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aus dem bezirk affoltern I Nr. 70 I 165. Jahrgang I Freitag, 2. September 2011
Neues Schulprogramm
Weniger Verkehr
Die Primarschule Bonstetten ist ins neue Schuljahr gestartet. > Seite 3
Primarschulpflege Affoltern verzichtet auf Lotsendienst an der Zürichstrasse. > Seite 3
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Abgeblitzt Staatsanwalt wollte gefährlichen Messerstecher in geschlossene Klinik einweisen. > Seite 5
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Aufopfernd Krankenschwester Margrit Schenkel über ihre Arbeit im Sudan. > Seite 7
«Wir stellen im Säuliamt keine massiven Übertreibungen fest»
Was den Bezirk Affoltern betrifft, ist Hofmann gedämpft optimistisch: Massive Übertreibungen bei den Liegenschaftenpreisen könne man hier kaum feststellen, im Gegensatz etwa zu den beiden Seeufern und der Stadt Zürich, deshalb sei hier mit weniger gravierenden Folgen zu rechnen: «Das Ziel ist ohnehin kein unbeschränktes Wachstum im Bezirk Affoltern – es ist sicher ein Vorteil, dass wir hier auf der Sonnenseite leben und nicht auf den Zürichsee hinunterschauen können.» (bs.) ................................................... > Interview auf Seite 12
Rund 40 Bücherkisten bei Ruhebänken an Spazierwegen im Säuliamt. > Seite 9
Die einheimischen Krebse werden im Kanton durch fremde Arten stark bedroht. Die Interessengemeinschaft «Dä Neu Fischer» (IG DNF), macht sich grosse Sorgen und will das Aussterben der hiesigen Krebse vermeiden. In den Ämtler Gewässern wurden bis zum heutigen Tag noch keine Fremdlinge vorgefunden. Rolf Schatz, bei der IG DNF als Ausbildungschef tätig, weiss aber, dass sich fremde Arten blitzartig verbreiten können. ................................................... > Bericht auf Seite 7
Gefährdete Eigenheimbesitzer
Gedämpft optimistisch
Lesebänke
Vom Aussterben bedroht
Der Hausemer Bankenspezialist Oliver Hofmann befürchtet im «Anzeiger»-Interview, dass die Folge der Schuldenkrise und der damit zusammenhängenden Frankenstärke ein Preiszerfall in der Schweiz sein könnte.
Auf den ersten Blick wirken tiefere Preise zwar erstrebenswert. In der Ökonomie spricht man dabei von Deflation, was auch bedeutet, dass der Wert der Schulden ansteigt – genau so, wie ungekehrt Inflation den Wert der Schulden verringert. Sinken in der Folge die Immobilienpreise in grösserem Stil, spricht man vom Platzen einer Blase, was zur Folge hätte, dass viele Eigenheimbesitzer ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen könnten.
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Auf der Startbahn zum Wettkampf am Himmel. (Bild zvg.)
