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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 475 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 81 I 165. Jahrgang I Dienstag, 11. Oktober 2011

80 Jahre

Kurzkrimis

Die Pro Senectute Affoltern lud alle Einwohner mit Jahrgang 1931 zum Geburtstagsanlass. > Seite 3

Schweizer Erfolgsautorin Mitra Devi las in der Regionalbibliothek Affoltern. > Seite 5

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Ehe-Aus? Emotionale und rechtliche Beratung in Lebens- und Beziehungsfragen. > Seite 7

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Seelen füttern Buch-Vernissage mit Caroline Frizzi in der Affoltemer Galerie Märtplatz. > Seite 8

Alterswohnheim in Affoltern: OVA-Areal statt Seewadel? Im Auftrag des Gemeinderates verhandelt eine Arbeitsgruppe mit der Senevita AG Soll sich die Gemeinde Affoltern mit dem Betrieb des Altersheims der Senevita AG anschliessen, die auf dem OVA-Areal ein hochmodernes Seniorenzentrum führen wird? Der Gemeinderat hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt und nimmt nun Verhandlungen mit der Betreiberin auf. ................................................... von werner schneiter Wie seit Februar 2011 bekannt, hat die Mobimo Holding AG den Nordwestteil des OVA-Areal in Affoltern von der Hess Investment erworben. Sie investiert dort rund 65 Mio. Franken und errichtet 42 Miet- und 46 Seniorenwohnungen sowie ein Altersund Pflegezentrum mit zirka 120 Plät-

zen, das von der Senevita AG betrieben wird. Die Baubewilligung für die Wohnungen wird im November erwartet, und die Baueingabe für das Zentrum erfolgt Anfang November.

Augenmerk auf externer Lösung Für die Gemeinde stellt sich die Frage eines Anschlusses an dieses Pflegezentrum, weil inzwischen klar ist, dass das 1974 erbaute Haus zum Seewadel aus Kostengründen weder saniert noch erweitert wird. Ausschlaggebend für diesen vor Jahresfrist gefällten Entscheid sind aber nicht nur finanzielle Gründe: Eine Möglichkeit, die über 80 Bewohnerinnen und Bewohner während der Sanierungs- und Umbauzeit an einem anderen Ort unterzubringen, besteht nämlich nicht. Aus diesen Gründen wird nun das Au-

genmerk auch auf eine externe Lösung gerichtet – zum Beispiel auf einen möglichen Anschluss an das privat betriebene Seniorenzentrum auf dem OVA-Areal. Dazu wäre eine Leistungsvereinbarung nötig, die von den Stimmberechtigten genehmigt werden müsste. Diese Fragen sollen nun in Verhandlungen geklärt werden. Der Gemeinderat hat dazu eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die von Gesundheitsvorsteherin Heidi Fraefel geleitet wird. Präferenzen gibt es derzeit noch nicht. «Wir haben bereits diverse Möglichkeiten erörtert und machen nun mit diesen Verhandlungen einen nächsten Schritt», sagt Heidi Fraefel. Ziel sei es, Vorgaben und Wünsche der Gemeinde in eine mögliche Vereinbarung einfliessen zu lassen – zum Wohl der Betagten und der Mitarbeitenden des

Hauses zum Seewadel. «Es besteht ein grosses Interesse, die Gemeinde auf dem OVA-Areal an Bord zu holen», bestätigt Gianni Scinta vom Projektmanagement der Mobimo.

Nicht unter Zeitdruck Heidi Fraefel betont: «Wir stehen ganz am Anfang und erstellen vorerst einmal einen internen Fahrplan und erörtern das genaue Vorgehen.» Und sie fügt an, dass die Gemeinde nicht unter Zeitdruck steht. Das Haus zum Seewadel sei zwar nicht mehr die optimale Lösung, doch habe man laufend werterhaltende Massnahmen getroffen. Aber es sei einfacher, den Seewadel einer anderen Nutzung zuzuführen als diesen in ein modernes Pflegezentrum umzubauen, hält die Gesundheitsvorsteherin fest.

