BI Oktober 2018

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KOLUMNE

Megatrends 2030 und unsere Berufsbildung in der Schweiz «Leaving no one behind»

Die Berufsbildung ist von Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft geprägt. Die Folgen von Megatrends wie Digitalisierung, steigender beruflicher Mobilität ­sowie demografischem Wandel stellen neue Anforderung an Fachkräfte und Unternehmen. Bildung ist eine Grundvoraussetzung und die Triebfeder für nachhaltige Entwicklung. Sie ist Hebel für die Minderung von Armut, da sie Kapazitäten steigert und uns die Chance auf ein besseres Leben bietet. Darüber hinaus versetzt sie uns besser in die Lage, globalen Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Klimawandel oder gewaltsamen Konflikten zu begegnen, um nur einige Beispiele zu nennen. Zudem trägt Bildung massgeblich dazu bei, dass Migranten, Flüchtlinge und Bin-

Ernst Meier Hondrich

nenvertriebene in ihren Zielländern oder nach ihrer Rückkehr bessere sozioökonomische Perspektiven haben. Wir wissen, dass es ohne Bildung keine Entwicklung geben kann. Bildung ist ein grundlegendes Menschenrecht und der Katalysator für nachhaltige Entwicklung, Wirtschafts­ wachstum und die Schaffung einer gerechten und friedlichen Gesellschaft.

Was hat das nun alles mit der Schweiz zu tun? Digitalisierung und Globalisierung bewirken, dass sich unsere Umwelt immer schneller verändert. Schon in weniger als zehn Jahren wird die Schweiz anders aussehen als heute. Autonom fahrende Autos, denkende Maschinen und digitale Assistenten, Drohnen, welche unsere Post austragen, Demente, die von Robotern betreut werden sowie ein künstlich hergestelltes Stück Lamm auf dem Mittagsteller können schon bald zu unserer neuen Realität werden. Strategische Leitlinien der ­Berufsbildung Das breite Konzept unserer Berufsbildung umfasst alle organisierten Lernprozesse zur Entwicklung fachlicher, sozialer und persönlicher Kompetenzen und Qualifikationen und ermög-

«Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.» Georg Christoph Lichtenberg, Mathematiker und Naturforscher, †1799

Bödeli / BrienzInfo 90


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