Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 475 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 86 I 165. Jahrgang I Freitag, 28. Oktober 2011
Mehrwert schaffen
Amtsübergabe
Sanierung und Neubauten der Gemeindeliegenschaften in Mettmenstetten. > Seite 3
Andreas Masche hat in Ottenbach H.R. Böhler als Gemeindeschreiber abgelöst. > Seite 3
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500 Edelkrebse
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Sportfischerverein Türlersee: Jungtiereinsatz in der Reppisch. > Seite 5
Neubau In Affoltern wird die Jonenbachbrücke am Centralweg ersetzt. > Seite 5
Verkehrstraining Geschützter Parcours im Reha-Zentrum des Kinderspitals in Affoltern. > Seite 9
Unrechtmässig Sozialleistungen bezogen
Steiniger Weg zu einem Dorfzentrum in Obfelden Die Migros will im Dorfteil Toussen bauen – Gemeinderat wünscht Gesamtlösung Die Migros will zwischen Postprovisorium und Restaurant Kreuzstrasse in Obfelden eine Ortsversorgungsfiliale bauen, die 800 bis 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweist. Sie hat dazu das Land des «Kreuzstrasse»-Besitzers und von weiteren Landeigentümern gekauft und steht derzeit in Verhandlungen mit einem Besitzer. Der Landi Obfelden passt das natürlich nicht. Sie hat angrenzend ans Postprovisorium ein Areal gekauft und auch mit der Gemeinde beziehungsweise mit dem «Verein Wohnen im Alter» Verhandlungen über den Bau altersgerechter Wohnungen geführt – ohne Einigung. Wunsch der Gemeinde ist eine Gesamtlösung auf dem Areal, die möglicherweise altersgerechte Wohnungen, Spitex, Post, Arzt, Apotheke, Restaurant und Einkaufsmöglichkeiten vorsieht. Auch mit der Migros wurde darüber gesprochen; diese ist offen für Lösungen. Gemäss Ernst Portmann, Bauvorstand in Obfelden, könnte die Gemeinde nicht als Investor auftreten. Eine Pensionskasse habe jedoch Interesse signalisiert, betont er. Die Situation ist vertrackt, eine Gesamtlösung bislang nicht in Sicht. Zumindest die Migros treibt ihr Vorhaben zügig voran. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 7
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Anzeigen des gemeinderätlichen Sozialausschusses in Affoltern haben dazu geführt, dass von der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis gegen zwei Personen (die beiden sind ein Ehepaar) Anklage erhoben worden ist. Der Grund: Es wird ihnen zur Last gelegt, Pfändungsbetrug begangen zu haben. Beide Beschuldigten haben vor dem Betreibungsamt geltend gemacht, keine Anstellung zu haben und somit auch keinen Lohn zu erhalten. Zwischenzeitlich kann aber belegt werden, dass Lohn bezogen worden ist. Die beschuldigten Personen haben mit ihrer Handlung in betrügerischer Weise – und in gegenseitiger Absprache – Sozialleistungen bezogen und zwar geht es um total 60 000 Franken. Selbstverständlich gilt auch in diesen Fällen noch die Unschuldsvermutung, denn wie eingangs erwähnt, ist erst Anklage erhoben worden. Ein Urteil, auf das der Gemeinderat sehr gespannt wartet, ist noch nicht gefällt. (boe)
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Das Postprovisorium an der Dorfstrasse. Weicht es einer Gesamtüberbauung, die altersgerechte Wohnungen, Spitex, Arzt, Apotheke, Restaurant und Einkaufsmöglichkeiten umfasst? Die Migros treibt ihr Vorhaben zügig voran. (Bild -ter.)
