LBA_30_2012

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Donnerstag, 26. Juli 2012

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Lenzburger Woche

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IM GESPRÄCH Am vergangenen Wochenende hat die Company of Saynt George das mitilärische und zivile Alltagsleben einer Artillerie-Einheit des 15. Jahrhunderts nachgestellt. Die Mitglieder der internationalen Truppe mit Sitz in der Schweiz stammen aus über zehn europäischen Ländern. Die lebendige Darstellung der Company vermochte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher zu begeistern. Seite 9

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Hammerpark

Züglete

Beachtenswert

Im Juni wurde die Baubewilligung erteilt, nach den Sommerferien fallen für die Freizeitanlage Hammerpark die ersten «Hammerschläge».

Was sich in Ammerswil wie ein Alpaufzug präsentierte, war in der Tat eine Züglete, wie sie noch nie vorkam und auch nie mehr vorkommen wird.

Was mit dem Erwerb einer Mülliger-Spritze mit Jahrgang 1864 begann, hat sich zu einem einmaligen Feuerwehr- und Handwerkermuseum entwickelt.

«Ich habe das Buch meiner Mutter gewidmet» Die Schriftstellerin Margot S. Baumann hat ihre Wurzeln in Leutwil. Mit ihrem neuen Roman «Die Frau in Rot» hat sie die Handlung nach Seengen verlegt. Beatrice Strässle

Wir sind Licht G

PP 5600 Lenzburg 1, Nummer 30/31, 112. Jahrgang Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzenden Gemeinden

I

st es Ihr erster Roman, welcher im Aargau resp. im Seetal spielt? Margot S. Baumann: Ja, der erste, der im Seetal spielt. Mein erster Roman spielte in Schottland, der zweite (unveröffentlichte) in der Provence, der dritte (Thriller) in Bern und «Die Frau in Rot» jetzt im Aargau. Ich nähere mich also immer mehr meiner alten Heimat.

Warum gerade Seengen? Ich besuchte vier Jahre lang die Bezirksschule in Seengen und fuhr (gezwungenermassen) mit dem Velo täglich zweimal am Schloss Hallwyl vorbei. Das romantische Schloss gefiel mir schon immer, obwohl ich zugeben muss, dass ich es als Jugendliche nie besucht habe. Vor ein paar Jahren besichtigte ich das Schloss dann mit meiner damals noch kleinen Tochter. Ihr gefiel die Hallwyl so gut, dass wir es mindestens viermal besuchen mussten. Und immer fiel mir in einem Zimmer ein Damenporträt auf, unter dem ein Schild «unbekannt» hing. Zuerst war es nur ein flüchtiger Gedanke. Wer war diese Frau? Lebte sie auf dem Schloss? Wieso weiss man nicht, wer sie ist? Und wenn man es wüsste, was würde sich in der Geschichte des Schlosses ändern? Irgendwann begann ich mir darauf (fiktive) Antworten zu geben. Die Idee zur «Frau in Rot» war geboren. Daher lag der Gedanke natürlich nahe, die Geschichte selbst in Seengen anzusiedeln. Dass ich bei meinen Recherchen dann noch auf verbürgte historische Persönlichkeiten aus dem Geschlecht der von Hallwyl stiess, die sich

Margot S. Baumann liest am 19. AuFoto: zvg gust im Schloss Hallwyl. wunderbar in meine Idee integrieren liessen, war das berühmte Sahnehäubchen. Aber mein Roman ist rein fiktiv und keine Biografie über eine Person, die gelebt hat. Sie sind eine bekannte Lyrikerin, haben auch schon Thriller geschrieben. Nun folgt ein Gruselroman. Was darf man noch alles erwarten. Was ist Ihre Vision? Ich fing mit Gedichten an. Diese Form schien mir für meine Ideen geeignet. Ich mochte das Komprimieren einer Aussage auf wenige Zeilen, ich mochte das Feilschen um den richtigen Reim, der in perfekter Harmonie zur Aussage steht. Irgendwann jedoch wurde mir das Korsett der Lyrik zu eng. Mein Bedürfnis nach Platz wurde grösser, damals begann ich meinen ersten Roman. Das war 2008. Eine abenteuerliche Liebesgeschichte, die in den schottischen Highlands spielte. Eine Gegend, die ich aus persönlichen Reisen kenne und der ich mich, so komisch

