INTERNATIONALE ARBEITSGEMEINSCHAFT DER PHILATELIE DES SOUVERÄNEN MALTESER-RITTERORDENS E.V.
INTERNATIONAL STUDY - GROUP OF THE PHILATELY OF THE SOVEREIGN MILITARY-ORDER-OF-MALTA REG.SOC.
BUNDESARBEITSGEMEINSCHAFT 16.051 IM VPHA E.V. DES BDPH E.V.
MITTEILUNGSBLATT Nr. 2-3 / 2011 XXI. Jahrgang
5,00 / ISSN 1619-9537
Heft Nr. 60
Souveräner Malteser- Ritterorden, 28. November 2011 IKONOGRAPHIE DER HEILIGEN DREI KÖNIGE Idee, Entwurf & Ausführung: © Comm. Edgar Karl Haberer, A.I.J.P. / XII.2011
Poste Magistrali, Ausgabe Nr. 423 vom 26. September 2011 Katalog Nummern 1173 - 1180 Zusammendruck im Kleinbogen, Die Standarten der historischen Zungen des Ordens LA VENERANDA LINGUA DI ALVERNIA - AUVERGNE Großmarschall
LA VENERANDA LINGUA DI PROVENZA PROVENCE
LA VENERANDA LINGUA DI FRANCIA FRANKREICH
Großkommandator
Hospitaler
LA VENERANDA LINGUA DI ARAGONA (NAVARRA) ARAGONIEN (NAVARRA)
LA VENERANDA LINGUA DI ITALIA ITALIEN
Admiral
Drapier
LA VENERANDA LINGUA DI INGHLILTERRA (CON SCOZIA E IRLANDA) ENGLAND (MIT SCHOTTLAND & IRLAND)
LA VENERANDA LINGUA DI CASTIGLIA E PORTOGALLO KASTILIEN & PORTUGAL
Großkanzler
Turcopolier
LA VENERANDA LINGUA DI ALEMAGNA - DEUTSCHLAND Großbailli Die gewählten Oberhäupter der einzelnen Zungen wurden als Pilar (Säule) oder auch Konventual Bailli bezeichnet; sie besetzten jeweils eine Großwürde, d.h. ein Amt in der Ordensregierung. So war der Großkomtur (Provence) der Vorsteher des Schatzamtes, der Großmarschall (Auvergne) der General der Infanterie, der Hospitalier (Frankreich) der Aufseher der Wohltätigkeitsanstalten, der Admiral (Italien) der Befehlshaber der Seestreitkräfte, der Großkonservator oder Drapier (Aragonien) der Vorstand der inneren Verwaltung, der Turcopolier (England) der General der Kavallerie, der Großbailli (Deutschland; zeitweise auch Großprior von Deutschland mit der Reichsfürstenwürde in Heitersheim) der Aufseher über die Festungswerke, der Großkanzler (Kastilien) zuständig für die auswärtigen Angelegenheiten. Sie trugen größere Kreuze, daher auch die Bezeichnung Großkreuze. Aus der Mitte dieser Würdenträger wurde der Großmeister gewählt. ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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Inhaltsverzeichnis Mitteilungsblatt Nr. 2-3/2011 01 02 03
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Titelseite Mitteilungsblatt Nr. 2-3/2011 in Farbe: Ausgabe Nr. 423 vom 26.09.2011, Die alten Zungen des Ordens Inhaltsverzeichnis & Impressum / Wichtiger Hinweis: Protokoll der Mitgliederversammlung vom 10.XII.2011 Vorwort des Präsidenten der ArGe. Neues vom Souveränen Malteser - Ritterorden, Rom Ein (sehr) persönlicher Reisebericht des Präsidenten der ArGe: Nah-Ost Reise 2011: Amman-Bethlehem-Jerusalem, mit Besuchen der Malteser-Klinik in Bethlehem und dem Johanniter-/Malteser - Gedenkgarten in Jerusalem Israel, Tel Aviv: Erstmals Kreuzfahrer-Inschrift in arabischer Sprache entdeckt Israel, Akkon: Extreme seltene Kreuzfahrer - Münze entdeckt Nicaragua: Francis Joseph Kardinal Spellman Italien: Sonderstempel zur Restaurierung der Madonna von Senigallia Polen: Philatelistische Belege der Ortsgruppe Olsztyn der Malteser Österreich, Weihnachten 2011 (II): Das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Plain - Trösterin der Betrübten Für die Mitglieder der ArGe im Original im Heft ! Themengleiche Ausgaben der Postverwaltungen der Italienischen Halbinsel: Italien: „Giorgio Vasari“; Vatikan sogar mit Schlacht von Lepanto - Bezug Vatikan, sowie von weiteren Europäischen Postverwaltungen „Franz Liszt“-Ausgaben SMOM - Neuausgaben vom 26. September, und SMOM - Neuausgaben vom 28. November 2011 Fotografische Impressionen: Geburtskirche in Bethlehem und Grabeskirche in Jerusalem
W I C H T I G: Für die Mitglieder der ArGe liegt diesem Mitteilungsblatt das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 10. Dezember 2011 bei. Bitte beachten Sie die 14tägige Widerspruchsfrist ! Im Januar wird der Mitgliedsbeitrag für 2012 fällig. Wir bitten dringend und frühzeitig um IHRE Überweisung; wie immer freuen wir uns AUCH über Spenden. Die Lastschriften der Beiträge wird Anfang Januar durchgeführt. Mitteilungsblatt der „INTERNATIONALEN ARBEITSGEMEINSCHAFT DER PHILATELIE DES SOUVERÄNEN MALTESER-RITTER-ORDENS (S.M.O.M.) E.V.“ , (ISSN 1619-9537) vom vorgenannten Verein herausgegeben. Sekretariat, gleichzeitig Anschrift des Präsidenten des Vereins: Edgar Karl Haberer, Zitzergasse 11, D-61250 Usingen, Tel.06081-688.991, Web.-Fax: 03212-180.7950, E-mail: >Edgar.Karl @Haberer -Usingen.de< Bankverbindung der Arbeitsgemeinschaft: Volksbank Usinger Land, Niederlassung der Frankfurter Volksbank e.G., BLZ 501 900 00, Konto Nr. 3000.04 (für Zahlungen aus dem Ausland: IBAN: DE89 5019 0000 0000 3000 04 & BIC/SWIFT-Code : FFVBDEFF). Verlautbarungen des Vorstandes der ArGe erfolgen in dessen eigener Verantwortung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden auf Verantwortung des Verfassers veröffentlicht und stellen nicht unbedingt die Meinung des Vorstandes dar. Der Nachdruck einzelner Beiträge in anderen Publikationen ist unter genauer Quellenangabe und bei Einsendung eines Belegexemplars an die Redaktion erlaubt und erwünscht. Die Rechte Dritter sind beim Nachdruck zu beachten. © Unberührt davon bleiben alle Rechte vorbehalten. Kleinanzeigen der Mitglieder (Vereinsbörse) bis zu 4 Zeilen je 60 Buchstaben werden kostenlos veröffentlicht. Für jede weitere Zeile werden 0,50 € berechnet, desgleichen für Nichtmitglieder ab der ersten Zeile. Großformatige Anzeigen pro Ausgabe für ½ Seite € 25,- , für die 1/1 Seite € 50,00. Mitglieder des Vereins erhalten auf großformatige Anzeigen 30% Rabatt. Das Mitteilungsblatt erscheint jeweils Ende April, August und Dezember eines Kalenderjahres und/oder nach Bedarf und wird den Mitgliedern nach Erscheinen kostenlos zugestellt. Redaktionsschluß: die allerletzte Minute. ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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XXI Jahre Arbeitsgemeinschaft S.M.O.M. - Philatelie e.V. ! 7. Dezember 2011 Liebe Mitglieder und Freunde der ArGe, Hiermit unser Mitteilungsblatt zum Jahresende 2011. Beim Schreiben dieses Vorwortes haben wir bereits den 6.12. und es fehlen mir noch die letzten Briefmarken-Neuausgaben des Ordens vom 28.11. aus Rom. Wie immer, werden Sie sich denken. Womit Sie auch recht haben, aber es ist Poste Magistrali einfach nicht beizubringen, die Sendung auch nur ein paar Tage früher auf den Weg zu mir zu bringen. Selten ist es mir so schwer gefallen, mit der Bearbeitung dieses Heftes in die Gänge zu kommen. Den Grund dafür können Sie auf den Seiten 8 - 22 nachlesen, denn ich habe meinen ausführlichen und sehr persönlichen Reisebericht meiner Nah-Ost Reise im September, bei dem ich auch die Ordens-Klinik in Bethlehem und den Johanniter-Malteser-Gedenkgarten in der historischen Altstadt von Jerusalem besucht habe, zum Hauptartikel dieses Heftes gemacht. Seitdem ist es mir gedanklich noch nicht so richtig gelungen, wieder hier anwesend sein zu müssen ! Mit der Arbeitsgemeinschaft Malta e.V. im BDPh e.V. unter der Leitung von Herrn Ministerialrat a.D. Wolfgang Juncker in 66242 Homburg (Saar), wurde zum 1. August 2011 eine beitragsfreie Mitgliedschaft auf Gegenseitigkeit unserer beiden Arbeitsgemeinschaften vereinbart. Ich freue mich über diese Entwicklung der Beziehungen zur ArGe Malta sehr, denn ich hatte bereits vor Jahren der damals neu gegründeten ArGe Malta diesen Vorschlag gemacht, seinerzeit leider ohne Erfolg. Immerhin teilen wir, d.h. unsere beiden Arbeitsgemeinschaften, 268 Jahre, von 1530 bis 1798, gemeinsame Geschichte, und damit auch gemeinsame philatelistische Spuren auf den Maltesischen Inseln. Ich hoffe auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit ! Zum Schluss GRATULIEREN WIR unserem Mitglied Herrn Heinz PELS LEUSDEN, wohnhaft in Milano, Italien, zum 85. Geburtstag, am 1. November, sowie der am 10. Juni 1991 gegründeten und uns seit November 1992 freundschaftlich und in gegenseitiger Mitgliedschaft verbundenen DEUTSCH MALTESISCHEN GESELLSCHAFT e.V. mit Sitz in Adenau (Eifel) zum 20. Gründung - Jubiläum. Damit wünsche ich Ihnen allen EIN GESEGNETES WEIHNACHTSFEST und EINEN GUTEN RUTSCH IN DAS NEUE JAHR 2012, 2012, Ihr
2001 - 2005 AIJP Generalsekretär - Association Internationale de Journalistes Philatéliques
Comm. Edgar Karl Haberer, Präsident ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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S.H.U.E. GROßMEISTER FRA‘ MATTHEW FESTING BEIM FEIERLICHEN BEGRÄBNIS VON OTTO VON HABSBURG Rom, 18.7.2011
S.D. Fürst Hans Adam & I.D. Fürstin Marie
S.K.H. Großherzog Henri
S.H.u.E. Fra‘ Matthew
Ganz Wien hat an dem feierlichen Begräbnis für Erzherzog Otto von Habsburg – ältester Sohn des letzten Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn, des Seligen Karl – teilgenommen, der im Alter von 98 Jahren verstorben ist. Er war Haupt des kaiserlichen Hauses Habsburg von 1922 bis 2007 und Mitglied des Malteserordens seit 1932. Über tausend Persönlichkeiten haben an dem feierlichen Trauergottesdienst teilgenommen, den Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, im Stephansdom zelebriert hat. Neben Staatsoberhäuptern und Regierungschefs zahlreicher europäischer Länder hat auch der Großmeister daran teilgenommen und im feierlichem Trauerzug über zweihundert Ritter und Damen des Malteserordens von Österreich, dem der Erzherzog angehörte, geführt.
Die Häuser von Liechtenstein & Luxembourg; rechts der Großmeister
Offizieller Besuch des Großmeisters in Monako Rom, 2.8.2011. Am 30. und 31. Juli hat Fürst Albert II. von Monaco den Großmeister zu einem offiziellen Besuch im Fürstentum empfangen. Fürst Albert und der Großmeister haben über die humanitären Projekte gesprochen, die vom Malteserorden gemeinsam mit dem Fürstentum von Monaco entwickelt worden sind sowie die Möglichkeit erörtert, die Zusammenarbeit auf weitere Länder auszudehnen. Am Abend des 31. Juli hat der monegassische Souverän, begleitet von der Fürstin Charlene, im Hof der fürstlichen Residenz ein Konzert gegeben, mit über 1000 Besuchern, dessen Erlös den medizinischen und humanitären Programmen des Malteserordens zugutekommt. Die ersten Urkunden, die das Zusammenwirken des Fürstentums mit dem Malteserorden dokumentieren, weisen bis in das sechzehnte Jahrhundert zurück. 1565 hat Honoré I. von Monaco drei Galeonen nach Malta entsandt, zur Unterstützung der Ritter Foto © Valery Hache/AFP/Getty Images während der großen Belagerung. Es ist dies eine wertvolle Verbindung, die bis heute durch das Zusammenwirken im humanitären Bereich und durch die vollen diplomatischen Beziehungen Bestand hat. WWW.ORDEROFMALTA.INT Rom, 15.09.2011, Die neue Internetadresse des Souveränen Malteserordens Ab dem 15. September ändert sich die Adresse dieser Internetseite. Die IANA (Internet Assigned Numbers Authority), zuständig für die Registrierung von .int (International), hat der Regierung
des Souveränen Malteserordens den neuen Domainnamen www.orderofmalta.int zugeteilt, der ab sofort die Hauptadresse dieser Internetseite sein wird. Die Domain .int unterliegt äußerst restriktiven Vergabekriterien und impliziert, dass der Inhaber ein Subjekt des internationalen Rechts ist. Diese Änderung sichert den Verlautbarungen der Regierung des Souveränen Malteserordens eine erweiterte Erkennbarkeit.