Führungsorganisation auf gutem Weg 14. Delegiertenversammlung des Sicherheits-Zweckverbandes Albis Die Delegierten der 14 Zweckverbandsgemeinden des Sicherheits-Zweckverbandes Albis SZVA haben gute Status-quo-Meldungen zum Stand der ZivilschutzOrganisation und zur Periodischen Schutzraumkontrolle zur Kenntnis nehmen dürfen. Sie verabschiedeten gleichzeitig das Budget 2012 und einen Antrag zur Bildung einer Regionalen Führungsorganisation RFO. ................................................... von urs e. kneubühl Geschäfte von Brisanz waren zwar nicht zu behandeln anlässlich der 14. Delegiertenversammlung des Sicherheits-Zweckverbandes Albis, wohl aber solche, welche zukunftsweisend sind. Da war zum Beispiel der Antrag der Sicherheitskommission (Siko) zur Bildung einer Regionalen Führungsorganisation RFO. Sie wird zukünftig die zivile Führung übernehmen bei Katastrophen und Notlagen, welche über rein lokale Szenarien hinausgehen.
Die primären Ziele des Bevölkerungsschutzes sind dabei die Rettung von Menschen in Gefahr, die Abwendung von Lebensbedrohungen, Schutz vor Bedrohungen der Umwelt, Schutz wichtiger Anlagen vor Beschädigung oder Zerstörung sowie die Koordination der Einsätze. «Es geht darum, Bestehendes auf sinnvollem Niveau für die 14 Ämtler Gemeinden weiter zu bündeln und unter eine gemeinsame Führung und Organisation zu stellen», hielt Projektleiter Alfred Haab dazu fest. DV- und Siko-Präsidentin Elsbeth Knabenhans unterstrich dies: «Eine solch gemeinsame Lösung auf Bezirksebene ist mit Sicherheit erheblich günstiger als einzelne Gemeinde-Lösungen.»
nen werden dabei koordinativ die Fachbereiche Sicherheit, Feuerwehr, Zivilschutz, Gesundheit, Logistik und Infrastruktur sowie Lage, Information und Administration geführt. Die RFO entbindet die einzelnen Gemeinden allerdings nicht gänzlich von Dispositions- und Führungsaufgaben, bei rein lokalen Ereignissen bleibt dies Obliegenheit der Gemeinde und ihres Führungsstabes. Der Antrag der Siko wurde von den Delegierten kurz aber gehaltvoll diskutiert und dann einstimmig verabschiedet. Damit haben sie auch die Aufgabe übernommen, die Bildung der RFO Albis zur Beratung und zum Beschluss in ihrer Gemeinde vorzubereiten. Der Beschluss muss bis Ende Januar 2012 in allen 14 Gemeinden über die Bühne sein.
Gemeinden entscheiden bis Ende Januar 2012
Die weiteren Geschäfte
Die Aufgaben der RFO Albis sind im Organisationsreglement, das aus dem Projektbeschrieb und einem Konzept hervorgegangen ist, festgehalten und umfassen Planungs-, Organisations-, Informations-, Beratungs- und Führungstätigkeiten. In Einsatzsituatio-
Das Budget 2012 des SZVA mit einem veranschlagten Mehraufwand von 25 000 Franken gegenüber Vorjahr zulasten der Verbandsgemeinden wird einstimmig genehmigt. Es sieht, erläutert von Kurt Weber, einen reduzierten Sachaufwand bei gleichzeitig er-
weitertem Personalaufwand sowie einen Totalaufwand von 514 000 Franken und einen Totalertrag von 17 800 Franken vor. Die Zivilschutzorganisation ZSO Albis informierte mit Stefan Bammeln und Alfred Haab über ihre Selbstbewertung nach einer detaillierten Analyse sowie über den Stand der Periodischen Schutzraumkontrolle PSK. Die ZSO deckt ihr Leistungsportfolio gut ab und ihr «Zustand» darf grundsätzlich als gut taxiert werden. Verbesserungspotenzial ist erkannt, entsprechende Retuschen eingeleitet oder auch bereits aufgegleist und umgesetzt. Das von der ZSO Albis ausgearbeitete Konzept für Qualifikationen und Talentförderung ist vom Kanton übernommen worden und wird nun allen Zürcher ZSO empfohlen. Sämtliche Details zu Einsätzen, Planung und Organisation der ZSO Albis findet man auf www.zsoalbis.ch. Der Zustand der rund 3000 Schutzräume im Bezirk Affoltern bezeichnet Kontrolleur Alfred Haab ebenfalls als gut, bei immerhin rund 98 Prozent sind diese bestens gepflegt und gewartet.
500 43 9 771661 391004