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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 475 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 79 I 165. Jahrgang I Dienstag, 4. Oktober 2011

Projekte gestartet

Aussergewöhnlich

Gemeinde Aeugst hat über erste Resultate der Zukunftswerkstatt orientiert. > Seite 3

Die Ottenbacher Chilbi – ein Dorffest der besonderen Art. > Seite 5

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Ganzheitlich Über die pädagogische Arbeit der Pestalozzi-Stiftung in Knonau. > Seite 7

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«Galizier» Krebskartierung: In Bonstetten haben sich Exoten eingeschlichen. > Seite 10

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Systemkollaps? Prominent besetztes Podium in Affoltern zum Thema «Überbevölkerung?». > Seite 11

kommentar

Spitalpräsident im 2. Anlauf Reinhold Spörri an der DV abgestraft Die Spital-Delegiertenversammlung wählte Reinhold Spörri erst im zweiten Wahlgang zum Präsidenten der Betriebskommission – und das mit dem Stimmenminimum. Im ersten Umfang fiel die Wahl auf den Stalliker Gemeindepräsidenten Walter Ess, der aber sofort Verzicht erklärte. Es gab schon Wochen zuvor Indizien, die auf eine nicht reibungslose Wahl hindeuteten – spätestens dann, als einige Gemeindedelegierte die Einsetzung einer Wahlkommission für die Besetzung des Spitalpräsidiums verlangten, obgleich in der Person des interimistischen Präsident Reinhold Spörri eine Kandidatur vorlag. Man wolle «in Ruhe Abklärungen treffen», hiess es aus diesem Kreis. Es war offenkundig: Die Kandidatur Spörri stiess auf Widerstand. Die Initianten zogen dann aber ihre Forderung für die Bildung einer Wahlkommission zurück. Reinhold Spörri, nach dem

Uneigennütziges Einstehen für Kleinkunst Sie ermöglichen Patchwork-Existenzen, sorgen für eine Bereicherung der Lebensqualität, tragen zu einer lebendigen Region bei, setzen nicht auf Mainstream, sondern auf Lokales – und stehen uneigennützig für Kleinkunst ein: Die «LaMarotte»-Verantwortlichen erhielten am 10-Jahre-Jubiläum vom Samstag im Kasinosaal Affoltern viel Lob von Daniel Fueter, Zürcher Kulturpreisträger 2011. (-ter.)

Rücktritt von Peter Sandhofer Präsident ad interim, hielt an seiner Präsidiumskandidatur fest. Dann folgte der Hammerschlag: Nachdem ein Antrag auf ge- Reinhold Spörri. heime Abstimmung durchkam, wählten die Delegierten im ersten Wahlgang den zuvor in die Betriebskommission beorderten Stalliker Gemeindepräsidenten Walter Ess mit 10 Stimmen zum Präsidenten. Von den total 15 Stimmen wurden zwei leer eingelegt; Spörri erhielt gerade mal 3 Stimmen. Ess erklärte darauf seinen Verzicht. Mit exakt dem absoluten Mehr von 5 Stimmen schaffte Reinhold Spörri die Wahl im zweiten Wahlgang dann doch noch. Alle übrigen Wahlgeschäfte gingen problemlos über die Bühne. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 5 – Kommentar rechts

Ein Präsident ohne Rückhalt ................................................... von werner schneiter

D

as Spital Affoltern hat im Rahmen der Spitalliste 2012 alle gewünschten Leistungsaufträge erhalten. Auf einer anderen Liste figuriert auch die Psychiatrie, und zudem ist das dem Spital angegliederte Kompetenzzentrum Palliative Care auf die Zuger Spitalliste aufgenommen worden («Anzeiger» vom 30. September). Das Kleinspital Affoltern agiert also äusserst erfolgreich und hat im rauen Wind der Gesundheitspolitik sehr gute Überlebenschancen. All diese Erfolge werden aber durch lokalpolitische Querelen getrübt, die dem ausgezeichneten Ruf des Spitals Affoltern abträglich sind. Da kam es in jüngster Vergangenheit zur Rückweisung des Budgets, zum Stichentscheid des Präsidenten, zu Unstimmigkeiten, die zum Rücktritt des damaligen Präsidenten Peter Sandhofer führten, zur Verschiebung der Abstimmung über Neubau und Küche und im Frühsommer schliesslich zur Verschiebung der Wahl zur Neubesetzung des Präsidiums der Betriebskommission. Man wolle «in aller Ruhe» die nötigen Abklärungen treffen und den neuen Spitalpräsidenten nicht nur in