DER GROßMEISTER ZU OFFIZIELLEM BESUCH IM FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN Rom, 16.09.2011 Der Großmeister des Malteserordens wurde bei seinem Besuch im Fürstentum Liechtenstein warmherzig empfangen. In dem aus dem vierzehnten Jahrhundert stammenden Schloss, das hoch über der Hauptstadt des Fürstentums liegt, hat Prinzregent Alois von Liechtenstein den Großmeister empfangen. Nach dem Abspielen der Hymnen im Schlosshof traf sich der Großmeister mit dem Prinzregenten. Bei den Gesprächen wurden die Aktivitäten des Fürstentums und des Malteserordens im Rahmen der allgemeinen Entwicklung, der Kooperation im humanitären Bereich sowie der multilateralen Beziehungen erörtert. Zu Ehren des Großmeisters haben Prinz Alois und Prinzessin Sophie von Liechtenstein im Schloss Vaduz ein Essen gegeben, an dem der Präsident des Parlaments, Arthur Brunhart, die Vizepräsidentin des Parlaments, Renate Wohlwend, die Außenministerin, Aurelia Frick und Prinz Nikolaus mit Prinzessin Margaretha von Liechtenstein teilgenommen haben. ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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MICHEL ROGER, STAATSMINISTERVON MONACO VOM GROßMEISTER EMPFANGEN Rom. 6.10.2011 Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen dem Großmeister des Souveränen Malteserordens, Fra´ Matthew Festing, und dem Staatsminister des Fürstentums, Michel Roger, standen die Projekte humanitärer Zusammenarbeit, die vom Malteserorden zusammen mit dem Fürstentum von Monaco auf den Weg gebracht worden sind. „Dieser offizielle Besuch – betonte Michel Roger – ist ein sichtbares Zeichen für die historischen Bande, die zwischen dem Souveränen Malteserorden und dem Fürstentum Monaco bestehen. Und die Geschichte geht heute weiter auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit im humanitären Bereich, auf Regierungs- und Botschafterebene. DER GROßMEISTER IN SAN MARINO Rom, 22.10.2011, Zum 75-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen mit der ältesten Republik der Welt ist Fra´ Matthew Festing von den ehrwürdigen Capitani Reggenti, Gabriele Gatti und Matteo Florini und den zivilen und kirchlichen Autoritäten in San Marino empfangen worden. Bei seiner Ankunft in San Marino ist der Großmeister von der Staatssekretärin für die Auswärtigen Angelegenheiten, Antonella Mularoni, begrüßt worden. Anschließend wurde er auf der Piazza della Libertà mit militärischen Ehren von den Capitani Reggenti empfangen und sodann in den Palazzo Pubblico geleitet. Nach der Vorstellung der Regierungsmitglieder von San Marino fand eine längere Unterredung mit den beiden Staatsoberhäupter statt. Hauptthemen der Unterredung waren das gemeinsame humanitäre Engagement, die ausgezeichneten bilateralen Beziehungen und die weitere Zusammenarbeit, wie die für das kommende Jahr geplante Herausgabe einer gemeinsamen Briefmarkenserie. „Wir sind in hohem Maße erfreut und geehrt, neuerlich die höchste Autorität des Souveränen Malteserordens auf dem Berg Titano als Gast zu haben, mit dem uns die gleichen Ideale von brüderlicher Solidarität und Nächstenliebe verbinden, denen sich Ihre Hoheit und Eminenz in besonderer Weise verpflichtet weiß“, so die Worte der Capitani Reggenti bei der feierlichen Audienz. Im Ratssaal, vor den versammelten Würdenträgern, haben die Staatsoberhäupter noch einmal die lange und von gegenseitigem Nutzen geprägte Beziehung bekräftigt, die zwischen der Republik von San Marino und dem Souveränen Malteserorden besteht und die „ beiderseits aus dem Christentum und dem gemeinsamen Willen zur Verteidigung der Menschenrechte begründete Wertegemeinschaft“ betont. In seiner Antwort hat der Großmeister die Beständigkeit dieser alten Bindungen unterstrichen und den Willen zur Intensivierung der Beziehungen und der Zusammenarbeit bei der Verfolgung der gemeinsamen Ziele und Festigung der Freundschaft betont. Der Großmeister zitierte das in San Marino geltende Prinzip dauerhafter Freiheit, sprach über die von der UNESCO ausgesprochene Anerkennung sowie über die 100.000 Flüchtlinge, die im zweiten Weltkrieg Zuflucht in San Marino gefunden hatten. „Ihr Land ist nicht nur ein Symbol für die Werthaftigkeit der Freiheit sondern steht auch für den Frieden, wie dies die Farben Ihrer Flagge zeigen. Diese Werte hat Ihr Volk über die Jahrhunderte durch Neutralität und Brüderlichkeit zu verteidigen gewusst“. DIE ASSOZIATION DER NEDERLANDE BEGEHT IHR 100 JÄHRIGES BESTEHEN Utrecht, 24.September 2011 Das hundertjährige Gründungsjubiläum der niederländischen Assoziation des Malteserordens ist am 24. September in Anwesenheit des Großmeisters in Utrecht begangen worden. Im Dom der Hl. Katharina, historisch dem Johanniterorden verbunden und heute Sitz der Erzdiözese von Utrecht, wurde eine feierliche Messe zelebriert. Zusammen mit dem Großmeister haben an den Feierlichkeiten in Utrecht der Großkanzler, Jean-Pierre Mazery, sowie der Ordensprälat, Erzbischof Acerbi, teilgenommen, der von 1997 bis 2001 apostolischer Nuntius in den Niederlanden war. ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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DER GROßMEISTER ERÖFFNET IN LIMA DIE ACHTE KONFERENZ DER AMERIKANISCHEN STAATEN Lima 4.11.2011 Am 3. November wurde in Lima die achte Konferenz des Malteserordens für die amerikanischen Staaten eröffnet. Die Veranstaltung, die zum ersten Mal in Peru abgehalten wurde, führte die höchsten Vertreter der Regierung, der nationalen Assoziationen und der diplomatischen Vertretungen des Malteserordens auf dem amerikanischen Kontinent zusammen. An der Konferenz, die unter dem Vorsitz des Großmeisters des Malteserordens, Fra´ Matthew Festing, stand, haben über 150 Delegaten aus über 20 Ländern Amerikas sowie Vertreter der europäischen Assoziationen teilgenommen. Es wurden die vom Malteserorden auf dem amerikanischen Kontinent entwickelten Projekte erörtert, Prioritäten ausgearbeitet, Informationen ausgetauscht und künftige Aktivitäten des Ordens im Lichte der spirituellen und humanitären Aspekte definiert. MALTESERORDEN UNTERZEICHNET MIT CHILE EIN ABKOMMEN ÜBER HUMANITÄRE HILFE BEI NATURKATASTROPHEN Santiago, 9.11.2011 Das Abkommen wurde anlässlich des offiziellen Besuchs des Großmeisters des Ordens, Matthew Festing, unterzeichnet. Der Großmeister Matthew Festing, der am Diensttag vom Präsidenten Sebastián Pinera empfangen worden war, würdigte das Abkommen, durch das der Malteserorden, „getreu seiner beinahe tausendjährigen Mission, weiter dazu beitragen wird, menschliches Leid zu lindern“. Das chilenische Staatsoberhaupt würdigte bei dieser Gelegenheit das Wirken des Malteserordens in Chile „als ein Beispiel selbstloser Hingabe für die anderen. Mit seiner Hilfe und derjenigen der Stiftung Auxilio Maltés leistet er einen wichtigen Beitrag zur Rehabilitation von Kranken und Kindern, die an chronischen Atemwegerkrankungen leiden“. ÜBERREICHUNG DER BEGLAUBIGUNGSSCHREIBEN VON LIBERIA, THAILAND, KOLUMBIEN, BRASILIEN, SEYCHELLEN & KROATIEN Rom, 25.11.2011 Der Großmeister Fra´ Matthew Festing hat im Magistralpalast in gesonderten Audienzen die Botschafter von - LIBERIA, S.E. Wesley Momo JOHNSON, - THAILAND, S.E. Somsakdi SURIYAWONGSE, - KOLUMBIEN, S.E. César Mauricio VELÁSQUEZ OSSA, - BRASILIEN, S.E. Almir Franco de Sá BARBUDA, - SEYCHELLEN, S.E. Vivianne Simone FOCK TAVE, - KROATIEN, S.E. Filip VUČAK, zur Überreichung der Beglaubigungsschreiben empfangen. ZUSAMMENARBEIT IM SOZIALEN BEREICH MIT DER SLOWAKISCHEN REPUBLIK
Rom, 26.11.2011 Die Projekte des Malteserordens zur Integration der Minderheit der Roma und der Ausbau der Zusammenarbeit mit der slowakischen Republik auf diesem Gebiet standen im Mittelpunkt der Gespräche zwischen dem slowakischen Innenminister, Daniel Lipsic, und dem Großkanzler des Malteserordens, Jean-Pierre Mazery. An den Gesprächen haben der slowakische Botschafter, Jozef Draveck, und für den Malteserorden Francis M. O´Donell teilgenommen. ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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Ein persönlicher Reisebericht Amman - Madaba - Mount Nebo - Bethlehem - Jerusalem - Amman von Edgar Karl Haberer Links: der Verfasser auf einem der jetzt vorgeschriebenen biometrischen Passbilder für den, für diese Reise angeschafften, ebenso biometrischen Reisepass. Lachen darauf ist nicht mehr gestattet !
Liebe Mitglieder und Freunde der ArGe, nachfolgend ein sehr persönlich gehaltener Reisebericht auf eigenen Spuren und, verbunden damit, natürlich auch denen der Johanniter - & Malteser in Bethlehem und der historischen Altstadt Jerusalem, dem Gründungsort des Ordens vor der 1. Kreuzzug. Genau 30 Jahre nach meinem letzten Besuch in Amman, laut Stempel in einem (von acht) meiner alten Reisepässe erfolgte meine Ausreise aus Jordanien am 14. Oktober 1981 über den alten Marka International Airport (Maṭār Marka; IATA Code: ADJ), landete mein Alitalia - Flug AZ 820 aus Rom pünktlich um 03h00 am 14. September 2011 auf dem für mich neuen Königin Alia Internationalen Flugplatz (Maṭār al-Malika Alyāʾ ; IATA Code: AMM), der auch schon seit 1983 in Betrieb ist. Ein Rückblick zu Ihrem Verständnis. Viele von Ihnen wissen, das ich von 1979 bis 1981 in Nah -Ost gelebt und gearbeitet habe, mit einer kurzen Fern-Ost-Unterbrechung wegen eines Einsatzes des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (ICRC) gegen Ende 1980 in Thailand. Dabei habe ich meine Arbeitszeiten immer so flexibel gestalten können, das auch Zeit für private Reisen in und den Ländern um meine Einsatzländer herum blieb und habe dies auch reichlich genutzt. In Saudi Arabien hatte ich ab 1979 einen einheimischen (d.h. arabischen) jungen Mitarbeiter, ein Palästinenser, der, wegen der bekannten politischen Umstände, aus Amman kam. Wir freundeten uns schnell an und unternahmen in der Folgezeit etliche Autoreisen die, abgesehen von Tagesfahrten aus der Stadt Tabuk zum Baden ans Rote Meer (460 km retour), hauptsächlich ins benachbarte Jordanien, nach Aqaba, Wadi Musa & Nabatäer-Stadt Petra, Amman (410 km einfach), sowie kreuz und quer durch das haschemitische Königreich führten. Im Oktober 1981 machte ich dann auf der Rückreise nach Deutschland und aus Baghdad / Irak kommend, nochmals einen 10 Tage - Zwischenstopp in Amman. Nachfolgend abgebildet der Einreise-Stempel vom 4.Oktober und der AusreiseStempel 14.10.1981.
Jordanien, Wadi Musa / Nabatäerstadt Petra, 16.07.1979; Eigener Souvenir-Umschlag mit 4er Block MiNr. 290 oder 360: der Felsentempel „Ad-Deir“ („Kloster“), ein Grab, hoch am Berg gelegen, Größe 39 x 47 m !
Danach war ich beruflich in Nordafrika (Libyen) tätig. Anfang Januar 1984 hatte ich während eines Studienaufenthaltes in Deutschland einen schweren Verkehrsunfall der mich beruflich und auch privat völlig aus der Bahn warf. Der Kontakt mit meinem Freund in Jordanien beschränkte sich seit meinem letzten Besuch auf Briefe und seltenere Telefonate; meine (Einschreibe-)Briefe kamen aber dann plötzlich als „unzustellbar“ zurück. Diese philatelistisch interessanten Bedarfsbriefe habe ich übrigens noch heute in meiner Sammlung: Links: Zuerst ein Brief an die PostfachAdresse in Amman, dann an die Wohnadresse (sogar mit Telefon Nr. im arabischen Text); beide kamen als „unzustellbar“ zurück !
