Zeitung der Synagogen Gemeinde zu Magdeburg Газета Синагогальной Общины Магдебурга
SCHALOM
Heil dem Mann, der nicht wandelt im Rate der Frevier, und auf dem Wege der Sünder nicht stehet und im Kreise der Spötter nicht sitzet. Sondern an der Lehre des Ewigen seine Lust hat, und über seine Lehre sinnet Tag und Nacht. Psalm 1, 1 – 2
№20
MAI 2014 / SIWAN 5774
МАЙ 2014 /
Блажен муж, который не ходит на совет нечестивых, и не стоит на пути грешных и не сидит в обществе насмешников. Но в Законе Превечного воля его, и о Законе Его размышляет он день и ночь. Псалм 1, 1 - 2
СИВАН
5774
ЧИТАЕМ В НОМЕРЕ: ШАВУОТ. Жизнь Общины. День Победы. Работа клубов. Страницы истории Магдебурга. Встречи. Живая история. Израиль сегодня, жизнь на поселениях. Литературная гостиная.
Das Wochenfest – 6. bis 7. Siwan 5774 (04. und 05. Juni 2014) An Schawuot feiern wir den Erhalt der Thora. Zunächst möchte ich auf einen Übersetzungsfehler aufmerksam machen: Die „10 Gebote“, wie sie in den meisten Sprachen genannt werden, heißen auf Hebräisch: עשרת הדיברות, Asseret ha Dibrot. Die 10 Aussprüche, die 10 Worte, die nach jüdischer Überlieferung nicht nur 10 Gebote enthalten, sondern mindestens 13 Gebote und mehr. Diese 10 Aussprüche wurden direkt von G“tt an das gesamte Volk gerichtet, aber alle 613 Ge- und Verbote, die wir in der Thora finden, wurden Mosche am Berg Sinai gegeben. Die Feiertage von Pessach und Schawuot sind miteinander verbunden: Pessach markiert unsere physische Befreiung (den Auszug aus Ägypten und die Geburt der jüdischen Nation) und an Schawuot erhielten wir die Tora - die spirituelle Essenz und geistige Befreiung des Jüdischen Volkes. Um diese Verbindung besonders hervorzuheben, zählen wir jeden einzelnen der 49 Tage zwischen diesen beiden Feiertagen. Diese Zahlen, genannt Sefirat HaOmer, drückt unser eifriges Zuvorkommen beim Erhalt der Tora aus. Das Zählen beginnt am zweiten Abend von Pessach, unmittelbar nach Einbruch der Nacht und wird von da ab jeden Abend fortgesetzt. In der Zeit, als unser Tempel in Jerusalem noch stand, hatten wir die Pflicht, drei Mal im Jahr an den Wallfahrtsfesten nach Israel zu pilgern.