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Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft
Urs Saxer Thomas Tobler Heinz Rüfenacht
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Betriebswirtschaftslehre Ausgewählte Kapitel Ausgabe für Lehrperson
Übersicht über die Wirtschaft Unternehmungsmodell Organisation Grundlagen des Marketings Marketing-Mix Unternehmungsfinanzierung Bankkredite Wertpapiere Versicherungen Personalwesen Businessplan Steuerrecht
KBZ St. Gallen, Ausgabe 2022 / 2023
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Urs Saxer Thomas Tobler Heinz Rüfenacht
Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft
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Betriebswirtschaft
Eine erste Übersicht über die Wirtschaft Ausgabe 2022 / 2023
Ausgabe für Lehrperson
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Eine erste Übersicht über die Wirtschaft
Im vorliegenden Kapitel erhalten Sie einen Überblick über einige wirtschaftliche Grundbegriffe. Mit diesem Wissen bzw. diesen Fähigkeiten wird Ihnen der Einstieg in Ihren Berufs- und Lehralltag erleichtert. Sie erfahren, wie Betriebe oder Unternehmungen gegliedert werden können, und sind anschliessend in der Lage, Unternehmungen im Allgemeinen und Ihren eigenen Lehrbetrieb im Speziellen besser in einen Gesamtzusammenhang einzuordnen.
Theorie 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Übungen
Vielfältige wirtschaftliche Aktivitäten .................................................................... Unternehmungen orientieren sich an Bedürfnissen ................................................ Was machen Unternehmungen? – Wirtschaftliche Güter ....................................... Wirtschaftssektoren und Branchen ........................................................................ Unterschiedliche Unternehmungsgrössen .............................................................. Die Rechtsform von Unternehmungen ................................................................. Wem gehören die Unternehmungen? ................................................................... Wie dürfen Unternehmungen heissen? ................................................................. Ausgewählte Branchen aus dem Dienstleitungssektor ........................................... Das haben Sie gelernt ........................................................................................... Diese Begriffe können Sie erklären ........................................................................
2 2 6 8 10 12 16 18 20 28 29
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
Bedürfnisse .......................................................................................................... Bedürfniskategorien ............................................................................................. Wirtschaftliche Güter ........................................................................................... Verschiedene Güterarten ...................................................................................... Wirtschaftssektoren .............................................................................................. Unternehmungsgrösse ......................................................................................... Eigentumsverhältnisse / Rechtsform / Firma ............................................................. Einzelunternehmung, GmbH oder AG? ................................................................. Dienstleistungsbranchen Banken / Versicherungen.................................................. Dienstleistungsbranchen Handel / Treuhand............................................................ Verschiedene Dienstleistungsbranchen ..................................................................
30 30 31 31 32 32 33 33 34 34 35
Aufgaben 1 2 3 4 5
Brennpunkt Betriebswirtschaft
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Wirtschaftssektoren und Unternehmungsgrössen .................................................. Aktiengesellschaft oder GmbH? ............................................................................ Wem soll der Flughafen Zürich gehören? .............................................................. Warum Handelsbetriebe keine Schmarotzer sind ................................................... Eine Unternehmung braucht viele andere Unternehmungen ..................................
