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Liebe Leserin, lieber Leser «Geits no», fragen sich wahrscheinlich einige von Ihnen. «Was hat eine Story ĂŒber Sextoys im âčnatĂŒrlichâș verloren?» Nun, Sex ist natĂŒrlich und bereichert unser Leben â und die passende Accessoire-Branche boomt seit Jahren wie verrĂŒckt. Mit «Schmuddelecke» hat das alles lĂ€ngst nichts mehr zu tun, wie ein paar Zahlen dazu zeigen:
70 Millionen Mal hat sich «50 Shades of Grey» verkauft; 400 Millionen Franken hat der auf dem miserabel geschriebenen Buch basierende Film eingespielt; Jahr fĂŒr Jahr schreibt die Sexspielzeug-Branche steigende UmsĂ€tze und Gewinne, teils im zweistelligen Prozentbereich; HĂ€ndler wie Magic-X, Beate Uhse, Orion, Amorana und KissKiss verkĂŒnden begeistert, dass Frauen mittlerweile 75 Prozent der Kundschaft ausmachen âund schalten TV-Spots bereits im Nachmittagsprogramm. GeschĂ€tzt liegt in jedem dritten Schweizer Schlafzimmer mindestens ein erotisches Spielzeug herum. FĂŒr uns vom «natĂŒrlich» ist das Grund genug zu fragen: Wie umweltfreundlich oder hautvertrĂ€glich sind diese Sextoys eigentlich, denn Umweltschutz und GesundheitsprĂ€vention hören nicht vor der SchlafzimmertĂŒre auf. Und was steigert die Lust mehr als ein reines Gewissen ⊠In diesem Sinne wĂŒnsche ich Ihnen einen nachhaltig lustvollen Sommer.
Herzlich, Ihr Chefredaktor
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43 Remo Vetters KrÀuter gegen Kohlweissling & Co.
12
Wie gefÀhrlich sind Amalgam und Co.?
16 So aktivieren Sie
Ihre SelbstheilungskrÀfte
20 Sabine Hurni ĂŒber Reisedurchfall
22 Sabine Hurni beantwortet Leserfragen
25 Heilpflanze des Monats: Lavendel
26 Bald erntereif: die ersten Ăpfel
30 Apfelrezepte â sĂŒss und deftig
32 Wieso Frauen die besseren Bierbrauer sind
36 Blitz und Donner: Was tun bei Sommergewittern?
38 Faszination Höhlen
Wandern ĂŒber Wellen aus Stein
50 Liebe ohne Reue: nachhaltiges Sexspielzeug 54 Hilfe, ich werde pensioniert! Vorbereitung auf den (Un-)Ruhestand
Augenblick 8 Aktuell und Wissenswert
49 Wettbewerb
53 Markt-News
57 Gedankensplitter
62 Markt-Aktiv
64 RĂ€tsel
65 Vorschau
66 Carte Blanche
Vom Schwimmen in Seen und FlĂŒssen
Im bleichen Sommer, wenn die Winde oben
Nur in dem Laub der grossen BĂ€ume sausen
Muss man in FlĂŒssen liegen oder Teichen
Wie die GewÀchse, worin Hechte hausen.
Der Leib wird leicht im Wasser. Wenn der Arm
Leicht aus dem Wasser in den Himmel fÀllt
Wiegt ihn der kleine Wind vergessen
Weil er ihn wohl fĂŒr braunes Astwerk hĂ€lt.
Bertold Brecht (1898 â 1956)
ERNĂHRUNG
Glutenfreie Lebensmittel sind Kalorienbomben
PRODUKTE OHNE GLUTEN SIND IM TREND. Dabei sind sie nur wichtig fĂŒr Menschen, die Gluten nicht vertragen. Alle anderen sollten die Finger davon lassen. Denn eine neue Studie zeigt: Glutenfreie Produkte sind nicht nur teurer, sondern auch weniger gesund. Sie enthalten bis zu dreimal weniger Eiweiss, aber mehr Fett und somit mehr Kalorien. Damit steige das Risiko, ĂŒbergewichtig zu werden, warnen spanische Wissenschaftler. Sie hatten ĂŒber 1300 Produkte mit und ohne Gluten verglichen. Glutenverzicht kann aus einem weiteren Grund schĂ€dlich sein, wie die Auswertung zweier Langzeitstudien an der Columbia University und der Harvard School of Medicine zeigt: Viele Verbraucher reduzieren damit auch ihren Vollkornverzehr, der als herzschĂŒtzend gilt. krea
Krafttraining schĂŒtzt vor Osteoporose
RegelmĂ€ssiges Krafttraining kann vor Osteoporose schĂŒtzen. Das fanden USForscher der UniversitĂ€t von Missouri in Columbia heraus. Gewicht- und SprungĂŒbungen bremsen demnach das knochenhemmende Protein Sklerostin und regen gleichzeitig das knochenwachstumsfördernde Hormon IGF-1 an. Um Knochenschwund vorzubeugen, rĂ€t Studienautorin Pamela Hinton daher, nicht nur Sportarten wie Rad fahren oder Schwimmen zu betreiben, die das HerzKreislauf-System stĂ€rken, sondern auch gezielte Ăbungen zur KnochenstĂ€rkung durchzufĂŒhren. MM
MUNTERMACHER
CaffÚ Mocha schÀrft die Aufmerksamkeit
WER KONZENTRIERT und wach bleiben möchte, sollte zum CaffÚ Mocha greifen. Denn die Kombination von Kaffee beziehungsweise Koffein mit Schokolade oder Kakao ist nach neuesten Erkenntnissen ein Muntermacher par excellence. Dies entdeckten Wissenschaftler der Clarkson University in Potsdam (USBundesstaat New York). MM
FAST ALLE HOTELS und Restaurants bieten mittlerweile drahtloses Internet an. Das schĂ€tzen aber nicht alle GĂ€ste. FĂŒr solche, die sensibel auf Elektrosmog reagieren, kann der Aufenthalt zur Qual werden. Auf der Website www.hotels-ohne-wlan.com sind WLAN-freie
Hotels und Restaurants gelistet, in der Schweiz bislang 7, in Deutschland 60. Neue Angebote kommen laufend dazu. krea
Musik lindert Schmerzen nach RĂŒcken-OP
Musik kann Schmerzen nach einer Operation an der WirbelsĂ€ule verringern und so das Wohlbefinden der Patienten spĂŒrbar verbessern. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung am Mount Sinai Health System in New York City. Dabei erhielten 30 Patienten innerhalb von 72 Stunden nach dem Eingriff zusĂ€tzlich zur Standardversorgung eine 30-minĂŒtige Musiktherapie: Die Patienten hörten entspannende Musik und nahmen am gemeinsamen Singen und / oder Trommeln teil. Wie sich herausstellte, waren die postoperativen Schmerzen in der Kontrollgruppe mit Standardversorgung leicht gestiegen, dafĂŒr aber unter der Musiktherapie deutlich gesunken. MM
Herzrisikopatienten zur Darmspiegelung
Patienten mit erhöhtem Risiko fĂŒr koronare Herzkrankheiten haben auch ein erhöhtes Risiko fĂŒr Darmkrebs, denn beide Erkrankungen haben Ă€hnliche Risikofaktoren: Fettleibigkeit, Rauchen, Bewegungsmangel, schlechte ErnĂ€hrungsgewohnheiten, fortgeschrittenes Alter und Diabetes mellitus Typ 2. Betroffene sollten deshalb zur DarmkrebsfrĂŒherkennung, auch wenn keine Symptome vorliegen, raten die Autoren einer kĂŒrzlich publizierten Studie, die von Forschern am UniversitĂ€tsspital ZĂŒrich durchgefĂŒhrt wurde. Ars Medici
Mmmh, GLACE!
Mmmmh, lecker! Glace gehört im Sommer einfach dazu. Milch- und Fruchteis sind sogar gesund: Sie enthalten wertvolle NĂ€hrstoffe und helfen den FlĂŒssigkeitsbedarf an heissen Tagen zu decken.
Ob Vanille oder Erdbeere: Eis ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. So enthĂ€lt Milchspeiseeis alle guten NĂ€hrstoffe, die auch in der Milch stecken, vor allem Vitamine, Eiweiss und Kalzium. Bei Fruchteis kommen je nach Sorte noch weitere Vitamine und NĂ€hrstoffe hinzu. Eine Kugel enthĂ€lt lediglich 100 bis 140 Kilokalorien â wer es nicht ĂŒbertreibt, braucht also eine Gewichtszunahme nicht zu befĂŒrchten. Weiteres Plus: Mit Eis kann man an heissen Tagen die FlĂŒssigkeitszufuhr erhöhen â das ist ideal fĂŒr alle, die sonst zu wenig trinken.
Hier die besten Tipps fĂŒr ein gesundes Eis-VergnĂŒgen:
⹠Meiden Sie Sorten, die mit Farbstoffen bunt gefÀrbt sind oder bei denen das Milchfett durch gehÀrtetes Pflanzenfett ersetzt wurde.
âą Wer auf seine Figur achten muss, sollte auf Sahne-, Nussoder Schokoladeneis besser verzichten und stattdessen Joghurteis oder Fruchtsorbets bevorzugen.
âą Legen Sie Eis immer zuletzt in den Einkaufswagen. Beim Transport schĂŒtzen KĂŒhl- und Isoliertaschen mit Eispacks vor dem Auftauen.
âą Angetautes, flĂŒssiges Milchspeiseeis sollten Sie wegen der Salmonellengefahr nicht mehr essen. Vorsicht auch bei einer Schicht aus weissen Eiskristallen â sie sind ein Anzeichen dafĂŒr, dass das Eis schon einmal angetaut war.
âą Eine gesunde, preiswerte Leckerei fĂŒr Kinder ist Fruchtsaft, der in Eisförmchen oder Puddingbecher gefĂŒllt und tiefgefroren wird.
âą Um Eis selber herzustellen, braucht man nicht unbedingt eine Eismaschine. Rezeptvorschlag: 125 g Sahne- oder Vanillejoghurt, 2â6 TL Zucker oder Xucker (Birkenzucker) und 50 g pĂŒrierte frische FrĂŒchte mit dem Mixer verquirlen; in einen tiefkĂŒhlgeeigneten BehĂ€lter abfĂŒllen und mehrere Stunden ins Gefrierfach legen. MM/krea
Am 7. August können wir eine partielle Mondfinsternis beobachten. Dabei tritt der Vollmond bereits um 19.22 Uhr in den Kernschatten der Erde ein. Den Beginn dieser Finsternis können wir allerdings noch nicht sehen, da der Mond erst um 20.41 Uhr aufgeht. Die Sonne geht an diesem Tag um 20.51 Uhr unter. Der Vollmond ist wÀhrend des Aufgangs unten deutlich sichtbar abgedunkelt. Um 20.21 Uhr ist das Maximum der Finsternis erreicht, wobei der Mond etwa zu einem Viertel verfinstert sein wird. Rund eine Stunde spÀter (um 21.19 Uhr) tritt der Mond wieder aus dem Kernschatten der Erde heraus. Wenn das Wetter mitspielt, verspricht das Beobachten des verfinsterten Mondaufgangs an
einem lauen Augustabend ein spektakulÀres Ereignis zu werden.
Zwei Wochen spĂ€ter âam 21. August â findet eine totale Sonnenfinsternis statt, die durch Nordamerika verlĂ€uft. Es ist die Nachfolgefinsternis der mitteleuropĂ€ischen Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 im Saroszyklus. Dieser Zyklus ist eine relativ lange Reihe von Sonnen- oder Mondfinsternissen mit der Folge, dass sich zwei in dieser Reihe aufeinanderfolgende Finsternisse in der Zeitdauer und von der Geometrie her wenig unterscheiden. Es ist der Zeitraum von 18,03 Jahren, innerhalb dessen eine Finsternis an ungefĂ€hr derselben Stelle im Tierkreis wieder auftritt.
Andreas Walker
Der Rest vom Fest
Rund ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel wird verschwendet. Das entspricht pro Jahr rund zwei Millionen Tonnen Nahrungsmitteln. Auch an den rund 15 Streetfood-Festivals der Schweiz landen Tonnen einwandfreier Lebensmittel im MĂŒll. Einen Teil davon sammeln Mitglieder der Jungen Wirtschaftskammer Schweiz, kurz «JCI», ein und verteilen diesen an Non-Profit-Organisationen vor Ort, welche die Ware noch sinnvoll einsetzen können. krea
FOOD WASTE II
Bier aus Brot
«Genuss beginnt mit WertschĂ€tzung, auch fĂŒr AlltĂ€gliches», sagt Dominic Meyerhans von der Meyerhans MĂŒhlen AG in Weinfelden. «Wir sind es gewohnt, zu jeder Tageszeit eine grosse Auswahl an frischgebackenem Brot zu haben. Darum bleibt rund jeder vierte Laib unverkauft.» Er sammelt dieses Brot, lĂ€sst es trocknen und mahlen und braut dann Bier daraus. Das Brot ersetze etwa 30 Prozent des Braumalzes. Acht Tonnen ergeben etwa tausend Hektoliter «Damn Good Bread Beer» («Verdammt gutes Brotbier»). Seit Mai ist es schweizweit in BĂ€ckereien und Confiserien erhĂ€ltlich. Auch die Basler Brauerei «Unser Bier» hat jĂŒngst ein Brotbier lanciert. krea
Konzerne wollen Kontrolle vom Korn bis zum Krug
Das EuropĂ€ische Patentamt hat den Grossbrauereien Carlsberg und Heineken 2016 mehrere Patente fĂŒr GerstenzĂŒchtungen und das daraus hergestellte Bier erteilt. UnabhĂ€ngige Brauereien dĂŒrfen diese nicht mehr nutzen. Die Organisationen Swissaid, Public Eye und ProSpecieRara fordern nun BundesrĂ€tin Simonetta Sommaruga in einem offenen Brief zum Handeln auf: Die Justizministerin mĂŒsse beim EuropĂ€ischen Patentamt auf ein Verbot der Patentierbarkeit von PflanzenzĂŒchtungen hinwirken. Auf www.no-patents-on-beer.org kann man die Kampagne unterstĂŒtzen. Mehr zum Thema Bier auf Seite 32. krea
TIPP DES MONATS
Grillieren ohne Aluminium
Mariniertes Fleisch, GrillkĂ€se, Tomaten und andere sĂ€urehaltige sowie salzige Lebensmittel â auch Fertiggerichte wie ChĂ€schĂŒechli â haben nichts in Alufolie oder -schalen zu suchen â weder zur Aufbewahrung noch zur Zubereitung.
Denn Salz und SĂ€ure können Aluminiumionen aus der Folie lösen, so dass diese zunĂ€chst ins Grillgut und dann in den Körper gelangen, wo sich das Aluminium ĂŒber die Jahre anreichern kann. Aluminium steht im Verdacht, das Nervensystem, den Knochenaufbau, die Lunge und die Fruchtbarkeit negativ zu beeinflussen (siehe S. 12).
Besser sind Grillschalen aus Edelstahl, Keramik oder Gusseisen; fĂŒr Fisch und GemĂŒse gibt es auch praktische Grillgitter im Handel; das Grillgut kann man auch auf Spiesse stecken oder auf Kohl-, Mangold-, Rhabarber- oder BananenblĂ€ttern grillieren, die BlĂ€tter mĂŒssen dazu reichlich mit Ăl bepinselt sein; beim sogenannten Plankengrillen werden gewĂ€sserte Bretter aus Zedernoder Buchenholz verwendet. krea
... so wird das Wetter im Juli
Im Juli ist das Wetter anfĂ€nglich noch recht gemischt, wenig sonnig. Nach der ersten Woche setzt sich aber heisses, trockenes Wetter durch. Nun wird es auch in den NĂ€chten warm, aber nicht schwĂŒl. Grosse Trockenheit.
... so wird das Wetter im August
Der August ist in der ersten HÀlfte bestÀndig. Schönes Sommer- und Badewetter. Gegen Mitte des Monats folgen ein paar Regentage, die aber rasch wieder dem schönen Wetter Platz machen. Nicht mehr ganz so heiss wie im Juli.
Bauernregel Juli und August
«Bringt der Juli heisse Glut, gerÀt auch der September gut.»
Statistiken zeigen, dass in zwei von drei FĂ€llen einem zu warmen Juli ein zu warmer September folgt.
«Augustsonne, die schon frĂŒh brennt, nimmt nachmittags kein gutes End.»
Wenn es bereits am Vormittag heiss und schwĂŒl ist, folgt oft am Nachmittag oder Abend ein Gewitter, das auch Hagel mit sich bringen kann.
+ Ob der 100-jÀhrige Kalender recht gehabt hat, lesen Sie auf www.natuerlich-online.ch/wetter
WIE GEFĂHRLICH IST AMALGAM IM MUND? QUECKSILBER GILT ALS HOCHGIFTIGES SCHWERMETALL. ES KANN SICH IM KĂRPER ANREICHERN UND ZU ALLERLEI GESUNDHEITLICHEN BESCHWERDEN FĂHREN.
Text: ANJA SPEITEL
Ist Quecksilber, das als SondermĂŒll entsorgt gehört, im Mund wirklich ungefĂ€hrlich?
Amalgam ist eine Metalllegierung aus Silber, Zinn, Kupfer, Zink und 50 Prozent Quecksilber. Letzteres gilt als hochgiftiges Schwermetall. Dennoch trĂ€gt die Schweizer Bevölkerung schĂ€tzungsweise noch immer gut zehn Tonnen Amalgam im Mund. Und es wird, wenn auch nur in sehr wenigen FĂ€llen, weiterhin eingesetzt, um Löcher in ZĂ€hnen zu stopfen. Amalgam kommt heute in weniger als einem Prozent aller neuen FĂŒllungen zum Einsatz, schĂ€tzt die Schweizerische ZahnĂ€rzte-Gesellschaft (SSO). Eine aktuelle Statistik fĂŒhrt der Verband nicht. Auch das Heilmittelinstitut Swissmedic erfasst nicht, wie viel Amalgam als ZahnfĂŒllstoff eingesetzt wird. Immerhin gibt es eine EU-Bio-Studie von 2012 zum Thema: Die Verfasser schĂ€tzten den zahnĂ€rztlichen Quecksilberverbrauch in der EU auf 75 Tonnen pro Jahr.
Schon erstaunlich, ist Amalgam doch als SondermĂŒll zu entsorgen, sobald es aus dem Mund raus ist!
SondermĂŒll im Mund ungefĂ€hrlich?
«Amalgam im Mund ist nicht gefĂ€hrlich», erklĂ€rt die SSO. «Nur das Entfernen sollte mit einem Amalgamabscheider passieren.» Viele Schweizer wollen ihr Amalgam loswerden: 150 bis 350 Kilo werden jĂ€hrlich entfernt, schĂ€tzt die SSO. Seit 1993 habe jede Behandlungseinheit in der Schweiz als «Sicherheitsmassnahme» einen Amalgamabscheider. DarĂŒber hinaus muss jede Praxis eine professionelle sachgerechte Entsorgung von amalgamkontaminiertem Material, z. B. Watterollen oder Papierservietten, sicherstellen. «Damit wird gewĂ€hrleistet, dass kein Amalgam bzw. Quecksilber in die Umwelt gelangt», verlautbart die SSO. Ist Quecksilber, das als SondermĂŒll entsorgt gehört, im Mund tatsĂ€chlich ungefĂ€hrlich?
Am 14. MĂ€rz 2017 hat das EuropĂ€ische Parlament entschieden, dass Amalgam ab 1. Juli 2018 bei Kindern bis 15 Jahren sowie Schwangeren und stillenden Frauen nur noch in absoluten Ausnahmen als ZahnfĂŒllung genutzt werden darf. Ăber ein endgĂŒltiges EU-weites Verbot wird weiter diskutiert. Seit 150 Jahren werden die möglichen Auswirkungen von Amalgam auf den Organismus kontrovers diskutiert. Einige LĂ€nder haben den Gebrauch von Quecksilber wegen Gesundheitsrisiken und Umweltbelastung schon gĂ€nzlich untersagt oder zumindest stark eingeschrĂ€nkt: Als erstes Schweden und Norwegen, dann auch DĂ€nemark, Japan und Russland. In der Schweiz kam das Thema «Verbot von Quecksilber in ZahnfĂŒllungen» zuletzt 2009 als Motion an den Bundesrat auf den Tisch. Doch der lehnte ab: Ein solches Verbot sei aus GrĂŒnden des Gesundheitsschutzes nicht
zu rechtfertigen. Bis heute ist es bei dieser Ansicht geblieben.
Nichtsdestotrotz engagiert sich die Schweiz dafĂŒr, den Umgang mit dem giftigen Stoff global zu regeln, indem sie z. B. 2013 zu der abschliessenden Aushandlung des internationalen Quecksilber-Abkommens (Minamata-Konvention) beitrug.
Quecksilber kann sich im Körper anreichern
Das multilaterale Umweltabkommen trĂ€gt den Namen der Stadt, die am stĂ€rksten unter der toxischen Wirkung von Quecksilber zu leiden hatte: In der japanischen KĂŒstenstadt Minamata erlitten Mitte der 1950erJahre Tausende Menschen schwerste GesundheitsschĂ€den, nachdem ein Chemiekonzern ĂŒber lange Jahre quecksilberhaltiges Abwasser in die der Stadt vorgelagerte Bucht geleitet hatte. Viele Menschen starben an den Folgen der Schwermetallvergiftung. Die sogenannte Minamata-Krankheit fĂŒhrt unter anderem zu LĂ€hmungen, Missbildungen, Organ- und NervenschĂ€den sowie zur SchĂ€digung des Immunsystems.
Einige der Folgen einer Quecksilbervergiftung bekam auch Urs Senn* zu spĂŒren: Der heute 72-JĂ€hrige arbeitete fast 40 Jahre als Zahnarzt in Solothurn. «Bei der Amalgamverarbeitung steigen DĂ€mpfe auf. Ich war vor 25 Jahren zwar der erste in Solothurn, der keine neuen AmalgamfĂŒllungen mehr eingesetzt hat, doch habe ich noch sehr viele entfernt. Ab 2000 zeigten sich allmĂ€hlich Vergiftungssymptome», berichtet Senn. Ihn plagten SchwindelanfĂ€lle, chronische Heiserkeit und er verlor seinen Geschmacksund Geruchssinn. «Ich war auch oft erkĂ€ltet, bekam Haarausfall, Kopfschuppen und Fusspilz.» Dann: ein Tinnitus! Und bei jeder Kopfbeugung spĂŒrte er ein Kribbeln, das sich ĂŒber den RĂŒcken bis in die Beine zog. «Ich war zunehmend energielos, völlig erschöpft.»
Simon Feldhaus ist Facharzt fĂŒr Allgemeinmedizin sowie Heil praktiker und TCM-Therapeut bei der Paramed AG.
Simon Feldhaus, kann man sich im Alltag vor Schwermetallen schĂŒtzen?
Leider kaum. Schwermetalle sind durch die Umweltverschmutzung in der Nahrungskette weit verbreitet. Durch verseuchten Regen kann selbst BiogemĂŒse Schwermetalle enthalten. Dennoch sollte man es wĂ€hlen, um sich nicht noch mehr Belastungen auszusetzen. Weil die grossen Meere verseucht sind, enthĂ€lt besonders Fisch oft Schwermetalle. Darum immer gut auf die Herkunft achten. Kommt der Fisch etwa aus dem Vierwald stĂ€ttersee, wird er kaum belastet sein. Es gibt sogar schon Shrimps, die in der Schweiz gezĂŒchtet werden, garantiert frei von Schwermetall.
Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist heute wichtiger denn je?
Sicher. Es kann ja so viel KĂŒnstliches und Chemisches in unserem Essen sein! Doch selbst Naturprodukte kann man versauen. Es ist eine Katastrophe, Fisch, Fleisch oder GemĂŒse in Aluschalen oder Alufolie auf den Grill zu legen!
Wie sieht es mit Aluminium in Deos oder Kaffeekapseln aus?
Wenn Sie nur einen in Alufolie gegarten Maiskolben vom Grill verspeisen, nehmen Sie eine Alu-Dosis zu sich, die drei Jahren tĂ€glicher Deonutzung entspricht. Alu-Kaffeekapseln sind wiederum problematischer, denn durch das AufbrĂŒhen kann Aluminium freigesetzt werden. Selbst Joghurtdeckel aus Aluminium sind nicht unbedenklich, da die MilchsĂ€uren das Metall lösen können, sodass es ins Joghurt gelangen kann. Daher sollte man immer besser zu alufreien Produkten greifen.
Ganz vermeiden kann man die Aufnahme von Schwermetallen aber nicht. Was also tun? Ja, das ist leider so. Schwermetalle sind ein Problem der modernen Gesellschaft. Der schlechte Umgang mit der Umwelt schlĂ€gt auf uns zurĂŒck. Deshalb macht es Sinn, die individuelle Belastung ab einem Alter von 50 Jahren testen zu lassen; wenn Demenz in der Familie vorkommt, besser schon ab 40. Quasi wie eine Inspektion beim Auto. Alle fĂŒnf Jahre nach der Schwermetallbelastung schauen und nötigenfalls ausleiten, ist die einzige Möglichkeit, um sich vor den vielfĂ€ltigen Folgen einer Vergiftung zu schĂŒtzen.
www.paramed.ch
Vortrag «Krank durch Elektrosmog, Erdstrahlen oder Magnetfeld?», Termin auf Seite 63
Die zunehmende Metallbelastung der Menschen beschrÀnkt sich indes nicht auf Quecksilber. Insbesondere auch Blei und Cadmium können krank machen. Aber auch Silber, Platin, Palladium, Gold (alles oft in Zahngold enthalten), Thallium, Eisen, Mangan, MolybdÀn, Kupfer, Nickel, Beryllium oder das radioaktive Uran spielen eine bedeutende Rolle bei unzÀhligen Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt, SchlaganfÀlle, Alzheimer, Parkinson, chronische Schmerzen, Depressionen und Burn-out, AD(H)S, Diabetes, Autoimmunerkrankungen.
