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Sportförderung: Die Thuner

Die Stadt Thun schwingt mit der Zeit und lockert die Öffnungszeiten der Sporthallen.

Die Thuner Sporthallen sind länger geöffnet

Die Stadt Thun betreibt mit der günstigen Vermietung von Turnhallen wichtige Sportförderung. Seit einem Jahr sind einige Sporthallen über das ganze Jahr hinweg geöffnet. Dadurch profitieren Breiten- und Leistungssport von zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten.

Mit der Lachenhalle sowie den Hallen Gotthelf, Progymatte, Eiger und Pestalozzi sind seit August 2017 fünf Thuner Sporthallen über das Jahr hinweg fast uneingeschränkt geöffnet. Nur während der Grundreinigung und für Unterhaltsarbeiten müssen sie geschlossen werden. Auch abends sind sie länger offen. Nach einem Jahr zieht der Vorsteher der Direktion Bildung Sport Kultur eine positive Bilanz: «Die Lockerung der Öffnungszeiten hat sich bewährt und wird von den Sportvereinen sehr geschätzt», so Roman Gimmel.

Sportwettkämpfe auch an Feiertagen

Hintergrund für die Neuerung ist ein Wandel im Wettkampfkalender: Die nationalen Sportverbände setzen heute Wettkämpfe und Spiele vermehrt an Feiertagen an. Deshalb hat die Stadt Thun die Rahmenbedingungen angepasst. Die ausgeweiteten Nutzungszeiten sollen jedoch keinen negativen Einfluss auf die Anwohnerschaft haben. Um die Nachtruhe zu wahren, dürfen Rasenspielfelder und Hartplätze nur bis 22 Uhr benutzt werden.

Mehr Verantwortung für Vereine

Damit durch die ausgedehnten Öffnungszeiten keine zusätzlichen Hauswartstunden anfallen, übernehmen die Vereine mehr Verantwortung. Dazu gehört die Abgabe von Schlüsseln zur Selbstverwaltung nach 21 Uhr oder die Funktion eines Vereinswartes, der vor dem Verlassen der Anlage zur Schlusskontrolle verpflichtet ist. «Das funktioniert sehr gut. Die Vereine nehmen ihre Verantwortung wahr und tragen Sorge zu den Anlagen», so Konrad Hädener, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften.

Eine weitere Neuerung ist in Planung. Künftig sollen die eingemieteten Vereine auch Kleinmaterial wie Bälle oder Seile mitnutzen können. Bis 2019 werden in ausgewählten Turn- und Sporthallen «Schränke für alle» eingerichtet.

Text Linus Schärer, Simone Tanner Bild Ramon Lehmann

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