Vergessen war der Freund aber natürlich nicht; etliche Versuche meinerseits heraus zu finden, wo dieser verblieben war, waren aber leider erfolglos. Internet mit E-Mail - Kommunikation und Google Suche waren damals noch in weiter Ferne.
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Bis dann am 27. November 2010, als mich zu meiner Freude eine Nachricht über FACEBOOK aus Jordanien überraschte. Khaled, der älteste Sohn meines Freundes Samir, selbst schon 27 Jahre alt, hatte sich bei Facebook angemeldet, mich im Auftrag seines Vaters gesucht und auch sofort gefunden. Ist es mehr als Zufall, dass auch ich mich erst kurz vorher bei Facebook angemeldet hatte ? Ein erstes Telefonat folgte schon Minuten später; dann auch ein Internet Video-Telefonat per SKYPE. Ich versprach einen Besuch in Amman zum schnellstmöglichen Zeitpunkt; es sollte aber noch einige Monate dauern, bis ich letztlich die Planung der Reise nach Amman in Angriff nehmen konnte. Mein letzter Reisepass war schon 2008 abgelaufen; Übersee-Reisen waren an sich nicht mehr eingeplant und für Europa und das Mittelmeer langte in den letzten 20 Jahren der Personalausweis. Obwohl die Reise zuerst als reiner Besuch in Amman geplant war, kam mir schon frühzeitig die Idee, diese auf Bethlehem auszuweiten. Dank der Recherche - Möglichkeiten im Internet ist es heute relativ einfach Reise-Informationen, Planungen und Buchungen selbst durch zu führen. Die Einreise nach Jordanien war damals und ist auch heute für Deutsche vollkommen problemlos, Einreisevisa werden an Flughäfen sofort erteilt. Grenzübertritte von Jordanien nach Israel bzw. dem Westjordanland und den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde und umgekehrt, sind seit dem Friedensvertrag zwischen Jordanien und Israel immerhin über 3 Grenzübergänge möglich. Aber gerade an dem für mich praktischsten Übergang, der Allenby-/King Hussein - Brücke, d.h. dem direkten Weg von Amman in Richtung Jerusalem/Bethlehem werden für ausländische Besucher keine Einreise-Visa für Jordanien erteilt. Also beschaffte ich mir von der Botschaft Jordaniens in Berlin für € 47,50 ein zweifach - Einreisevisa, das dann auch meine Wiedereinreise nach Jordanien über den vorbeschriebenen AllenbyBrücke - Grenzübergang problemlos ermöglichte: Links: Zweifach - Einreisevisa für das Haschemitische Königreich Jordanien. Ausgestellt am 1.9. und gültig für Einreisen bis zum 1.11.11. Mit Gebühren-Marken nur über 31 Dinar (= 31 €); Ob die restlichen 16,50 € für Verwaltungsakte von Seiten der Botschaft fällig waren ?
Ein günstiger Flug mit Alitalia über Rom war schnell gefunden und auch ein Hotel in Bethlehem; letzteres bis 24 Std. vor Ankunft kostenlos stornierbar. Die politische Lage vor Ort ist ja oft etwas unübersichtlich; wer aber die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes z.B. für das Westjordan-Land all zu ernst nimmt, sollte lieber zuhause bleiben; ich verlasse mich da lieber auf Informationen von Stellen und Personen direkt vor Ort. Am Abend des 13.September um 18.45 Uhr ging es dann ab Frankfurt/Main per Alitalia AZ407 nach Roma und von dort um 22.30 Uhr nach Amman. Natürlich war die Freude über das Wiedersehen nach all den Jahren groß. Von der großen Familie wurde ich wie ein alter Freund und, laut Erzählungen der Kinder, die fünf jüngsten zwischen 18 und 13 Jahre jung, lange abwesender Onkel aufgenommen. Sie erzählten mir das ich für sie gar kein Fremder sei, da sie mit Bildern von mir (mit dem Vater) und Erzählungen des Vaters von unseren vielen gemeinsamen Reisen zu praktisch allen wichtigen Sehenswürdigkeiten des Landes aufgewachsen seien. Und davon gibt es in Jordanien eine Menge ! 1981 & 2011 30 Jahre später …..
Am Freitag nach meiner Ankunft, also dem islamischen Ruhetag, machten wir mit zwei Autos einen Tagesausflug. Zu meiner eigenen Überraschung sollte ich eines der Autos durch den ausgesprochenen chaotischen Stadtverkehr steuern, was mir aber letztlich doch recht gut gelang. Zuerst ging es ins nahe MADABA (Mebda im Alten Testament), einer mehrheitlich christlichen Stadt (40.000 Einwohner) südlich von Amman, die für ihre Mosaiken aus byzantinischer Zeit bekannt ist. In der griechisch-orthodoxen St. Georgs-Kirche befindet sich die berühmte Palästina-Karte, eine um 560 n.Chr. aus 2 Millionen Steinen zusammenge-
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setzte geografische Darstellung der Region mit Jerusalem im Zentrum, ursprünglich 16x6 m groß, heute leider stark beschädigt, trotzdem sehr sehenswert.
Oben: die griech.-orthodoxe St. Georgs-Kirche in Madaba, 1884 auf den Ruinen einer byzantinischen Kirche erbaut … Unten: (nur ein Ausschnitt) … mit der um 560 n.Chr. entstandenen Palästina-Karte.
Von Madaba fuhren wir weiter auf den nur ca. 10 km westl. gelegenen BERG NEBO, einen der wichtigsten christlichen Pilgerorte in Jordanien. Von hier aus soll Moses nach dem Exodus das Gelobte Land gesehen haben (vgl. Deut 32,48-50;34,15). Auch für uns bot sich von hier ein grandioser, überwältigender Blick über die wunderschöne Landschaft, der sich auf Bildern nicht wirklich wiedergeben lässt.
Der 840 m hohe Berg entwickelte sich seit den Anfängen des Christentums zu einem Pilgerort. 1932 kauften die Franziskaner einen Teil des Berges. Sie entdeckten die Überreste einer Basilika, dreischiffig und mit Bodenmosaiken aus dem 6.Jhd.
Die Überreste der Basilika wurde 2008 zwecks Restaurierung komplett abgetragen; ein Neubau der Basilika ist inzwischen weit fortgeschritten. Die religiöse Bedeutung dieses Berges wurde von Papst Benedikt XVI. bei seiner Pilgerreise zu den Heiligen Stätten am 9. Mai 2009 auf folgende Weise beschrieben: „Von diesem heiligen Berg lenkt Mose unseren Blick […] auf die Erfüllung aller Verheißungen Gottes in Christus.“
Franziskaner - Kustodie* des Heiligen Landes * Der Kustos des Heiligen Landes ist der Obere der Kustodie des Heiligen Landes, der Franziskanerprovinz des Nahen Osten. Er wird Kustos (= Wächter) genannt, weil ihm und den Franziskanern in seiner Ordensprovinz die Bewahrung der Heiligen Stätten des Christentums im Heiligen Land seit 1342 vom Papst anvertraut wurde. Der Kustos wird vom Generaldefinitorium des Minderbrüderordens der Franziskaner ernannt und vom Heiligen Stuhl gemäß der Päpstlichen Statuten approbiert.
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Vom den Höhen des Berges Nebo ging es dann ans Ufer des Toten Meeres, das durch die fortschreitende Austrocknung inzwischen ca. 400 - 420 m unter dem Meeresspiegel liegt. Nach einer Teepause, dem wegen des total verdreckten Ufers abgebrochenen Spaziergangs dort und der inzwischen unerträglichen Hitze, verbunden mit der hohen Luftfeuchtigkeit, ging es dann wieder hinauf nach Amman. Die Stadt, die sich über inzwischen 19 Hügel (von ursprünglich 7) ausbreitet, variiert in der Höhenlage von 740 bis 1.400 m ! Amman: Blick vom Zitadellenhügel
Am 18. September, einem Sonntag, also einem normalen Arbeitstag, sowohl in Israel sowie auch in Jordanien, machte ich mich in aller Frühe auf den doch etwas ungewissen Weg ins (seit 1967 von Israel besetzte) Westjordan-Land, einem Teil der Palästinensischen Autonomiegebiete, mit Endziel Bethlehem. Zuerst mit dem Sammeltaxi (für nur 5 €) zum Grenzübergang König Hussein - (Allenby) Brücke, 55 km westlich von Amman direkt überhalb und auf Höhe des Toten Meeres, dort problemlose aber gebührenpflichtige Ausreise - Abfertigung durch die jordanischen Behörden (Ausreisegebühr 8 €), dann per Bustransfer (geringe Kosten für Fahrt und Gepäck) zur wenige km entfernten Grenzstation, nicht nach Israel sonders des von Israel besetzten Autonomie - Gebietes. Eine etwas langwierige, sehr genaue, aber auch hier problemlose und freundliche Abfertigung durch die Israelis. Erteilung des Einreise - & Aufenthaltsvisa für 3 Monate: Links: Allenby Grenz Kontrolle 18-09-2011 Visa Typ B/2 (für) 3 Monate
Aber nicht das der Tag mit dieser Rundfahrt ein Ende gehabt hätte; mir persönlich hätte es jedenfalls gelangt. Spätabendliche Besuche bei guten Freunden und Familienangehörigen sind im arabischen Raum aber durchaus die Regel und so brachen wir um 22.30 Uhr nochmals zu einer 30 Minuten Fahrt zum jüngeren Bruder meines Freundes auf, den ich zuletzt als Kind im Alter von 6 Jahren gesehen hatte. Auch bei ihm war ich nicht in Vergessenheit geraten ! Unten: 1981 und 2011 mit Samir und Riyad, letzterer rechts mit einem seiner kleinen Söhne.
Von dort mit dem Sammeltaxi, einem bequemen klimatisierten Minibus, nach Ost-Jerusalem (ca. 8 € für Fahrt und meinen Rucksack), ca. 40 km. Es wäre auch eine Fahrt über Jericho nach Bethlehem möglich gewesen, aber das hab ich erst später erfahren. Diese Route habe ich mir für das nächste Mal vorgenommen ! Das private Taxiunternehmen, das die Zubringerdienste zur Grenze versieht, hat seinen Sitz direkt gegenüber dem Damaskus-Tor der historischen Altstadt von Jerusalem, auf der Sultan Suleiman Straße; zur arabischen Busstation sind es nur 100 m. Und auch der Linienbus Nr. 21 (1,60 €), der mir genannt worden war, war schnell gefunden.
Ein schnelles Foto aus dem Bus: Bethlehem ich komme !
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Es sind nur ca. 8 km Fahrt auf der Hebron Straße nach Bethlehem. Nach 5 km kommt auf der rechten Seite auf einem Hügel das historische Tantur des Malteserordens in Sicht, das der Orden 1869 vom Osmanischen Reich gekauft hatte. Auf dem ca. 19.000m² Gelände, das seit 1967 im Besitz des Vatikan ist, befindet sich heute das Ökonomische Institut für theologische Studien. Dann war der Bus auch schon an der Endhaltestelle in Bethlehem, zu meiner Überraschung direkt am Heilige-Familie-Hospital des Ordens, das ich am folgenden Tag besuchen sollte. Um die Mittagszeit stand ich bereits auf dem Krippen-Platz (Manger Platz) in Bethlehem; viel schneller als ich geahnt hatte und direkt vor mir im Blick stand
die festungsähnliche Geburtskirche, die aber am Reisetag noch nicht auf meinem Besuchsprogram stand. Zunächst wollte ich mich etwas orientieren, fand auch gleich das Bethlehem Besucher Information Zentrum (VIC), mit dem ich schon zuhause über FACEBOOK in Kontakt stand und die mir viele Fragen zum Bethlehem - Besuch beantwortet hatten. Und es war dringend Zeit für einen ersten arabischen Kaffee; das Café (rechts) gleich neben dem VIC sagte mir am meisten zu, schon wegen der schönen Sicht auf den Krippenplatz (unten) mit dem gegenüber liegenden Bethlehem - Friedenszentrum.
Oben: das VIC - Besucher Information-Zentrum von Bethlehem direkt am Krippen-Platz; unten: Innenansicht, mit Frl. Beata, die hilfsbereite Mitarbeiterin des Zentrums.
Rechts: Ob das Zentrum von der Kustodie des Heiligen Landes, dem Palästina Ministerium für Tourismus und Antiquitäten, sowie der Stiftung für das Heilige Land der Franziskaner betrieben wird ?
Unten: Gleich links vom VIC, am Sitz der Stadtverwaltung, das Schild des BethlehemAmtes der Palästina Post. Ich hatte mir einen Besuch vorgenommen, da ich alle Ausgaben dieser Postverwaltung seit der Gründung 1994 habe.
