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Umwelt journal.ch Ausgabe 10 : Juni 2009

Partnerprodukt der Schweizerischen Umweltstiftung Luzern

Was verbindet «Lifestyle» mit der Umwelt? Vom Begriff Lebensqualität Lifestyle oder Lebensstil erscheint als eine Bezeichnung für spezifisch wieder erkennbare Kombinationen von Freizeitpräferenzen, aber auch beruflich oder familiär für einen Stil, der die soziale Distanz zwischen den jeweiligen diesen Stil Pflegenden verringert beziehungsweise das Vertrauen auf die Reaktionen der anderen erhöht oder gegenüber anderen vergrössert. Das bezieht sich auf Merkmale wie Wohnstil, Kleidung, Sprachgestus, Aufenthaltsorte. Mit dem Lebensstil sind Attribute verbunden, die einen Menschen von anderen abgrenzen oder mit anderen verbinden. So kann ein Lebensstil Teil einer Kulturbewegung sein, sogar Ausdruck eines politischen Protests. Er kann aber auch den Ge­ nuss und die Lebensfreude verkörpern und dabei unpolitisch sein.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor Der Lebensstil ist ein sehr wichtiger Wirtschafts­ faktor, und zwar indem er für Konsum und damit für Wachstum sorgt. Der Lebensstil ändert sich zum Beispiel mit der Mode und bringt deswegen nachhaltige Bewegung in die Volkswirtschaft. Der Begriff Lifestyle bezeichnet in sehr umfassender Art die «stylishe» Erscheinung eines Menschen und schliesst seine Verhaltensweisen und seine

INHALT:

Photo by swiss-image.ch Freizeitgewohnheiten mit ein. Der Begriff «Life­ style» unterscheidet sich in seiner Bedeutungs­ schattierung vom Begriff «Lebensstil» ungefähr in der gleichen Art wie «Style» von «Stil». Der Lebensstandard beschreibt den materiellen Wohlstand von Personen, normalerweise im Ver­ hältnis zu Vergleichspersonen. Nach Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch ein Recht auf «einen Lebens­ standard, der seine und seiner Familie Gesund­ heit und Wohl gewährleistet». Dabei sind Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und not­ wendige soziale Leistungen ausdrücklich einge­ schlossen. Der Lebensstandard wird in der Volks­ wirtschaft mit Indikatoren gemessen.

Kritik Kritiker einer am Wirtschaftswachstum orientier­ ten Gesellschaft argumentieren für einen Wandel vom Begriff Lebensstandard zum Begriff Lebens­ qualität. Aus ihrer Sicht führt Wirtschafts­ wachstum zu Problemen wie Ressourcenkon­ flikten, militärischen Expansionsbestrebungen und Umweltverschmutzung. Sie bevorzugen da­ her Definitionen, die vom Wirtschaftswachstum unabhängig sind, wie z. B. das Vorhandensein von sozialen Einrichtungen, der Zugang zu Bildung, eine naturbelassene Umwelt, eine ausgefüllte Freizeit usw. n bu

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