ausgewählten A-Reisebüros in der Deutschschweiz mit Kundengeldabsicherung aus der Datenbank der Markus Flühmann AG (Mailinghouse) ermittelt. Wenn Sie den entsprechenden Brief erhalten haben, bitten wir Sie um Teilnahme, um ein repräsentatives Resultat zu garantieren. Die Verantwortung der Befragung liegt bei den Marktforschungs-Spezialisten Dr. Rolf Hintermann und Sonja Wedekind. Am Abend des Swiss Travel Day vom 29. Oktober im Kongresshaus Zürich werden die zehn Swiss Travel Awards verliehen. Infos: www.swisstravelday.ch
Tunesien, Ägypten, Türkei, Griechenland und auch Thailand: In letzter Zeit häufen sich die Negativmeldungen aus den Feriendestinationen. In den Reisebüros kommt es deshalb immer mehr zu Fragen von Kunden zu bestehenden Buchungen. Von Krisenstimmung oder Panikreaktionen kann allerdings nicht die Rede sein. Die Buchungssituation ist zufriedenstellend, wie eine Umfrage von TRAVEL INSIDE bei Schweizer Retailern ergeben hat. «Trotz des rückläufigen Geschäfts für Ägypten gibt es immer noch regelmässig Anfragen», berichtet Roger Camenzind, Geschäftsinhaber der Reisestube Altdorf. Geschätzte 80% davon seien Stammgäste, Neukunden gebe es nur ungefähr 20%. Für Tunesien habe das Reisebüro seit dem Anschlag in Sousse Ende Juni keine einzige Anfrage mehr erhalten. Ähnliches berichten die anderen befragten Reisebüros zur aktuellen Buchungslage für die beiden Destinationen, die man nach Angaben nicht aktiv anbietet.
STMF: Topaktueller Keynote-Referent Programmänderung am Swiss Travel Management Forum (STMF), das am 8. September nachmittags im Dorint Airport-Hotel Zürich stattfindet. Patrick Naef Anstelle von EtihadCCO Peter Baumgartner, der kurzfristig absagte, tritt Patrick Naef als Keynote-Referent auf. Der Divisional Senior Vice President IT der Emirates Group und ehemalige Swiss air-Manager geht in seinem Referat auf die technologischen Entwicklungen ein, die den Flugvertrieb prägen und treiben – gerade im Moment ein hochbrisantes Thema. Anmeldung unter www.stmf.ch.
Die derzeitige Lage der erwähnten Ferienziele spielt – trotz eigener Krisenherde – u. a. der Türkei in die Hände. «Wir haben massiv viele Buchungen für die Südtürkei in den Herbstferien. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach unschlagbar. Andere Destinationen wie die Kanaren
Rund ums östliche Mittelmeer gibt es zurzeit diverse Krisenherde.
können preislich schlicht nicht mithalten, da sie im Schnitt 30% teurer sind», fasst Elmar Gehrig, Filialleiter von Thur Reisen Wil zusammen. Die anderen Retailer berichten von ähnlichen Situationen.
Eine gewisse Verunsicherung gebe es schon: «Wenn wir Rückfragen von Kunden erhielten, bezogen sich diese aber mehr auf Istanbul und weniger auf Badeferien in der Südtürkei», erklärt Ralph Lüll vom Swiss-ExpressReisebüro in Basel. Für Thailand berichtet er, wie auch die anderen Büros, von einer stabilen Nachfrage: «Der Buchungsverlauf hat sich aufgrund der Anschläge bisher nicht verändert.»
Ebenfalls keinen grossen Einfluss auf die Nachfrage nach Griechenland habe die wirtschaftliche Lage oder die Flüchtlingssituation auf Kos. Die Kunden seien zum Teil zwar verunsichert und riefen deswegen an, liessen sich aber gut beruhigen, wenn man ihnen den Sachverhalt ehrlich erkläre. «Ein Kunde hat uns zwar von der brutalen Situation in Kos-Stadt berichtet. Die sonstigen Rückmeldungen waren aber durchweg positiv, auf der restlichen Insel sei nichts zu merken», erzählt Sandra Zwahlen, Filialleiterin des Geo-Tours-Reisebüros in Interlaken. Deshalb konnten bereits letzte Woche wieder Buchungen für die Insel vorgenommen werden. JW/SG Bericht Seite 3
Peter Fankhauser am Swiss Travel Summit Das Programm des diesjährigen Swiss Travel Summit, der am 29. Oktober 2015 nachmittags im Rahmen des Swiss Travel Day im Kongresshaus Zürich zur Durchführung kommt, nimmt Gestalt an. Ein absolutes Highlight steht bereits fest: Seine Teilnahme für ein LiveInterview auf dem «Heissen Stuhl» hat der Schweizer Peter Fankhauser zugesagt. Fankhauser ist seit bald einem Jahr CEO der Thomas Cook Group, dem zweitgrössten europäischen Reiseunternehmen. Der berufliche Werdegang führte Fankhauser über Kuoni in Zürich Ende der 90er-
Jahre nach Deutschland, wo er für Swissair die LTU-Gruppe sanierte. Seit 2001 klettert Fankhauser bei Thomas Cook kontinuierlich die Karriereleiter hoch – nun ist der Topmanager ganz oben angelangt. Man darf gespannt sein, wie diese ausgewiesene Branchen-Persönlichkeit die Perspektiven in der Reiseindustrie einschätzt, mit welcher Strategie er den Herausforderungen für ein führendes Reiseunternehmen im Zeitalter der Digitalisierung begegnen will – und weshalb sich Thomas Cook offenbar kaum gross um die Übernahme Peter der Kuoni-Reiseaktivitäten kümmerte. BE Fankhauser
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