UnspeziïŹsche Warnzeichen
Seine vielfĂ€ltigen Beschwerden brachte Urs Senn lange nicht mit der hohen Quecksilberbelastung in seinem Job in Verbindung. Und auch die vielen Ărzte nicht, die er ab 2008 aufsuchte, weil es ihm immer schlechter ging. Fast wĂ€re er verzweifelt, als sie Multiple Sklerose vermuteten und somit die nĂ€chste Runde Ărztemarathon einlĂ€uteten. «Aber ich wollte nicht mehr von Allgemeinmediziner zu Allgemeinmediziner. Deshalb suchte ich intensiv nach Alternativen. So landete ich im Herbst 2012 bei Paramed.»
Im komplementĂ€rmedizinischen Zentrum in Baar haben die Ărzte viel Erfahrung mit Vergiftungen durch Schwermetalle. «Von Symptomen her darauf zu schliessen, ist fast unmöglich», weiss Simon Feldhaus, Ă€rztlicher Leiter bei Paramed. «Denn die Beschwerden, die Quecksilber, aber auch andere Metalle wie Blei, Cadmium, Chrom, Arsen und heutzutage vor allem auch Aluminium auslösen können, sind sehr unspeziïŹsch. Manche Menschen spĂŒren lange gar nichts und plötzlich schlĂ€gt z. B. eine schwere Nervenerkrankung zu. Auch das macht Schwermetalle so gefĂ€hrlich â möglicherweise erkennt man eine Belastung jahrelang nicht.»
Einen Kaffee aus Alukapseln wĂŒrde ich nie trinken.
«Die Ausleitung von Schwermetallen ist nicht ungefÀhrlich.»
AbklÀrung und Ausleitung
Entscheidend ist eine fachlich fundierte AbklĂ€rung: In der Regel werden eine spezielle Haar-Analyse und der sogenannte Chelat-Test mit DimercaptopropansulfonsĂ€ure (DMPS) fĂŒr die Diagnose eingesetzt. Dazu wird einmalig intravenös ein DMPSMedikament wie Dimaval gespritzt. Vor und nach der Gabe wird der Urin auf Schwermetalle untersucht. «Diese Tests sind aktueller, von der WHO anerkannter Standard», sagt Feldhaus. «Und sonst nichts! Doch immer mehr unseriöse Methoden zum AufspĂŒren von Schwermetallen drĂ€ngen auf den Markt», warnt der Arzt. Und gibt zu bedenken: «Der Chelat-Test kann mit Nebenwirkungen verbunden sein. Der Nachweis und die Ausleitung von Schwermetallen ist nicht ungefĂ€hrlich und gehört ausschliesslich in die HĂ€nde erfahrener Mediziner. Man sollte das nie alleine versuchen!»
Wird eine erhöhte Schwermetallbelastung des Körpers festgestellt, kommen zur Ausleitung ebenfalls Chelate zum Einsatz. «Je nach Schwere der Vergiftung oral oder als Infusion. Meist dauert diese Therapie zwischen drei und neun Monaten», erklĂ€rt Feldhaus. «Da Chelate jedoch alle Metalle im Körper binden, ist es sehr wichtig, jene vom Körper benötigte, wie Zink, Eisen oder Kupfer parallel zur Ausleitung zuzufĂŒhren. Rund alle vier Wo-
chen sollten Blutanalysen durchgefĂŒhrt werden, um einen Mangel sicher erkennen und schnell gegensteuern zu können.»
Schwermetalle sind allgegenwÀrtig
Bei Urs Senn war die Quecksilbervergiftung so massiv, dass er fĂŒr zwei Jahre Chelat-Infusionen bekam. «Im ersten Jahr wöchentlich, dann alle zwei Wochen. Ich reagierte darauf zwar immer mit massiven SchwĂ€cheanfĂ€llen, doch von Infusion zu Infusion nahmen meine Beschwerden ab. Nach zwei Jahren waren alle Symptome verschwunden.»
Zur Vorbeugung einer neuerlichen Schwermetallbelastung nimmt er jedoch immer noch Chelate ein. Denn Quecksilber und Co. kann in die Nahrungskette gelangen. «Fisch habe ich seit Jahren nicht mehr gegessen», sagt Senn. «Ich verwende keine Alufolie oder Deo mit Aluminium. Und einen Kaffee aus Alukapseln wĂŒrde ich nie trinken!» â
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Selbstbetrachtung und Selbsterkenntnis
Es gibt zig Beispiele fĂŒr die imposanten SelbstheilungskrĂ€fte des menschlichen Körpers. Das System Mensch regeneriert und repariert sich permanent selbst. Enzyme beseitigen Defekte in der Erbsubstanz DNA. Immer wieder werden Zellen erneuert, allein in der Haut etwa eine Milliarde pro Tag. Und die innere Schicht des DĂŒnndarms erneuert sich alle drei Tage vollstĂ€ndig. Verletzen wir uns, mobilisiert der Körper zusĂ€tzliche SelbstheilungskrĂ€fte: Er kittet die Haut oder lĂ€sst Knochen zusammenwachsen. Die meisten Erkrankungen ĂŒberwindet der Körper ganz alleine. Oft ist es sogar besser, wenn der Arzt nichts unternimmt. So plĂ€dieren die amerikanischen Medizinerinnen Deborah Grady und Rita Redberg im Fachmagazin «Archives of Internal Medicine» fĂŒr weniger medizinische Versorgung, weil es dann zu einer besseren Genesung komme. Immer wieder ĂŒberwögen die Nebenwirkungen von Medikamenten und Behandlungsmethoden deren Nutzen.
Was Kranken hilft, nutzt auch Gesunden: Auch sie können ihre SelbstheilungskrĂ€fte stĂ€rken, indem sie ihre persönlichen Gesundheitsquellen entdecken. Das kann jeder fĂŒr sich selbst tun, indem er einfache Fragen beantwortet:
âą Wie gehe ich mit Stress um?
âą Was hilft mir, mich zu entspannen?
âą Was macht mir Freude?
âą Welche Lebensmittel bekommen mir besonders gut, welche nicht?
âą Wie viel Schlaf brauche ich?
Wer das Thema aufmerksam verfolgt, wird ĂŒberrascht sein, wie Ă€hnlich die letztlich auf Beobachtung fussenden Theorien zur Selbstheilungskraft ĂŒber die Jahrhunderte bleiben. So postulierte Paracelsus den «Inneren Archaeus» â eine organisierende und formbildende innere Kraft, die als ideelles Vorbild des Lebewesens auch lenkend und heilbringend in die Gesundung bei Krankheit eingreifen kann. Das Konzept Ă€hnelt verblĂŒffend der derzeitig modernen genetischen Theorie, derzufolge die im Erbgut jeden Zellkerns aller lebenden Wesen verschlĂŒsselten Informationen («Genotypus») ihr Erscheinungsbild («PhĂ€notypus») prĂ€gen. Und zudem eine erfreuliche FĂŒlle an Reparaturmechanismen vorsehen, die bei Störungen und Abweichungen des PhĂ€notypus vom Genotypus (also Krankheit) anlaufen.
DAS IMMUNSYSTEM TRAINIEREN
WĂ€hrend die Begriffe «Selbstheilungskraft» und «SelbstheilungsfĂ€higkeit» in der Schulmedizin zumindest hierzulande kaum ErwĂ€hnung finden, werden sie in bestimmten Bereichen der KomplementĂ€r und Alternativmedizin (KAM) eher ĂŒberstrapaziert. Doch was hat es mit dem in der Heilkunde und allen Schulen der Medizin zentralen Konzept der Selbstheilung auf sich?
Wohl alle kennen das Paradebeispiel: die bis zu viermal jĂ€hrlich auftretenden «ErkĂ€ltungen», auch «grippaler Infekt» genannt. Dabei befallen uns irgendwelche Erreger, die unsere SchleimhĂ€ute in den Atemwegen infizieren und oft unangenehme Abwehrreaktionen und Heilungsversuche auslösen: Rötungen, Schwellungen, Schleimsekretionen, allgemeines Unwohlsein, Fieber. Innert zwei Wochen ĂŒberwinden die körpereigenen Abwehr und Reparaturmechanismen die «Angreifer» von selbst, ohne jegliche medikamentöse Hilfe. Dennoch schafft es die Pharmaindustrie, zahllose «Grippe»ÂMedikamente auf den Markt zu bringen. Aber auch ohne Medikamente sinkt die Virenlast, die Beschwerden verschwinden und die Schleimhaut heilt vollstĂ€ndig aus (lat. «restitutio ad integrum»). Ăbrig bleibt eine verstĂ€rkte Kompetenz des Abwehrsystems gegenĂŒber Krankheitserregern, weshalb eine ErkĂ€ltung auch als «Schule des Abwehrsystems» bezeichnet wird â zumindest wenn man auf synthetische Medikamente verzichtet.
DER «INNERE ARCHEUS»
Die grundlegenden Mechanismen fĂŒr die Erkennung und Kontrolle von Erregern, fĂŒr die Auslösung von Abwehr und Hilfsmassnahmen und schliesslich fĂŒr die Reparatur von infektions und entzĂŒndungsbedingten SchĂ€den sind Ausdruck der fundamentalen SelbstheilungsfĂ€higkeit des Organismus. Je nach philosophischer oder theologischer Ausrichtung hat sich diese FĂ€higkeit im Laufe der Evolution ĂŒber Milliarden Jahre bei allen Lebewesen entwickelt und/oder wurde uns von Gott geschenkt.
VerblĂŒffend ist auch, dass bereits das Erbgut selbst, also die Chromosomen im Zellkern, eine Vielzahl von Reparaturmechanismen besitzen, mit denen die sekĂŒndlich, stĂŒndlich oder tĂ€glich auftretenden SchĂ€den am Erbgut mehrheitlich erkannt und korrigiert werden können. Selbstheilung ist also eine permanente, meist unbemerkte DauertĂ€tigkeit in unserem Organismus. Entsprechend des MikrokosmosÂMakrokosmosÂKonzeptes von Paracelsus besitzt also auch diese unterste Ebene der Lebensorganisation bereits einen inneren Archaeus â genauso wie alle ĂŒbergeordneten Zellen, Gewebe, Organe und ganze Organismen (wobei aus naturwissenschaftlicher Sicht die genetische Information im Zellkern letztlich der materielle Ausdruck eben dieses «ideellen» Archaeus ist).
LEBENSGRUNDLAGE SELBSTHEILUNG
Die stĂ€ndig entstehenden ErbgutsÂSchĂ€den, zirka 60 000 pro Tag in SĂ€ugetierzellen, erklĂ€ren auch, warum die SelbstheilungsfĂ€higkeit eine fundamentale Eigenschaft des Lebens ist: Bereits bei der Entstehung eines Lebewesens und noch viel mehr in seinem physischen Leben beginnen zahllose KrĂ€fte einzuwirken, die SchĂ€den, Krankheit und Tod auslösen können. Krankheit mag also von uns in höchstem Masse unerwĂŒnscht sein, ist jedoch genauso fundamental fĂŒr das Leben wie die Gesundheit. Erst unsere SelbstheilungsfĂ€higkeit erlaubt es, das letztlich tödliche physische Leben â seinem inneren geistigen Antrieb folgend â ĂŒberhaupt zu leben.
Diese Einsicht ist auch Grundlage der Evolutionsbiologie, welche die SchĂ€digung von chromosomalen KernsĂ€uren (DNA) als Grundlage von Mutationen eben dieses Erbgutes ansieht. Dadurch entsteht manchmal etwas schöpferisch Neues â vielleicht etwas Neues, das dem inneren Archaeus der Schöpfung selbst und seinen Idealen oder Zielen nĂ€herkommt, als die bisher entstandenen Lebewesen. Aus naturmedizinischer Sicht ist beeindruckend, dass die fundamentale FĂ€higkeit der Selbstheilung eine BrĂŒcke zur naturwissenschaftlich orientierten Medizin schafft, die viele Diskussionen und Streitigkeiten beenden könnte. Beispiel AntibiotikaÂTherapie: Naturmediziner gestehen zwar ein, dass viele Antibiotika nahezu hundertprozentige Naturprodukte sind, zum Beispiel von Pilzen gebildet. Ihnen graust nur vor der ĂŒbermĂ€ssigen und fehlerhaften
Der Organismus des Menschen sendet stĂ€ndig Selbstheilungsimpulse. Um sie wahrzunehmen und darauf zu reagieren, hilft folgende Ăbung von Psychologin Delia Schreiber, Autorin des Beobachter-Ratgebers «Die Selbstheilung aktivieren».
âą Setzen Sie sich auf einen Stuhl. Stellen Sie die FĂŒsse hĂŒftbreit auf den Boden.
⹠Atmen Sie tief ein und richten Sie den Oberkörper auf. Dann atmen Sie aus und lassen die Schultern nach unten «fliessen».
⹠Richten Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf den Körper. Beginnen Sie bei den Zehenspitzen und wandern Sie mit der Aufmerksamkeit bis zu den Fingerspitzen. Lassen Sie dem Atem freien Raum.
âą Benennen Sie Ihre Wahrnehmungen. Welche GefĂŒhle empfinden Sie in den einzelnen Partien? Wo fĂŒhlt sich alles angenehm an? Wo zwickt, zieht, drĂŒckt es?
âą Falls Ihre Gedanken abschweifen: Kehren Sie mit der Aufmerksamkeit zum Körper zurĂŒck. Auch wenn ein Körperteil schmerzt: Bleiben Sie in der wohlwollenden Wahrnehmung Ihrem Körper gegenĂŒber und benennen Sie die Empfindungen.
âą FĂŒhren Sie diese Ăbung mindestens fĂŒnf Minuten lang durch.
Anwendung. Schulmediziner können hingegen durchaus zugeben, dass ihre Antibiotika bei einer schweren bakteriellen Infektion lediglich den Infektionsdruck mindern, und es so dem Körper erst erlauben, sich selbst zu heilen.
ORDNUNGSPRINZIPIEN INS LEBEN HOLEN
Ein Antibiotikum alleine bewirkt eben keine Heilung, sondern hilft lediglich dabei, die die Gesundheit störenden oder schĂ€digenden EinflĂŒsse zu verringern. Die Heilung kann dann nur der innere Archaeus bzw. das genetische Programm in den Zellkernen veranlassen. Und hier mĂŒssen Natur und Schulmedizin gleichermassen demĂŒtig das Haupt senken und erkennen, was der grosse griechische Ăbervater der Medizin, Hippokrates, bereits formulierte: «Medicus curat, natura sanat» («Der Arzt behandelt, die Natur heilt»).
Ein entsprechend bescheiden gewordener Therapeut wird erkennen, dass alle seine Hilfen nur gĂŒnstigere Bedingungen fĂŒr eine Selbstheilung schaffen. Die öffentliche Hand wird in gleicher Weise sehen, dass Volksgesundheit nicht «produziert» werden kann, sondern dass die Beseitigung störender, also krankmachender EinflĂŒsse (Umweltverschmutzung etc.) und die Schaffung fĂŒr die Selbstheilung gĂŒnstigerer Bedingungen (sauberes Trinkwasser, öffentliche Parks, Reduktion von Schichtarbeit etc.) die Gesundheit von Menschen pflegt und fördert.
Und was kann das Individuum selbst tun? Aus naturheilkundlicher Sicht vieles. Am Anfang könnte eine Besinnung auf naturheilkundliche Ordnungsprinzipien stehen. Was zugegeben in der
heutigen Gesellschaft, die mobil, gesund und immer leistungsbereit sein will, im Alltag nicht leicht durchfĂŒhrbar ist. Zu diesen Ordnungsprinzipien gehört beispielsweise, dem stressigen Alltagsleben Elemente bewusster Ruhe und ausreichenden Schlafs entgegenzusetzen. Auch die ErnĂ€hrung ist zentral. Erhellendes zu ihrer Wichtigkeit liefern die Lebensreformer aus dem 19. Jahrhundert. Ihre VorschlĂ€ge sind moderner denn je. Denn Maximilian Oskar BircherBenner, Alfred Vogel oder Otto Buchinger beschĂ€ftigten sich damals mit den aufkommenden zivilisationsbedingten Erkrankungen wie Ăbergewicht, Diabetes und Bluthochdruck und entwarfen prĂ€ventive Gegenkonzepte. Ein jĂŒngeres Konzept ist das IntervallÂFasten: Einmal in der Woche nicht essen, d. h. mindestens 24 Stunden lang keine Nahrung aufnehmen, sondern nur Wasser trinken. Dieser freiwillige Verzicht entlastet den inneren Archeus nicht nur in seinen TĂ€tigkeiten, sondern kann durchaus einen wirksamen Heilreiz setzen, etwa bei Ăbergewicht, Allergien und NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeiten. Die Studienlage ist allerdings, wie so oft, kontrovers.
LEBENSSTILĂNDERUNG UND ADERLASS Im Gegensatz zu schulmedizinischen Massnahmen, welche die Verordnung von Medikamenten in den Vordergrund stellen, benötigen naturheilkundliche Handlungsanweisungen persönliche Mitarbeit und oft auch die Aufgabe liebgewordener Gewohnheiten. Die Volkskrankheit Diabetes mellitus (ErwachsenenÂZuckerkrankheit) beispielsweise wird von der Schulmedizin primĂ€r mit Tabletten behandelt. Doch wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass eine LebenstilÂ
«Der Arzt behandelt, die Natur heilt.»
Hippokrates von Kos (ca. 460 bis 370 v. Chr.)
umstellung eine gesĂŒndere und zudem nachhaltigere Massnahme darstellt. Dazu gehören ErnĂ€hrungsumstellung, viel Bewegung oder Sport, der ĂŒber einen langen Zeitraum gesundheitsfördernde VerĂ€nderungen des gesamten Stoffwechsels und damit bei bis zu 80 Prozent der Erkrankten auch eine Heilung des Diabetes nach sich ziehen kann. Eine andere hĂ€ufige Zivilisationserkrankung ist der Bluthochdruck. Statt Pillen lĂ€sst sich dieser mit einem uralten Eingriff heilen: dem Aderlass. Die moderne Form davon ist die Blutspende. Aktuelle Studien zeigen, dass regelmĂ€ssige Blutspenden (alle acht Wochen) den Bluthochdruck nachhaltig regulieren. NatĂŒrlich sind auch LebensstilĂ€nderungen oft hochwirksam. Letztes Beispiel: Schlafstörungen. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder sind immer hĂ€ufiger davon betroffen. Die GrĂŒnde sind vielgestaltig. Dauerhafte Ăberforderungen oder Stress lassen die Anspannung derart ansteigen, dass eine Entspannung zur Schlafenszeit nicht mehr gelingt. Ebenso stört dauerhafter Medienkonsum den Schlaf. Wer sich abends stundenlang vor dem Fernseher berieseln lĂ€sst oder permanent online mit dem Smartphone die neuesten superwichtigen Meldungen abruft, kann aus einem banalen Grund nicht einschlafen: Die Bildschirme strahlen blaues Licht aus. Das Gehirn interpretiert diese Lichtfrequenz als Mittagszeit, in der die Sonne am höchsten steht und sorgt entsprechend fĂŒr genĂŒgende AusschĂŒttung von «Wachhormonen». Um sich auf die tageszeitlich richtigen Lichtfrequenzen einzustellen und in einen Schlafrhythmus zu kommen, bedarf es mindestens einer vierstĂŒndigen Bildschirmabstinenz vor dem Schlafen gehen.
IST EWIGES LEBEN MĂGLICH?
SelbstverstÀndlich können die SelbstheilungskrÀfte gestÀrkt werden.
FĂŒr die Behandlung z.B. von chronischen Erkrankungen stehen tiefgreifende Massnahmen zur VerfĂŒgung: Akupunktur, Homöopathie, Neuraltherapie, Eigenblut und Hydrotherapie (nach Kneipp), um nur einige zu nennen. Die meisten dieser Therapien verfolgen ganzheitliche AnsĂ€tze. GrundsĂ€tzlich stimulieren sie aber alle den inneren Archeus und versuchen so, den idealen Gesundheitszustand zu erlangen, kurzum die Selbstheilung anzuregen.
Stellt sich die Frage, ob der Tod ein Versagen der SelbstheilungskrĂ€fte ist? Und ob dieses Versagen beseitigt werden kann? In den Medien gibt es seit einiger Zeit einen regelrechten Hype um das Thema «Ewiges Leben». Manche Wissenschaftler glauben daran und forschen mit Elan und viel Geld darĂŒber â egal wie sinnvoll und wĂŒnschenswert ein ewiges Leben ĂŒberhaupt wĂ€re.
Die bisherige Erfahrung zeigt eh, dass ewiges Leben nicht möglich ist, zumindest nicht in diesem einen Körper auf Erden. Schuld, dass wir sterben ist aber nicht das Versagen der SelbstheilungskrĂ€fte (was sicher bei vielen schweren chronischen Erkrankungen teilweise der Fall ist). Sondern weil, um im Bild des Paracelsus zu bleiben, der innere Archaeus sich â schicksalsbedingt? â zurĂŒckzieht und damit Thanatos, dem griechischen Totengott, das Feld ĂŒberlĂ€sst.
Ein schönes VolksmĂ€rchen der GebrĂŒder Grimm zeigt diese menschliche Erfahrung deutlich: Die Lebenslichter der Menschen in «Gevatter Tod» bestimmen die Lebenserwartung, nicht die subjektive, hedonistische Wunschwelt der Menschen. â
DM AÂź LA X
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Ti be ti sc he Ar zn ei mi tt el . Au s Pf la nz en un d Mi ne ra li en . He rg es te ll t in de r Sc hw eiz .
Sabine Hurni ĂŒber . . . .
Damit wĂ€hrend einer Reise nichts in die Hose geht, kann man seinen Körper unterstĂŒtzen: Hygiene, HuminsĂ€ure und PrĂ€biotika zĂ€hlen zu den wirkungsvollsten Mitteln gegen Verdauungsprobleme.
Ich kenne Leute, die verreisen nicht ohne eine kleine Flasche Whisky im GepĂ€ck; andere schwören auf Klosterfrau Melissengeist; ich halte mich an das homöopathische Mittel Okoubaka. So hat jeder seine Tricks, um die Ferien ohne Verdauungsprobleme geniessen zu können. Dass man seinen Körper bei einem «Tapetenwechsel» entsprechend unterstĂŒtzt, macht Sinn. Denn in fremden LĂ€ndern kommt man mit Bakterien in Kontakt, die der Körper noch nicht kennt. Die Speisen sind wĂŒrziger, es herrschen andere hygienische Standards, zudem ist das Klima anders und auch viele neue EindrĂŒcke gilt es zu verarbeiten. So geht eine Reise mit einer Bewusstseinserweiterung einher, die wir zu Hause auf Balkonien nicht erleben. Es ist eine Auszeit, die uns die Dinge durch eine andere Brille betrachten lĂ€sst â und uns so mehr oder weniger stark prĂ€gt und verĂ€ndert. Beim Reisen lassen wir uns auf eine VerĂ€nderung ein; wir schauen ĂŒber den Tellerrand hinaus und kommen auf neue Ideen. Nicht nur geistig, sondern eben auch körperlich.
Das Risiko, an Reisedurchfall zu erkranken, ist in den ersten Tagen im neuen Land besonders gross. Schuld daran sind nicht etwa Parasiten wie Amöben oder Lamblien; es ist schlicht die neue bakterielle Umgebung, an die der Darm sich gewöhnen muss. Ist die Umstellung vollbracht, können Touristen oft dasselbe essen und trinken wie die Einheimischen.
In den ersten zwei Wochen jedoch sind die ĂŒblichen Vorsichtsmassnahmen gefragt: «Cook it, boil it, peel it, or leave it!» Heisst, nur gekochte Speisen essen, nur Wasser aus verschlossenen Flaschen trinken, FrĂŒchte schĂ€len oder mit sauberem Wasser waschen. EiswĂŒrfel, Glace und Salate sind tabu.
Man kann den Körper unterstĂŒtzen , damit er sich rasch an die neue Umgebung gewöhnen kann. Hilfreich sind Heilmittel, welche die VerdauungssĂ€fte aktivieren, Bakterien schnell ausleiten und so verhindern, dass sie in die Darmschleimhaut eindringen. Einige Methoden möchte ich hier vorstellen; die Liste ist natĂŒrlich nicht vollstĂ€ndig. 1. Pflanzliche Heilmittel: Zu dieser Gruppe gehören bittere, gerbstoffreiche Heilpflanzen, wie sie zum Beispiel im Zeller Balsam, im Melissengeist, in bitteren Tees und KrĂ€uterschnaps enthalten sind, etwa Engelwurz, Galgant oder Wermut. Bitterstoffpflanzen unterstĂŒtzen die VerdauungssĂ€fte. Gerbstoffpflanzen, wie zum Beispiel die Tormentillwurzel, aber auch die GerbsĂ€ure im Whisky verhindern, dass Bakterien in die Darmwand eindringen. Durch die Anregung von Verdauungsenzymen wird die fremde Nahrung besser verdaut und die Umstellung erfolgt reibungsloser. Eine weitere hilfreiche Heilpflanze ist das homöopathische Heilmittel Okoubaka. Es ist ein wirksamer Verdauungshelfer, wird bei LebensmittelunvertrĂ€glichkeiten ebenso einge-
REIZEND / Wer vorsorgt, hat gute Chancen, dass er in den Ferien das Klo nicht dauerbesetzt.
setzt wie zur unterstĂŒtzenden Behandlung von Tropenkrankheiten. Okoubaka, bitter- und gerbstoffreiche Tinkturen, Tees oder SchnĂ€pse können wĂ€hrend der ganzen Reise eingenommen werden.
2. Kohletabletten: Aktivkohle gehört zu der Wirkstoffgruppe der Adsorbenzien. Die Kohle absorbiert, das heisst bindet Lebensmittelgifte, Bakterien und Bakterientoxine an sich und wird danach mit dem Stuhl ausgeschieden. Der Nachteil: Kohle bindet auch Wirkstoffe von Medikamenten. Diese sollten deshalb zeitlich versetzt eingenommen werden.