Eine erste Übersicht über die Wirtschaft (Ausgabe für Lehrperson)
37 38 40 42 44
Seite 1
Brennpunkt Betriebswirtschaft
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Wirtschaftskreislauf (Ausgabe für Lehrperson)
1 Vielfältige wirtschaftliche Aktivitäten Aus der Vogelperspektive betrachtet, bietet der Wirtschaftsraum Schweiz ein faszinierendes Bild: Etwa 5,1 Mio. Beschäftigte arbeiten in mehr als 600 000 Unternehmungen1). Viele dieser Wirtschaftsteilnehmer arbeiten täglich Hand in Hand. Rohstoffe und Fertigprodukte werden durch Transportunternehmungen auf der Schiene oder Strasse, in der Luft oder eventuell auf dem Schiffsweg vom Lieferanten zum Kunden geliefert. Innerhalb einer einzelnen Unternehmung arbeiten viele Angestellte in unterschiedlichen Abteilungen zusammen und ergänzen sich in ihren Arbeitsbereichen je nach Position, Ausbildung und Fertigkeiten. Die Güter- und Personenströme machen nicht an der Grenze Halt: Rohstoffe werden aus dem Ausland eingeführt, Fertigprodukte und Dienstleistungen in alle Welt verkauft, Touristen besuchen die Schweiz als Ferienland, und Schweizerinnen und Schweizer verbringen ihre Ferien häufig im Ausland. Näher hingezoomt wird ersichtlich, dass zwischen den Wirtschaftsteilnehmern ein Wettbewerb stattfindet und dass keinesfalls vollkommene Harmonie besteht. Auf dem Mobilfunkmarkt bieten beispielsweise Swisscom, Sunrise und Salt fast identische Produkte an. Die Unternehmungen versuchen sich deshalb durch ihre Werbung voneinander abzuheben, um für sich selbst so viele Kunden wie möglich zu gewinnen. Unternehmungen, die nicht erfolgreich arbeiten, scheiden aus dem Wirtschaftsprozess aus. Die Angestellten verlieren ihre Arbeitsplätze, Eigentümer und weitere Kapitalgeber ihr investiertes Kapital. Auf der Suche nach einer neuen Stelle konkurrenzieren sich auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegenseitig: Für eine neu ausgeschriebene Stelle in einer Unternehmung bewerben sich vielleicht 50 bis 100 Personen gleichzeitig. Die Wirtschaftsteilnehmer entscheiden sich in den meisten Fällen aufgrund des Preises für das eine oder andere Produkt. Eine Unternehmung bezieht ihre Rohstoffe konsequent beim günstigsten Lieferanten. Ein anderes Mal ist vielleicht die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung ausschlaggebend. Ein Arbeitgeber entscheidet sich aufgrund von Ausbildung, Erfahrung und Fachwissen, Leistungsbereitschaft, Team- und Kommunikationsfähigkeit für eine bestimmte Angestellte. Die vielen In der Schweiz waren 2020 rund 3,5 Mio wirtschaftlichen Aktivitäten erfordern somit Menschen Pendlerinnen bzw. Pendler. Hiervon von allen Beteiligten eine Vielzahl von Entarbeiteten 71 % ausserhalb ihrer Wohngemeinde. scheidungen. 1)
«Unternehmungen» werden auch als «Betriebe», «Geschäfte» oder «Firmen» bezeichnet, wobei «Firma» den rechtlichen Begriff für den Namen einer Unternehmung darstellt.
Seite 2
2 Unternehmungen orientieren sich an Bedürfnissen Unsere Bedürfnisse gelten als Ausgangspunkt des wirtschaftlichen Handelns. Unter einem Bedürfnis verstehen wir das Empfinden eines Mangels und den damit verbundenen Wunsch, diesen Mangel zu beheben. Wir haben Durst oder Hunger (d. h. einen Mangel an Flüssigkeit und Nahrung) und möchten deshalb etwas trinken oder essen (d. h. den Mangel beseitigen). Wenn jemand einen Mangel empfindet und über genügend Geldmittel verfügt, erwirbt er oder sie sich ein bestimmtes Produkt oder stellt das gewünschte Gut selber her. ■ Gliederung der Bedürfnisse Unterscheidung der Bedürfnisse nach …
… der Dringlichkeit
… dem Bedürfnisträger
… dem Gegenstand
Existenzbedürfnisse
Individualbedürfnisse
materielle Bedürfnisse
Wahlbedürfnisse
Kollektivbedürfnisse
immaterielle Bedürfnisse
Grundbedürfnisse Luxusbedürfnisse
Mit den Existenzbedürfnissen werden die absolut lebensnotwendigen Bedürfnisse nach Nahrung, Kleidung und Unterkunft befriedigt. Sie sind in den ärmsten Ländern dieser Welt auch heute noch von zentraler Bedeutung. In den reichen, hoch entwickelten Volkswirtschaften sind die lebensnotwendigen Bedürfnisse weitgehend befriedigt. Hier haben die Menschen die Wahl, welche weiteren Bedürfnisse befriedigt werden sollen; entsprechend spricht man von Wahlbedürfnissen. Die Grund bedürfnisse umfassen dabei diejenigen Bedürfnisse, die sich aus dem allgemeinen sozialen und gesellschaftlichen Lebensstandard ergeben. Dies können beispielsweise Wohnungseinrichtungen, Haushaltgegenstände, kulturelle Freizeitbedürfnisse wie Kino, Konzerte oder Theateraufführungen sein.