Mit über 200 km/h durchs Säuliamt gerast

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Netzwerken Das BNI-Chapter Albis hat in seinem ersten Jahr 3,565 Mio. Franken umgesetzt. > Seite 11

Weniger Arbeitslose im Säuliamt Entgegen der Entwicklung auf kantonaler Ebene ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Affoltern gesunken. Nach einer Stagnation im August sind die Arbeitslosenzahlen im Kanton Zürich geringfügig gestiegen. «Insgesamt bestätigt sich, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit einen Wendepunkt erreicht hat. Für die kommenden Monate ist eine weitere Eintrübung der Arbeitsmarktlage zu erwarten», prophezeit das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) in ihrer jüngsten Mitteilung. Im Bezirk Affoltern ist dieser Wendepunkt offenbar noch nicht erreicht worden. Die Arbeitslosenquote sank im September im Vergleich zum Vormonat nämlich um 0,1 auf 2,5 Prozent, nachdem sie im August exakt um 0,1 Prozent gestiegen war. 609 Personen waren per Ende September im Säuliamt ohne Arbeit. Die Quote im Bezirk liegt deutlich unter dem kantonalen Mittel von 2,9 Prozent, und sie ist auch im Vergleich mit anderen Regionen gut. Wie immer weist der Bezirk Andelfingen die tiefste Arbeitslosenquote auf (1,8 Prozent). Nur Meilen (2,0) und Pfäffikon (2,2) liegen auch noch vor dem Säuliamt. (-ter.) anzeigen

Ein 25-jähriger Töfffahrer hat sich in der Nacht auf Sonntag, 9. Oktober, einer Kontrolle der Kantonspolizei Zürich zu entziehen versucht, indem er mit über 200 km/h auf der Autobahn unterwegs war. Eine Patrouille der Kantonspolizei Zürich war um 4.20 Uhr in Weiningen auf der A1, Fahrtrichtung Bern, mit einem zivilen Patrouillen-Fahrzeug unterwegs als sie von einem Motorrad überholt wurden. Eine Nachfahrmessung ergab, dass das Motorrad zeitweise mit rund 160 km/h fuhr. Auf der Autobahn A3 im Bereich der Ausfahrt Urdorf-Süd wollten die Polizisten den Motorradfahrer durch Zeigen der Blinkleuchte «Stop/Polizei» zum Anhalten bewegen. Dieser ignorierte die Vorschrift und beschleunigte sein Motorrad auf über 200 km/h. Die Strecke führte via Autobahnkreuz Zürich-West weiter auf die Autobahn A4 durchs Säuliamt in Richtung Zug/Luzern. Via Ausfahrt Cham/Sins verliess er die Autobahn und bog anschliessend rechts auf die Sinserstrasse Richtung Sins ab. Die mit Blaulicht und Cis-Gis Horn folgende Polizeipatrouille hatte den Töfffahrer mittlerweile aus den Augen verloren. Rund 500 Meter nach der Ausfahrt entdeckten die Polizisten einen durchtrennten Strassenzaun. Dahinter lag das Motorrad und dessen Lenker im Ackerland. Durch den Sturz hatte sich der 25-jährige Schweizer leichte Verletzungen zugezogen.

Blaue Unicef-Ballons im vollen Stampfisaal – in Erwartung des Benefiz-Konzerts von Bruno Hächler. (Bild Thomas Stöckli)

23 000 Franken gesammelt für Kinder in Somalia Benefiz-Anlass in Knonau trotz Wetterpech ein grosser Erfolg Im Stampfi-Saal ist «We are the World» zu hören. Mit diesem Lied hatten 1985 Musikstars um Michael Jackson auf eine Hungersnot in Äthiopien aufmerksam gemacht. 26 Jahre später sind nun wieder 13 Mio. Menschen von einer Hungersnot betroffen. Zwei Knonauerinnen haben sich deshalb zusammengetan, um an einem Benefiz-Anlass Geld für die Unicef und für Kinder in Somalia zu sammeln.

«Wir sind glücklich über das Ergebnis», so Jeanine Erni. Gemeinsam mit Co-Initiantin Monika Henzler hat sie vergangenen Samstag zu «Knonau für Afrika» eingeladen. Den Festbesuchern boten die beiden Frauen und ihre Helfer nicht nur Verpflegung, sondern auch einiges an Unterhaltung. Insgesamt sind durch Einnahmen und Spenden rund 23 000 Franken zusammen gekommen. Und vielleicht gibt es

noch mehr: «Wir lassen das Konto noch bis Ende Woche offen», sagt Jeanine Erni. Weil Speisen, Getränke sowie die ganze Infrastruktur kostenlos zur Verfügung gestellt wurden und auch die Künstler keine Gage in Rechnung stellten, können übrigens sämtliche Einnahmen zu hundert Prozent an Unicef weitergeleitet werden. (tst.) ................................................... > Bericht in der Freitagausgabe

200 41 9 771661 391004


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