INTERVIEW
Gemeinsam stehen sie hinter der Brasserie 17: Ursula und Bart Stapel und Tochter Sophie. Diese übernimmt die Leitung der «Kultbeiz» an der Rosenstrasse in Interlaken.
Nach einem Vierteljahrhundert: Generationenwechsel in der legendären Brasserie 17 Interlaken. Brasserie 17: Ein Ort wo sich alle wohlfühlen, Einheimische wie Weltenbummler. Jetzt übernimmt Sophie Stapel die Leitung von ihrem Vater Bart Stapel. Vor 25 Jahren haben deine Eltern Ursula und Bart Stapel zusammen mit Piet Swenker die «Eintrach» in das umgewandelt, was sie heute ist: Die Kultbeiz von Interlaken, die «Brassi» wie man sie kennt. Nun wirst du – Sophie Stapel – die Leitung der legendären Gastronomie übernehmen … … und das kann ich schon heute versprechen: der Geist, die Art die unsere «Beiz» ausmacht, wird weiterleben, an mir soll es nicht liegen. Ich kenne und schätze das ganze Drum und Dran und liebe die ungezwungene persönliche Art des Betriebs mit den aufgestellten Gästen auf dem Bödeli.
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Bödeli- / BrienzInfo | Februar 2020
Stichwort Bödeli, junge Menschen zieht es nach der Schule raus aus der Enge der Berge in die weite Welt … … und gerade aus dieser weiten Welt kommen die Gäste zu uns. Wir haben alles, was man sich nur wünschen kann: eine wunderbare Natur, die zu jeder Jahreszeit unheimlich viel zu bieten hat. Sportlich, kulturell oder einfach so zum Relaxen. Und sollte das nicht genügen, Bern, die Stadt, liegt in der Nähe, nahe genug. Schon als Kind warst du eng mit der Brassi verbunden. An was erinnerst du dich gerne zurück? Schwierig zu sagen. Hier war für uns Kinder immer viel Spannendes los. Wer hat schon einen Samichlaus aus Hol-
land bei sich zuhause, oder erlebt zusammen mit vielen Fans eine FussballWM? Und ist dabei, wenn ein Gauklerfest organisiert wird und, und, und … … lernt auf spielerische Art einen Gastbetrieb von der Pike auf kennen? Mit zwölf Jahren hatte ich hier den ersten Ferienjob. Hier verdiente ich mein erstes Sackgeld. In der Lingerie lehrte ich, was es braucht, dass jeder Gast seine frische Wäsche hat. In der Küche avancierte ich zur Toast-Produzentin. Auf der «Etage» half ich die Gästezimmer in Ordnung zu bringen. Ja, so lernte ich Schritt für Schritt, was hinter einem Familienbetrieb steckt.