INTERVIEW
Der gesellschaftliche Mehrwert der Freiwilligenarbeit Nach 13 Jahren im Grossen Rat Bern ist Christine Häsler seit 2015 Nationalrätin. Nun kandidiert sie für den Berner Regierungsrat.
Christine Häsler, warum haben Sie sich entschieden, für den Berner Regierungsrat zu kandidieren? Ich mache seit bald 20 Jahren Politik und ich mache sie sehr gerne. Aus meiner Sicht ist sie ein wichti-ger Dienst an der Gesellschaft. Der Kanton Bern ist das, was mir nahe ist und wofür ich mich engagiere. Als nun die Frage im Raum stand, für die Berner Regierung zu kandidieren, habe ich mir das sehr gut überlegt. Ich habe ein grosses Herz für den Kanton Bern und ich denke, dass ich einiges für ihn tun kann.
Was erwarten Sie von dieser neuen Aufgabe? Mir ist bewusst, dass dies ein anspruchsvolles Amt ist und ein grosses Mass an Arbeit mit sich bringt. Es ist eine komplexe Aufgabe, die viel Mut verlangt und die ich mit viel Respekt aber auch einer gewissen Demut angehen werde. Ich will nicht vergessen wer ich bin, woher ich komme, was ich kann und was ich nicht kann. Das finde ich besonders wichtig, dass man zugibt, nicht immer alles zu wissen und zu können. Bödeli / BrienzInfo 6
Ihnen liegt besonders die Solidarität gegenüber Schwächeren am Herzen … Die Solidarität ist ein wichtiger Kitt unserer Gesellschaft. Wir als Gesellschaft sind nur dann stark, wenn wir auch die schwächeren Mitglieder miteinbeziehen. Ich glaube das ist wirklich mehr als eine Floskel, etwas das jeder auch in seinem eigenen Umfeld spürt. Es gibt Menschen mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten und wenn wir hier einen Ausgleich schaffen, dann können wir als Gesellschaft wirklich stark sein.