SOZIALES
WIPPTAL
Steigende Ausgaben für Finanzielle Sozialhilfe Finanzielle Nöte, Familien und Kinder in schwierigen Lebenssituationen, Arbeitslosigkeit, Menschen mit Beeinträchtigung, psychisch kranke Menschen, Pflege und Betreuung von Senioren, Gewalterfahrungen, Sucht, Migration … Die Herausforderungen in der sozialen Arbeit sind viele und sie werden immer komplexer. Der Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft Wipptal hat kürzlich seinen „Sozialbericht 2015“ vorgestellt. Geldmittel in Höhe von rund 8,3 Millionen Euro hatte der Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft Wipptal im Jahr 2015 zur Verfügung. Am 31. Dezember zählte der Dienst 87 Mitarbeiter, davon 73 Frauen und 14 Männer. Mehr als die Hälfte der Frauen arbeitete in Teilzeit. Zusätzlich waren zwei Mitarbeiter im AnvertrauungsabBei den Antragstellern und Ausgaben für Finanzielle Sozialhilfe ist ein stetiger Anstieg zu verzeichnen. kommen in der Küche des Sozialzentrums bzw. in der Verwaltung beschäftigt. 29 Praktikanten dem Vinzenzverein geführt wird, durch die Jugendberufshilfe er- ungsstunde wurden ebenfalls nicht sammelten im Ausmaß von 4.834 war mit durchschnittlich 30 Perso- gänzt. erhöht und liegen bei 7,70 Euro. Stunden berufliche Erfahrungen. nen pro Tag ungebrochen groß. Die Führungskosten für die KiTa Zwölf Wipptaler haben an insge- Seit einigen Jahren leistet die Sozi- KINDERTAGESSTÄTTEN „Wipptal“ lagen 2015 bei rund samt 92 Tagen eine gemeinnützige algenossenschaft „EOS“ aus Brun- Im Jahr 2015 besuchten 36 Kin- 236.000 Euro, für die KiTa „RatTätigkeit als Alternative oder Min- eck in Zusammenarbeit mit dem der aus dem Wipptal die Kinder- schings“ bei rund 129.000 Euro. derung einer Geld- bzw. Gefäng- Sozialsprengel „Ambulante Sozi- tagesstätte „Wipptal“ in Sterzing, Geführt werden beide von der Sonisstrafe geleistet. alpädagogische Familienarbeit“ im 17 Kinder die Kindertagesstätte zialgenossenschaft „Casa Bimbo – Auch 2015 pflegte der Sozial- Wipptal. 2015 wurde dieser Dienst „Ratschings“ in Stange. 27 Kin- Tagesmutter“. sprengel eine rege der stammten aus der Gemeinde FINANZIELLE SOZIALHILFE IM WIPPTAL Zusammenarbeit Sterzing, 14 aus Ratschings, sieben HUMANITÄRE HILFE FÜR Jahr Antragsteller Ausgaben (in Euro) mit dem Familienaus Pfitsch, drei aus Freienfeld und FLÜCHTLINGE beratungsdienst Im Auftrag des Landes führt die zwei aus der Gemeinde Brenner. 2013 591 1.834.177,44 Wipptal, mit dem BZG Wipptal den überörtlichen Mit Jänner 2015 wurden die Plät2014 691 2.211.530,82 Fokus auf Kinze in der KiTa „Ratschings“ vor- Dienst für Humanitäre Hilfe für 2015 726 2.507.435,80 der sowie Eltern in mittags auf 14 aufgestockt. Die Menschen auf der Flucht. Dieser SOZIALES MINDESTEINKOMMEN TrennungssituatioÖffnungszeiten wurden jenen der Dienst beinhaltet die existenzielle nen. Zudem wurde KiTa „Wipptal“ angepasst. Der Grundversorgung und Information 2013 189 449.561,08 das Projekt „NachMindesttarif blieb 2015 mit 0,90 für Hilfesuchende auf der Durchrei2014 201 520.299,18 barschaftshilfe für Euro pro Betreuungsstunde un- se. Insbesondere richtet er sich an 2015 188 514.276,84 meine Kinder“umverändert, ebenso der Höchsttarif flüchtende Menschen mit erhöhMIETE UND WOHNUNGSNEBENKOSTEN gesetzt. mit 3,65 Euro. Anwendung fan- tem Schutzbedarf, wie schwan2013 431 979.628,39 Der Andrang auf den diese Tarife erneut für maximal gere Frauen, Mütter mit Kleinkindie Kleiderkammer, 160 Betreuungsstunden im Monat. dern und unbegleitete Minder2014 542 1.346.444,16 die gemeinsam mit Die vollen Kosten für eine Betreu- jährige. Gestartet wurde damit 2015 577 1.504.974,80
14
Erker 09 I 16