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WISSEN
Nicht wegsehen Mit der Anfang Juli gestarteten Kampagne „Ech gesinn, ech reagéieren“ will die Nichtregierungsorganisation ECPAT auf die Thematik des sexuellen Missbrauchs von Kindern im Rahmen von Reisen und Tourismus aufmerksam machen. Im Interview erklärt Noémie Losch, wieso Sensibilisierung wichtig ist. Wieso ist die Kampagne zum Thema sexuelle Ausbeutung von Kindern im Rahmen von Reisen notwendig? Erstens ist der weltweite Kampf gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern eines der Ziele unserer Organisation. Von Anfang an beschäftigen wir uns auch mit der Thematik Tourismus und dem sexuellen Missbrauch während Reisen im Ausland. Die 2019erStudie von TNS-Ilres bezüglich dieser Thematik – übrigens bereits die vierte dieser Art, die wir haben durchführen lassen – hat klar gezeigt, dass es nach wie vor Aufklärungsbedarf beim breiten Publikum
gibt. Die Menschen wollen aufgeklärt werden. Leider kam dann die Covid-Pandemie dazwischen. Jetzt, wo die Krise sich legt und wieder verstärkt gereist wird, war es uns wichtig eine Kampagne zu starten und unseren Teil zu einem nachhaltigen und verantwortungsbewussten Tourismus beizutragen. Ist das Thema noch immer stark tabuisiert? Klar, es ist ein absolutes Tabuthema. Sowieso alles was sexualisierte Gewalt betrifft, ist tabu. Es bleibt nach wie vor schwierig darüber zu reden, auch wenn