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Nach einer ausgiebigen Ruhepause machte ich mich dann auf dem Weg in das von mir gebuchte Angel Hotel in Beit Jala, selbst für mich in Laufdistanz vom Stadtgebiet von Bethlehem und praktischerweise an der verlängerten Straße, sehr abschüssig, an der auch das Hospital des Ordens liegt. Das moderne Hotel, von einer palästinensischchristlichen Familie betrieben, sollte sich als sehr angenehme Überraschung entpuppen. Ein sehr schönes geräumiges Zimmer mit großem Bad, schmackhaftes Essen, gute Weine aus lokalem Anbau (Cremisan-Weingut des Salesianer-Ordens) netter Familienanschluss und im ganzen Hotel kostenloser und funktionierender Internet Empfang. Letzteres war mir nicht unwichtig; ich hatte meinen kleinen leichten 11,6“ Laptop im Rucksack, den Großteil meines Gepäcks hatte ich in Amman gelassen, und war so in der Lage Kontakt zu meinen Freunden zu halten, sowie auch schon einige Bilder auf meine Facebook - Seite einzustellen. Am Montag nach dem ausgiebigen leckeren halb-arabischen Frühstück und mit dem jetzt viel leichteren Rucksack auf dem Rücken, führte mich der erste Weg in die Geburtshilfliche HeiligeFamilie-Klinik des Malteser-Ordens, wo mich der Chefarzt, Herrn Dr. Jacques M. Keutgen, ein Belgier, durch das Hospital führte. Die gesamte Klinik war für mich als Fachmann außerordentlich beeindruckend, modernste Ausrüstung die selbst hier in Deutschland nicht überall in Kliniken zu finden ist !
SMOM Nr. 1025, 26.05.2008 Das Hospital in Bethlehem
Das Hospital der Heiligen Familie des Malteser-Ritterordens in Bethlehem: links: Aussenansichten, oben: der Eingangsbereich, die hochmoderne Frühgeborenen - Station. Unten: der wunderschöne Innenhof; das „Töchter der Nächstenliebe des Hl. Vinzenz von Paul“ - Kloster, der „Vinzentinerinnen“, besteht hier immer noch.
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Links: MiNr. 38 Palästinensische Autonomiebehörde 1995 Ansicht von Bethlehem
Auch weiterhin zu Fuß, ging es dann quer durch die Gassen der Altstadt von Bethlehem zum Manger-(Krippen-)Platz und zur Geburtskirche. Ursprünglich stand hier eine von Kaiser Konstantin (regierte 306-337) auf Bitten seiner Mutter Helena über der Geburtshöhle Jesu errichtete fünfschiffige Basilika, die aber während eines Samaritaner-Aufstandes schwer beschädigt wurde. Auf diesen Trümmern ließ Kaiser Justinian zwischen 500 und 550 eine Basilika bauen, die im Großen und Ganzen bis heute unverändert geblieben ist. Unter den Kreuzfahrern wurde die Kirche gründlich restauriert. Balduin I. wurde hier 1100 zum ersten König von Jerusalem gekrönt.
Blick von der Geburtskirche auf den Manger-Platz, v.l.n.r.: Stadtverwaltung, Omar-Moschee, Bethl.-Friedes-Zentrum Links: Das Mittelschiff der Geburtskirche; die Besucher links im Bild besichtigen durch zwei Öffnungen im Boden (Bild unten) Fragmente des 16,4 x 6,8 m Mosaikteppichs der konstantinischen Basilika, der ca. 60 cm unter dem heutigen justinanischen Kirchenboden liegt
Krönung Balduins I. (Bruder von Gottfried von Bouillon) (aus: Histoire d'Outremer, 13. Jahrhundert)
Oben: PA 1995, MiNr. 41 Der Stern von Bethlehem in der Geburtsgrotte; neu gestiftet 1852 vom osmanischen Sultan Abdülmecid I.
Oben: Der verdeckte Eingang Links: PA 1995, MiNr. 39 Das nur 1,25 hohe „Tor der Demut“, von ursprünglich 5 Toren der einzig verbliebene Eingang zur Geburtskirche; zum Schutz gegen Räuber und berittene Soldaten auf diese Höhe zugemauert.
Über einen Durchgang im nördl. Seitenschiff der Geburtskirche geht es in die röm.-kath. Katharinenkirche, die 1881 von den Franziskanern an Stelle einer früheren Kirche angebaut wurde. Die Kirche ist der Hl. Katharina von Alexandria geweiht. Dieser Anbau mit schönem Kreuzgang und einen Casa -Nova-Komplex, beherbergt unter anderem das röm. -kath. Pfarrzentrum von Betlehem. Unter der dreischiffigen Kirche verläuft ein weit verzweigtes Grottensystem in dem sich die (leeren) Gräber diverser Heiliger befinden.
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Die Gebeine der Heiligen, des hl. Hieronymus, der hl. Paula und der hl. Eustochium wurden im 15. Jahrhundert nach Rom in die Basilika Santa Maria Maggiore gebracht.
Das Mittelschiff der FranziskanerKirche, in der jedes Jahr der lateinische Patriarch von Jerusalem die Christmette am 24.12. und das Hochamt am 25.12. zelebriert. Zu diesem Anlass darf der Patriarch nur kurz über die Verbindungstür von den Hieronymus-Grotten zur Geburtsgrotte gehen !
Links: Der Durchgang zur Geburtskirche von der Franziskaner-Seite. Darüber die Inschrift:
„Ingresses Basilicae Nativitatis D.N.J.C.“ = Eingang zur Basilika der Geburt (Geburtsbasilika) unseres Herrn Jesus Christus.
Die schöne Glasfenster aus Belgien über dem Altar ist auf der Rückseite dieses Heftes in Farbe abgebildet. Links: Abschließend ein letzter Besuch im Besucher Information Zentrum von Bethlehem:
Eine ganz massive Holztür, ca. 20 cm dick, komplett mit Metallbeschlägen verstärkt, „schützt“ die Röm.-Katholischen von den Griech.-Orthodoxen, je nach Glaubens-Ansicht. Uralte Eifersüchteleien zwischen den christlichen Konfessionen werden auch heute noch penibel gepflegt !
Der Verfasser, fotografiert von Frl. Beata vom Information-Zentrum und am 19. oder 20.09.2011 auf der Internet-Seite des Zentrums veröffentlicht.
Oben: Der wunderschöne Kreuzgang der FranziskanerKirche der Geburtskirche;
Ein letztes Ziel in Bethlehem war der Besuch des Postamtes der Palästinensischen Post; es war, entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten, mein einziges philatelistisches Ziel während der ganzen Reise ! Ich sammle die Briefmarken der Palästina Autonomiebehörde seit 1994, also vom Anfang an; in den letzten Jahren gab es aber erhebliche Probleme
vom Innenhof kommt man in die eigentliche Kirche, Links: der Eingang
Das neue und blitzsaubere Postamt im Untergeschoss der Stadtverwaltung.
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nicht nur mit der Ausgabe von Briefmarken, sondern mit dem Funktionieren der Post überhaupt; seit 2005 gab es nur vereinzelt neue Briefmarken - Ausgaben. Links: (Schild im Postamt Bethlehem) „Wir sind wieder da“ Palästina Post
Inzwischen scheint die Post wieder zu funktionieren, denn die von mir aufgegebene Karte war schon nach ca. 14 Tagen in Deutschland.
Rechts: Genau so freundlich und hilfsbereit wie ich im Postamt aufgenommen wurde, werde ich von Herrn Eses, der mir, unten Mitte auf dem Bild, die vorrätigen Briefmarken zeigt, auch verabschiedet.
Im Postamt Bethlehem wurde ich sehr freundlich und zuvorkommend aufgenommen und durfte sogar hinter dem Schalter, im Dienstraum, ein Foto von den vorrätigen Briefmarken und den verwendeten Post - & Fiskalstempel machen.
Oben: Palästina Post - Mitarbeiter, Herr Mousa Eses zeigt mir die vorrätigen Briefmarkenausgaben, darunter die aktuelle Ausgaben-Serie vom 1. August 2011 Unten: Palestinian Authority 2011, verkleinert, „Heiliger Ramadan 1432 H“; einer der beiden Blocks der Ausgabe zu je 1000 Fils (=1 jordanischer Dinar, ca. 1 €uro)
Links: die im Postamt Bethlehem zur Verfügung stehenden amtlichen Stempel, darauf oben der Stempel für Gebühren und Steuer - Barzahlungen; es werden dafür spezielle Steuermarken verwendet, unten der normale ca. 41 mm Poststempel, hier mit dem Datum meines Besuches. Rechts: Aus der Ausgabe vom 8.XII.1999, die portogerechte 280 Fils-Wertstufe für meine Karte nach Deutschland. Unten rechts: Palästina Post fährt Renault Kangoo; hier direkt vor dem Postamt am Krippen-Platz in Bethlehem.
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Am Mittwoch den 21. September machte ich mich dann in aller Frühe auf den Rückweg nach Amman. Den Wechsel vom Bus aus Bethlehem zum Taxi zur Grenze, beides direkt gegenüber dem Damaskustor in Jerusalem, wollte ich für eine Besichtigungstour der berühmten Altstadt nutzen ! Da eine Bus - Haltestelle für die Linie 21 direkt gegenüber meinem Hotel war, saß ich bereits kurz vor 8 Uhr im Bus und war eine knappe halbe Stunde später am Zielort. Auf der Strecke gibt es einen israelischen Kontrollpunkt. Alle Einheimischen müssen aussteigen und wurden kontrolliert. Ich durfte (laut Fahrer) sitzen bleiben und wurde von der kontrollierenden Soldatin nur freundlich nach der Staatsangehörigkeit gefragt. Alles dauerte nur ein paar Minuten. Im Büro des arabischen Taxiunternehmens konnte ich meinen, für den Rundgang doch viel zu schweren, Rucksack bis zur Abfahrt deponieren; bis spätestens 14 Uhr sollte ich zurück sein, sagte mir der Angestellte. Meinen Fahrschein für die Rückfahrt zur Grenze kaufte ich sofort; es war sogar inzwischen umgerechnet 0,80 € billiger geworden ! In der historischen Altstadt von Jerusalem hatte ich mir 4 Ziele vorgenommen: Die St.-Anna-Kirche, die als eine der besterhaltenden Kreuzfahrerkirchen gilt, direkt am Teich Bethesda (im Neuen Testament ist Bethesda einer von nur zwei Orten in Jerusalem, wo Jesus von Na-
zaret ein Wunder tut; (Johannes 5,1-15), im Nordosten der Altstadt und in der Nähe des Löwentors. 1142 von Königin Alda, der Witwe des Kreuzfahrer -Königs Balduin I. „zu Ehren Mariens“ erbaut, war diese ab 1192 Moschee und Koranschule. 1856 wurde das gesamte Areal, d.h. die Teiche und die St.-Anna-Kirche, vom türkischen Sultan Abdülmecid I. dem Krimkriegs - Verbündeten Napoleon III. überlassen. Frankreich übertrug die Verwaltung des Geländes 1874 den Weißen Vätern. Über der Kirche weht auch heute noch die Nationalfahne von Frankreich.
Links: Das durch die Klarheit der Formen und der Großartigen Raumwirkung Beeindruckende Mittelschiff der dreischiffigen St.-Anna-Kirche.
Dann ging es zurück, eine weite Strecke über die Via Dolorosa, in Richtung Muristan mit Ziel Johanniter - Malteserorden - Gedenkgarten und der
Arab. Busstation & Grenz-Zubringer; Damaskus-Tor St.Anna-Kirche; Löwentor
Löwentor-Straße und Löwentor
Oben: Über dem Portal zum StAnna-Kirch - Areal, beherbergt neben der Grabeskirche; Kirche der Weißen Muristan mit OrdensVäter auch das griech.Gedenkgarten katholische Seminar.
Jericho Straße in Richtung Grenze
Hebron Straße nach Bethlehem ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
Der Felsendom auf dem Tempelberg Seite 17
Grabeskirche. Letztere war für zuerst geplant, aber dann traf ich doch, mehr durch Zufall, zuerst auf den Gedenkgarten. Direkt davor eine kleinen CaféTeestube, die zur schon dringend benötigten Pause mit einem Glas Tee mit frischer Minze einlud.
eine hohe Mauer von den Blicken des Besuchers geschützt, die Kirche nur von außen unscheinbar, dann weiter zur Grabeskirche, die ich nach einigen Suchen mit zwei Ehrenrunden dann doch noch fand. Der Eingang zum Vorplatz liegt dermaßen versteckt, das, wenn 3 Personen davor stehen, meist sind es noch viel mehr, dazu rechts ein Souvenirladen mit Ständern, diese kleine Pforte leicht übersehen wird.
Ein erste Ruhepause, direkt vor dem Gedenkgarten mit dem schönen Gedenkstein, der an das an dieser Stelle während des 12. und 13. Jahrhundert existierende erste Hospiz des Ordens erinnert. Es war der englische Venerable Order of St. John der 1972 diesen Garten und den Gedenkstein errichtete.