3. HuminsĂ€ure: Die aus Braunkohle, Torf oder Moor gewonnene HuminsĂ€ure hat wie die Kohle ein sehr gutes Bindevermögen. Pilze, Lebensmittelgifte und Bakterien werden von der HuminsĂ€ure angezogen und ausgeschieden. Gleichzeitig legen sich die HuminsĂ€uren filmartig ĂŒber die Darmschleimhaut, um ein Anhaften oder Eindringen der Toxine zu verhindern. HuminsĂ€uretabletten sollten einige Tage vor, wĂ€hrend und wenn nötig auch noch einige Tage nach der Reise eingenommen werden.
4. PrĂ€biotika: Bakterienkulturen sorgen dafĂŒr, dass die hilfreichen Bakterien immer Ăberhand behalten gegenĂŒber den schĂ€dlichen Bakterien. So ist der Darm gut gewappnet. Ich wĂŒrde diese PrĂ€parate prĂ€ventiv vor und wĂ€hrend der Reise einnehmen.
5. Medikamente: In der medikamentösen Behandlung von Durchfall wird in der Regel der Wirkstoff Loperamid eingesetzt. Er reduziert die verstĂ€rkte Darmbewegung. So hat der Körper mehr Zeit, Wasser und Elektrolyte aus dem Darm zu ziehen und der Stuhl wird wieder dicker. Mit diesen Medikamenten wird eine Dehydratation des Körpers verhindert. Der Nachteil: Die Bakterien bleiben im Darm und die körpereigene Immunabwehr ist gefordert. Sie sind aber ideal als Notfallmittel, um ĂŒberhaupt reisetauglich zu sein.
6. Hygiene: Was nicht viel bringt sind Desinfektionssprays. HĂ€ufiges HĂ€ndewaschen mit Seife genĂŒgt, um sich vor den fremden Eindringlingen zu schĂŒtzen.
Trotz aller Vorsicht kann der Reisedurchfall zuschlagen. Er ist oft begleitet von heftigen BauchkrĂ€mpfen, Ăbelkeit, Erbrechen und Fieber, welche nach einigen Tagen wieder abklingen. Wenn Fieber und DurchfĂ€lle ĂŒber mehrere
Elektrolytlösung selbst gemacht
Ein wirkungsvolles ElektrolytgetrĂ€nk kann man mit Bestandteilen herstellen, die ĂŒberall auf der Welt erhĂ€ltlich sind: 1 Liter kochendes Wasser, 1 gestrichener Teelöffel Kochsalz, 8 Teelöffel Zucker, wenn möglich 2â 3 GlĂ€ser Fruchtsaft. Nach jeder dĂŒnnflĂŒssigen Darmentleerung sollte man ein Glas von dieser Lösung trinken. Geeignet sind auch gezuckerte Tees mit SalzgebĂ€ck oder heisse Bouillon. Und viel warmes Wasser. Dazu ein bis zwei Bananen pro Tag.
SABINE HURNI ist dipl. Drogistin HF und Naturheil praktikerin, betreibt eine eigene Gesundheitspraxis, schreibt als freie Autorin fĂŒr «natĂŒrlich», gibt Ayurveda-Kochkurse und setzt sich kritisch mit Alltagsthemen, Schulmedizin, Pharma industrie und Functional Food auseinander.
Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht und ein Antibiotikum eingenommen werden.
Doch im Normalfall kann man eine Durchfallerkrankung selber behandeln. Wichtig ist, dass man sehr viel trinkt, insbesondere eine Elektrolytlösung, die den Verlust von Mineralstoffen und Wasser ausgleicht. Coca-Cola ist dazu nicht geeignet. Es wird bei Ăbelkeit zwar als angenehm empfunden, kann den FlĂŒssigkeitsverlust aber nicht ausreichend ersetzen. Am Anfang sollte man strikt fasten und nur FlĂŒssigkeit zu sich nehmen. Ist die akute Durchfallphase vorbei, kann der Verdauungsapparat mit leichter Kost wieder aufgebaut werden. â
Ich habe ein trockenes Ekzem auf dem Augenlid. Im Moment benutze ich Bepanthen Nasensalbe. Was gibt es fĂŒr andere Möglichkeiten? Zudem brennt mein Ellenbogen bei Bewegung und Belastung. Was könnte ich dagegen tun? P. K., Eysins
Mit der Bepanthensalbe haben Sie eine gute Basis, um die Haut zu befeuchten. Ansonsten wĂŒrde ich Ihnen empfehlen, die Augenlider mit reinem Pflanzenöl zu pflegen. Geeignet sind Rizinusöl oder Mandelöl. Ich wĂŒrde aber Rizinusöl empfehlen, weil es sehr feuchtigkeitsspendend ist. Achten Sie darauf, dass das Augenlid immer mit Ăl geschĂŒtzt ist, bevor Sie das Gesicht waschen. So paradox es klingt: Bereits ausgetrocknete Haut wird durchs Waschen noch trockener. Das können Sie verhindern, wenn Sie sich vor dem Duschen oder bevor Sie sich das Gesicht waschen einölen. Was den Ellenbogen betrifft, kann es sich um Gelenk- oder Muskelschmerzen handeln. Als Sofortmassnahme können Sie den Ellenbogen jeden Abend mit etwas Arnikaöl oder Arnikatinktur einreiben. Was ebenfalls sehr gut hilft, sind BasenbĂ€der als Voll- oder als Teilbad.
Seit LĂ€ngerem schlafe ich schlecht, und bin oft mĂŒde. Nach vier RĂŒckenoperationen zwischen 1984 und 2008 musste ich beide HĂŒften 2009 und 2011 operieren. Abends muss ich meistens liegen, weil mein RĂŒcken immer wieder schmerzt. Mein Cholesterinspiegel ist leicht erhöht. Was tun? R .S., Schönegg
Operationen sind Stress fĂŒr den Körper. Es kann sein, dass Sie nun die Erschöpfung spĂŒren, die sich im Körper breit gemacht hat. Ich wĂŒrde Ihnen empfehlen, dass Sie sich in der Drogerie eine Leberentgiftungsmischung zusammenstellen lassen. Das könnte eine Spagyrikmischung, eine Teemischung oder eine Heilpflanzentinktur sein. Die Spagyrikmischung können Sie individuell zusammenstellen lassen. Das hat den Vorteil, dass Sie neben den typischen Leberpflanzen wie Mariendistel (Carduus marianus) und Artischocke (Cynara) auch Ginkgo (Ginkgo biloba) fĂŒr den Blutkreislauf, Weissdorn (Crataegus) fĂŒr das Herz und Taigawurzel (Eleutherococcus) gegen Stress mischen lassen können. Oder etwas Ăhnliches. Lassen Sie sich im FachgeschĂ€ft beraten.
Was die ErnĂ€hrung betrifft, möchte ich Ihnen ans Herz legen, dass Sie dreimal tĂ€glich etwas Gekochtes essen. Machen Sie sich zum FrĂŒhstĂŒck einen Getreidebrei oder toasten Sie das Brot. Abends ist eine GemĂŒsesuppe ideal. Und dazu viel trinken, damit der Stoffwechsel arbeiten kann. Sonst lösen sich zwar die belastenden Stoffwechselendprodukte, aber sie werden nicht richtig aus dem Körper geschwemmt. Und noch etwas: Gönnen Sie sich drei Wochen Ruhe fĂŒr sich selber. Machen Sie eine Kur oder lassen Sie es sich gut gehen an einem warmen, schönen Ort. Wir können nicht einfach immer nur funktionieren!
Inserat
Schulterschmerzen
Ich habe ein Problem mit meiner rechten Schulter. Der Spezialist empfiehlt Physiotherapie und das hilft wirklich. Heute bei der Nachkontrolle empfahl er mir, ein MRI zu machen. Wozu sollte das gut sein, wenn die Physiotherapie doch wirkt? V. Z., Thun
Die Schulmedizin ist spezialisiert auf die durchleuchtende und vor allem ausschliessende Diagnostik. Ich formuliere es jetzt ein bisschen ĂŒberspitzt: Wenn alles untersucht ist und alle erdenklichen Krankheiten ausgeschlossen werden können, tut Ihnen die Schulter zwar immer noch weh, aber Sie wissen zumindest, dass Sie daran nicht sterben. Es ist leider so, dass diese Art von Ausschlussverfahren die Gesundheitskosten oft unnötig in die Höhe treibt. Das liegt nicht nur an den Ărzten, sondern oft auch an den Patienten, die sich keine Zeit nehmen, gesund zu werden.
Vermutlich befinden sich kleine Kalkablagerungen in Ihrer Schulter. Mit dem MRI kann sich diese Vermutung bestĂ€tigen. Das ist aber schon alles. Wenn Sie ein gutes GefĂŒhl mit der Physio haben, dann wĂŒrde ich Ihnen empfehlen, diese auch weiterhin in Anspruch zu nehmen. Bei Schulterproblemen bewĂ€hrt sich auch die Osteopathie oder die Dorn/Breuss WirbelsĂ€ulentherapie. Lassen Sie sich ab und zu die Schulter massieren und kaufen Sie sich einen SchulterwĂ€rmer im SanitĂ€tsgeschĂ€ft oder in der Drogerie. Ălen Sie die Schulter regelmĂ€ssig mit Johannisöl ein, oder machen Sie ĂŒber Nacht Ălwickel mit dem Johannisöl. Das ist ganz einfach: etwas Ăl auf ein gefaltetes Stofftuch tröpfeln, dieses in einem PlastiksĂ€cklein auf der Bettflasche wĂ€rmen, es um die Schulter legen, ein StĂŒck Rohwolle darauf, das Ganze fixieren und so schlafen gehen. Das fördert die Durchblutung der Schulter und lindert die Schmerzen.
Quarkwickel â oder doch lieber WĂ€rme?
Ich habe eine SchleimbeutelentzĂŒndung, die ich mit Quarkwickeln lindern will. Muss ich den Quark direkt auf die Haut streichen oder braucht es ein «Schutztuch»? Bei der Recherche habe ich kontroverse Angaben gefunden. P. K., Kaiseraugst
Ich mache es so, dass ich den Quark auf ein Haushaltspapiertuch streiche und mit der Quarkseite auf die Haut lege. Da der Quark sich schnell erwĂ€rmt, wĂŒrde ich keine Zwischenschicht verwenden. Geschlossene WickelpĂ€ckli macht man in der Regel mit Zwiebeln oder Kartoffeln, die ohne Schutztuch gar nicht an Ort und Stelle bleiben wĂŒrden.
SpĂŒren Sie aber gut nach, ob KĂ€lte wirklich das Richtige ist in Ihrer Situation. Wenn Sie eher das BedĂŒrfnis nach Warmem haben, können Sie mit Lehm oder Heilerde und warmem Wasser eine Packung machen. Das funktioniert wie beim Quark: die warme Paste auf ein KĂŒchenpapier streichen und direkt auf die Haut auflegen.
Seit Jahren beeintrĂ€chtigen unruhige Beine, oft auch HĂ€nde und Arme, meine LebensqualitĂ€t. Kalte Duschen bringen kurze Entspannung, WĂ€rme löst grosse Unruhe aus. Damit ich einschlafen kann, nehme ich ein verschreibungspflichtiges Medikament. Was mache ich im BĂŒro, unterwegs oder beim Nachtessen, wenn ich nicht stillsitzen kann? D. L., Zofingen
Konkrete Tipps kann ich Ihnen leider nicht geben. DafĂŒr ein paar Wegweiser. Haben Sie schon mal Yoga gemacht? Durch die langen Dehnungen der Muskulatur verbessert sich die Blutzirkulation und allfĂ€llige Stauungen können aufgehoben werden. Das wĂ€re sicher einen Versuch wert. Wenn Sie einmal die Woche in eine Yoga-Lektion gehen, bekommen Sie das nötige RĂŒstzeug mit, um tagsĂŒber oder nachts, wenn Sie nicht schlafen können, den Sonnengruss oder andere einfache YogaĂŒbungen zu machen. Yoga ist in Indien ein Volkssport. Man muss nicht jung, schlank und geschmeidig wie eine Katze sein, um Yoga zu machen. Was die ErnĂ€hrung betrifft, bin ich bei der Recherche auf einen DiĂ€tplan gestossen. Er ist in den ersten Wochen sehr streng: Man muss strikt auf Zucker, Alkohol, Kaffee, Schwarztee, Milchprodukte, GeflĂŒgel und Wurst, Schokolade, kĂŒnstliche SĂŒssstoffe und Fertigprodukte verzichten. Nach einer gewissen Zeit können Sie nach und nach solche Nahrungsmittel wieder zu sich nehmen, und beobachten, was passiert. Interessant ist auch eine These, die Mönchspfeffer (Agnus Castus) als Heilpflanze bei Restless Legs empfiehlt. Mönchspfeffer hat einen Einfluss auf den Neurotransmitter Dopamin, der bei Restless Legs fĂŒr die Unruhe verantwortlich ist. Versprechen kann ich nichts, aber da Mönchspfeffer ohnehin eine wichtige Frauenpflanze beim PrĂ€menstruellen Syndrom (PMS) ist, können Sie bedenkenlos einen Selbstversuch starten. Wenn es etwas bringt, werden Sie dies innert zwei bis drei Monaten merken. Wenn sich nichts verĂ€ndert, können Sie wieder aufhören damit.
Sabine Hurni, Drogistin, Naturheilpraktikerin und Ayurveda-Expertin, beantwortet Ihre Fragen zu Gesundheits- und ErnĂ€hrungsthemen persönlich und ganzheitlich. sabine.hurni@azmedien.ch oder «natĂŒrlich», Leserberatung, Neumattstr. 1, 5001 Aarau. www.natuerlich-online.ch
Wenn Pickel spriessen heisst es oft : nicht ausdrĂŒcken ! Was die Haut jetzt braucht, ist milde Reinigung, befeuchtende Pflege und ein bakterienabtötendes Heilmittel. Zum Beispiel Teebaumöl.
So hilft das Teebaumöl : Teebaumöl ist ein Ă€therisches Ăl, das aus den BlĂ€ttern und Zweigen des australischen Teebaums gewonnen wird. Es wirkt antibakteriell und hat entzĂŒndungshemmende, wundheilende, desinfizierende und pilzabtötende Eigenschaften.
Wie anwenden : Teebaumöl ist eines der wenigen Ă€therischen Ăle, die tropfenweise pur verwendet werden. Nur bei sehr empfindlicher Haut ist es besser, das Teebaumöl mit einem TrĂ€geröl zu mischen. Bei unreiner Haut wirkt Teebaumöl als Desinfektionsmittel nach der grĂŒndlichen Reinigung mit einer milden Seife. Man kann es mit einem WattestĂ€bchen oder einem Wattepad auf die betroffenen Stellen auftragen und ĂŒber Nacht einwirken lassen. Gleichzeitig hilft es, wenn einzelne Pickel mehrmals tĂ€glich direkt mit Teebaumöl desinfiziert werden.
Tipps fĂŒr eine reine Haut :
âą Fettiges meiden : Sehr wĂŒrzige, fettreiche oder sĂŒsse Speisen wie Salami, Pizza oder Schokolade können die Talgproduktion anregen und Unreinheiten fördern.
âą Vorsichtig ausdrĂŒcken : Werden Pickel zu frĂŒh ausgedrĂŒckt, kann die mit Eiter und Fett gefĂŒllte TalgdrĂŒse unter der Haut aufplatzen und EntzĂŒndungen verursachen.
âą Heilerde : Mit Wasser, 1 Tropfen Teebaumöl und Heilerde eine Paste machen, diese auf die unreine Haut auftragen. Trocknen lassen und mit lauwarmem Wasser abspĂŒlen.
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MANCHE PFLANZEN muss man mit den HĂ€nden betrachten. Eine davon ist der Lavendel. Erst wenn man mit der Hand ĂŒber den Strauch streicht, entfaltet er seinen zauberhaften Duft. Aus der ParfĂŒmund Seifenindustrie ist dieser Duft nicht wegzudenken, und in KleiderschrĂ€nken sorgen LavendelsĂ€cklein fĂŒr den Frischekick. Wie Rosmarin, Thymian und Oregano gehört Lavendel zur Familie der LippenblĂŒtler. Von Juni bis August bilden sich auf langen StĂ€ngeln sitzende, in dichten Quirlen angeordnete blauviolette, kleine BlĂŒten. Die mediterrane P anze gedeiht auch in unseren GĂ€rten prĂ€chtig, wobei es wichtig ist, dass sie einen sonnigen und warmen Standort hat. FĂŒr Heilzwecke wird der Echte Lavendel (Lavendula angustifolia) verwendet. Er ist p egeleicht und ĂŒberragt die anderen Lavendelsorten im Wirkstoffgehalt.
ES SIND DIE ĂTHERISCHEN ĂLE, die den Lavendel zu einem antibakteriellen, krampflösenden und stark beruhigenden Heilmittel machen. Es verkĂŒrzt die Einschlafzeit, verlĂ€ngert die Schlafdauer, lindert UnruhezustĂ€nde, stĂ€rkt die Nerven und wirkt entblĂ€hend. Man kann Lavendel als Tee, Ă€therisches Ăl, Badezusatz oder als Tinktur einsetzen, etwa bei Schlafstörungen, nervösen Magen-
ĂTHERISCH / Lavendel duftet verfĂŒhrerisch und stĂ€rkt die Nerven.
beschwerden oder auch zur Wundbehandlung. Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen sind keine bekannt.
LavendelblĂŒten kann man gut selber trocknen: die BlĂŒtenstĂ€nde, kurz bevor sich die BlĂŒten öffnen, abschneiden, zu einem Strauss binden und im Schatten an einem luftigen Ort trocknen. Nicht an die Sonne legen, sonst entweicht zu viel Ă€therisches Ăl.
IN DER KĂCHE ist frischer Lavendel beliebt: Junge BlĂ€tter und weiche Triebe eignen sich zum Verfeinern von Eintöpfen, Fisch, Ge ĂŒgel, Lamm eisch, Saucen, Suppen und Desserts. FĂŒr die Zubereitung eines Schlaftees ĂŒbergiesst man ein bis zwei Teelöffel frische oder getrocknete LavendelblĂŒten mit kochendem Wasser und lĂ€sst die BlĂŒten 5 bis 10 Minuten ziehen. Es ist wichtig, dass der Tee bedeckt ist, damit die Ă€therischen Ăle nicht entweichen. Mit Lavendeltee lassen sich ĂŒbrigens auch entspannende Fuss- oder VollbĂ€der zubereiten. â
BISHER ERSCHIENEN: GĂ€nseblĂŒmchen, Doldiger Milchstern, Hopfen, Heckenrose, Wacholderbeere, Mistel, Hamamelis, Kuhschelle, SchlĂŒsselblume: siehe www.natuerlich-online.ch
Lavendelkissen
FĂŒr die Herstellung eines Schlafkissens nĂ€ht man die LavendelblĂŒten in einen kleinen Kissenbezug ein. Wer mag, kann HopfenblĂŒten und MelissenblĂ€tter dazugeben.
Putzen
Lavendel wirkt antibakteriell und riecht gut â deshalb eignet er sich hervorragend zum Putzen, etwa von Bad und KĂŒche, inklusive KĂŒhlschrank. Einfach 5 Tropfen Ă€therisches Ăl und einige Tropfen
SpĂŒlmittel in warmes Wasser geben.
Lufterfrischer
SprĂŒhflasche mit Wasser fĂŒllen und 8 bis 10 Tropfen Ă€therisches Ăl dazugeben. Stattdessen kann auch ein Bund noch nicht aufgeblĂŒhter BlĂŒtenstĂ€nde aufgehĂ€ngt werden.
Gesichtsreinigung
Das Gesicht morgens und abends mit lauwarmem Lavendeltee reinigen â beseitigt Akne und andere Hautunreinheiten.
Text: VERA SOHMER
MEHR ALS TAUSEND APFELSORTEN GIBT ES IN DER SCHWEIZ. EINIGE ALTE WIE BERLEPSCH ODER GOLDPARMĂNE SIND WIEDER GEFRAGT. SIE SCHMECKEN ĂBERRASCHEND ANDERS.
Gustav Pfau-Schellenberg «100 alte Apfel- & Birnensorten», Haupt 2017 (September), Fr. 49.â
Eine Apfeldegustation mag auf den ersten Blick ĂŒbertrieben sein. Da wird das allseits bekannte und von Schweizern am hĂ€ufigsten gegessene Obst in aparten Schnitzchen als Delikatesse gereicht. Besucher der Landwirtschaftsschule Plantahof in Landquart (GR) sind skeptisch â was soll denn einen Apfel gross von einem anderen unterscheiden? Doch weit gefehlt: Welche Palette sich da zeigt an Farben, DĂŒften und Aromen und wie unterschiedlich sich das FruchtïŹeisch beisst, ist erstaunlich (siehe S. 34).
Wie vielfĂ€ltig die Welt der Ăpfel sein kann, ist kaum noch gegenwĂ€rtig. Allein in der Schweiz gibt es mehr als 1000 Sorten, weltweit mehr als 20 000. Beim Grossverteiler hingegen ïŹndet sich nur eine kleine Auswahl. Der meistverkaufte Apfel der Schweiz heisst Gala. Er kommt eigentlich aus Neuseeland und wurde dort 1934 zum ersten Mal gezĂŒchtet. Sein sĂŒsslicher und milder Geschmack ist massentauglich und kommt nach Angaben des Schweizer Obstverbands auch bei Kindern gut an. Pro Jahr werden hierzulande 33 000 Tonnen davon geerntet. Auf 25 000 Tonnen bringt es Golden Delicious. Beide Sorten sind lange lagerfĂ€hig und deshalb das ganze Jahr verfĂŒgbar.
Die FrĂŒchte werden nach Angaben von Obstbauer Helmut MĂŒller vor der eigentlichen Reife geerntet und ohne Nachreifung in speziellen KĂŒhlzellen bei zwei bis vier Grad und hohem Stickstoffgehalt konserviert. Das verlangsamt Stoffwechsel und Alterungsprozess. «Die alten Lagersorten wie Bohnapfel oder Brettacher hingegen wurden im Oktober geerntet und dann eingekellert», berichtet MĂŒller. Ab dem Baum seien diese knapp essbar gewesen, aber nach einigen Wochen, teilweise auch erst nach Monaten, erreichten sie ihr volles Aroma.
Ein Apfelvorrat kann sich lohnen, will aber richtig aufbewahrt werden. Grössere Mengen wurden frĂŒher kĂŒhl und dunkel in Naturbodenkellern gelagert. Heute sind Styroporboxen eine geeignete Alternative. Man kann sie auch auf dem Balkon oder im GartenhĂ€uschen deponieren und bei Minustemperaturen mit Decken schĂŒtzen.
Lagertauglich, festïŹeischig, glattschalig, gleichförmig, transportfĂ€hig â so soll der moderne Apfel sein. Folglich «wird nur noch angebaut, was der Handel verlangt, beziehungsweise zu einem kotierten Preis abnimmt», sagt MĂŒller. Kein Wunder, ist das riesige Potenzial an traditionellen und einheimischen Tafel- oder MostĂ€pfeln mehr und mehr von NeuzĂŒchtungen verdrĂ€ngt worden. Boskoop, Gravensteiner oder Jonathan âzumindest dem Namen nach sind diese alten Apfelsorten vielen noch ein Begriff. Oder wecken sogar Kindheitserinnerungen, weil Mama oder Grossmama ihre feinen Kuchen damit belegten. Aber wem sagen schon Madame Lesans, Rose de Fribourg oder Weigeltâs Zinszahler etwas? Wer die Gelegenheit hat, sie zu probieren, sollte es unbedingt tun, sagen Kenner. Die Sorten seien besonders aromatisch und bieten zudem ungeahnte Geschmackserlebnisse.
Wohltuend, sanft, anregend Die gesunde Art
Reich an Ballastoffen
Mit basischen Mineralstoffen
Das Geschmackserlebnis kann man bei Helmut MĂŒller und Monika BĂŒhler haben. Auf ihrem Biobetrieb im thurgauischen Neukirch-Egnach haben sie 340 Apfelsorten im Sortiment, Schweizer SpezialitĂ€ten sind darunter und eigene ZĂŒchtungen. Alles gedeiht an HochstammbĂ€umen. Rares und Vergessenes ïŹndet man allgemein am ehesten in HoïŹĂ€den oder auf lokalen MĂ€rkten. Aber auch Coop bieten vereinzelt Pro-Specie-Rara-Sorten wie Eierlederapfel oder Sauergrauech. Nicht nur wegen ihrer Geschmacksvielfalt sind die alten Apfelsorten wieder gefragt. Sie sollen auch gesĂŒnder sein, unter anderem, weil sie mehr Polyphenole enthalten als neuere ZĂŒchtungen. Studien haben gezeigt, dass diese sekundĂ€ren PïŹanzenstoffe das Herz schĂŒtzen und vorbeugend gegen Krebs und Diabetes wirken. Zudem macht der höhere Polyphenolgehalt Ăpfel fĂŒr Allergiker vertrĂ€glicher â sie mĂŒssen nicht mit Jucken und Brennen im Mund rechnen, wenn sie in eine GoldparmĂ€ne oder einen Usterapfel beissen. â
Ausstellung
«Apfel»
Die Ausstellung, konzipiert vom Naturmuseum Thurgau, erzĂ€hlt spannende Geschichten zum Kulturgut Apfel â von der Biologie der FortpïŹanzung bis zum Machtsymbol in Form des Reichsapfels oder als Frucht der VerfĂŒhrung. Im Naturama Aargau ist die Ausstellung in eine Landschaft mit blĂŒhenden HochstammbĂ€umen eingebettet â in ein Paradies der Artenvielfalt, in dem sich auch Bienen wohlfĂŒhlen.
Naturama Aargau, Aarau DiâSo, 10â17 Uhr, bis 17. September. www.naturama.ch
ErhÀltlich in Apotheken und Drogerien.
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Dies sind Arzneimittel bzw. ein Medizinalprodukt. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage oder lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.