Übung 1
Brennpunkt Betriebswirtschaft
Aufgabe 5
1
Wirtschaftskreislauf (Ausgabe für Lehrperson)
Eine Unternehmung braucht viele andere Unternehmungen
Herr Keller führt ein Velofachgeschäft, welches Kinder-, Damen-, Herren- und Sportvelos verkauft. Herr Keller kauft die verschiedenen Velos und Zubehörteile bei Lieferanten im In- und Ausland ein. Neben diesen Lieferanten arbeitet Herr Keller auch noch mit anderen Unternehmungen zusammen, die für ihn wichtige Dienstleistungen erbringen: ■ Treuhandbüro Haas GmbH ■ UBS (Bank) ■ AXA Winterthur (Versicherung) Erläutern Sie mithilfe einer stichwortartigen Zusammenfassung die wichtigsten Dienstleistungen, welche diese Unternehmungen für das Velofachgeschäft Keller erbringen können.
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Urs Saxer Thomas Tobler Heinz Rüfenacht
Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft
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Betriebswirtschaft
Unternehmungsmodell Ausgabe 2022 / 2023
Ausgabe für Lehrperson
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C D
A Kapitalgeber
D Institutionen / NGOs
C Mitarbeitende
F
Lieferanten
b) Welche Anspruchsgruppen der Unternehmung sind mit den folgenden Umschreibungen angesprochen? 1. Organisationen, die Mindeststandards bei den Arbeitsbedingungen erwarten.
Institutionen / Gewerkschaften
Forderung a)
… Auszahlung eines Gewinnanteils am Ende des Geschäftsjahres
b)
… fristgerechte Bezahlung der offenen Rechnungen
c)
… faire Aussagen in der Werbung
d)
… faire Berichterstattung über den Geschäftsverlauf
e)
… ein fortschrittliches Ferienreglement
f)
… möglichst wenig Luftbelastung durch die Produktion
g)
… zeitgemässe Entlöhnung
2. Diese Gruppe erwartet eine konstruktive Mitarbeit im Branchenzusammenschluss.
Konkurrenz
h)
3. … erwarten persönliche Förderung und individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten.
… Produktionsbedingungen, die sozialen Mindeststandards entsprechen
Mitarbeitende
i)
4. Gruppe, die eine offene und ehrliche Informationspolitik erwartet.
Institutionen /Medien (Presse, TV)
… Einhaltung der geltenden Mindestwerte der Luftbelastung
j)
… regelmässig eingehende Bestellungen
k)
… Zusatzleistungen und ein guter Service
5. Die Unternehmung erwartet von dieser Anspruchsgruppe die Erfüllung öffent licher Aufgaben zu vernünftigen Preisen.
Konkurrenz
Staat
Lieferanten
Kunden
Unternehmung
Staat
F
A
Die verschiedenen Anspruchsgruppen stellen unter schiedliche Forderungen an die Unternehmungen. Welche Anspruchsgruppe setzt sich vor allem für die unten stehenden Forderungen ein? Ordnen Sie die aufgeführten Forderungen der zu treffenden Anspruchsgruppe zu. Mehrfachnen nungen sind möglich; ordnen Sie jedoch höchstens zwei Anspruchsgruppen zu.
Institutionen / NGOs
Konkurrenten
Forderungen der Anspruchsgruppen
Mitarbeitende
a) Wie heissen die fehlenden Anspruchsgruppen? Ordnen Sie den Buchstaben A bis F die richtigen Begriffe zu.
Übung 4
Kunden
Anspruchsgruppen einer Unternehmung
Kapitalgeber
Übung 3
A
B
C
D
E
F
G
X X X X
(X)
X
(X)
X X X (X)
X X
X X
X
Staat
6. Gruppe, die neben einer guten Verzinsung auch eine sichere Rückzahlung des inves (Fremd-)Kapitalgeber tierten Kapitals verlangt. Brennpunkt Betriebswirtschaft
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Unternehmungen modellhaft betrachtet – das Unternehmungsmodell (Ausgabe für Lehrperson)
Seite 29
Brennpunkt Betriebswirtschaft
2
Unternehmungen modellhaft betrachtet – das Unternehmungsmodell (Ausgabe für Lehrperson)
Übung 5 Aussagen zu Zielkonflikten
Übung 6 Lückentext zu Zielkonflikten
Welche Aussagen sind richtig (R); welche falsch (F)? Setzen Sie das zutreffende Symbol in das Kästchen und korrigieren Sie die Fehler auf den leeren Linien. a) Wenn eine Unternehmung originell, informativ und ehrlich wirbt, ergeben sich keine Zielkonflikte.