den eigenen Reihen suchen, hiess es damals scheinheilig. Vier Gemeindedelegierte forderten die Bildung einer Kommission für die Wahl des Präsidenten, der in früheren Jahren stets vom Gemeindepräsidentenverband vorgeschlagen und von der DV ausnahmslos abgesegnet wurde. Im vorliegenden Fall zierten sich viele – statt ehrlich zu sagen: Wir wollen Reinhold Spörri nicht als Präsidenten der Betriebskommission. Auf die Einsetzung einer Wahlkommission verzichtete man, die Betriebskommission schlug der DV Kandidat Spörri vor. Und dann die unrühmliche Posse an der DV, der offenkundig eine Absprache unter Delegierten vorausging und in geheimer Abstimmung fortgeführt wurde: 10 von 15 Stimmberechtigten wollten im ersten Wahlgang das neue Betriebskommissionsmitglied Walter Ess auf den Präsidentenstuhl hieven, obwohl sie wussten, dass dieser eine Wahl nicht annehmen würde. Auf Reinhold Spörri fielen gerade mal drei Stimmen. Im zweiten Wahlgang erreichte er mit fünf Stimmen exakt das erforderliche absolute Mehr, das zur Wahl reichte. Ein unwürdiges Schauspiel, ein Schelmenstück. Dass es nach der Wahl noch Applaus für den Gewählten gab,

Volten und Formationsflug

macht die Sache noch fragwürdiger. Ob sich der neue Präsident mit der Wahl-Annahme einen Gefallen getan hat, ist zu bezweifeln. Er hätte nach dem ersten Wahlgang das Handtuch werfen müssen. Stand ihm zu viel Ehrgeiz im Weg? Es ist offenkundig, dass er bei den Delegierten aus den Gemeinden zu wenig Rückhalt geniesst. Der Nährboden für Konflikte bleibt. Und solche kann sich das Spital Affoltern trotz aller jüngsten Erfolge nicht leisten, weil viele anspruchsvolle Aufgaben warten, die Konsens und Geschlossenheit erfordern. Über die Gründe dieser «BeinaheNichtwahl» kann nur spekuliert werden. Möglich, dass er für Aussagen des früheren Präsidenten abgestraft wurde. Dieser übte nach seiner Demission Ende Juni harsche Kritik an den Delegierten und forderte den Rücktritt von zwei Mitgliedern. An den fachlichen Qualitäten von Reinhold Spörri kann es nicht liegen. An der Art der Versammlungsführung als interimistischer Präsident? Am Umgang mit Kritik? Niemand hat sich im Vorfeld öffentlich zu seiner Person geäussert, und auch an der DV wurde die Möglichkeit, über Kandidaten zu diskutieren, nicht genutzt. Das geschah offenkundig hinter den Kulissen.

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Tausende an den Modellflugtagen auf dem Flugplatz in Hausen Grossaufmarsch am Wochenende auf dem Flugplatz Oberamt in Hausen: Die Modellfluggruppe Affoltern lud zum 32. Flugtag ein. Piloten aus dem In- und Ausland zeigten zum Teil spek-

takuläre Flüge – auch mit Modellen, die in Hausen zum ersten Mal zu sehen waren. So unter anderem die JU 52 oder der Airbus A340. Flugzeuge, die in Tausenden von Stunden mass-

stabgerecht nachgebaut wurden. Besonderen Applaus erhielten jene Piloten, die Formationsflüge zeigten. ................................................... > Bericht auf Seite 9

................................................... > Bericht auf Seite 7

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