Donnerstag, 29. Mai 2014
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Lenzburger Woche
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Mit einem Benefizkonzert am 29. Juni in Lenzburg möchte «Die Dargebotene Hand» ihren Spendern danken, aber auch Aufmerksamkeit erlangen.
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Unter Männern Die Männergruppe Lenzburg feiert ihr 20-Jahr-Jubiläum. Initiant Thomas Schüpbach spricht über die Idee der Männergruppe.
«Wir wollen mehr wissen» www.ruegel-seengen.ch
Sich verstehen
Die «ARA Lotten» (Rupperswil, Hunzenschwil und Schafisheim) in Rupperswil soll abgebrochen werden. Die Anlage, die sehr gute Reinigungsleistungen erbringt, soll durch eine Rohrleitung (mit Pumpstation) an die «ARA Langmatt» in Wildegg angeschlossen werden. So will es der Kanton. Dagegen regt sich nun Widerstand.
D
ie Stimmberechtigten von Hunzenschwil, Rupperswil und Schafisheim haben an den Gemeindeversammlungen über einen Kredit im Betrag von 5 125 950 Franken für den Bau einer Pumpstation und Druckleitung sowie den Rückbau der ARA Lotten, die Einkaufssumme und den Anteil Schwachlast ARA Langmatt zu befinden. Gegen dieses Geschäft und den «Befehl» aus Aarau hat sich ein Bürgerforum gebildet. Man ist nicht grundsätzlich gegen einen Anschluss an die «ARA Langmatt» in Wildegg. «Uns stösst das Diktat des Kantons sauer auf», ist von den Initianten zu hören. Das Konzept des Kantons sieht vor, einerseits die Anzahl der Kläranlagen im Kanton zu verringern und auf die Stufe 4 (Medikamente) vorzubereiten. Eines der Hauptanliegen des Konzepts ist zudem die Entlastung der kleinen und mittleren «Vorfluter». Vorfluter heissen die Fliessgewässer, in die eine ARA das gereinigte Wasser einleitet. Zum Beispiel der Aabach (ARA Hallwil mit 9 Gemeinden), die Bünz (Wohlen), die Wyna (mehrere Kläranlagen). Bei der «ARA Lotten» ist der Vorfluter die Aare – das grösste Gewässer im ganzen Kanton. Für die Initianten kein Argument für die Schliessung der Kläranlage «Lotten». Die Mitglieder des Bürgerforums monieren, dass die Bevölkerung vonseiten des Kantons keine umfassende Orientierung über den Abriss der Anlage im Schachen Rupperswil und den Bau einer Leitung mit Pumpwerk zur ARA «Langmatt» nach Wildegg erhalten habe.
Salzkorn
Die Schadstoffbelastungen zeigen es deutlich: Die «ARA Lotten» (blau) ist nicht nur unter den Grenzwerten, sondern auch besser als vergleichbare Kläranlagen der Region (orange). Die ausgewählten Werte sind in Relation gesetzt, das heisst, 100 Prozent entsprechen den jeweils maximal zulässigen Grenzwerten. (Quelle: Jahresberichte verschiedener ARAs).
Offene Fragen Gemäss dem Bürgerforum gibt es Fragen, welche noch nicht geklärt sind, so die nach der Kostenbeteiligung des Kantons, welche das Konzept verfügt hat. Ebenfalls ist man etwas konsterniert darüber, dass keine anderen Möglichkeiten als der Abriss ins Auge gefasst wurden. Bei der Stufe 4 (Medikamente) ist man im Bürgerforum auf eine weitere Ungereimtheit gestossen. Diese sei noch in der Abklärungsphase auf eidgenössischer Ebene. Nicht einmal dort sei bekannt, wie diese genau aussehen soll. Als Zeithorizont wird 2025 genannt. Wieso verwendet der Kanton dennoch dieses Argument als zeitlich zwingend? Unglücklich über den mangelnden Informationsfluss Mitglieder des Bürgerforums «Pro ARA Lotten» stellten bei ihren Recherchen fest, dass der Informationsfluss bei den zuständigen Stellen unbefriedigend ist. So sind die Jahresberichte der meisten Kläranlagen öffentlich (im Internet) verfügbar. Ausgerechnet im Falle «ARA Lotten» heisst es von Gemeindeseite (Zitat): «Sie können
den Jahresbericht auf der Gemeindekanzlei einsehen und abschreiben, aber nicht kopieren.» Vollendete Tatsachen In diese Richtung scheint nach Meinung des Bürgerforums auch das Baugesuch zu zielen. Dieses wurde im «Lenzburger Bezirks-Anzeiger» vom 24. April – mit der 1monatigen Rekursfrist bis 25. Mai – veröffentlicht. Die Gemeindeversammlung in Rupperswil, die über dieses Geschäft befinden soll, findet jedoch erst am 6. Juni statt. Es werden so bereits vor der Versammlung vollendete Tatsachen geschaffen. «Entweder ist das naiv oder dann bewusst gesteuert. Letzteres käme einem Vertrauensbruch der Kantonsregierung und des Gemeinderates gegenüber der Bevölkerung gleich», monieren die Initianten. Die Stimmberechtigten haben in Rupperswil am 6. Juni, in Schafisheim am 20. Juni und in Hunzenschwil am 27. Juni an den jeweiligen Gemeindeversammlungen über das Geschäft zu beschliessen. Für das Bürgerforum «Pro ARA Lotten»: Ernst Weber, Rupperswil
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Als ich in der zweiten Klasse der Primarschule war, bekam ich zwei Mitschüler aus Dänemark. Einen der beiden lernte ich, dank einer Anweisung meiner Lehrerin, schnell besser kennen. «Graziella, begleitest du Hans Graziella in den nächsten TaJämsä gen und hilfst ihm bitte. Er spricht noch nicht so gut deutsch.» Ich weiss noch, dass ich meinen Auftrag sehr ernst genommen habe. Dabei überlegte ich nie, warum mein blonder Klassenkamerad nicht meine Sprache spricht. Viel interessanter war es, herauszufinden, wo auf der Welt seine Sprache gesprochen wird und wie es sich dort lebt. Ob unsere Hand-Fuss-EinwortTaktik ihm geholfen hat, sei dahingestellt. Wichtiger scheint mir, dass für uns schon als Primarschüler klar war: Sprache dient der Verständigung. Wenn er dänisch spricht und ich deutsch, müssen wir beide dazulernen. Bei Mundart und Schriftsprache hätten wir uns nicht anders verhalten. Die Sprachenvielfalt hätte uns auch dann nicht vom Ziel der Verständigung abgelenkt. Wir wollten uns verstehen. So haben wir uns mit der Sprache des Gegenübers als dessen Eigenheit auseinandergesetzt. Vielleicht bräuchte man sich gar nicht so viele Sorgen um die Mundart zu machen. Vielleicht brauchen wir und die uns folgenden Generationen nur wieder etwas mehr Zeit für die Verständigung. Dann unterhalten wir uns darüber, was ein Seelenwärmer ist. Oder wir lernen, dass ein unnötiger Einkauf nur zum Spass im Bernischen als Gänggele bezeichnet werden kann. Ich glaube, wer das Verstehen sucht und Sprachenvielfalt geniesst, tut gleichzeitig etwas für den Erhalt der Mundart. Und das ganz ohne offizielle Gesetzgebung. Graziella Jämsä graziella.jaemsae@azmedien.ch
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