F
b) Im Vergleich der Ansprüche von Institutionen mit denjenigen der Kunden können wir uns gut eine Zielneutralität vorstellen.
R
Für Kunden und Konkurrenten zutreffend; mit anderen Anspruchsgruppen sind Zielkonflikte dennoch möglich.
(vgl. Theoriebeispiel Seite 15) c) Wenn ein Eigentümer gleichzeitig die Unternehmung leitet, wie dies in KMUBetrieben der Fall ist, ergeben sich keine Zielkonflikte.
Ergänzen Sie den Lückentext mit den untenstehenden Begriffen. ■ ■ ■ ■ ■
Ansprüche (2×) Anspruchsgruppen Aufgabe behindert eines andern Ziels
Die gleichzeitige
F
gleichzeitige verunmöglicht Konkurrenzgründen Zielneutralität Zielkonflikt
Realisierung hoher Ansprüche beispielsweise
möglichst tief anzusetzenden Verkaufspreis führt in einer Unternehmung fast zwangsläufig zu einem Konflikt. Für eine Unternehmung besteht ein Zielkonflikt dann, wenn die Lösung eines unternehmerischen Problems (z. B. Produktion ohne umwelt
R
schädigende Nebenwirkungen) die Erreichung eines andern Ziels (in unserem Beispiel aus Konkurrenzgründen möglichst billige Produktion)
behindert e) Bei einem Zielkonflikt muss die Unternehmung einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen der Anspruchsgruppen und den eigenen Zielen erarbeiten.
■ ■ ■ ■ ■
im Umweltschutzbereich und in Bezug auf einen aus Konkurrenzgründen
Zwischen Ansprüchen weiterer Anspruchsgruppen sind Zielkonflikte auch in einer KMU möglich.
d) In der Industrie ergeben sich häufig Zielkonflikte zwischen Wachstum und möglichst geringer Umweltbelastung.
Seite 30
R
oder gar verunmöglicht
.
Da an Unternehmungen von verschiedenen Seiten unterschiedliche
Ansprüche
gestellt werden, ist die Festsetzung der grund
legenden Ziele für eine Unternehmung heute zu einer schwierigen und anspruchsvollen f) Wenn der Staat die Einhaltung von Umweltschutzgesetzen erwartet, was auch von Greenpeace gefordert wird, sprechen wir von «Zielneutralität».
F
… von Zielharmonie. g) Die Ansprüche von Lieferanten und Kunden sind in der Regel gleichlaufend. Deshalb sprechen wir von «Zielneutralität».
Ansprüche von Kunden und Lieferanten führen zu Zielkonflikten (Lieferpreise versus Verkaufspreise ).
F
Aufgabe
geworden. Aber auch im Falle einer
Zielneutralität
, d. h., wenn die Ansprüche von zwei
Anspruchsgruppen
voneinander vollständig unabhängig sind,
muss die Unternehmung diese Ansprüche Zielvorstellungen abgleichen.
mit ihren eigenen
Brennpunkt Betriebswirtschaft
Aufgabe 7
2
Unternehmungen modellhaft betrachtet – das Unternehmungsmodell (Ausgabe für Lehrperson)
Seite 46
Unternehmerische Nachhaltigkeit 3.0
Was ist echte unternehmerische Nachhaltigkeit? Und wie können Unternehmen durch ihr sorgfältiges Wirtschaften gesellschaftliche Probleme lösen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Film «Was ist echte unternehmerische Nachhaltigkeit» aus der HSG-Videoreihe «Little Green Bags».
a) Betrachten Sie das Animationsvideo und fassen Sie den Inhalt in der unten stehenden Tabelle stichwortartig zusammen. Der Film kann abgerufen werden unter: https://youtu.be/8rwjMc-Ziug
Stufen der unternehmerischen Nachhaltigkeit
Kurzbeschreibung / Ziel der unternehmerischen Tätigkeit
· · · · · · · · ·
Ausschliesslich wirtschaftliche Orientierung; Werte wie Umsatz, Gewinn, Marktanteile, Shareholder-Value
Beispiele von Unternehmungen
·
General Electric (John Walsh)
·
Walmart (US-Warenhauskette)
·
Unilever (Lebensmittelkonzern)
· ·
SV-Group (Gemeinschaftsgastronomie) IKEA (Flüchtlingshaus)
Umweltschutz ist Aufgabe des Staates Wirtschaftliche Ziele stehen nach wie vor im Vordergrund Umweltschutz ist Mittel zum Zweck (Kosten sparen) Verfeinertes Shareholder-Value-Modell Dreidimensionale Wertschöpfung («Triple-Bottom-Line») Unternehmung setzt sich ökonomische, ökologische und soziale Ziele. Nachhaltigkeitsstrategien und –pläne Perspektivenwechsel: Was sind die ökologischen und gesellschaftlichen Probleme? Welchen Beitrag können Unternehmungen zur Lösung solcher Probleme leisten?