das klingt, verbunden fühle. Ich hatte auch lange das Privileg ebenso wie das Bedürfnis, mich in den (Prosa-) Genres auszuprobieren. Viele Ideen schwirrten mir durch den Kopf, meist ging es dabei um Liebe, Tod, Geheimnisse, Mystery und Familienschicksale. Ich hatte noch nicht das Gefühl, mich und mein Lieblingsgenre gefunden zu haben. Verlage mögen es jedoch nicht, wenn ein Autor – unter demselben Namen – von einem Genre ins andere springt. Sie wollen potenzielle Fans (Genrefans) nicht vergraulen, indem sie dem Autor erlauben, jedes neue Buch in einer neuen Sparte zu schreiben. Mit dem Gruselroman – ich mag den Begriff eher weniger, für mich ist «Die Frau in Rot» mehr auf der Seite Mystery/Familienschicksale anzusiedeln – habe ich jetzt jedoch ein Genre gefunden, das mir zusagt. Aber man soll ja bekanntlich nie nie sagen. Von daher bleibe ich für andere Genres offen. Das Einordnen einer Geschichte ist Sache des Verlages, ein gutes Buch zu schreiben, Sache des Autors. Sie haben Ihre Wurzeln in Leutwil. Was verbindet Sie noch mit dem Aargau? Baumann ist ein Leutwiler Geschlecht. Ich bin dort aufgewachsen und heimatberechtigt. Auf einem Stammbaum, der bis ins Jahr 1526 zurückgeht und als Stammvater einen Melchior Baumann angibt, ist jeder Baumann aus meiner Familie aufgeführt. Wir Baumanns haben also eine lange Tradition im Seetal. Meine Mutter, der das Buch übrigens gewidmet ist, lebt heute noch in Leutwil. Von daher komme ich natürlich ab und zu wieder in meine alte Heimat zurück. Und obwohl ich schon bald dreissig Jahre im Kanton Bern wohne, wehre ich mich immer noch vehement, wenn jemand über meinen (Autobahn-) Kanton herzieht! Lesung «Die Frau in Rot» Schloss Hallwyl, 19. August, 11 Uhr Türöffnung, 10 Uhr, der Eintritt ist frei

Salzkorn Happy birthday Eier mit Schweizer Kreuzen, Weggen mit Fähnchen und ganz viel Feuerwerk liegen in den Regalen. Es herrscht Heidiland-Idylle. Dies, obwohl der grösste Bierbrauer Teil eines dänischen Konzerns und die Ovomaltine in engHelen lischer Hand ist. Schatzmann Schweizerinnen und Schweizer sich fragen, ob sie eigentlich immer älter oder weniger werden? Nun, Statistiken sind kompliziert. Die Geburtenrate sinke. Voraussichtlich noch in diesem Jahr werde aber die Bevölkerung die 8-Millionen-Grenze überschreiten. Die Frage, wie viele Menschen denn in der Schweiz Platz haben, sei unmöglich zu beantworten. Entscheidend wäre die Akzeptanz der Bevölkerung. Aus diesem Grund habe sich der Bundesrat intensiv mit den Auswirkungen der Zuwanderung auseinandergesetzt, mit den wirtschaftlichen, aber auch mit den gesellschaftlichen. Man habe Expertinnen und Experten verschiedener Departemente einen umfassenden Bericht erstellen lassen, diesen verabschiedet und veröffentlicht. Es gelte, die richtige Balance zwischen Bewahren und Wandel zu finden! Nicht ganz einfach in einer Zeit, wo das Selbstwertgefühl vor allem der jungen Generationen sinkt. Nicht zuletzt, weil scheinbar trotz überfüllten Fachhochschulen und Universitäten ausgewiesene Fachkräfte fast ausschliesslich im Ausland rekrutiert werden müssen. Irgendwie hat der alte Mythos ausgedient. Es gibt zwar noch ein paar, die in der Schweiz die Insel der Glückseligen sehen. Die Asylbewerber zum Beispiel. Anderen wird klar: Wir stehen nicht unter Denkmalschutz, vielmehr im geistig-mentalen Umbruch. Ich wünsche diesem Land keine Symptombekämpfung, sondern Überzeugung, Weitsicht, Selbstvertrauen und Begeisterung, die Probleme im Grunde zu lösen. Helen Schatzmann

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