EDITORIAL
Liebe Spiezerinnen, liebe Spiezer Ich stimme gerne ein Loblied auf Spiez, auf unsere Region an. Okay, das ist auch meine Aufgabe als Ortsmarketingverantwortlicher für Spiez. Aber Hand aufs Herz: Ist es nicht bombastisch bei uns? Leben wir nicht beinahe wie im Paradies? Corona hin oder her. Wertschätzen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, unseren Wohn-, Arbeits- und Lebensort genügend? Wir neigen dazu, aufgrund einer nicht funktionierenden Kleinigkeit das Gesamtbild aus den Augen zu verlieren. Wir reden etwas schlecht, nörgeln herum und verkennen die Vorzüge. Einverstanden, es gibt sie auch, die unschönen Dinge. Ich rege mich fürchterlich auf, wenn Vandalen öffentliche Einrichtungen beschädigen oder wenn Unrecht geschieht. Als weiteres negatives Beispiel hat Covid-19 die Karten neu verteilt und von heute auf morgen Gewinner zu Verlierern gemacht. Die Tourismusbranche hat besonders gelitten und wird weiter harte Zeiten durchstehen müssen. Keine Touristen bedeutet keine Umsätze, keine Beschäftigung und negative Auswirkungen auf verschiedene Branchen. Eine Negativspirale beginnt zu drehen und vernichtet Arbeitsplätze. In solch schwierigen Zeiten ist man gut beraten, nicht schwarz zu malen und nach vorne zu schauen. Hilfreich sind neben neuen Problemlösungsansätzen eine positive Grundeinstellung und Denkweise. Patricia Held hat aufgrund der Krise ihren Job verloren. Sie macht das Beste daraus. Sie sammelt Kraft im schönen Spiez, geht trotzdem mit einem Lachen auf den Lippen durch das Leben und wird die Herausforderung meistern – lesen Sie das Interview mit ihr ab Seite 6. In diesem Sinn ermuntere ich alle, an der Entwicklung zu bauen. Alle können einen Beitrag leisten. Bringen Sie sich ein und betreiben Sie etwas Heimatschutz. Entdecken Sie Spiez, testen Sie die Angebote, nutzen Sie die Infrastrukturen, seien Sie Botschafter von und für Spiez. Das tut gut.
Stefan Seger Geschäftsführer Spiez Marketing AG
Oktober 2020 | SpiezInfo
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