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HF-ICT
WIR PUSHEN STUDIERENDE VOM WISSEN INS HANDELN MEHR PRAKTISCHE HANDLUNGSKOMPETENZ UND PRAXISBEZUG SOWIE BERÜCKSICHTIGUNG DER WORK-LIFE-BALANCE DER STUDIERENDEN – NACH EINER 2018 LANCIERTEN UND SEIT 2019 UMGESETZTEN UMSTRUKTURIERUNG BIETET DIE HÖHERE FACHSCHULE FÜR INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIE (HF-ICT) AUF DEM MAGNET-AREAL IN PRATTELN DEN STUDIERENDEN EINE DREIJÄHRIGE, BERUFSBEGLEITENDE UND WEGWEISENDE WEITERBILDUNG AN, WELCHE MIT DEM TITEL «DIPL. TECHNIKERIN HF INFORMATIK» ABGESCHLOSSEN WIRD.
D
ie jeweils im Januar und August beginnenden Lehrgänge richten sich an angestellte Berufsleute – auch Quereinsteiger –, die sich an den beiden Unterrichtstagen Dienstag (17:10– 20:30 Uhr) und Donnerstag (12:45–20:30 Uhr) sowie in Projektwochen, jeweils am Ende des dritten Semesters und im Verlauf des fünften Semesters, im Bereich Informatik weiterentwickeln möchten. Die Ausbildung an der hf-ict, an der 24 aus der Wirtschaft kommende Dozenten unterrichten, ist in zwei Phasen gegliedert. Nach drei Semestern Grundlagenstudium, in welchem den Lehrgangsteilnehmenden das Basiswissen der Informatik und betriebsrelevante Themenfelder vermittelt werden, erfolgt das Schwerpunktstudium, wo sich die Studierenden – je nach persönlicher Präferenz – für die Fachgebiete Systemtechnik oder Softwareentwicklung entscheiden können. Die hf-ict wurde 1989 als Technikerschule (TS) unter dem Namen KTSI (Kantonale Technikerinnen- und Techniker-Schule für Informatik) gegründet, deren Ausbildungsgang 1992 eidgenössisch anerkannt wurde. 2004 wurde die KTSI in die Organisation der Gewerblich-Industriellen Berufsfachschule Muttenz (GIBM) integriert. 2014 erfolgte die Umbenennung in hf-ict (Höhere Fachschule für Informations- und Kommunikationstechnologie). Geleitet wird die hf-ict seit 2018 von Daniel Gertsch. Er wird ab 2021 auch Leiter des neuen Weiterbildungszentrums der GIB Liestal und der GIB Muttenz, welche unter der Bezeichnung BBZ BL
GESCHÄFTSFÜHRER FRÜHLING 2020
zusammengelegt und dann ab 2026 in Muttenz ihren Standort finden wird (vgl. «Geschäftsführer» vom Herbst 2019). Der Studiengang der hf-ict wird dabei ein Teil des Weiterbildungszentrums sein. Im Gespräch mit dem «Geschäftsführer» stellt Daniel Gertsch das Weiterbildungsangebot der hf-ict vor. «Geschäftsführer»: Was ist nach der Umstrukturierung neu am Ausbildungslehrgang an der hf-ict? Daniel Gertsch: Zentral ist die inhaltliche Neuausrichtung des Lehrgangs, der nun vor allem praxisorientiert aufgebaut ist, um den realen Bedürfnissen der Wirtschaft zu entsprechen. Deshalb wurde das bisherige Bewertungssystem mit Noten abgeschafft und ein Punktesystem eingeführt, welches die Lernleistungen der Studierenden berücksichtigt. So gibt es nun Lernleistungspunkte für die Teilnahme am Unterricht und für Wissenstests. Die meisten Lernleistungspunkte gibt es aufgrund von Anwendungs- und Transferleistungen. Dieser Praxistransfer, also die Übertragung des theoretischen Wissens in die Praxis, wird schwergewichtig am besten honoriert. Wie soll man sich einen solchen Praxistransfer denn als Laie vorstellen? Einerseits können die Studierenden praktische Lösungen aus ihrem persönlichen beruflichen Alltag erarbeiten, was direkt den Firmen, bei denen sie arbeiten, zugutekommt. Oder sie erhalten Aufgabenstellungen, bei welchen sie mit einfachsten Mitteln und aufgrund der erworbenen IT-Kenntnisse technische Prozesse entwickeln müssen, wie zum Beispiel