AnkebÀlleli, Breitacher und Sauergrauech aus eigener Ernte
Ăpfel aus dem eigenen Garten â das ist fast schon ein StĂŒck Paradies! Alte Sorten sind dafĂŒr gut geeignet. Sie gedeihen oft auch in raueren Lagen und viele sind widerstandsfĂ€higer gegen SchĂ€dlinge und Krankheiten. Wer nur einen kleinen Garten hat, kann es mit Spalieren oder NiederstammbĂ€umen versuchen. Bei grösseren GrundstĂŒcken bietet sich ein Baum mit grosser Krone an. Man kann darunter Blumen pflanzen oder sich einen schattigen Sitzplatz einrichten.
Bei Ăpfeln und Birnen lohnt sich Bio besonders
Berner Rose: Bekannt seit Ende des 19. Jahrhunderts, ihr SĂ€mling wurde zufĂ€llig im Wald gefunden. Die schönen, purpurfarbenen FrĂŒchte schmecken sĂŒss-sĂ€uerlich und ein bisschen himbeerartig. Beliebter KĂŒchen- und Tafelapfel.
Breitacher: Alte Schweizer Sorte aus dem 18. Jahrhundert. Die Frucht ist klein, grĂŒngelb und rötlich angehaucht. Angenehm gewĂŒrztes, festes sĂŒsslich-saftiges Fruchtfleisch. FrĂŒher ein beliebter Tafelapfel, heute sehr rar.
Eierlederapfel: Im Kanton Baselland ist die Sorte seit 1793 bekannt. Der Apfel ist klein, grĂŒngelb und hat eine raue Schale. Schmeckt sĂŒsslich und harmonisch. Das Fleisch zerfĂ€llt nicht beim Kochen. Die Sorte ist robust gegen Feuerbrand.
Sauergrauech: Weinapfel oder Rienggel sind seine weiteren Namen. Er ist ebenfalls ein ZufallssĂ€mling aus Bern. Auch dieser Sorte kann Feuerbrand nichts anhaben. Geeignet fĂŒr höhere Lagen bis 800 Meter. Sauergrauech ist ein idealer Mostapfel.
Usterapfel: Auch als AnkebĂ€lleli oder Zitronenapfel bekannt. FrĂŒher die hĂ€ufigste Sorte im Kanton ZĂŒrich. Die Frucht ist mittelgross und weissgelb, das Aroma sehr sĂŒss, SĂ€ure findet sich kaum. Gut geeignet zum Kochen und Dörren.
Berlepsch: Der vollstĂ€ndige Name lautet «Goldrenette Freiherr von Berlepsch». Die fĂŒrnehme Sorte stammt aus dem deutschen Rheinland und ist ein eher frostempfindliches GewĂ€chs. Knackiges, saftiges Fruchtfleisch, edles Aroma, das an SĂŒsswein und Himbeeren erinnert, hoher Vitamin-C-Gehalt.
Wussten Sie, dass Schweizer Bauern pro Jahr ĂŒber 2000 Tonnen chemische Pestizide versprĂŒhen? Das ist fast doppelt so viel pro Hektare wie in Ăsterreich oder Deutschland. Und das ist verheerend, denn die chemischen Pestizide reichern sich im Boden an, gelangen in unsere GewĂ€sser und bedrohen viele Pflanzenund Tierarten. So wird die BiodiversitĂ€t gefĂ€hrdet, die sehr wichtig ist fĂŒr das Funktionieren der Ăkosysteme und die landwirtschaftliche Produktion.
Signi kant viele chemische Pestizide werden beim Anbau von Kernobst eingesetzt: 42 Kilogramm pro Hektare. Daher lohnt es sich bei Ăpfeln und Birnen besonders, Bioprodukte zu kaufen. Gleiches gilt fĂŒr Reben und Kartoffeln â auch bei ihrer Herstellung werden, verglichen mit anderen FrĂŒchten und GemĂŒsen, ausserordentlich viele Pestizide ausgebracht.
Beim Bioanbau sind aber nicht nur chemisch-synthetische Pestizide und KunstdĂŒnger verboten, sondern es muss auch der BiodiversitĂ€t Sorge getragen werden. Der Erhalt eines gesunden und lebendigen Bodens steht im Zentrum des Anbaus nach Bio-Suisse-Richtlinien, die weltweit die strengsten sind. Bio-Labels stehen daher fĂŒr einen ganzheitlich sorgsamen Umgang mit Boden, Wasser, Luft und Klima.
Weitere Informationen unter www.clever-konsumieren.ch
Dieses traditionelle Dessert ist wunderbar leicht und erfrischend.
1. Die Ăpfel schĂ€len, vierteln und das KerngehĂ€use entfernen. Die Apfelviertel in dĂŒnne Scheiben schneiden und in einen Topf geben. 50 g Zucker, Zitronenschale und -saft sowie 50 ml Wasser hinzufĂŒgen. Zum Köcheln bringen und unter hĂ€uïŹgem UmrĂŒhren etwa 10 Minuten dĂŒnsten, bis die Ăpfel vollstĂ€ndig zerfallen sind. Wenn sie nicht völlig weich werden, die Ăpfel durch ein Sieb streichen, sodass ein glattes PĂŒree entsteht. Zum vollstĂ€ndigen AbkĂŒhlen beiseitestellen.
2. Das Eiweiss in einer sauberen SchĂŒssel aufschlagen, bis weiche Spitzen stehen bleiben, die restlichen 25 g Zucker dazugeben und weiterschlagen, bis ein fester Eisschnee mit weichen Spitzen entstanden ist. Mit einem grossen Löffel unter das ApfelpĂŒree heben.
3. Den Rahm ïŹaumig schlagen, sodass gerade weiche Spitzen stehen bleiben (wenn er zu steif ist, lĂ€sst er sich nicht so leicht unter die Apfelmasse heben). Den Rahm unter das ApfelpĂŒree heben, sodass dabei möglichst viel Luft in der Masse erhalten bleibt.
4. Auf vier GlĂ€ser verteilen und vor dem Servieren etwa 1 Stunde kĂŒhl stellen.
g KochÀpfel
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Hugh Fearnley-Whittingstall «TĂ€glich FrĂŒchte. 160 Rezepte, pikant und sĂŒss», AT Verlag, 2017, Fr. 34.90
(z.B. Boskoop oder Bramleys) g feiner Kristallzucker
Eiweiss
ml Vollrahm
fein abgeriebene Scha le und Saft von 1 kleinen Zitrone
g Pastinaken mittelgrosse Ăpfel
(z. B. Cox Orange oder Renetten, insgesamt ca. 300 g) mittelgrosses Ei, leicht verschlagen
EL Mehl
Sonnenblum en - oder Olivenöl zum Braten M eersalz und frisch gemahlener Pfeffer
Diese herzhaften Rösti-KĂŒchlein sind mit etwas knusprig gebratenem Speck ideal als Mittag- oder Abendessen. Sie schmecken aber auch sehr lecker zu Schweinekoteletts oder WĂŒrstchen.
1. Die Pastinaken schĂ€len, beide Enden abschneiden und die Wurzel in etwa gleich grosse StĂŒcke schneiden. In einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken, leicht salzen und zum Kochen bringen. 3 Minuten garen, dann abgiessen und etwas abkĂŒhlen lassen.
2. . Die Pastinaken grob in eine grosse SchĂŒssel reiben. Die Ăpfel schĂ€len und ebenfalls in die SchĂŒssel mit den Pastinaken reiben. Ei, Mehl sowie reichlich Salz und Pfeffer hinzufĂŒgen und gut mischen.
3. . In eine beschichtete Pfanne 2 mm hoch Ăl geben und erhitzen. Wenn es heiss ist, einen gehĂ€uften Esslöffel der Pastinaken-Apfel-Mischung in die Pfanne geben und mit einem Spatel zu einem KĂŒchlein formen. So viele weitere KĂŒchlein in die Pfanne geben, dass sie gut nebeneinander Platz haben. 8â10 Minuten backen, dabei ein- bis zweimal vorsichtig wenden, bis sie auf beiden Seiten gold-braun und knusprig sind. Heiss servieren.
BIERTRINKEN GILT ALS MĂNNLICH, SOMIT WIRD AUCH DAS BRAUWESEN VON MĂNNERN DOMINIERT. DOCH HISTORISCHE QUELLEN BELEGEN: BIERBRAUEN WAR LANGE EINE FRAUENDOMĂNE. JETZT EROBERN FRAUEN DIE BRAUKESSEL ZURĂCK.
Text: GUNDULA MADELEINE TEGTMEYER
Vor gut 10 000 Jahren, in der Jungsteinzeit, wurde der Mensch sesshaft. Er begann Getreide anzubauen und braute wohl auch bald das erste Bier. Belegt ist das allerdings nicht. Erst die Sumerer, die um 4000 vor Christus in Mesopotamien siedelten, dem heutigen Irak, hinterliessen entsprechende Bilder und Keilschriften. Sie bergen eine Ăberraschung: Bier brauen war Frauensache. Und eine delikate Angelegenheit: In Babylonien stellte König Hammurabi (1810 â1750 v. Chr.) in seinen berĂŒhmten Codex, der ersten Gesetzessammlung, Bierpanschen unter Strafe. Auch im alten Ăgypten der Pharaonen standen Frauen am Braukessel. Das Bier diente kultischen Handlungen; es sollte den Ăbergang ins Jenseits erleichtern. Zudem war es flĂŒssiges Zahlungsmittel im wahrsten Sinne des Wortes: Abertausenden von Pyramidenarbeitern wurde der Lohn in Bier ausgeschenkt.
Als Mitgift ein Braukessel
Auch die Germanen liebten Bier; sie glaubten obendrein an seine magischen KrÀfte. Bierbrauen war auch bei ihnen Frauensache, es gehörte zum Haushalten wie Kochen und Backen. Im Mittelalter war der Braukessel fester Bestandteil der Mitgift. Hatte eine Frau frisch gebraut, war es gute Sitte, die Nachbarinnen zu einem «BierkrÀnzchen» einzuladen. Dabei wurde Brot ins Bier gebröselt, um es dann vom Gerstensaft durchtrÀnkt zu schmausen.
Auch die Braukunst der Nonnen stand lange hoch im Kurs. Doch im Zuge der Kommerzialisierung der Braukunst verloren die Frauen ihr BierbrauÂMonopol. Die MĂ€nner verfĂŒgten ĂŒber grössere finanzielle Mittel sowie mehr gesellschaftliche Rechte und rissen die lukrative Bierindustrie an sich. Die vormals ungezwungenen DamenÂBierrunden um den Braukessel mutierten zu spiessigen und steifen DamenÂKaffeekrĂ€nzchen.
Von der Biersuppe zum Bier
Das erste Bier der Menschheitsgeschichte â vielleicht in der Jungsteinzeit gebraut â ist möglicherweise ein Zufallsprodukt. Das Urbier entstand wahrscheinlich aufgrund einer Art SpontangĂ€rung einer Getreidesuppe, in die Hefen hineingelangt sind, vermutlich ĂŒber FrĂŒchte. Brauwissenschaftler Martin Zarnkow hat seine eigene Theorie, wie die Hefe in die Suppe gelangt sein könnte, nĂ€mlich ĂŒber die Körperhefen der Bierbrauerinnen. Ăber die Jahrtausende hat sich dieses nahr und schmackhafte Substrat â die WĂŒrze â, das in der Getreidesuppe zur GĂ€rung gefĂŒhrt hat, verĂ€ndert. Denn Frauen haben nachweislich ein anderes Mikrobiom als MĂ€nner. Da Bierbrauen lange Zeit Frauensache war, folgert Zarnkow, haben weibliche Brauer den Charakter des Getreidesaftes durch ihre Körperhefen geprĂ€gt.
Was wir heute als geselliges Ritual zelebrieren, hat einen ernsten Hintergrund: Das Anstossen diente einst dem Schutz des eigenen Lebens. Ăberlieferungen nach stiessen die Menschen im Mittelalter die BierkrĂŒge mit so grosser Wucht aneinander, dass das Bier von einem Krug in den anderen schwappte. Erst dann nahmen sie den ersten Schluck, denn nur so konnten sie sicher sein, dass keiner der Trinkgenossen die Absicht hatte, jemanden zu vergiften.
Bierland Schweiz
Ob nun FrauendomĂ€ne oder MĂ€nnersache â die Eidgenossen lieben den Gerstensaft. Der Schweizer Biermarkt befindet sich in einer dynamischen Phase, quantitativ wie qualitativ. Die Anzahl der Schweizer Brauereien hat sich laut Schweizer BrauereiÂVerband (SBV) in den letzten 30 Jahren von 34 auf 763 aktive Brauereien vervielfacht. Damit hat die Schweiz weltweit die höchste Brauereidichte. «Die Schweizer Brauer sind nicht an das Reinheitsgebot gebunden», erklĂ€rt Marcel Kreber, Direktor des SBV. Das erlaubt einen grösseren experimentellen Spielraum und spiegelt sich in einer umfangreichen, vielseitigen Produktpalette wieder. Auf der Internetseite schweizerbier.com sind 500 verschiedene Biersorten gelistet.
Mit Leidenschaft
Mehr als 60 Liter Bier trinken ĂŒber 16ÂjĂ€hrige Schweizer durchschnittlich pro Jahr, vornehmlich Lagerbier. Schweizer zeigen eine ausgeprĂ€gte Markentreue und bevorzugen regionale Biere, öffnen sich aber zunehmend fĂŒr Trends. Lokale Brauereien versuchen mehr oder weniger erfolgreich, auf die Trends zu reagieren. HanfÂ, Schokoladen und Dattelbier. Es gibt fruchtige Biere und Biere mit zartbitterer Hopfennote, solche mit fast schon aggressivem Charakter oder geschmacklich dezente mit leichter Karamellnote. In der eidgenössischen Bier Community gilt derzeit das Tessiner Bad Attitude Craft Beer als besonders hip.
Hinter dem englischen Begriff Craft Beer, dem «handwerklich gebrauten Bier» steht eine einzigartige internationale Bewegung leidenschaftlicher Biertrinker sowie Braumeister. Das Motto der CraftÂBierÂBewegung lautet: Weg von der industriellen Massenware, dem langweiligen EinheitsgebrĂ€u, hin zu besonderen, charakterstarken Bieren. Ein Craft Beer soll die handwerkliche Kunst des Braumeisters geschmacklich widerspiegeln. Dabei steht KreativitĂ€t im Vordergrund, nicht der Ausstoss. Fortgeschrittene CraftÂBeerÂBrauer wagen sich an Sorten mit ausgefallenen Zutaten wie Orangenschalen, Koriander oder Ingwer.
Eine Erfolgsgeschichte ist das Craft Beer «Chopfab» der Doppelleu Brauwerkstatt in Winterthur. Die ChopfabÂMacher Philipp Bucher und Jörg Schönberg griffen den Trend, der aus den USA nach Europa schwappte, auf und positionierten sich erfolgreich in der Schweizer CraftÂBierÂNische. Ihre obergĂ€rigen Biersorten richten sich primĂ€r an ein junges, genuss und lifestyleorientiertes Publikum.
Bier macht glĂŒcklich
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BodenstÀndigkeit. In einem Interview mit der NZZ erklÀrt der Kulturwissenschaftler Gunther Hirschfelder die unverminderte PopularitÀt des HopfengetrÀnks: «Heute widerspiegelt das GetrÀnk unsere Sehnsucht nach einer reinen unverÀnderten Welt.»
Der amerikanische Staatsmann Benjamin Franklin (1706 â1790 ) war ĂŒberzeugt, dass beim Gerstensaft sogar Gott seine Hand im Spiel hat. Von Franklin stammt der berĂŒhmte Ausspruch «Bier ist der ĂŒberzeugendste Beweis, dass Gott den Menschen liebt und ihn glĂŒcklich sehen will.»
Aber macht Bier auch glĂŒcklich? Der Neurologe David Kareken und sein Team von der University of Indiana gingen der Frage wissenschaftlich auf den Grund. Das Ergebnis seiner Versuchsreihen mit MĂ€nnern ĂŒberraschte selbst die Forscher: TatsĂ€chlich, Bier macht glĂŒcklich! Es ist aber nicht etwa der Alkohol, im Gegenteil, sondern vielmehr der Biergeschmack, der die AusschĂŒttung des GlĂŒckshormons Dopamin auslösen kann.
FĂŒr Frauen und Weichlinge
Warum Bier besonders bei MÀnnern beliebt ist, konnte bis heute nicht eindeutig geklÀrt werden. Es kursieren vage ErklÀrungsversuche, wie etwa, es lÀge am unterschiedlichen Geschmacksempfinden:
Vielen Frauen sei Bier schlichtweg zu bitter. Andere tippen auf ein soziales PhÀnomen: «Echte MÀnner trinken Bier», heisse es unter MÀnnern. Die Griechen der Antike sahen das anders: Echte MÀnner tranken Wein. Nur Weichlinge und Frauen tranken Bier.
Der Geschmacksforscher und Molekularbiologe
Professor Wolfgang Meyerhof vermutet, dass sich die AffinitĂ€t der MĂ€nner zum Bier mit der Sozialisierung erklĂ€ren lĂ€sst. Auch die Bierwerbung trage ihren Teil dazu bei, denn diese richte sich nach wie vor ĂŒberwiegend an MĂ€nner.
Mit der internationalen CraftÂBeerÂBewegung weht ein frischer Wind durch die Bierszene. Die Bewegung mischt die verkrusteten und reaktionĂ€ren Kreise in der Bierszene ordentlich auf und hat das Brauwesen auch fĂŒr Frauen wieder attraktiv und zugĂ€nglich gemacht. Internationale Namen wie Jenn Merrick, Claire Monk und Sara Barton sollten sich Bierliebhaber einprĂ€gen. Letztere wurde als erste Frau 2012 in England als Brauerin des Jahres ausgezeichnet. Ja, Bier und Frau, das passt! Umso mehr, als Frauen in Sachen Bier experimentierfreudiger sind als MĂ€nner. So erobern Frauen sich ihren Platz im Brauwesen zurĂŒck â und begeistern mit ihren charakterstarken Bieren gerade auch durstige MĂ€nnerkehlen. â
Bier war frĂŒher vielerorts gesĂŒnder als das Trinkwasser. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Schweizer Arzt Paracelsus (ca. 1493 â1541 ) Bier als «wahrhaft göttliche Medizin» lobte. Das ist wohl etwas ĂŒbertrieben. Aber der Gerstensaft enthĂ€lt mehr als tausend Inhaltsstoffe, darunter viele B-Vitamine, Antioxidantien und lösliche Ballaststoffe. Die Mineralstoffe und Spurenelemente stĂ€rken die Muskelkraft; Eisen und Kupfer wirken sich positiv auf die Blutbildung aus; Phosphor unterstĂŒtzt den Stoffwechsel; Zink fördert die Insulinbildung; Magnesium fördert den Herzmuskel. So kann massvoller Biergenuss das Herzinfarkt-Risiko senken und das Immunsystem stĂ€rken. Als Obergrenze gilt fĂŒr Frauen eine Stange pro Tag, fĂŒr MĂ€nner zwei.
Alkoholfreies Bier eignet sich aufgrund seiner isotonischen Wirkung ausgezeichnet als SportlergetrĂ€nk. Bier selbst macht ĂŒbrigens nicht dick; doch regt es den Appetit an, was zu einer Gewichtszunahme fĂŒhren kann.
Links
www.natuerlich-online.ch
Gunther Hirschfelder, Manuel Trummer «Bier. Eine Geschichte von der Steinzeit bis heute», Verlag Theiss, Konrad, 2016, Fr. 36.90
Monika Saxer «Bierwandern Schweiz âDer erfrischendste Weg die Schweiz zu entdecken», Helvetiq, 2014, Fr. 31.90
Matthias Wiesmann «Bier und wir», Hier und Jetzt Verlag, 2011, Fr. 62.90
Rund 85 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz trinken Alkohol. Die maximale Empfehlung fĂŒr Frauen ist ein StandardgetrĂ€nk, also ein Glas Bier oder Wein pro Tag, fĂŒr MĂ€nner zwei. Wenn man hĂ€ufiger als einmal pro Monat mehr als vier Standard getrĂ€nke am Abend trinkt, ist das zumindest punktuell schon ein risikoreiches Trinkverhalten. In diesem Bereich liegen um die 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Gerade weil Alkohol gesellschaftlich so sehr eingebunden ist, ist es umso wichtiger zu realisieren, dass oft schon ein risikoreiches Trinkverhalten vorliegt.
ALLEIN IN DER SCHWEIZ werden pro Jahr zirka 300 000 Blitze registriert. Zu jedem Zeitpunkt toben auf der Erde etwa 2000 GewitterstĂŒrme. Durch die Aufwinde und die ungleiche Eis-Wasser-Verteilung in der Gewitterwolke entstehen Gebiete mit verschiedenen elektrischen Ladungen. Der obere, eisige Teil der Wolke ist meistens positiv geladen, der untere Teil negativ. Zwischen den Ladungen entsteht eine Spannung. Wird ein gewisser Wert ĂŒberschritten, erfolgt ein Ladungsausgleich zwischen zwei entgegengesetzt geladenen Gebieten (Wolke-Wolke, Wolke-Boden oder umgekehrt) â es blitzt. In mittleren Breiten betrĂ€gt die durchschnittliche LĂ€nge eines Bodenblitzes ein bis zwei Kilometer, in den Tropen zwei bis drei Kilometer. In einem Blitz treten wĂ€hrend Sekundenbruchteilen StromstĂ€rken auf, die im Durchschnitt 20 bis 30 Millionen Volt und 20 000 AmpĂšre betragen (normale Steckdose: 230 Volt, 10 AmpĂšre).
Durch diese gewaltige Energie wird die den Blitz umgebende Luft schlagartig auf rund 30 000 Grad Celsius erhitzt (deshalb auch seine blĂ€uliche Farbe). Die Luft dehnt sich bei dieser ErwĂ€rmung explosionsartig mit einem lauten Knall aus, dem Donner. Da der Schall «nur» 330 Meter pro Sekunde zurĂŒcklegt, das Licht des Blitzes hingegen 300 000 Kilometer pro Sekunde, kann aus der Zeit, die zwischen Blitz und Donner verstreicht, die Entfernung des Blitzes vom eigenen Standort bestimmt werden: Teilt man die Anzahl Sekunden durch drei, erhĂ€lt man die Entfernung in Kilometern.
Ein Blitz, der die Erde nicht erreicht, kann einige Kilometer lang sein. Deshalb erreicht der Schall aus entfernteren (oberen) Teilen des Blitzes einen bestimmten Punkt spÀter als aus dem nahen (unteren) Teil. Dies bewirkt ein ausgedehntes Rollen des Donners. Viele der senkrechten Blitze gehen vom Boden her in die Wolke, also von unten nach oben. Dies geschieht jedoch so schnell, dass unser Auge es kaum wahrnehmen kann.
Im Volksmund wird oft von warmen und kalten Blitzen gesprochen. Dabei wird angenommen, dass warme Blitze BrĂ€nde erzeugen, kalte jedoch nicht. In der Tat gibt es BlitzeinschlĂ€ge, die keinen Brand verursachen. Dieses PhĂ€nomen ist aber nicht auf die Blitztemperatur zurĂŒckzufĂŒhren, sondern auf die Druckwelle, die den Brand erstickt. Nach diesem Prinzip werden auch brennende Ălquellen gelöscht: indem mit einer Sprengung eine Druckwelle erzeugt wird, die das Feuer löscht â Ă€hnlich wie man eine Kerze mit einem krĂ€ftigen Pusten auslöscht.
Der Blitz geht immer den Weg des geringsten elektrischen Widerstandes. Da Luft ein ausgezeichneter Isolator ist, schlĂ€gt er in gut leitende, hoch aufragende GegenstĂ€nde ein, etwa in Metallmasten oder BĂ€ume. Der Spruch «Vor den Eichen sollst du weichen, die Buchen sollst du suchen» ist ein lebensgefĂ€hrlicher Irrtum! WĂ€hrend die Buche einen Blitzschlag meistens unbeschadet ĂŒbersteht, weil sie den Blitz direkt in die Erde leitet, reagiert die Eiche ganz anders. Bei ihr dringt der Blitz ins Saftgewebe ein und sprengt spektakulĂ€r die Baumrinde oder gar Teile des Stammes. Deshalb hat man den Eindruck, dass die Buchen von Blitzen verschont bleiben.
Es emp ehlt sich, wĂ€hrend eines Gewitters hoch aufragende GegenstĂ€nde grundsĂ€tzlich zu meiden. Besonders gefĂ€hrlich sind einzelne BĂ€ume auf HĂŒgeln oder Kuppen am höchsten Punkt. Das Baden oder Surfen in GewitternĂ€he ist extrem gefĂ€hrlich. Die Wasserober Ă€che und die Unterseite der Gewitterwolke verhalten sich wie ein Kondensator. Jeder Gegenstand (Segelmast oder herausragender Kopf eines Schwimmers), der vom Wasser in die Höhe ragt, verringert den elektrischen Widerstand und erhöht das Risiko, dass dort der Ladungsausgleich zwischen Wolke und Erde erfolgt.
Am besten sucht man Schutz in GebĂ€uden, Mulden oder Autos. Die Metallkarosserie eines Autos bildet einen sogenannten faradayschen KĂ€ g, der den Blitz aussenherum ableitet, sodass man im Innern geschĂŒtzt ist. Auch das Innere eines Waldes mit gleich hohem Baumbestand kann Schutz bieten. Dabei sollte man trockene PlĂ€tze bevorzugen. Bietet sich keine dieser Schutzmöglichkeiten, was vor allem im Gebirge der Fall ist, sollte man sich keineswegs auf Gipfeln, Kuppen oder Graten aufhalten oder an FelswĂ€nden anlehnen. Man sollte sich auch auf keinen Fall ach hinlegen. Stattdessen ist eine Kauerstellung einzunehmen. Denn je grösser der Körperkontakt mit dem Boden
TĂGLICH GEHEN AUF DER ERDE 45 000 BLITZE NIEDER. SIE ENTZĂNDEN WĂLDER UND HĂUSER UND TĂTEN MENSCHEN UND TIERE. WIRD MAN VON EINEM GEWITTER ĂBERRASCHT, KANN DAS RICHTIGE VERHALTEN LEBENSRETTEND SEIN.