Schließlich fand ich mich dann doch auf dem Vorplatz, mit der Grabeskirche direkt vor mir:
Vorbei an der nur wenige Meter in der gleichen Straße liegenden Martin Luther - Schule, dem Martin Luther Community Development Center sowie der Erlöserkirche, der Evangelischen Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land, die ersten beiden durch
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Links: MiNr. 9 Palästinensische Autonomiebehörde 1994 Die Grabeskirche
Mein ADAC-Reiseführer beschreibt die Grabeskirche wie folgt: „In der wegen ihrer vielen Kapellen und Krypten, Grotten und Gärtchen, Türmen und Toren äußerst unübersichtlichen, wenngleich reizvollen Grabeskirche wachen Katholiken (vertreten durch die Franziskaner), Griechisch-Orthodoxe, Äthiopier, Armenier, Syrer und Kopten seit Hunderten von Jahren eifersüchtig und mitunter wenig christlich über Ihre Besitztümer.“ Grabeskirche ist die in westlichen Glaubensrichtungen übliche Bezeichnung, von Orthodoxen Christen wird das Gebäude Auferstehungskirche (Anastasis) genannt. Die Kirche ist der Sitz des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem und des katholischen Erzpriesters der Basilika des heiligen Grabes.
wiedererrichtete Grabeskirche zurück. Die frühen islamischen Herrscher beschützten die christlichen Stätten in Jerusalem, verboten ihre Zerstörung und ihre Verwendung zu Wohnzwecken. So blieb der Bau weiterhin eine christliche Kirche. Am 18. Oktober 1009 wurde die Grabeskirche auf Befehl des Fatimiden-Kalifen Al-Hākim bi-amri ʾllāh zerstört, jedoch bereits bis spätestens 1055 wieder aufgebaut. Nach der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter 1099 wurde der Bereich östlich der Rotunde um 1160/1170 durch den Anbau der heute noch bestehenden Kirche umgestaltet. Seit einer Renovierung 1555 wechselte die Kontrolle über die Kirche zwischen den Franziskanern und den Orthodoxen, je nachdem, welche Konfession für bestimmte Zeit einen Ferman von der Hohen Pforte erhalten konnte, oft durch offene Bestechung. 1767, als man genug von den begleitenden Streitereien und Unruhen hatte, erließ die Hohe Pforte einen Ferman, der die Kirche zwischen den Parteien aufteilte. Ein anderer Ferman von 1852 bestätigte das Arrangement und ließ es zu einer permanenten Regelung werden. Der Streit um die Schutzherrschaft über die Grabeskirche war 1853 vordergründig Auslöser des Krimkrieges um die Vorherrschaft im zerfallenden Osmanischen Reich. (Wikipedia) Durch die Massen von Besuchern ist es nur schwer möglich, den gesamten Komplex in Ruhe zu besichtigen; mein nur ca. halb Stunden Rundgang erbrachte etliche Bilder vor allem von den schönen Deckengewölben und den Fresken dort. Eines meiner Lieblingsbilder finden Sie unten auf der Rückseite dieses Heftes, nachfolgend einige weitere.
Der Grundriss der Kirche in der heutigen Form
Der Urbau, von Kaiser Konstantin in Auftrag gegeben, wurde m 13. September 335 eingeweiht. Die Kirche wurde 614 bei der Eroberung Jerusalems durch den persischen Sassanidenherrscher Chosrau II. durch Feuer beschädigt, wobei das Heilige Kreuz verschleppt wurde. 630 marschierte Kaiser Herakleios triumphierend in Jerusalem ein und brachte das Kreuz in die ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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Impressionen aus der Grabeskirche in der Altstadt von Jerusalem
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Dann machte ich mich auf den Weg zur Klagemauer, die hier als Western Wall, also Westliche Mauer bezeichnet wird. Aus den oft dunklen Gassen des muslimischen und christlichen Teils mit seinen Basaren, ging es jetzt durch das moderne, helle jüdische Viertel. Nach einer kurzen Wanderung traf ich zufällig auf die Überreste des St. Marien - Hospizes der Deutschen Ritter, also des Deutschen Ordens:
Aufdruck auf nicht ausgegebener Marke (eines Satzes mit 6 Marken, MiNr. IX-XIV) von 1918, eine für die Besetzung der Sinai-Halbinsel und Ägyptens vorgesehene Ausgabe ohne Aufdruck, die infolge der Niederlage der türkischen Streitkräfte nicht mehr zum Schalterverkauf kam. (Aus Michel Katalog)
Oben: Israel, 14.Mai 1985, Block 28 mit Kat.Nrn.: 997-999 Internationale Briefmarkenausstellung ISRAPHIL ‘85, Tel Aviv, mit den Motiven v.r.n.l.: Felsendom, Klagemauer, Grabeskirche.
Leider blieb mir für den Besuch des Tempelberges an diesem einem halben Tag in Jerusalem keine Zeit mehr; es blieb nur noch die Klagemauer und der Rückweg zum Taxi zur Grenze. Etliche Stufen ging es dann hinab auf die große Western Wall Plaza, durch eine, Flughafen ähnliche Sicherheitskontrolle, zur Klagemauer. Links: Die große Western Wall Plaza mit der Klagemauer.
Gleich danach, praktisch hinter der nächsten Ecke, ein weiterer Höhepunkt, anscheinend zum Greifen nah: der Anblick des Tempelberges mit dem Felsendom mit seiner golden Kuppel. Links: in Originalgröße, Palestinian Authority 2011 „Heiliger Ramadan 1432 H“, die 500 Fils - Wertstufe (=½ jordanischer Dinar ca.50 €Cent), des aus 4 Werten bestehenden Satzes.
Rechts: Die Klagemauer, die hier nur Western Wall genannt wird.
Genau dieses Motiv ist seit Anfang der 80ger Jahre des letzten Jahrhunderts eine meiner weiteren, inzwischen gar nicht mehr so kleinen, philatelistischen Nebengebiete. Rechts: in Originalgröße, Osmanisches Kaiserreich/Türkei 14.12.1919, MiNr. 655 1.Jahrestag der Thronbesteigung von Sultan Mehmet VI. Der Felsendom taucht hier erstmals auf einer Briefmarke auf ! ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
Links: Durch diesen Tunnel ging es, unter Vermeidung vieler Stufen hinauf, von der Plaza auf direkten Weg zurück zum Damaskus Tor. Seite 21
Die Firma Nijmeh Taxi Company bietet „Organisierte Reise Dienste zur Brücke“, d.h. dem Westbank Grenzübergang Allenby / König Hussein - Brücke nach Jordanien.
Die Fahrt zur Grenze und die Grenzabfertigung durch die israelischen Behörden waren wieder problemlos, schneller als bei der Einreise. Von der Ausreisesteuer von umgerechnet ca. 34 € führen die Israelis übrigens die Hälfte an die Palästinensische Autonomiebehörde ab. Rechts: Der Ausreise-Stempel Allenby Grenz Kontrolle 21-09-2011
Durch Gassen, Unterführungen, Bögen, noch mehr leider unvermeidliche Treppen mit oft glatten Pflastern, über die Alaa Ad-Din - Straße, dann, es war jetzt schon 13.00 Uhr, einer Pause zum Mittagessen, stand ich dann kurz vor 14.00 Uhr wieder am Damaskustor. Von hier waren es nur noch wenige Minuten bis zum Grenz-Taxi. Rechts: Die letzten Stufen der Altstadt vor dem Damaskus Tor ...
Links: … und danach die ersten Stufen bis zur Höhe der Sultan SuleimanStraße.
Im Grenz-Bus waren ausser mir nur noch ein Paar aus Japan, einheimische Palästinenser und Jordanier werden in einem separaten Bus über die Grenze zur jordanische Grenzstation befördert; von den Jordaniern wurden wir auf der kurzen Strecke durch die neutrale Zone auch noch einmal kontrolliert und unsere Reisepässe bis zur Endkontrolle einbehalten. Um 18 Uhr war ich dann wieder in Amman bei meinen Freunden. Die letzten Tage bis zu meiner Abreise vergingen dann viel zu schnell; mein Idee in den folgenden Tagen über den nördlichen Grenzübergang Sheik Hussein, unterhalb des See Genezareth, nach Israel einzureisen um die naheliegende Ordens-Festung Belvoir, Nazareth und vielleicht auch Akkon mit seinen Ordens-Hinterlassenschaften zu besuchen, scheiterten nicht nur am Protest meiner Freunde nicht schon wieder so kurz vor der Abreise zu verreisen, sondern auch an der zu knappen Zeit. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben ! Um 04h30 am 28.09. ging es dann mit AZ 821 zurück nach Rom, Ankunft dort um 07h10 und mit AZ 400 um 09h45 weiter nach Frankfurt / Main, wo der Flug pünktlich um 11h10 landete. Um 12h00 war ich wieder zuhause ! Rechts: Ein - & Ausreisestempel Q.A.I.A. Amman 14. bzw. 28. September 2011
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Erstmals Kreuzfahrer-Inschrift in arabischer Sprache entdeckt Erst übersahen die israelischen Historiker die Sensation. Doch dann entzifferten sie die arabische Schrift auf einer Steinplatte und fanden einen Text der Kreuzfahrer.
Oben: Diese Kreuzfahrer-Inschrift wurde in Tel Aviv, Israel, entdeckt. Israelische Forscher haben eine fast 800 Jahre alte Kreuzfahrer-Inschrift in arabischer Sprache entziffert. Die graue Marmorplatte trage den Namen des römisch-deutschen Herrschers Friedrich II. und das Datum „1229 der Fleischwerdung unseres Herren Jesus des Messias“, teilte die israelische Altertumsbehörde mit. Der römisch-deutsche Kaiser Friedrich II. (1194-1250) werde in dem Text unter anderem als „König von Jerusalem“ beschrieben. Der nun entzifferte Text sei die einzige Kreuzfahrer-Inschrift in arabischer Sprache, die je im Nahen Osten gefunden wurde. Der Forscher Mosche Scharon von der Hebräischen Universität in Jerusalem entschlüsselte die Inschrift. Er sagte, man sei zunächst von einer Inschrift aus der Zeit des Osmanischen Reichs ausgegangen. Die Platte sei schon vor Jahren in der Wand eines Gebäudes im Bereich von Jaffa, einem arabischen Viertel Tel Avivs, gefunden worden. „Erst als ich mich ans Entziffern machte, habe ich begriffen,
dass es sich nicht um ein muslimisches, sondern um ein christliches Datum handelt“, sagte Scharon. Der Staufer Friedrich II. hatte in den Jahren 1228 und 1229 den sechsten Kreuzzug ins Heilige Land angeführt. „Sein größter Erfolg war es, dass der ägyptische Sultan Al-Malik Al-Kamil nach Unterzeichnung einer Waffenruhe im Jahre 1229 die Herrschaft über Jerusalem den Kreuzrittern übergab“, sagte Scharon. „Er war einer der größten Kaiser aller Zeiten.“ Vor der Übernahme Jerusalems hatten die Kreuzfahrer Befestigungen in der Hafenstadt Jaffa verstärkt und in eine der Mauern zwei Inschriften eingelassen. Eine davon sei in lateinischer und die andere in arabischer Sprache verfasst worden, teilten die Forscher mit. Ein Fragment des lateinischen Texts sei schon Ende des 19. Jahrhunderts Friedrich II. zugeschrieben worden, hieß es in der Mitteilung der Altertumsbehörde. © dpa / ZEIT Online / Hebrew University of Jerusalem
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Extreme seltene Kreuzfahrer - Münze während der Jaffa Flohmarkt - Ausgrabungen der IAA entdeckt Gold Dinare und Silber Dirhams aus der Periode der Fathimiten und Ayyubiden wurden vom fränkischen Königreich Jerusalem und den nördlichen Fürstentümern Antiochien und Tripoli umfassend während des 12. und 13. Jahrhunderts imitiert. Bischoff Eudes de Chateauroux (*um 1190 1273 in Orviteo, Umbrien, Italien), der ab 1245 als Legat des Heiligen Stuhls den siebten Kreuzzug (1248–1254) vorbereitet hatte, kam im Jahr 1250 im lateinischen Osten an. Nachdem er erfuhr das die Franken Münzen prägten mit dem Namen des Islamischen Propheten und damit zusammenhängenden religiösen Inschriften, ordnete er ein Ende diese Praxis an; er ersuchte den Papst in Rom persönlich zu intervenieren. Papst Innozenz IV.(* um 1195 † 7. Dezember 1254, geboren als Sinibaldo de Fieschi (auch: Sinibald Fieschi), war Papst von 1243 bis 1254) antwortete in aller Strenge und drohte denen mit Bann und Exkommunikation, die solch Gold und Silber Dinare und Dirhams, die den Namen von Muhammed und dessen Geburtsdatum (Hijra Jahr) prägten. Um dieses päpstlichen Verbot zu umgehen, imitierten die Münzherren im Akkon der Kreuzfahrer weiterhin die Münzen aber fügten nunmehr Christliche Inschriften und Symbole hinzu.
