style in progress 1/2020 – Deutsche Ausgabe

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SO LÄUFT’S

The Future – Who?

„Es geht darum, die Menschen im Handel mitzunehmen und ihren Arbeitsalltag durch technische Features zu erleichtern“, sagt Clara Becker von Humino.

„MEHR SPASS BEI DER ARBEIT“ Als eigenständige Ausgründung des Modehauses Ramelow berät Humino stationäre Händler und Filialisten und unterstützt, den digitalen Wandel zu meistern. Was steckt dahinter? Clara Becker, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Humino: Beratung für Innovation, digitalen Wandel oder digitale Transformation – das hört sich alles so technisch an. Bei Humino geht es darum, die Menschen im Handel mitzunehmen und ihren Arbeitsalltag durch technische Features zu erleichtern. Zum Beispiel Social Intranet, Social Media oder Apps, um direkt auf das Lager des Lieferanten zugreifen und so Kunden eine extreme Verfügbarkeit bieten zu können. Wie lassen sich soziale Medien besser für den Verkauf nutzen? Die Kommunikation mit Stammkunden läuft meist noch über traditionelle Wege ab. Über Kanäle wie Facebook, Youtube, Instagram oder Messenger wie Whatsapp lassen sich ganz andere Informationen und Emotionen transportieren, wenn man diese Kanäle als Bühne betrachtet. Beispielsweise kann eine Verkäuferin richtiggehend zum Star am Standort werden. Wie laufen die Beratung und Begleitung ab? Es geht viel um die Werte und Kultur der Organisation. Darauf bauen wir auf und erst dann lassen sich gemeinsam Lösungen und Tools entwickeln. Wir fragen immer: Was zahlt auf das Kerngeschäft ein und was hilft den Menschen am meisten? Im Endeffekt geht es darum, den Mitarbeitern die Arbeit mit mehr Spaß zu ermöglichen und Besucher zu Kunden zu machen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern definieren wir auch Regeln, wenn das Smartphone im Verkauf genutzt wird. 106

style in progress

„PERSÖNLICHKEIT GEPAART MIT SOFTWARE“ Wie macht Verkäufer sein Spaß? Melanie Dähler-Goldener, Geschäftsleitung Goldener: Indem wir uns ganz bewusst machen, dass man die Mode überall bekommt, aber uns und unsere Mitarbeiter nicht. Das Persönliche macht uns aus. Auch in der Kundenansprache? Gerade da. Wir achten sehr darauf, dass die Kunden von der Person beraten werden, die für sie passt und zu der sie Vertrauen haben. Jeder Kunde ist individuell, genau wie unsere Mitarbeiter. Dabei unterstützt uns die firmeneigene Software Subsidia, die mein Onkel Urs Goldener und mein Cousin Diego Goldener entwickelt haben – und die ebenfalls von anderen Modehäusern in der Schweiz genutzt wird. Inwieweit ist sie eine Hilfe? Über die Software kann jeder Mitarbeiter nicht nur den Zahlvorgang via Handy vornehmen, sondern auch auf die Warenwirtschaft und Verkaufshistorie der Kunden zugreifen. Was hat er wann von welcher Marke gekauft, welche Änderungen wurden am Kleidungsstück vorgenommen? Wir kennen innerhalb von Minuten die Lieblingsmarke, die bevorzugten Modelle des Kunden und können ihm so die Kleider in der richtigen Größe bringen. All diese Informationen sind für uns eine Riesenhilfe. Sie sparen nicht nur Zeit, sondern kommen der Verkaufsberatung zugute, da wir dem Kunden auf seine Historie bezogen Neues zeigen können. Und der Kunde fühlt sich verstanden und ernst genommen.

Melanie Dähler-Goldener ist in der Geschäftsleitung des Schweizer Modehauses Goldener, einem Familienunternehmen in vierter Generation.


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