Text: ANDREAS WALKER
ist, desto gefĂ€hrlicher ist es, wenn ein Blitz in der NĂ€he einschlĂ€gt: Der Blitz erzeugt im Boden ein kurzzeitiges Spannungsfeld, das mit zunehmender Entfernung vom Einschlagsort abnimmt. Oft werden bei Gewittern KĂŒhe auf der Weide erschlagen. Ist z. B. der Kopf dem Blitz zugewendet, steht das vordere Beinpaar auf einem Ort höherer Spannung im Boden als das hintere Beinpaar, was zu einem Stromausgleich und somit zum Tod des Tieres fĂŒhren kann.
FĂŒr einen ef zienten Blitzschutz bei GebĂ€uden emp ehlt sich ein Blitzableiter. Dies ist ein dicker Kupferdraht, der vom Dach eines Hauses in die Erde fĂŒhrt. Damit wird bei einem Blitzschlag der Strom durch den Blitzableiter in die Erde geleitet, ohne andere Stellen des Hauses in Mitleidenschaft zu ziehen. Diese Arbeit muss von einem Fachmann erledigt werden, da eine falsche Konstruktion das Gegenteil bewirken kann! Die Funktion eines Blitzableiters kann auch ein Baum ĂŒbernehmen, der nahe bei einem Haus steht und dieses ĂŒberragt. â
Andreas Walker und Thomas Bucheli «Wetterzeichen am Himmel: Meteorologische Erscheinungen verstehen und richtig deuten», AT Verlag, 2011, Fr. 38.â
In der Schweiz werden etwa 300 000 Blitze pro Jahr registriert.
Die gewaltige Energie bei der Entladung eines Blitzes erwĂ€rmt die umgebende Luft schlagartig auf bis zu 30 000 Grad. Die Luft dehnt sich expolsionsartig aus âes donnert.
StromstÀrke treten in einem Blitz wÀhrend Sekundenbruchteilen auf. Eine Steckdose leistet gerade mal 230 Volt.
Die Anzahl Sekunden zwischen Blitz und Donner durch 3 teilen = Entfernung des Blitzes in Kilometern.
NIDLENLOCH/ Die Karsthöhle im solothurnischen Weissenstein gehört zu den meistbesuchten Nicht-Schauhöhlen der Schweiz.
Sie sind nicht jedermanns Sache, doch manche können nicht genug von ihnen kriegen: Höhlen. 8000 sind in der Schweiz verzeichnet, viele davon sind noch nicht erforscht. Und viele Höhlen harren der Entdeckung.
Text:
FABRICE MĂLLER, ANDREAS KREBS
NEIN, DAS IST KEINE HĂHLE Das sei lediglich ein sogenannter Ausbruch, sagt Richard Graf, als ich ihn auf ein höhlenartiges Loch oberhalb unseres Wanderwegs im Nagelfluhgestein, wenige Minuten vom Bahnhof Bauma im ZĂŒrcher Oberland, anspreche. Es war ein netter Versuch. Doch dieses Loch holt keinen Höhlenforscher hinter dem Busch hervor. Da hat Graf schon anderes gesehen. Der 64-JĂ€hrige aus der Region Winterthur beschĂ€ftigt sich seit seiner Jugend mit Höhlen. Zuerst als Pfadfinder, spĂ€ter als Aktivmitglied der Ostschweizerischen Gesellschaft fĂŒr Höhlenforschung (OGH), einer Sektion des Schweizerischen Dachverbandes der Höhlenforscher (SGH), der er heute noch angehört.
Der Berufsschullehrer begleitet mich zum Hagheerenloch, das in einem Seitental zur Töss auf 790 Meter ĂŒber Meer liegt. Nach knapp 40 Minuten erreichen wir das Ziel, mitten im Wald neben einem Zufluss des Feietbachs: eine typische Naturhöhle unter Nagelfluhgestein, vom Wasser aus dem Sandstein und Mergel gewaschen bzw. erodiert. Hier gibt es eine EinfĂŒhrung in die Höhlenkunde. Dann werfen wir uns in Montur â wasserdichte Kleider, Stiefel, Helm mit Stirnlampe â und packen die wichtigsten Utensilien ein: LasermessgerĂ€t, Taschencomputer, Ersatzlampe sowie eine WĂ€rmedecke fĂŒr NotfĂ€lle.
Wir kraxeln in die Höhle. Es ist dunkel, dreckig, eng, feucht und glitschig. BĂ€uchlings zwĂ€ngen wir uns durch einen Schluf, eine Engstelle in einer Höhle, die man nur robbend passieren kann. FĂŒr eine HöhlenfĂŒhrer-BroschĂŒre zum Tösstal vermisst und fotografiert Richard Graf das rund 600 Quadratmeter grosse Hagheerenloch, das teilweise von einem flachen See bedeckt ist. Der Rest des Höhlenbodens ist mit seichtem, zĂ€hem Lehm bedeckt; die Decke gewellt. Sagen ranken sich um das Hagheerenloch â geheime GĂ€nge soll es zur nahe gelegenen Raubritterburg gegeben haben. «Wir berĂŒcksichtigen bei unseren Höhlenforschungen immer auch die ErzĂ€hlungen aus der Sagenwelt», sagt Graf, dĂ€mpft aber
die Erwartungen: «Wir haben keine unterirdischen GĂ€nge gefunden.» DafĂŒr stossen wir auf Meta menardi, langbeinige Höhlenkreuzspinnen, die sich von den FelswĂ€nden abseilen. Und auf liegen gelassenen Abfall von achtlosen Höhlenbesuchern.
MIT HĂHLEN GESEGNET
Das Hagheerenloch gehört zu den kleineren Höhlen. Die Schweiz hat aber auch Riesenhöhlen zu bieten, das Hölloch im Muotatal etwa oder die Sieben Hengste im Berner Oberland. Sie zÀhlen zu den zehn lÀngsten Höhlen der Welt.
Vom Hölloch sind ĂŒber 200 Kilometer HöhlengĂ€nge vermessen, deren Höhenunterschied betrĂ€gt ĂŒber 900 Meter. Es ist ein gigantisches Labyrinth; ein kleiner Teil davon ist erschlossen. Der Name Hölloch hat ĂŒbrigens nichts mit Hölle zu tun. Der Bergbauer Alois Ulrich aus Stalden hat den Eingang des Höllochs im Jahr 1875 entdeckt und berichtete von einem «hĂ€len» Loch. Das schweizerdeutsche Wort hĂ€l bedeutet rutschig, schlĂŒpfrig â das Hölloch ist demnach ein «rutschiges Loch».
Die Schweiz ist ein höhlenreiches Land. 8000 Höhlen sind verzeichnet, und laufend werden neue entdeckt. «Aus Sicht der Höhlenforschung können wir mit dem Potenzial an Höhlen in der Schweiz sicher zufrieden sein», sagt Stephan Billeter, SekretĂ€r Deutschschweiz der Schweizerischen Gesellschaft fĂŒr Höhlenforschung. «Der Schweizer Untergrund birgt genĂŒgend unerforschte Höhlen fĂŒr die nĂ€chsten Generationen.»
Zu finden sind die verborgenen Naturwunder vor allem im Jura, den Voralpen und
im Alpenraum. Die meisten Höhlen, besonders die grossen, durchziehen Karstgebiete, die etwa 20 Prozent der LandesflĂ€che ausmachen. Alleine im Jura, dessen Untergrund ziemlich genau bekannt ist, zĂ€hlt man ĂŒber 3000 Höhlen und SchĂ€chte, darunter das Nidlenloch im solothurnischen Weissenstein, eine der meistbesuchten Nicht-Schauhöhlen der Schweiz.
In Karstregionen fliesst das Wasser weitgehend ungefiltert durch Ritzen, Risse und Spalten. Aufgrund der geringen Filterwirkung ist das Trinkwasser in Karstgebieten besonders gefĂ€hrdet durch Verschmutzung an der OberflĂ€che, weshalb es meist aufbereitet werden muss. Etwa ein Viertel der Schweizer Haushalte wird mit Karstwasser versorgt. Damit eine Karsthöhle entstehen kann, braucht es wasserlösliches Gestein wie Gips oder Kalk. Zuerst sind die HohlrĂ€ume winzig und oft vollstĂ€ndig gefĂŒllt mit Wasser. Dieses hat aus dem Boden CO2 aufgenommen und erweitert und verlĂ€ngert durch chemische Verwitterung (Korrosion) die HohlrĂ€ume; sogenannte Karströhren entstehen, EntwĂ€sserungskanĂ€le, die das Wasser von der KarstoberflĂ€che durch das Innere des Gebirges zur Quelle fĂŒhren. Peu Ă peu löst das Wasser den Gips und den Kalkstein auf, die KanĂ€le weiten sich. So entstehen weitverzweigte unterirdische Labyrinthe. Diesen Vorgang nennt man Verkarstung. Ein Höhlengang wird auch durch mechanische Verwitterung (Erosion) erweitert, indem Sand und Steine die WĂ€nde abtragen bzw. abschleifen â analog zu gewissen Schluchten und TĂ€lern an der
OberflĂ€che. So formen Korrosion und Erosion ĂŒber Jahrtausende und Jahrmillionen teilweise gigantische Höhlensysteme.
Die Luft in Höhlen hat im Wesentlichen die gleiche Zusammensetzung wie die an der OberflĂ€che. Dennoch zeichnet sie sich durch einige Besonderheiten aus: Sie ist vollstĂ€ndig gesĂ€ttigt mit Wasserdampf, was ĂŒber 90 Prozent Luftfeuchtigkeit zur Folge hat. Weiter ist die Höhlenluft nahezu keimfrei und hat einen leicht erhöhten Kohlendioxidgehalt. Im Jahresverlauf misst man in Höhlen meist eine konstante Temperatur zwischen zwei und vier Grad in alpinen Karsthöhlen sowie zwischen zehn und zwölf Grad in den eher seltenen Nagelfluhhöhlen (auch Konglomerat-Höhlen genannt) des Mittellandes.
Die konstanten Bedingungen machen Höhlen auch fĂŒr Tiere attraktiv. «Echte» (eutroglobionte) Höhlentiere haben sich vollstĂ€ndig an das Leben untertage angepasst; Höhlenflohkrebse, Höhlenwasserasseln und DoppelschwĂ€nze gehören dazu. Die «höhlenliebenden» (eutroglophilen) Tiere fĂŒhren auch an der ErdoberflĂ€che ein verborgenes Leben unter Steinen, im Erdboden oder unter Baumrinde. Sie können sich in Höhlen fortpflanzen und Populationen bilden; zahlreiche Springschwanz- und Spinnenarten gehören dazu. Die (subtroglophilen) «HöhlengĂ€ste» suchen Höhlen zu bestimmten
UNTERIRDISCH/ Anders als das Nidlenloch SO sind die Höllgrotten ZG und die Wildkirchlihöhle AI mit Treppen und Wegen erschlossen und so ideal auch fĂŒr den Besuch mit Kindern.
Reinhard BrĂŒhwiler: «Wanderungen ins Innere der Schweiz. Geheimnisvolle Stollen und Höhlen entdecken», Werd Weber Verlag AG, 2008, Fr. 37.90
Jahreszeiten auf. Sie können sich zwar in der Dunkelheit orientieren, die Nahrungssuche findet aber in der Regel oberirdisch statt; dazu gehören beispielsweise Fledermaus- und Schmetterlingsarten. Im Sommer suchen auch bestimmte Köcherfliegen- und MĂŒckenarten in Höhlen Schutz vor Hitze und Austrocknung. Höhlenfremde Tiere (Trogloxene) wie Feuersalamander oder Erdkröte schliesslich geraten meist zufĂ€llig in eine Höhle; sie können nicht auf Dauer darin leben.
EXPEDITIONEN UNTER TAG
Die Höhlenforschung in der Schweiz wird durch die Schweizerische Gesellschaft fĂŒr Höhlenforschung (SGH) forciert. Rund Tausend Hobby-SpelĂ€ologen im Alter zwischen 16 und 80 Jahren nehmen an Touren und Expeditionen teil. Meist durchsuchen die Höhlenforscher zuerst das GelĂ€nde zu fĂŒnft oder sechst in einem Glied. Mögliche HöhleneingĂ€nge werden markiert und spĂ€ter StĂŒck fĂŒr StĂŒck untersucht. Bei Löchern, die sich nicht fĂŒr die Forschung eignen, machen die Forscher mit wetterfester Nagellackfarbe ein kleines Kreuz an die Felswand; Höhlen, die untersucht werden sollen, bekommen eine Nummer. Die Höhlen werden ausgemessen, dokumentiert und mithilfe der gesammelten Daten dreidimensional dargestellt. Im Zentrum der Forschung steht darĂŒber hinaus die Entstehung der Höhle. «Wir
Bei den Höhlen zĂ€hlen die inneren Werte. Ăusserlich sind die meisten Höhlen unauffĂ€llig. «Hinter einem unscheinbaren, kleinen Eingang verbergen sich oft riesige Höhlenwelten, die auch uns Höhlenforscher immer wieder zum Staunen bringen», schwĂ€rmt Stephan Billeter. Beispielsweise stiessen Höhlenforscher an einer unzugĂ€nglichen Stelle in der NĂ€he der Autobahn am Walensee auf ein grosses Höhlensystem. Die sogenannte «GĂ€sihöhle» prĂ€sentiere sich im ersten Teil dĂŒster. Es lohne sich jedoch, weiter zu kraxeln, denn im oberen Teil öffne sich die Höhle und ĂŒberrasche mit wunderschönem Sinterschmuck, berichtet Billeter. Sinter ist der Ăberbegriff fĂŒr Kalkausscheidungen in Höhlen. Es gibt flĂ€chige Ausscheidungen; besonders schön aber sind die mannigfaltig geformten Tropfsteine. Die sogenannten Exzentriker sind oft bizarr geformt. Höhlen faszinierten die Menschen seit jeher. WĂ€hrend sie frĂŒher als RĂŒckzugs- und Wohnort dienten, ziehen sie heute Abenteuerlustige und Höhlenforscher in den Bann. «Es entspricht dem Urwunsch des Menschen, etwas zu entdecken. In unserer vom Menschen geprĂ€gten Zivilisation gehören Höhlen zu den letzten Refugien, die teilweise noch unerforscht sind», beschreibt Billeter die Faszination. Er spricht von einer Art Parallelwelt im Untergrund. Von Terra incognita im eigenen Land. Höhlenforschung wird deshalb auch als «Raumfahrt des kleinen Mannes» bezeichnet, als eines der letzten Refugien unserer Zeit fĂŒr echte Abenteurer.
LAC SOUTERRAIN/ Der grösste unterirdische See Europas in Saint Léonard VS ist 300 Meter lang, 20 Meter breit und 10 Meter tief. Man kann ihn und die Grotte aus Gips, Schiefer und Marmor mit dem Boot erkunden.
+ Links
www.natuerlich-online.ch
Fast alle Höhlen der Schweiz liegen in Karstgebieten. Doch was ist das, der Karst? Der «Karstlehrpfad» im Laufental bei Basel gibt Antworten darauf. Er ist gut ausgeschildert, etwa 9,5 Kilometer lang und fĂŒhrt von Zwingen nach Grellingen. Die reine Gehzeit betrĂ€gt 2 bis 3 Stunden. Der Lehrpfad vermittelt die Themen Karst, Höhlen, Höhlenbewohner (Mensch und Tier), ArchĂ€ologie und Schutz der Karstlandschaft. www.karstlehrpfad.ch
stellen eine Höhle stets in Verbindung mit dem gesamten geologischen Umfeld und zu anderen Höhlensystemen in der NĂ€he», sagt Billeter. Ein wichtiges Anliegen der Höhlenforscher sei ferner der Naturschutz. Die Höhlen als Biotop fĂŒr Flora und Fauna sollen möglichst unberĂŒhrt bleiben. Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, gewisse Höhlen der Ăffentlichkeit zugĂ€nglich zu machen, um die Menschen fĂŒr den Höhlenschutz zu sensibilisieren. «Es ist eine Gratwanderung», sagt Billeter.
RETTUNG AUS DER HĂHLE
Neben der Forschung und dem Naturschutz engagiert sich der Verband fĂŒr die Bergung von Verunfallten in Höhlen. Zu diesem Zweck wurde die Höhlenrettung «Speleo Secours» als Partner der Alpinen Rettung Schweiz gegrĂŒndet. Pro Jahr gibt es gemĂ€ss Billeter vier bis fĂŒnf EinsĂ€tze. Gerettet werden beispielsweise unvorsichtige Wanderer, die keine Taschenlampe mit dabei haben und sich in der Höhle verlaufen haben. Aber auch routinierte Höhlenforscher können verunfallen und es aus eigener Kraft nicht mehr aus der Höhle schaffen. Höhlenbergungen sind oft extrem aufwendig und schwierig. «Wir Höhlenforscher versuchen, das Unfallrisiko mit einer guten Vorbereitung, Technik und Ausbildung zu minimieren», sagt Billeter. Daneben brauche es Vertrauen in seine Partner und eine gute Fitness.
TatsĂ€chlich ist das Fortbewegen in Höhlen extrem anstrengend, wie wir im Hagheerenloch beim Durchrobben des Schlufs erfahren. Je nach Situation brauche man fĂŒr 200 Höhlenmeter zwei bis drei Stunden, weil man sich abseilen, hochziehen oder schmale GĂ€nge durchqueren
mĂŒsse, berichtet Richard Graf. FrĂŒher sei sein Drang, in Höhlen vorzudringen, noch stĂ€rker gewesen als heute, erzĂ€hlt der 64-JĂ€hrige. Da habe es ihn in den Fingern gejuckt, wenn der letzte Höhlenbesuch mehr als zwei Wochen zurĂŒcklag. Höhlen befahren, wie es im Jargon heisst, könne zur Sucht werden, wie das Bergsteigen auch. «Mich reizt es, Unbekanntes zu erforschen und gleichzeitig körperlich aktiv zu sein», sagt Graf. Noch immer erkundet er gegen 20 Höhlen pro Jahr. Derzeit konzentrieren er und seine Kollegen sich auf die neu entdeckten Höhlen rund um den Zwinglipass im Alpsteingebiet.
«Man geht nur in Höhlen, wenn man die Sonne liebt», lautet ein Sprichwort der SpelĂ€o-Szene. Die Höhlenforscher kraxeln auch deshalb in die Unterwelt, weil sie bei der RĂŒckkehr das Leben wieder in bunteren Farben wahrnehmen. Den Wind und die WĂ€rme der Sonne spĂŒren, all das, was wir gemeinhin als selbstverstĂ€ndlich nehmen. Mit einem LĂ€cheln verlassen wir das Hagheerenloch. Es hat etwas von einer Wiedergeburt. â
GĂ€rtnern macht glĂŒcklich, ist Remo Vetter ĂŒberzeugt. Er kennt ja auch die Tricks und Kniffe, wie man Schnecken, LĂ€use und Kohlweisslinge vom Obst und GemĂŒse fernhĂ€lt. Und weiss, welche Blumen und KrĂ€uter am besten schmecken.
Text: REMO VETTER
wurde 1956 in Basel geboren. 1982 stellte ihn der Heilpflanzenpionier Alfred Vogel ein. Seither ist Vetter im A. Vogel Besucherzentrum in Teufen Appenzell Ausserrhoden tÀtig.
ES GIBT NICHTS Heilsameres als die Natur. Ein Garten vielleicht. Die Schwielen an den HĂ€nden, die zerkratzten Arme, der schmerzende RĂŒcken â all das ist nichts gegen die inneren Spuren, die ein Garten hinterlĂ€sst. Seelenruhe. Es ist das GlĂŒck, im Freien zu sein. GĂ€rten sind Orte der Musse; sie inspirieren und entschleunigen. Andererseits sind sie auch SchauplĂ€tze harter körperlicher Arbeit. Die Kombination macht Menschen glĂŒcklich.
Das GlĂŒck im Garten kommt also nicht nur von entspannter Betrachtung, sondern auch vom Zupacken. Aktiv sein und etwas gestalten fĂŒhlt sich einfach gut an. Eine Tomate vom SĂ€en bis zur Ernte begleiten schafft eine Beziehung zu unserer Nahrung und zur Natur, und das in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen vom Grund und Boden entfernen und nur noch virtuell unterwegs sind. Sein GemĂŒse wachsen und reifen sehen, macht demĂŒtig.
Die Natur schenkt uns den Luxus der Langsamkeit. Ja, alles braucht seine Zeit.
Die Entwicklung vom Samen zur saftigen Tomate birgt eine Botschaft an uns gestresste Menschen: Alles braucht seine Zeit. Das zu akzeptieren ist eine Herausforderung in einer Zeit, in der alles immer schneller geht und alles immer sofort verfĂŒgbar sein soll. Ein Segen ist die Botschaft fĂŒr den, der die Lektion versteht: Die Natur schenkt ihm den Luxus der Langsamkeit. Ja, alles braucht seine Zeit.
Im Garten sehe ich, was ich gemacht habe; was sich ĂŒber Tage, Wochen und Monate verĂ€ndert; ob ich den Pflanzen und dem Boden Sorge getragen oder sie vernachlĂ€ssigt habe. Es passiert etwas, aber nur so schnell, dass ich noch mitkomme. So ist der Garten ein Ausgleich zum hektischen Alltag mit seiner InformationsĂŒberflutung. Der Garten dient vielen als RĂŒckzugsort und Musse; er verlangt aber auch Beachtung und Einsatz. Mit diesen beiden Polen ist der Garten fĂŒr mich ein starkes Symbol fĂŒr unsere Existenz â ein Modell fĂŒr das, was wir heute «Work-Life-Balance» nennen.
GĂ€rten liefern FrĂŒchte und GemĂŒse, sie ernĂ€hren uns also in direktem Wortsinn. Sie bieten mit Blumen, KrĂ€utern und ihren DĂŒf-
ten aber auch Nahrung fĂŒr die Seele. Kein Wunder, ist das Paradies in der Vorstellung vieler KĂŒnstler und Schriftgelehrten ein ĂŒppiger Garten!
Immer mehr Menschen wollen diesen Garten naturnah gestalten. Und das ist gut so, denn die Vielfalt der Arten zĂ€hlt zu den wichtigsten Eigenschaften nicht nur eines gesunden Gartens, sondern auch einer intakten Natur. Und erst die ermöglicht uns rundum gesundes und glĂŒckliches Leben.
Im naturnahen Garten sorgen viele verschiedene Kleintiere dafĂŒr, dass keine Art ĂŒberhand nimmt. Wir stellen deshalb Insektenhotels auf, sorgen fĂŒr eine lange andauernde BlĂŒtenvielfalt und bieten Igeln und Eidechsen Versteckmöglichkeiten. Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten wir, denn Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und viele andere Insekten sind wichtige BestĂ€uber und daher fĂŒr unsere GĂ€rtner essenziell.
KRĂUTER GEZIELT EINSETZEN
Neben dem Ansiedeln von NĂŒtzlingen gibt es eine weitere umweltfreundliche «SchĂ€dlingsbekĂ€mpfungsmethode»: KrĂ€uter. Gezielt eingesetzt haben sie erstaunliche Wirkungen: Lavendel bei Rosen zum Beispiel hĂ€lt BlattlĂ€use fern und ebenso die Ameisen, die bekanntlich die LĂ€use «melken». Wir pflanzen Lavendel als Umrandung um das Rosenbeet oder auch direkt unter Rosen. Das sieht attraktiv aus und betont farblich die Rosen. Gleichzeitig halten die stark duftenden Ă€therischen Ăle des Lavendels Schnecken ab. Weitere Beet-Einfassungspflanzen sind Oregano, Thymian und Minze, letztere hat allerdings die Eigenschaft, sich stark auszubreiten.
Salbei ist nicht nur ein hervorragendes Kraut fĂŒr die KĂŒche, namentlich zu Saltimbocca, Kartoffeln oder Pasta; im Garten vertreibt Salbei Kohlweisslinge, Raupen, Schnecken und LĂ€use im Beet. Ameisen mögen Rosmarin nicht und Beifuss vertreibt Erdflöhe, Kohlweisslinge und LĂ€use. Basilikum hĂ€lt Fliegen von Haus und Terrasse fern. Ein Töpfchen Basilikum auf dem Terrassentisch ist zudem dekorativ, und er kann gleich frisch gezupft werden, wenn Tomaten und Mozzarella auf den Tisch kommen. Bei unseren GĂ€sten ruft es jedes Mal ein «Oh!» und «Ah!» aus, wenn selber zupfen angesagt ist.
⹠Bei Pilzerkrankungen: Pflanzen einmal wöchentlich mit einer Mischung Milch-Wasser im VerhÀltnis 1: 6 bespritzen. Mindestens dreimal wiederholen. Diese Mischung kann auch gegen TomatenfÀule gespritzt werden.
⹠Triebe von Obstgehölzen sind im Juli jung und weich. Störende Triebe lassen sich jetzt leicht entfernen, ohne grosse Wunden zu verursachen.
âą Tomatenpflanzen lieben Kaffeesatz.
âą Neuanlage eines Erdbeerbeetes: Im Vorjahr Brennnesseln oder Phacelia ziehen und erst kurz vor dem Setzen entfernen. Der Boden wird dadurch gelockert, ist schön krĂŒmelig und wir haben eine gute Humusbildung.
âą AntiÂWĂŒhlmausÂTipp: GehĂ€ckseltes Holz von einem Nussbaum ins Pflanzloch geben.
âą KrautfĂ€ule an Tomaten: RegelmĂ€ssig mit Zwiebelschalentee ĂŒbergiessen.
âą Um im Moorbeet den pH-Wert konstant zu halten, alle 4 Wochen 20 ml Apfelessig in das Giesswasser geben.
⹠HimbeerkÀfer: Vergissmeinnicht hÀlt diesen SchÀdling fern.
⹠Erdflöhe in Blumentöpfen beseitigen: Einige Streichhölzer mit dem Kopf in die Erde stecken.
âą Zaubertrank fĂŒr KĂŒmmerlinge: Ein Esslöffel Apfelessig in 4 l Kompostpresssaft. RegelmĂ€ssiges Giessen einer kleinen Menge dieser Mischung stĂ€rkt die Pflanzen.