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Papst Innozenz IV. auf dem Konzil von Lyon. (Darstellung aus dem 13. Jahrhundert)
Text und Foto der Münze © Israel Antiquities Authority
Photo: Clara Amit, IAA Photography Department
Während der Ausgrabungen der IAA (Israel Antiquities Authority - Israelische Antiqitäten Behörde) auf Jaffa‘s Flohmarkt unter der Leitung von Martin Peilstöcker und Amit Reen, wurde vor kurzem eine extrem seltene Münze aus den Tagen des Lateinischen Königreiches von Jerusalem (10991291) gefunden. The Fund, eine seltene fränkische halbe Drachme, wurde von Robert Kool von der IAA Münzen Abteilung identifiziert und ist das erste Stück das aus einer kontrollierten Ausgrabung kommt. Es wurde nur während einer sehr kurzen Zeitspanne im fränkischen Akkon zwischen 1251 und 1257 gemünzt (geschlagen), und imitiert den halben Dirham, der in Damaskus unter den Ayyubiden während der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts geschlagen wurde. Der Fund wurde in den Resten eines Hauses aus dem 13. Jahrhundert entdeckt, zusammen mit Keramiken dieser Periode. Die halbe Drachme trägt ein Kreuz, eine Lilie und eine arabische Inschrift in einem Viereck auf beiden Seiten. Die Inschrift in kufischer Schrift betont überraschenderweise die Dreifaltigkeit, die zentrale Doktrin des christlichen Glaubens ((al Ab, al-Bin we al Rukh al Kuds – Der Vater, Der Sohn und der Heilige Geist). Beide Seiten beinhalten auch vier kleinere Inschriften, um jede Linie des Vierecks herum, mit der christlichen Segnung „Sein ist die Herrlichkeit für Immer und Ewig“, die aber kaum noch lesbar sind.
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Francis Joseph Kardinal Spellman * 4. Mai 1889 † 2. Dezember 1967 Links: DasWappen von Kardinal Spellman Flacher Prälatenhut von dem rechts und links Schnüre mit Troddeln (Fiocchi) ausgehen. Die Farbe des Galeros (Hutes) sowie die Anzahl und Farbe der Troddeln richtet sich nach dem Rang, hier also Purpurrot, mit 2 x 15 Troddeln in 5 Reihen. Oben links auf dem Schildrand eine Mitra, Mitte: Vortragekreuz (doppelt für Erzbischof), Rechts Krummstab, Das Wappenschild, längsgeteilt, auf dem rechten Feld aufgesetzt das Kreuz des Ordens
Nicaragua 26. November 1959, Besuch von Kardinal Francis Spellman in Managua. MiNr. 1220 - 1231 & Block 50-51 A+B, Hier Wappen des Kardinals auf MiNr.1221 0.10 C$ & 1227 1.00 C$ (Flugpostmarke), dazu Block 50 & 51 A+B Rechts: MiNr. 1221, Cordoba (C$) 0,10 Landesname oben sowie Jahr, Wertstufe & Bezeichnung CORREO unten in Schwarz, Rechts außen: MiNr. 1227, C$ 1,00 Landesname oben sowie Jahr, Wertstufe & Bezeichnung AÉREO unten in Rot. Francis Joseph Spellman studierte in Rom am päpstlichen Nordamerika-Kolleg Theologie und wurde am 14. Mai 1916 zum Priester geweiht. Die folgenden neun Jahre verbrachte er im Erzbistum Boston. 1925 wurde er zum ersten amerikanischen Attaché des Vatikanischen Staatssekretariats ernannt. In diesem Amt machte er enge Bekanntschaft mit Kardinal Pacelli, dem späteren Papst Pius XII., den er auf einer Deutschlandreise 1927 begleitete; daraus entstand eine lebenslange Freundschaft. Am 30. Juli 1932 wurde er von Pius XI. zum Titularbischof von Sila (Sila, Titularbistum, in Nordafrika gelegene Stadt, war ein alter römischer Bischofssitz, der im 7. Jahrhundert mit der islamischen Expansion unterging. Er lag in der römischen Provinz Numidien) und Weihbischof im Erzbistum Boston ernannt, am 8. September 1932 weihte ihn Kardinal Pacelli zum Bischof. Dieser ernannte ihn auch am 15. April 1939 zum Erzbischof von New York und am 11. Dezember 1939 zum Militärerzbischof der USA. Am 11. Dezember 1939 wurde er als Apostolischer Vikar
zuständig für die römisch-katholischen Mitglieder der US-Streitkräfte. Am 18. Februar 1946 wurde Spellman als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Giovanni e Paolo in das Kardinalskollegium aufgenommen.
Links: Medaille von 1944 mit dem Porträt von Kardinal Spellman
Rechts: Nicaragua, MiNr. 1224, aus dem oben und auf Seite 27 beschriebenen Satz
Außerdem wird Kardinal Spellman auf den folgend aufgeführten Ausgaben abgebildet, allerdings hier keine Abbildung des Wappens: Links: Paraguay 9.03.1966, Bedeutende Ereignisse 1965. Auf MiNr. 1519 & 1527 (Farbänderung) Papst Paul VI. mit Francis Kardinal Spellman, Begegnung in New York am 4.10.1965 Rechts: Panama 4.04.1966 Besuch von Papst Paul VI. Besuch den Vereinten Nationen in New York (1965). Auf MiNr. 865A US-Präsident L. B. Johnson, Papst Paul VI. und Kardinal Spellman; ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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Während seiner 8 Rom Jahre von 1925 – 1933 baute Spellman seine Beziehungen innerhalb konservativer Kreise der Kurie auf, und seine Errungenschaften seitdem machten ihn zu einer Schlüsselfigur in Kirchen – Angelegenheiten. Dazu hatte er alle die Eigenschaften eines amerikanischen Big Businessman und politischen Managers. Es ist fast unmöglich Spellman in seinen Beziehungen zum Orden und sein Wirken in diesem, zu beschreiben. Sein Verhältnis speziell zum Großmagisterium des Ordens in Rom, also dem Großmeister und der Ordensregierung, scheint jedenfalls schwer getrübt gewesen zu sein. Im Buch seines Biographen Robert I. Gannon, „The Cardinal Spellman Story, 1962, deutsche Übersetzung „Kardinal Spellman“, 1963 im Osang Verlag Neuenburg/Württ. erschienen, mit kirchlicher Druckerlaubnis „Nihil obstat. Rottenburg 9.4.1962 Gen. Vikar Dr. Knaupp“, wird die Verbindung Spellmans zum Orden nur ein einziges Mal mit einem kurzen Satz erwähnt. Auf Seite 180 der 1. Auflage wird beschrieben das Spellman während seiner Truppenbesuche im April 1943 (?) anlässlich eines Kurzaufenthaltes in Malta „Als Kaplan des souveränen Ordens der Malteser-Ritter in den Vereinigten Staaten von Amerika überreichte er hier eine Spende von 5000
Dollar für die Kinder“. Spellman bezeichnete sich nach seiner Erhebung zum Erzbischof von NY (1939) als Grand Protector der Amerikanischen Assoziation des Malteser- Ordens, und hob sich selbst über die Katholischen gekrönten Häupter, die historisch den Titel Protektor innehatten. H.J.A. Sire scheibt in seinem Werk „The Knights of Malta“: „Selbst unter Berücksichtigung der reichen Einbildungskraft von Roger Peyrefitte’s „Malteser-Ritter“, war seine Darstellung eine exakte Beschreibung der Ereignisse bis zur Wahl 1955. (Sire, 165 u.f.). Ich kann die Lektüre dieses Buches nur empfehlen, in dem die Jahres des sogenannten kalten Krieges zwischen dem Orden und dem Vatikan genüsslich und in allen Einzelheiten dargestellt wird. Der SPIEGEL widmete der Geschichte mit ihren mehr als interessanten Hintergründen mindestens zwei Artikel, u.a. Nr.9 vom 27.2.1957, Seite 43, Malteserorden „Die Zuflucht der Sünder“. Die FRANKFURTER RUNDSCHAU berichtet am 15.7.1961 unter „DIE MALTESERRITTER SCHLOSSEN FRIEDEN ... “ vom Abschluss der Affäre. PHILATELISTISCH ist Kardinal Spellman dagegen viel leichter und umfangreicher zu umfassen, wie die nachfolgenden Belege zeigen:
Oben und rechts: Ausschnitt eines Briefumschlages und die Außenseite der einliegenden Einladungskarte des Kardinal Spellman Philatelie-Museums in Weston, Massachusetts zur Feier des 25. Jubiläums - 1963-1988 - am 16. September 1988, Links: Kardinal Spellman über seiner Briefmarkensammlung, die er noch zu seinen Lebzeiten dem von ihm gegründeten Museum vermacht hatte. ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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Rechts in Originalgröße: Nicaragua 1959 Block 50 A mit MiNr. 1220 - 1224: Inschrift: CORREO MiNr. 1220: 0,05 C$, Papst Johannes XXIII. Und Kardinal Spellman MiNr. 1221: 0,10 C$, Wappen des Kardinals Nr. 1222: 0,15 & 1224: 0,25 C$, Kardinal Spellman, Erzbischof von New York und oberster US amerikanischer Militärgeistlicher der römisch-katholischen Kirche MiNr. 1223: 0,20 C$, Kardinal vor einem von Gläubigen gestellten Kreuz,
Links, ebenfalls in Originalgröße: Block 51 A (gez.) Farb - & Wertstufenänderungen, Inschrift: AÉREO - Luftpost jetzt als MiNr. 1225 - 1231, auf MiNr. 1227: 1,00 C$, Wappen des Kardinals neu 1225: 0,30 C$ & 1231: 5.00 C$, Flaggen von Nicaragua, dem Vatikan und den USA. Und um die ganze Ausgabe philatelistisch auszubeuten, wurden beide Blöcke auch noch in der ungezähnten / geschnittenen Version ausgegeben, die unten, auf 50% verkleinert, abgebildet sind.
Nicaragua 26. November 1959 Besuch von Kardinal Francis Spellman in Managua Links: Block 50 B „CORREO“ Rechts: Block 51 B „AÉREO“ ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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Ausstellung - Sonderstempel 60019 SENIGALLIA (ANcona) anlässlich der Restaurierung der Madonna von Senigallia von Piero della Francesca (vergl. auch Artikel von Gerhard Scheid in MB 2-1996) Links, 150% vergrößert: Der Ausstellungsstempel vom 9.7.2011 mit der Inschrift: „Die Madonna von Senigallia in seiner Stadt nach der Restaurierung zeigt das Licht und das Geheimnis“.
Ausstellung in Senigallia, Kastell Rocca Roveresca, 18. 06. - 10. 07. 2011 DAS LICHT UND DIE MYSTIK DIE MADONNA DI SENIGALLIA IST ZURÜCK das Meisterwerk von Piero della Francesca nach der Restaurierung. Links: Detail des Gemäldes auf SMOM Kat. Nr. 326 (und Block 22) Hl. Weihnacht - Ausgabe 1987 Von der Kirche Santa Maria delle Grazie in Senigallia kam das Gemälde 1917 in den herzoglichen Palast in Urbino, der heute die Nationalgalerie der Marken Galleria nazionale delle Marche - beherbergt. Durch die politische Ereignisse dieser Jahre, kam das Kunstwerk in den letzten Jahrzehnten des XV. Jahrhunderts nach Senigallia. 1474 gab Papst Sixtus IV Senigallia an seinen Neffen Giovanni Della Rovere, der 1478 Giovanna, Giovanni da Montefeltro‘s Tochter, heiraten sollte. Möglicherweise wurde die Schaffung der Madonna di Senigallia anlässlich der Hochzeit kommissioniert. Das Gemälde wurde 1879 aus Sicherheits - und Konservierungsgründen aus der delle Grazie - Kirche entfernt. Nach kurzer Aufbewahrung in die Stadthalle von Senigallia wurde es nach Urbino gebracht. Links: Der Ausstellungsort: Die imposante Festung Rocca Roveresca in Senigallia.
Die Italienische Post veröffentlicht regelmäßig alle Poststempel Italiens, komplett mit Einsatzdaten des Stempels (A) und Bezugsadressen für Nachstempelungen (B). Die Veröffentlichung dieses Stempels erfolgte im Bulletin vom 7.7.2011 (A)
(B) ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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Am Tag der Veröffentlichung des Stempels durch der Italienischen Post hatte ich 10 Briefe fertig gemacht und per Einschreiben zum zuständigen Postamt Ancona geschickt. Versehen mit der 60 Cent Johannes Paul II. selbstklebenden Marke vom 29. April 2011 (vergl. auch Rückseite MB 1/2011) und einer Montage beigefügt, wie ich die Briefe weiter verarbeitet haben wollte. Es waren ja für die normale Rücksendung der Briefe zusätzliche Frankaturen nötig, die ich hier nicht vorrätig hatte. Für diese Marken legte ich dem Brief eine 5 Euro Banknote bei, mit der Bemerkung, das Restgeld für einen Kaffee für den
Sachbearbeiter einzusetzen: Vier Wochen später wurden mir die 10 Briefe zurück geschickt, allerdings nicht wie ich mir dies vorgestellt hatte, d.h. einzeln per normaler Post, sondern als Sammelsendung in einem unfrankierten Dienstpost-Umschlag und einem handschriftlichen Schreiben mit der Erklärung das es nicht mehr möglich gewesen sei, mir die Briefe einzeln und wie erwünscht auf dem Postweg zurück zu schicken, da die Stempelfrist bereits überschritten gewesen sei. Man bedankte sich auch für den Kaffee und mir wurden 5 schöne Ausstellungskarten geschickt. EKH
10 x
Oben, verkleinert: so hatte ich mir die Briefe gewünscht, portogerecht freigemacht; Rechts: immerhin wurden die Briefe sauber gestempelt und als Sammelsendung im portofreien Dienstpost-Umschlag zurückgeschickt. Unten: Die Ausstellungskarte, mit dem Herausgeber auf der Rückseite Philatelistisch-Numismatische Vereinigung „L. Zampini“ Ancona - Stadt 5.8.2011 (PT) PHILATELIE
Abbildung: Aus MICHEL Online-Katalog
Links auf der Karte & unten: Italien MiNr. 2771, € 0,41 - Lire 800 vom 09. Juni 2001 Künstlerisches und kulturelles Erbe in Italien.
