ERKER 12 2020

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Aktuell

Brenner

Kompensationszahlung für Tourismuswirtschaft gefordert In Kürze Vertreter für den Beirat des deutschen Kindergartens in Gossensaß: Brigitta Schölzhorn Vertreter für den Beirat der italienischen Kindergärten in Gossensaß und Brenner: Bernardo Ponzano Gemeindewahlkommission: Giuseppe Sabatelli, Stefanie De Simone, Benjamin Plattner (Ersatz Bernardo Ponzano, Edeltraud Zössmayr, Armin Plank) Lawinenschutzkommission: Hubert Eisendle, Thomas Windisch, Reinhard Holzer, Peter Thaler, August Seidner, Markus Pittracher, Stefano Bertoldi, Robert Alpögger Gemeindeleitstelle für den Zivilschutz: Bürgermeister Martin Alber, amtsführender Polizeikommissär Brenner, Markus Mayr, Josef Windisch, Thomas Windisch, Vorsitzender der Lawinenschutzkommission, amtsführender Kommandant der Carabinieristation Gossensaß Vertreter im Wassereinzugsgebiet der Etsch (W.E.G.): Bürgermeister Martin Alber, Vize-Bürgermeister Peter Mair Ratsmitglieder zur Aufstellung der Verzeichnisse der Volksrichter: Giuseppe Sabatelli, Edeltraud Zössmayr Vertreter der Gemeinde im Verwaltungsrat der Fernheizwerk Gossensaß Gen.m.b.H.: Armin Keim

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Erker 12/20

Auf seiner Sitzung, die Ende Oktober per Videokonferenz abgehalten wurde, hat der Gemeinderat von Brenner eine Resolution verabschiedet, mit der von der Landesregierung eine Kompensationszahlung für die lokale Tourismuswirtschaft gefordert wird. Grund dafür ist die Einrichtung einer Quarantänestation im Militärferienheim „Soggiorno Montano“.

neriert hätten. Auch der Skiverleih, die Skischule und die Gastronomie am Berg hätten mit Einbußen zu rechnen, genauso wie die lokale Gastronomie im Pflerschtal und in Gossensaß. Damit verbunden sei ein Imageverlust der Ferienregion Gossensaß/Pflersch, die durch die Berichtserstattung in regionalen, aber auch nationalen Medien hervorgerufen werde. Insgesamt könne der Einnahmenverlust für die lokale Tourismuswirtschaft zwischen März 2020 und dem Ende der Wintersaison 2021 mit rund 500.000 Euro beziffert werden. „Aufgrund dieser nachhaltigen und objektiv messbaren Einnahmenausfälle für die lokale Tourismuswirtschaft fordert der Gemeinderat Brenner von der Landesregierung der Autonomen Provinz Bozen eine entsprechen-

Am 7. März zogen die ersten Covid-19-Verdachtsfälle in die Quarantänestation in Gossensaß ein, die kurz zuvor im Militärferienheim „Soggiorno Montano“ eingerichtet worden war. Bereits einige Tage vorher hatten die letzten Gäste die Struktur „fast fluchtartig“ verlassen, wie es in der Resolution heißt. Inzwischen werden dort unter der Koordination der Agentur für Zivilschutz vom Weißen Kreuz, der Militärbehörde und dem Südtiroler Gesundheitsbetrieb bis zu 140 Personen betreut, die zu Hause keine adäquate Unterbringungsmöglichkeit haben. Auch die Marktgemeinde Brenner sei von der Notwendigkeit einer solchen Struktur überzeugt und habe sich bisher in diesem Zusammenhang als fairer und kooperativer Partner hervorgetan, heißt es in der Resolution weiter. „Leider zieht sich die Nutzung des Militärferienheimes für die Unterbringung von Corona-Verdachtsfällen nun schon über die abgebrochene Wintersaison hin bis über die gesamte Militärferienheim „Soggiorno Montano“: Kompensationszahlung für Sommersaison jetzt auch noch in die kommen- die lokale Tourismuswirtschaft gefordert de Wintersaison hinein weiter. Dies ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ein großer, realer Scha- de Kompensation der unfreiwillig erfolgten Umsatzeinden für die Tourismuswirtschaft der Gemeinde Brenner, bußen für die lokale Tourismuswirtschaft in der Gemeinauch weil in anderen Gemeinden die Tourismusstruktu- de Brenner aufgrund des Ausfalls des Militärferienheims ‚Soggiorno Montano‘ als Tourismusstruktur“, heißt es in ren im Sommer wieder voll durchstarten konnten.“ Mit 574 Betten stelle das Militärferienheim mehr als ein der Resolution abschließend. Viertel aller touristischen Betten in der Gemeinde Bren- Die Resolution wurde von den Gemeinderäten einstimner; diese seien in der Hochsaison meist zur Gänze be- mig genehmigt. legt. „Deshalb sind die Einnahmenausfälle für die Tou- Eine Diskussion entfachte sich über die Quarantänestatirismuswirtschaft in Gossensaß und dem Pflerschtal jetzt on selbst, deren Kapazität derzeit ausgereizt sei. Mehrere schon beträchtlich, die Umwegrentabilität wegen des Räte berichteten davon, dass dort untergebrachte PersoAusbleibens der Gäste des ‚Soggiorno‘ ist praktisch von nen diese unerlaubterweise verlassen hätten, was in der heute auf morgen auf NULL gesunken.“ Merkliche Ver- Bevölkerung für Unmut und Angst sorge. Auch Bürgerluste mussten deshalb auch die Bergbahnen Ladurns meister Matin Alber bezeichnete die Vorkommnisse als hinnehmen, insgesamt ein Drittel der 25.000 Berg- und sehr problematisch; die öffentliche Sicherheit dürfe nicht Talfahrten seien in diesem Sommer entfallen. Das Fern- gefährdet werden. bleiben der Gäste könnte in der kommenden Wintersaison zu einem existenzbedrohenden Problem werden. Beschlüsse Rund 400 Gäste würden normalerweise wöchentlich in Auf Antrag von Thomas und Othmar Windisch wurde der Struktur gezählt, die in der Wintersaison 2018/19 auf der Grundparzelle 361/43 der K.G. Pflersch in der rund 172.000 Euro Umsatz für die Liftgesellschaft ge- Örtlichkeit Ast der Landschaftsplan von Wald in Land-


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