⹠SchildlÀuse an Orchideen: Die Insekten mit einem in weissen Essig getrÀnkten Wattebausch abtupfen. Die SchildlÀuse und ihre Eier sterben so.
âą Umweltfreundlicher Unkrautvernichter: FĂŒnf Esslöffel Essig und zwei Esslöffel Salz in 1 l kochendes Wasser geben. Diese Mischung mit der Spritze auf den befallenen Stellen ausbringen.
⹠Gartenwerkzeug nach der Benutzung mit einem in klarem Essig getrÀnkten Lappen desinfizieren.
ANGERICHTET / BlĂŒhender
Garten im Schwarzwald. Die meisten Blumen und KrÀuter sind essbar.
Kamille im Beet schĂŒtzt mit ihrem Duft nahe Pflanzen vor Pilzen. EinjĂ€hrige Kamille kultivieren ist ausserdem sinnvoll, weil sie bei Bauchweh und Schlaflosigkeit hilft und krampflösend und entspannend wirkt.
Wie der Rosmarin hĂ€lt auch die Zitronenmelisse Kohlweisslinge fern. Darum pflanzen wir Melisse (und viele andere KrĂ€uter) gerne direkt ins GemĂŒsebeet. Wir verwenden die Melisse wie die Pfefferminze fĂŒr sommerliche ErfrischungsgetrĂ€nke: einige BlĂ€tter in eisgekĂŒhlte Tees oder Limonaden geben, das verleiht eine erfrischende Note.
KĂSTLICHE BLUMEN
Die Kapuzinerkresse leuchtet jetzt in unserem Garten mit ihren knallig orange-gelben Farben. Wir haben sie auch beim Kohl gepflanzt, denn die Kresse schĂŒtzt ihn vor Schneckenfrass. Kapuzinerkresse samt BlĂŒten ist ein natĂŒrliches StĂ€rkungsmittel. Wir bereichern oft Salate und Suppe damit. Das ist nicht nur gesund, sondern macht einen Salat auch zu einer Augenweide.
Ăberhaupt rate ich, viele kultivierte und wildwachsende BlĂŒten zu essen, als Salate, Suppen, GemĂŒse oder auch Smoothies. Ich denke in erster Linie an GĂ€nseblĂŒmchen, StiefmĂŒtterchen, Kapuzinerkresse-, Borretsch-, NachtkerzenblĂŒten oder Ringelblumen, um nur einige zu nennen. Vieles davon wĂ€chst in freier Natur und steht uns gratis zur VerfĂŒgung. Es ist wichtig, Wildpflanzen an möglichst unbelasteten Orten zu sammeln. Pflanzen von gedĂŒngten Wiesen, gespritzten Obstanlagen oder StrassenrĂ€ndern können Schadstoffe enthalten. Essbare Wildpflanzen sammeln war frĂŒher, als unsere Töchter noch klein waren, eine lust- und sinnvolle BeschĂ€ftigung auf unseren ausgedehnten SpaziergĂ€ngen â es hat unser Haushaltbudget erheblich entlastet. Haben Sie sich schon einmal ĂŒberlegt, was alles Essbares in freier Natur wĂ€chst und fĂŒr uns frei zugĂ€nglich ist? â
Wandern mit Weit- und Aussicht ĂŒber das Berner Oberland âdas ist auf dem leicht zu begehenden GĂŒggisgrat möglich, der in leichtem Auf und Ab das Niederhorn mit dem Gemmenalphorn verbindet.
Text: DAVID COULIN
DDIE ENTSTEHUNG der Alpen ist eine komplexe Sache: Faltungen, Hebungen, Ăberschiebungen, Abtragungen und GletscherflĂŒsse haben in Jahrmillionen eine unĂŒbersichtliche Landschaft geformt. Anders ist dies oberhalb von Beatenberg am Thunersee. Hier sieht man zwei GratzĂŒge aus Kalk, die vom Druck aus SĂŒden wie Wellen aneinandergereiht wurden. Wer auf diesen Wellen surfen will, lĂ€sst sich mit der Seilbahn auf das Niederhorn hinauftragen âund schaut sich dort erst einmal um. Alles, was in der Berner Hochalpenwelt Rang und Namen hat, ist von hier aus sichtbar.
AUSSICHT OHNE ENDE
Unten liegt der Thunersee in tiefem Blau, und gegen Westen hin erkennt man hinter dem Sigriswilgrat das Mittelland. NatĂŒrlich gĂ€be auch der Sigriswilgrat eine Panoramawanderung her. Interessant dabei ist das Schaloch: ein Tunnel, in dem man das Sigriswiler Rothorn unterqueren kann. Hier zwischen dem Niederhorn und dem Gemmenalphorn ist aber alles ein bisschen bequemer und einfacher. In leichtem Auf und Ab zieht sich der GĂŒggisgrat kilometerlang nach Nordosten hin. Von Zeit zu Zeit ist ein kleiner, von Berganemonen umgebener TĂŒmpel in eine Senke eingelassen, in dessen Wasser sich Eiger, Mönch und Jungfrau spiegeln.
STEINBĂCKE OHNE SCHEU
Und immer wieder hört man in den steilen Flanken, die ins Justistal abstĂŒrzen, ein leises Knirschen und Poltern. Wenn man genau hinschaut â es lohnt sich, auf diese Tour einen Feldstecher mitzunehmen â, wird man viel-
Ob Ein- oder Mehrtageswanderer. Unser Team aus leidenschaftlichen Bergsportlern steht Ihnen bei der Wahl der besten AusrĂŒstung mit Rat und Tat zur Seite. Mit viel Erfahrung, dem grössten Sortiment der Schweiz, wegweisendem Service und zu fairen Preisen.
leicht Zeuge des ĂŒbermĂŒtigen Spiels zweier junger Steinböcke am Rand des Abgrunds.
Die Ă€lteren Tiere lassen sich sogar von ganz nah bestaunen und gern fotograïŹeren. Wenn dabei das Sonnenlicht kurz aussetzt, ist das nicht unbedingt die Schuld vorĂŒberziehender Wolken â an Tagen mit guter Thermik ist das Gebiet auch bei Gleitschirmfliegern und Deltaseglern sehr beliebt.
ALPKĂSE
So geht das bis zum Gemmenalphorn â wo man nochmals hinunterblickt zu einem Einschnitt, der wie eine Sichel geformt ist und darum auch so heisst â und ins Justistal, bekannt durch die jahrhundertealte Tradition der Justistaler ChĂ€steilet.
Da könnte man jetzt natĂŒrlich auch hinunterstreben und auf einer der Alpen ein krĂ€ftiges StĂŒck AlpkĂ€se erwerben. Wir beschrĂ€nken uns hier jedoch auf eine leichte Tour â die Original-Höhenwanderung vom Niederhorn zur Waldegg wĂ€re sogar noch kĂŒrzer und zweigt schon vor dem Burgfeldstand zur ChĂŒematte ab.
Dort fĂŒhrt uns der Weg vom Gemmenalphorn auch vorbei und weiter durch lichte WĂ€lder zum Zielort. â
STREIFZUG RUND UM DEN PIZ BEVERIN
GENUSSWANDER UNG IM REICHE DER STEINBĂCKE (CH)
Anforderungen: leicht â mittel
Kosten: ab CHF 545.â
Termine: Juni â September 2017
Infos: www.alpineschool.mammut.ch
Im TĂŒmpel spiegeln sich Eiger, Mönch und Jungfrau.
SCHWIERIGKEIT
T1âT2: An den wenigen exponierten Stellen sind Seilsicherungen angebracht.
HĂHENDIFFERENZ
120 m Aufstieg 850 m Abstieg Wanderzeit: 3 Std.
ROUTE
Variante: mit Bus oder Schiff von Thun zur Beatenbucht, dann mit der Drahtseilbahn nach Beatenberg. Von Beatenberg mit der Seilbahn zum Niederhorn.
ABREISE
In Waldegg Haltestelle Beatenberg, Waldegg. RĂŒckreise mit dem Postauto nach Interlaken West (SBB-Anschluss).
UNTERKUNFT UND VERPFLEGUNG
Vom Niederhorn ĂŒber den Burgfeldstand (2063 m ĂŒ. M.) zum Gemmenalphorn (2061 m ĂŒ. M.). Vom Gipfel einige Hundert Meter weiter nordwĂ€rts hinunter bis zur Weggabelung bei P. 1862. Von dort sĂŒdwĂ€rts weiter absteigend via Oberberg (1816 m ĂŒ. M.) zur ChĂŒematte (1691 m ĂŒ. M.). Von dort weiter nach Waldegg zur Postauto-Haltestelle.
ANREISE
Mit der SBB bis Interlaken West, mit dem Postauto bis Beatenberg.
Restaurant mit Ăbernachtungsmöglichkeit auf dem Niederhorn (Telefon 033 841 11 10, www.niederhorn.ch)
KARTEN
Landeskarte 1: 25 000, 1208 Beatenberg
Landeskarte 1: 50 000, 254 Interlaken
Gewinnen Sie
eines von sechs Deejo Wood Messern mit Griff aus Wacholderholz im Wert von je 46 Franken. Das 37 g leichte Messer aus 420er-Edelstahl ist das SchmuckstĂŒck der Deejo Kollektion, weil es stilvoll Tradition und Moderne miteinander verbindet. Der Griff ist mit Wacholderholz besetzt, das einen leicht wĂŒrzigen Duft verströmt.
+ Mehr Infos unter www.deejo.fr
Als Zusatzpreis gibt es dreimal zwei Paar Socken
X-SOCKS Trekking Silver.
Wie heisst der Grat, der das Niederhorn mit dem Gemmenalphorn verbindet?
A: GĂŒggisgrat
B: BĂŒgglisgrat
C: RĂŒgglisgrat
Die Gewinner werden unter den richtigen Einsendungen ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Ăber den Wettbewerb wird keine Korrespondenz gefĂŒhrt; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
So nehmen Sie am Wettbewerb teil: Mit nebenstehendem Bestellcoupon oder gratis im Internet unter www.natuerlich-online.ch/wettbewerb
Leserangebot
«Die schönsten Panoramatouren in der Schweiz» fasst alle grossen Aussichtsklassiker und einige Neuentdeckungen der Schweiz in einem Band zusammen. Die insgesamt 50 Routen sind so gewÀhlt, dass sie mit durchschnittlicher Kondition problemlos begehbar sind. Bestellen Sie das Buch aus dem AT-Verlag zum Vorzugspreis von Fr. 39.90 statt Fr. 49.90.
Auflösung aus Heft 06 -2017: A: Die Zecke
Je ein «Campingset» von Sherpa Outdoor haben gewonnen:
+ Christa Jeker, Oberdorf SO; Ursula Wettstein, Ennetbaden; Marcel Mahni, Wangen an der Aare; Denise Steiner, Thun; Karin Trottmann, Unterlunkhofen
Je ein Paar «Leki-Wanderstöcke» haben gewonnen:
+ Veronika GÀhwiler, Lenggenwil; Claudia Schadl, Thörigen; Sibylle Binggeli, StÀfa
Senden Sie mir:
«Panoramatouren in der Schweiz » à Fr. 39.90 inkl. MwSt. und Versandkosten. Zudem nehme ich automatisch am Wettbewerb teil.
Wettbewerbslösung: A: GĂŒggisgrat B: BĂŒgglisgrat C: RĂŒgglisgrat
Name Vorname
Strasse, Nr.
Datum
PLZ / Ort
Unterschrift
07-08-2017
Falls ich X-SOCKS gewinne, brauche ich folgende Sockengrösse: Damen Herren
Das Leserangebot ist gĂŒltig bis 30. September 2017 und gilt nur fĂŒr die Schweiz. Einsendeschluss fĂŒr den Wettbewerb ist der 31. Juli 2017. Coupon einsenden an: AZ Fachverlage AG, Lesermarketing, « Panorama », Postfach, 5001 Aarau
SEXSHOPS UND -TOYS HAFTETE LANGE EIN SCHMUDDELIGES IMAGE AN. DIESE ZEITEN SIND VORBEI. UND DAS IST GUT SO, DENN SCHLIESSLICH IST SEX DIE SCHĂNSTE NEBENSACHE DER WELT. DER GIPFEL DER LUST: DAS LIEBESSPIEL FAIR UND ĂKOLOGISCH GESTALTEN.
Text: GUNDULA MADELEINE TEGTMEYER
Viele Sexshops haben sich in den letzten Jahren zu Erotikshops gewandelt â sie haben ein regelrechtes Facelifting verpasst bekommen: freundliches Ambiente statt schummriger Schmuddel-Look; Sinnlichkeit hat Pornografie abgelöst. Geschultes weibliches Personal berĂ€t souverĂ€n und selbstbewusst neben ihren mĂ€nnlichen Kollegen die Kundschaft in Sachen Lustgewinn. Die neue Generation von Sexspielzeug ist nicht nur funktional, ihre Designs halten auch Ă€sthetischen AnsprĂŒchen stand. Vibratoren, Dildos & Co sind oft so gekonnt und prominent in Szene gesetzt, als seien es kleine Kunstwerke, die es zu bestaunen gilt. «Erotik und SexualitĂ€t sind in den letzten 15 Jahren in der Schweiz gesellschaftsfĂ€hig geworden», resĂŒmiert Jan Brönnimann, Marketingchef
und Sprecher der ErotiklÀden Magic-X Retail AG (vormals Beate Uhse). Sein Fazit lautet: «Erotik und Sexspielzeug sind heute ein angesagtes Thema.»
Diese grössere Akzeptanz und Offenheit im Umgang mit dem Thema Sex geht einher mit dem Wandel in Partnerschaften, denn Paare reden mittlerweile offener miteinander ĂŒber Erotik und sexuelle BedĂŒrfnisse. «Noch vor 15 Jahren sind fast ausschliesslich MĂ€nner die Zielgruppe von Sexshops gewesen», sagt Brönnimann, «das GeschĂ€ft mit Erotikartikeln hat sich frĂŒher stark an der Pornografie ausgerichtet.» Das habe sich geĂ€ndert. Die WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse auch der Frauen wĂŒrden heutzutage gleichberechtigt im Erotiksortiment berĂŒcksichtigt. Und ein weiterer erfreulicher Trend sei zu verbuchen: «Gefragt sind zunehmend Produkte, die beiden Spass machen, solche, die sich in das gemeinsame Liebesspiel einbauen lassen.»
Die Sextoy-Hersteller haben auf die neuen BedĂŒrfnisse reagiert, wie auch das Angebot von Erotiksets fĂŒr Paare in den Regalen der Sexshops
Die Beckenbodenmuskulatur ist eine der wichtigsten Muskelgruppen unseres Körpers. Sie ist wie ein elastisches Sprungtuch seitlich zwischen den beiden HĂŒftknochen sowie dem Scham- und Steissbein aufgespannt und verschliesst so das nach unten offene Becken. Die Lage unserer Organe im Becken â GebĂ€rmutter, Blase und Darm â profitieren von einer starken «Körpermitte». Sie stabilisiert auch die WirbelsĂ€ule und wirkt sich positiv auf Kreislauf und Atmung aus. RegelmĂ€ssiges Beckenbodentraining lindert zudem Inkontinenz.
Lustvoll lĂ€sst sich das Kraftzentrum des Körpers mithilfe von Vaginalkugeln stĂ€rken. Rin-no-tam gilt als die Mutter aller Liebesperlen; sie stammt ursprĂŒnglich aus Japan. Liebeskugeln stĂ€rken die Muskeln des Beckenbodens mit dem angenehmen Effekt, dass sich durch die zunehmende MuskelstĂ€rke die Vagina verengt, was die sexuelle ErlebnisfĂ€higkeit und IntensitĂ€t fĂŒr Frau und Mann steigert. Liebeskugeln, auch Lust- oder Liebesperlen genannt, sind ein Sexspielzeug. Die medizinische Variante wird Vaginalkonen genannt.
leben abwechslungsreicher und intensiver machen sollen, ob nun allein oder als Paar.
Laut Alexandra Haas, Inhaberin des ZĂŒrcher ErotikgeschĂ€fts «Special Moments», sind die Schweizer «sehr offen fĂŒr vergnĂŒglichen Sex, auch mit Sextoys, und sehr froh um Tipps». Eine kompetente Beratung ist wichtig; eine sorgfĂ€ltige PrĂŒfung sowie Wahl in Sachen Sexspielzeug sind geboten. Denn Sextoy-Hersteller mĂŒssen keinerlei gesundheitliche oder ökologische Auflagen erfĂŒllen. Eine einfache Grundregel zur Orientierung im grossen Angebot lautet: GrundsĂ€tzlich HĂ€nde weg von Sextoys, die nach Gummi riechen â sie können die Gesundheit gefĂ€hrden!
belegt. FĂŒr Menschen, die kommunikative Anlaufschwierigkeiten in Sachen sexueller WĂŒnsche und Fantasien haben, empfiehlt Brönnimann zur Auflockerung erotische Brett- und Kartenspiele, wie sie zum Beispiel Amorelie anbietet. «Solche Spiele helfen, die eigenen Vorlieben besser kennenzulernen, um im nĂ€chsten Schritt offener mit dem Partner ĂŒber Fantasien und WĂŒnsche sprechen zu können.»
Bevor wir das Thema vertiefen, an dieser Stelle zunĂ€chst noch eine BegriffsklĂ€rung: Was ist ĂŒberhaupt ein Sextoy? Toy ist das englische Wort fĂŒr Spielzeug. Sextoys sind Dinge und GegenstĂ€nde, die das Liebes-
Herkömmliche PVC-Dildos und -Vibratoren enthalten meist sogenannte Phthalate als Weichmacher. Bei lĂ€ngerem Gebrauch werden diese freigesetzt. Phtalate gelten als krebserregend und können Nieren und andere Organe schĂ€digen. Von Nachhaltigkeit, fairem Handel und Wiederverwertung ist schon gar nicht die Rede. Doch die Nachfrage nach medizinisch und ökologisch unbedenklichen Sextoys nimmt zu. Hersteller und HĂ€ndler reagieren auf den Trend. «Wir haben im Sortiment nur Produkte, die gesundheitlich völlig unbedenklich sind», versichert Alexandra Haas und verweist dabei auf die Label Fun Factory, SelfDelve und playstixx. Die beiden Letzteren sind von Frauen gefĂŒhrte Manufakturen, die sich speziell ökologischen Aspekten widmen. Auch vegane Produkte findet man im «Special Moments». «Besonders beliebt sind Fun Factory, Womanizer, We-Vibe, Aneros, Shinga, Swan und unser Special-Moments-Gleitmittel», plaudert Haas aus dem SexkĂ€stchen. Vibrator «Paulchen» aus medizinischem Silikon von Fun Factory ist TĂV-geprĂŒft und hat es in der Damenwelt zu Kultstatus gebracht. Out sind Sextoys, die mit Einwegbatterien betrieben werden, ebenso Gleitmittel auf Erdölbasis.
Angesagt sind aufladbare Sextoys wie der Massagestab Lily des Schwedischen Herstellers LELO. Auch der stylische Vibrator LeloGigi-blue kann ökologisch punkten. «Think global, act local. Aus Liebe zu sich selbst â aus Liebe zur Natur» lautet das Motto des Herstellers
Fun Factory. BĂŒro- und ProduktionsgebĂ€ude entsprechen konsequent den aktuellsten Energiestandards und werden mit einer besonders ökofreundlichen Pelletheizung erwĂ€rmt. Standort des Unternehmens ist Bremen in Deutschland, somit sind die Lieferwege innerhalb Deutschlands und in die Schweiz kurz. Nach britischem Vorbild von «Lovehoney» werden defekte Sextoys durch ausgewĂ€hlte Partner recycelt. 2012 stellte Fun Factory sĂ€mtliche Verpackungen von branchenĂŒblichen Plastikblistern auf umweltfreundlichere Pappschuber um. Fun Factory-Toys werden zunehmend mit langlebigen Lithium-Polymer-Akkus ausgestattet, die keinen unerwĂŒnschten Memory-Effekt haben. Die Modelle Amorino, Pearly und Miss Bi können via USB Stecker weltweit aufgeladen werden. Und noch ein weiterer ökologischer Trend zeichnet sich ab: Dildos aus Glas und Keramik, wie zum Beispiel von Lovemoiselle, finden immer mehr Liebhaberinnen. GefĂŒllt mit Wasser lassen sie sich auf die gewĂŒnschte Betriebstemperatur erwĂ€rmen. Zudem sind sie nach dem Liebesspiel leicht zu pflegen.
Den wohl bislang grĂŒnsten Sextoy-Traum erfĂŒllt der irische Earth-Angel-Dildo. Entwickelt wurde er von Caden Enterprises mit dem Save-The-World-Gedanken. Die nötige Energie wird mit einer Handkurbel erzeugt: nach wenigen Minuten Kurbelns kann man bis zu 60 Minuten umweltfreundlich Lust erleben. Die Materialien sowie die Verpackung sind zu 100 Prozent abbaubar. 25 Prozent des Verkaufspreises gehen an die Umweltschutzorganisation Greenpeace.
Ob Vibratoren fĂŒr den Penis, Silikonvaginas oder Analspielzeug âauch im Herren-Sortiment haben Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit Einzug gehalten. Auch in Sachen geschĂŒtzter Sex. Das Potenzial ist gross. Das Gebot der Stunde lautet, sich beim Liebesspiel möglichst umweltfreundlich und fair zu schĂŒtzen. Zum Beispiel mit RFSU-Kondomen. Sie werden aus Naturkautschuklatex hergestellt, einem nachwachsenden Rohstoff, der recycelbar ist. RFSU ist die schwedische AbkĂŒrzung fĂŒr Riksförbundet för sexuell upplysning, zu Deutsch: Verband fĂŒr sexuelle AufklĂ€rung. RFSU zertifizierte Kondome unterliegen den strengen Standards der RFSU-Norm. Diese verbindet nicht nur die Anforderungen der EuropĂ€ischen und der ISO-Standards, RFSU hat darĂŒber hinaus seine eigenen noch strengeren MassstĂ€be hinzugefĂŒgt. Die Kondome sind jedoch nicht geeignet bei Latex-UnvertrĂ€glichkeit. Das Kondom RFSU Thin ist in der Schweiz unter der Bezeichnung «COSANO Feeling» im Handel.
Vegan und Fair Trade sind auch die «LĂŒmmel TĂŒten». Die bunten und neckisch verpackten PrĂ€servative gehören zu den weltweit ersten Kondomserien, die aus fair gehandeltem Natur-Latex hergestellt wurden. Das heisst: Fairtrade-Mindestpreis, keine Kinderarbeit, UnterstĂŒtzung von sozialen Projekten in den indischen Plantage sowie nachhaltiges Wirtschaften.
Wer erotisches Neuland erkunden und nachhaltigen Schwung in sein Liebesleben bringen möchte, ist in den modernen Erotikshops gut beraten. Trauen Sie sich! Erklimmen Sie den Gipfel der Lust und erleben Sie wahre HochgefĂŒhle â ob allein oder zu zweit, Hauptsache nachhaltig. Ihrer Gesundheit und der Umwelt zuliebe. â
Die Schweizer sind sehr offen fĂŒr vergnĂŒglichen Sex. Und froh um Tipps.
Alexandra Haas, Inhaberin von «Special Moments» Links
Fun Factory
Einer der grössten Erotikspielzeug-Hersteller in Europa. Medizinisches Silikon, keine Weichmacher, viele Fun Factory-Produkte können in der Bio-Tonne entsorgt werden. Die Vibratoren Amorino, Pearly, Miss Bi können via USB-Stecker aufgeladen werden. www.funfactory.com
SelfDelve
Kleine, von Frauen ökologisch gefĂŒhrte Manufaktur. FĂŒr die handgefertigten Silikon-Sextoys wird sogenanntes additionsvernetzendes Silikon (Ton, Sand und Keramiken) verwendet. www.selfdelve.com
playstixx
Handgefertigte erotische Spielzeuge aus der Berliner Manufaktur der Sexualberaterin und Bildhauerin Stefanie Dörr. Unikate aus 100 Prozent anti-allergenem Silikon, frei von Weichmachern (BPA-Siegel). Defekte Motorelemente werden ausgetauscht und fachmÀnnisch entsorgt bzw. recycelt. www.playstixx.eu
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KieselsÀure lindert den Sonnenbrand
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MIT DER PENSIONIERUNG ĂNDERT SICH VIELES UND MAN MUSS
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Text: RITA TORCASSO Fotos: DANIEL RIHS
Ruhestand â was tun?
Henry Goldmann wurde im letzten Sommer pensioniert. Der Berufsschullehrer arbeitete bis 66 und gab dann alle LehrauftrĂ€ge ab. «Ich habe das zwar bewusst so entschieden, doch der Gedanke an den Ruhestand löste Unbehagen aus, ich war besorgt darĂŒber, was mich erwartet», sagt er heute. «Vor allem der Kontakt mit den jungen Menschen fehlt mir sehr, und auch die BestĂ€tigung, die mir die Arbeit immer gegeben hat.» Gedanken ĂŒber das Leben ohne Berufsarbeit machte er sich schon zwei Jahre vor der Pensionierung. Er behielt zwei kleinere Aufgabenbereiche als Senior-Berater und begann sich im FreiwilligenProgramm «Generationen im Klassenzimmer» zu engagieren. Damit sei er bis Sommer 2018 ausgelastet. «Doch ich mache mir bereits Gedanken, was nachher kommt. Ich muss vorsorgen, damit ich nicht in ein Loch falle.» Wohl auch aus einer gewissen Unsicherheit heraus sei er am Anfang fast zu aktiv gewesen, rĂ€umt er ein und meint: «Jetzt habe ich die Balance gefunden.»