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Philatelistische Belege der Ortsgruppe Olsztyn der Malteser in Polen Eingereicht von Mag. Bogdan Michalak, Poznań Beauftragter der ArGe für Polen. Am 19.11.2011 erreichte der Einschreibebrief vom 13.8. aus Olsztyn (deutsch: Allenstein, Woiwodschaft Ermland-Masuren) die Geschäftsstelle der ArGe; in bester Erhaltung, aber „verschönt“ durch den unvermeidlichen Einschreiben-aus-dem-Ausland - Aufkleber der Deutschen Post. Als Co-Organisatoren des Jahrestages, sowie für den Briefe und den Luftpost - Einschreibeaufkleber steht die Ortsgruppe Olsztyn des Malteserordens in Polen. Der Text unten links auf dem Luftpost - Einschreibe-Aufkleber: „20. Jahrestag des ersten Weltjugendtages im Jahre der Seligsprechung Johannes Paul II.“
Oben: der Luftpost-Einschreibeaufkleber in Originalgröße, rechts, verkleinert, der schöne Umschlag.
Es fällt jedoch sofort auf, das der offizielle Einschreibe-Strichcode Aufkleber der Poczta Polska auf, bzw. in einen, wohl privaten, Malteser-Olsztyn - Aufkleber mit Vordruck des Rahmens für ersteren, eingeklebt ist, was sich hier nur durch die folgende Montage verdeutlichen lässt; genau dies ist auch der Fall beim zweiten Brief unten: Links: Der offizielle Einschreibe-Strichcode Aufkleber der Polnischen Post ist auf den wohl privaten „Vordruck“ nur aufgeklebt.
Unten Mitte, verkleinert: der zweite Beleg, den Bogdan Michalak wie folgt beschreibt: Auf dem privaten Aufkleber, neben dem Malteserkreuz und Flugzeug der Text: „Allgemeinpolnischer Pilgerflug der Angestellten des Gesundheits– und Rettungsdienstes im Jahr der Seligsprechung des Papstes Johannes Paul II.“ Luftpost.
Zusatzstempel oben, bzw. rechts a.d. Umschlag: Befördert auf der Strecke Olsztyn-Vatikan-Olsztyn
Links, in Originalgröße, der montierte Luftpost-Einschreibeaufkleber in Originalgröße, diesmal aus 10-001 Olsztyn 1, Rechts, verkl.: die Poststempel auf der Rückseite, Vatikan 17.10., Olsztyn 27.10., Poznan 02.11. wobei die doch recht lange Laufzeit von Olsztyn nach Poznan von Bogdan mit den freien Tagen vom 29.10. bis 1.11., Allerheiligen, Allerseelen, erklärt wird. ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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Österreichische Post, Weihnachten 2011 (II) Das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Plain - Trösterin der Betrübten, Geehrt mit der Collane mit dem Malteserkreuz durch den Landesfürsten von Salzburg, Malteserritter Andreas Jakob Graf von Dietrichstein Links: MiNr. 2967, 62 €Cent Österreich Weihnachten 2011 (II) Rechts: Ersttag-Zusatzstempel zur Vorstellung der Marke anlässlich einer Briefmarkenschau mit Sonderpostamt des Österr. Philatelistenverein St. Gabriel
Für die Mitglieder der ArGe ist hier ein Original der Marke eingefügt. Andreas Jakob Graf von Dietrichstein, wurde am 27.5.1689 in Mähren geboren. Er verlor früh seine Eltern, wurde 1697 Ritter des Malteserordens. Er studierte zunächst 1707 in Salzburg, wurde 1708 auf kaiserliche Bitte hin Domherr zu Salzburg, wo er 1713 Sitz und Stimme erhielt. 1729 erwählte man ihn zum Domdechanten und sieben Monate später zum Dompropst. Am 10. September 1747 wurde er zum Erzbischof und damit zum regierenden Landesherrn von Salzburg gewählt. Dietrichsteins Wahlspruch „AMORE ET JUSTITIA“ - Liebe und Gerechtigkeit - unterstreicht die gerechte und wohltätige Art dieses sympathischen Landesfürsten. Er verstarb am 5.1.1753. Das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Plain mit dem Titel „Consolatrix afflictorum“ (Trösterin der Betrübten) ist ein etwa 40 x 50 cm großes Ölgemälde eines unbekannten deutschen Barockmalers, das vor 1633 im Raum Regensburg entstanden ist. Seine älteste Beschreibung als Weihnachtsbild stammt von Rudolf Grimming von Niederrain vom 31.12.1652: „Ein Täfele unser lieben frauen bild, so dass khindlein vor Ihr ligendt hat.“ Man sieht – ohne die erst im Jahre 1751 angebrachten Kronen, den Sternenkranz und eine edelsteinbesetzte Collane mit Malteserkreuz zu berücksichtigen – das Halbbild der Gottesmutter in schlichtem Kleid und grünblauem Mantel, wie sie vom vor ihr liegenden nackten Jesusknaben mit beiden Händen einen durchsichtigen Schleier hebt, um ihn dem Betrachter zu zeigen. Der Blick der Madonna senkt sich zum Kind, während dieses seiner Mutter beide
Händchen entgegenstreckt. Marias Haupt ist von einem Nymbus umstrahlt; ihr mit einem Schleier teils bedecktes mittelgescheiteltes Haar ist blond und weist über dem rechten Ohr zwei aufgebundene Zöpfe auf. Der unbekannte Meister hat die Bildkomposition nicht selbst erfunden; diese geht vielmehr auf die so genannte „Madonna di Loreto“ von 1511/1512 des berühmten Malers Raffaelo Santi di Urbino zurück. Das Plainer Gnadenbild erscheint seitenverkehrt zum Raffael-Original, das sich seit den Tagen Napoleons I. im Museum Condé in Chantilly befindet, wobei man auch den betrachtenden Hl. Josef weggelassen hat. Die originale „Madonna di Loretto“ stellt eine Stiftung des Papstes Julius II. della Rovere für die Basilika Santa Maria del Popolo in Rom dar, wobei das Zitat des Schleiers eine Anspielung auf die dort verehrte Reliquie des Velums der Hl. Veronika aus der Passion Christi verweist. Am Plainberg, der das Talbecken der Stadt Salzburg gegen Norden hin begrenzt, erhebt sich seit 1673 eine zweitürmige Barockkirche, von der aus sich das Panorama der Stadt vor der grandiosen Kulisse des Unterberges, das Tennen- und des Hagengebirges bis hin zum oberbayerischen Hügelland vor dem Betrachter ausbreitet. In diesem Gotteshaus befindet sich jenes Salzburger Marienheiligtum, das seit dem Immakulatatag 1652 bis heute nicht nachgelassen hat, dem gläubigen Volk eine „Trösterin der Betrübten“, das „Heil der Kranken“ und eine „Hilfe der Christen“ – soweit die Madonnentitel aus der „Lauretanischen Litanei“ – zu sein. Text: Österreichische Post
Technische Einzelheiten der Ausgabe: Erscheinungsdatum: 18.11 201, Entwurf: Hannes Margreiter, Druckart: Offset, Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V., Auflagenhöhe: 3.624.000, Art: Selbstklebemarken, Größe: 24x30 mm ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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Themengleiche Ausgaben der Postverwaltungen der Italienischen Halbinsel, sowie Europas: ITALIEN & VATIKANSTADT: Fünftes Jahrhundert der Geburt von Giorgio Vasari (vergl. SMOM 415. Ausgabe vom 26. April 2011) Links: ITALIEN 30.07.2011, Block zu € 1,40 Ein Detail des Werkes „St. Lukas malt die Madonna“, die Giorgio Vasari um 1565 in der Kapelle der Maler der Basilika SS. Annunziata in Florenz schuf. Auflage: Größe: Druck:
1 Million Block 120 x 144 mm Marke: 40 x 48 mm I.P.Z.S. Rom
Der ErsttagSonderstempel zur Vasari - Ausgabe von Posteitaliane
VATIKANSTADT 2.09.2011: AEROGRAMM/LUFTPOSTLEICHBRIEF - Ganzsache zu 2,00 €uro Im Markenbild ein Ausschnitt aus dem berühmten Fresko „SCHLACHT VON LEPANTO“ aus den Vatikanischen Museen, sowie, links auf dem Aerogramm, das Porträt des Künstlers Giorgio Vasari. Größe, offen: 189 x 293 mm Druck: Offset, Joh. Enschedé (Niederlande) Auflage, maximal.: 21.250 Links: Giorgio Vasari auf dem Ersttag-Sonderstempel zur Ausgabe des Vatikan VATIKANSTADT 18.11.2011 200. Jahrestag der Geburt von FRANZ LISZT Nennwert, € 0,75, Größe: 29,79 x 40,64 mm Druck: Offset, BDT (Irland) in Bogen zu je 10 Marken Auflage maximal: 200.000 Diese Marke wurde zusammen mit einer Marke zu € 1,60 zum 100. Jahrestages des Todes von Gustav Mahler ausgegeben. Unten: Weitere LISZT - Ausgaben 2011, nur Europäische Staaten: v.l.n.r. BiH Republic Srpska, Bulgarien, Luxemburg, Mazedonien, Monaco, Ungarn (vergl. MB 1/2011)
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S.M.O.M. - Neuausgaben ..... S.M.O.M. - Neuausgaben 423. Ausgabe, 26.September 2011, Kat.Nr. 1173-1180 & 1 Vignette, ZD im Kleinbogen STANDARTEN DER ALTEN ORDENSZUNGEN Auflage: Nennwert: Zahnung: Größe: Druck: Sonstiges:
12.000 Marken in Bogen zu je 8 Marken & 1 Vignette 8 x 1,40 €uro 13 x 13 Marken: 40 x 52 mm , Kleinbogen: 140x184 mm Offset; CARTOR Security Printing, La Loupe, Frankreich FDC, Thematischer Ersttags-Sonderstempel Nr. 241 Illustriertes Sammelbulletin Nr. 9/11/266
Thema: Die Standarten der alten Zungen des Ordens; Motivgleich mit Ausgabe Nr. 2 vom 16. 05.1967, Kat.Nr. 10-17, Motiv von Nr. 18 fehlt, aber jetzt Marken im größeren Format und in €uro – Nennwerten
8 x € 1,40 1.Reihe: Kat.Nr. 1173: Provence Kat.Nr. 1174: Alvernien Kat.Nr. 1175: Frankreich 2.Reihe: Kat.Nr. 1176: Italien mittig die Vignette Kat.Nr. 1177: Aragon (Navarra) 3.Reihe: Kat.Nr. 1178: England (mit Schottland & Irland) Kat.Nr. 1179: Deutschland Kat.Nr. 1180: Kastillien & Portugal
Oben: Thematischer Ersttag Sonderstempel Nr. 241 zur 423. Ausgabe vom 26.9. 2011 Motiv: Ordenskreuz im Spitzschild ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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S.M.O.M. - Neuausgaben ..... S.M.O.M. - Neuausgaben 424. Ausgabe, 26.September 2011, Kat.Nr. 1181-1182 ZD, 1183-1184 ZD KUNST ZEICHNUNGEN VON ISRAHEL VAN MECKENEM D.J. & CHARLES LE BRUN
Auflage: Nennwert: Zahnung: Größe: Druck: Sonstiges:
12.000 ZD-Sätze in Bogen zu je 6 ZD=12 Marken 2 x 0,74 €uro & 2 x 1,00 €uro 13 x 13 Marken: 40 x 52 mm , ZD: 80 x 52 mm Offset; CARTOR Security Printing, La Loupe, Frankreich FDC, Thematischer Ersttags-Sonderstempel Nr. 242 Illustriertes Sammelbulletin Nr. 10/11/267
Thema: Kunstzeichnungen von 1) Israhel van Meckenem der Jüngere, um *1440 +10.11.1503 im westfälischen Bocholt, ein wichtiger Kupferstecher des 15.Jhds. Seine Werkstatt befand sich im westfälischen Bocholt. Durch ihre Herkunft aus Meckenheim im Rheinland führte die Familie des Künstlers den niederdeutschen Namen van Meckenem, von Meckenheim. Sein Vater war Israhel van Meckenem der Ältere. 1465 wirkte er in Kleve und 1482 war Israhel van Meckenem nachweislich für den Rat der Stadt Bocholt tätig. Mit 550 Kupferstichen hat van Meckenem das umfassendste Werk aller Kupferstecher des 15. Jahrhunderts hinterlassen. Neben eigenen Arbeiten fertigte Israhel van Meckenem auch viele Stiche nach Werken von Albrecht Dürer, Hans Holbein der Ältere, Martin Schongauer u.a., wobei er auch als Verleger auftrat. Zu den bekanntesten Arbeiten des Künstlers gehört die Folge von zwölf Blättern der Darstellungen aus dem Alltagsleben. Sehr schöne, allegorisch-moralische Stiche von Liebespaaren entstanden in der Zeit zwischen 1495 und 1503. 2) Charles Lebrun (auch Le Brun (im Frz. vorwiegend - dort das Wort für die Farbe Braun) oder le Brun geschrieben) (* 24. Februar 1619 in Paris; † 12. Februar 1690 Paris) war ein französischer Maler, Architekt, Ornamentzeichner, Hofmaler (1662), Direktor der Gobelin-Manufaktur sowie Rektor und Kanzler der Académie royale de peinture et de sculpture. Er leitete die Arbeiten zur Ausstattung der Schlösser Vaux-le-Vicomte und Versailles und war einer der bedeutendsten und prägenden Künstler des Stiles Louis XIV. . Lebrun entstammte einer Bildhauerfamilie, die wahrscheinlich schottischen Ursprungs war. Sein Vater Nicolas Lebrun (gestorben 1648) unterrichtete seinen Sohn in den Grundlagen der Bildhauerei und des Zeichnens. Eine Federzeichnung des 13-jährigen, die Ludwig XIII. zu Pferde darstelle, machte den Kanzler Ségnier (teilweise auch Séguier) auf Lebrun aufmerksam. Ségnier erkannte das Talent des Jungen, nahm ihn bei sich auf und ließ ihm eine Ausbildung angedeihen. Bereits 1638 war er Peintre du Roi („königlicher Maler“) und erhielt erste Aufträge von Kardinal Richelieu, der von den Werken des jungen Künstlers sehr angetan war. 1648 war er Mitbegründer der Académie royale de peinture et de sculpture, der er zeitlebens verbunden blieb.1662 wurde Lebrun in den Adelsstand erhoben und zum Premier Peintre du Roi, dem höchsten offiziellen Maleramt, ernannt. Ein Jahr darauf, 1663 wurde er zum Garde général der königlichen Sammlungen (etwa Generalintendant) berufen und erhielt auf Betreiben Colberts die Direktion der Manufacture Royale des Tapisseries et Meubles de la Couronne (Die staatlichen Kunstwerkstätten und Manufakturen", die neben Gobelins und Möbeln auch diverse andere Kunstgegenstände produzierten), für die er zahlreiche Entwürfe machte und deren Ausführung er dann überwachte. 1666 begründete er die Außenstelle der Akademie in Rom, 1668 wurde er Rektor und Kanzler der Akademie. 1677 begleitete er den König auf dessen Flandernfeldzug (gegen spanische Besitzungen). Text aus Wikipedia Artikel
Links: Kat.Nr. 1181-1182 ZD, 2 x 0,75 €, Israhel van Meckenem der Jüngere: Zwei Ritter im Turnier. Unten: Kat.Nr. 1183-1184 ZD, 2 x 1,00 €, Charles Le Brun: Apotheose des Herkules. Beide Werke im Louvre, Paris.