Christian Fornaro erneut Kunstflug-Meister Der gebürtige Hedinger siegte in Bex in der Kategorie Advanced Christian Fornaro, in Hedingen aufgewachsen, wurde in Bex VS zum zweiten Mal Schweizer Kunstflug-Meister, dieses Mal in der Kategorie Advanced (Fortgeschrittene). Die Piloten fliegen wenn möglich vier Programme: zwei-
mal eine Kür mit eigenen Figuren und zweimal ein Programm mit Figuren, das der Pilot 24 Stunden vor dem Einsatz erhält. Kunstflug ist ein spezielles Metier, das nicht mit herkömmlicher Fliegerei verglichen werden kann. Die
Piloten sind ausserordentlichen Belastungen ausgesetzt, müssen hoch konzentriert sein und über körperliche und psychische Fitness verfügen. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 27
Aus dem Bezirk Affoltern kandidieren 27 Frauen und Männer für den Nationalrat Toni Bortoluzzi und Hans Kaufmann bei der SVP mit reellen (Wiederwahl)-Chancen 27 kandidieren aus dem Säuliamt für einen der 34 Nationalratssitze. Reelle (Wiederwahl)Chancen haben wohl nur die beiden SVP-Vertreter Toni Bortoluzzi und Hans Kaufmann. ................................................... von werner schneiter
Um die 34 Zürcher Nationalratssitze buhlen im Kanton Zürich auf insgesamt 30 Listen 274 Frauen und 528 Männer – fast genauso viele wie vor vier Jahren. Allerdings hat der Frauenanteil seit dem Höchststand von 2003 (38 Prozent) kontinuierlich abgenommen und beträgt dieses Mal nur noch 34 Prozent. Auf den ersten fünf Listenplätzen sind sie allerdings gut vertreten. Von den 802 Kandidierenden im Kanton Zürich stammen nur gerade 27 aus dem Bezirk Affoltern, wo der Frauenanteil mit knapp 26 Prozent deutlich unter dem Kantonsmittel
liegt. Ämtlerinnen und Ämtler sind auf 16 der insgesamt 30 eingereichten Listen präsent – mit maximal drei Kandidierenden. Unter ihnen haben aber wohl nur die beiden SVP-Vertreter Toni Bortoluzzi (Affoltern) und Hans Kaufmann reelle (Wiederwahl)Chancen. Die SVP stellt 12 Nationalräte. Bortoluzzi, seit 1991 im Parlament, nimmt hinter Christoph Blocher, Anita Bohrer und Christoph Mörgeli auf Platz 4 ein. Finanzfachmann Hans Kaufmann, 1999 gewählt, figuriert auf Platz 11.
Gute Listenplätze für Lisette Müller, Hans Läubli und Hans-Ulrich Bigler Lisette Müller aus Knonau erzielte bei den Kantonsratswahlen in diesem Frühjahr mit Abstand am meisten Fremdstimmen, aber sie musste im Parlament ihren Platz räumen, weil die EVP kantonsweit schwächelte. Nun wurde sie auf der Nationalratsliste auf Platz 3 gesetzt – hinter der Bisherigen Maja Ingold und Gerhard Fischer. Ein Mandat für Lisette Müller
liegt wohl ausser Reichweite. Die EVP müsste massiv zulegen. Die Grünen stellen je zwei Nationalrätinnen und Nationalräte. Ob sich der auf Platz acht gesetzte Hans Läubli parteiintern nach vorne «arbeiten» kann? Für ein Mandat wirds kaum reichen, aber der Kantonsrat aus Affoltern hat parteiintern Gewicht, verfügt über einen Bekanntheitsgrad und ist jüngst im Kantonsrat zum Präsidenten der Justizkommission gewählt worden. In der FDP provozierte die ursprünglich geplante Platzierung von Hans-Ulrich Bigler, in Affoltern wohnhafter Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes (sgv), üppigen Diskussionsstoff. Schliesslich wurde er auf den nicht mehr ganz so aussichtsreichen 8. Listenplatz «zurückversetzt»; bei den altgedienten Granden des Freisinns ist die Welt wieder in Ordnung. Gleichwohl hat Bigler dank ständiger Medienpräsenz in seiner Funktion als sgv-Direktor Chancen, parteiintern Plätze gutzumachen. Seine Ambitionen untermauern auch die
breit gestreuten Plakataushänge. Viel hängt auch davon ab, ob die FDP ihren Krebsgang stoppen kann.
Zwei Spitzenplätze auf weniger aussichtsreichen Listen Im Beisein des ehemaligen FDPSchweiz-Präsidenten Franz Steinegger und anderer Prominenz hat der Mettmenstetter Jungfreisinnige Raffaele Cavallaro kürzlich seinen Wahlkampf lanciert. Der Mettmenstetter Gemeinderat nimmt auf der Liste der Jungfreisinnigen Platz 1 ein – und hofft, dass er den Sprung nach Bern schafft, nachdem dem FDP-Nachwuchs vor vier Jahren wenig zum Mandat fehlte. Zu erwähnen ist schliesslich auch Platz eins von Thomas Märki aus Zwillikon bei der Tierpartei Schweiz (TPS). Exotisch ist die Anti PowerPoint Partei, wo der Bonstetter Rhetoriktrainer Matthias Pöhm als einziger Kandidat aufgeführt ist. ................................................... > Alle Kandidierenden aus dem Säuliamt auf Seite 11
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