b) Welche gesellschaftlichen Probleme bzw. Herausforderungen sehen Sie im Bereich der ökologischen Umweltsphäre? Welche Lösungen könnten konkrete Unternehmungen dazu anbieten?
c) Welche gesellschaftlichen Probleme bzw. Herausforderungen sehen Sie im Bereich der sozialen Umweltsphäre? Welche Lösungen könnten konkrete Unternehmungen dazu an bieten?
Individuelle Antworten
Individuelle Antworten
Brennpunkt Betriebswirtschaft
2
Unternehmungen modellhaft betrachtet – das Unternehmungsmodell (Ausgabe für Lehrperson)
Seite 47
Brennpunkt Betriebswirtschaft
Aufgabe 9
2
Unternehmungen modellhaft betrachtet – das Unternehmungsmodell (Ausgabe für Lehrperson)
Vergleich Credit Suisse – Alternative Bank
In der Regel werden im Unternehmungsleitbild die wichtigsten Absichten und Grundsätze für die Öffentlichkeit formuliert. Die Unternehmungsstrategie ist dagegen meistens ein in ternes Dokument, das nicht veröffentlicht wird. Unter dem Stichwort «Wir über uns» wer den auf Websites von Unternehmungen unter den Begriffen Vision und Strategie allerdings manchmal auch Grundsätze veröffentlicht, die nach unserem Verständnis den C harakter ei nes Leitbildes aufweisen. Recherchieren Sie auf den Websites der Credit Suisse und der Alternativen Bank Schweiz die Antworten zu den Fragen auf der folgenden Seite.
Seite 50
Credit Suisse Alternative Bank Schweiz a) Welche unterschiedlichen Bedürfnisse wollen die beiden Banken bei ihren Kunden abdecken?
… mit innovativen Produkten
Solidarität zwischen Geld-
und einer speziell zuge-
gebern und Geldnehmern
schnittenen Beratung
(ethische Grundsätze)
Vergleichszahlen 2021
Bilanzsumme
CHF 755 833 Mio.
CHF 2 243 Mio.
ganzheitliche Finanz-
Mitarbeitende
weltweit 50 110 Schweiz 16 370
146
Lösungen bereitstellen
Geschäftsstellen
in 50 Ländern, 125 Geschäfts 4 stellen in der Schweiz
Anzahl Kundinnen und Kunden (Schweiz)
1.6 Mio. Privatkunden > 100 000 Firmenkunden
b) Welche Aussagen werden zur gesellschaftlichen Verantwortung gemacht?
… sind bestrebt, jederzeit
43 230
Verpflichtung gegenüber
integer, verantwortungsbewusst, dem Gemeinwohl, Mensch
d) Wie beurteilen Sie die Erfolgsaussichten der beiden sehr unterschiedlichen Strategien? Credit Suisse Alternative Bank Schweiz
fair, transparent und
und Natur; Lebensqualität
(individuelle Antworten)
(individuelle Antworten)
diskret zu handeln
heutiger wie künftiger
Die Erfolgsaussichten für
Der Erfolg der ABS hängt –
Generationen
die global tätige CS sind
neben der Geschäftstätigkeit –
geprägt durch die welt-
weitgehend von den Werthaltungen
weiten Trends und Unsicher-
in der sozialen Umweltsphäre ab.
c) Welche Unterschiede stellen Sie fest in Bezug auf die Erwartungen, die man den Aktionären gegenüber erfüllen will?
… auf Gelegenheiten mit
Ethische Grundsätze sind
den höchsten Erträgen …
wichtig und kommen vor Profit
heiten auf den Finanzmärkten.
… zu konzentrieren
Ziel dieser Aufgabe ist eine Diskussion über Werthaltungen (soziale Umweltsphäre). Viele Lernende finden zwar die Grundprinzipien und Leitlinien der ABS gut, die wenigs ten sind aber bereit, ihr Geld zu weniger Zins anzulegen. Brennpunkt Betriebswirtschaft
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Unternehmungen modellhaft betrachtet – das Unternehmungsmodell (Ausgabe für Lehrperson)
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