Vier Typen lassen sich bei Pensionierten unterscheiden: 1. Geniesser, die vorerst einfach die Freiheit auskosten und dann weiter schauen. 2. Vorsichtige, die sich unsicher fĂŒhlen und UnterstĂŒtzung suchen. 3. Engagierte, die sich fĂŒr andere Menschen oder fĂŒr ein Projekt einsetzen wollen. 4. Verwirklicher, die klare PlĂ€ne mit konkreten Umsetzungsideen haben. Der Altersforscher Peter Gross, 75, nennt als wichtigste Voraussetzung fĂŒr einen guten Einstieg in den Ruhestand die ernsthafte Selbstbefragung. Und dann: «Dort helfen oder anpacken, wo man gebraucht wird. Denn das Leben erhĂ€lt Sinn, wenn man weiss, dass man gebraucht wird. Und endlich das tun, was man im Stress des Erwerbslebens hintanstellen musste.»
Das tönt einfacher, als es ist. Beni Thurnherr sagte drei Jahre vor der Pensionierung dem «Blick», dass er Angst vor der Leere habe. Der Psychiater Andreas Schmid leitet in der Klinik SchĂŒtzen in Rheinfelden die Abteilung «Zweite LebenshĂ€lfte». «Vor allem auf jene, die sich sehr stark mit ihrem Beruf identi ziert haben, kann sich die Pensionierung wie der Verlust eines geliebten Menschen auswirken», sagt Schmid. «Wenn der Ăbergang zu abrupt ist, erhöht sich die Gefahr einer Lebenskrise. Der Pensionsschock ist die Kehrseite der hohen Erwartungen, die unsere Gesellschaft an die Berufsarbeit knĂŒpft.»
Neues begrĂŒssen
Pensionierungsvorbereitungen helfen, die HĂŒrde des Ăbergangs zu ĂŒberwinden. Besucht werden sollten sie idealerweise etwa
zwei Jahre vor dem letzten Arbeitstag. Johanna Garo leitet fĂŒr AvantAge, der Fachstelle fĂŒr Alter und Arbeit von Pro Senecute, solche Seminare. «Man muss Abschied nehmen von dem, was man bisher gemacht hat, um Neues anpacken zu können», sagt sie. «Und man muss sich bewusst machen, dass Tagesstruktur und soziale Kontakte nicht mehr einfach so gegeben sind. Das kann eine Herausforderung sein.» Die erste Zeit der Pensionierung werde oft als «Ferien» genossen; doch irgendwann tauche die Frage auf: «Was jetzt?»
In ihrem Seminar stellt Garo den angehenden PensionÀren konkrete Fragen und Aufgaben: Wie teilen sie ihren Tag ein? Welche Interessen haben sie bereits, was möchten sie neu beginnen? Ein wichtiger Teil der Vorbereitung gilt dem Finanziellen. «Mir fÀllt immer wieder auf, dass viele verunsichert sind, ob das Geld reichen wird», sagt Garo.
TrÀume verwirklichen
Seit einem Jahrzehnt nimmt die Erwerbsarbeit nach dem ordentlichen Pensionierungsalter zu â die Zahl der ĂŒber 65-JĂ€hrigen hat sich mehr als verdoppelt: Heute sind es 185 000 oder 18 Prozent aller ErwerbstĂ€tigen. Viele sind selbststĂ€ndig und entscheiden selber; einige benötigen das Geld oder suchen nach einiger Zeit Arbeit in einem neuen Bereich. Ein solcher Wiedereinsteiger, der ĂŒber die Stellenvermittlung Emeritus-Work eine TeilzeitbeschĂ€ftigung fand, sagt: «Anfangs genoss ich die viele Freizeit. Doch nach einem halben Jahr merkte ich, dass mir der Kick im Alltag fehlt und ich wieder eine Herausforderung brauche.» Einer, der auch mit 76 noch nicht aufhören will, ist Ruedi Winkler. «Es war ein Traum von mir, mich in der Personal- und Organisationsentwicklung selbststĂ€ndig zu machen. Mit 60 wagte ich den Sprung», erzĂ€hlt er. Winkler kĂŒndigte damals die Stelle als Direktor des ZĂŒrcher Arbeitsamtes. «Der Tod eines Kollegen kurz vor seiner Pensionierung hat mir die Augen geöffnet. Man soll TrĂ€ume nicht aufschieben.» Klar war fĂŒr ihn damals, dass mindestens ein Drittel der Arbeit ehrenamtlich sein soll; heute ist es die HĂ€lfte. «Mich interessiert Neues und ich nde gerne Lösungen», sagt Winkler, der mit 65 Handorgel spielen lernte. Seit einem Jahr ist nun auch seine Frau pensioniert. Viel geĂ€ndert habe sich dadurch nicht â weil sie auch sehr aktiv sei. Winkler ist ĂŒberzeugt: «Den ganzen Tag zusammen zu verbringen, tut einer Beziehung nicht gut. Das beobachte ich oft bei Ă€lteren Paaren.»
Damit spricht Winkler einen wichtigen Aspekt an, der zur Vorbereitung auf die Pensionierung gehört. Seminarleiterin Garo: «Mit dem Ende der ErwerbstÀtigkeit verÀndern sich die
«Ich wusste, dass mich meine Neugier leiten wird»
Verena Scherrer, 72
«Mich interessiert
Neues und ich ïŹ nde gerne Lösungen»
Ruedi Winkler, 76
«Den ganzen Tag zusammen zu verbringen, tut vielen Beziehungen nicht gut.»
Ruedi Winkler
eingespielten Routinen in der Beziehung. Viele unterschĂ€tzen, was das bedeutet. Man muss Tagesstruktur, FreirĂ€ume, Haushaltsarbeiten neu aushandeln.» Frauen seien offener fĂŒr entsprechende GesprĂ€che, viele MĂ€nner verdrĂ€ngten zuerst die anstehenden VerĂ€nderungen. Wie wichtig es ist, sich frĂŒhzeitig mit diesem Thema zu beschĂ€ftigen, zeigen die Statistiken: Ăber ein Drittel der Ehen werden heute nach ĂŒber 30 Jahren geschieden.
Von Neugier geleitet
Verena Scherrer, 72, ging die neue Lebensphase ohne konkrete Ideen an. «Ich hatte ja schon Erfahrung mit ĂbergĂ€ngen im Leben», sagt sie. WĂ€hrend der Familienzeit arbeitete sie Teilzeit; mit 49 stieg sie dann nochmals voll ins Erwerbsleben ein. «Nach der Pensionierung wollte ich zuerst einfach mal im Ruhestand ankommen und die freien Tage geniessen», berichtet sie. Doch nach einer Woche habe sie in der Zeitung ein Inserat gelesen: die SeniorenbĂŒhne suchte Mitspieler. Scherrer meldete sich, obwohl sie nie zuvor Theater gespielt hatte. «Ich wusste, dass mich meine Neugier leiten wird», sagt sie. Selber auf der BĂŒhne zu stehen, mache ihr Spass; zudem hat sie Aufgaben im Vorstand des Laientheaters ĂŒbernommen und betreut die Webseite. Wöchentlich wendet sie etwa 14 Stunden dafĂŒr auf. Daneben hĂŒtet sie an zwei Tagen im Monat ihre beiden Enkel. «Nur diese Aufgabe wĂ€re mir zu wenig», betont sie. «Ich habe immer gerne selber etwas mitgestaltet, und im Theater kann ich das tun.» Schön sei auch der soziale Kitt, der dabei entstehe.
Nicht bedrÀngen lassen
Beim Einstieg in die neue Lebensphase helfen FlexibilitĂ€t und Neugier; beides bleibt auch spĂ€ter wichtig, das ist wissenschaftlich erwiesen. «Um das Gehirn auf Trab zu halten und geistig t zu bleiben, muss man sich immer wieder mit Neuem herausfordern und soziale Kontakte suchen und p egen», sagt Mike Martin, Professor am Zentrum fĂŒr Gerontologie an der UniversitĂ€t ZĂŒrich. «Am besten geht das, wenn man sich eine TĂ€tigkeit sucht, wo man eigene StĂ€rken und Interessen einbringen kann.»
Seminarleiterin Garo von AvantAge kennt die Volksweisheit «Wer rastet, der rostet.» Aus Erfahrung weiss sie: «Viele sind am Anfang zu aktiv. Man muss sich Zeit nehmen und sollte Entscheidungen abwĂ€gen, weil sie ja oft langfristig sind.» Der Druck, möglichst viel zu machen, komme oft von aussen. «Viele Teilnehmer fĂŒhlen sich von den dauernden Fragen nach ihren PlĂ€nen bedrĂ€ngt.» Wirklich nĂŒtzlich, um das Passende fĂŒr sich zu nden, sei der Austausch untereinander, betont Garo. Aus dieser Erkenntnis heraus haben einige frisch Pensionierte vor vier Jahren im Raum ZĂŒrich den Treffpunkt «SENIORimPULS» gegrĂŒndet. Das Ziel: bei einer sinnvollen Lebensgestaltung behil ich sein. Einmal im Monat tauschen junge und alte PensionĂ€re Informationen und Erfahrungen aus
und diskutieren ĂŒber Lebens- und Sinnfragen. Die Themen bestimmen die Teilnehmenden selber. Meist sind 10 bis 15 PensionĂ€re am Treff.
Dem Leben Sinn geben
Was Pensionierte tagein, tagaus machen, zeigt zumindest teilweise die Statistik: Von den jungen Alten bis 79 engagieren sich 28 Prozent in der Betreuung, UnterstĂŒtzung und P ege von Enkelkindern, Angehörigen und Bekannten; 23 Prozent machen Freiwilligenarbeit; drei Viertel nutzen regelmĂ€ssig Kulturangebote â vom Museum bis zur SeniorenuniversitĂ€t â und ein Drittel besucht Lernkurse; 13 Prozent sind selber kulturell tĂ€tig. Mit ihrem Engagement in Projekten wie die GrossmĂŒtterRevolution oder «Intergeneration» mischen sich PensionĂ€re auch in gesellschaftliche Themen ein. Und das ist wichtig. Denn viele von ihnen haben nebst Lebenserfahrung und beru ichem Knowhow auch Zeit und Geld, um der Gesellschaft zu dienen. Das riesige Potenzial liegt noch weitgehend brach.
Mit der Pensionierung beginnt die letzte Lebensphase. Da gehören Sinnfragen und die BeschĂ€ftigung mit letzten Dingen dazu. Anders als Aussenstehende oft annehmen, kommen Pensionierte offensichtlich gut damit zurecht: Der Sozialbericht 2016 zeigt, dass sie die höchsten Werte bei der Zufriedenheit mit dem Leben angeben, und diese Werte auch nach 75 hoch bleiben. Die Entwicklungspsychologin Pasqualina Perrig-Chiello erklĂ€rt das damit, dass sie gelernt haben, mit Verlust umzugehen; zudem macht Lebenserfahrung gelassener. «Menschen, die ein mittleres Mass an lebenskritischen Ereignissen hinter sich haben, sind am besten gerĂŒstet fĂŒr ein gutes Wohlbe nden im Alter.»
Eine Rolle spielt auch, dass man mit zunehmenden Alter sein Leben selbstbestimmter gestalten kann â zumindest solange man gesund ist. Der Schriftsteller Elias Canetti schrieb mit 87 Jahren ĂŒber das Alter: «Es ist alles kostbarer, vielleicht weil es gezĂ€hlt ist. Wunderbare Vergeblichkeit des Lernens zu keinem Zweck mehr, es ist nur Lernen an sich. (âŠ) Das Nutzbare verliert an Bedeutung. Die Dinge bedeuten nur noch sich selbst.» â
Urs Haldimann
«GlĂŒcklich pensioniert â so gelingts!», Beobachter Verlag, 2014, Fr. 45.â
Denise Battaglia
«Leben, Tod und Selbstbestimmung», Beobachter Verlag, 2016, Fr. 39.â
Kurse im Lassalle-Haus
Meditation in Bewegung
Shibashi Qi Gong
07.â 09. Juli 2017, Fr. 18.30 bis So. 13.30 Uhr
Shibashi stammt aus der altchinesischen Heilkunst des Taj-Chi und Qi Gong und wird in langsamen, in sich ruhenden Bewegungen vollzogen. Ein Wochenende aus der Hektik in die Ruhe, fĂŒr AnfĂ€nger wie Fortgeschrittene.
Wandertag
Der Weg ist das Ziel
8. Juli 2017
Jeden zweiten Samstag des Monats lÀdt das Lassalle-Haus zu einem Wandertag mit spirituellen Impulsen. Am 8. Juli steht das Quellgebiet am Gotthardpass auf dem Programm. (Anmeldung bis zwei Tage zuvor).
Gartenwoche in Bad Schönbrunn
Selber tĂ€tig werden in freier Natur 16.â21. Juli 2017, So. 17 bis Fr. 13 Uhr Unter Anleitung von Gartenfachleuten erhalten die Kursteilnehmenden einen Einblick in PïŹ ege und Unterhalt des Parks von Bad Schönbrunn, der das Lassalle-Haus ob Zug einrahmt. Die Mitarbeit wird mit Kost und Logis im Lassalle-Haus entschĂ€digt.
Kunstwoche mit Meditation Kunst als Weg 30. Juliâ5. August 2017, So. 18.30 bis Sa. 13 Uhr KĂŒnstler Jörg Niederberger begleitet eine Woche lang Menschen mit einer Vorliebe fĂŒr Farbe und Gestaltung. Passend zur Hausphilosophie hat der Kurs meditativen Charakter im Zeichen von Zen und Kontemplation.
Mehr Infos und Anmeldung unter Telefon 041 757 14 14 info@lassalle-haus.org www.lassalle-haus.org
Das Lassalle-Haus in Edlibach ist ein von Jesuiten gefĂŒhrtes, interreligiöses, spirituelles Zentrum mit einem breiten Kursangebot , das von Zen-Meditation ĂŒber Naturseminare bis zu klassischen Exerzitien reicht. FĂŒr «natĂŒrlich» schreiben der Jesuit Tobias Karcher und die Pfarrerin Noa Zenger abwechselnd die Kolumne «Gedankensplitter».
der Jesuiten in Edlibach ZG.
WELCH WUNDERBARES KONZERT!
Vom Piano zum Forte und Fortissimo. Ich höre zu, die Augen geschlossen. Versuche, einzelne Stimmen herauszuhören, einer Melodie zu folgen. Halte mit im vielstimmigen Chor, steige auf mit einer Kapriole, drehe mich mit dem Solisten hoch oben im Kreis und schmunzle in mich hinein â solch witzige Schnörkel am Ende hĂ€tte ich nicht erwartet. Ein zweiter SolosĂ€nger ĂŒbernimmt, ein dritter setzt ein. Grosse Kunst von den kleinen SĂ€ngern, die sich tagtĂ€glich frĂŒhmorgens auf den BĂ€umen vor meinem Fenster versammeln: Die Singvögel bereiten mir eine tiefe Freude an der Schwelle zum Tag.
Mag der Kopf auch schwer sein, der Körper noch mĂŒde, die Seele verspannt â der Morgen hat es in sich. Mir kommt es vor, als sei die Luft durchsichtiger, weniger verstopft mit Gedanken und den Energien der Menschen, die bald wieder loswuseln. Ich muss es auch, mein Tagewerk wartet. Eine kleine Weile noch will ich innehalten. Ich öffne die HaustĂŒre und verlangsame den Schritt, den Blick zum Himmel gerichtet. Wo sind sie nur, all die SĂ€nger, die laut Ornithologen mit ihrem Gezwitscher lediglich ihr Revier verteidigen und eine Braut anlocken wollen? Wenn ich GlĂŒck habe, erhasche ich eine Amsel im GeĂ€st eines Baumes und denke, was sie wohl denkt. Ob sie mich wahrnimmt und spĂŒrt, welche Kraft von ihrem Gesang ausgeht, welchen Bogen sie fĂŒr mich spannt zur Schöpfung und zum Schöpfer? Franz von Assisi, Mystiker und Tierversteher, war ĂŒberzeugt davon. Seine Predigt zu den Vögeln vor den Toren des umbrischen StĂ€dtchens Bevagna wurde weltberĂŒhmt und inspiriert Maler bis in unsere Tage.
Wie genau Franz mit der Vogelschar ums Jahr 1200 herum kommunizierte, weiss ich nicht. Vielleicht nicht viel anders als all die FrĂŒhaufsteher, die sich mit zunehmend wachen Sinnen ĂŒber das frĂŒhmorgendliche Gezwitscher freuen. Es ist so wenig und doch schon alles, um das Transzendente in uns zu spĂŒren, das weit ĂŒber unseren wahrnehmbaren Körper, ĂŒber unsere wahrnehmbare Welt fĂŒhrt.
Mich erfĂŒllen die ge ederten Freunde mit Dankbarkeit. Hier und jetzt zu leben, schreibt sich so leicht und ist manchmal so schwer. Die kleinen Kreaturen, die wir Vögel nennen, recken die Brust und nehmen nichts wichtiger als ihren morgendlichen Gesang. Sie bringen mich dazu, fĂŒr einen Moment alles um mich herum zu vergessen und ihr Geschenk in ein Gebet mĂŒnden zu lassen. Und Hand aufs Herz: Oft wĂŒrde ich danach gleich loslaufen wollen, hinein in einen freien Tag ohne Plan und P icht. Meine Singvögel bringen mich jeweils zurĂŒck auf den Boden und auf das, was ansteht. Und trĂ€llern zum GlĂŒck ja schon morgen wieder ein neues Konzert.
FREI HABEN, HOCH ĂBER DEM NEBELMEER THRONEN â UND DAZU KREATIV SEIN: DIESE ZEHN EXKLUSIVEN HERBSTANGEBOTE VON SCHWEIZ TOURISMUS UND DER KLUBSCHULE MIGROS VERBINDEN AUF PERFEKTE ART UND WEISE ERHOLUNG, GENUSS UND HORIZONT ERWEITERUNG IN DER OSTSCHWEIZ UND IM BĂNDNERLAND.
St. Galler Spitzen sind international bekannt â und allgegenwĂ€rtig. Auf dem Catwalk, im Atelier, aber auch in der Backstube des Hotels Einstein. Der Auftakt Ihres Aufenthalts bildet eine spannende FĂŒhrung durch die Textilstadt St.Gallen und das Textilmuseum. Tauchen Sie in die ehemalige TextilblĂŒte der Stadt ein. Lassen Sie sich bei diesem Kurztrip von den Patissiers des Hotels Einstein in die wohlgehĂŒteten Geheimnisse des Tortenbackens und -fĂŒllens einweihen. Unter fachkundiger Anleitung probieren Sie verschiedene Rezepte aus und dekorieren Ihr Backwerk mit einer filigranen Spitzenapplikation. SpitzenmĂ€ssig geht es gleich weiter im NĂ€hatelier, wo Sie nach dem kleinen Einmaleins des NĂ€hens eine angesagte Clutch aus Spitzen fertigen. Die Inspiration dazu gibt es zuvor im Textilmuseum. Beginnen Sie den Tag jeweils mit einem ausgiebigen FrĂŒhstĂŒck im eleganten Hotel Einstein und geniessen Sie von der Terrasse aus den herrlichen Blick ĂŒber die DĂ€cher der Gallusstadt. Besuchen Sie mit der Stiftsbibliothek UNESCO Weltkulturerbe und natĂŒrlich Schepenese, die Ă€gyptische Mumie. Schlendern Sie durch die malerische Altstadt und entspannen Sie abends im angesagtesten Hotel der Stadt. Ein Spitzentrip.
Herbstfloristik ĂŒber dem Nebelmeer
Holen Sie den Zauber des Herbstes in Ihr Zuhause, mit dekorativen Gestecken aus Blumen, Beeren, FrĂŒchten und BlĂ€ttern âgesammelt im idyllischen Heiden. Kehren Sie Ihrem Alltag zwei Tage lang den RĂŒcken, um sich der hohen Kunst der Floristik hinzugeben. Vertiefen Sie sich unter fachkundiger Anleitung in verschiedene florale Techniken, probieren Sie Kombinationen mit vielfĂ€ltigen Materialien aus. Letztere können Sie bei der Kursleitung beziehen. Das florale Gesteck und die FĂ€higkeit, weitere Kreationen umzusetzen, nehmen Sie mit nach Hause. Genauso wie das unbezahlbare Bild von Ihrem Hotel auf den Bodensee. Geniessen Sie die wohltuende Langsamkeit des Appenzellerlands zusammen mit den Annehmlichkeiten des Hotels Heiden, das mit Designtapeten von Jakob SchlĂ€pfer, hochwertigen Stoffen und geschmackvollen Farben das Auge verfĂŒhrt.
Aquarellieren im englischen Garten mit Blick auf den Bodensee â so sieht Ostschweizer Savoir-Vivre im 450-jĂ€hrigen Schloss Wartegg aus.
Erwerben Sie in diesem Workshop die Grundtechniken, die Materialkunde und die Farbenlehre des Aquarellierens. Wenn Sie bereits Kenntnisse mitbringen, vertiefen Sie diese, arbeiten an eigenen Bildideen und entwickeln Ihren persönlichen Ausdruck. Die fachkundige Kursleitung unterstĂŒtzt Sie dabei nach gestalterischen Prinzipien und mit geschultem Auge.
Der zauberhafte Schlossgarten als Kursort wirkt wie eine Oase der Inspiration. Genauso wie die einzigartige Lage ĂŒber dem Bodensee, die zur Velotour, Wanderung oder Kutschenfahrt einlĂ€dt. Geniessen Sie ausserdem exquisite Schlossgastronomie im Bio-Restaurant, tauchen Sie ein ins historische tĂŒrkise Bad und sinken Sie abends wohlverdient in Ihre kuscheligen Betten. So geht Erholung.
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Wie klingt es, wenn zwischen Berg und See Musik aus aller Welt erwacht?
Finden Sie es heraus â im aussichtsreichen Gesangsworkshop.
Freuen Sie sich in diesem Workshop auf Melodien aus Westafrika und dem mittleren Osten, auf amerikanischen Jazz und den Klang Ihrer Stimme. Lernen Sie mitten im Toggenburg, Körper und Geist in Einklang zu bringen, indem Sie Ihrer Stimme Vertrauen schenken und Ihre musikalische Intuition wecken. Zwischen Alpwiesen und Schwendisee beschĂ€ftigen Sie sich mit Atemtechnik und Stimmbildung, mit Harmonik und Tonleitern, mit Klang und Rhythmik. Entdecken Sie zudem die unbezahlbare Weitsicht, die herausragende regionale KĂŒche und das vielfĂ€ltige Wellnessangebot in Stumpâs Alpenrose, Ihrem charmanten Landhotel. Kuhglocken, frischer Wiesenduft und die einzig artige voralpine Naturlandschaft sorgen im Nu fĂŒr Tiefenentspannung und anhaltende Erholung. Auf zu musikalischen HöhenflĂŒgen.
Functional Training tut Ihrer Gesundheit gut. Besonders an der frischen Bergluft und in Kombination mit dem Verwöhnprogramm im Hotel Schweizerhof, Lenzerheide.
Der moderne Mensch sitzt. Und sitzt. Und sitzt. Sie auch? Dann ist es höchste Zeit fĂŒr funktionelles Training! In diesem Workshop lernen Sie, wie Sie bewusst Bewegung in Ihren All -
tag einbauen und damit Ihren Körper vor Verspannungen und Fehlbelastungen schĂŒtzen. Aktivieren Sie Ihre Körperspannung, stĂ€rken Sie Ihre Muskulatur und fördern Sie Ihre Beweglichkeit.
Als aufmerksamer Gastgeber macht Ihnen das Hotel Schweizerhof das Training mit dem hoteleigenen Activity Raum einfach. Und wenn die Arbeit zum Wohle der Gesundheit getan ist, können Sie mit einem guten GefĂŒhl die hervorragende GourmetkĂŒche geniessen. Oder Sie entspannen im grössten Hamam der BĂŒndner Berge, nutzen weitere Wellnessangebote oder erfreuen sich an vielfĂ€ltigen Outdoor-AktivitĂ€ten in der Heide.
Achtsamkeit trifft
BĂŒndner Landliebe
Entfliehen Sie dem Alltag und kommen Sie mit Achtsamkeit zur Ruhe. Einatmen, ausatmen und den Augenblick bewusst wahrnehmen, das klappt im aussichtsreichen PrÀttigau.
Vergessen Sie krĂ€fteraubende Alles-immer-sofort-Gedanken. Nach diesem Workshop erkennen Sie Wege zur Ruhe. Mit wirksamen KörperĂŒbungen und einer bewĂ€hrten Meditationstechnik aus dem Zen-Buddhismus lernen Sie, bewusst innezuhalten und Ihre Aufmerksamkeit auf den Augenblick zu richten. Entdecken Sie den achtsamen Umgang mit Alltagsthemen inmitten der herrlichen BĂŒndner Bergwelt. Geniessen Sie im familiĂ€r gefĂŒhrten Hotel Scesaplana die kreative KĂŒche und den herrlichen Ausblick. Lauschen Sie dem lieblichen PlĂ€tschern des Springbrunnens im Schlösslipark und entspannen Sie im original AlphĂŒttchen. Wandern Sie dem geschichtstrĂ€chtigen Salisweg entlang und erfreuen Sie sich des viel besungenen PrĂ€ttigaus. Gönnen Sie sich diese Auszeit â Ihrer Gesundheit zuliebe.
Lernen Sie dort malen, wo LiteraturnobelpreistrÀger Thomas Mann zu seinem weltbekannten Buch «Der Zauberberg» inspiriert wurde.
Lernen Sie, an der frischen Luft mit Bleistift, Tusche, Aquarell & Co. zu arbeiten. Dabei eignen Sie sich unter fachkundiger Leitung verschiedene Zeichen- und Maltechniken an, die Grundlagen der Perspektive und wertvolles Wissen zur Farbenlehre. Bei schönem Wetter stehen Davos und seine umwerfende Natur Ihnen Modell.
Sollte das Wetter nicht mitmachen, erwartet Ihre Kursleitung Sie im legendĂ€ren â autofreien â Berghotel Schatzalp, wo Sie ĂŒbrigens auch logieren. In einzigartiger Ruhe, oberhalb von Davos gelegen, vereint es Belle Epoque, Savoir-Vivre und wohltuende Höhenluft. So muss ein malerischer Kurztrip sein.