Links: Thematischer Ersttag - Sonderstempel Nr. 242 zur 424. Ausgabe vom 26.9. 2011, Motiv: Pferde, von C. Le Brun, aus Kat.Nr.1183 ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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S.M.O.M. - Neuausgaben ..... S.M.O.M. - Neuausgaben 425. Ausgabe, 26.September 2011, Kat.Nr. 1185-1188 ZD NATUR UND KUNST: Jan Brueghel der Ältere Auflage: Nennwert: Zahnung: Größe: Druck: Sonstiges:
12.000 ZD-Sätze in Bogen zu je 4 ZD-Sätzen = 16 Marken 4 x 2,40 €uro 13 x 13 Marken: 52 x 40 mm , Zusammendruck: 102 x 80 mm Offset; CARTOR Security Printing, La Loupe, Frankreich FDC, Thematischer Ersttags-Sonderstempel Nr. 243 Illustriertes Sammelbulletin Nr. 11/11/268 Thema: „Der Einstieg der Tiere in die Arche Noah“, nach einem Werk von Jan Brueghel der Ältere, * 1568 in Brüssel; † 13. Januar 1625 in Antwerpen, auch genannt Samtbrueghel oder Blumenbrueghel, war ein erfolgreicher flämischer Maler und als Sohn Pieter Brueghel des Älteren (genannt Bauernbruegel) Teil der Maler-Dynastie Brueghel. Das Werk befindet sich im südfranzösischen Pau, im Museum der Schönen Künste - Musée des Beaux-Arts. Kat.Nr. 1185-1188ZD, 4 x 2,40 €: „Der Einstieg der Tiere in die Arche Noah“
Links: Kat.Nr. 1185-1188 ZD, 4 x 2,40 €: Jan Brueghel der Ältere: „Der Einstieg der Tiere in die Arche Noah“ (letztere ist auf dem Werk allerdings nicht dargestellt) Im Museum der Schönen Künste der südfranzösischen Stadt Pau.
Rechts: Thematischer Ersttag - Sonderstempel Nr. 243 zur 425. Ausgabe vom 26.9. 2011, Motiv: Vögel, aus dem o.g. Werk von Jan Brueghel dem Älteren, aus Marke Kat.Nr.1185 ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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S.M.O.M. - Neuausgaben ..... S.M.O.M. - Neuausgaben 426. Ausgabe, 28.November 2011, Kat.Nr. 1189-1190 & 1191-1192=Block 96 IKONOGRAPHIE DER HEILIGEN DREI KÖNIGE Auflage: Nennwert: Zahnung: Größe: Druck:
Bogenmarken: 12.000 Sätze in Bogen 12 Marken Block: 6.000 fortlaufend nummerierte Blöcke Bogenmarken: 1,40 / 2,20 €uro Block: 2,50 & 5,20 € Bogenmarken & Marken im Block: 13 Bogenmarken: 40 x 52 mm; Marken im Block: 2,50 € = 40x26 mm & 5,20 € = 40x52 mm / Block: 125 x 175 mm Offset; CARTOR Security Printing, La Loupe, Frankreich
Sonstiges:
FDC, Thematischer Ersttags-Sonderstempel Nr. 244 Illustriertes Sammelbulletin Nr. 12/11/269 Thema: Das Gemälde „Darbietung der Schätze“, 1705, von Stefano Maria Legnani (1660– 1715), genannt „Legnanino“ Turin, Kapelle der Kaufleute (Kongregation der Bankiers und Händler). Kat.Nr. 1189, € 1,40: Ausschnitt: einer der Heiligen Drei Könige, sitzend, Kat.Nr. 1190, € 2,20: Ausschnitt: zwei der Heiligen Drei Könige, Block 96: das Gemälde in seiner Gesamtheit, darin: Kat.Nr. 1191, € 2,50: Ausschnitt: einer der Heiligen Drei Könige mit einer weiteren Person Kat.Nr. 1192, € 5,20: Ausschnitt: Person mit Amphore und Truhe Links: Kat.Nr. 1189, € 1,40: Ausschnitt: einer der Heiligen Drei Könige, sitzend, Rechts: Kat.Nr. 1190, € 2,20: Ausschnitt: zwei der Heiligen Drei Könige.
Links: Thematischer Ersttag - Sonderstempel Nr. 244 zur 426. Ausgabe vom 28.XI. 2011, Motiv: Darstellung der Heiligen Drei Könige, aus dem Gemälde „Darbietung der Schätze“, von Stefano Maria Legnani ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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SMOM Block 96 mit den Kat.Nrn. 1191 - 1192 Das Gemälde „Darbietung der Schätze“, 1705, von Stefano Maria Legnani (1660 - 1715), genannt „Legnanino“ Turin, Kapelle der Kaufleute (Kongregation der Bankiers und Händler). Kat.Nr. 1191, € 2,50: Ausschnitt: einer der Heiligen Drei Könige mit einer weiteren Person aus dem Gefolge Kat.Nr. 1192, € 5,20: Ausschnitt: Person mit Amphore und Truhe
ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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S.M.O.M. - Neuausgaben ..... S.M.O.M. - Neuausgaben 427. Ausgabe, 28.November 2011, Kat.Nr. 1193-1195 & 1196-1197=Block 97 HEILIGE WEIHNACHT 2011 Auflage: Nennwert: Zahnung: Größe: Druck:
Bogenmarken: 12.000 Sätze in Bogen 12 Marken Block: 6.000 fortlaufend nummerierte Blöcke Bogenmarken: 0,75 / 1,40 / 3,30 €uro Block: 2,50 & 5,20 € Bogenmarken 13x13, Marken im Block: 2,50€=13x13¼ , 5,20€=13½x13½ Bogenmarken: 40 x 52 mm; Marken im Block: 2,50 € = 30x40 mm & 5,20 € = 85x45 mm / Block: 170 x 120 mm Offset; CARTOR Security Printing, La Loupe, Frankreich
Sonstiges:
FDC, Thematischer Ersttags-Sonderstempel Nr. 245 Illustriertes Sammelbulletin Nr. 13/11/270 Thema: Das Gemälde „Anbetung der Heiligen Drei Könige“ von Hans Memling, geboren um 1430 in Seligenstadt bei Frankfurt a.M. – gestorben am 11. August 1494 im belgischen Brügge), ca.1470, Madrid, Prado-Museum Es gibt eine, allerdings nicht bestätigte, Geschichte, das Hans Memling, der in der Schlacht von Nancy verwundet worden sein soll, von den Hospitallern (also unserem Orden) in Brügge aufgenommen und geheilt wurde. Aus Dankbarkeit dafür weigerte er sich, die Bezahlung für ein Bild anzunehmen, das er für den Orden gemalt hatte. Memling hat wirklich 1479 und 1480 für die Hospitaller gemalt und es ist deshalb wahrscheinlich das er, vor der Schlacht von Nancy, den Förderern des Hl. Johannes - Spitals * bekannt war * Gemeint ist das acht Jahrhunderte alte Sankt-Jansspital (Hl. Johannes-Hospital) in Brügge, das jetzt „Memling in Sint-Jan Museum“ heißt, Kat.Nr. 1193, € 0,75: Ausschnitt: einer der Hl. Drei Könige links auf dem Gemälde Kat.Nr. 1194, € 1,40: Ausschnitt: einer der Hl. Drei Könige rechts auf dem Gemälde Kat.Nr. 1195, € 3,30: Ausschnitt: die Madonna mit dem Kind Block 97: das Gemälde in seiner Gesamtheit, darin: Kat.Nr. 1196, € 2,50: Ausschnitt: anwesende Zuschauer Kat.Nr. 1197, € 5,20: Ausschnitt: Madonna mit dem Kind, der Hl. Joseph und anbetende Hl. Drei Könige
Unten: Thematischer ErsttagSonderstempel Nr. 245 zur 427. Ausgabe vom 28.XI. 2011, Motiv: Madonna mit dem Kind.
Links: Kat.Nr. 1193, € 0,75: Ausschnitt: einer der Hl. Drei Könige links auf dem Gemälde Mitte: Kat.Nr. 1194, € 1,40: Ausschnitt: einer der Hl. Drei Könige rechts auf dem Gemälde Rechts: Kat.Nr. 1195, € 3,30: Ausschnitt: die Madonna mit dem Kind und ein anbetender Weißer ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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ArGe SMOM-Philatelie e.V. - Mitteilungsblatt Nr. 2-3 / 2011, XXI. Jahrgang, Heft Nr.60
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(Quelle: Wikipedia)
Das Andenken Memlings wurde zunächst in seinem Geburtsort Seligenstadt bewahrt, wo im frühen 16. Jahrhundert noch Messen für ihn gelesen wurden. Danach geriet er vorerst in Vergessenheit. Als sein Hauptwerk haben sich vor allem Gemälde im Johannishospital zu Brügge erhalten, so dass sich bei seiner Wiederentdeckung zunächst eine rührselige Legende um den Maler sponn, der die Gemälde im Johannishospital nach einer wundersamen Heilung geschaffen haben soll. Diese Legende hielt sich lange Zeit und wurde später von weiteren Malern auch bildlich umgesetzt. Zeitweise hat man seinen Namen auch als Hemeling fehlinterpretiert, bevor die neuere Forschung die Hospitalslegende und den falschen Namen widerlegt hat.
Links: Kat.Nr. 1196, € 2,50: Ausschnitt: anwesende Zuschauer Mitte rechts: Kat.Nr. 1197, € 5,20: Ausschnitt: Madonna mit dem Kind, der Hl. Joseph und anbetende Hl. Drei Könige
SMOM Block Nr. 97 mit den Kat.Nrn.: 1196 - 1197
(Quelle: Wikipedia)
Oben: Hans Memling, Selbstbildnis, aus dem Triptik des Auftraggebers Sir John Donne de Kidwelly, ca. 1480 National Gallery, London
Oben: Über dem Hauptaltar der Franziskaner-Kirche der Geburtskirche in Bethlehem, die der Heiligen Katharina von Alexandria gewidmet ist: das Glasfenster mit einer Krippen-Darstellung, darüber das Portrait von Désiré Kardinal Mercier, Erzbischof von Mecheln 1906 - 1926, darunter, in französisch, die Widmung „Geschenk von Belgien - 1926“ . Unten: Christus des Erlöser, ein Gemälde in einer der Kuppeln der Grabeskirche in Jerusalem.
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