Sagen Sie dem Stress Ade. Mit Yoga, Ayurveda und der erholungsfördernden Idylle im und um das Flimser Romantik Hotel Schweizerhof.
In diesem zweitĂ€gigen Workshop lernen Sie das seit Jahrtausenden ĂŒberlieferte indische «Wissen vom Leben» in seinen GrundzĂŒgen kennen, verstehen und anwenden. Entdecken Sie Ihren Konstitutionstyp und die wohltuende Wirkung der ayurvedischen KĂŒche â Sie erhalten ayurvedische ErnĂ€hrungstipps, die Menu-Zusammenstellung wĂ€hrend Ihrem Aufenthalt gestaltet sich vegan oder vegetarisch.
Abseits vom Alltag â im historisch geprĂ€gten Romantik Hotel Schweizerhof gelingt Ihnen das spielend. Erholen Sie sich in der imposanten Bergwelt, erkunden Sie Pinut, den Ă€ltesten Klettersteig der Schweiz, und blicken Sie beim FrĂŒh-Yoga auf den tĂŒrkis schimmernden Caumasee. Kurz: Geniessen Sie Flims entspannt und authentisch auf Ayurveda-Art.
Einen Steinbock, Adler oder Murmeltiere in freier Wildbahn zu fotografieren, ist eine Kunst fĂŒr sich. Lernen Sie dieses Handwerk von einem alten Hasen.
Sehen Sie das Engadin durch die Linse des mehrfach ausgezeichneten Naturfotografen Roland Hemmi. Auf einer rund vierstĂŒndigen Wanderung lernen Sie die besten Fotospots kennen und erfahren wertvolles Know-how zum Fotografieren im Freien. SpĂ€testens beim köstlichen Picknick inmitten der traumhaften Bergkulisse entdecken Sie das spezielle Licht, das die hiesigen Berge und Seen verzaubert.
Sind die einmaligen Momentaufnahmen im Kasten, gehts zurĂŒck ins Hotel Rosatsch. Hier erwarten Sie echte Herzlichkeit und Engadiner SpitzenkĂŒche. Lassen Sie sich verwöhnen â auch im grosszĂŒgigen Wellnessbereich. Oder unternehmen Sie einen illustren Abstecher ins mondĂ€ne St. Moritz. Das Engadin erfreut die Seele.
Capuns, Maluns, Pizokels, Pizzoccheri â wer hats erfunden? Schauen Sie einem hiesigen Spitzenkoch ĂŒber die Schulter und lernen Sie, wie BĂŒndner Genuss entsteht.
Lassen Sie sich am ersten Tag von Starkoch RenĂ© Stoye (14 Gault-Millaut-Punkte) in die Geheimnisse der BĂŒndner SpezialitĂ€tenkĂŒche einfĂŒhren. Unter seiner Leitung bereiten Sie in der HotelkĂŒche ein exquisites MenĂŒ zu, das Sie anschliessend gemeinsam geniessen. Welcher edle Tropfen aus der BĂŒndner Herrschaft dazu passt, das wissen Sie nach dem Weinseminar in der Valentin Vinoteca. Am zweiten Tag erfahren Sie, wie die BĂŒndner Nusstorte zu dem wurde, was sie heute ist. Entdecken Sie ausserdem das jahrhundertealte Handwerk des alpinen Trockenfleisches âund stellen Sie Ihren eigenen Salsiz her. Zwischen all den kulinarischen Highlights bleibt genug Zeit, um die Seele baumeln zu lassen. In der Natur, im herrlichen Romantik Boutique Hotel GuardaVal oder im Wellnessbereich. kel
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Durch stĂ€ndige Fehl- oder Schonhaltungen leiden wir oft unter Verspannungen, die sich spĂ€ter zu chronischen Schmerzen entwickeln. Der Körper kompensiert dies ĂŒber eine gewisse Zeitspanne, ohne dass Schmerzen auftreten. Aber: Sehnen, BĂ€nder und Muskeln sowie die Faszien verhĂ€rten sich so sehr, dass Verspannungsschmerzen auftreten und der Bewegungsablauf vermehrt gestört wird. Durch Rolfing werden die Verspannungen gelöst, der Bewegungsablauf optimiert. Dadurch können sich die Schmerzen verringern bis hin zur Schmerzfreiheit.
+ Mehr Infos bei Margrit NĂ€geli-Neff, Telefon 044 362 61 23
Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung leidet laut der Zeitschrift «Beobachter» unter psychischen Erkrankungen. Dieser Volkskrankheit steht eine moderne und wirksame Beratungs- und Therapiemethode gegenĂŒber. Dabei erfolgt der Zugang zu einer «verwundeten Seele» nicht nur ĂŒber das GesprĂ€ch, sondern ĂŒber an- und entspannende KörperĂŒbungen. Studien und langjĂ€hrige Praxiserfahrungen zeigen, dass psychosomatische Störungen und Stresserkrankungen raschere Besserungstendenzen zeigen, wenn nebst dem GesprĂ€chsprozess der Körper in passiver oder aktiver Form mit einbezogen wird. Lernen Sie jetzt die Körperzentrierte Psychologische Beratung IKP als eine moderne und ganzheitliche Therapieform kennen.
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Das in der NĂ€he von Caprese Michelangelo, dem Geburtsort des berĂŒhmten gleichnamigen KĂŒnstlers, gelegene Agriturismo
La Casina bietet alles, was das Herz begehrt: rustikale und gemĂŒtliche Appartements und Zimmer, köstliche Gerichte, die Elisabetta und Mario mit Produkten vom eigenen Hof kreieren, hauchdĂŒnne Pizzen aus dem uralten Holzofen, schattige EichenwĂ€lder, in denen es sich flanieren und spazieren lĂ€sst, kĂŒhle FlĂŒsse, die zum Bade laden und natĂŒrlich genau die Prise ItalianitĂ , die jeden Ferientag in der berauschenden Landschaft der Toscana zum einzigartigen Erlebnis macht.
+ Mehr Infos und Bilder unter www.agriturismolacasina.it
Unsere Fachschule LIKA fĂŒr Atem, Beratung und Therapie feiert das 30-Jahr-JubilĂ€um. Wir bieten eine EMR-konforme Atemtherapieausbildung an, mit vielen Weiterbildungen und Kursen fĂŒr Fachleute und alle Interessierten.
Besuchen Sie uns am 28. Oktober an unserer Fachtagung. Wir bieten:
âą Referate und Workshops von Dr. Nick Blaser und Monica Strickler zu den Themen «Analoges und digitales IchGrenze-Bewusstsein» und «Das persönliche Wertesystem â der innere Wegweiser».
âą Workshop mit Roland Hirrlinger: «Embodiment âSicherheitsgefĂŒhl und Selbstverteidigung». Der Tag wird begleitet vom Philosophen Willi Fillinger.
Profitieren Sie vom JubilĂ€umsrabatt von 30 Franken bis 31.08.â2017. Unsere Schule befindet sich an der Aare im wunderschönen ehemaligen Dorfschulhaus. GenĂŒgend ParkplĂ€tze vor dem Haus, Bus ab Bhf Brugg jede halbe Stunde.
+ Infos unter LIKA GmbH, Stilli b. Brugg, Telefon 056 441 87 38 www.lika.ch unter Fachtagung
Die Casa Santo Stefano liegt inmitten eines wildromantischen Wandergebiets mit KastanienwĂ€ldern und WasserfĂ€llen an einem einmaligen Sonnenhang, im Herzen des Malcantone. Ideal fĂŒr einen spontanen Kurzurlaub! Mit dem neuen Ticino Ticket profitieren Sie von vielen VergĂŒnstigungen. Besuchen sie unsere neue Website.
Eine Auswahl aus unserem Kursprogramm 2017
08.07.â14.07. Yogaferien mit Christine May 16.07.â22.07. Yoga-Sommerferien im Tessin 29.07.â04.08. Yogaferien mit Beate Cuson 04.08.â06.08. Yogaretreat
12.08.â17.08. Yogaferientage im Tessin 23.08.â27.08. Yogaretreat 14.09.â17.09. Yoga-Weekend 08.10.â14.10. Yogaferien & Wandern im Herbst 22.10.â27.10. Yoga- & Herbstwanderferien
+ Mehr Infos und weitere Ferienangebote:
Casa Santo Stefano
6986 Miglieglia
Telefon 091 609 19 35 www.casa-santo-stefano.ch
Leiden Sie unter Beschwerden ohne klare Diagnose? Oder schlafen Sie schlecht? Erdstrahlen, Elektrosmog oder Störungen im natĂŒrlichen Erdmagnetfeld können die Gesundheit beeinflussen. Wie solche Störfelder gemessen werden und wie man sich davor schĂŒtzen kann, erfahren Sie beim Vortrag «Gesund werden ist möglich» am 13. September ab 19 Uhr bei Paramed, Haldenstrasse 1, in Baar. Eintritt frei!
+ Anmeldung unter Telefon 032 626 31 26 oder per E-Mail an events@paramed.ch
Am 21. Oktober startet die beliebte und praxisorientierte Feng-Shui-Ausbildung bereits zum 15. Mal. Durch die PraxisnĂ€he und die 20-jĂ€hrige Erfahrung ist der zweijĂ€hrige Lehrgang einzigartig im Konzept. Markus Frei und Christine HĂŒsler vermitteln auf lustvolle und kreative Art, wie die Kunst und Wissenschaft des Feng Shui effizient in die moderne Raumgestaltung einfliesst. Alles Wissenswerte zum Lehrgang erfahren Sie am Info-ApĂ©ro vom Donnerstag, 8. September 2017, 19.30 Uhr im Hotel Schweizerhof Luzern. Und selbstverstĂ€ndlich sind Sie herzlich eingeladen zum beliebten Feng Shui-Tagesseminar vom Samstag, 23. September 2017, 9.15 â17.00 Uhr.
+ Infos und Anmeldung unter www.freiraeume.ch
Beinahe jeder «trainiert» tĂ€glich seine Fehlhaltung, ohne es zu wissen. Ist das Skelett nicht im Lot, hat das zur Folge, dass die Gelenke einer permanenten Fehlbelastung ausgesetzt sind, dies wiederum hat muskulĂ€re Dysbalancen zur Folge, die sich wiederum negativ auf den energe tischen Kreislauf und das Vegetativum auswirken können. Der Hauptverursacher von beinahe allen Schmerzen ist die Fehlhaltung. Dagegen hilft WBA (WirbelsĂ€ulen-BasisAusgleich), ein ganzheitliches, natĂŒrliches Bewegungsund Behandlungskonzept, nicht nur in der Therapie, sondern auch in der PĂ€vention.
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mit 100 % stabilisierter Wassermatratze, inkl. WĂ€rmesystem, inkl. Lieferung und Montage im Wert von Fr. 2030.â.
Aqua Dynamic ist seit 1982 Schweizer Wasserbett-Marktleader. Aqua Dynamic-Wasserbetten zeichnen sich aus durch stufenlos einstellbare Bett-Temperatur, im Winter wohlig warm im Sommer angenehm kĂŒhl, sowie unĂŒbertroffene Körperanpassung ohne Druckstellen. Ideal fĂŒr die perfekte AbstĂŒtzung der WirbelsĂ€ule in jeder Lage. Es ist erwiesen, dass man sich in diesen Gesundheits-Wasserbetten bis zu ÂČâÂł weniger dreht und wendet und somit morgens erholter aufsteht. Wasserbetten sind gewĂ€rmt und ungewĂ€rmt erhĂ€ltlich, sie passen in praktisch jede bestehende Bettstelle. Wasserbetten erhĂ€lt man im Fachhandel mit 30 Tagen Umtauschrecht. Mehr Infos auf www.wasserbett.ch
Lösung des RÀtsels aus dem Heft 06-2017
Gesucht war: Blumenstrauss
Vorname Name
Strasse PLZ / Ort
Lösung
Und so spielen Sie mit: Senden Sie den Talon mit der Lösung und Ihrer Adresse an: AZ Fachverlage AG, «natĂŒrlich», Neumattstrasse 1, 5001 Aarau. Schneller gehts via Internet: www.natuerlich-online.ch/raetsel
Teilnahmebedingungen:
Einsendeschluss ist der 25. August 2017. Die Gewinner werden direkt benachrichtigt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ăber diese Verlosung wird keine Korrespondenz gefĂŒhrt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Ein Aqua Dynamic-Wasserbett im Wert von Fr. 2030.â.
38. Jahrgang 2017, ISSN 2234-9103
Erscheint monatlich
Doppelnummern: Januar/Februar, Juli/August
DruckauïŹage: 22 000 Exemplare
Verbreitete AuïŹage: 18 255 Exemplare
Leserschaft: 102 000 (MACH Basic 2017-1)
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Herausgeberin
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Roland KĂŒhne
Redaktion «natĂŒrlich»
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Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB AZ Anzeiger AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Fachverlage AG, AtmosphÀren Verlag GmbH, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Zeitungen AG, FixxPunkt AG, Belcom AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, VS Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG, Dietschi AG, TrisCom-Media AG, Radio 32 AG, AZ Vertriebs AG, Zofinger Tagblatt AG
Autoimmunerkrankungen haben stark zugenommen. Forscher identi zieren Verursacher. Damit rĂŒcken PrĂ€vention und Heilung in greifbare NĂ€he.
Die WirbelsĂ€ule trĂ€gt und ertrĂ€gt uns âdenn beinahe jeder «trainiert» tĂ€glich seine Fehlhaltung, ohne es zu wissen. Einfache Ăbungen stĂ€rken den RĂŒcken.
Ob Kraut, Samen, Tinktur oder Pulver: Legale Hanfprodukte boomen. Sie machen nicht high, sondern sollen heilen â dank des Wirkstoffs Cannabidiol (CBD).
Basel plant ein Ozeanium. Die Fondation Franz Weber wehrt sich dagegen. Denn hinter den Kulissen der Meeresaquarien spielen sich Dramen ab.
«natĂŒrlich» 09-17 erscheint am 25. August 2017
Kontakt /Aboservice: Telefon 058 200 55 62 oder abo@natuerlich-online.ch, www.natuerlich-online.ch
Thomas Widmer ist Redaktor und Kolumnist (« Zu Fuss ») beim «Tages-Anzeiger».
Thomas Widmer sucht einen Hausgott â aber ist der Reiseluftbefeuchter die richtige Wahl?
Ich weiss nicht mehr, was mich im November ritt. Vermutlich dachte ich an Weihnachten. Dass ich das Ding jemandem schenken wĂŒrde. Wem? Ich weiss es bis heute nicht.
Und also steht der «Boneco Travel Humidi er» bei mir herum. Die Schachtel zeigt ein toasterÀhnliches GerÀt mit einem Wasserstutzen, an den eine Pet asche angedockt ist. Dies ist der Clou: Der Reiseluftbefeuchter funktioniert mit einer aufgesetzten Pet-Flasche und liefert gemÀss Hersteller «weltweit gesunde Luft». Ich reise selten und brauche so etwas nicht. Doch wenn jemand viel reist, will er dann einen Reiseluftbefeuchter mitschleppen? Ich weiss wirklich nicht mehr, was mich im November ritt.
Prinzipiell mag ich meinen Haushalt schlank. Alle Jahre aber verspĂŒre ich diesen Trieb, etwas zu kaufen, was ich nicht brauche. Die ĂŒberkandidelte Stubenuhr hĂ€ngte ich nach einer Woche wieder ab. Bei ihr sind die Stunden spiegelverkehrt aufgedruckt, und die Zeiger laufen linksherum. Mir wurde jedes Mal schwindlig, wenn ich versuchte, die Zeit abzulesen. Originell? Höllisch originell!
Anna hat nicht nur GadgetanfĂ€lle, sie hat eine Gadgetsucht. Jeden Monat oder so bestellt sie etwas. Neuerdings ist eine daumenschrauben-Ă€hnliche Vorrichtung am RĂŒstbord in ihrer engen KĂŒche x montiert; ein ApfelschĂ€ler, der vermutlich alle anderen Arbeiten behindert. Als ich zu Besuch war, zeigte mir Anna den SchĂ€ler und fragte: «Willst du einen Apfel?» Ich bin kein Apfelfan, rief aber begeistert: «Au ja!»
Anna spannte den Apfel ein, er sprang wieder aus der Halterung, sie spannte ihn fester ein, jetzt hielt er; sie kurbelte wild, und am Schluss war der Apfel nackt. Allerdings hatte ihn der Druck verformt, auch wÀre es mit dem Messer schneller gegangen. Anna strahlte, wÀhrend sie ihr KultgerÀt sÀuberte, was Minuten dauerte: «Ist das nicht grossartig?» Und ich, tapfer mampfend: «Ganz grossartig, Anna!»
Betty Bossi hĂ€lt Dinge feil wie eine Ballinipfanne â was zur Hölle sind Ballini, denke ich angesichts des Angebots. Aber garantiert gibt es Leute, welche die Pfanne gekauft haben, genauso wie andere Leute den funkbasierten SchlĂŒssel nder ordern. Oder den KleiderstĂ€nder mit Wegweiser-Armen, die nach Paris, Ulan Bator und Montevideo zeigen. Oder den Tischventilator im Retrodesign.
Die alten Römer hatten Haushaltgötter, die Laren und die Penaten. Es gab Nischen mit Götter guren, denen man huldigte und Dinge opferte. Vielleicht fehlt so etwas im heutigen Haus, vielleicht schlagen uns charismatische GegenstĂ€nde deshalb in den Bann â allerdings wirkt die Magie nicht auf jeden gleich stark.
Ich hĂ€tte einen Reiseluftbefeuchter zu verschenken â will ihn jemand, bitte, bitte? â
«Der
Messen Sie hier Ihren Unterbrustumfang Weite,komfortable RĂŒckenpartie
SO BEQUEM, DASS SIE DARIN SCHLAFEN KĂNNEN!
Dieser einzigartige BH gibt Ihrer Brust sicheren Halt â denn das hautfreundliche, netzartige Gewebe passt sich Ihrer Brust wie eine zweite Haut an. TrĂ€ger, Saum und Verschluss sind so beschaffen, dass an keiner Stelle etwas kneift, drĂŒckt oder einschneidet. Das seidenartige Stretch-Gewebe trĂ€gt sich so angenehm, dass Sie fast vergessen, dass Sie einen BH tragen! Mit anderen Worten: Der Comfort-BH ist so bequem, dass Sie sogar darin schlafen können! Und das Beste: Dank der flexiblen Netzstruktur passt sich der Comfort-BH Ihrer Brust automatisch an â egal welche Körbchengrösse Sie brauchen. Alles, was Sie wissen und bei der Bestellung angeben mĂŒssen, ist Ihren Unterbrustumfang. Der BH ist aus solidem NylonSpandex-Gewebe und ist in der Maschine waschbar.
«Ich liebe BH HAT ETWAS nur
NICHT KENNT, VERPASST!
Kundinnen sagen dazu: bequemste BH, den ich je getragen habe!»
«Ich werde nie BH
«Sitzt so
«Ich Kleider
mehr einen anderen tragen!»
angenehm wie eine zweite Haut» wĂŒnschte mir, alle meine wĂ€ren so bequem!» die ElastizitĂ€t der Körbchen.»
beim Kauf von 2 StĂŒck
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Tag1SchweizâFreiburgâMainz
Busanreise nach Freiburgmit Ankunft um ca. 10 Uhr
Besuch des Weihnachtsmarkts in Freiburg. Um ca. 14:30 Uhr Busfahrt nach Mainz wo die Excellence AllegraSie bereits erwartet. Tag2Köln
Entdecken Sie heute die sechs verschiedenen WeihnachtsmĂ€rkte in der Rheinmetropole Köln. Um 15:30 Uhr legt die Excellence AllegraabinRichtung Mainz. Tag3MainzâSchweiz
Nach dem FrĂŒhstĂŒck erfolgt die Ausschiffung. Besuch des Mainzer Weihnachtsmarkts. Um ca. 14:30 Uhr BusrĂŒckreise zu Ihrem Abreiseort.
Abreisen 24.11./26.11.: GeÀndertes Programm (WeihnachtsmÀrkte z.T. geschlossen). Details auf Anfrage.
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Die Excellence Queen zĂ€hlt zu den luxuriösesten Schiffen Europas. Die Kabinen auf dem Mittel- und Oberdeck sind 16 mÂČ gross mit französischem Balkon, ausgestattet mit Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage, SAT/TV,Minibar,Safe, Telefon. Lift vonMittel- zu Oberdeck mit Whirlpool.
Route 1KoblenzâTrier
Tag1SchweizâKoblenz. Busanreise nach Koblenz. Der Weihnachtsmarkt mit ĂŒber 100 Buden findet auf mehreren PlĂ€tzen der Altstadt statt.
Tag2KoblenzâCochemâBeilstein. Flussreise auf der Mosel bis Cochem. Die «Perle an der Mosel» zeigt sich zur Weihnachtszeit in besonderem Glanz. Tag3BeilsteinâBernkastel. Die AtmosphĂ€redes Bernkasteler Weihnachtsmarktes wirdSie verzaubern. Tag4TrierâSchweiz. Der zauberhafte Weihnachtsmarkt findet auf dem Hauptmarkt vordem Dom statt. Geniessen Sie den Duft vonGlĂŒhwein und gebrannten Mandeln. BusrĂŒckreise in die Schweiz.
Route 2TrierâKoblenz
Detailprogramm auf Anfrage.
3Tage ab Fr.
inkl. An-/RĂŒckreise und Vollpension an Bord
Reisedaten 2017
24.11.â26.11., 26.11.â28.11., 10.12.â12.12., 12.12.â14.12., 14.12.â16.12.
Preise proPerson Fr. Kabinentyp Katalogpreis Sofortpreis
Deluxe 2-Bett, Hauptdeck 395.â 295.âDeluxe 2-Bett, frz. Balkon, Mitteldeck 475.â 375.âDeluxe 2-Bett, frz. Balkon, Oberdeck 575.â 475.â
Zu sc hl Ă€ge: Wochenendzuschlag FrâSo 40.â âą AlleinbenĂŒtzung Deluxe Kabinen 195.â âą Königsklasse-Luxusbus 65.â
Un se re Le is tungen: An-/RĂŒckreise im Komfort-Reisebus âą Excellence Flussreise mit Vollpension an Bord âą Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung
inkl. An-/RĂŒckreise und Vollpension an Bord
Reisedaten 2017
Rout e1,K oblenz âTri er, 24.11.â27.11., 30.11.â03.12., 06.12.â09.12., 12.12.â15.12. Rout e2 ,Tri er âK oblenz , 27.11.â30.11., 03.12.â06.12., 09.12.â12.12., 15.12.â18.12. Preise proPerson Fr Kabinentyp
Katalogpreis Sofortpreis 2-Bett, Hauptdeck 605.â 455.â2-Bett, frz. Balkon, Mitteldeck 675.â 525.â2-Bett, frz. Balkon, Oberdeck 745.â 595.âRe duk tionen: Abreise 24.11. (WeihnachtsmĂ€rkte teils noch nicht geöffnet) â60.âZu sc hl Ă€ge: AlleinbenĂŒtzung Kabine Hauptdeck 145.â âą AlleinbenĂŒtzung Kabine Mittel-/Oberdeck 195.â âą Königsklasse-Luxusbus 95.âUn sere Leis tungen: An-/RĂŒckreise im Komfort-Reisebus âą Excellence Flussreise mit Vollpension an Bord âą Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung eqkob1 eqtri4 www.mittelthurgau.ch
Buchungscode
Excellence Melodia
Ein Flussschiff der neusten Generation mit hohem Komfort, Wellnessbereich und grosszĂŒgigen Kabinen. Die luxuriösen Kabinen sind mit WC, getrennter Dusche, individuell regulierbarer Klimaanlage, Föhn, Safe, Flachbildschirm-TV,Internetzugang udn Stromanschluss 220 Vausgestattet.
Jetzt bestellen: Katalog «Advent auf dem Fluss 2017»! usgestattet.
Tag1SchweizâMĂŒnchenâPassau
Der beliebte Weihnachtsmarkt mit alpenlÀndischem Flair warinseiner Tradition und ist immer noch ein sogenannter «Warenmarkt».
Tag2TullnâWien
Im Advent prÀsentiert sich Wien mit vielen stimmungsvollen WeihnachtsmÀrkten vonseiner romantischen Seite.
Tag3Wien
Beim traditionellen Wiener Adventszauber wirdder Rathausplatz zu einem leuchtenden MĂ€rchenland.
Tag4LinzâSalzburgâSchweiz
Wenn es weihnachtet in der Mozartstadt öffnet der Salzburger Christkindlmarkt seine Pforten. Um ca. 13.30 Uhr BusrĂŒckreise zu Ihrem Abreiseort.
Reisedaten 2017
25.11.â28.11., 28.11.â01.12., 01.12.â04.12., 04.12.â07.12., 07.12.â10.12., 10.12.â13.12., 13.12.â16.12.
Preise proPerson Fr
Kabinentyp
Katalogpreis Sofortpreis
Deluxe 2-Bett Hauptdeck 645.â 495.â
Deluxe 2-Bett, frz. Balkon, Mitteldeck 725.â 575.â
Deluxe 2-Bett, frz. Balkon, Oberdeck 815.â 665.â
Zu sc hl Ă€ge: Wochenendzuschlag DoâSo/FrâMo/SaâDi 45.â âą AlleinbenĂŒtzung
Deluxe Kabinen 275.â âą Königsklasse-Luxusbus 95.â
Un se re Le is tungen: An-/RĂŒckreise im Komfort-Reisebus âą Excellence Flussreise mit Vollpension an Bord âą Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung emmuc1 www.mittelthurgau.ch
Internet Buchungscode
Nich tinb egri ff en: Auftragspauschale proPerson Fr.20.â âą Persönliche Auslagen âą GetrĂ€nke âą fakultativeAusflĂŒge âą Versicherung âą Trinkgelder Ab fahr ts or te: Wil âą,Burgdorf âą,Winterthur-Wiesendangen SBB, ZĂŒrich-Flughafen, Reisebusterminal âą,Aarau SBB, Baden-RĂŒtihof âą, Pratteln Aquabasilea âą,Basel SBB. Abfahrtszeiten auf Anfrage